Spartacus hat geschrieben:Kumpel hat geschrieben:Interpretiere da mal nichts rein. Mit Zweifeln hat das nichts zu tun , sondern mit einer nicht eindeutigen Informationslage.
Ich muss dem Karnak da mal zustimmen, denn es erscheint wirklich hanebüchen auf ein AKW zu schießen das von den eigenen Truppen gehalten wird. Das sagt schon die Logik, wobei die in
einem Krieg zugegebenermaßen schon mal auf der Strecke bleiben kann. Soll man nun den ukrainischen Angaben Glauben schenken? Nun ich weiß es nicht, habe aber in der Hinsicht große
Bedenken, wenn zum Beispiel gerade berichtet wird, dass bereits Radioaktivität bereits austritt. Denn wie soll das gehen? So viel ich weiß, fährt ein AKW bei eine noch so geringen Beschuss auf
eine Reaktorhülle automatisch sofort herunter. Alle Blöcke. Das ist Standard und gilt auch für das ukrainische AKW. Dieses liefert aber laut Berichten weiterhin Strom, also?
Sparta
Laut Kiew und Moskau scheint es aktuell keine bedenkliche Strahlung zu geben. Unabhängige Experten dürfen noch nicht hinein. Warum eigentlich nicht? Das ein AKW automatisch bei Beschuss herunterfährt habe ich noch nie gehört. Allerdings kommt noch weiterer Umstand hinzu:
Normalerweise verbinden vier Stromleitungen das AKW mit dem ukrainischen Stromnetz. Drei sind nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien in den vergangenen Wochen, in denen es immer wieder Beschuss gab, schon kaputtgegangen. Am Donnerstag meldete die IAEA: Auch die letzte funktionsfähige Leitung wurde zerstört. Die beiden bis dahin noch laufenden Blöcke schalteten in den Notfallmodus. Die Reaktoren von Saporischschja lieferten keinen Strom mehr. Erst am Freitagabend meldete die Betreiberfirma Energoatom, dass es gelungen sei, beide Reaktoren wieder ans Netz zu bringen - ans ukrainische.
Am Donnerstag schien das kurzfristig viel größere Problem jedoch ein anderes zu sein: Auch die Reaktoren selbst konnten nach ukrainischen Angaben zunächst nicht mehr von außen mit Strom versorgt werden - den brauchen sie aber, um die Brennstäbe zu kühlen. Ohne Kühlung droht eine Kernschmelze. Den Angaben des Betreibers und der IAEA zufolge wurde das AKW zwischenzeitlich über eine Notstromleitung zu einem benachbarten Wärmekraftwerk versorgt. Für den Notfall verfügt das Kernkraftwerk auch über 20 Dieselgeneratoren, die bei einem vollständigen Ausfall der Stromversorgung von außen wenigstens für einige Tage die Kühlung sicherstellen würden.
Die US-Regierung warnt Russland indes davor, das Atomkraftwerk dauerhaft vom ukrainischen Netz zu trennen. "Um es ganz klar zu sagen: das Atomkraftwerk und der Strom, den es produziert, gehören der Ukraine", sagte ein Sprecher des Außenministeriums. Noch am Mittwoch hatte Petro Kotin, Chef des Kraftwerkbetreibers Energoatom, dem britischen Guardian berichtet, die russischen Besatzer hätten Kraftwerksmitarbeitern einen Plan präsentiert, wie sie die Anlage zunächst vom ukrainischen Netz trennen würden, um es anschließend an ein russisches anzuschließen. Ausgangspunkt des Vorhabens: Alle Stromleitungen Richtung Ukraine müssten gekappt werden - wie es nur einen Tag später auch passiert ist.
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