von Beethoven » 5. März 2022, 07:37
Gestern am Abend sprachen meine Frau und ich darüber. Wir wären bereit, so wir gefragt werden würden oder Bedarf besteht, Mütter mit Kindern aus der Ukraine bei uns aufzunehmen. Zwei Mütter mit bis zu vier oder auch fünf Kindern könnten wir schon aufnehmen und natürlich auch versorgen. Unser Haus haben wir ja seiner Zeit gebaut, als unsere drei Söhne noch lange bei uns lebten. Natürlich müsste man ganz schön zusammen rücken aber das würden wir schon tun.
Trennung
In jeder bewaffneten Auseinandersetzung gibt es besonders gesicherte Zonen, Räume oder Objekte, die besser nicht angegriffen werden sollten. Das wissen die Angreifer in der Regel genauso wie die Verteidiger. Ganz sicher gehören Kernkraftwerke dazu wie auch Forschungsinstitute, die kleiner Reaktoren für die Wissenschaft betreiben, wie es das z.B. auch in Berlin gibt.
Als Truppenführer in der Verteidigung sind solche Räume / Objekte natürlich besonders zu verteidigen aber von dort aus, können sich Kräfte sammeln und zurück schlagen wohl wissend, dass der Gegner diese Räume / Objekt nicht so ohne Weiters angreifen wird.
KKW´s sind gegen Beschuss aus leichten und mittleren Waffen recht gut geschützt. Bunkerbrechenden Waffen widerstehen solche Anlagen natürlich nicht.
So kommt der Angreifen in der Regel nicht umhin, solche Räume / Objekt mit verhältnismäßig kleinen Waffensystemen und hoher Manpower anzugreifen und zu besetzen.
Der Kommandeur der Angreifer kann solche Räume / Objekt jedoch auch ganz einfach blockieren, was im Verhältnis hohe eigene Kräfte bindet und die Zufuhr oder die Ausfuhr des Produktes kappen und einfach liegen lassen. Die Verteidiger haben somit keinen Grund mehr, solch einen Raum / Objekt besetzt zu halten.
Eine Zerstörung mit anschließender Kernstrahlung ist für keine Partei zielführend.
Trennung
Ich kann mir gut vorstellen, dass Putin seinem Logistik-General ordentlich die Ohren lang zieht.
Zu jeder militärischen Kolonne gehört ein gerüttetes Maß an logistischer Sicherstellung. Vor solchen Handlungen werden die Verbrauchsstoffe wie Munition, Treib- und Schmierstoffe, Med.-Sicherstellung, Verpflegung usw. genau berechnet und sicher gestellt, dass die Mittel zu bestimmten Zeiten und Orten zur Verfügung der eigenen Truppen stehen. Wir haben ja hier keine Angriffstiefen, dass die Logistikstränge in die 1000-e Kilometer gehen.
Solche logistischen Wege müssen natürlich gesichert werden, damit diese nicht abgeschnitten werden.
In der Militärgeschichte gibt es unzählige Beispiele, wo die vorpreschenden Angriffsgruppierungen liegen blieben, weil der Nachschub einfach nicht hinterher kam. Kluge Kommandeure lassen dann lieber halten, führen den Nachschub heran und setzen sodann die Bewegung fort. Das wissen auch die Russen, hat doch schon Marschall Shukow, innerhalb Polens nach überschreiten der Memel, vor der dem weiteren Angriff auf die deutsche Grenze und der deutschen "Kurlandarmee" (Heeresgruppe Nord" im Norden, "Halt" befohlen, als er mit seinen Truppen rund 600 km vor dem Nachschub war.
Erst die "Kurlandheeresgruppe" vernichten und parallel dazu den Nachschub heran bringen.
Ich kann mir nur vorstellen, dass die (zum Glück) Misere dadurch entstanden ist, weil man nicht mit solch einer Gegenwehr gerechnet hat und somit alle Pläne des zügigen Vormarsches über den Haufen geworfen worden sind und man einfach zu träge war, sich auf die neuen Verhältnisse schnell einzustellen.
Das wird wahrscheinlich nichts am Endergebnis ändern, jedoch beweist es, dass ein Widerstand, der größer als erwartet ist, auch einen solchen Militärkoloss das Leben schwer machen kann.
Meine Hochachtung den Verteidigern.
Freundlichst
Die größten Vorteile im Leben überhaupt wie in der Gesellschaft hat ein gebildeter Soldat. J. W. v. Goethe
Das Gesetz ändert sich, die Gesinnung nicht.