Der Tagesspiegel fasst es gut zusammen.
TSP: SPD verweigert AfD Fraktionssaal: Das Prinzip Sardinenbüchse als letzte Abwehrlinie
https://www.tagesspiegel.de/politik/spd ... 41084.htmlDer Streit um den Fraktionssaal ist ganz anders gelagert als die Auseinandersetzungen um Ausschussvorsitze, Parlamentarisches Kontrollgremium oder den Posten eines Bundestagsvizepräsidenten. Hier geht es nicht um reale Macht, Gefahren für das Land durch Geheimnisverrat oder die Frage, wer unsere Demokratie repräsentiert....
Es geht hier darum, ob man auf simpelster, praktischster Ebene die parlamentarische Arbeitsfähigkeit der AfD behindert.
Dass der Raum der Unionsfraktion gleich nebenan liegt, kann kein Argument sein.
Dann müsste man halt 20 Meter weiter laufen. So eng verbunden wirkt schwarz-rot nicht, dass man das nicht zumuten könnte.
Dass bei der SPD dann in einem kleineren Saal Kabinettsmitglieder oder andere Mitarbeiter nicht genug Platz hätten, während die AfD-Fraktion nichtmal alleine ohne irgendwelche Mitarbeiter, die es dort vermutlich genauso gibt, adäquaten Raum hat, klingt auch nicht sehr überzeugend.
Am ehesten kann ich noch die emotionale Argumentation nachvollziehen, den Otto-Wels-Saal nicht aufgeben zu wollen.
Aber ein Türschild kann man abschrauben und woanders anbringen.
Irgendwer hat es als Kindergartenniveau bezeichnet. Das halte ich für zutreffend.