Börsen- und Industrie-Infos

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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Beitragvon Bahndamm 68 » 10. Juli 2024, 20:00

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Powell: Fed nicht sicher genug wg Inflation - Jobs werden wichtiger

Die US-Notenbank muss nach Aussage ihres Chefs Jerome Powell weiterhin darauf achten, dass die Inflation auf 2 Prozent sinkt, nimmt aber zunehmend auch den Arbeitsmarkt in den Blick. Powell sagte in der Anhörung vor dem Finanzdienstleistungsausschuss des Repräsentantenhauses, die Fed brauche mehr Zuversicht, dass sich die Inflation in Richtung des Ziels bewege. Sie müsse aber auch das Vollbeschäftigungsziel im Auge behalten. Beides zugleich hinzubekommen, sei "die Hauptsorge" der Notenbank.

Berlin will Huawei aus Mobilfunknetzen entfernen

Deutschland wird chinesische Komponenten innerhalb der nächsten vier Jahre aus den 5G-Mobilfunknetzen des Landes entfernen. Im Rahmen einer Grundsatzvereinbarung mit der Regierung haben sich die wichtigsten deutschen Telekommunikationsbetreiber bereit erklärt, Komponenten der chinesischen Hersteller Huawei und ZTE bis Ende 2026 aus ihren Kernnetzen - dem sensibelsten Teil eines Mobilfunknetzes - zu entfernen, so mit der Angelegenheit vertraute Personen. Das Netzwerkmanagementsystem in den Funkzugangsnetzen soll bis Ende 2029 frei von chinesischen Komponenten sein, so die Informanten.

Opec hält an Prognose für Ölnachfrage fest

Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) hat ihre optimistischen Aussichten für das Wachstum der Ölnachfrage unverändert gelassen und ihre Prognose für das globale Wirtschaftswachstum in diesem Jahr unter Hinweis auf die solide Dynamik in den wichtigsten Volkswirtschaften angehoben. Das in Wien ansässige Kartell bekräftigte in seinem Monatsbericht seine Prognose, dass die Ölnachfrage im Jahr 2024 um 2,2 Millionen Barrel pro Tag steigen wird.

Analyst: Inflation könnte Zinssenkungen verhindern

Die Märkte preisen Zinssenkungen in Europa, den USA und anderen entwickelten Volkswirtschaften ein, aber die anhaltende Inflation könnte diese Ansichten zunichte machen, sagt T. Rowe Price. Die Inflation könnte sich nicht genug abkühlen, um den Zentralbanken im nächsten Jahr eine Lockerung zu ermöglichen, meint Portfoliomanager Ken Orchard in einer Notiz. Die Pfade des Wirtschaftswachstums haben sich etwas angenähert, werden sich aber 2025 wahrscheinlich wieder trennen, was zu einer Divergenz der Geldpolitik führen wird.

Wirtschaftsministerium sieht keine Insolvenzwelle - Wachstumspaket soll helfen

Das Bundeswirtschaftsministerium will angesichts der gestiegenen Insolvenzzahlen von Unternehmen nicht von einer Insolvenzwelle sprechen. Eine Ministeriumssprecherin verwies auf die langfristige Betrachtung der Zahl von Firmenpleiten. Die stellvertretende Regierungssprecherin Christiane Hoffmann betonte, dass die Regierung die Insolvenzzahlen ernst nehme und mit Schritten zur Stärkung der Wirtschaft bereits reagiert habe.

Kritik von IW und SPD an geplantem Steuerrabatte für ausländische Fachkräfte

Der Streit um die Einführung von Steuerrabatten für ausländische Fachkräfte ist lauter geworden. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) sieht in den von der Bundesregierung geplanten Steuererleichterungen keine Lösung für Deutschlands Fachkräftemangel. Zwar verfolge die Regierung das richtige Ziel, setze aber an der falschen Stelle an. Vor allem zu lange Visumverfahren bremsten den Zuzug nach Deutschland aus, so das arbeitgebernahe Institut. Auch die regierende SPD, der Bundesarbeitsminister und die oppositionellen Unionsparteien sehen das Vorhaben der Regierungsspitze kritisch, da sie eine Benachteiligung der heimischen Arbeitskräfte befürchten.

Experte: Datenabhängigkeit der Zentralbanken birgt Risiken

Die verstärkte Datenabhängigkeit der Zentralbanken ist eine sinnvolle kurzfristige Strategie, um Unsicherheiten im Zusammenhang mit den Inflationsaussichten in den Griff zu bekommen, aber sie ist keine optimale langfristige Strategie, und diese Politik sollte schrittweise geändert werden, schreibt Michael Saunders, leitender Wirtschaftsberater bei Oxford Economics, in einem Vermerk. "Es besteht die Gefahr, dass die Zentralbanken zu rückwärtsgewandt und anfällig für politische Trägheit werden, während sie gleichzeitig unerwünschte Volatilität auf den Anleihemärkten erzeugen", erklärt Saunders.

Hessen nominiert KfW-Chefvolkswirtin Köhler-Geib für Bundesbank

Die hessische Landesregierung hat die Chefvolkswirtin der KfW, Fritzi Köhler-Geib, für den Vorstand der Deutschen Bundesbank nominiert. "Mit Dr. Friederike Köhler-Geib gewinnt die Bundesbank eine äußerst kompetente und erfahrene Finanzexpertin für ihren Vorstand. Ihre bisherigen Erfahrungen auf dem nationalen und internationalen Finanzparkett und ihre profunden Kenntnisse der Märkte sind für die Bundesbank ein großer Gewinn", sagte Ministerpräsident Boris Rhein. Köhler-Geib war seit 2019 KfW-Chefvolkswirtin. Zuvor hatte sie bei Weltbank und Internationalem Währungsfonds gearbeitet.

US-Rohöllagerbestände deutlicher gesunken als erwartet

Die Rohöllagerbestände in den USA haben sich in der Woche zum 5. Juli verringert. Sie fielen nach Angaben der staatlichen Energy Information Administration (EIA) um 3,443 Millionen Barrel gegenüber der Vorwoche. Von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten nur einen Rückgang um 1,1 Millionen Barrel vorhergesagt. In der Vorwoche hatten sich die Lagerbestände um 12,2 Millionen Barrel reduziert. Die Benzinbestände nahmen nach EIA-Angaben um 2,006 Millionen Barrel ab.

Berlin will Huawei aus Mobilfunknetzen entfernen

Deutschland wird chinesische Komponenten innerhalb der nächsten vier Jahre aus den 5G-Mobilfunknetzen des Landes entfernen. Im Rahmen einer Grundsatzvereinbarung mit der Regierung haben sich die wichtigsten deutschen Telekommunikationsbetreiber bereit erklärt, Komponenten der chinesischen Hersteller Huawei und ZTE bis Ende 2026 aus ihren Kernnetzen - dem sensibelsten Teil eines Mobilfunknetzes - zu entfernen, so mit der Angelegenheit vertraute Personen. Das Netzwerkmanagementsystem in den Funkzugangsnetzen soll bis Ende 2029 frei von chinesischen Komponenten sein, so die Informanten.

Die mit der Angelegenheit vertrauten Personen betonten, dass die Regierung und die Betreiber noch keine endgültige Vereinbarung unterzeichnet hätten und dass sich einige Details in den kommenden Tagen noch ändern könnten.

Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums sagte, es sei eine Entscheidung über Maßnahmen zur Sicherung der kritischen Teile der 5G-Mobilfunknetze des Landes getroffen worden, wollte aber keine weiteren Einzelheiten nennen. Die Deutsche Telekom und Telefónica Deutschland lehnten eine Stellungnahme ab. Vodafone war kurzfristig nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Huawei und ZTE haben in der Vergangenheit beide bestritten, dass ihre Ausrüstung ein Sicherheitsrisiko darstellt.

Mit der Grundsatzeinigung wird eine jahrelange Debatte beendet, die letztlich auch dazu geführt hatte, dass Deutschland bei der Behebung einer von den USA als Schlüsselschwachstelle bezeichneten Sicherheitslücke hinter seinen Verbündeten zurückgeblieben war. Unter dem Druck der USA hatte Berlin im vergangenen Jahr zugesagt, seine Abhängigkeit von importierter chinesischer Technologie und Rohstoffen zu verringern und die Abhängigkeit seiner Wirtschaft vom Handel mit China zu diversifizieren. Die deutschen Sicherheitsbehörden warnen seitdem vor zunehmend aggressiver Spionage durch Peking.

Analysten sagten, dass die Entscheidung Deutschland allmählich mit anderen Ländern in Europa, von Großbritannien bis Schweden und den baltischen Staaten, in Einklang bringen würde, die chinesische Komponenten aus ihren Telekommunikationsnetzen verbannt haben. Sie betonten jedoch, dass der Schritt spät komme und weitgehend zu Bedingungen erfolge, die von den Betreibern des Landes festgelegt wurden.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Beitragvon Bahndamm 68 » 11. Juli 2024, 20:14

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

US-Inflation sinkt im Juni stärker als erwartet

Der Inflationsdruck in den USA hat im Juni stärker nachgelassen als erwartet. Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, sanken die Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent und lagen um 3,0 (Vormonat: 3,3) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten mit einem monatlichen Preisanstieg von 0,1 Prozent und einer Jahresteuerung von 3,1 Prozent gerechnet. Die Kernverbraucherpreise (ohne Energie und Lebensmittel) stiegen um 0,1 Prozent auf Monats- und um 3,3 (Vormonat: 3,4) Prozent auf Jahressicht. Die befragten Ökonomen hatten eine monatliche Rate von 0,2 Prozent und eine Jahresrate von 3,4 Prozent erwartet.

Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe sinken kräftig

Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung hat in der Woche zum 6. Juli stärker abgenommen als erwartet. Im Vergleich zur Vorwoche fiel die Zahl der Anträge auf saisonbereinigter Basis um 17.000 auf 222.000, wie das US-Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Rückgang auf 236.000 vorhergesagt.

US-Realeinkommen steigen im Juni

Die Realeinkommen in den USA sind im Juni gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent gestiegen. Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, war im Mai ein Anstieg um 0,4 Prozent zu verzeichnen. Das durchschnittliche Wocheneinkommen betrug den Angaben der Behörde zufolge im Juni saison- und inflationsbereinigt 383,49 US-Dollar nach 382,18 Dollar im Vormonat.

Expertin: Frankreich droht erneute Ratingabstufung

Es werde immer wahrscheinlicher, dass französische Staatsanleihen erneut herabgestuft werden, da die nächste Regierung und ihre Maßnahmen zur Verbesserung der Haushaltslage Frankreichs noch ungewiss seien, schreibt Audrey Beadle, Anlagespezialistin für festverzinsliche Wertpapiere bei Federated Hermes Limited, in einer Mitteilung. "Das Hauptaugenmerk der Märkte liegt weiterhin auf dem Defizit und dem Haushalt im September", sagt sie.

Deutschland schließt erste Abnehmverträge für grüne Wasserstoffprodukte

Deutschland wird ab 2027 grüne Wasserstoffprodukte importieren. Wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte, werden zwischen 2027 und 2033 mindestens 259.000 Tonnen grünen Ammoniaks eingeführt, was mehr als 10 Prozent der jährlichen deutschen Ammoniakproduktion entspricht. Das sei das Ergebnis der ersten Ausschreibungsrunde im Rahmen des Förderinstruments "H2Global".

Geheimdienste vereiteln russisches Attentat auf Rheinmetall-Chef - TV

Die US-Geheimdienste haben Anfang des Jahres offenbar Pläne der russischen Regierung zur Ermordung von Rheinmetall-Chef Armin Papperger aufgedeckt. Der geplante Anschlag sei Teil einer Reihe von russischen Plänen zur Ermordung von Managern der Rüstungsindustrie in ganz Europa, die die Kriegsanstrengungen der Ukraine im Krieg gegen Russland unterstützten, berichtet der US-Fernsehsender CNN auf seiner Internetseite unter Berufung auf amerikanische und westliche Geheimdienstquellen. Der Plan zur Ermordung Pappergers sei am weitesten ausgereift gewesen.

Scholz begrüßt US-Stationierung von Präzisionsraketen in Deutschland

Bundeskanzler Olaf Scholz hat den Beschluss der Vereinigten Staaten gegrüßt, Präzisionsraketen in Deutschland zu stationieren. "Schon auf der Münchner Sicherheitskonferenz hatte ich darauf hingewiesen, dass wir solche Präzisionsflugkörper angesichts der verschiedensten von Russland in Europa installierten Waffensysteme brauchen", sagte Scholz beim NATO-Gipfel in Washington. "Das ist ein Element der Abschreckung, ein Beitrag zum Frieden und eine wichtige Entscheidung zum richtigen Zeitpunkt." In Russland habe es eine "unglaubliche Aufrüstung" gegeben, "mit Waffen, die europäisches Territorium bedrohen". Abschreckung sei neben dem nuklearen Schutzschirm ein Teil der Sicherheitsstrategie der Bundesregierung, so Scholz.

Geheimdienste vereiteln russisches Attentat auf Rheinmetall-Chef - TV

--Russland plante Ermordung einer Reihe von Rüstungsmanagern - TV

--Plan zur Ermordung Pappergers war am weitesten ausgereift - TV

Die US-Geheimdienste haben Anfang des Jahres offenbar Pläne der russischen Regierung zur Ermordung von Rheinmetall-Chef Armin Papperger aufgedeckt. Der geplante Anschlag sei Teil einer Reihe von russischen Plänen zur Ermordung von Managern der Rüstungsindustrie in ganz Europa, die die Kriegsanstrengungen der Ukraine im Krieg gegen Russland unterstützten, berichtet der US-Fernsehsender CNN auf seiner Internetseite unter Berufung auf amerikanische und westliche Geheimdienstquellen. Der Plan zur Ermordung Pappergers sei am weitesten ausgereift gewesen.

Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall hat Artilleriemunition und Militärfahrzeuge in die Ukraine geliefert und will zudem ein Werk für gepanzerte Fahrzeuge in dem Land eröffnen.

Als die USA von dem Vorhaben erfuhren, informierten sie laut CNN Deutschland, dessen Sicherheitsbehörden Pappergers schützen und das Komplott vereiteln konnten. Ein hochrangiger deutscher Regierungsvertreter habe dem Sender bestätigt, dass Berlin von den USA vor dem Komplott gewarnt worden sei.

Ein Rheinmetall-Sprecher teilte auf Anfrage per E-Mail mit, dass man sich zu Fragen der Konzernsicherheit grundsätzlich nicht äußern könne. "In regelmäßiger Abstimmung mit den Sicherheitsbehörden werden stets die erforderlichen Maßnahmen getroffen", sagte er.

Auch ein Sprecher des Bundesinnenministeriums lehnte einen Kommentar zu dem Bericht ab. "Grundsätzlich gilt: Die Bundesregierung nimmt die Bedrohungen durch das russische Regime sehr ernst", teilte er per Email mit. "Unsere Sicherheitsbehörden sind sehr wachsam und handeln entsprechend, in enger Zusammenarbeit mit unseren internationalen Partnern. Die Bundesregierung wird sich durch die russischen Bedrohungen nicht einschüchtern lassen." Zu Einzelheiten, konkreten Schutzmaßnahmen und nachrichtendienstlichen Erkenntnissen könne er sich nicht äußern.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Beitragvon augenzeuge » 12. Juli 2024, 08:09

Als die USA von dem Vorhaben erfuhren, informierten sie laut CNN Deutschland, dessen Sicherheitsbehörden Pappergers schützen und das Komplott vereiteln konnten. Ein hochrangiger deutscher Regierungsvertreter habe dem Sender bestätigt, dass Berlin von den USA vor dem Komplott gewarnt worden sei.


Wieso wissen das die USA und wir nicht?

AZ
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„Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war“.
"Es ist manchmal gefährlich, Recht zu haben, wenn die Regierung Unrecht hat. (Voltaire)"
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Beitragvon Bahndamm 68 » 12. Juli 2024, 19:57

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

US-Erzeugerpreise weisen im Juni auf stärkeren Preisdruck hin

Die US-Erzeugerpreise haben im Juni auf einen wachsenden Inflationsdruck gedeutet. Wie das Arbeitsministerium mitteilte, stiegen die Preise auf der Produzentenebene um 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat und lagen um 2,6 (Vormonat: 2,2) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten einen monatlichen Preisanstieg von 0,1 Prozent prognostiziert.

Stimmung der US-Verbraucher im Juni eingetrübt

Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im Juni eingetrübt. Der an der Universität Michigan berechnete Index für die Verbraucherstimmung in den USA fiel bei der Umfrage zur Monatsmitte auf 66,0. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten einen Stand von 68,5 erwartet. Bei der Umfrage Ende Juni lag er bei 68,2.

Deutschland hat Plan zur Verlegung Hunderttausender Soldaten im Kriegsfall

Bund und Bundeswehr planen für den Fall einer möglichen Eskalation an der Nato-Ostflanke die Verlegung Hunderttausender Soldaten aus Mitgliedsstaaten der Allianz durch Deutschland, wie der Spiegel berichtet. Die Vorbereitungen sind Teil des als geheim eingestuften Operationsplans Deutschland, den die Bundeswehr erarbeitet hat, um Deutschland kriegstüchtig zu machen. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums bestätigte solch einen Plan auf Anfrage von Dow Jones Newswires.

