Studieren an der Militärakademie der NVA

Alles was das Militär betrifft, Armeen, Technik u.s.w. und militärgeschichtliche Themen

Studieren an der Militärakademie der NVA

Beitragvon Beethoven » 25. Oktober 2024, 09:26

Es wird nicht viele User interessieren aber da ich diesen Beitrag aus gegebenem Anlass in einem anderen Forum,
soeben verfasst habe, setze ich ihn hier auch ein.

--------------------------------------------------------------------------------------------

Offiziershörer an der Militärakademie der NVA „Friedrich Engels“

Allgemeines

Die Militärakademie (MAK) der NVA wurde, nach dem die Offiziershochschule der KVP aufgelöst wurde, im Jahre 1959 gegründet und war Zeit ihres Bestehens bis zur Auflösung, in Dresden – Strehlen, nahe dem „Großer Garten, stationiert.
Sie war die höchste militärische Bildungseinrichtung der DDR.
An der MAK wurden Offiziere aller Teilstreitkräfte, ein geringer Teil von Offizieren der Volkspolizei (hier nur Offiziere aus den Polizeibereitschaften oder Fachlehrer an der Offiziershochschule der VP) und dem militärischen Zweig des MfS, als auch, ab 1962, Offiziere ausländischer Armeen, in Führungsfunktionen, in der Führungsebene Truppenteil (Regiment, selbständiges Bataillon oder Gleichgestellte), Verband (Division, Gleichgestellte), operative Vereinigung (Armeekorps, Armee, Front), als auch für Stabsverwendungen in den Stäben (Kommandos) der Militärbezirke (entspricht einem Armeekorps), der Kommandos der Teilstreitkräfte oder in ministerielle Verwendungen, in einem dreijährigen Studium (Ing.-technische Dienste in 4 Jahren) heran- und ausgebildet.
Die Studieninhalte waren auf die Spezifik der Offiziershörer (OH) der jeweiligen Teilstreitkraft ausgelegt, was sich schon in den Bezeichnungen der Sektionen (Fakultäten) ausdrückte.
In den Sektionen gab es mehrere unterschiedliche Lehrstühle, die die Spezifik weiter verfeinerten.
Es gab 5 Sektionen (Fakultäten):
- Sektion 1 – Gesellschaftswissenschaften
- Sektion 2 – Landstreitkräfte (inkl. pro Jahr je eine Seminargruppe mit OH der Artillerie und der Grenztruppen der DDR)
- Sektion 3 – Panzer – Ingenieur - Dienst
- Sektion 4 – Luftstreitkräfte / Luftverteidigung
- Sektion 5 - Seestreitkräfte
Selbständige, zentrale Lehrstühle, die keiner Sektion angeschlossen waren, wurden von Stellvertretern des Chefs der MAK geführt. Dies waren die Lehrstühle für:
- Fremdsprachen
- Mathematik, Physik, Computer- und Rechentechnik
- Geschichte der Kriegskunst / Militärgeschichte
- Funkelektronischer Kampf (NATO-Sprache „Eloka“)
- Mobilmachung
- Strategische Fragen der Landesverteidigung / Grundlagen der operativen Kunst
- Akademische Kurse leitender Offiziere der NVA, der Grenztruppen der DDR und Zivilverteidigung
Um die Offiziershörer zu hoch spezialisierten, militärwissenschaftlichen Führungsoffizieren heran zu bilden, wurde ein breit angelegtes, generalistisches Studium in allen Bereichen der Naturwissenschaften, technischen-, militärischen- und gesellschaftswissenschaftlichen Ausbildungsprofilen, angelegt.
Dabei war ein hoher Praxisanteil in Form von Vorbereitung und Führung von Gefechten und anderen Handlunge wie z.B.:
- Handlungen vor, bei und nach dem Einsatz von Kernwaffen oder anderer MVW,
- Märsche und Verlegungen (Straße, Kolonnenwege, Eisenbahn, Luftverlegung, per Schiff)
- Herstellen der Einsatz- und Gefechtsbereitschaft vor und nach Gefechten,
- Vorbereitung und Durchführung von Ausbildung und Truppenübungen,
- Pioniertechnische Handlungen,
- Handlungen und Aufgaben im Truppen- und Garnisionsdienst (Stabsdienst)
und anderes mehr, auf der taktischen Karte mit anschließenden Kommandeurshandlungen oder in den jeweiligen, angenommenen Dienststellungen, im realen Gelände, durchgeführt.
Im 2. Studienjahr fand eine Kommandostabsübung in der Führungsebene Regiment (Gleichgestellte) statt, in welchem eine Seminargruppe einen Regimentsstab zu bilden hatte und über eine Woche hin, mit wechselnden Funktionen, auf der Karte Gefechte, mit allem was dazu gehört, zu führen hatte. Dieser Stab wurde durch Offiziershörer der Hörergruppe der Artillerie und bei Bedarf, wenn z.B. Deckungsabschnitte an der Staatsgrenze zu beziehen waren, durch Offiziershörer der Grenztruppen der DDR, verstärkt.
Eine ähnliche Kommandostabsübung, diesmal in der Führungsebene Division (Gleichgestellte), wurde im 3. Studienjahr durch geführt.
Es gab einige „Ableger“ der MAK, in welchen Offiziere an zivilen Universitäten im Auftrage der NVA studierten, wie z.B.:
- Offiziere im Finanzdienst, die an der Bruno-Leuschner-Universität studierten. Meteorologen und andere Fachrichtungen, die an der MAK nicht gelehrt wurden, studierten an
unterschiedlichen Universitäten. Sie erhielten das Absolventenabzeichen in gelber Grundfarbe;
- Offiziere als Ärzte / Apotheker, die an der MMU (Militärmedizinische Universität) Ernst-Moritz-Arndt zu Greifswald studierten. Grundfarbe des
Absolventenabzeichens war dunkelgrün;
- Offiziere des Militärtransportwesens. Sie studierten an der Friedrich List Universität. Deren Abzeichenfarbe war dunkelblau;
- Politoffiziere studierten an der MPHS (Militärpolitische Hochschule) in Berlin. Ihr Absolventenabzeichen besaß eine hellrote Grundfarbe.

