von Beethoven » 13. Mai 2021, 06:35
Ich weiß nicht, warum "unsere Politiker" so scharf auf einen Doktortitel sind.
So ein bisschen "Zaun" vor dem Namen, verändert doch gar nichts an der Erledigung des Jobs, wenn man nicht im selbigen Fachbereich tätig ist, für das man mal einst promoviert hat.
Andererseits ist es bei wissenschaftlichen Arbeiten völlig üblich, dass man zitiert und daraus sodann, gepaart mit eigenen Gedanken, Schlüsse zieht. Diese Schlüsse können in der wissenschaftlichen Welt völlig neu sein oder bereits vorhandene Meinungen / Wissen bestätigen. Das Einzige was notwendig ist, ist eine ordentliche Quellenangabe, die sowieso zu jeder wissenschaftlichen Abhandlung gehört.
Wenn man schon Plagiat begeht, so ist es doch das Einfachste, den Gedanken, den man "klauen" möchte, mit völlig anderen Worten neu zu formulieren. Es gibt nun mal Sachgebiete, die sind dermaßen oft und von allen Seiten betrachtet, dass es kaum noch möglich ist, dort neue Gedanken einzubringen. Das ist bei rein wissenschaftlichen Gebieten und Forschung sicher möglich. Es gibt aber sicherlich viele Themen, die man sich ja oft nicht aussuchen kann, wo dies fast nicht mehr möglich ist, wie z.B. bei Historikern, die ein Gebiet beackern, wo kaum neue Dokumente zu finden sind, die die "Weltsicht" revolutionieren.
Freundlichst
Die größten Vorteile im Leben überhaupt wie in der Gesellschaft hat ein gebildeter Soldat. J. W. v. Goethe
Das Gesetz ändert sich, die Gesinnung nicht.