Ex-Ministerin Kneissl leitet russischen Thinktank
Dass die frühere österreichische Außenministerin Kneissl eng mit Moskau verbandelt ist, wurde spätestens 2018 klar. Damals schwang sie auf ihrer Hochzeit mit Präsident Putin das Tanzbein. Nach ihrer Zeit in politischen Würden zieht es die 58-Jährige einmal mehr geschäftlich nach Russland.
Nun soll sie Präsidentin eines neu gegründeten Thinktanks in St. Petersburg werden.
Es handele sich um eine an die staatliche Universität der russischen Metropole angegliederte Denkfabrik, sagte die 58-Jährige. Sie habe das Projekt gerade zusammen mit Uni-Rektor Nikolaj Kropatschew beim Wirtschaftsforum in St. Petersburg vorgestellt. Der Thinktank bekommt den Namen "Gorki", was für "Geopolitical Observatory for Russia's Key Issues" ("Geopolitisches Observatorium für Russlands Schlüsselthemen") stehen soll. Er soll laut einer von Kneissl verbreiteten Broschüre dabei helfen, die Politik Russlands vor allem im Nahen und Mittleren Osten zu definieren.
https://www.n-tv.de/politik/Ex-Minister ... 97450.htmlKneissl erwäge ernsthaft, nach Russland zu ziehen. Zur Frage, ob sie auch einen russischen Pass beantragen wolle, blieb sie etwas vorsichtiger: „Um eine Russin zu werden, muss ich richtig Russisch lernen“, erklärte sie laut Tass. „Ich muss ‚Krieg und Frieden‘ zu Ende lesen, ich muss Dostojewski und mindestens zwei Werke von Tschechow lesen, dann können wir anfangen, darüber zu reden“, so Kneissl. Sie sei allerdings „generell sehr aufgeschlossen“.
Im Falle eines Wechsels wolle sie aber jede andere Staatsbürgerschaft zurücklegen, so Kneissl: „Ich fühle mit als Französin (…). Ich vermisse Frankreich, Österreich vermisse ich nicht. Ich fühle mich als Europäerin und auch bisschen als Araberin, weil ich dort aufgewachsen bin und dies meiner Mentalität entspricht.“
https://www.merkur.de/politik/putin-kar ... 46690.htmlAZ