Der Autor geht im Weitern nur auf das Studienprofil „Allgemeine Truppenkommandeure der Landstreitkräfte“ (Mot.-Schützen- Panzer- und Luftlandetruppen), das er von 1985 bis 1988 absolvierte, ein.

Wie wurde man Offiziershörer?

Zunächst musste der zukünftige Offiziershörer den Wunsch haben, sich an einer Militärakademie weiter zu bilden und dieses nicht leichte Studium und für 3 oder 4 Jahre getrennt von der Familie, zu absolvieren und dies gegenüber seinem Regimentskommandeur (Gleichgestellte) äußern.
Der Kommandeur wird sich den Offizier über eine längere Zeit „genauer ansehen“, um einschätzen zu können, ob er diesen Offizier für würdig und vor allem fähig hält, nach Absolvierung des Studiums eine höhere Führungsposition einzunehmen.
Sollte dieser Offizier noch keine „Ausgangsdienststellung“ inne haben und zwar mindestens die eines Stellvertreters des Bataillonskommandeur / Abteilungskommandeur, wird er diese Dienststellung in Kürze einnehmen und hat sich darin zu bewähren. Erst dann wird er in den engeren Kreis der Bewerber für ein Studium aufgenommen und erhält ein gerüttetes Maß an Studienmaterial, was der zukünftige Offiziershörer zu verinnerlichen hat.
Der Kommandeur des Regimentes spricht, gemeinsam mit dem Offizier der das Studium beginnen möchte, beim Divisionskommandeur vor und hat den Offizier vor dem Divisionskommandeur und anderen Vertretern der Division vorzustellen und zu verteidigen. Dabei legt er unterer anderem eine Einschätzung durch das Politorgan des Regimentes vor als auch eine Einschätzung der Mitarbeiter der Verwaltung 2000 (MfS in der NVA). Der Offizier muss dem Gremium gegenüber Rede und Antwort stehen.
Mit der Zustimmung durch den K-Division werden die Unterlagen an das Kaderorgan (heute heißt das „Personal“) der Militärakademie gesandt und der Offizier bekommt die Auflage, einen Vorbereitungslehrgang von 6 – 8 Wochen, an der Offiziersschule zu besuchen, um sich auf das Studium vorzubereiten.
Im Anschluss wird der zukünftige Absolvent zum Zulassungsverfahren an die Militärakademie geladen, die sich über drei Tage hinzieht.
Hier hat er sich verschiedenen Prüfungen zu unterwerfen, die da sind:
- Taktiktest mit Fragen und Problemen bis zur Bataillonsebene;
- Mathematiktest auf dem Niveau des Abitur;
- Sporttest (für die Note 1 - 3000 m Lauf in 11:10 Minuten, 12 Klimmzüge,
18 x Gewichtstoßen mit 50 kg, 300 m schwimmen, 45 Minuten Ausdauerlauf);
- Russisch – Text von deutsch ins russische übersetzen und umgekehrt.
Den Abschluss bildet ein Gespräch vor der Zulassungskommision, wo persönliche Fragen gestellt werden über politische Einstellung bis zu taktischen Problemen und Ausbildungsinhalten.
Am Ende dieses Gespräches erfährt der Offizier, ob ihn die Zulassungskommision für ein Studium an einer Militärakademie empfehlen wird oder nicht.
Wenige Wochen nach der bestandenen Zulassungsprüfung erhält der zukünftige Offiziershörer die Studienzulassung und die Zeit des Beginns des Studiums.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Die größten Vorteile im Leben überhaupt wie in der Gesellschaft hat ein gebildeter Soldat. J. W. v. Goethe

