Historische Bilder und Dokumente

Hier bitte ausschließlich Themen die sich mit der Berliner Mauer beschäftigen.

Re: Historische Bilder und Dokumente

Neuer Beitragvon augenzeuge » 5. Februar 2024, 18:04

Ob das die Schützen bereut haben?

AZ
"Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist."
„Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war“.
"Es ist manchmal gefährlich, Recht zu haben, wenn die Regierung Unrecht hat. (Voltaire)"
Benutzeravatar
augenzeuge
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 101273
Bilder: 20
Registriert: 22. April 2010, 07:29
Wohnort: Nordrhein-Westfalen

Re: Historische Bilder und Dokumente

Neuer Beitragvon Svenja » 7. Februar 2024, 16:39

In diesen Video sieht man in einige Szenen den Grenzübergang Heinrich Heine Str.

https://youtu.be/GA4ROLQF4cs?si=fgsnTe7d7N8qn9o6
Diese Welt ist wie ein Vorzimmer für die zukünftige Welt; rüste dich im Vorzimmer, damit du Einlaß findest in den Saal.
Rabbi Jaqob, Sprüche der Väter, 4,21
Benutzeravatar
Svenja
 
Beiträge: 61
Bilder: 6
Registriert: 21. Januar 2024, 16:37

Re: Historische Bilder und Dokumente

Neuer Beitragvon augenzeuge » 7. Februar 2024, 16:52

Svenja hat geschrieben:In diesen Video sieht man in einige Szenen den Grenzübergang Heinrich Heine Str.

https://youtu.be/GA4ROLQF4cs?si=fgsnTe7d7N8qn9o6


Ab 2:30min....

AZ
"Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist."
„Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war“.
"Es ist manchmal gefährlich, Recht zu haben, wenn die Regierung Unrecht hat. (Voltaire)"
Benutzeravatar
augenzeuge
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 101273
Bilder: 20
Registriert: 22. April 2010, 07:29
Wohnort: Nordrhein-Westfalen

Re: Historische Bilder und Dokumente

Neuer Beitragvon Svenja » 7. Februar 2024, 17:11

augenzeuge hat geschrieben:
Svenja hat geschrieben:In diesen Video sieht man in einige Szenen den Grenzübergang Heinrich Heine Str.

https://youtu.be/GA4ROLQF4cs?si=fgsnTe7d7N8qn9o6


Ab 2:30min....

AZ


Ich hatte den Song im Radio gehört und wusste nicht mehr wer ihn gesungen hat.
Jetzt weiß ich es.
Als ich das Video gesehen habe, ist alles wieder lebendig geworden. Die Bilder wurden im Kopf wieder sichtbar.
Diese Welt ist wie ein Vorzimmer für die zukünftige Welt; rüste dich im Vorzimmer, damit du Einlaß findest in den Saal.
Rabbi Jaqob, Sprüche der Väter, 4,21
Benutzeravatar
Svenja
 
Beiträge: 61
Bilder: 6
Registriert: 21. Januar 2024, 16:37

Re: Historische Bilder und Dokumente

Neuer Beitragvon augenzeuge » 30. Mai 2024, 12:52

Neue veröffentlichte teils private Aufnahmen vom Bau der Mauer [super]

@Hans-JurgenRoski
vor 3 Monaten
Erstklassige Dokumentation, mit nie gesehenen Aufnahmen!

@j.seidank4460
vor 2 Monaten
Starke Doku, ohne übertriebenes Pathos. Und in erstaunlicher Qualität




AZ

P.S.
Der Film beleuchtet alle wichtigen Abschnitte bis zum Fall der Mauer.
"Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist."
„Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war“.
"Es ist manchmal gefährlich, Recht zu haben, wenn die Regierung Unrecht hat. (Voltaire)"
Benutzeravatar
augenzeuge
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 101273
Bilder: 20
Registriert: 22. April 2010, 07:29
Wohnort: Nordrhein-Westfalen

Re: Historische Bilder und Dokumente

Neuer Beitragvon augenzeuge » 17. Mai 2025, 21:18

Zeitreise in das Jahr 1987 – Die Berliner Mauer in einzigartigen Aufnahmen!

Ein kanadischer Kameramann dokumentierte im Jahr 1987 die gesamte 155 Kilometer lange Berliner Mauer aus westlicher Perspektive – anlässlich des 750. Geburtstags der Stadt Berlin. Diese beeindruckenden Bilder zeigen die geteilte Stadt nur zwei Jahre vor dem Fall der Mauer.



AZ
"Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist."
„Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war“.
"Es ist manchmal gefährlich, Recht zu haben, wenn die Regierung Unrecht hat. (Voltaire)"
Benutzeravatar
augenzeuge
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 101273
Bilder: 20
Registriert: 22. April 2010, 07:29
Wohnort: Nordrhein-Westfalen

Re: Historische Bilder und Dokumente

Neuer Beitragvon Edelknabe » 18. Mai 2025, 10:02

Habe mir mal die Doku über die Hälfte reingezogen. Richtig gut gefilmt das Ganze. Kleine Fehldeutungen zwar "so die Hasen lösen keine Minen(bestimmt sind Bodenminen gemeint?) aus, weil die Tiere wohl zu leicht wären" aber sonst alles recht stimmig gemacht. Die Kindergartenkinder mit den Deutungen auf den Krieg erinnern mich an Fragen einer meiner Enkelin, eben wegen dem Ukrainekonflikt.

