Waggonbau Görlitz wird Waffenschmiede

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Waggonbau Görlitz wird Waffenschmiede

Beitragvon Gerd Böhmer » 5. Februar 2025, 16:39

Da ich bis jetzt noch nichts zum Thema gefunden habe, im Waggonbau Görlitz sollen demnächst gepanzerte Fahrzeuge gefertigt werden "Sehr gute Nachricht - Waggonbau-Werk in Görlitz wird zur Panzerschmiede umgewidmet" - 05.02.2025, 12:15 Uhr
- https://www.n-tv.de/wirtschaft/Waggonbau-Werk-in-Goerlitz-wird-zur-Panzerschmiede-umgewidmet-article25540742.html -
ob das eine sehr gute Nachricht ist, naja ?
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Re: Waggonbau Görlitz wird Waffenschmiede

Beitragvon augenzeuge » 5. Februar 2025, 17:47

Da freut sich Strack Zimmermann. [mundzu]
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Re: Waggonbau Görlitz wird Waffenschmiede

Beitragvon Edelknabe » 5. Februar 2025, 19:07

Nun ja Arbeitsplätze und deren Erhaltung. Da wird der Teufel schonmal gestreichelt. Du kannst natürlich auch umlernen auf etwas ganz anderes, halt friedliches und wenn du Glück hast bekommst du den Job. Wirst halt Busfahrer, oder Kellner, Gärtner oder Museumsmitarbeiter oder oder?

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Re: Waggonbau Görlitz wird Waffenschmiede

Beitragvon pentium » 5. Februar 2025, 19:14

Edelknabe hat geschrieben:Nun ja Arbeitsplätze und deren Erhaltung. Da wird der Teufel schonmal gestreichelt. Du kannst natürlich auch umlernen auf etwas ganz anderes, halt friedliches und wenn du Glück hast bekommst du den Job. Wirst halt Busfahrer, oder Kellner, Gärtner oder Museumsmitarbeiter oder oder?

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Ja doch...und hast du dich damals in der DDR mit einem Protestschild an das VEB Geräte- und Werkzeugbau Wiesa (GWB) gestellt und gegen die Produktion der Kalaschnikow protestiert....wegen des Teufels?
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Re: Waggonbau Görlitz wird Waffenschmiede

Beitragvon Gerd Böhmer » 5. Februar 2025, 20:07

Edelknabe hat geschrieben:Nun ja Arbeitsplätze und deren Erhaltung. Da wird der Teufel schonmal gestreichelt. Du kannst natürlich auch umlernen auf etwas ganz anderes, halt friedliches und wenn du Glück hast bekommst du den Job. Wirst halt Busfahrer, oder Kellner, Gärtner oder Museumsmitarbeiter oder oder?
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Nunja, so wollte ich das jetzt nicht einmal verstanden wissen, auch wenn wie Du es geschrieben hast, "da wird der Teufel schon einmal gestreichelt". Immerhin ist es ja ein Standort mit langjährigen Traditionen, wurden doch hier die Schnelltriebwagen und Doppelstockzüge für die Deutsche Reichsbahn, in den 1930-er und 1940-er Jahren auch Militärfahrzeuge für die Wehrmacht hergestellt. Aber es hat doch trotzdem immer noch den positiven Aspekt, das hier ein traditioneller Standort erhalten und nicht ein neuer Standort auf der grünen Wiese errichtet wird.
In diesem Sinne,
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Re: Waggonbau Görlitz wird Waffenschmiede

Beitragvon Gerd Böhmer » 5. Februar 2025, 21:41

als Ergänzung die Meldung zum Thema aus dem Lok-Report unter https://www.lok-report.de/news/deutschland/industrie/item/56063-bundeskanzler-industriegeschichte-in-goerlitz-wird-fortgeschrieben.html. Es ist auch die Rede von Scholz enthalten.
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Re: Waggonbau Görlitz wird Waffenschmiede

Beitragvon Spartacus » 6. Februar 2025, 09:41

Das kapiere wer will, die müssten doch die Auftragsbücher brechend voll haben, bei dem Zustand der Bahn. [hallo]