Das Gesetz ändert sich, die Gesinnung nicht.
Benutzeravatar
Beethoven
 
Beiträge: 4419
Bilder: 0
Registriert: 6. August 2014, 08:27

Re: Studieren an der Militärakademie der NVA

Beitragvon Beethoven » 25. Oktober 2024, 09:29

2. Teil
Das Studium
Den größten Teil der Ausbildungszeit nahm die Taktikausbildung der Mot.-Schützen- und Panzertruppen, in Verbindung mit den anderen Waffengattungen der Landstreitkräfte, ein.
Es gab Vorlesungen zur Taktik und den Einsatzmöglichkeiten der anderen Teilstreitkräfte, die in Exkursionen zur Volksmarine als auch zu den Luftstreitkräften und Kräften der Luftverteidigung, mit Vorführungen und Auskunftsberichten, abgeschlossen wurden.
Einige Studienfächer zogen sich durch das gesamte Studium.
Natürlich gehörte dazu die physische Ausbildung, das Lehrfach „imperialistische Streitkräfte“ aber auch Russisch und vor allem die politische Ausbildung. Unterschiedlichen Fächern wie z.B. Marxistisch-Leninistische Philosophie, Militärpädagogik und –Methodik, Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung, Politische- und Militärökonomie wurden in zeitlichen Abschnitten gelehrt und mit Prüfungen beendet.
Gelehrt wurde, wenn nicht Außenübungen oder Feldlager durchgeführt wurden, von Montag ab 08.00 Uhr, bis Sonnabend 11.10 Uhr.
Das Studium in der Seminargruppe oder im Hörsaal fand in der Regel am Vormittag statt. Nach der Mittagspause wurde in den Seminarräumen, der Bibliothek oder, wenn man ein Fach im Selbststudium beackerte, das keine Geheimhaltungsstufe unterworfen war, was nur selten vor kam (Sprachen, physische Ausbildung, Militärgeschichte) auf der Unterkunft, Selbststudium durchgeführt oder aber, die nächste Ausbildung vorbereitet.
Oft, mindestens einmal die Woche, bekam man eine taktische Lage, das dazu gehörende Kartenmaterial (Karten kleben ging uns in Fleisch und Blut über), zeichnete die Lage ein (Gegner und eigene Kräfte, Nachbarn, Verstärkungsmittel des Vorgesetzten Kommandeurs) und bereitete seine Entschlüsse vor, die dann im Unterricht im Seminarraum oder auf dem „Feldherrenhügel“ im Gelände zu geben und zu verteidigen war. Diese Lagen waren so unterschiedlich wie die Studienfächer. Von der Logistik und anderen Arten des Sicherstellung des Gefechtes, von Märschen in verschiedene Richtungen (inkl. Rochademärsche) in Richtung Front, zur Unterbringung in Konzentrierungsräumen, zur Einführung von 2. Staffeln oder Reserven, im bewaldeten Mittelgebirge usw. usf., Herstellung der Gefechtsbereitschaft nach dem Gefecht oder vor dem Gefecht, Forcieren von Wasserhindernissen, taktische Luftlandungen und vieles, vieles mehr.