Rainer Maria
Benutzeravatar
Edelknabe
Grenztruppen
Grenztruppen
 
Beiträge: 19909
Bilder: 57
Registriert: 2. Mai 2010, 09:07

Re: Historische Bilder und Dokumente

Neuer Beitragvon Edelknabe » 21. Mai 2025, 07:33

Noch gesehen in "Unglaubliche Aufnahmen" aber ich kann das auch verwechselt haben und zwar Splitterminen an deren Maschendraht-Abschnitten. Gab es überhaupt in Berlin derartiges, also die 501-Anlage? Denn ich nahm immer an da war nur Beton-Mauer und ab und an mal bissel Zaun.

Rainer Maria
Benutzeravatar
Edelknabe
Grenztruppen
Grenztruppen
 
Beiträge: 19909
Bilder: 57
Registriert: 2. Mai 2010, 09:07

Re: Historische Bilder und Dokumente

Neuer Beitragvon pentium » 21. Mai 2025, 07:50

Edelknabe hat geschrieben:Noch gesehen in "Unglaubliche Aufnahmen" aber ich kann das auch verwechselt haben und zwar Splitterminen an deren Maschendraht-Abschnitten. Gab es überhaupt in Berlin derartiges, also die 501-Anlage? Denn ich nahm immer an da war nur Beton-Mauer und ab und an mal bissel Zaun.

Rainer Maria


Diese war erstmals eine Doppelmauer und enthielt alle bekannten Elemente, so den «inneren Grenzstreifen» zwischen den beiden Mauern, im Westen «Todesstreifen» genannt, die «Postentürme» (DDR-Jargon), Signal- und Stolperdrähte sowie die immense Beleuchtung. Selbstschussanlagen und Minen gab es in Berlin allerdings nie.


Aus 50 Jahre Mauerbau hier im Forum....
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
Anton Günther

Freundeskreis Schloss Hubertusburg e. V.
http://www.freundeskreis-hubertusburg.de
https://www.schloesserland-sachsen.de/de/startseite/
Benutzeravatar
pentium
 
Beiträge: 58359
Bilder: 164
Registriert: 9. Juli 2012, 16:12
Wohnort: Sachsen/Erzgebirge

Re: Historische Bilder und Dokumente

Neuer Beitragvon augenzeuge » 26. März 2026, 15:41

Der Sohn von Schalck-Golodkowski und der Zettel von Schabowski

AZ
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
"Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist."
„Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war“.
"Es ist manchmal gefährlich, Recht zu haben, wenn die Regierung Unrecht hat. (Voltaire)"
Benutzeravatar
augenzeuge
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 101273
Bilder: 20
Registriert: 22. April 2010, 07:29
Wohnort: Nordrhein-Westfalen

Re: Historische Bilder und Dokumente

Neuer Beitragvon augenzeuge » 29. Mai 2026, 10:31

Die Deals um den Zettel.....
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
"Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist."
„Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war“.
"Es ist manchmal gefährlich, Recht zu haben, wenn die Regierung Unrecht hat. (Voltaire)"
Benutzeravatar
augenzeuge
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 101273
Bilder: 20
Registriert: 22. April 2010, 07:29
Wohnort: Nordrhein-Westfalen

Re: Historische Bilder und Dokumente

Neuer Beitragvon augenzeuge » 29. August 2026, 12:18

Berliner Mauer 1961-1990 - Filmsammlung - Berlin Wall Compilation




AZ
"Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist."
„Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war“.
"Es ist manchmal gefährlich, Recht zu haben, wenn die Regierung Unrecht hat. (Voltaire)"
Benutzeravatar
augenzeuge
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 101273
Bilder: 20
Registriert: 22. April 2010, 07:29
Wohnort: Nordrhein-Westfalen

Re: Historische Bilder und Dokumente

Neuer Beitragvon augenzeuge » 29. August 2026, 12:32

Hier ganz interessant, warum die Panzer am Checkpoint Charlie wirklich auffuhren. Hierzu gab es in der DDR Presse oder Geschichtsbücher nicht die korrekte Begründung.



AZ
"Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist."
„Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war“.
"Es ist manchmal gefährlich, Recht zu haben, wenn die Regierung Unrecht hat. (Voltaire)"
Benutzeravatar
augenzeuge
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 101273
Bilder: 20
Registriert: 22. April 2010, 07:29
Wohnort: Nordrhein-Westfalen

Re: Historische Bilder und Dokumente

Neuer Beitragvon Gerd Böhmer » 29. August 2026, 15:26

augenzeuge hat geschrieben:Hier ganz interessant, warum die Panzer am Checkpoint Charlie wirklich auffuhren. Hierzu gab es in der DDR Presse oder Geschichtsbücher nicht die korrekte Begründung.
... Video ...
AZ

ich habe gerade einmal recherchiert, auch in der Geschichtsschreibung der DDR wurde es so dargestellt, das ein US-Diplomat in Zivil sich am 22. Oktober 1961 der Kontrolle durch die Grenzorgane verweigerte. General Clay ist dann wohl mit seiner Reaktion etwas über das Ziel hinaus geschossen und es kam zu den 16 Stunden am CheckPoint Charly. Nach einem klärenden Gespräch am 28. Oktober 1961 zwischen den Alliierten in Berlin Karlshorst wurde es bereinigt, aber der Inhalt der neuen Vereinbarungen nicht veröffentlicht. Für General Clay hatte es wohl auch Konsequenzen ...
MfG Gerd Böhmer,
Reichsbahninspektor aD
http://www.gerdboehmer-berlinereisenbahnarchiv.de
Benutzeravatar
Gerd Böhmer
 