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Re: Waggonbau Görlitz wird Waffenschmiede

Beitragvon pentium » 6. Februar 2025, 10:02

Spartacus hat geschrieben:Das kapiere wer will, die müssten doch die Auftragsbücher brechend voll haben, bei dem Zustand der Bahn. [hallo]

Sparta


Wie kommst du auf die Idee?
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Re: Waggonbau Görlitz wird Waffenschmiede

Beitragvon Edelknabe » 6. Februar 2025, 12:16

Wichtig ist doch der Erhalt des Arbeitsplatzes. Was Malocher jetzt produziert so eben neu Kriegsgerät also ich weiß nicht Männer, das ist doch uninteressant? Außer du bist Protestierer bzw Straßenkleber und das war ich noch nicht einmal zu tiefster DDR-Zeit. Das zu deinem VEB Vergleich Pentium. Wer früher für die Hasag in Leipzig gearbeitet hatte, der war doch auch froh über den Lohn am Monatsende, trotz dem Produkt was da hergestellt wurde nämlich die Panzerfaust.

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Re: Waggonbau Görlitz wird Waffenschmiede

Beitragvon karnak » 6. Februar 2025, 12:22

Edelknabe hat geschrieben:Nun ja Arbeitsplätze und deren Erhaltung. Da wird der Teufel schonmal gestreichelt. Du kannst natürlich auch umlernen auf etwas ganz anderes, halt friedliches und wenn du Glück hast bekommst du den Job. Wirst halt Busfahrer, oder Kellner, Gärtner oder Museumsmitarbeiter oder oder?

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Das steht aber dann im Widerspruch zu dieser, Deiner vorherigen Aussage. [grin]
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Re: Waggonbau Görlitz wird Waffenschmiede

Beitragvon Edelknabe » 6. Februar 2025, 12:39

Was dir alles auffällt Karnak nee? Bin ich nun Malocher oder Protestierer und nee, vom Protest wird man wohl nicht satt, kann sich auch nichts kaufen für. Vom arbeiten schon. Man darf da eigentlich gar nicht denken dabei, denn dann braucht man auch niemanden streicheln. Also erledigt der Fall und das Gute noch, du lebst voll in Ruhe damit.

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Re: Waggonbau Görlitz wird Waffenschmiede

Beitragvon karnak » 6. Februar 2025, 12:47

[grin] Mir fällt so einiges auf, heute wie damals, dass hat man mir mal beigebracht. Heute ziehe ich nur noch meine privaten Schlussfolgerungen daraus, bilde mir eine Meinung dazu und verleihe der Ausdruck, dass ist mein ganzer Anspruch. [hallo]
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Re: Waggonbau Görlitz wird Waffenschmiede

Beitragvon Edelknabe » 6. Februar 2025, 14:44

Dein Einwurf sagt mir man muss heute einfach nur so herangehen, wie zu unserer DDR-Zeit. Mit Arschelecken nicht aber trallala, das passte gut und du kamst zurecht denn regtest du dich auf endete man wie Sparta. Und Gott behütete dich davor, oder eben das Schicksal, keine Ahnung im Nachhinein?

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Re: Waggonbau Görlitz wird Waffenschmiede

Beitragvon Spartacus » 7. Februar 2025, 10:14

pentium hat geschrieben:
Spartacus hat geschrieben:Das kapiere wer will, die müssten doch die Auftragsbücher brechend voll haben, bei dem Zustand der Bahn. [hallo]

Sparta


Wie kommst du auf die Idee?


Ich verfolge das ja schon einige Zeit lang und immer hies es bei den diversen Wechseln, die Auftragsbücher seien voll.

https://www.radiolausitz.de/beitrag/bom ... ab-675291/

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Re: Waggonbau Görlitz wird Waffenschmiede

Beitragvon Gerd Böhmer » 7. Februar 2025, 16:21

Spartacus hat geschrieben:
pentium hat geschrieben:
Spartacus hat geschrieben:Das kapiere wer will, die müssten doch die Auftragsbücher brechend voll haben, bei dem Zustand der Bahn. [hallo]
Sparta

Wie kommst du auf die Idee?

Ich verfolge das ja schon einige Zeit lang und immer hies es bei den diversen Wechseln, die Auftragsbücher seien voll.
https://www.radiolausitz.de/beitrag/bombardier-gibt-deutsche-standorte-mit-vollen-auftragsbuechern-ab-675291/
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Naja, laut letzten Informationen reicht der Arbeitsvorrat durch vorhandene Aufträge bis Mitte 2026. So auch in den von mir eingebrachten Links zu diesem Thema nachzulesen. Nur hat es nicht einmal etwas mit dem Zustand der Bahn in unserem Land zu tun, viele Aufträge kamen aus dem Ausland, so auch die Fertigung von Doppelstockwagen für Israel, die im kommenden Jahr ausläuft.
in diesem Sinne ein angenehmes Wochenende,
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Re: Waggonbau Görlitz wird Waffenschmiede

Beitragvon Gerd Böhmer » 22. April 2025, 11:45

aktueller Bericht zum Thema auf n-tv:
Erst Waggons, jetzt Panzerbau Rüstungsproduktion in altem Bahnwerk weckt Widerstand
Seit über 150 Jahren werden in Görlitz an der polnischen Grenze Züge und Waggons gefertigt. Jetzt will der Rüstungshersteller KNDS hier Teile für den Leopard-II-Panzer bauen. Im Ort herrscht bei vielen Menschen Unmut über die Entscheidung.

https://www.n-tv.de/25707978
Das Ergebnis der letzten Wahlen ist da vielsagend ... AfD mit weit über 40 % [shocked]
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Re: Waggonbau Görlitz wird Waffenschmiede

Beitragvon Bahndamm 68 » 22. April 2025, 12:19

Gerd Böhmer hat geschrieben:aktueller Bericht zum Thema auf n-tv:
Erst Waggons, jetzt Panzerbau Rüstungsproduktion in altem Bahnwerk weckt Widerstand
Seit über 150 Jahren werden in Görlitz an der polnischen Grenze Züge und Waggons gefertigt. Jetzt will der Rüstungshersteller KNDS hier Teile für den Leopard-II-Panzer bauen. Im Ort herrscht bei vielen Menschen Unmut über die Entscheidung.

https://www.n-tv.de/25707978
Das Ergebnis der letzten Wahlen ist da vielsagend ... AfD mit weit über 40 % [shocked]

Was möchte eigentlich die arbeitende Bevölkerung?
Möchten sie Geld verdienen, um zu existieren oder möchten sie zu Hause auf der Feige liegen?
Vielleicht auch noch warten, bis an der Wohnungstür die AfD klingelt und ein paar Almosen übergibt?
Ich habe Verständnis, wenn der Gedanke vorhanden ist, was der Arbeitnehmer produzieren kann, soll oder muss.
Wer in einem Rüstungsbetrieb nicht arbeiten möchte, der kann ja auf dem Land den Spargel stechen.
Möchte der ständig meckernde Deutsche dies ausführen?
Vermutlich auch nicht.
Und noch eins. Es gibt Arbeitgeber und es gibt Arbeitnehmer. Wer trägt die Entscheidung, was eigentlich produziert werden soll?
Zur Info, ich war Zeit meines Lebens ein AN, aber heute geht es mir sehr gut und ich bin mein eigener Chef und nur ich entscheide, was hergestellt wird. [grins]
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und die Zukunft nicht gestalten.
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Re: Waggonbau Görlitz wird Waffenschmiede

Beitragvon pentium » 22. April 2025, 14:18

Gerd Böhmer hat geschrieben:aktueller Bericht zum Thema auf n-tv:
Erst Waggons, jetzt Panzerbau Rüstungsproduktion in altem Bahnwerk weckt Widerstand
Seit über 150 Jahren werden in Görlitz an der polnischen Grenze Züge und Waggons gefertigt. Jetzt will der Rüstungshersteller KNDS hier Teile für den Leopard-II-Panzer bauen. Im Ort herrscht bei vielen Menschen Unmut über die Entscheidung.

https://www.n-tv.de/25707978
Das Ergebnis der letzten Wahlen ist da vielsagend ... AfD mit weit über 40 % [shocked]