KNDS steht vor Milliardenvertrag der Bundeswehr für 100 Radpanzer - Bericht

Für den deutsch-französischen Rüstungskonzern KNDS bahnt sich laut einem Medienbericht ein weiterer Milliardenauftrag der Bundeswehr an. Nach der Bestellung von 105 Leopard-Panzern im Juni hat das Verteidigungsministerium nach Spiegel-Informationen Interesse bekundet, in ähnlicher Anzahl das gepanzerte Transportfahrzeug des Typs Boxer zu kaufen, darunter offenbar 80 Fahrzeuge der Variante RCH 155. Ein Ministeriumssprecher sagte zu Dow Jones Newswires, er könne bestätigen, dass man einen Bedarf an Radpanzern habe und dass man zur Abgabe eines Angebots aufgefordert habe. Zum weiteren Inhalt des Berichts wollte er sich nicht äußern.

Deutsche Bank schließt Aktienrückkaufprogramm ab

Die Deutsche Bank hat ihr Aktienrückkaufprogramm abgeschlossen. Im Zeitraum vom 4. März bis einschließlich 11. Juli 2024 wurden insgesamt 46.448.708 Aktien im Xetra-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse erworben, wie der DAX-Konzern mitteilte. Dies entspricht 2,33 Prozent des Grundkapitals.

Der an der Börse gezahlte Kaufpreis je Aktie betrug durchschnittlich 14,5322 Euro. Die Deutsche Bank schöpfte damit das vorgesehene Volumen des Rückkaufprogramms von bis zu 675 Millionen Euro voll aus.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Beitragvon Bahndamm 68 » 15. Juli 2024, 19:57

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Richterin stellt Verfahren gegen Trump in Dokumentenaffäre ein

In der Affäre um die Mitnahme geheimer Regierungsdokumente hat die zuständige Richterin das Verfahren gegen den früheren US-Präsidenten Donald Trump eingestellt. Die US-Bezirksrichterin Aileen Cannon begründete in Florida ihre Entscheidung mit Zweifeln, ob die Ernennung von Sonderermittler Smith in dem Fall rechtmäßig war. In der Anklageschrift wurde Trump in 40 Fällen angeklagt, weil er nach seinem Ausscheiden aus dem Weißen Haus vorsätzlich geheimes Material aufbewahrt und die wiederholten Bemühungen der Regierung, es zurückzubekommen, behindert haben soll.

New Yorker Konjunkturindex fällt im Juli

Die Geschäftsaktivität des verarbeitenden Gewerbes im Großraum New York ist im Juli gesunken. Der von der Federal Reserve Bank of New York ermittelte Index für die allgemeine Geschäftstätigkeit im verarbeitenden Gewerbe des Distrikts verringerte sich auf minus 6,6. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen stabilen Wert von minus 6,0 prognostiziert. Im Vormonat hatte der Index ebenfalls bei minus 6,0 gelegen.

ING: Langsameres Lohnwachstum ist fraglich

Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) dürfte sich nach Einschätzung von ING-Europa-Chefvolkswirt Carsten Brzeski mit der Perspektive unverändert kräftiger Lohnanstiege auseinandersetzen, die einen raschen Rückgang der Inflation bremsen könnten. "Die jüngsten Daten des EZB-Lohnbarometers zeigen einen Anstieg des Lohnwachstums im Juni. Während die Juni-Projektionen der EZB eine leichte Beschleunigung des Lohnwachstums im Sommer vorsehen, stellen die jüngsten Entwicklungen und die anekdotischen Hinweise auf neue Gewerkschaftsforderungen die erwartete allmähliche Verlangsamung des Lohnwachstums nach dem Sommer in Frage", schreibt er in seinem Ausblick auf die Zinsentscheidung.

CE: Ausblick für Industrie der Eurozone bleibt schwach

Die Aussichten für die Industrieproduktion in der Eurozone sind nach Ansicht von Lily Millard, Ökonomin bei Capital Economics (CE), weiterhin schlecht. Die Produktion ist in der gesamten Eurozone im Vergleich zum Vormonat um 0,6 Prozent gesunken, aber ohne das besonders volatile Irland ist sie um 1,3 Prozent zurückgegangen, schreibt sie in einer Mitteilung. Zwar habe die Wirtschaft der Eurozone in diesem Jahr eine Wende vollzogen, doch sei dies weitgehend auf den Aufschwung im Dienstleistungssektor zurückzuführen, während das verarbeitende Gewerbe zu kämpfen habe.

EZB verschiebt Bericht über Prüfung von Leveraged Loans - Agentur

Die Europäische Zentralbank (EZB) verschiebt einem Agenturbericht zufolge die Veröffentlichung eines Berichts zur Vergabe risikoreicher Kredite (Leveraged Loans) durch Großbanken, nachdem sich diese ungewöhnlich deutlich über das Vorgehen der Aufseher während entsprechender Prüfungen und über deren Ergebnisse beschwert hatten.

Bund plant 2025 Nettokreditaufnahme von 43,8 Milliarden Euro - Kreise

Der Bund plant für nächstes Jahr nach Angaben aus Regierungskreisen neue Schulden von 43,8 Milliarden Euro und insgesamt Ausgaben von 480,6 Milliarden Euro. Für 2024 soll es demnach zudem einen Nachtragshaushalt geben, sodass die Nettokreditaufnahme in diesem Jahr bei Ausgaben von 488,9 Milliarden Euro insgesamt auf 50,3 Milliarden Euro wächst, wie ein hochrangiger Beamter des Finanzministeriums sagte. Eine in den Planungen für 2025 noch enthaltene Lücke von 17 Milliarden Euro soll nach seinen Angaben spätestens bis zum Parlamentsbeschluss des Haushalts auf 9 Milliarden Euro reduziert werden. Verbucht werden soll dies als Globale Minderausgabe (GMA) in Form einer "Bodensatz-GMA", die unter anderem Zahlungsreste abbildet.

Lindner: Brauchen weiter restriktive Fiskalpolitik

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hat vor Beratungen der Euro-Finanzminister über die Ausrichtung der Haushaltspolitik in der Europäischen Union Budgetdisziplin eingefordert. "Wir müssen weiter Disziplin wahren", forderte er bei seinem Eintreffen zu der Sitzung der Eurogruppe in Brüssel. Man sei in geoökonomisch unsicheren Zeiten und sehe auch Unsicherheiten innerhalb der EU und in einigen Mitgliedsländern. "Deshalb ist Deutschland unverändert der Auffassung, dass wir eine restriktive Fiskalpolitik brauchen", sagte Lindner.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Beitragvon Bahndamm 68 » 16. Juli 2024, 20:13

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Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

IWF lässt Prognosen für Weltwirtschaft fast unverändert

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Wachstumsprognosen für die Weltwirtschaft im laufenden und kommenden Jahr weitgehend bestätigt, aber die Prognose für einige Länder etwas angepasst. Wie der IWF in einer Aktualisierung seines jüngsten Weltwirtschaftsausblicks mitteilte, rechnet er für 2024 und 2025 mit einem Anstieg des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 3,2 (bisher: 3,2) und 3,3 (3,2) Prozent. Deutlichere Abweichungen gab es bei den Wachstumsprognosen für China, die auf 5,0 (4,6) und 4,5 (4,1) Prozent erhöht wurden. Drastisch nach unten revidiert wurden dagegen die Prognosen für Saudi-Arabien, nämlich auf 1,7 (2,6) und 4,7 (6,0) Prozent.

Umsätze der US-Einzelhändler im Juni stabil

Die Umsätze der US-Einzelhändler haben sich im Juni stabil entwickelt. Die Umsätze stagnierten gegenüber dem Vormonat. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten im Konsens mit einem Rückgang um 0,4 Prozent gerechnet. Wie das US-Handelsministerium weiter berichtete, stiegen die Umsätze ohne Kfz um 0,4 Prozent gegenüber dem Vormonat. Ökonomen hatten in dieser Kategorie einen Zuwachs um 0,1 Prozent erwartet.

Nordea: Lagarde dürfte sich alle Optionen offen halten

Nach Einschätzung von Nordea-Analyst Jan von Gerich könnte EZB-Präsidentin Christine Lagarde am Donnerstag andeuten, dass eine weitere Zinssenkung durch die Europäische Zentralbank (EZB) möglich wäre, wenn die Daten die Basisprognose der EZB bestätigen und die September-Prognosen eine Inflation im Zielbereich auf mittlere Sicht zeigen. "Wahrscheinlicher ist es jedoch, dass Lagarde sich alle Optionen offen halten wird, indem sie die datenabhängige Vorgehensweise der EZB betont, so dass es zu früh wäre, um konkretere Signale für künftige Sitzungen zu geben", schreibt er in seinem Ausblick auf die Ratssitzung.

Lindner sieht Wünsche nach Mehrausgaben deutlich begrenzt

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hat den deutlichen Aufwuchs beim Bundeshaushalt 2025 verteidigt, den er in seinem Budgetentwurf gegenüber der ursprünglichen Finanzplanung vorsieht. "Das sind makroökonomische Entwicklungen, denn die Priorisierung ist erreicht", sagte Lindner dem Nachrichtenportal T-Online. "Die Aufgabe war, die Ausgabewünsche der Ministerien auf den Finanzplan zu begrenzen. Das ist gelungen." Ähnliches gelte für das große Plus im Etat für Arbeit und Soziales, der um 3,5 Milliarden Euro anwächst. "Auch dort wurden die Wünsche nach Mehrausgaben deutlich begrenzt.

Daimler Truck nimmt vollständige Wertberichtigung von China-JV vor

Daimler Truck hat aufgrund der weiterhin schwachen Marktentwicklung in China den At-equity-Buchwert des chinesischen Joint Ventures BFDA (Beijing Foton Daimler Automotive) vollständig wertberichtigt. Dies resultiere in einer nicht zahlungswirksamen Ergebnisbelastung von 120 Millionen Euro, die das bereinigte EBIT des Segments Trucks Asia sowie des Industriegeschäfts beeinträchtige, teilte der DAX-Konzern mit. Ohne diesen Einmaleffekt würde die bereinigte Umsatzrendite des Industriegeschäfts 10,2 Prozent betragen.

Wie Daimler Truck weiter mitteilte, ergab sich im Industriegeschäft im abgelaufenen Quartal nach vorläufigen Berechnungen ein bereinigtes EBIT von 1,156 (Konsensus: 1,205) Milliarden Euro bei einer bereinigten Umsatzrendite von 9,3 (Konsensus: 9,6) Prozent. Das EBIT der Daimler Truck Group erreichte 1,076 Milliarden Euro. Bereinigt waren es 1,168 Milliarden. Die Konsensschätzungen hatten hier auf 1,253 bzw. 1,259 Milliarden Euro gelautet. Der Ausblick für das Gesamtjahr werde aktuell überprüft.

Der Konzern übertraf nach eigenen Angaben im abgelaufenen Quartal in den Segmenten Trucks North America und Daimler Buses die Markterwartungen, verfehlte sie jedoch in den Segmenten Mercedes-Benz und Financial Services.

Die vollständigen Quartalszahlen sollen am 1. August veröffentlicht werden.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Beitragvon Bahndamm 68 » 17. Juli 2024, 21:17

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

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Fed/Waller erwartet Zinssenkung in naher Zukunft

Die US-Wirtschaft ist nach Einschätzung von Fed-Gouverneur Christopher Waller auf dem besten Weg zu einer sanften Landung und bereit für Zinssenkungen in der zweiten Hälfte des Jahres 2024. Bei einer sanften Landung würde die Inflation auf ein akzeptables Niveau zurückkehren, ohne dass es zu einer Rezession oder einer starken Abschwächung des Arbeitsmarktes kommt. "Ich glaube, dass die aktuellen Daten mit einer weichen Landung vereinbar sind, und ich werde in den nächsten Monaten nach Daten Ausschau halten, die diese Ansicht untermauern", sagte Waller. "Ich glaube zwar nicht, dass wir unser endgültiges Ziel erreicht haben, aber ich glaube, dass wir uns dem Zeitpunkt nähern, an dem eine Senkung des Leitzinses gerechtfertigt ist."

US-Industrieproduktion im Juni gestiegen

Die Industrie in den USA hat im Juni ihre Produktion hochgefahren. Sie erhöhte sich im Vergleich zum Vormonat um 0,6 Prozent, wie die Federal Reserve mitteilte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten eine Zunahme um 0,3 Prozent prognostiziert. Die Kapazitätsauslastung verbesserte sich auf 78,8 Prozent von 78,3 im Vormonat. Hier waren Ökonomen von 78,5 Prozent ausgegangen. Für den Vormonat wurde die Auslastung auf 78,3 (vorläufig: 78,7) Prozent revidiert. Die Industrieproduktion war im vorangegangen Monat nach bestätigten Angaben unverändert geblieben. Im Jahresvergleich wurde im Juni 1,6 Prozent mehr produziert.

US-Rohöllagerbestände wider Erwarten gesunken

Die Rohöllagerbestände in den USA haben sich in der Woche zum 12. Juli wider Erwarten verringert. Sie fielen nach Angaben der staatlichen Energy Information Administration (EIA) um 4,87 Millionen Barrel gegenüber der Vorwoche. Von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten eine Stagnation vorhergesagt. In der Vorwoche hatten sich die Lagerbestände um 3,443 Millionen Barrel reduziert. Die Benzinbestände nahmen nach EIA-Angaben um 3,328 Millionen Barrel zu. Analysten hatten ein Minus von 1,3 Millionen Barrel erwartet, nachdem die Vorräte in der vorangegangenen Woche um 2,006 Millionen gesunken waren.

Lindner: Wachstumsinitiative soll wirtschaftliche Trendwende einleiten

Die Bundesregierung will mit ihrer vom Kabinett auf den Weg gebrachten Wachstumsinitiative "die Trendwende hin zu einer besseren, dynamischeren wirtschaftlichen Entwicklung einleiten". Das sagte Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) bei der Vorstellung der Budgetplanungen für 2025 in Berlin. "Die Arbeit an diesem Regierungsentwurf war außerordentlich intensiv, und sie wird auch im parlamentarischen Verfahren intensiv bleiben", sagte er. Dennoch sei es der Bundesregierung wichtig gewesen, eine solche Einigung vorlegen zu können, und sei dabei "auch an die Grenzen der Kompromissfähigkeit innerhalb des Kabinetts" herangegangen.

Habeck: Regierung verbessert Rahmenbedingungen für deutsche Wirtschaft

Die Wachstumsinitiative der Bundesregierung wird nach Ansicht von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft verbessern. Das sagte Habeck nach dem Kabinettsbeschluss zu dem Wachstumspaket und dem Bundeshaushalt. Er rechnet damit, dass die Wachstumsinitiative das deutsche Wirtschaftswachstum im kommenden Jahr um einen halben Prozentpunkt steigern könnte. "Wir setzen die Zeichen auf beherzten Bürokratieabbau, stärkere Arbeitsanreize, damit wir angesichts des Arbeits- und Fachkräftemangels möglichst viel Arbeitskraft mobilisieren, und auf Investitionsanreize. Dazu schreiben wir den Erfolgskurs beim Ausbau der Erneuerbaren fort. Das Paket kann einen starken Wachstumsimpuls geben", sagte Habeck. Es sei daher jetzt wichtig, dass die Regierung die Maßnahmen schnell umsetzt.

Scholz reist nach Serbien zu Gesprächen über Kooperation bei Rohstoffen

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) wird am Freitag mit Serbiens Präsidenten Aleksandar Vucic in Belgrad zusammenkommen und über eine engere Zusammenarbeit bei Rohstoffen sprechen. Beide werden dort gemeinsam mit dem Vize-Präsidenten der Europäischen Kommission, Maros Sefcovic, und Unternehmensvertretern an dem "Critical Raw Material Summit" teilnehmen. Bei diesem Gipfel zu kritischen Rohstoffen soll ein Memorandum of Understanding zwischen Serbien und der EU-Kommission unterzeichnet werden, mit der beide Seiten ihre Absicht über eine strategische Partnerschaft zu nachhaltigen Rohstoffen, Batterie-Wertschöpfungsketten und Elektrofahrzeugen betonen werden, wie Regierungssprecher Steffen Hebestreit erklärte.

Bundeskabinett beschließt schärfere Strafen für Störung des Luftverkehrs

Das Bundeskabinett hat einen Entwurf zur Änderung des Luftsicherheitsgesetzes beschlossen, mit dem die Bundesregierung auf wiederholte Aktionen von Klimaschützern reagiert, die zu Beeinträchtigungen des Luftverkehrs geführt haben. So soll etwa das Mitführen verbotener Gegenstände sowie das vorsätzliche und unberechtigte Eindringen auf das Rollfeld und die Start- und Landebahnen eines Flughafens mit bis zu fünf Jahre Freiheitsentzug bestraft werden können. Mit der Einführung dieses neuen Straftatbestands soll eine Beeinträchtigung der Sicherheit des zivilen Luftverkehrs verhindert werden.

MÄRKTE EUROPA/Umfeld bleibt schwierig - Reigen von Unternehmenszahlen
Das Umfeld an Europas Börsen war auch am Mittwoch schwierig. Der DAX verlor 0,4 Prozent auf 18.437, im Tagestief stand der Index bei 18.347. Der Euro-Stoxx-50 gab 1,1 Prozent auf 4.891 nach wegen schwacher Technologieaktien. Die Börsen leiden weiter unter der Unsicherheit, wie die US-Wirtschaftspolitik unter einem Präsidenten Donald Trump aussehen würde. Dieser will hohe Zölle auf Importe aus China einführen, aber auch Zölle auf alle anderen Importe. "Laut Trump sollen die Unternehmen direkt in den USA investieren und dort Arbeitsplätze schaffen, das ist klar America first", so ein Marktteilnehmer. Zudem hat Trump von der US-Notenbank gefordert, die Zinsen nicht vor der Wahl zu senken.

Technologiewerte verloren im Schnitt 4,4 Prozent. Das lag zum einen an einem andauernden Verkaufsdruck auf dem Sektor an Wall Street. Die US-Regierung soll über noch strengere Handelsbeschränkungen gegen China nachdenken, hieß es bei CMC. Daneben hat der Quartalsbericht von ASML nicht überzeugt. JP Morgan sprach von einer unerwartet schwachen Prognose für das dritte Quartal. Demnach erwarte der niederländische Konzern für das laufende Quartal einen Umsatz zwischen 6,7 Milliarden und 7,3 Milliarden Euro, wobei die Mitte der Spanne 6 Prozent unter dem Konsens liege. ASML brachen um fast 11 Prozent ein.

Zahlen von Adidas, Daimler Truck, Henkel, Lanxess und Douglas

Erleichterung herrschte im Handel über die Adidas-Zahlen. Nachdem der Kurs am Dienstag über lange Strecken unter den schwachen Ergebnissen von Hugo Boss gelitten hatte, ging es nun um 2,1 Prozent nach oben. Der Umsatz ist stärker gestiegen als erwartet, die Marge stark, und den Ausblick hat der Konzern erhöht. Im Fahrwasser zogen Puma um 2,2 Prozent an.

Nach schwachen Quartalszahlen fielen Daimler Truck um 1,7 Prozent zurück. Laut der Citigroup dürfte der Konsens für den Gewinn je Aktie nun um 5 Prozent sinken. Das Haus blieb aber zunächst bei seiner Kaufempfehlung, genauso wie Jefferies.

Für Henkel ging es nach Veröffentlichung der vorläufigen Halbjahreszahlen nach volatilem Verlauf um 1,3 Prozent nach oben. Diese sind weitgehend über den Schätzungen ausgefallen, wenn auch das organische Umsatzwachstum mit 2,9 Prozent unter der Marktprognose von 3,2 Prozent blieb.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Beitragvon Bahndamm 68 » 18. Juli 2024, 20:04

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Philly-Fed-Index steigt im Juli

Die Lage der US-Industrie in der Region Philadelphia hat sich im Juli aufgehellt. Der Konjunkturindex der Federal Reserve Bank of Philadelphia stieg auf plus 13,9 Punkte von plus 1,3 im Vormonat. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Indexstand von plus 2,9 erwartet.

Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe deutlich gestiegen

Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung hat in der Woche zum 13. Juli spürbar zugelegt. Im Vergleich zur Vorwoche stieg die Zahl der Anträge auf saisonbereinigter Basis um 20.000 auf 243.000, wie das US-Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Anstieg auf 229.000 vorhergesagt.

EZB lässt Zinsen unverändert - weitere Schritte datenabhängig

Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hat wie erwartet beschlossen, die Leitzinsen unverändert zu lassen, nachdem er sie im Juni erstmals seit 2019 gesenkt hatte. Wie die EZB mitteilte, bleibt der Satz für Bankeinlagen bei der EZB bei 3,75 Prozent. Zum weiteren Zinskurs heißt es in der Mitteilung: "Der EZB-Rat ist entschlossen, dafür zu sorgen, dass die Inflation rechtzeitig zu ihrem mittelfristigen Ziel von 2 Prozent zurückkehrt. Er wird die Leitzinsen so lange ausreichend restriktiv halten, wie es zur Erreichung dieses Ziels erforderlich ist."

Lagarde: Wachstumsrisiken abwärts gerichtet

Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) sieht nach den Worten von Präsidentin Christine Lagarde überwiegend das Risiko, dass sich die Wirtschaft schwächer als von EZB-Ökonomen erwartet entwickeln wird. Lagarde sagte in ihren Einleitenden Bemerkungen zu Beginn der Pressekonferenz: "Die Risiken für das Wirtschaftswachstum sind abwärts gerichtet." Der Rat verabschiedete sich damit wieder von seiner erst im Juni gegebenen abgestuften Risikoeinschätzung, der zufolge die Wachstumsrisiken kurzfristig ausgeglichen, aber mittelfristig abwärts gerichtet seien.

Lagarde: EZB-Zinsentscheidung im September völlig offen

Nach Aussage von EZB-Präsidentin Christine Lagarde ist eine Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) im September alles andere als ausgemacht. Lagarde sagte auf die Frage, ob mit einer Zinssenkung für den Fall zu rechnen sei, dass sich die Daten wie von der EZB erwartet entwickeln würden: "Die Frage nach dem September und was wir dann tun werden, ist völlig offen und wird auf Basis der dann vorliegenden Daten entschieden werden." Dabei würden die im Juni veröffentlichten Prognosen "ein Referenzpunkt" sein.

Lagarde: Wachstumsrisiken abwärts gerichtet

Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) sieht nach den Worten von Präsidentin Christine Lagarde überwiegend das Risiko, dass sich die Wirtschaft schwächer als von EZB-Ökonomen erwartet entwickeln wird. Lagarde sagte in ihren Einleitenden Bemerkungen zu Beginn der Pressekonferenz: "Die Risiken für das Wirtschaftswachstum sind abwärts gerichtet." Der Rat verabschiedete sich damit wieder von seiner erst im Juni gegebenen abgestuften Risikoeinschätzung, der zufolge die Wachstumsrisiken kurzfristig ausgeglichen, aber mittelfristig abwärts gerichtet seien.

Von der Leyen als EU-Kommissionspräsidentin wiedergewählt

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ist vom EU-Parlament für eine zweite Amtszeit wiedergewählt worden. In einer Zeit des politischen Umbruchs in Europa und den USA bleibt damit die Spitze der Exekutive in Brüssel beständig. Von der Leyen, ehemalige deutsche Verteidigungsministerin, die 2019 die erste weibliche Präsidentin der Europäischen Kommission wurde, hat sich eine Rolle als europäische Fürsprecherin der Ukraine und Kritikerin Chinas erarbeitet.

Scholz: Orban vertritt bei Putin nicht die EU

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat klargestellt, dass Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban mit seinem Besuch bei dem russischen Präsidenten Wladimir Putin nicht die EU vertritt. "Wenn jemand als Regierungschef seines Landes in andere Länder fährt, dann ist das okay. Aber er vertritt dann nicht die Europäische Union", sagte Scholz bei einem Statement vor einem Treffen der Europäischen Politischen Gemeinschaft (EPG) bei Oxford. "Es ist ganz klar, dass die Europäische Union Prinzipien in Bezug auf die Frage hat, wer sie vertritt.

Chinas Führung weist auf Risiken hin, will aber Kurs halten

Chinas Führung hat sich nach einem vielbeachteten politischen Treffen ungewöhnlich offen über die Risiken geäußert, die die schwächelnde Wirtschaft bedrohen, gab aber nur wenige Hinweise darauf, wie sie ihnen begegnen will. Das Wirtschaftswachstum ist stark zurückgegangen, da China weiterhin mit einer unausgewogenen Erholung von der Covid-Pandemie zu kämpfen hat. Einen Weg zu finden, um die Wirtschaft auf einen gesünderen Pfad zu bringen, war die wichtigste Aufgabe für mehr als 360 Beamte der Kommunistischen Partei, die diese Woche in Peking zusammenkamen, um die Entwicklung des Landes zu planen.

Bidens Wahlkampfteam spielt keine Szenarien zu dessen Rückzug durch

Das Wahlkampfteam von US-Präsident Joe Biden plant keine Szenarien, in denen Biden nicht als Spitzenkandidat der Demokraten ins Rennen ums Weiße Haus geht. "Unsere Kampagne spielt keine Szenarien durch, in denen Präsident Biden nicht an der Spitze der Kandidatenliste steht. Er ist und wird der Kandidat der Demokraten sein", sagte Bidens stellvertretender Wahlkampfleiter Quentin Fulks auf einer Pressekonferenz in Milwaukee. Biden selbst hatte mehrfach betont, dass er im Rennen bleiben und seine Kandidatur nicht zurückziehen will.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Beitragvon Bahndamm 68 » 19. Juli 2024, 20:08

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Netzagentur: Zubau Erneuerbarer Energien im ersten Halbjahr bei +5,3%

Der Zubau erneuerbarer Energien hat weiter an Fahrt gewonnen und ist im ersten Halbjahr um 5,3 Prozent gegenüber Ende 2023 gestiegen. Nach Angabe der Bundesnetzagentur wurde von Januar bis Juni eine Leistung von 9,3 Gigawatt (GW) an Erneuerbare-Energien-Anlagen in Betrieb genommen. Dem stehen Stilllegungen älterer Anlagen in Höhe von 0,4 GW im gleichen Zeitraum gegenüber. Der Anstieg ist laut Netzagentur hauptsächlich auf den Ausbau von Solar- und Windanlagen zurückzuführen.

GDV: Folgen der IT-Ausfälle für die Versicherungsbranche nicht abschätzbar

Aus Sicht der Versicherer lassen sich die Folgen der weltweiten IT-Ausfälle für die Branche derzeit noch nicht abschätzen. "Solange die genaue Ursache der IT-Ausfälle unklar ist, können wir keine Aussagen zum Versicherungsschutz in diesem konkreten Fall treffen", sagte der Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Jörg Asmussen.

Evan Gershkovich zu 16 Jahren Gefängnis in Russland verurteilt

Evan Gershkovich, Reporter des Wall Street Journal, ist in einem nicht öffentlichen Schnellverfahren in Russland zu 16 Jahren Haft in einer Hochsicherheitskolonie verurteilt worden. Dem 32-jährigen US-Bürger war von russischen Behörden der Spionage beschuldigt worden. Das nach nur drei Verhandlungstagen gefällte Urteil war weithin als ausgemachte Sache angesehen worden. Freisprüche in russischen Spionageprozessen sind äußerst selten. Gershkovich waren in dem Verfahren nur wenige Schutzmaßnahmen gewährt worden, die Angeklagten in den USA und anderen westlichen Ländern normalerweise zugestanden werden.

Baker Hughes: Zahl aktiver US-Ölbohranlagen gesunken

Die Anzahl der in den USA aktiven Ölförderanlagen ist auf Wochensicht gesunken. Die für die Aktivität der US-Ölbranche wichtige Kennziffer sank um eine Anlage auf 477 und lag um 53 niedriger als vor einem Jahr, wie das Öldienstleistungsunternehmen Baker Hughes berichtet. Der Rückgang der aktiven Bohranlagen ist teilweise auf die erhöhte Aktivität von Übernahme- und Fusionen unter den großen Ölkonzernen zurückzuführen, sagt Analyst Kenny Zhu von Global X. Investoren seien auch vorsichtiger geworden, was Überproduktion angehe, fügt Zhu hinzu. "Wir sehen, dass neue Bohrinvestitionen zurückgefahren werden über das hinaus, was notwendig ist, um die aktuelle Kapazität aufrechtzuerhalten." Die Anzahl der aktiven Erdgasbohranlagen stieg um drei auf 103 und lag um 28 niedriger als vor einem Jahr, so Baker Hughes.

Wirtschaftsweise sieht wegen IT-Störung Schaden in Milliardenhöhe

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm schätzt den Schaden, der infolge eines fehlerhaften Software-Updates weltweit für Computer-Chaos sorgte, als enorm hoch ein. "Das Ausmaß der Beeinträchtigungen ist beträchtlich - weltweit und über zahlreiche Sektoren hinweg. Das dürfte schon jetzt zu Schäden in Milliardenhöhe kommen", sagte die Ökonomin den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Wie hoch der Schaden am Ende tatsächlich ausfalle, hänge auch davon ab, wie schnell man die Probleme nun in den Griff bekommen werde, sagte Grimm weiter.

Das Mitglied im Sachverständigenrat Wirtschaft mahnte zudem an, dass mehr für Cyber-Sicherheit zu tun sei. "Dieses Mal scheint es ein Softwarefehler gewesen zu sein. Aber so etwas kann natürlich auch im Zuge der geopolitischen Auseinandersetzungen als Waffe eingesetzt werden. Wir sollten also Schwachstellen genauer in den Blick nehmen."

Ein missglücktes Sicherheits-Update der US-amerikanischen IT-Firma CrowdStrike hatte seit Freitagfrüh weltweit Microsoft-Computer lahmgelegt. Es kam rund um den Globus zu Computer-Störungen, infolgedessen gab es international rund 1.400 Flugausfälle, Krankenhäuser mussten Operationen verschieben, Fernsehsender konnten teils nicht mehr live senden.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Beitragvon augenzeuge » 22. Juli 2024, 14:59

Ich würd bei Lamborghini anfangen..... [grins]

Italien geht voran:

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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Beitragvon Bahndamm 68 » 22. Juli 2024, 20:19

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Wirtschaftsindex der Chicago-Fed fällt im Juni

Die Wirtschaftsaktivität in den USA hat sich im Juni abgeschwächt. Der Chicago Fed National Activity Index (CFNAI) fiel auf einen Stand von plus 0,05 Punkte, wie die Federal Reserve Bank of Chicago mitteilte. Für den Mai wurde der Indexstand auf plus 0,23 revidiert, nachdem zunächst ein Wert von plus 0,18 genannt worden war.

Bundesregierung will Verfahren in der Rüstungsindustrie beschleunigen

Die Bundesregierung arbeitet an einer Strategie zur Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren in der Rüstungsindustrie. Das bestätigte ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums. Mehrere Ministerien seien an der Strategie beteiligt. Für die Nennung von Details sei es aber noch zu früh. Laut Handelsblatt will er das Strategiepapier zur Verteidigungsindustrie im August vorstellen.

Wettbüros sehen weiter hohe Chancen für Trumps Wahlsieg

Trotz des Rückzugs von Präsident Joe Biden aus dem Rennen und der Unterstützung von Kamala Harris liegt Donald Trump bei den Wetten um den Einzug ins Weiße Haus weiterhin klar in Führung. Ein Kontrakt auf Trumps Sieg kostete am frühen Montag 0,61 Dollar, so die Daten von PredictIt, einem Online-Marktplatz, der Wetten auf politische Ereignisse anbietet. Das bedeutet, dass der ehemalige Präsident eine 61-prozentige Chance auf einen Sieg im November hat, während es vor einer Woche noch 69 Prozent waren. Die implizite Wahrscheinlichkeit, dass Vizepräsident Harris im November gewinnt, lag am frühen Montag bei 39 Prozent. Das ist ein Anstieg von 25 Prozent, bevor Biden am Sonntag seine Wiederwahlkampagne beendete und sie unterstützte.

EU prüft Belgiens Unterstützung für Reaktorlaufzeitverlängerung eingehend

Die Europäische Kommission hat eine eingehende Untersuchung eingeleitet, um zu prüfen, ob Belgiens geplante staatliche Unterstützung für die Laufzeitverlängerung der beiden Atomreaktoren Doel 4 und Tihange 3 mit den EU-Beihilfevorschriften im Einklang steht. Die beiden Reaktoren mit einer Gesamtkapazität von 2 Gigagwatt (GW) gehören Tochtergesellschaften des französischen Energieunternehmens Engie. Belgien plant, ihre Laufzeit um zehn Jahre zu verlängern, um die Stromversorgungssicherheit in Belgien und seinen Nachbarländern zu gewährleisten und gleichzeitig die CO2-Intensität des belgischen Strommixes so gering wie möglich zu halten.

Bloomberg unterstützt Kamala Harris nicht und warnt vor überstürzter Entscheidung

Der frühere New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg hat die Entscheidung von US-Präsident Joe Biden, nicht mehr als Präsidentschaftskandidat anzutreten, als "einen Akt der Selbstlosigkeit" bezeichnet. Die Vizepräsidentin Kamala Harris unterstützte Bloomberg in seiner Stellungnahme auf X allerdings nicht und hat sie nicht einmal erwähnt. Bloomberg ermutigte die Demokraten, "den Puls der Wähler zu fühlen, vor allem in den umkämpften Staaten, um festzustellen, wer am besten positioniert ist, um im November zu gewinnen und das Land in den nächsten vier Jahren zu führen". Bloombergs Erklärung steht im Gegensatz zu der Welle von Unterstützungsbekundungen, die Harris in den letzten 24 Stunden erhalten hat. "Die Entscheidung ist zu wichtig, um sie zu überstürzen", schrieb Bloomberg, "denn die Wahl ist zu wichtig, um sie zu verlieren."

Boeing: Fluglinien brauchen bis 2043 rund 2,4 Mio Mitarbeiter

Boeing sagt der Luftfahrtbranche für die nächsten 20 Jahre einen hohen Personalbedarf vorher. Wie der US-Flugzeugbauer mitteilte, rechnet er bis 2043 mit einem Bedarf von 2,4 Millionen Piloten, Wartungstechnikern und Kabinenmitarbeitern. Die Prognose basiert auf der Annahme, dass sich die globale Flotte an Zivilmaschinen über den Prognosehorizont fast verdoppelt.

Laut Boeing werden zusätzlich 647.000 Piloten, 716.000 Wartungstechniker und 980.000 Kabinenmitarbeiter benötigt. Mehr als die Hälfte des Bedarfs entfällt auf China, Eurasien und Nordamerika. Die am schnellsten wachsenden Regionen bei der Personalnachfrage seien weiterhin Afrika, Südostasien und Südasien.

EU prüft Belgiens Unterstützung für Reaktorlaufzeitverlängerung eingehend

Die Europäische Kommission hat eine eingehende Untersuchung eingeleitet, um zu prüfen, ob Belgiens geplante staatliche Unterstützung für die Laufzeitverlängerung der beiden Atomreaktoren Doel 4 und Tihange 3 mit den EU-Beihilfevorschriften im Einklang steht. Die beiden Reaktoren mit einer Gesamtkapazität von 2 Gigagwatt (GW) gehören Tochtergesellschaften des französischen Energieunternehmens Engie. Belgien plant, ihre Laufzeit um zehn Jahre zu verlängern, um die Stromversorgungssicherheit in Belgien und seinen Nachbarländern zu gewährleisten und gleichzeitig die CO2-Intensität des belgischen Strommixes so gering wie möglich zu halten.

Zur Unterstützung der Laufzeitverlängerung plant der belgische Staat unter anderem die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens mit der Engie-Tochter Electrabel, ein Darlehen von rund 580 Millionen Euro und eine Garantie zur Gewährleistung des operativen Cashflows. Zudem sollen Verbindlichkeiten von Electrabel im Zusammenhang mit der Lagerung radioaktiver Abfälle und abgebrannter Brennelemente gegen Zahlung eines Pauschalbetrags von 15 Milliarden Euro auf den belgischen Staat übertragen werden.

Obwohl die belgische Maßnahme zum gegenwärtigen Zeitpunkt gerechtfertigt erscheine, habe die Kommission Zweifel an ihrer Vereinbarkeit mit den EU-Beihilfevorschriften, teilte die Brüsseler Behörde mit. Mit der Einleitung des eingehenden Prüfverfahrens erhalten Belgien und Beteiligte Gelegenheit zur Stellungnahme. Das Verfahren werde ergebnisoffen geführt.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Beitragvon Bahndamm 68 » 23. Juli 2024, 20:44

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Stimmung der Verbraucher im Euroraum hellt sich auf

Das Verbrauchervertrauen im Euroraum hat sich im Juli verbessert. Der von der EU-Kommission ermittelte Index stieg um 1,0 auf minus 13,0 Punkte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Stand von minus 13,4 prognostiziert. Für die EU-27 verbesserte sich der Wert um 0,7 Punkte auf minus 12,2.

Türkische Notenbank belässt Leitzins bei 50,00 Prozent

Die türkische Zentralbank hat beschlossen, die Zinssätze die vierte Sitzung in Folge beizubehalten. Der geldpolitische Ausschuss beließ den Leitzins bei 50,00 Prozent. Im März hatte die Notenbank die Geldpolitik gestrafft und wich damit von ihrer bisherigen Geldpolitik ab, die Zinsen trotz der steigenden Inflation in der anatolischen Republik niedrig zu halten. Die Grundtendenz der monatlichen Inflation sei im Juni deutlich rückläufig gewesen, erklärte die Notenbank.

Zukunft Gas fordert Stimulation der Wasserstoffnachfrage

Der Branchenverband Zukunft Gas sieht in dem Antrag der Fernnetzbetreiber und dem geplanten Wasserstoff-Kernnetz selbst wichtige Meilensteine auf dem Weg der Energiewende, denen allerdings weitere zur Stimulation der Wasserstoffnachfrage folgen müssten. "Infrastruktur allein führt aber noch nicht zur Wasserstoffwirtschaft. Nun ist wichtig, das Netz auch zu füllen. Die Nachfrage nach Wasserstoff muss stimuliert werden, die Kunden brauchen verlässliche Informationen, wann sie über das Verteilnetz angeschlossen werden und mit welchen Mengen sie rechnen können", sagte Timm Kehler, Vorstand des Branchenverbands Zukunft Gas. Rasch müssten daher Handels- und Zertifizierungssysteme aufgebaut werden.

Gericht fordert von Regierung Nachbesserungen am Luftreinhalteprogramm

Die Bundesregierung muss bei ihrem Nationalen Luftreinehalteprogramm nachbessern. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg entschied zu einer Klage der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und der internationalen Umweltrechtsorganisation ClientEarth, dass das Nationale Luftreinhalteprogramm teilweise geändert werden müsse, weil es in wesentlichen Teilen auf veralteten Daten beruhe. Eine Sprecherin des Bundesumweltministeriums betonte, "eine Nichteinhaltung der europäischen Reduktionspflichten wurde nicht festgestellt und zusätzliche Maßnahmen ebenfalls nicht verlangt".

Toncar: Altersvorsorgedepot soll System "wieder zum Fliegen bringen"

Finanzstaatssekretär Florian Toncar (FDP) hat Pläne seines Ministeriums bekräftigt, für geförderte Altersvorsorge stärker den Kapitalmarkt zu nutzen. "Hauptziel der Reform ist, dass wir wieder mehr private Altersvorsorge bekommen. Das ganze System liegt ja ziemlich brach zurzeit", sagte Toncar auf dem Youtube-Kanal "Versicherungen mit Kopf". Die sogenannten Riester-Verträge würden oft gar nicht mehr bespart, neue Verträge sehe man nicht mehr in nennenswerter Zahl. "Es geht im Grunde darum, dass wir das ganze System wieder zum Fliegen bringen, und das wollen wir durch verschiedene Dinge erreichen: durch ein neues Altersvorsorgeprodukt, nämlich das Altersvorsorgedepot, auch attraktivere Förderung und auch Abbau von Bürokratie", sagte er.

Airbus führt Gespräche mit Rolls-Royce über Schmalrumpf-Triebwerke

Airbus führt Gespräche mit Rolls-Royce über den Einsatz der neuen Turbine des Triebwerksherstellers für seine künftige Palette an Schmalrumpfflugzeugen. Für den britischen Triebwerkshersteller wäre dies ein großer Durchbruch.

Airbus prüfe Optionen, um die neueste Triebwerkstechnologie von Rolls-Royce für den Nachfolger seiner meistverkauften A320 neo-Familie anzubieten, sagte Christian Scherer, Leiter der Airbus-Verkehrsflugzeugsparte, auf der Farnborough International Air Show in der Nähe von London.

Das Modell A320 ist ein direkter Konkurrent der 737 Max von Boeing. Die nächste Generation dieses Flugzeugs soll gegen Ende der 2030er Jahre auf den Markt kommen.

Eine Beteiligung am nächsten großen Schmalrumpfflugzeugprogramm von Airbus wäre für Rolls-Royce von großem Vorteil. Das Unternehmen bekundet seit Jahren seine Ambitionen, über sein bisheriges Angebot an Triebwerken für zivile Flugzeuge, die ausschließlich in Großraumflugzeugen zum Einsatz kommen, hinauszugehen. Schmalrumpfflugzeuge machen volumenmäßig den weitaus größeren Teil des Weltmarkts für Zivilflugzeuge aus.

Airbus bietet seinen Kunden die Auswahl zwischen zwei Triebwerkstypen für seine A320 an, könnte bei seiner nächsten Flugzeuggeneration aber bis zu drei Triebwerke anbieten, darunter auch die neue Ultrafan-Technologie von Rolls-Royce, sagte Scherer.

Die derzeitigen Triebwerkslieferanten von Airbus für Schmalrumpfflugzeuge sind Pratt & Whitney von RTX und CFM International, ein Gemeinschaftsunternehmen von GE Aerospace und dem französischen Unternehmen Safran.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Beitragvon Gerd Böhmer » 24. Juli 2024, 09:29

aus dem n-tv Newsticker
24.07.2024 10:17 Uhr Deutsche Wirtschaft überraschend auf Talfahrt - "Sieht nach ernsthaftem Problem aus"
Die deutsche Wirtschaft hat im Juli überraschend den Rückwärtsgang eingelegt und dürfte einer Umfrage zufolge geschrumpft sein. Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft - also Industrie und Dienstleister - fiel auf 48,7 Zähler und damit erstmals seit vier Monaten unter die Wachstumsschwelle von 50 Punkten, wie der Finanzdienstleister S&P Global zu seiner monatlichen Firmenumfrage mitteilte. Ökonomen hatten hingegen einen Anstieg auf 50,7 Zähler erwartet, nach einem Wert von 50,4 im Juni.
"Das sieht nach einem ernsthaften Problem aus. Die deutsche Wirtschaft ist in die Schrumpfungszone zurückgefallen", sagte Chefvolkswirt Cyrus de la Rubia von der Hamburg Commercial Bank (HCOB) - der Sponsorin der Umfrage. Das Barometer für die Industrie signalisiert, dass der Sektor seine Talfahrt überraschend beschleunigt hat: Es fiel auf 42,6 Punkte von 43,5 Punkten im Juni. Die Dienstleister wachsen zwar weiter, doch nicht mehr so schnell: Hier fiel das Barometer im Juli wider Erwarten um 1,1 auf 52,0 Punkte. Die Wirtschaft erholt sich hierzulande aus Sicht der Bundesbank recht schleppend und dürfte im Frühjahr nur leicht zugelegt haben.

... überraschend ... wie weltfremd und realitätsfern sind diese Volkswirte eigentlich ?
MfG Gerd Böhmer,
Reichsbahninspektor aD
http://www.gerdboehmer-berlinereisenbahnarchiv.de
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Beitragvon Bahndamm 68 » 24. Juli 2024, 20:10

Deutsche Börse wächst auch im 2. Quartal und erhöht Ausblick

--11 Prozent des Nettoerlöswachstums wegen Simcorp

--Zinsumfeld im ersten Halbjahr bleibt entgegen der Erwartung auf hohem Niveau

Die Deutsche Börse ist nach einem gelungenen Jahresauftakt auch im zweiten Quartal kräftig gewachsen. Sowohl die Nettoerlöse wie auch die Ergebnisse stiegen stark an. Die Zahlen waren geprägt von der Integration der Softwareschmiede Simcorp. Auch profitierte der Börsenbetreiber von der gestiegenen Volatilität an den Finanzmärkten und höheren Zinseinnahmen. Die Deutsche Börse hat die Prognosen für das laufende Jahr erhöht.

Die Erlöse stiegen im zweiten Quartal um 19 Prozent auf 1,45 Milliarden Euro, nach 1,22 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Damit wurde die Konsensprognose der Analysten von 1,44 Milliarden praktisch erreicht. 11 Prozent des Nettoerlöswachstums standen im Zusammenhang mit der Akquisition von Simcorp. Das organische Nettoerlöswachstum betrug 8 Prozent. Dazugewonnene Marktanteile und Neukunden in den Segmenten Investment Management Solutions und Trading & Clearing, eine gestiegene Nachfrage nach Zinsprodukten sowie ein Anstieg der Bewertungsniveaus von Aktien zählten zu den wichtigsten Treibern.

Das EBITDA kletterte auf 848 Millionen Euro, nach 733 Millionen. Die Konsensschätzung lag bei 850 Millionen Euro. Das Nachsteuerergebnis stieg auf 499 Millionen Euro nach 443 Millionen im Vorjahr - die Marktprognose von 472 Millionen Euro wurde mithin übertroffen. Der Gewinn je Aktie belief sich auf 2,72 Euro je Anteilsschein nach 2,41 Euro.

Die operativen Kosten auf Konzernebene erhöhten sich im zweiten Quartal den weiteren Angaben zufolge auf 601 Millionen Euro nach 472 Millionen im Vergleichszeitraum. Analysten hatten im Schnitt Kosten von 594 Millionen Euro prognostiziert. Dabei resultierten 21 Prozent des Kostenwachstums maßgeblich aus dem Akquisitionseffekt von Simcorp.

Der Börsenbetreiber hat die Prognose für das laufende Jahr erhöht. In Aussicht gestellt werden nun Nettoerlöse von mehr als 5,7 Milliarden Euro statt bislang mehr als 5,6 Milliarden Euro, sowie ein EBITDA von mehr als 3,3 Milliarden statt 3,2 Milliarden Euro. Dem stehen Konsenserwartungen von 5,78 Milliarden Euro bzw. 3,35 Milliarden Euro gegenüber.

"Auch im zweiten Quartal konnten wir unser Wachstum über alle Segmente hinweg weiter vorantreiben. Neben der Konsolidierung von Simcorp lieferten insbesondere unsere strukturellen Wachstumsinitiativen - etwa durch Marktanteilsgewinne und neu gewonnene Kunden - einen wichtigen Beitrag zum organischen Nettoerlöswachstum. Zudem blieb das Zinsumfeld im ersten Halbjahr entgegen den Erwartungen zum Jahresanfang auf einem konstant hohen Niveau. Daher haben wir unsere Prognose für das Gesamtjahr angehoben", so CFO Gregor Pottmeyer zu den Zweiquartalszahlen.

Unicredit will Russland-Geschäft weiter zurückfahren

Die italienische Bank Unicredit will ihr Geschäft in Russland weiter zurückfahren. Die Bank wolle ihre lokalen Kredite in Russland im kommenden Jahr auf weniger als 1 Milliarde Euro reduzieren, sagte CEO Andrea Orcel in einer Telefonkonferenz mit Analysten nach der Vorlage der Zahlen für das zweite Quartal.

Die Unicredit habe ihr lokales Kreditengagement in dem Land bereits von 7,3 Milliarden Euro im ersten Quartal 2022, als die russische Invasion in der Ukraine begann, auf derzeit 2,3 Milliarden Euro reduziert.

Die Bank plane außerdem, im nächsten Jahr ihre lokalen Einlagen in Russland um mehr als drei Viertel und ihre grenzüberschreitenden Zahlungen um mehr als zwei Drittel im nächsten Jahr zu verringern, so Orcel.

Gucci-Eigentümer Kering setzt im 1. Halbjahr 11 % weniger um

Der Gucci-Eigentümer Kering hat im ersten Halbjahr einen Umsatz- und Gewinnrückgang verzeichnet. Die Kernmarke setzte ihren Turnaround fort, während die Luxusbranche mit der Kaufzurückhaltung in China zu kämpfen hat.

Der französische Luxusgüterkonzern, zu dem Marken wie Balenciaga und Yves Saint Laurent gehören, setzte in den ersten sechs Monaten des Jahres 9,02 Milliarden Euro um, 11 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis lag unter den von Visible Alpha erhobenen Konsensschätzungen der Analysten von 9,13 Milliarden Euro.

Aufgrund der unsicheren Entwicklung der Nachfrage nach Luxusgütern in den kommenden Monaten und der Verlangsamung des Geschäfts in der ersten Jahreshälfte rechnet das Unternehmen für das zweite Halbjahr mit einem Rückgang des wiederkehrenden Betriebsergebnisses um rund 30 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

"In einem herausfordernden Marktumfeld, das unseren Umsatz und unsere Rentabilität zusätzlich unter Druck setzt, arbeiten wir mit Nachdruck daran, die Voraussetzungen für eine Rückkehr zum Wachstum zu schaffen", sagte CEO Francois-Henri Pinault.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Beitragvon Bahndamm 68 » 25. Juli 2024, 19:49

Hermes trotzt der Abkühlung im Luxussegment mit höheren Umsätzen

Hermes, der Hersteller der Birkin-Tasche, hat im zweiten Quartal der weltweit rückläufigen Nachfrage nach Luxusgütern getrotzt und seinen Umsatz gesteigert, auch wenn das Unternehmen Anzeichen von Schwäche in China feststellte.

Der französische Konzern setzte 3,7 Milliarden Euro um, währungsbereinigt ein Plus von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Analysten hatten im Konsens mit 3,67 Milliarden Euro gerechnet, wie aus einer Umfrage von Visible Alpha hervorgeht.

"In einem schwierigeren Umfeld haben alle Regionen weiterhin eine bemerkenswerte Dynamik gezeigt, mit Ausnahme von Asien aufgrund des Einbruchs des Traffics im Großraum China", sagte Hermes am Donnerstag.

Ein Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum sei in der Region schwierig, da die Ergebnisse des Vorjahreszeitraums durch die Aufhebung der Pandemiemaßnahmen in China begünstigt waren. Trotz schwächerer Tendenzen stieg der Umsatz in der Region Asien-Pazifik - ohne Japan - bei konstanten Wechselkursen um 5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Der wiederkehrende operative Gewinn - eine viel beachtete Kennzahl - stieg im ersten Halbjahr von 2,95 Milliarden auf 3,15 Milliarden Euro. Der Nettogewinn legte von 2,23 Milliarden auf 2,37 Milliarden Euro zu.

Mit Blick auf die Zukunft erklärte das Unternehmen, dass es mittelfristig weiterhin mit einem Umsatzwachstum bei konstanten Wechselkursen rechne, wies jedoch auf die globalen wirtschaftlichen, geopolitischen und monetären Unsicherheiten hin.

Saudische Billigairline Flynas vereinbart Kauf von 75 Airbus-Flugzeugen

Die saudi-arabische Low-Cost-Airline Flynas hat mit Airbus den Kauf von 75 Flugzeugen der A320neo-Familie und 15 A330-900 vereinbart. Eine entsprechende Absichtserklärung (Memorandum of Understanding - MoU) wurde auf der Farnborough International Airshow unterzeichnet, wie Airbus mitteilte. Die neuen Maschinen werden die reine Airbus-Flotte der Fluggesellschaft ergänzen und internationale, nationale und regionale Routen bedienen.

Städte dringen auf Lösung der Altschuldenproblematik

Der Deutsche Städtetag hat eine Lösung für die Problematik kommunaler Altschulden gefordert. In den drei am stärksten betroffenen Bundesländern lägen inzwischen Lösungsmodelle für die kommunale Altschuldenproblematik vor, im Bundeshaushalt seien dafür aber bisher noch keine Mittel eingeplant. "Ob Energiewende, Wärmewende, Klimaanpassung oder Mobilitätswende: Wir stehen in Deutschland vor riesigen Transformationsaufgaben. Und der Erfolg dieser Transformationsaufgaben entscheidet sich bei uns in den Städten", sagte Verbandspräsident Markus Lewe.

Die Städte wollten und müssten diese Herausforderungen aktiv angehen und die Transformation selbst gestalten. "Das geht aber nicht, wenn ihnen Altschulden jeglichen Handlungsspielraum rauben, wie es in manchen Bundesländern immer noch der Fall ist. Deswegen muss die Altschuldenproblematik ein für alle Mal gelöst werden", forderte Lewe. Vor allem Kommunen in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland seien in besonderer Weise betroffen. Sie kämen aus eigener Kraft nicht aus der Schuldenspirale von Liquiditätskrediten und immer neuen Zinsrisiken heraus.

Die Bundesregierung habe in ihrem Koalitionsvertrag eine Lösung des Altschuldenproblems angekündigt, diese Lösung sei "jetzt fast auf der Zielgeraden". Das Saarland und Rheinland-Pfalz hätten bereits Landesmodelle vorgelegt, und auch in Nordrhein-Westfalen wolle die Landesregierung jetzt 7,5 Milliarden über insgesamt 30 Jahre bereitstellen. "Die Landesmodelle sollten jetzt mit Bundesmitteln in maßgeblicher Höhe flankiert werden", forderte Lewe. Da noch keine Mittel für die Altschuldenlösung im Bundeshaushalt eingeplant seien, brauche man die verbindliche Zusage aus dem Bundesfinanzministerium, dass Bundesmittel zur Verfügung ständen, sobald die Altschuldenlösung zum Tragen kommen könne.

Stellantis stellt Produktion in Großbritannien auf den Prüfstand

Stellantis stellt seine Produktion in Großbritannien auf den Prüfstand, weil die britische Klimapolitik nach Ansicht von CEO Carlos Tavares dem Geschäft des Automobilherstellers schadet. Das Mandat der Regierung für emissionsfreie Fahrzeuge, das den Herstellern Produktionszahlen für Elektroautos vorschreibt, schade den Ergebnissen von Stellantis, sagte Tavares am Donnerstag vor Investoren.

Der Konzern hat zwei Fabriken in Großbritannien, in denen batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) gebaut werden, die in der Herstellung teurer sind als herkömmliche Fahrzeuge.

"Ich habe beschlossen, eine strategische Überprüfung unseres Geschäftsmodells in Großbritannien einzuleiten, denn wir können in Großbritannien keine BEVs produzieren und gleichzeitig dem Mandat für emissionsfreie Fahrzeuge unterliegen", sagte Tavares. "Das ist ein Widerspruch, den das Unternehmen nicht akzeptieren kann."

Der Konzern, zu dem Marken wie Opel, Peugeot und Chrysler gehören, legte am selben Tag auch die Zahlen für das erste Halbjahr 2024 vor, die hinter den Erwartungen zurückblieben. Die Profitabilität von Stellantis litt in Europa, was der CEO teilweise auf das Mandat aus London zurückführte. Auch die Konkurrenz durch chinesische Autohersteller habe die Ergebnisse belastet.

Stellantis habe intensive Gespräche mit der britischen Regierung über die Politik geführt. "Bis jetzt haben wir noch nicht die Antworten, die wir brauchen", sagte Tavares. "Wir werden sehen, was als nächstes kommt."
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Beitragvon Bahndamm 68 » 26. Juli 2024, 19:26

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Stimmung der US-Verbraucher im Juni eingetrübt

Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im Juni abgeschwächt. Der an der Universität Michigan berechnete Index für die Verbraucherstimmung in den USA fiel bei der Umfrage am Monatsende auf 66,4 von 68,2 Ende Juni. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten einen Stand von 66,0 erwartet. Bei der ersten Umfrage Mitte des Monats lag er bei 66,0.

Von Fed bevorzugte US-Inflationsrate sinkt im Juni leicht

Eine wichtige US-Inflationsrate ist im Juni leicht gesunken. Das von der Notenbank favorisierte Preismaß, der Gesamtindex für die persönlichen Konsumausgaben (PCE), stieg mit einer Rate von 2,5 (Vormonat: 2,6) Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, wie das Bureau of Economic Analysis mitteilte. Die Fed strebt eine Inflationsrate von 2 Prozent an. Im Monatsvergleich stieg der PCE-Preisindex im Juni um 0,1 (0,0) Prozent.

Letzte Fristverlängerung für Corona-Wirtschaftshilfen

Schlussabrechnungen für Corona-Wirtschaftshilfen können noch bis zum 30. September 2024 eingereicht werden, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte. Diese letzte Fristverlängerung gehe auf eine Vereinbarung mit der Bundessteuerberaterkammer, dem Deutschen Steuerberaterverband, der Wirtschaftsprüferkammer und der Bundesrechtsanwaltskammer zurück.

EZB/Schnabel: Ein Teil der Inflation erweist sich als hartnäckig

Die EZB-Direktorin Isabel Schnabel hat sich besorgt über die weiter hohe Teuerung bei Dienstleistungen geäußert. "Ein Teil der Inflation erweist sich als besonders hartnäckig", sagte Schnabel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). Die EZB gehe zwar weiterhin davon aus, dass die Inflation sich im Laufe des nächsten Jahres allmählich ihrem Ziel von 2 Prozent annähern werde. "Die hartnäckige Dienstleistungsinflation zeigt aber, dass die 'letzte Meile' der Bekämpfung der Inflation besonders schwierig ist", so Schnabel.

Es gebe zudem Faktoren, von denen wieder ein stärkerer Anstieg der Güterpreise ausgehen könnte, warnte sie. "Wir sehen beispielsweise, dass die Frachtkosten deutlich gestiegen sind, und es droht ein wachsender Protektionismus - beides könnte die Güterpreisinflation erhöhen", sagte Schnabel der Zeitung. Es sei damit zu rechnen, dass die Inflation in den nächsten Monaten um 2,5 Prozent herum schwanke. "Im Herbst dürfte es mit der Inflationsrate zunächst etwas abwärts gehen, bevor sie zum Jahresende wieder ansteigt."

Es habe zuletzt einige Daten gegeben, die nicht ganz im Einklang mit den Projektionen der Notenbank gestanden hätten. "Deshalb müssen wir wachsam bleiben", hob Schnabel hervor. Aus einem ersten Zinsschritt folge daher nicht automatisch eine ganze Reihe weiterer Zinsschritte. "Deshalb haben wir im Juli die Zinsen unverändert gelassen, und die Zinsentscheidung im September ist vollkommen offen."
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Beitragvon Bahndamm 68 » 29. Juli 2024, 20:33

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Schnitzer: Müssen viel mehr in Verteidigungsfähigkeit investieren

Mehrere namhafte Ökonomen dringen auf höhere Ausgaben für die Bundeswehr. Nachdem der Präsident des Instituts für Weltwirtschaft (IfW), Moritz Schularick, mehr kreditfinanzierte Investitionen für die Verteidigung gefordert hatte, schließen sich ihm nun die Vorsitzende Wirtschaftsweisen, Monika Schnitzer, sowie der Volkswirt Jens Südekum an. "Wir müssen viel mehr in unsere Verteidigungsfähigkeit investieren", sagte Schnitzer dem Nachrichtenportal T-Online.

BSI entwickelt Folgemaßnahmen nach globalen IT-Ausfällen

Nach den weltweiten IT-Störungen am 19. Juli hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) im Gespräch mit den Software-Unternehmen Crowdstrike und Microsoft nach eigenen Angaben erste Maßnahmen entwickelt, um vergleichbare Vorfälle künftig zu vermeiden. "Das BSI wird auch mit weiteren Software-Herstellern Gespräche führen und die Maßnahmen entsprechend weiterentwickeln", erklärte die Behörde in einer Mitteilung. Neben einer kurzfristigen Analyse des Sicherheitsvorfalles, insbesondere mit Blick auf die Betroffenheit in Deutschland, erwarte das BSI eine tiefgründige technische Aufarbeitung der genauen Ursache.

Bauministerium legt Hitzeschutzstrategie vor

Das Bundesbauministerium hat eine Strategie für den Hitzeschutz in der Stadtentwicklung und im Bauwesen vorgelegt. "Der Klimawandel und seine Folgen werden vor allem in unseren Städten in den Sommermonaten deutlich spürbar", sagte Bauministerin Klara Geywitz (SPD). Die Hitzeschutzstrategie zeige, welche Anpassungsmaßnahmen bereits gegen Hitze greifen, und zeige auf, an welchen Stellschrauben Stadtplaner und Bauingenieure weiter drehen müssen, um einen Wärmestau in Städten zu vermeiden.

Auswärtiges Amt: Alle Deutschen sollen dringend aus Libanon ausreisen

Das Auswärtige Amt hat alle Deutschen im Libanon angesichts einer möglicherweise bevorstehenden Eskalation der Lage dringlich zur Ausreise aus dem Land aufgefordert. "Wir haben seit Oktober 2023 eine Reisewarnung und eine Ausreiseaufforderung für Libanon", sagte der Sprecher des Auswärtigen Amtes, Sebastian Fischer, bei einer Pressekonferenz in Berlin. "Ich appelliere hier an alle Deutschen, die sich jetzt noch im Libanon aufhalten, die derzeit noch bestehenden Möglichkeiten zur Ausreise aus dem Libanon zu nutzen und dies jetzt dringlich auch zu tun."

Knorr-Bremse hebt oberes Ende der Margen-Zielspanne 2024 an

Knorr-Bremse kommt mit seinem Effizienzprogramm besser voran als geplant. Der MDAX-Konzern steigerte seine Profitabilität im zweiten Quartal und erhöhte das obere Ende der Zielspanne für die operative Marge im Gesamtjahr.

So rechnet Knorr-Bremse nun mit einer EBIT-Marge von 11,5 bis 13,0 Prozent statt 11,5 bis 12,5 Prozent. Der freie Cashflow wird weiter bei 550 bis 650 Millionen Euro gesehen, der Umsatz bei 7,7 bis 8 Milliarden Euro. Der noch nicht abgeschlossene Erwerb des Bahnsignaltechnikgeschäfts von Alstom in Nordamerika ist im Ausblick nicht berücksichtigt.

Im zweiten Quartal betrug die Marge 12,5 Prozent nach 11,1 Prozent im Vorjahreszeitraum. Im laufenden Sparprogramm "Boost 2026" seien bereits rund 50 Prozent der geplanten Profitabilitätsverbesserungen erreicht worden, so der Konzern.

Der Umsatz lag im Quartal bei gut 2 Milliarden Euro, das EBIT kletterte um 13 Prozent auf 252 Millionen Euro. Der freie Cashflow legte auf 158 von 34 Millionen Euro im Vorjahr zu. Der Gewinn je Aktie stieg auf 0,90 Euro. Belastet wurde es mit etwa 13 Cent durch diverse Einmaleffekte. Der Auftragseingang betrug 2,1 Milliarden Euro, der bereinigte Auftragsbestand 6,8 Milliarden Euro.

MÄRKTE EUROPA/Leichter - Merck mit starken Zahlen

Der europäische Aktienmarkt ist mit Verlusten in die neue Woche gestartet. Der DAX verlor 0,5 Prozent auf 18.321 Punkte, der Euro-Stoxx-50 gab 1 Prozent auf 4.815 nach. Im Handel war von Zurückhaltung im Vorfeld von Unternehmenszahlen und der geldpolitischen Entscheidung der US-Notenbank die Rede. "40 Prozent der Marktkapitalisierung an der Wall Street werden in dieser Woche berichten, darunter auch vier der Glorreichen Sieben", so CMC. Die Anleger seien nach den Reaktionen auf die Quartalszahlen von Tesla und Alphabet zwar vorgewarnt, dennoch bleibe das Enttäuschungspotenzial hoch, was die Erwartungen an Microsoft, Meta, Apple und Amazon angehe, hieß es.

Am Mittwoch nach Handelsschluss in Europa rückt dann die US-Notenbank in den Fokus, die eine Zinssenkung im September ins Auge fassen dürfte. Die US-Notenbank deutete jüngst an, dass eine Zinssenkung in den kommenden Monaten - wenn auch nicht bei der anstehenden Ratssitzung - gerechtfertigt sein könnte, wenn die jüngste Inflationsabschwächung anhalte. Zusammen mit den Anzeichen für eine allmähliche Abkühlung auf dem US-Arbeitsmarkt "nähern sich die Inflationsdaten der vergangenen drei Monate einem disinflationären Trend, den wir anstreben", sagte der Präsident der New Yorker Fed, John Williams.

Merck hebt nach starkem 2Q die Prognose an

Die von Merck KGaA (+3,1%) am Freitagabend vorgelegten vorläufigen Geschäftszahlen wurden gut aufgenommen. Positiv überraschten den Jefferies-Analysten zufolge die Bereiche Healthcare and Electronics, sowohl beim EBITDA als auch beim Gewinn je Aktie wurde die Markterwartung übererfüllt. In Folge hoben die Darmstädter die Prognose für das laufende Jahr an, wobei der Mittelwert des EBITDA pre und des Gewinns je Aktie pre nun 2 Prozent über Konsens liegt.

Nach den vorläufigen Geschäftszahlen zum dritten Geschäftsquartal von Thyssenkrupp Nucera ging es für die Aktie um 6,7 Prozent nach unten. Von den RBC-Analysten hieß es, der Umsatz habe mit 236 Millionen Euro ihre Erwartung von 230 Millionen leicht übertroffen. Das EBIT sei mit einer Millionen Euro deutlich über dem erwarteten Verlust von 22,5 Millionen reingekommen. Das Unternehmen gab an, dass Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem grünen Wasserstoffmarkt im zweiten und dritten Quartal andauerten und zu weiteren Verzögerungen auf Kundenseite geführt hätten. In Anbetracht des revidierten Ausblicks halten die Analysten es für klüger, die Umsatzprognose für das nächste Geschäftsjahr um ein Drittel zu kürzen.

Auf die vorläufigen Zweitquartalszahlen reagierten Knorr-Bremse mit Aufschlägen von 1,3 Prozent. Diese entsprachen beim Umsatz den Erwartungen, das operative EBIT lag mit 252 Millionen Euro aber leicht über der Markterwartung von 243 Millionen Euro. Die EBIT-Marge von 12,5 Prozent schlug ebenfalls die Schätzung von 12,2 Prozent. Das Unternehmen stellt nunmehr eine operative EBIT-Marge von 11,5 bis 13 Prozent für das Gesamtjahr in Aussicht, bislang lag das Ziel bei 11,5 bis 12,5 Prozent.

Logistiker nach Raketenangriff auf Golanhöhen fest

Die Krise im Nahen Osten war zu Wochenbeginn auch an den Börsen zu spüren. Bei dem Raketenangriff auf die Golanhöhen sind am Wochenende 12 Personen getötet worden, darunter auch Kinder. Die Lufthansa (-0,5%) hat daraufhin Flüge von und nach Beirut ausgesetzt. Auch Air France (-0,9%) hat den Flugbetrieb nach Beirut zunächst eingestellt. Derweil profitierten die Aktien von Logistikern von der Entwicklung. Die Anleger setzen auf steigende Frachtraten, wie diese bereits nach Huthi-Angriffen auf Cargoschiffe im Roten Meer der Fall gewesen war. Moeller-Maersk gewannen 5,6 Prozent und Hapag-Lloyd 8,6 Prozent.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Beitragvon Gerd Böhmer » 30. Juli 2024, 10:54

kam gerade über den n-tv-News-Ticker
in Serbien gibt es wohl Proteste gegen die EU, Hintergrund ist wohl das Lithium-Abkommen mit der EU, was laut Ansage nur den Konzernen nutzt, aber den Menschen vor Ort keine Vorteile bringt.

zur Meldung - https://www.n-tv.de/wirtschaft/Tausende-protestieren-in-Serbien-gegen-Lithium-Abbau-article25123682.html -
MfG Gerd Böhmer,
Reichsbahninspektor aD
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Beitragvon pentium » 30. Juli 2024, 12:08

Gerd Böhmer hat geschrieben:kam gerade über den n-tv-News-Ticker
in Serbien gibt es wohl Proteste gegen die EU, Hintergrund ist wohl das Lithium-Abkommen mit der EU, was laut Ansage nur den Konzernen nutzt, aber den Menschen vor Ort keine Vorteile bringt.

zur Meldung - https://www.n-tv.de/wirtschaft/Tausende-protestieren-in-Serbien-gegen-Lithium-Abbau-article25123682.html -


Ja die böse EU. Gehören da nicht zwei Seiten dazu...?
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Beitragvon Bahndamm 68 » 30. Juli 2024, 20:44

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Deutsche HVPI-Inflation steigt im Juli auf 2,6 Prozent

Der Inflationsdruck in Deutschland ist im Juli wider Erwarten gestiegen. Der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) erhöhte sich auf eine Jahresrate von 2,6 (Vormonat: 2,5) Prozent, wie das Statistischen Bundesamt (Destatis) mitteilte. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten dagegen 2,4 Prozent Inflation prognostiziert. Gegenüber dem Vormonat erhöhte sich der Index um 0,5 Prozent. Volkswirte hatten einen Anstieg um 0,3 Prozent prognostiziert.

Commerzbank: Inflation bleibt zähe Angelegenheit

Der Rückgang der Inflationsrate in Deutschland gestaltet sich zäher als mancher dies erwartet haben dürfte, befindet Commerzbank-Ökonom Ralph Solveen. "Die Gesamtrate lag im Juli mit 2,3 Prozent sogar etwas höher als im Juni, die Kernteuerungsrate ohne Energie und Nahrungsmittel unverändert bei 2,9 Prozent und damit deutlich höher als von der EZB erwünscht", schreibt Solveen in einem Kommentar.

ING: Neue Argumente für EZB-Falken

Die deutschen Inflationszahlen liefern neue Argumente für die EZB-Falken, erklärt ING-Europa-Chefvolkswirt Carsten Brzeski. "Der leichte Anstieg der deutschen Inflation unterstreicht nicht nur die Stetigkeit der Inflation, sondern deutet auch darauf hin, dass eine Zinssenkung im September noch nicht beschlossene Sache ist", meint Brzeski in einem Kommentar.

IMK: Abschwächungsprozess zu Inflationsziel intakt

Das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung sieht trotz der zuletzt höheren Inflationszahlen weiter einen grundsätzlichen Abschwächungsprozess bei der Inflation. Der leichte Anstieg der deutschen Inflationsrate auf 2,3 Prozent im Juli 2024 sei mit etwas stärker steigenden Nahrungsmittelpreisen einhergegangen, während die Energiepreise etwas weniger stark gedämpft hätten, betonte IMK-Inflationsexpertin Silke Tober. "Der Abschwächungsprozess hin zum Inflationsziel von 2 Prozent ist trotz des kleinen Hüpfers im Juli intakt, so dass mit einer weiteren Zinssenkung der EZB im September zu rechnen ist", sagte Tober.

FDP fordert "Wirtschaftsturbo" von Habeck

Angesichts der zuletzt geschrumpften Wirtschaft in Deutschland fordert FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) dazu auf, schnellstmöglich die Rahmenbedingungen für die Unternehmen in Deutschland zu verbessern. "Wir brauchen eine Beschleunigung der Wirtschaftswende, denn die aktuellen Zahlen zur Entwicklung der deutschen Wirtschaft sind alarmierend", sagte Djir-Sarai dem Nachrichtenportal T-Online. "Wirtschaftsminister Habeck muss endlich erkennen, dass schnellstmöglich der Wirtschaftsturbo gezündet werden muss", sagte der FDP-Politiker weiter.

Stimmung der US-Verbraucher im Juli verbessert

Die Stimmung unter den US-Verbrauchern hat sich im Juli aufgehellt. Wie das Forschungsinstitut Conference Board berichtete, stieg der Index des Verbrauchervertrauens auf 100,3. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten einen Stand von 99,5 erwartet. Der Vormonatswert wurde auf 97,8 von zunächst 100,4 nach unten revidiert.

Zahl offener US-Stellen im Juni unverändert

Die Zahl der offenen Stellen in den USA ist im Juni gleich geblieben. Wie das US-Arbeitsministerium im Rahmen seiner Job Openings and Labor Turnover Summary (Jolts) mitteilte, gab es 8,2 Millionen offene Stellen.

Airbus mit Gewinneinbruch - Jahresprognose bestätigt


Airbus hat im zweiten Quartal 2024 wegen seiner Probleme im Raumfahrtgeschäft einen Gewinneinbruch verzeichnet. Das operative Ergebnis sackte um mehr als die Hälfte ab, allerdings nicht so stark wie befürchtet. Die vor fünf Wochen gesenkte Prognose bestätigte der im DAX notierte Luft- und Raumfahrtkonzern.

Bei einem weitgehend stabilen Umsatz von knapp 16 Milliarden Euro betrug das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im zweiten Quartal nur noch 814 Millionen Euro nach 1,85 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten im Konsens mit 699 Millionen Euro gerechnet. Im Segment Defence and Space stand ein operativer Verlust von knapp 800 Millionen Euro zu Buche nach einem Gewinn von 42 Millionen im Vorjahr. Der Nettogewinn des Konzerns brach um gut drei Viertel auf 230 Millionen Euro ein.

Airbus rechnet im Gesamtjahr 2024 weiterhin mit einem Rückgang des bereinigten EBIT auf 5,5 Milliarden Euro von 5,84 Milliarden im Vorjahr. Beim freien Cashflow (FCF) vor Kundenfinanzierungen peilt das Unternehmen rund 3,5 Milliarden Euro nach 4,53 Milliarden im Vorjahr an. Airbus hatte sowohl seine finanziellen Ziele Ende Juni überraschend gesenkt als auch seine Ziele für die Auslieferungen von Verkehrsflugzeugen. Der Konzern geht nun weiterhin von 770 Maschinen im Gesamtjahr aus.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Beitragvon Bahndamm 68 » 31. Juli 2024, 21:14

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

ADP: US-Privatsektor schafft im Juli weniger Stellen als erwartet

Die Beschäftigung in der US-Privatwirtschaft ist im Juli schwächer gestiegen als erwartet. Wie der Arbeitsmarkt-Dienstleister Automatic Data Processing Inc (ADP) berichtete, entstanden gegenüber dem Vormonat 122.000 Stellen. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten ein Plus von 150.000 Jobs vorausgesagt. Im Juni waren unter dem Strich 155.000 Arbeitsplätze hinzugekommen, und damit 5.000 mehr als ursprünglich gemeldet.

Chicagoer Einkaufsmanagerindex fällt im Juli

Die Stimmung der Einkaufsmanager aus dem Großraum Chicago hat sich im Juli eingetrübt. Der Indikator fiel auf 45,3 Punkte, wie die Vereinigung der Chicagoer Einkaufsmanager mitteilte. Im Juni stand der Index bei 47,4 Punkten. Volkswirte hatten einen Wert von 45,5 Punkten erwartet. Der Frühindikator liegt damit unter der sogenannten Wachstumsschwelle von 50 Punkten und signalisiert somit eine wirtschaftliche Abschwächung in der für die US-Konjunktur wichtigen Metropolregion.

US-Arbeitskosten steigen im zweiten Quartal

Die Arbeitskosten in den USA sind im zweiten Quartal 2024 gestiegen. Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, erhöhten sich die Arbeitskosten um 0,9 Prozent gegenüber dem Vorquartal, während Volkswirte eine Zunahme um 1,0 Prozent vorhergesagt hatten. Im ersten Quartal hatte der Anstieg 1,2 Prozent betragen.

Barclays: Fed könnte Zinssenkung im September vorbereiten

Nach Einschätzung von Julien Lafargue, Chefmarktstratege bei Barclays Private Bank, könnte die US-Notenbank den Weg für eine erste Zinssenkung im September ebnen. "Da die Märkte im September bereits Zinssenkungen von etwas mehr als 25 Basispunkten einpreisen, dürfte es der Fed schwer fallen, gegen diese Erwartungen anzukämpfen", schreibt Lafargue in einer Mitteilung. Barclays Private Bank geht davon aus, dass die Fed an ihrer datenabhängigen Haltung festhalten wird, gleichzeitig aber anerkennt, dass sich die Daten in die richtige Richtung bewegen und eine geldpolitische Lockerung in den kommenden Monaten rechtfertigen könnten.

Wissing will Entbürokratisierung der Logistikbranche voranbringen

Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) hat der Logistikbranche Entlastungen zugesichert. Die Kommission Straßengüterverkehr führe in ihrem Abschlussbericht vor allem Entbürokratisierungsmaßnahmen zur Entlastung der Logistikbranche auf - vom erleichterten Aufbau von Lkw-Ladeinfrastruktur bis hin zur vereinfachten und praktikablen Handhabung von Meldepflichten. "Insgesamt 24 Maßnahmen zur Entbürokratisierung wurden im Abschlussbericht identifiziert, die wir nun ehrgeizig zur Entlastung der Branche voranbringen werden", sagte Wissing bei der Entgegennahme des Berichts des Gremiums, dem elf Vertreterinnen und Vertreter von Logistik- und Branchenverbänden angehören.

Fed öffnet die Tür für Zinssenkung im September

Leitzins bleibt in Spanne von 5,25 und 5,50 Prozent

Fed ändert Statement in zwei wichtigen Punkten

Powell: Zinssenkung könnte "auf dem Tisch liegen"

Die US-Währungshüter haben angedeutet, dass sie sich einer Zinssenkung annähern. Die Notenbanker nahmen zwei wichtige Änderungen an ihrem geldpolitischen Statement vor, mit denen sie die jüngsten Fortschritte im Kampf gegen die Inflation anerkannten, ohne sich jedoch ausdrücklich zu einer Zinssenkung zu verpflichten. Sie bezeichneten die Inflation als "etwas erhöht", was eine deutliche Herabstufung darstellt. Und sie führten eine neue Formulierung ein, die besagt, dass die Geldpolitiker "die Risiken für beide Seiten ihres dualen Mandats im Auge behalten".

Das doppelte Mandat bezieht sich auf den vom Kongress erteilten Auftrag für die Fed, die Inflation und die Arbeitslosigkeit niedrig zu halten. Gleichzeitig ließ die Fed die Formulierung fallen, dass sie den Inflationsrisiken "große Aufmerksamkeit schenkt".

In den letzten Jahren hat sich die Fed fast ausschließlich auf die Inflationsseite ihres Mandats konzentriert. Die Inflation stieg vor einigen Jahren auf ein 40-Jahreshoch von 9,1 Prozent, während die Arbeitslosenquote auf ein fast 50-Jahrestief von 3,4 Prozent sank.

Der Leitzins blieb in einer Spanne zwischen 5,25 und 5,50 Prozent. Ökonomen und Börsianer hatten mit dieser Entscheidung gerechnet. Der Beschluss fiel einstimmig.

"Eine Senkung des Leitzinses könnte schon bei der nächsten Sitzung im September auf dem Tisch liegen", sagte Fed-Chef Jerome Powell bei einer Pressekonferenz nach der Sitzung. "Wir nähern uns dem Punkt, an dem es angemessen wäre, den Leitzins zu senken, aber wir sind noch nicht ganz an diesem Punkt."

Terminmärkte erwarten Zinssenkung im September

Bis zur nächsten Sitzung der Zentralbank Mitte September werden noch zwei weitere Monate mit Inflationsdaten zur Verfügung stehen. Die Händler an den Derivatemärkten erwarten bei dieser Sitzung eine erste Zinssenkung, gefolgt von einer Reihe weiterer Senkungen.

"Die Fed ist bereit zu reagieren, falls sich der Arbeitsmarkt verschlechtert oder die Inflation schnell sinkt", sagte Powell. "Eine zu frühe Zinssenkung könnte jedoch die Fortschritte bei der Inflation zunichte machen." Die Fed habe noch keine Entscheidungen für die Sitzung im September getroffen. Eine Zinssenkung hänge von der Verbesserung des Vertrauens in den Inflationsrückgang ab. Powell fügte allerdings hinzu, dass die Ratsmitglieder eine "echte Diskussion" darüber gehabt haben, schon bei der aktuellen Sitzung die Zinsen zu senken.

Für die Notenbanker steht viel auf dem Spiel, denn sie versuchen, zwei Risiken zu vermeiden. Das eine Risiko besteht darin, dass sie die Zinssätze zu früh lockern, so dass sich die Inflation auf einem Niveau oberhalb ihres Ziels von 2 Prozent festsetzen kann. Das andere Risiko besteht darin, dass sie zu lange warten und die Wirtschaft unter der Last der höheren Zinsen zusammenbricht.

Indikatoren deuten auf nachlassende Inflation

Die Wirtschaft hat sich in diesem Jahr bisher jedoch als robust erwiesen. Und während die Inflation im ersten Quartal überraschend hoch war, deuten die jüngsten Messwerte darauf hin, dass sich der Preisanstieg wieder verlangsamt hat. Darüber hinaus deuten die jüngsten Gewinnmeldungen der Unternehmen darauf hin, dass die Firmen weniger Preissetzungsmacht haben, da die Verbraucher den Gürtel enger schnallen und sich gegen die kräftigen Preissteigerungen der letzten drei Jahre wehren.

Als die Inflation im Jahr 2022 ein 40-Jahreshoch erreichte, erhöhten die Notenbanker die Zinsen so schnell wie seit 40 Jahren nicht mehr. Sie befürchteten, dass der rasche Preisanstieg dazu führen könnte, dass sich die hohe Inflation in der gesamten Wirtschaft verfestigt, insbesondere wenn Preise und Gehälter im Gleichschritt steigen. Die jüngsten Daten deuten jedoch darauf hin, dass dies nicht der Fall ist. Im Juni kamen auf jeden Arbeitslosen 1,2 offene Stellen, ein Rückgang gegenüber dem Höchststand von 2,0, als die Fed im März 2022 mit den Zinserhöhungen begann.

Michael Heise, Chefökonom von HQ Trust, sagte: "Es wäre eine faustdicke Überraschung gewesen, wenn die Fed die Zinsen gesenkt hätte. Die Notenbank wird weitere Rückgänge bei verschiedenen Inflationsmaßen sehen wollen, bevor sie mit Zinssenkungen beginnt. Die Voraussetzungen dafür stehen gut. Blickt man auf den Arbeitsmarkt, die leicht rückläufigen Lohnsteigerungen und anhaltenden Produktivitätsfortschritte, sollten auch die Inflationsraten in den kommenden Monaten verhalten bleiben. Die Tür für eine Zinssenkung im September öffnet sich."
Wer die Vergangenheit nicht kennt,
kann die Gegenwart nicht begreifen
und die Zukunft nicht gestalten.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Beitragvon Bahndamm 68 » 1. August 2024, 20:49

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Großer Gefangenenaustausch mit Moskau - WSJ-Reporter Gershkovich frei

Evan Gershkovich, Reporter des Wall Street Journal, ist im Rahmen eines umfangreichen Gefangenenaustauschs aus Russland freigekommen. Gershkovich und andere US-Staatsbürger haben vor wenigen Minuten eine russische Maschine auf einem Flughafen in der türkischen Hauptstadt Ankara verlassen. Im Gegenzug kam unter anderem der "Tiergartenmörder" Wadim Krassikow frei, der nach einem Auftragsmord in Berlin eine Haftstraße in Deutschland verbüßte.

Verfassungsrechtler macht Weg frei für den Etat der Ampel - Bericht

Die Pläne der Bundesregierung zur Schließung einer Lücke im Bundeshaushalt sind nach Einschätzung eines Gutachtens, das die Ampelkoalition in Auftrag gegeben hat, mit der Verfassung vereinbar. Zu diesem Ergebnis komme der Bielefelder Rechtsprofessor Johannes Hellermann in seinem Gutachten, berichtete Zeit Online. Hintergrund ist, dass die Ampelregierung der Bahn und der Autobahngesellschaft Darlehen für die Modernisierung der Infrastruktur gewähren will. Unter bestimmten Voraussetzungen werden die für die Finanzierung dieser Darlehen nötigen Kredite nicht auf die Schuldenbremse angerechnet. Es handelt sich dann um sogenannte finanzielle Transaktionen.

VDA fordert Klarstellung zu drohender Stilllegung von Dieselautos

Die Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Hildegard Müller, hat von der Bundesregierung und der EU-Kommission eine rasche Klarstellung über die Zulassung von älteren Dieselfahrzeugen über Ende 2024 hinaus verlangt. "Mit Blick auf die Debatte um die Abgasmessung bei Dieselautos erwarten wir von Berlin und Brüssel eine zeitnahe Klarstellung, die für entsprechende Sicherheit sorgt", sagte Müller der Rheinischen Post. "Es geht nicht nur um die potenzielle massive wirtschaftliche Belastung, sondern genauso um die soziale Dimension, wenn Millionen von EU-Bürgern, Gewerbetreibende oder auch Dienstleister die Zulassung ihrer Fahrzeuge und somit ihre Mobilität verlieren", sagte Müller.

Bank of England senkt Leitzins um 25 Basispunkte

Die Bank of England (BoE) hat ihren Leitzins zum ersten Mal seit über vier Jahren gesenkt. Der Schlüsselzins wurde um 25 Basispunkte auf 5,00 Prozent reduziert. Fünf Ratsmitglieder stimmten für die Senkung um 25 Basispunkte, während vier für die Beibehaltung der Zinssätze votierten, da sie nicht davon überzeugt waren, dass die Inflation in Großbritannien ausreichend eingedämmt ist. Ökonomen hatten mit einer knappen Entscheidung für eine Zinssenkung gerechnet.