Beiträge: 5452
Registriert: 30. August 2018, 19:43

Re: Historische Bilder und Dokumente

Neuer Beitragvon augenzeuge » 29. August 2026, 15:52

Gerd Böhmer hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Hier ganz interessant, warum die Panzer am Checkpoint Charlie wirklich auffuhren. Hierzu gab es in der DDR Presse oder Geschichtsbücher nicht die korrekte Begründung.
... Video ...
AZ

ich habe gerade einmal recherchiert, auch in der Geschichtsschreibung der DDR wurde es so dargestellt, das ein US-Diplomat in Zivil sich am 22. Oktober 1961 der Kontrolle durch die Grenzorgane verweigerte. General Clay ist dann wohl mit seiner Reaktion etwas über das Ziel hinaus geschossen und es kam zu den 16 Stunden am CheckPoint Charly. Nach einem klärenden Gespräch am 28. Oktober 1961 zwischen den Alliierten in Berlin Karlshorst wurde es bereinigt, aber der Inhalt der neuen Vereinbarungen nicht veröffentlicht. Für General Clay hatte es wohl auch Konsequenzen ...


Hat die DDR denn je geschrieben, dass die Grenzorgane US Diplomaten nicht kontrollieren durften? Der Amerikaner hat lediglich auf sein Recht beharrt.
Wie hat denn die DDR die US Panzer bewertet? So ganz korrekt war die DDR Geschichtsschreibung nun mal nicht. Ebenso nicht, wie am 13.8.61.

Und später lief es wieder wie vor dem Zwischenfall.

Der unmittelbare Anlass war nicht ein geplanter Angriff auf die DDR, sondern ein Streit über die Zugangsrechte der Westalliierten nach Ost-Berlin.

Die DDR argumentierte tatsächlich mit einer möglichen bzw. bereits vorbereiteten westlichen Aggression. Das MfS behauptete beispielsweise im November 1961, westliche Kräfte planten einen „heißen Krieg“ gegen den sozialistischen Block.


Die DDR konnte auf die amerikanischen Panzer am Checkpoint Charlie zeigen und sagen:
„Seht ihr – die imperialistischen Aggressoren stehen tatsächlich mit Panzern an unserer Grenze.“
Das war propagandistisch sehr wirkungsvoll.

Aber die Situation war eigentlich umgekehrt: Die amerikanischen Panzer waren dort, weil die DDR die amerikanischen Zugangsrechte nach Ost-Berlin infrage stellte. Die USA wollten nicht die DDR angreifen, sondern verhindern, dass DDR-Grenzer amerikanische Militärangehörige kontrollierten.

Und noch ein wichtiger Punkt: Die sowjetische Führung wusste sehr genau, dass ein amerikanischer Angriff auf die DDR nicht das eigentliche Szenario war. Das eigentliche Risiko war ein unbeabsichtigter Zusammenstoß zwischen den Supermächten über den Status Berlins.

AZ
"Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist."
„Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war“.
"Es ist manchmal gefährlich, Recht zu haben, wenn die Regierung Unrecht hat. (Voltaire)"
Benutzeravatar
augenzeuge
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 101273
Bilder: 20
Registriert: 22. April 2010, 07:29
Wohnort: Nordrhein-Westfalen

Re: Historische Bilder und Dokumente

Neuer Beitragvon Gerd Böhmer » 29. August 2026, 16:12

Ja, es war bekannt, das die Organe der DDR alliierte Vertreter nicht kontrollieren dürfen, nur war der US-Diplomat eben in Zivil, als er sich der Kontrolle verweigerte. Probleme bezüglich des Zuganges nach Westberlin und das Gebiet der DDR gab es ja seit 1945 immer wieder, da sich die Vertreter der USA und auch Grossbritanniens regelmässig selbst den durch die Vereinbarungen der Alliierten festgelegten Kontrollen durch die zuständigen Stellen der Sowjets verweigerten. Es gab und gibt auch laut dem internationalen Recht, kein Recht auf einen unkontrollierten Zugang, egal wo auf unserer Welt. Die Regierung der DDR hat auf die Konfrontation zwischen Amis und Sowjets am CheckPoint Charly mit Zurückhaltung reagiert.
Das die Westalliierten eine militärische Aktion gegen den Osten planten ist aber historisch belegt, es war ja auch eine der Ursachen für die Ereignisse des 13. August 1961. Die Ereignisse des Oktober 1961 führten ja auch dazu, das General Clay wegen seines Vorgehens im Mai 1962 abberufen wurde.
Zuletzt geändert von Gerd Böhmer am 29. August 2026, 16:23, insgesamt 1-mal geändert.
MfG Gerd Böhmer,
Reichsbahninspektor aD
http://www.gerdboehmer-berlinereisenbahnarchiv.de
Benutzeravatar
Gerd Böhmer
 