Mir fehlt da jetzt der Zusammenhang...Teile für den Panzer und AfD Wähler. Davon abgesehen ist diese Formulierung mit Görlitz an der polnischen Grenze und den 150 Jahren etwas unglücklich gewählt....vor 150 Jahren gab es dort keine polnische Grenze, da war Preußen.
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Re: Waggonbau Görlitz wird Waffenschmiede

Beitragvon Gerd Böhmer » 22. April 2025, 15:27

pentium hat geschrieben:
Gerd Böhmer hat geschrieben:aktueller Bericht zum Thema auf n-tv:
Erst Waggons, jetzt Panzerbau Rüstungsproduktion in altem Bahnwerk weckt Widerstand
Seit über 150 Jahren werden in Görlitz an der polnischen Grenze Züge und Waggons gefertigt. Jetzt will der Rüstungshersteller KNDS hier Teile für den Leopard-II-Panzer bauen. Im Ort herrscht bei vielen Menschen Unmut über die Entscheidung.

https://www.n-tv.de/25707978
Das Ergebnis der letzten Wahlen ist da vielsagend ... AfD mit weit über 40 % [shocked]


Mir fehlt da jetzt der Zusammenhang ... Teile für den Panzer und AfD Wähler. Davon abgesehen ist diese Formulierung mit Görlitz an der polnischen Grenze und den 150 Jahren etwas unglücklich gewählt ... vor 150 Jahren gab es dort keine polnische Grenze, da war Preußen.

Der Zusammenhang ergibt sich doch schon aus der Titelzeile des von mir verlinkten Beitrages und kommt auch in den Interviews des Videobeitrages zum Ausdruck. Ansonsten war Görlitz immer eine Grenzstadt wenn Du so willst - Sachsen und Schlesien unter wechselnden Hoheitsrechten.

@ Bahndamm 68 - in Ordnung, will ich jetzt nicht weiter darauf eingehen ...
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Re: Waggonbau Görlitz wird Waffenschmiede

Beitragvon pentium » 22. April 2025, 15:43

Aus der Betriebsgeschichte:

Die WUMAG stellte seit Anfang der 1930er Jahre auch Militärfahrzeuge her, darunter auch geländegängige Lastkraftwagen für die Reichswehr und Wehrmacht. Weiterhin wurden im Rahmen des Kriegsprogramms auch Schallmess-, Funk-, Schützenpanzer- und MG-Wagen, Aufbauten für Krankenfahrzeuge, Panzeraufbauten, Sonderanhänger, Ersatzfeldwagen, Sanitätsschlitten sowie Überladebrücken gebaut. Ab 1942 baute die WUMAG beispielsweise im Auftrag der Deutschen Reichsbahn den einteiligen, 12-rädrigen Straßenroller Typ R42 mit nur außen liegenden Rädern, er hatte eine Gesamtlänge von 8,84 Metern und eine Nutzlast von 40 Tonnen. Die Abteilung Waggonbau war somit auch ein wichtiger Rüstungsbetrieb im Dritten Reich.[19]

https://de.wikipedia.org/wiki/Waggonbau_G%C3%B6rlitz
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Re: Waggonbau Görlitz wird Waffenschmiede

Beitragvon Gerd Böhmer » 22. April 2025, 15:52

pentium hat geschrieben:Aus der Betriebsgeschichte:

Die WUMAG stellte seit Anfang der 1930er Jahre auch Militärfahrzeuge her, darunter auch geländegängige Lastkraftwagen für die Reichswehr und Wehrmacht. Weiterhin wurden im Rahmen des Kriegsprogramms auch Schallmess-, Funk-, Schützenpanzer- und MG-Wagen, Aufbauten für Krankenfahrzeuge, Panzeraufbauten, Sonderanhänger, Ersatzfeldwagen, Sanitätsschlitten sowie Überladebrücken gebaut. Ab 1942 baute die WUMAG beispielsweise im Auftrag der Deutschen Reichsbahn den einteiligen, 12-rädrigen Straßenroller Typ R42 mit nur außen liegenden Rädern, er hatte eine Gesamtlänge von 8,84 Metern und eine Nutzlast von 40 Tonnen. Die Abteilung Waggonbau war somit auch ein wichtiger Rüstungsbetrieb im Dritten Reich.[19]

https://de.wikipedia.org/wiki/Waggonbau_G%C3%B6rlitz

Genau - hatte ich in meinem Beitrag vom 05. Februar 2025, 21:07 Uhr kurz erwähnt.
Da gibt es auch einen sehr gut gemachten Film aus den 1930-er Jahren vom Filmstudio der Deutschen Reichsbahn unter dem Titel "Fliegende Züge" über den Bau der Schnelltriebwagen bei der WUMAG und auch den Maybach-Werken. Die ICE der 1930-er Jahre ...
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Re: Waggonbau Görlitz wird Waffenschmiede

Beitragvon Bahndamm 68 » 22. April 2025, 17:04

Nur zu und immer weiter in der alten Geschichte bleiben.
Vielleicht bekommen wir dann auch einen Kaiser wieder. [laugh]
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Re: Waggonbau Görlitz wird Waffenschmiede

Beitragvon pentium » 22. April 2025, 17:10

Bahndamm 68 hat geschrieben:Nur zu und immer weiter in der alten Geschichte bleiben.
Vielleicht bekommen wir dann auch einen Kaiser wieder. [laugh]


Das ist Geschichte, das kann weg...?
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Re: Waggonbau Görlitz wird Waffenschmiede

Beitragvon Gerd Böhmer » 16. Dezember 2025, 21:18

Heute war es dann soweit, der letzte Doppelstockwagen verliess heute die Hallen des Waggonbau Görlitz (aus einer Serie für Israel). Damit endet nach 175 Jahren die Fertigung von Eisenbahnfahrzeugen in Görlitz. Zukünftig werden an diesem Standort wie schon vorstehend geschrieben Rüstungsgüter hergestellt.
Letztes Fahrzeug rollt bei Alstom in Görlitz aus der Halle - 16.12.2025, 17:50 Uhr

https://www.n-tv.de/regionales/sachsen/Letztes-Fahrzeug-rollt-bei-Alstom-in-Goerlitz-aus-der-Halle-id30150706.html
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Re: Waggonbau Görlitz wird Waffenschmiede

Beitragvon Edelknabe » 17. Dezember 2025, 09:03

Nur einmal eine Idee, aber lest erst einmal nachfolgenden Text:

"Während des Zweiten Weltkriegs war eine Großzahl der Arbeiter und Angestellten zum Kriegsdienst eingezogen und so besetzte die AG die Arbeitsplätze verstärkt mit Frauen, deportierten Menschen aus den besetzten Gebieten und Kriegsgefangenen. Die Zahl deutscher Arbeiter sank vom Oktober 1942 bis Februar 1945 von 2322 auf 1478. Die Zahl der Zwangsarbeiter und Kriegsgefangenen stieg im selben Zeitraum von 1090 auf 1974. Anfangs wurden die meisten Kriegsgefangenen vom Stammlager VIII A südlich des damaligen Görlitzer Stadtteils Moys täglich zur Arbeit in das Werk gebracht. Später folgten auch verschiedene Außenlager im Stadtgebiet, darunter ab Sommer 1944 das KZ-Außenlager Görlitz des KZ Groß-Rosen.[22] So wurde auch auf dem Gelände des Werks II der WUMAG ein Außenlager errichtet, dieses bestand aus sieben Baracken, in denen vor allem sowjetische Kriegsgefangene und ausländische Zivilisten getrennt voneinander untergebracht waren. Die Lagerinsassen mussten unter unwürdigsten Bedingungen leben und arbeiten, deutschen Mitarbeitern wurde der Kontakt zu ihnen untersagt.[20und ende

Die Idee wäre, man übertragt das Werk pachtweise(oder anderswie) den Ukrainern, und die beschäftigen nicht nur die deutsche Arbeitskraft sondern auch ihre Bürger hier im Lande. Und eventuell auch russische Kriegsgefangene? Was spräche eigentlich dagegen, den deutscher Arbeitsplatz bleibt erhalten und nicht nur männlicher Kriegsflüchtling findet eine vernünftige Beschäftigung, muss nicht vom deutschen Steuerzahler alimentiert werden?

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Re: Waggonbau Görlitz wird Waffenschmiede

Beitragvon pentium » 17. Dezember 2025, 09:17

Edelknabe hat geschrieben:Nur einmal eine Idee, aber lest erst einmal nachfolgenden Text:

"Während des Zweiten Weltkriegs war eine Großzahl der Arbeiter und Angestellten zum Kriegsdienst eingezogen und so besetzte die AG die Arbeitsplätze verstärkt mit Frauen, deportierten Menschen aus den besetzten Gebieten und Kriegsgefangenen. Die Zahl deutscher Arbeiter sank vom Oktober 1942 bis Februar 1945 von 2322 auf 1478. Die Zahl der Zwangsarbeiter und Kriegsgefangenen stieg im selben Zeitraum von 1090 auf 1974. Anfangs wurden die meisten Kriegsgefangenen vom Stammlager VIII A südlich des damaligen Görlitzer Stadtteils Moys täglich zur Arbeit in das Werk gebracht. Später folgten auch verschiedene Außenlager im Stadtgebiet, darunter ab Sommer 1944 das KZ-Außenlager Görlitz des KZ Groß-Rosen.[22] So wurde auch auf dem Gelände des Werks II der WUMAG ein Außenlager errichtet, dieses bestand aus sieben Baracken, in denen vor allem sowjetische Kriegsgefangene und ausländische Zivilisten getrennt voneinander untergebracht waren. Die Lagerinsassen mussten unter unwürdigsten Bedingungen leben und arbeiten, deutschen Mitarbeitern wurde der Kontakt zu ihnen untersagt.[20und ende

Die Idee wäre, man übertragt das Werk pachtweise(oder anderswie) den Ukrainern, und die beschäftigen nicht nur die deutsche Arbeitskraft sondern auch ihre Bürger hier im Lande. Und eventuell auch russische Kriegsgefangene? Was spräche eigentlich dagegen, den deutscher Arbeitsplatz bleibt erhalten und nicht nur männlicher Kriegsflüchtling findet eine vernünftige Beschäftigung, muss nicht vom deutschen Steuerzahler alimentiert werden?

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Brennt bei dir in der Nähe eine Hanfplantage und du bekommst die Dämpfe ab? Anders kann man sich diesen Text nicht erklären....
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Re: Waggonbau Görlitz wird Waffenschmiede

Beitragvon Edelknabe » 17. Dezember 2025, 09:23

Wieso das denn? Man findet einen finanzkräftigen ukrainischen Oligarchen und dann geht das los, wo liegt denn zu meiner Idee das Problem? Deswegen wird doch der Putin mit dem Lande hier keinen Krieg anfangen?

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Re: Waggonbau Görlitz wird Waffenschmiede

Beitragvon augenzeuge » 17. Dezember 2025, 09:23

Der Text ist nicht schlechter als die ganzen anderen Ideen unserer Landesfürsten.

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Re: Waggonbau Görlitz wird Waffenschmiede

Beitragvon Edelknabe » 17. Dezember 2025, 12:08

Der Pentium hat meiner Meinung nach Null Ahnung von wirtschaftlichen Abläufen. Da kommt nur blödes Zeug von dem Kerl, als wenn man hier unter Drogen schreiben würde? Ob da nun der ukrainische Oligarch mit seinen von der EU zur Verfügung gestellten Milliarden übernimmt, also solche einfachen Dinger gibt es Zuhauf in der Weltwirtschaft. Diese Ukraine ist so schon vollkommen überschuldet, da spielt das Null Rolle welches Darlehn dafür verwendet wird zumal man mindestens drei Fliegen mit einmal erledigen könnte.

Wäre doch toll, wenn die Ukrainer(Kriegsflüchtlinge) dort in einer Art ordentliche Unterkünfte ( Containerdorf) gebündelt würden um somit etwas für ihr Land zu leisten. Der, die Eine auf dem Schlachtfeld, die Anderen halt im dann Rüstungskonzern. Oder deutscher Waggonbauer weiterhin Arbeit findet, eventuell russischer Kriegsgefangener ebenfalls. Deswegen fängt doch der Putin keinen Krieg mit D. an

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Re: Waggonbau Görlitz wird Waffenschmiede

Beitragvon pentium » 17. Dezember 2025, 12:25

Edelknabe hat geschrieben:Der Pentium hat meiner Meinung nach Null Ahnung von wirtschaftlichen Abläufen. Da kommt nur blödes Zeug von dem Kerl, als wenn man hier unter Drogen schreiben würde? Ob da nun der ukrainische Oligarch mit seinen von der EU zur Verfügung gestellten Milliarden übernimmt, also solche einfachen Dinger gibt es Zuhauf in der Weltwirtschaft. Diese Ukraine ist so schon vollkommen überschuldet, da spielt das Null Rolle welches Darlehn dafür verwendet wird zumal man mindestens drei Fliegen mit einmal erledigen könnte.

Wäre doch toll, wenn die Ukrainer(Kriegsflüchtlinge) dort in einer Art ordentliche Unterkünfte ( Containerdorf) gebündelt würden um somit etwas für ihr Land zu leisten. Der, die Eine auf dem Schlachtfeld, die Anderen halt im dann Rüstungskonzern. Oder deutscher Waggonbauer weiterhin Arbeit findet, eventuell russischer Kriegsgefangener ebenfalls. Deswegen fängt doch der Putin keinen Krieg mit D. an

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Das wird doch immer schlimmer, was muss man einnehmen um solchen Quatsch zu verzapfen? Klar du hast den großen Durchblick! Der deutsch-französische Rüstungskonzern KNDS übernimmt das Werk. In Görlitz werden künftig Komponenten für Panzer produziert. Was soll also der Unsinn mit deinem ukrainischen Oligarchen? Ansonsten kannst du ja gerne nach Görlitz fahren und deine Vorschläge mit den Alstom-Beschäftigten besprechen, sicher findest du dort ein offenes Ohr dafür. Ich kann dir auch einen Kontakt zu Ukrainern vermitteln, die sind bestimmt ganz begeistert, wenn sie in dein Containerdorf ziehen dürfen...Hat was von Zwangsarbeit, damals beim GröFaZ....

Was wird aus den Alstom-Beschäftigten?

170 sind zu Alstom nach Bautzen gewechselt. Gut 60 wurden bislang von KNDS übernommen. Bleiben noch knapp 500. Die meisten würden von KNDS übernommen. Es werde aber auch feuchte Augen geben, sagte uns Betriebsratsvorsitzender René Straube. Für viele Kollegen werde das Ende des Waggonbaus jetzt erst klar.


Um auf den Waggonbau in Görlitz aber zu zurückzukommen: Ich sehe hierin durchaus Tendenzen der Tertiärisierung bzw. gar der Quartärisierung - (wer es nicht kennt: Wikipedia über Wirtschaftssektoren). Deutschland war hier ein Sonderfall, dass eine Wirtschaftsnation sehr lange einen sehr starken sekundären Sektor hatte - und dieser verliert derzeit die Mitarbeiter stark (bspw. in der Autoindustrie). Hier fehlte die Innovationsfreudigkeit, die die global gesehen hohen Produktionskosten wirtschaftlich tragfähig gemacht haben. Jetzt könnte man überlegen, woran es liegt, dass es an ...

Das hat nichts mit Frieden oder Krieg zu tun (wobei dieser sowohl selbst als auch dessen Vorbereitung für die Volkswirtschaft schädlich sind), das wurde schon 1994 kritisch gesehen. Kurz hat der damalige BDI-Vorsitzende das so zusammengefasst: „Wir können doch nicht dauerhaft davon leben, dass wir uns gegenseitig die Haare schneiden." Er hätte noch ergänzen sollen, es geht schon, das hat dann aber ein anderes Wohlstandsniveau zur Folge.
Dass jetzt auch noch die Verwaltung unmäßig wächst (ein Landrat hatte allen Ernstes vor, seine Verwaltung von 900 auf 1400 Köpfe aufzustocken, wegen Good Governance), ist nur noch das Sahnehäubchen obendrauf.
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
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