Die Spitzenorganisation der Filmwirtschaft (SPIO) entzieht 14 verstorbenen Künstlern posthum ihre Ehrenmedaillen – darunter Heinz Rühmann, den wohl beliebtesten Schauspieler, den dieses Land je hatte. Der Mann, der uns lachen ließ, als sonst wenig zu lachen war, der nach dem Krieg Millionen Trost und Heimatgefühl schenkte, wird jetzt aus dem kollektiven Gedächtnis radiert.
Olga Tschechowa, Lil Dagover, Paul Hartmann, Wolfgang Liebeneiner – alles Namen, die einst für Glanz standen, werden heute mit einem Federstrich für immer beschmutzt. Nicht etwa durch Gerichte, nicht durch Zeitzeugen, sondern durch eine Studie, die Jahrzehnte nach ihrem Tod urteilt. Ohne Widerspruch. Ohne Gnade.
Sie lebten in einer Diktatur. Sie haben Fehler gemacht, manche mehr, manche weniger. Aber sie waren Menschen in einer Zeit, in der Anpassung oft die einzige Möglichkeit war, weiterzuarbeiten – oder zu überleben. Heute verurteilt man sie mit der kalten Selbstgewissheit von Menschen, die nie in solchen Zwängen standen.
Und während wir die Toten exekutieren, verkündet die SPIO stolz die neue Richtung: Künftig gibt es die höchste Auszeichnung nur noch für jene, die sich „gesellschaftspolitisch für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit“ einsetzen.
Mit anderen Worten: Werke zählen nicht mehr. Lachen, Weinen, Unterhaltung, Kunst – alles egal. Entscheidend ist allein die Gesinnung. Die richtige. Die heutige.
Das ist das Ende der Unschuld des deutschen Films. Das ist Kulturtod auf Raten.
Wenn selbst Heinz Rühmann nicht mehr gut genug für uns ist – dieser warmherzige, schelmische, unsterbliche Rühmann –, dann haben wir endgültig vergessen, wer wir einmal waren. Dann schämen wir uns nicht mehr nur für die dunklen Kapitel, sondern tilgen gleich alles, was je Licht in diese Dunkelheit brachte.
Wir löschen unsere eigenen Erinnerungen.
Wir begraben unsere Seele.
Und niemand hält uns auf.
Deutschland stirbt nicht an Migration, nicht an Inflation, nicht an Politikversagen.
Deutschland stirbt an chronischer Selbstverachtung.
Alle, die heute große Worte spucken, möchte ich mal in einer Diktatur erleben. Das sind dann die Ersten, wenn ein neuer Blockwart gesucht wird. Der Unwissende schreit immer am lautesten.
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AZ