Beiträge: 5452
Registriert: 30. August 2018, 19:43

Re: Historische Bilder und Dokumente

Neuer Beitragvon pentium » 29. August 2026, 16:21

Gerd Böhmer hat geschrieben:Ja, es war bekannt, das die Organe der DDR alliierte Vertreter nicht kontrollieren dürfen, nur war der Diplomat eben in Zivil. Probleme bezüglich des Zuganges nach Westberlin gab es ja seit 1945 immer wieder, das sich die Vertreter der USA und auch Grossbritanniens regelmässig selbst den durch die Vereinbarungen der Alliierten durch die zuständigen Stellen der Sowjets verweigerten. Es gibt auch laut dem internationalen Recht, kein Recht auf einen unkontrollierten Zugang, egal wo auf unserer Welt.
Das die Westalliierten eine militärische Aktion gegen den Osten planten ist aber historisch belegt, es war ja auch eine der Ursachen für die Ereignisse des 13. August 1961. Die Ereignisse des Oktober 1961 führten ja auch dazu, das General Clay wegen seines Vorgehens im Mai 1962 abberufen wurde.


Märchen, Mythen und Legenden. Es war der DDR-Staatschef Walter Ulbricht, der die Sowjetunion monatelang anbettelte, die Grenze abriegeln zu dürfen. Das grüne Licht: Der sowjetische Regierungschef Nikita Chruschtschow gab die Erlaubnis zur „Operation Rose“ (dem Mauerbau) erst, als er absolut sicher war, dass die Westmächte dafür keinen Krieg riskieren würden. Wenn der Westen so etwas geplant hätte, dann hätte man die Sperranlagen anders bauen müssen.
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
Anton Günther

Freundeskreis Schloss Hubertusburg e. V.
http://www.freundeskreis-hubertusburg.de
https://www.schloesserland-sachsen.de/de/startseite/
Benutzeravatar
pentium
 
Beiträge: 58359
Bilder: 164
Registriert: 9. Juli 2012, 16:12
Wohnort: Sachsen/Erzgebirge

Re: Historische Bilder und Dokumente

Neuer Beitragvon Gerd Böhmer » 29. August 2026, 16:31

pentium hat geschrieben:
Gerd Böhmer hat geschrieben:Ja, es war bekannt, das die Organe der DDR alliierte Vertreter nicht kontrollieren dürfen, nur war der US-Diplomat eben in Zivil, als er sich der Kontrolle verweigerte. Probleme bezüglich des Zuganges nach Westberlin und das Gebiet der DDR gab es ja seit 1945 immer wieder, da sich die Vertreter der USA und auch Grossbritanniens regelmässig selbst den durch die Vereinbarungen der Alliierten festgelegten Kontrollen durch die zuständigen Stellen der Sowjets verweigerten. Es gab und gibt auch laut dem internationalen Recht, kein Recht auf einen unkontrollierten Zugang, egal wo auf unserer Welt. Die Regierung der DDR hat auf die Konfrontation zwischen Amis und Sowjets am CheckPoint Charly mit Zurückhaltung reagiert.
Das die Westalliierten eine militärische Aktion gegen den Osten planten ist aber historisch belegt, es war ja auch eine der Ursachen für die Ereignisse des 13. August 1961. Die Ereignisse des Oktober 1961 führten ja auch dazu, das General Clay wegen seines Vorgehens im Mai 1962 abberufen wurde.

Märchen, Mythen und Legenden. Es war der DDR-Staatschef Walter Ulbricht, der die Sowjetunion monatelang anbettelte, die Grenze abriegeln zu dürfen. Das grüne Licht: Der sowjetische Regierungschef Nikita Chruschtschow gab die Erlaubnis zur „Operation Rose“ (dem Mauerbau) erst, als er absolut sicher war, dass die Westmächte dafür keinen Krieg riskieren würden. Wenn der Westen so etwas geplant hätte, dann hätte man die Sperranlagen anders bauen müssen.

An der Stelle verbreitest Du Märchen und Mythen, es waren die Vertreter der osteuropäischen Staaten, unter Führung der UdSSR die bereits im Frühjahr 1961 von der DDR Massnahmen zur Sicherung ihrer Grenzen, speziell in Berlin forderten. Es sollte mal nicht übersehen werden, das die Vertreter der Regierungen der Westalliierten für die Vertreter in Bonn und Westberlin in den ersten Tagen nach dem 13. August 1961 nicht erreichbar waren.
Was ich für nicht zutreffend halte, das eine Westberliner Zeitung in diesen Tagen die ungeheuerliche Schlagzeile gebracht habe soll "Berlin ist einen Krieg wert" ... aber wer weiss, zutrauen tu ich es Denen ...
Zuletzt geändert von Gerd Böhmer am 29. August 2026, 16:35, insgesamt 1-mal geändert.
MfG Gerd Böhmer,
Reichsbahninspektor aD
http://www.gerdboehmer-berlinereisenbahnarchiv.de
Benutzeravatar
Gerd Böhmer
 
Beiträge: 5452
Registriert: 30. August 2018, 19:43

Re: Historische Bilder und Dokumente

Neuer Beitragvon augenzeuge » 29. August 2026, 16:33

Gerd Böhmer hat geschrieben:Ja, es war bekannt, das die Organe der DDR alliierte Vertreter nicht kontrollieren dürfen, nur war der US-Diplomat eben in Zivil, als er sich der Kontrolle verweigerte. Probleme bezüglich des Zuganges nach Westberlin gab es ja seit 1945 immer wieder, da sich die Vertreter der USA und auch Grossbritanniens regelmässig selbst den durch die Vereinbarungen der Alliierten festgelegten Kontrollen durch die zuständigen Stellen der Sowjets verweigerten. Es gab und gibt auch laut dem internationalen Recht, kein Recht auf einen unkontrollierten Zugang, egal wo auf unserer Welt. Die Regierung der DDR hat auf die Konfrontation zwischen Amis und Sowjets am CheckPoint Charly mit Zurückhaltung reagiert.
Das die Westalliierten eine militärische Aktion gegen den Osten planten ist aber historisch belegt, es war ja auch eine der Ursachen für die Ereignisse des 13. August 1961. Die Ereignisse des Oktober 1961 führten ja auch dazu, das General Clay wegen seines Vorgehens im Mai 1962 abberufen wurde.


Naja, Gerd, da habe ich doch zu gewissen Punkten einen andere Meinung. Auch Ostberlin unterlag dem Viermächteabkommen, internationales Recht galt für die Besatzer nicht wirklich.
Es galt:

US-Militär und offizielle US-Zivilpersonen konnten sich gegenüber sowjetischen Stellen ausweisen. Sie sollten sich aber nicht gegenüber DDR-Behörden ausweisen müssen.


Was war passiert:
Der US-Diplomat E. Allan Lightner Jr. fuhr mit seiner Frau in seinem privaten Wagen nach Ost-Berlin. DDR-Grenzpolizisten verlangten seine Papiere. Lightner verweigerte das und verlangte stattdessen einen sowjetischen Offizier. Schließlich wurde ihm der Zutritt verweigert. Daraufhin kam die amerikanische Militärpolizei und eskortierte ihn in den sowjetischen Sektor.

Ein US-Dokument beschreibt ausdrücklich, dass die USA und Frankreich die DDR-Forderung ablehnten, dass zivil gekleidete offizielle Personen und militärische Angehörige in offiziell zugelassenen Fahrzeugen ihre Identität gegenüber DDR-Kontrollpersonal nachweisen mussten.

Am 3. November entschied Kennedy, dass offizielle US-Zivilpersonen in Fahrzeugen vorerst weiterhin keine Ausweise gegenüber der DDR vorzeigen sollten.

Das war also kein Fall, in dem ein US-Zivilist sich einfach hätte kontrollieren lassen dürfen, sondern genau der Auslöser der Krise.
Und das stand so niemals in einem DDR Geschichtsbuch.

Und noch etwas.
Clay wurde nicht wegen des Vorfalls abberufen.
Nach der Krise vom Oktober blieb er zunächst im Amt. Im Januar 1962 bestätigte Kennedy sogar ausdrücklich, dass er mit Clay über die Berlinpolitik übereinstimme.

Im April 1962 änderte sich das: Clay wurde nach Washington zu Konsultationen gerufen. Am 12. April 1962 traf er Kennedy. Danach erklärte Kennedy, Clays ständige Anwesenheit in Berlin sei nicht mehr erforderlich. Clay kehrte noch für einige Wochen nach Berlin zurück und verließ die Stadt Anfang Mai endgültig als Vollzeitvertreter.
Kennedy stellte es ausdrücklich nicht als Entlassung dar. Er sagte, Clay habe seine Aufgabe „mit großer Wirksamkeit“ erfüllt und werde weiterhin als Berater für Berlinfragen zur Verfügung stehen.

Das klingt etwas anders als ne Abberufung.

AZ
"Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist."
„Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war“.
"Es ist manchmal gefährlich, Recht zu haben, wenn die Regierung Unrecht hat. (Voltaire)"
Benutzeravatar
augenzeuge
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 101273
Bilder: 20
Registriert: 22. April 2010, 07:29
Wohnort: Nordrhein-Westfalen

Re: Historische Bilder und Dokumente

Neuer Beitragvon augenzeuge » 29. August 2026, 16:37

Was ich für nicht zutreffend halte, das eine Westberliner Zeitung in diesen Tagen die ungeheuerliche Schlagzeile gebracht habe soll "Berlin ist einen Krieg wert" ... aber wer weiss, zutrauen tu ich es Denen ...


Dann kläre ich mal auf: "Berlin ist einen Krieg wert“

Die West-Berliner SPD-Zeitung „Der Sozialdemokrat“ wars! Ein Dokument der IG Metall Berlin datiert die Äußerung auf den 17. August 1948, also mitten in der Berlin-Blockade.
Noch 1949 zitierte die SED den Satz ebenfalls und schrieb ihn dem Sozialdemokrat zu.

Aber:
Die Aussage wurde später von der DDR-Propaganda so dargestellt, als habe eine westdeutsche Zeitung offen verkündet:
„Für Berlin wollen wir Krieg.“

Das war mal wieder einen Lüge.-

AZ
"Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist."
„Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war“.
"Es ist manchmal gefährlich, Recht zu haben, wenn die Regierung Unrecht hat. (Voltaire)"
Benutzeravatar
augenzeuge
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 101273
Bilder: 20
Registriert: 22. April 2010, 07:29
Wohnort: Nordrhein-Westfalen

Re: Historische Bilder und Dokumente

Neuer Beitragvon pentium » 29. August 2026, 16:39

Die Behauptung, die osteuropäischen Staaten oder die UdSSR hätten den Mauerbau im Frühjahr 1961 gefordert, ist historisch falsch. Das Gegenteil war der Fall: Die Initiative ging allein von der DDR-Führung unter Walter Ulbricht aus. Die DDR stand durch den massiven Flüchtlingsstrom vor dem wirtschaftlichen Zusammenbruch und drängte Moskau monatelang, die Grenze in Berlin schließen zu dürfen.Die Sowjetunion unter Chruschtschow bremste die Pläne jedoch lange aus Angst vor einer militärischen Konfrontation mit den Westmächten. Erst Anfang August 1961 gab Moskau angesichts der DDR-Krise grünes Licht. Die anderen osteuropäischen Staaten hatten kein Mitspracherecht; sie wurden erst kurz vor dem Mauerbau nach Moskau bestellt, um den fertigen Plan formal abzusegnen. Dass es in damaligen Dokumenten wie eine "gemeinsame Forderung des Ostblocks" aussah, war reine sozialistische Propaganda, um Geschlossenheit vorzutäuschen. Der Mauerbau war eine Notbremse der DDR, kein Befehl von außen.
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
Anton Günther

Freundeskreis Schloss Hubertusburg e. V.
http://www.freundeskreis-hubertusburg.de
https://www.schloesserland-sachsen.de/de/startseite/
Benutzeravatar
pentium
 
Beiträge: 58359
Bilder: 164
Registriert: 9. Juli 2012, 16:12
Wohnort: Sachsen/Erzgebirge

Re: Historische Bilder und Dokumente

Neuer Beitragvon Gerd Böhmer » 29. August 2026, 16:40

@ augenzeuge - Deine Meinung sei Dir an der Stelle belassen. Das es immer wieder zu Provokationen zwischen den Siegermächten beider Seiten kam ist allerdings Tatsache.
MfG Gerd Böhmer,
Reichsbahninspektor aD
http://www.gerdboehmer-berlinereisenbahnarchiv.de
Benutzeravatar
Gerd Böhmer
 
Beiträge: 5452
Registriert: 30. August 2018, 19:43

Re: Historische Bilder und Dokumente

Neuer Beitragvon Gerd Böhmer » 29. August 2026, 16:44

pentium hat geschrieben:Die Behauptung, die osteuropäischen Staaten oder die UdSSR hätten den Mauerbau im Frühjahr 1961 gefordert, ist historisch falsch. Das Gegenteil war der Fall: Die Initiative ging allein von der DDR-Führung unter Walter Ulbricht aus. Die DDR stand durch den massiven Flüchtlingsstrom vor dem wirtschaftlichen Zusammenbruch und drängte Moskau monatelang, die Grenze in Berlin schließen zu dürfen.Die Sowjetunion unter Chruschtschow bremste die Pläne jedoch lange aus Angst vor einer militärischen Konfrontation mit den Westmächten. Erst Anfang August 1961 gab Moskau angesichts der DDR-Krise grünes Licht. Die anderen osteuropäischen Staaten hatten kein Mitspracherecht; sie wurden erst kurz vor dem Mauerbau nach Moskau bestellt, um den fertigen Plan formal abzusegnen. Dass es in damaligen Dokumenten wie eine "gemeinsame Forderung des Ostblocks" aussah, war reine sozialistische Propaganda, um Geschlossenheit vorzutäuschen. Der Mauerbau war eine Notbremse der DDR, kein Befehl von außen.

In Deinen Ausführungen widersprichst Du Dir mehrfach selbst, immerhin wurde es in meinem Sinne auch seinerzeit in den Medien veröffentlicht. Ebenso, das die Ereignisse des 13. August 1961 nicht nur eine Ursache hatten, die DDR und BRD hatten sich ganz einfach zu fügen ...
Zuletzt geändert von Gerd Böhmer am 29. August 2026, 16:46, insgesamt 1-mal geändert.
MfG Gerd Böhmer,
Reichsbahninspektor aD
http://www.gerdboehmer-berlinereisenbahnarchiv.de
Benutzeravatar
Gerd Böhmer
 
Beiträge: 5452
Registriert: 30. August 2018, 19:43

Re: Historische Bilder und Dokumente

Neuer Beitragvon augenzeuge » 29. August 2026, 16:45

Gerd Böhmer hat geschrieben:@ augenzeuge - Deine Meinung sei Dir an der Stelle belassen. Das es immer wieder zu Provokationen zwischen den Siegermächten beider Seiten kam ist allerdings Tatsache.


Es geht hier nicht um meine Meinung sondern um historische Fakten, wie sie durch Historiker begründet werden. Denen glaube ich allerdings.

AZ
"Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist."
„Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war“.
"Es ist manchmal gefährlich, Recht zu haben, wenn die Regierung Unrecht hat. (Voltaire)"
Benutzeravatar
augenzeuge
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 101273
Bilder: 20
Registriert: 22. April 2010, 07:29
Wohnort: Nordrhein-Westfalen

Re: Historische Bilder und Dokumente

Neuer Beitragvon augenzeuge » 29. August 2026, 16:46

Gerd Böhmer hat geschrieben:
pentium hat geschrieben:Die Behauptung, die osteuropäischen Staaten oder die UdSSR hätten den Mauerbau im Frühjahr 1961 gefordert, ist historisch falsch. Das Gegenteil war der Fall: Die Initiative ging allein von der DDR-Führung unter Walter Ulbricht aus. Die DDR stand durch den massiven Flüchtlingsstrom vor dem wirtschaftlichen Zusammenbruch und drängte Moskau monatelang, die Grenze in Berlin schließen zu dürfen.Die Sowjetunion unter Chruschtschow bremste die Pläne jedoch lange aus Angst vor einer militärischen Konfrontation mit den Westmächten. Erst Anfang August 1961 gab Moskau angesichts der DDR-Krise grünes Licht. Die anderen osteuropäischen Staaten hatten kein Mitspracherecht; sie wurden erst kurz vor dem Mauerbau nach Moskau bestellt, um den fertigen Plan formal abzusegnen. Dass es in damaligen Dokumenten wie eine "gemeinsame Forderung des Ostblocks" aussah, war reine sozialistische Propaganda, um Geschlossenheit vorzutäuschen. Der Mauerbau war eine Notbremse der DDR, kein Befehl von außen.

In Deinen Ausführungen widersprichst Du Dir mehrfach selbst, immerhin wurde es in meinem Sinne auch seinerzeit in den Medien veröffentlicht.


Es gibt keinen historischen Beleg dafür, dass im Frühjahr 1961 die anderen Warschauer-Pakt-Staaten gemeinsam den Mauerbau von Moskau forderten.
Die entscheidende Sitzung des Warschauer Pakts fand Anfang August 1961 statt. Danach gab Moskau grünes Licht für die Abriegelung.

Gerd, ich glaube, du hast die Medien der DDR zu stark verinnerlicht. [flash]

AZ
"Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist."
„Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war“.
"Es ist manchmal gefährlich, Recht zu haben, wenn die Regierung Unrecht hat. (Voltaire)"
Benutzeravatar
augenzeuge
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 101273
Bilder: 20
Registriert: 22. April 2010, 07:29
Wohnort: Nordrhein-Westfalen

Re: Historische Bilder und Dokumente

Neuer Beitragvon pentium » 29. August 2026, 16:52

Gerd Böhmer hat geschrieben:
pentium hat geschrieben:Die Behauptung, die osteuropäischen Staaten oder die UdSSR hätten den Mauerbau im Frühjahr 1961 gefordert, ist historisch falsch. Das Gegenteil war der Fall: Die Initiative ging allein von der DDR-Führung unter Walter Ulbricht aus. Die DDR stand durch den massiven Flüchtlingsstrom vor dem wirtschaftlichen Zusammenbruch und drängte Moskau monatelang, die Grenze in Berlin schließen zu dürfen.Die Sowjetunion unter Chruschtschow bremste die Pläne jedoch lange aus Angst vor einer militärischen Konfrontation mit den Westmächten. Erst Anfang August 1961 gab Moskau angesichts der DDR-Krise grünes Licht. Die anderen osteuropäischen Staaten hatten kein Mitspracherecht; sie wurden erst kurz vor dem Mauerbau nach Moskau bestellt, um den fertigen Plan formal abzusegnen. Dass es in damaligen Dokumenten wie eine "gemeinsame Forderung des Ostblocks" aussah, war reine sozialistische Propaganda, um Geschlossenheit vorzutäuschen. Der Mauerbau war eine Notbremse der DDR, kein Befehl von außen.

In Deinen Ausführungen widersprichst Du Dir mehrfach selbst, immerhin wurde es in meinem Sinne auch seinerzeit in den Medien veröffentlicht.


Ich sehe keinen Widerspruch. Damals in den Medien? Jetzt machst du aber einen Witz oder wie? Aber gut, den Unsinn über den Mauerbau hat man mir damals auch erzählt, also in der Schule. Ist ja auch nicht weiter schlimm. Mein Onkel glaubte auch bis zu seiner letzten Stunde an den Sieg des Sozialismus und das die Wende das Werk von Konterrevolutionären war. Der Mann war Berufsoffizier.
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
Anton Günther

Freundeskreis Schloss Hubertusburg e. V.
http://www.freundeskreis-hubertusburg.de
https://www.schloesserland-sachsen.de/de/startseite/
Benutzeravatar
pentium
 
Beiträge: 58359
Bilder: 164
Registriert: 9. Juli 2012, 16:12
Wohnort: Sachsen/Erzgebirge

Re: Historische Bilder und Dokumente

Neuer Beitragvon Gerd Böhmer » 29. August 2026, 16:54

augenzeuge hat geschrieben:
Gerd Böhmer hat geschrieben:
pentium hat geschrieben:Die Behauptung, die osteuropäischen Staaten oder die UdSSR hätten den Mauerbau im Frühjahr 1961 gefordert, ist historisch falsch. Das Gegenteil war der Fall: Die Initiative ging allein von der DDR-Führung unter Walter Ulbricht aus. Die DDR stand durch den massiven Flüchtlingsstrom vor dem wirtschaftlichen Zusammenbruch und drängte Moskau monatelang, die Grenze in Berlin schließen zu dürfen.Die Sowjetunion unter Chruschtschow bremste die Pläne jedoch lange aus Angst vor einer militärischen Konfrontation mit den Westmächten. Erst Anfang August 1961 gab Moskau angesichts der DDR-Krise grünes Licht. Die anderen osteuropäischen Staaten hatten kein Mitspracherecht; sie wurden erst kurz vor dem Mauerbau nach Moskau bestellt, um den fertigen Plan formal abzusegnen. Dass es in damaligen Dokumenten wie eine "gemeinsame Forderung des Ostblocks" aussah, war reine sozialistische Propaganda, um Geschlossenheit vorzutäuschen. Der Mauerbau war eine Notbremse der DDR, kein Befehl von außen.

In Deinen Ausführungen widersprichst Du Dir mehrfach selbst, immerhin wurde es in meinem Sinne auch seinerzeit in den Medien veröffentlicht.

Es gibt keinen historischen Beleg dafür, dass im Frühjahr 1961 die anderen Warschauer-Pakt-Staaten gemeinsam den Mauerbau von Moskau forderten.
Die entscheidende Sitzung des Warschauer Pakts fand Anfang August 1961 statt. Danach gab Moskau grünes Licht für die Abriegelung.
Gerd, ich glaube, du hast die Medien der DDR zu stark verinnerlicht. [flash]
AZ

Vorsichtig bitte an der Stelle, von der medialen Darstellung der DDR bin ich sehr weit weg, die DDR war in ihren Entscheidungen nicht souverän, die Sitzung der Staaten des Warschauer Vertrages von Anfang August 1961 ist mir bekannt. In dieser Sitzung wurde ja die am 13. August 1961 veröffentliche Erklärung verfasst. Es geht mir an der Stelle doch etwas gegen den Strich, wie hier in dieser Diskussion die Rolle der Westalliierten, sowie Westberlin und der BRD herunter gespielt wird.
MfG Gerd Böhmer,
Reichsbahninspektor aD
http://www.gerdboehmer-berlinereisenbahnarchiv.de
Benutzeravatar
Gerd Böhmer
 
Beiträge: 5452
Registriert: 30. August 2018, 19:43

Re: Historische Bilder und Dokumente

Neuer Beitragvon Gerd Böhmer » 29. August 2026, 16:58

pentium hat geschrieben:
Gerd Böhmer hat geschrieben:
pentium hat geschrieben:In Deinen Ausführungen widersprichst Du Dir mehrfach selbst, immerhin wurde es in meinem Sinne auch seinerzeit in den Medien veröffentlicht.

Ich sehe keinen Widerspruch. Damals in den Medien ? Jetzt machst du aber einen Witz oder wie ? Aber gut, den Unsinn über den Mauerbau hat man mir damals auch erzählt, also in der Schule. Ist ja auch nicht weiter schlimm. Mein Onkel glaubte auch bis zu seiner letzten Stunde an den Sieg des Sozialismus und das die Wende das Werk von Konterrevolutionären war. Der Mann war Berufsoffizier.

Naja, auch auf der anderen Seite wurde sehr viel Unsinn verbreitet und daran hat sich doch bis in die Gegenwart nichts geändert ...
MfG Gerd Böhmer,
Reichsbahninspektor aD
http://www.gerdboehmer-berlinereisenbahnarchiv.de
Benutzeravatar
Gerd Böhmer
 
Beiträge: 5452
Registriert: 30. August 2018, 19:43

Re: Historische Bilder und Dokumente

Neuer Beitragvon augenzeuge » 29. August 2026, 18:16

Gerd Böhmer hat geschrieben:
pentium hat geschrieben:
Gerd Böhmer hat geschrieben:
pentium hat geschrieben:In Deinen Ausführungen widersprichst Du Dir mehrfach selbst, immerhin wurde es in meinem Sinne auch seinerzeit in den Medien veröffentlicht.

Ich sehe keinen Widerspruch. Damals in den Medien ? Jetzt machst du aber einen Witz oder wie ? Aber gut, den Unsinn über den Mauerbau hat man mir damals auch erzählt, also in der Schule. Ist ja auch nicht weiter schlimm. Mein Onkel glaubte auch bis zu seiner letzten Stunde an den Sieg des Sozialismus und das die Wende das Werk von Konterrevolutionären war. Der Mann war Berufsoffizier.

Naja, auch auf der anderen Seite wurde sehr viel Unsinn verbreitet und daran hat sich doch bis in die Gegenwart nichts geändert ...


Das kannst du nicht sagen, das Forum ist der Beweis. [hallo]

AZ
"Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist."
„Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war“.
"Es ist manchmal gefährlich, Recht zu haben, wenn die Regierung Unrecht hat. (Voltaire)"
Benutzeravatar
augenzeuge
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 101273
Bilder: 20
Registriert: 22. April 2010, 07:29
Wohnort: Nordrhein-Westfalen

Re: Historische Bilder und Dokumente

Neuer Beitragvon Gerd Böhmer » 30. August 2026, 09:13

mal einige letzte Ausführungen meinerseits, was mir nicht klar ist, warum sich Menschen an Grenzen oder Demarkationslinien weigern ihr Personaldokument vorzuzeigen. Der frei Zugang, bzw. Reiseverkehr ist doch dadurch nicht gefährdet. Nicht nur die Militärmissionen der Siegermächte haben sich doch regelmässig gegenseitig provoziert.
Ansonsten wurde ja Alles geschrieben.
MfG Gerd Böhmer,
Reichsbahninspektor aD
http://www.gerdboehmer-berlinereisenbahnarchiv.de
Benutzeravatar
Gerd Böhmer
 
Beiträge: 5452
Registriert: 30. August 2018, 19:43

VorherigeNächste

Zurück zu Die Berliner Mauer

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast