Keine Ideologie ist mächtiger als der politische Islam – und keine ist mörderischer
Der Islamismus neigt zu exzessiver Gewalt. Die Massaker der Hamas wiederholen nur, was der Islamische Staat und die Kaida vorgemacht haben. Die Migration verbreitet die Mischung aus Religion und Politik auch in Europa.
Im Namen einer Religion scheint es besonders leicht, auf erbarmungslose Weise zu morden. Die christliche Inquisition marterte Häretiker und Hexen mit glühenden Zangen und liess sie im Feuer elend sterben. Heute ist es der Islam, der den Zusammenhang von Gewalt und Glauben bestätigt. Islamischer Staat (IS), Kaida und Hamas: Die Namen sind zum Synonym für Barbarei geworden. Sie verbindet dieselbe perverse Lust an der Tortur und an der Erniedrigung ihrer Opfer.
Der IS hielt den jordanischen Piloten Muas al-Kasaba in einem Eisenkäfig gefangen, liess Benzin in den Käfig fliessen und entzündete es. Die Henker hielten die letzten Minuten des 26-jährigen Leutnants im Bild fest und stellten das Video ins Netz.
Die Kaida im Irak filmte die Enthauptung der Geisel Nicholas Berg in allen grässlichen Details und veröffentlichte die Aufnahme im Internet mit dem Kommentar: «Abu Musab al-Zarkawi (der Anführer der irakischen Jihadisten) schlachtet einen Amerikaner.»
Überlebende Augenzeugen der Massaker in Südisrael berichten, wie Hamas-Kämpfer Jüdinnen nicht nur vergewaltigten, sondern diese vorsätzlich quälten und verstümmelten. Den halbnackten und misshandelten Leichnam der Israelin Shani Louk fuhren ihre Peiniger im Triumphzug durch Gaza. Sie brüsteten sich in einem Video mit der Schändung und stellten ihr Opfer wie eine Jagdtrophäe zur Schau.
Es sind Grausamkeiten, wie sie religiöse Inbrunst hervorbringt. Dabei ist nicht entscheidend, ob die Mörder gläubig sind. Sie benutzen die mit Zitaten aus dem Koran geschmückten grünen Fahnen und Stirnbänder, die zum Erkennungszeichen der muslimischen Gotteskrieger geworden sind. Die Religion liefert die Rechtfertigung für Inhumanität. Der stolz bekannte Sadismus entspringt nacktem Hass. Die Opfer – ob Muslime, Juden oder Christen – sind in den Augen der Henker keine Menschen. Sie sind Ungeziefer, das es auszurotten gilt.
https://www.nzz.ch/meinung/die-hamas-is ... ld.1770329