Pepperstone: BoE wird vierteljährlich senken

Die knappe Entscheidung der Bank of England (BoE), ihren Leitzins zu senken, zeigt, dass die Ratsmitglieder in den jüngsten Daten genug gesehen haben, um sich zu vergewissern, dass der zugrunde liegende disinflationäre Trend in der britischen Wirtschaft intakt bleibt, schreibt Pepperstone-Marktanalyst Michael Brown in einer Notiz. Er geht davon aus, dass die Zinssenkungen in Zukunft relativ allmählich erfolgen werden, und zwar zeitgleich mit den Sitzungen, auf denen neue Prognosen veröffentlicht werden, so dass in diesem Jahr noch eine weitere Senkung im November ansteht.

Macquarie: Zinssenkung durch Bank of England dürfte von Dauer sein

Die Bank of England (BoE) hat sich mit ihrer Leitzinssenkung vielen anderen Zentralbanken weltweit angeschlossen und einen Zyklus der geldpolitischen Lockerung eingeleitet, der nach Einschätzung von Macquarie Asset Management wahrscheinlich von Dauer, aber moderat sein wird. "Da die Inflation in den kommenden Monaten wahrscheinlich weiter nachlassen und die Zinssätze voraussichtlich stetig sinken werden, dürfte dies die Erholung in Großbritannien verstärken und ausweiten sowie das Verbraucher- und Unternehmensvertrauen stützen", schrieb Daniel McCormack, Head of Research bei Macquarie.

Quilter Investors: BoE wird Leitzins wohl nur langsam senken

Die knappe 5-4-Entscheidung der Bank of England (BoE), ihren Leitzins zu senken, macht nach Ansicht von Quilter Investors deutlich, dass es sich nicht um einen schnellen Abwärtstrend handeln wird, da die BoE nicht zu schnell oder zu stark senken und damit eine neue Inflationsspirale riskieren wolle. Zwar habe sich die Gesamtinflation seit Jahresbeginn abgeschwächt, sagt Lindsay James, Investmentstrategin bei Quilter.

S&P Global: Aktivität in US-Industrie zeigt im Juli nachlassende Tendenz

Die Aktivität in der US-Industrie hat sich laut einer Umfrage von S&P Global im Juli im Vergleich zum Vormonat verlangsamt. Der von S&P Global in diesem Sektor erhobene Einkaufsmanagerindex sank auf 49,6 von 51,6 Punkten. Volkswirte hatten einen Stand von 49,5 erwartet. In erster Veröffentlichung war ein Wert von 49,5 ermittelt worden.

Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe gestiegen

Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung hat in der Woche zum 27. Juli zugelegt. Im Vergleich zur Vorwoche stieg die Zahl der Anträge auf saisonbereinigter Basis um 14.000 auf 249.000, wie das US-Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen unveränderten Stand von 235.000 vorhergesagt.

US-Produktivität wächst im zweiten Quartal um 2,3 Prozent

Die Produktivität außerhalb der Landwirtschaft in den USA ist im zweiten Quartal 2024 nach vorläufiger Rechnung um annualisiert 2,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal gewachsen. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten mit einem Produktivitätszuwachs von 1,8 Prozent gerechnet.

Gremium der Opec+ gibt keine Empfehlung für Änderung der Förderpolitik

Ein Ministerialausschuss der Opec+ hat dem Kartell und seinen Verbündeten keine Empfehlungen an die Hand gegeben, die derzeitige Förderpolitik zu ändern. Er hat auch keine Hinweise gegeben, ob ein allmähliches Auslaufen der freiwilligen Förderbegrenzungen im Oktober beginnen könnte.

Axa wächst in allen Segmenten und verdient mehr als erwartet

Axa ist im ersten Halbjahr in allen Segmenten gewachsen. Der französische Versicherungskonzern verdiente mehr als erwartet.

Der Nettogewinn stieg in den ersten sechs Monaten auf 4,02 Milliarden Euro nach 3,83 Milliarden im Vorjahr. Der bereinigte Gewinn betrug 4,24 Milliarden Euro, ein Plus von 6 Prozent. Analysten hatten in einem vom Unternehmen veröffentlichten Konsens mit einem bereinigten Gewinn von 3,96 Milliarden Euro gerechnet.

Die Prämien und andere Erlöse legten auf knapp 60 Milliarden Euro von 55,75 Milliarden zu.

"Das gibt uns Zuversicht, zum Jahresende ein bereinigtes Wachstum des Ergebnisses je Aktie zu erreichen, das im Rahmen des Ziels von 6 bis 8 Prozent liegt", sagte CEO Thomas Buberl. Das Ziel bezieht sich auf den Zeitraum 2023 bis 2026
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Beitragvon Bahndamm 68 » 2. August 2024, 20:59

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

US-Jobwachstum lässt im Juli stärker nach als erwartet

Das US-Jobwachstum hat im Juli stärker nachgelassen als erwartet. Das ist ein weiteres Indiz dafür, dass sich der US-Arbeitsmarkt auf dem Weg zu einer Schwäche befinden könnte. Wie das US-Arbeitsministerium berichtete, entstanden in der Privatwirtschaft und beim Staat 114.000 zusätzliche Stellen. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Zuwachs um 185.000 erwartet. Die Angaben für die beiden Vormonate wurden kumuliert um 29.000 Jobs nach unten revidiert. Die separat erhobene Arbeitslosenquote stieg im Juli auf 4,3 von 4,1 Prozent, während Ökonomen eine stabile Quote von 4,1 Prozent erwartet hatten.

LBBW: Jobdaten fixieren Zinssenkung im September

"Der Arbeitsmarktbericht für Juli ist in allen Belangen hinter den Erwartungen zurückgeblieben", befindet LBBW-Ökonom Dirk Chlench. "Der Beschäftigungsaufbau schwächte sich im Juli merklich ab, die Werte für die beiden Vormonate wurden nach unten revidiert, die Arbeitslosenquote stieg an und das Lohnwachstum war moderat. Hätte die US-Notenbank schon auf ihrer Sitzung am Mittwoch Kenntnis vom Arbeitsmarktbericht gehabt, wäre das Pendel sicherlich schon in Richtung Leitzinssenkung ausgeschlagen. So erscheint nun eine Leitzinssenkung auf der Gremiensitzung im September als in Stein gemeißelt. Die Frage ist lediglich noch, wie stark diese ausfällt."

Wirtschaftsministerium legt Optionen für Strommarktdesign vor

Das Bundeswirtschaftsministerium hat ein Konsultationspapier für das künftige Strommarktdesign vorgelegt und um Stellungnahmen bis zum 28. August gebeten. "Ein hoher und weiter steigender Anteil erneuerbarer Energien bedeutet für das Stromsystem einen Paradigmenwechsel", erklärte das Ministerium zu dem 118 Seiten starken Papier. Notwendig sei es, von einem System inflexibler Nachfrage und statischer Erzeugung überzugehen in ein System mit kostengünstiger variabler Stromerzeugung aus Wind und Photovoltaik (PV), ergänzt um Speicher, eine flexible Nachfragesteuerung und flexible Kraftwerke als Backup.

BDEW: Kapazitätsmarkt muss nun zügig in die Ausgestaltung gehen

Nachdem das Bundeswirtschaftsministerium (BMWK) ein Papier zum zukünftigen Strommarktdesign veröffentlicht hat, fordert der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) eine rasche Ausgestaltung der Maßnahmen. "Um auch künftig eine sichere, bezahlbare und klimaneutrale Stromversorgung zu gewährleisten, braucht es verlässliche Rahmenbedingungen, über die die Stärken des klimaneutralen Stromsystems optimal ausgespielt werden können", sagte die Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung,

Wirtschaftsministerium legt Optionen für Strommarktdesign vor

Das Bundeswirtschaftsministerium hat ein Konsultationspapier für das künftige Strommarktdesign vorgelegt und um Stellungnahmen bis zum 28. August gebeten. "Ein hoher und weiter steigender Anteil erneuerbarer Energien bedeutet für das Stromsystem einen Paradigmenwechsel", erklärte das Ministerium zu dem 118 Seiten starken Papier. Notwendig sei es, von einem System inflexibler Nachfrage und statischer Erzeugung überzugehen in ein System mit kostengünstiger variabler Stromerzeugung aus Wind und Fotovoltaik (PV), ergänzt um Speicher, eine flexible Nachfragesteuerung und flexible Kraftwerke als Backup. "Das Zusammenspiel dieser Elemente und deren intelligente Integration verändern die Anforderungen an das Strommarktdesign grundlegend."

Wie das zukünftige Strommarktdesign und damit eine sichere, bezahlbare Strom- und Energieversorgung, die ausschließlich auf erneuerbaren Energien basiere, ausgestaltet werden könne, habe die durch die Koalitionsfraktionen eingesetzte Plattform Klimaneutrales Stromsystem (PKNS) seit 2023 diskutiert. Nun lege das Ministerium Optionen für das zukünftige Strommarktdesign vor. Das Papier sei "ein erster Aufschlag" für die Diskussion innerhalb der Regierung und mit den politischen Akteuren, Stakeholdern, Bundesländern, anderen europäischen Staaten und der EU-Kommission. Die Handlungsoptionen basierten im Wesentlichen auf den Diskussionen in der PKNS. Deren Stakeholder seien eingeladen, sich an einer schriftlichen Konsultation dazu zu beteiligen, die am 28. August ende.

"Beim Umstieg auf erneuerbare Energien brauchen wir flexible Lösungen, Speicher und eine gute Nutzung der Stromnetze", erklärte die klima- und energiepolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Nina Scheer. Diese dürften den Ausbau der erneuerbaren Energien nicht behindern. Der zukünftige Strommarkt müsse sich an den erneuerbaren Energien orientieren. Dezentralisierung schaffe dabei Sicherheit und die Möglichkeit, vorhandene Flexibilität einzubinden. Der Ausbau der erneuerbaren Energien sollte dabei nicht als Teil der Strommarktintegration verstanden werden, da dies den Erneuerbaren-Ausbau bremsen und den Klimaschutz behindern würde, forderte Scheer. "Nur mit den Erneuerbaren sichern wir eine nachhaltige und bezahlbare Energieversorgung."

Verband will längere Konsultationsfrist

Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) begrüßte, dass der Bericht nun offen liege, kritisierte aber die Konsultationsfrist und forderte eine geordnete Debatte. Die PKNS habe zwischen Februar und Dezember 2023 unterschiedliche Aspekte des Strommarktes beleuchtet und dabei teils konträre Lösungsansätze vorgestellt. Die vertiefte Diskussion zu dem komplexen Themenfeld sei nach Meinung des BEE in den zeitlich stark begrenzten Beratungen zu kurz gekommen. Inhaltlich sei das klare Bekenntnis des Ministeriums zur einheitlichen deutsch-luxemburgischen Stromgebotszone "eine wichtige Basis der weiteren Arbeit, um die Herausforderungen, die sich aus der Transformation der Energiewirtschaft ergeben, nachhaltig und verantwortlich anzugehen", so BEE-Präsidentin Simone Peter.

Auch die Ankündigung einer koordinierten Flexibilitätsagenda sei ausdrücklich zu begrüßen, da die bislang nur unzureichend vorhandenen respektive teilweise blockierten Flexibilitätsoptionen wie die Bioenergie oder die Wasserkraft eine der Lösungsoptionen darstellten. Erzeuger-, Speicher- und Verbraucherflexibilitäten müssten jetzt dringend angereizt werden, um auf die Bedürfnisse der systemsetzenden Erneuerbaren systemisch zu reagieren. Der Verband warne deshalb auch davor, das bewährte Absicherungssystem des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) durch unzureichend diskutierte Modelle ersetzen zu wollen.

Nötig sei "ein Dreiklang aus deutlicher Flexibilitätssteigerung, besserer Nutzung der vorhandenen Netzinfrastruktur durch Überbauung der Netzverknüpfungspunkte und einem mengen- statt zeitbasierten Absicherungssystem". Nicht hinnehmbar sei eine Konsultationsfrist bis 28. August in der Hauptferienzeit. Für eine verfassungsrechtlich gebotene, geordnete Verbändebeteiligung sollte die Frist mindestens um zwei Wochen auf den 13. September verschoben werden, forderte der Verband.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Beitragvon Gerd Böhmer » 5. August 2024, 09:37

Morgens,
die Aktienindex brechen weltweit ein, nachdem die Vorgaben aus Asien sehr negativ waren - https://www.n-tv.de/wirtschaft/Japan-erlebt-schlimmsten-Boersen-Absturz-seit-35-Jahren-article25136661.html,
05.08.2024 10:20 Uhr
Rezessionsangst treibt Franken auf höchsten Stand seit 2015
Einbrechende Aktienmärkte und die Angst vor einer weltweiten Rezession sowie einer Eskalation der Nahostkrise treiben Anleger im großen Stil in den als sicherer Hafen geltenden Schweizer Franken. Die Devise steigt zum Euro vorübergehend auf den höchsten Stand seit mehr als neuneinhalb Jahren. Die Gemeinschaftswährung war zeitweise für 0,9210 Franken zu haben. Weniger kostete sie zuletzt im Januar 2015, als die Schweizerische Nationalbank (SNB) die Kursuntergrenze zur Hauptexportwährung aufgehoben hatte. Seit der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed vergangenen Mittwoch hat der Franken zum Euro rund 3,5 Prozent aufgewertet. Zuletzt war der Euro für 0,9267 Franken zu haben.

Auch Edelmetalle sind vom Einbruch betroffen. Aber laut Experten der Wirtschaftsinstitute sind einmal wieder nur die Verbraucher Schuld, die sich dem Konsum um des Konsum Willens verweigern [denken]
MfG Gerd Böhmer,
Reichsbahninspektor aD
http://www.gerdboehmer-berlinereisenbahnarchiv.de
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Beitragvon Bahndamm 68 » 5. August 2024, 09:43

Börse in Tokio bricht massiv um 12 Prozent ein

In Tokio haben am Montag Konjunkturängste einen massiven Abverkauf an der Börse des Landes ausgelöst. Der Nikkei-225 rutschte um rund 4.450 Punkte bzw. 12,4 Prozent ab auf 31.458 Zähler. Das war der größte prozentuale Verlust seit Oktober 1987. Der Index gab damit alle im Jahr 2024 erzielten Gewinne wieder ab und fiel um 25 Prozent gegenüber seinem jüngsten Höchststand im Juli, womit er in einen Bärenmarkt eingetreten ist.

Auslöser für den Kursrutsch waren erneut kräftige Abgaben an der Wall Street am Freitag. Dort hatten schwache US-Arbeitsmarktdaten die Sorgen verstärkt, dass die US-Notenbank die Zinsen zu lange hochgehalten haben könnte, um eine „weiche Landung“ der US-Wirtschaft zu ermöglichen. Stattdessen setzten Rezessionsängste die US-Börsen unter Abgabedruck. Hinzu kamen mit dem Nahostkonflikt verstärkte geopolitische Sorgen und teils enttäuschende Zahlen einiger Schwergewichte aus dem US-Technologiesektor.

Neben den Rezessionsängsten wurden die Abverkäufe an der Börse in Tokio durch einen deutlich aufwertenden Yen verstärkt, der als vermeintlich sicherer Währungshafen gesucht war, wodurch sich aber verstärkt ausländische Anleger zurückzogen. Der US-Dollar gibt aktuell 2,4 Prozent nach auf 142,84 Yen bei einem Tagestief von 141,69 Yen. Am Freitag hatte der Dollar noch bei rund 148 Yen notiert. Anfang Juli hatte der Greenback sogar noch bei 161 Yen gelegen.

Der japanische Finanzminister Shunichi Suzuki hat zu dem plötzlichen Anstieg des Yen in den vergangenen Wochen gesagt, es sei wünschenswert, dass sich die Wechselkurse stabil entwickeln und die Fundamentaldaten widerspiegeln. Der Anstieg des Yen folgte auf Interventionen der japanischen Regierung im Juli, um die Währung zu stützen. Suzuki sagte, die Regierung werde angesichts der Marktbewegungen mit der Bank of Japan (BoJ) bei der Geldpolitik zusammenarbeiten. Die Zinserhöhung der BoJ in der vergangenen Woche löste einen starken Anstieg des Yen aus, der wiederum die Aktienkurse nach unten drückte. Zum Einbruch am japanischen Aktienmarkt erklärte Suzuki, die Anleger sollten eine langfristige Perspektive behalten und ruhig bleiben.

Nach dem Ausverkauf an der Börse wird am Markt nun erwartet, dass die BoJ wohl keine weitere Zinserhöhung vornehmen wird. In der vergangenen Woche hatte sie den Leitzins angehoben und sogar weitere Erhöhungen in Aussicht gestellt. Die Rendite zehnjähriger japanischer Staatsanleihen fiel kräftig um 20,5 Basispunkte auf 0,750 Prozent.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Beitragvon Bahndamm 68 » 5. August 2024, 13:32

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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Beitragvon Bahndamm 68 » 5. August 2024, 21:33

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

ISM-Index Service im Juli gestiegen

Die Aktivität im Dienstleistungssektor der USA ist im Juli gestiegen. Der von Institute für Supply Management (ISM) in diesem Sektor erhobene Index erhöhte sich auf 51,4. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten 50,9 erwartet nach einem Vormonatsstand von 48,8.

S&P Global: US-Dienstleister mit nachlassendem Geschäft im Juli

Die Geschäftsaktivität in der US-Dienstleistungsbranche hat sich laut einer Umfrage von S&P Global im Juli gedämpfter als im Vormonat gezeigt. Der von S&P Global für den Sektor ermittelte Einkaufsmanagerindex schwächte sich ab auf 55,0 von 55,3 Punkten. Volkswirte hatten einen Stand von 55,9 vorhergesagt. Vorläufig war für Juli ein Wert von 56,0 ermittelt worden.

Lindner: Müssen unser Arbeitskräftepotenzial vergrößern

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) fordert Maßnahmen, um in Deutschland für mehr Arbeitskräfte zu sorgen. "Wir müssen unser Arbeitskräftepotenzial vergrößern, um die Sozialsysteme langfristig finanzieren zu können", sagte Lindner bei einem Bürgerdialog in Potsdam. "Denn selbst mit noch mehr öffentlichem Geld kommt irgendwann der Punkt, an dem die Arbeitskräfte schlicht nicht mehr da sind", hob der Finanzminister hervor.

Lindner will „Wahlfreiheit“ bei privater Altersvorsorge

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) sieht ab 2026 mit einem von ihm geplanten Altersvorsorgedepot wesentlich attraktivere Bedingungen für die private Altersvorsorge als bisher. "Wir wollen Wahlfreiheit schaffen auf der einen Seite zwischen den Versicherungsprodukten wie Riester und kapitalmarktorientierten Produkten", sagte Lindner bei einem Bürgerdialog in Potsdam.

Fratzscher: Korrekturen an den Börsen sind notwendig und richtig

Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, hat die jüngsten Aktienkursrückgänge als "Korrektur der Überbewertungen vieler Unternehmen" an den Aktienmärkten gewertet. "Die Korrekturen an den Börsen sind notwendig und richtig", erklärte Fratzscher über den Kurznachrichtendienst X. "Die Börsen sind trotz Pandemie, Energiekrise und einer schwachen Weltwirtschaft in den letzten Jahren stark gestiegen und haben sich deutlich von der Entwicklung der Wirtschaft abgekoppelt. Was wir nun sehen, ist eine Korrektur der Überbewertungen vieler Unternehmen an den Aktienmärkten", erklärte der Ökonom.

Bayerns Finanzminister sieht „Lernresistenz“ im Haushaltsstreit

Bayerns Finanzminister Albert Füracker (CSU) hat die Ampel-Regierung wegen der neuesten Haushaltsdebatte scharf kritisiert und eine Neupriorisierung der Ausgaben verlangt. "Erst hat die Ampel ewig gebraucht, um eine scheinbare Haushaltseinigung zu erzielen und jetzt zerfällt der groß und öffentlichkeitswirksam präsentierte Kompromiss offensichtlich schon nach wenigen Wochen. Von Regierungsfähigkeit keine Spur - ein einziges Trauerspiel", sagte Füracker der Mediengruppe Bayern. Füracker warf der Regierung vor, keinerlei Lehren aus verfassungswidrigen Haushaltstricksereien in der Vergangenheit gezogen zu haben.

Google verliert Kartellverfahren im Streit um Monopolstellung

Alphabet hat seinen Kartellrechtsstreit mit der US-Regierung verloren. "Google ist ein Monopolist und hat als solcher gehandelt, um sein Monopol aufrechtzuerhalten", urteilte Richter Amit P. Mehta vom US-Bezirksgericht für den District of Columbia. Er sagte, dass Google ein Monopol auf zwei Märkten aufrechterhalte, und zwar bei allgemeinen Suchdiensten und allgemeinen Textanzeigen, indem die Alphabet-Tochter exklusive Vertriebsvereinbarungen nutze.

Das Urteil könnte sich auch auf Apple auswirken. Das Unternehmen hat von Alphabet Zahlungen dafür erhalten, dass Google die Standardsuchmaschine auf seinen iPhones ist.

Airbus liefert im Juli 77 Flugzeuge aus und erhält 59 Bestellungen

Der Flugzeughersteller Airbus hat im Juli 77 Maschinen ausgeliefert. Damit wurden in den ersten sieben Monaten des Jahres insgesamt 400 Flugzeuge übergeben, wie Airbus mitteilte. Der Konzern erhielt derweil im vergangenen Monat brutto 59 Bestellungen.

Adidas-Vorstandsmitglied Martin Shankland verlässt Unternehmen

Adidas verliert Vorstandsmitglied Martin Shankland. Wie der Sportartikelkonzern mitteilte, wird der Manager nach 27 Jahren bei der Marke zurücktreten und das Unternehmen verlassen. Darüber habe Shankland Adidas informiert. Sein Vorstandsmandat für Global Operations ende zum 10. August 2024. Die Position werde nicht direkt nachbesetzt.

Hoa Ly, SVP Sourcing, werde die Verantwortung für alle Beschaffungsvorgänge bei Adidas tragen und an Adidas-CEO Gulden berichten. CFO Harm Ohlmeyer werde zusätzliche Verantwortung für die Bereiche Supply Chain und Tech übernehmen, so der DAX-Konzern.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Beitragvon Bahndamm 68 » 6. August 2024, 20:37

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Harris macht Tim Walz zu ihrem Vizepräsidentschaftskandidaten

Die US-Vizepräsidentin und Präsidentschaftskandidatin der Demokraten Kamala Harris hat Tim Walz, Gouverneur von Minnesota, zu ihrem Vizepräsidentschaftskandidaten auserkoren. Der 60-jährige ehemalige Abgeordnete des US-Repräsentantenhauses und ehemalige Highschool-Lehrer und Footballtrainer wurde 2022 für eine zweite Amtszeit wiedergewählt. Er tritt zunehmend in den benachbarten Staaten des Mittleren Westens als Vertreter der Demokraten auf und könnte Harris vor allem in den umkämpften Bundesstaaten Wisconsin und Michigan behilflich sein.

Defizit in der US-Handelsbilanz im Juni gesunken

Das Defizit in der Handelsbilanz der USA ist im Juni gesunken. Es betrug nach vorläufigen Berechnungen 73,11 Milliarden Dollar nach revidiert 75,01 (vorläufig: 75,07) Milliarden im Vormonat. Volkswirte hatten mit einem Passivsaldo von 72,50 Milliarden Dollar gerechnet. Die Exporte stiegen zum Vormonat um 1,5 Prozent auf 265,94 Milliarden Dollar, während die Einfuhren 339,047 Milliarden Dollar erreichten, ein Plus zum Vormonat von 0,6 Prozent.

Pantheon: Deutsche Industrie dürfte schwach bleiben

Die Erleichterung in der deutschen Industrie über den Anstieg der Auftragseingänge im Juni um 3,9 Prozent wird wahrscheinlich nur von kurzer Dauer sein, meint Claus Vistesen, Chefvolkswirt für die Eurozone bei Pantheon Macroeconomics, in einer Notiz. "Dies ist insgesamt eine solide Schlagzeile, aber wir bezweifeln, dass sie den Beginn eines anhaltenden Aufschwungs im dritten Quartal markiert", sagt er. Die Auftragseingänge in der Industrie fielen im zweiten Quartal um 1,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal, was deutlich besser ist als der Rückgang von 4,4 Prozent im ersten Quartal, aber insgesamt immer noch schwach.

Caterpillar verdient im 2. Quartal mehr als erwartet

Caterpillar sieht Umsatz 2024 nun leicht unter Vorjahr

Caterpillar hat im zweiten Quartal zwar einen Gewinnrückgang verzeichnet, auf bereinigter Basis aber die Markterwartungen übertroffen. Wie der US-Baumaschinenhersteller mitteilte, sank der Nettogewinn auf 2,68 Milliarden US-Dollar bzw. 5,48 Dollar je Aktie, verglichen mit 2,92 Milliarden bzw. 5,67 Dollar je Aktie im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um Einmaleffekte stieg der Gewinn von 5,55 auf 5,99 Dollar je Aktie und übertraf damit den von Factset erhobenen Analysten-Konsens von 5,56 Dollar. Die Caterpillar-Aktie legt im vorbörslichen US-Handel um 5,7 Prozent zu.

Der Umsatz sank um 3,6 Prozent auf 16,69 Milliarden Dollar und lag damit unter dem Factset-Konsens von 16,91 Milliarden Dollar, womit die Analystenschätzung das dritte Quartal in Folge verfehlt wurde. Veränderungen in den Lagerbeständen der Händler führten zu einem geringeren Absatzvolumen.

In den Geschäftssegmenten von Caterpillar sank der Umsatz in der Bauindustrie um 7 Prozent auf 7,15 Milliarden Dollar und in der Rohstoffindustrie um 10 Prozent auf 3,56 Milliarden Dollar, während der Umsatz im Bereich Energie und Transport um 2 Prozent auf 7,22 Milliarden Dollar stieg.

Mit Blick auf die Umsatzentwicklung im laufenden Jahr ist Caterpillar etwas pessimistischer geworden. Der Baumaschinenhersteller geht nun davon aus, dass der Umsatz Gesamtjahr 2024 leicht unter dem Niveau des Vorjahres (67,1 Milliarden Dollar) liegen wird. Bislang hatte Caterpillar stabile Umsätze in Aussicht gestellt. Caterpillar geht davon aus, dass die Händler das Jahr mit etwas leicht niedrigeren Lagerbeständen als im Vorjahr beenden werden.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Beitragvon Bahndamm 68 » 7. August 2024, 19:56

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Lindner im Haushaltsstreit gesprächsbereit, aber weiter mit Bedenken

Im Streit um den Haushalt für das kommende Jahr hat sich Finanzminister Christian Lindner (FDP) gesprächsbereit gezeigt und einen neuen Finanzierungsvorschlag zum Stopfen des Haushaltslochs präsentiert. "Für mich ist dafür gut vorstellbar, dass wir Zuschüsse an die Deutsche Bahn in Höhe von 3,6 Milliarden Euro in Eigenkapital oder Darlehen umwandeln", sagte Lindner der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft. Er ließ dabei laut den Angaben erkennen, dass er die Erhöhung des Eigenkapitals favorisiert. "Somit reduziert sich der noch bestehende Handlungsbedarf auf gut 5 Milliarden Euro", sagte Lindner. Es gebe "in jedem Fall noch Klärungs- und Entscheidungsbedarf, bis der Bundestag den Haushalt Ende November planmäßig beschließt".

Union sieht in Intervention von Scholz "einmaligen Vorgang"

Die Unionsfraktion hat die Intervention von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) im Haushaltsstreit der Ampel als einmaligen Vorgang bezeichnet und die FDP zum Austritt aus der Koalition aufgefordert. "Ein Bundeskanzler, der seinem Finanzminister in der Öffentlichkeit derart seine Kompetenzen abspricht und wie einen Schulbuben behandelt, ist ein einmaliger Vorgang", sagte der haushaltspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Christian Haase (CDU), der Rheinischen Post. Das zeige einmal mehr die Zerrissenheit der Koalition und verdeutliche, dass Scholz nichts aus dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts gelernt habe und "sich weiterhin geflissentlich über das Verfassungsrecht stellen" wolle.

Haushaltsausschuss gibt Mittel für Förderprogramm "Jung kauft Alt" frei

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat laut Bundesbauministerium die Mittel für das Förderprogramm "Jung kauft Alt" freigegeben. Damit könne das Programm zur Förderung von Eigentum im Bestand für Familien mit kleinen und mittleren Einkommen bald starten. "Mit diesen Programmmitteln unterstützen wir insbesondere Familien mit kleinen und mittleren Einkommen beim Erwerb einer sanierungsbedürftigen Bestandsimmobilie", sagte der Parlamentarische Bau-Staatssekretär Sören Bartol (SPD). "Das unterstützt auch ländliche Räume und dünn besiedelte Regionen, in denen historische Bausubstanz in Ortskernen leer steht. Damit leistet diese Förderung einen nachhaltigen und zugleich sozialen Beitrag zum Klimaschutz." Über die konkreten Förderkonditionen werde das Bundesbauministerium rechtzeitig vor Start des Programms informieren.

Pistorius: China tritt zunehmend dominant auf

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat nach seiner Indopazifik-Reise das Verhalten der chinesischen Führung scharf kritisiert. "China tritt zunehmend dominant auf und sorgt mit seinem Vorgehen für Verunsicherung und Unruhe in der Region. Damit gefährdet es auch die Stabilität im Indopazifik", sagte Pistorius dem Nachrichtenportal T-Online. Ziel seiner achttägigen Reise nach Hawaii, Südkorea und auf die Philippinen sei gewesen, den Partnern in der Region zu signalisieren, "dass wir ihre Sorgen teilen und uns dafür einsetzen, dass sich Länder wie China an geltendes Recht halten."

US-Rohöllagerbestände stärker als erwartet gesunken

Die Rohöllagerbestände in den USA haben sich in der Woche zum 2. August stärker als erwartet verringert. Sie fielen nach Angaben der staatlichen Energy Information Administration (EIA) um 3,728 Millionen Barrel gegenüber der Vorwoche. Von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten lediglich einen Rückgang um 0,5 Millionen Barrel vorhergesagt. In der Vorwoche hatten sich die Lagerbestände um 3,436 Millionen Barrel reduziert. Die Benzinbestände nahmen nach EIA-Angaben um 1,34 Millionen Barrel zu. . Analysten hatten dagegen ein Minus von 1,3 Millionen Barrel erwartet.

Mehrheitseigner Michael Tojner will Varta als Einheit erhalten

Der österreichische Unternehmer und Varta-Mehrheitseigner Michael Tojner will mit einer Finanzspritze in Millionenhöhe den in Schieflage geratenen Batteriehersteller als Einheit erhalten. "Ich stehe nicht für einen Abverkauf von Teilbereichen, sondern für die Stabilisierung der gesamten Gruppe, um ihr die Chance zu geben, mit allen Geschäftsbereichen weiterarbeiten zu können und die Arbeitsplätze zu erhalten", sagte Tojner der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ).

Varta braucht rund 100 Millionen Euro, um die Produktion für die nächsten Jahre zu sichern. "Von uns würde ein Teil des neuen Eigenkapitals kommen, der Rest von Banken und Porsche. Wir würden aber auch die Verpflichtung eingehen, zusätzliches Geld zu zeichnen, wenn das für die Sanierung nötig sein sollte", sagte Tojner weiter.

Den von vier Hedgefonds ins Spiel gebrachten konkurrierenden Vorschlag zur Stabilisierung des Batterieherstellers lehnt Tojner ab. "Die Varta AG braucht vor allem signifikant neues Eigenkapital. Die Kapazität für Fremdkapital ist begrenzt", sagte Tojner über die Herangehensweise der Fonds, die sich in die Bankkredite des Batterieherstellers eingekauft haben. "Zu viel neues Fremdkapital würde aus meiner Sicht das Unternehmen überfordern und in zwei Jahren wären wir wieder in derselben Lage. Das Unternehmen muss stabilisiert werden, es muss wieder forschen können - und darf nicht ausgesaugt werden."

Tojner, der sich nach eigenen Angaben "in intensiven, positiven Gesprächen" mit Porsche über ein Rettungskonzept für Varta befindet, hält über seine schweizerische Holding Montana Tech Components die Mehrheit an Varta.

Zuvor hatte sich auch schon Varta-Chef Michael Ostermann in einem FAZ-Interview für die Equity-Lösung mit Porsche und Tojner ausgesprochen.

Zu den Gründen der aktuellen Krise sagte Tojner: "Der Vorstand hat das rasante Wachstum der vergangenen beiden Jahre, das nicht zuletzt auf den Aufträgen des renommierten, amerikanischen Elektronikherstellers gründete, versucht einfach fortzuschreiben und zu viel Geld zu leichtfertig ohne Risikoanalyse investiert. Wir waren aus der Vergangenheit gewohnt, dass der damalige Varta-Vorstand mit seinen Entscheidungen richtig liegt. Man hatte den Eindruck, nur der Himmel setzt die Grenzen für das Wachstum. Der Umsatz ist explodiert, der Ertrag ist explodiert, bis 2022 dann der Absturz wegen mangelnder Risikoeinschätzung und Überlastung der Organisation gekommen ist. Der Aufsichtsrat, dem ich angehöre, konnte dies nicht erkennen."

Tojner räumte dennoch Fehler des Aufsichtsrats mit ihm an der Spitze ein. „Ich hätte viel früher auf nachhaltige Risikoanalysen bestehen müssen“, sagte er der Zeitung.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Beitragvon Gerd Böhmer » 7. August 2024, 20:02

ergänzend zum Beitrag von Bahndamm 68 » 7. August 2024, 20:56 Uhr
+++ 07.08.2024 19:38 Uhr Angriffe in Gebiet Kursk: Europäischer Gaspreis steigt auf Jahreshoch +++
Der Preis für europäisches Erdgas ist auf den höchsten Stand in diesem Jahr gestiegen. Der richtungweisende Terminkontrakt TTF zur Auslieferung in einem Monat legte in Amsterdam um 5,7 Prozent auf 38,78 Euro je Megawattstunde (MWh) zu. Am Markt wird auf die Angriffe der Ukraine auf die russische Region Kursk verwiesen. Die Kämpfe finden offenbar in der Nähe von Sudza statt, eines wichtigen Einspeisepunktes für Erdgas. Dieses gelangt durch ukrainische Pipelines nach Westeuropa. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, geht der Gazprom-Konzern derzeit noch von normalen Gaslieferungen aus.
MfG Gerd Böhmer,
Reichsbahninspektor aD
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Gerd Böhmer
 
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