Studienjahre

Das 1. Studienjahr beginnt mit einer Rekapitulierung der Gefechtsarten und –Handlungen auf Bataillonsebene.
Nach etwa 3 Monaten, bis weit in das 2. Studienjahr hinein, studierten die Offiziershörer die Handlungen zur Führung eines Regimentes im Frieden und im Krieg, mit unterschiedlichen Gefechtshandlungen, zu allen Jahreszeiten und im unterschiedlichsten Gelände (bewaldetes Mittelgebirge, durchschnittenes Gelände, urbaner Raum, Ebenen).
Immer mit eingebunden in diese Lehre waren die Waffengattungen und Dienste, die zur Erfüllung der gestellten Aufgabe, in einem modernen Gefecht der verbundenen Waffen, unverzichtbar waren.
Parallel dazu wurden weitere militärische Fächer gelehrt.

Im 2. Studienjahr wurde weiterhin die Ebene Regiment gelehrt.
Es wurden Truppenübungen mit taktischem Schießen (theoretisch) ausgearbeitet. Den Arbeiten im Stabsdienst wurde breiter Raum geschenkt.
Das jährliche Feldlager fand auf einem Schießplatz des Militärbezirk III (im Süden der DDR) statt. Alle Offiziershörer schossen mit vielen Waffen und Systemen, die es in den Landstreitkräften der NVA gab (von der Pistole, über die Turmbewaffnung des SPW und SPz bis zur KWK des Panzers T-72). Technik anderer Waffengattungen und Dienste wurde vorgestellt und deren taktisch-technische Daten, als auch deren „Arbeitsweise“ gelehrt. Eine Fahrschule von Rad- und Kettentechnik schloss sich an.
Höhepunkt war die Erarbeitung einer Belegarbeit durch jeden Offiziershörer zu einem ausgewählten Thema. Die im kommenden Jahr anstehende Erarbeitung der Diplomarbeit, sollte auf dieser und einer folgenden Belegarbeit aufbauen können.
Die Belegarbeit umfasste ca. 30 textliche Seiten und war zusätzlich mit taktischen Karten zum jeweiligen Thema der Arbeit zu vertiefen und zu belegen.
Im dritten Viertel dieses Studienjahres, also nach fast eineinhalb Jahren, wurde die Ebene Regiment mit unfangreichen Prüfungen (auch aller Waffengattungen) abgeschlossen und es begann die Ausbildung in Divisionshöhe. Hier ähnelte sich vieles, was die Arbeit des Kommandeurs, seiner Stellvertreter und Leiter betrifft dem, was in der Führungsebene Regiment gelehrt wurde.
Was im Regiment noch eine Kompanie oder Batterie war, war in der Division das Bataillon oder die Abteilung. Was im Regiment eine Abteilung war, war nun ein Regiment, wie z.B. das Artillerieregiment der Division.
Es kamen jedoch eine Reihe von Divisionstruppen hinzu. Um nur einige zu nennen möchte ich auf die Raketenabteilung, die Geschosswerferabteilung und nicht zuletzt auf das Bataillon Materielle Sicherstellung verweisen. Auch hier musste der Offiziershörer Kenntnisse besitzen zur Leistungsfähigkeit und zum möglichen Einsatz dieser Truppen.
Die größten Vorteile im Leben überhaupt wie in der Gesellschaft hat ein gebildeter Soldat. J. W. v. Goethe

Das Gesetz ändert sich, die Gesinnung nicht.
Benutzeravatar
Beethoven
 
Beiträge: 4419
Bilder: 0
Registriert: 6. August 2014, 08:27

Re: Studieren an der Militärakademie der NVA

Beitragvon Beethoven » 25. Oktober 2024, 09:29

letzter Teil

Die Ausbildung auf Divisionsebene zog sich bis in das 3. Studienjahr.
Anschließend wurde die Ausbildungshöhe erweitert in den Bereich der taktisch-operativen Kunst. Die Grundlagen zur Führung einer Armee und der Front waren nun Lehrinhalt.
Das letzte Jahr an der Militärakademie war gespickt mit Höhepunkten.
Die zweite Belegarbeit musste erarbeitet werden.
Die Kommandostabsübung auf Ebene Division war, entsprechend der angenommen Lagen, vorzubereiten und durchzuführen und auf Lageveränderungen, entsprechend reagiert werden. Hier gab es, aufgrund der veränderten Militärdoktrin der Staaten des Warschauer Vertrages und somit auch der NVA, eine gedanklich nicht gerade kleine Umstellung.

Militärakademischer Abschluss
Schwerpunkt war jedoch die Erarbeitung der Diplomarbeit.
Mindestens 70 Seiten, jedoch nicht mehr als 80 Seiten reinen Text stark sollte diese Arbeit sein. Dazu waren Organigramme, wie z.B. das „Schema der Organisation des Zusammenwirkens“, zwischen den Truppenteilen und Einheiten und anderen Waffengattungen und Teilstreitkräften, waren, neben großem Kartenwerk, zu erarbeiten.
Die Diplomarbeiten wurden durch ein Gremium von erfahrenen Obristen und Generalen (oft auch aus der Truppe), viele davon waren Doktoren und Professoren, begutachtet.
Für den Militärakademischen Abschluss, war eine Verteidigungsschrift der Diplomarbeit (max. 30 Seiten) zu erarbeiten und vor dem benannten Gremium, nach Vortrag der Verteidigungsschrift, in Frage und Antwort, zu verteidigen.
Das war die letzte Handlung als Offiziershörer. Ab nun waren die Offiziere - Absolventen der Militärakademie - und wieder Offiziere mit Dienstgrad. Denn über die drei Jahre waren die Studierenden „Offiziershörer“. Der Dienstgrad spielte während der ganzen Zeit des Studiums keine Rolle, außer das man mit dem Dienstgrad angesprochen wurde.
Auf einem feierlichen Appell, angetreten vor dem Minister für Nationale Verteidigung, dem Chef des Hauptstabes der NVA und der Führung der Militärakademie, wurden die Diplome und Absolventenabzeichen überreicht.
Die Absolventen konnten sich nun, je nach dem Ausbildungsprofil, Diplommilitärwissenschaftler, Diplomgesellschaftswissenschaftler oder Diplomingenieur für … (je nach Spezialisierung) nennen.
Insgesamt gab es bei dem „allgemeinen Truppenkommandeuren“ während des Studiums
- 18 Fächer mit einer Abschlussprüfung, zzgl. das Diplomverfahren und
- 13 Fächer, die lediglich mit einer Klausur abgeschlossen wurden.
Die Prüfungen zu den Ausbildungsfächern vor einem Dozentengremium der Militärakademie, liefen in etwa alle gleich ab.
30 Briefumschläge mit einer Haupt- und einer Nebenfrage, also insgesamt 60 Fragen, lagen auf dem Tisch der Prüfungskommission und man zog einen Brief heraus.
Die Antwort zur Hauptfrage war grundsätzlich mit einem Tafelbild zu hinterlegen. Zur Vorbereitung der Antworten hatte man 30 Minuten Zeit.
Die Jahre an der Militärakademie waren ausgefüllt mit dem schweren Studium aber man hat neue Freunde und Kameraden gefunden und gelernt, wissenschaftlich zu arbeiten.

Freundlichst
Die größten Vorteile im Leben überhaupt wie in der Gesellschaft hat ein gebildeter Soldat. J. W. v. Goethe

Das Gesetz ändert sich, die Gesinnung nicht.
Benutzeravatar
Beethoven
 
Beiträge: 4419
Bilder: 0
Registriert: 6. August 2014, 08:27


Zurück zu Militärische Themen

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast