Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Welche Musik ist gut? Einen guten Film gesehen? Büchervorstellungen oder -diskussionen? Irgend ein anderes Thema welches interessiert? Der Bereich für allgemeine Themen welche nicht das Thema DDR/BRD betreffen. Interessante Artikel, aktuelle Ereignisse und Entwicklungen.

Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Beitragvon S51 » 18. November 2011, 07:08

augenzeuge hat geschrieben:...Merkur, von konkret und detailliert war doch keine Rede. Es geht darum, ob man mehr hätte tun können, als man getan hat!
...Auch du könntest nach so vielen Jahren einfach zugeben, ja, wir hätten sicherlich mehr tun können, um den Anschlag zu verhindern,...


Ich bin nicht Merkur, muss es aber mal loswerden.
Verliert ihr nicht langsam alle Relationen? Ich habe nicht umsonst auf die damaligen Zeitumstände Bezug genommen. Die USA wie auch die BRD als deren Statthalter waren nicht irgendwer. Gerade die Staaten waren massiv beteiligt und sie haben mehr ausgeteilt als eingesteckt. Nicht zu knapp gebombt und geschossen. Zu dieser Zeit wußte auch in der DDR niemand, was da vielleicht wo losgeht, womöglich auch bei uns. Aber es war klar, dass irgendwo eine Reaktion erfolgen würde. Das liegt einfach in der Natur dieser Menschen. Und den Amis soll man jemanden auf eine Vermutung hin ans Messer liefern? Mit ihrem erkennbaren Hang zu mortalen Nettigkeiten? Ohne Beweise?
Es war dort bekannt, dass eine Reaktion drohte. Es gab allgemeine Kontakte. Die konkrete Absicherung bei sich selber war einfach deren Job. Wenn sie pennen obwohl bei uns schon alles sichtbar(!) Achten lief, wer ist dann schuld?
Das hat schon beinahe einen realen Bezug zur Gegenwart heutzutage bei uns. So riesig anders waren diese Glanzleistungen von VS und Polizei nämlich auch nicht.
Zuletzt geändert von S51 am 18. November 2011, 07:13, insgesamt 1-mal geändert.
S51
 

Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Beitragvon Merkur » 18. November 2011, 07:08

Interessierter hat geschrieben: Erkenntnis aus den Akten des MfS und Aussagen eines Zeitzeugen sind keine Spekulation nur weil sie Dir nicht gefallen. Es ist schon erstaunlich, wie die Gruppe der " Altenpfleger des DDR Systems " ( wie Buscho tituliert hat oder war es jemand anderes? ) immer alles bestreitet. Meistens jedoch mit Gegenfragen und nicht mit Argumenten, die durch Quellen belegt sind.
Offen gesagt Merkur ob Du hier Zusammenhänge herstellst oder nicht, bisher hast Du fast für jedes DDR-Unrecht noch Zusammenhänge hervorgezaubert. Dadurch wird jedoch menschenverachtendes Handeln nicht menschlich und Deine nicht belegten Ausführung oder verweigerten Auskünfte nicht wahrer.
Es wird nur zugegeben was nicht mehr vermeidbar ist und auf Nachfrage zu gewissen Themen hat man dann die bekannten Gedächtnislücken.
Du hast anscheinend nichts gelernt wenn ich Dein Ansinnen lese, ob man bei dem braunen Sumpf nicht die menschenverachtenden Zersetzungsmethoden in Erwägung ziehen sollte.
Gewisse Abteilungen des MfS haben soviel Dreck am Stecken, so viel Zeit bleibt Dir gar nicht mehr um Alibi-Zusammenhänge herzustellen.


Da kann ich nur müde schmunzeln @ Interessierter.
Zeitzeugen und Akten sind natürlich elementare Bestandteile der historischen Aufarbeitung. Nur habe ich Zweifel daran, dass Du beides richtig einordnen bzw. beurteilen kannst. Wie ordnest Du die Aussagen des Zeugen Wiegand ein ? Weißt Du, ob er stets in der Position war, solche Aussagen treffen zu können ? Die Aussagen der unmittelbar Beteiligten sehen jedenfalls anders aus. Wiegand (bzw. die AGA) war nicht für das LVB verantwortlich. Weiterhin existierten die entscheidenden Kontakte außerhalb der AGA bzw. sogar außerhalb der HA II. Ich glaube kaum, dass Wiegand Einblick in operative Dinge andere Diensteinheiten hatte.
Ja und die Akten ? Ich glaube kaum, dass Du deren Inhalt kennst. Vielmehr berufst Du Dich lediglich auf Passagen, die veröffentlicht worden sind und die Du zur Kenntnis nehmen durftest.
Es geht hier nicht darum, Dinge zu bestreiten oder zu verschweigen. Allerdings werde ich subjektive Unterstellungen, die sich ausschließlich auf Medienwissen beziehen, nicht unkommentiert lassen.
Zuletzt geändert von Merkur am 18. November 2011, 07:32, insgesamt 2-mal geändert.
Selbstverständlich muss jeder seine individuelle Sicht bzw. Meinung haben und schreiben. Quelle: Augenzeuge.
Merkur
 
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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Beitragvon S51 » 18. November 2011, 07:22

Interessierter hat geschrieben:[b]...Es wird nur zugegeben was nicht mehr vermeidbar ist und auf Nachfrage zu gewissen Themen hat man dann die bekannten Gedächtnislücken.
...


Ähm, umgekehrt nicht?
Nennen wir es einen Erfahrungswert. Sorry bitte, weil es eigentlich nicht dich betrifft. Auch wenn Leute wie ich auf eine bestimmte Behauptung hin eine konkrete Gegenfrage stellen ("ab wann...") kriegen wir keine Antwort. Obwohl es sich um lange zurückliegende Ereignisse handelt. Ohne jeden erkennbaren Bezug zur Gegenwart. Also nichts und niemand gefährdet wäre. Ganz bewußt nicht. Na gut, vielleicht hat da jemand nur spekuliert? Doch ist erkennbar, dass uns in der Regel nur erzählt wird, was mehr oder weniger in unseren Akten steht. Das ist mir jedenfalls zu wenig. Ganz einfach.
S51
 

Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Beitragvon nightfire64 » 18. November 2011, 10:58

Edelknabe hat geschrieben:Macht bitte einmal einen Extrafred über Isabelle...ach Quatsch...La Belle auf.Das nervt hier langsam wenn Alle auf Merkur einschlagen. Interessierter, also wenn ich immer deinen unruhigen zappligen Affen sehe könnt ich dem schon am frühen Morgen eine reinhauen. Hast du nicht mal was weniger "Affiges" als Avatar? So wie ich zum Beispiel, so als bescheidener ruhiger Edelknabe mit Schwert aus der Stahlschmiede der DDR, aus Eisenhüttenstadt.



Ach Rainer, da lohnt sich kein aufregen, sobald sich aus einem Thema..., egal welches, ein MfS Thema machen lässt, interessiert nichts anderes mehr!
Ob uns Deutschland irgendwann um die Ohren fliegt, ist doch schnuppe, bis dahin wird jedes Thema, egal wie wichtig es ist, zum MfS Thema gemacht.
Aber sollten auch noch die Schläfer in Deutschland geweckt werden, dann haben AZ und Interessierter so eine Menge vom MfS gelernt, dass sie uns tapfer verteidigen können. [flash]

Das ist dann der positive Nebeneffekt! [wink]

Also lassen wir sie, denn auf der Spielwiese fühlen sie sich am wohlsten, obwohl es für alles schon Threads gibt!
Was jetzt im Moment passiert, ist eben nicht interessant, da es auch zeigt, dass dieses System nicht fehlerfrei ist, was eigentlich normal ist, denn einen Perfektionismus gibt es nicht, aber es tut weh dies zuzugeben.

LG Kerstin
nightfire64
 

Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Beitragvon karl143 » 18. November 2011, 11:19

nightfire64 hat geschrieben:
Edelknabe hat geschrieben:Macht bitte einmal einen Extrafred über Isabelle...ach Quatsch...La Belle auf.Das nervt hier langsam wenn Alle auf Merkur einschlagen. Interessierter, also wenn ich immer deinen unruhigen zappligen Affen sehe könnt ich dem schon am frühen Morgen eine reinhauen. Hast du nicht mal was weniger "Affiges" als Avatar? So wie ich zum Beispiel, so als bescheidener ruhiger Edelknabe mit Schwert aus der Stahlschmiede der DDR, aus Eisenhüttenstadt.



Ach Rainer, da lohnt sich kein aufregen, sobald sich aus einem Thema..., egal welches, ein MfS Thema machen lässt, interessiert nichts anderes mehr!
Ob uns Deutschland irgendwann um die Ohren fliegt, ist doch schnuppe, bis dahin wird jedes Thema, egal wie wichtig es ist, zum MfS Thema gemacht.
Aber sollten auch noch die Schläfer in Deutschland geweckt werden, dann haben AZ und Interessierter so eine Menge vom MfS gelernt, dass sie uns tapfer verteidigen können. [flash]

Das ist dann der positive Nebeneffekt! [wink]

Also lassen wir sie, denn auf der Spielwiese fühlen sie sich am wohlsten, obwohl es für alles schon Threads gibt!
Was jetzt im Moment passiert, ist eben nicht interessant, da es auch zeigt, dass dieses System nicht fehlerfrei ist, was eigentlich normal ist, denn einen Perfektionismus gibt es nicht, aber es tut weh dies zuzugeben.

LG Kerstin


Kerstin,
würdest du auch so schreiben, wenn ein Verwandter unter den Opfern gewesen wäre ? Und wenn dies hätte verhindert werden können, wenn man Informationen weitergegeben hätte ?
karl143
 

Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Beitragvon nightfire64 » 18. November 2011, 11:30

Darum geht es nicht Karl-Heinz, es geht darum..., dass wenn es geht, aus jedem Thema ein MfS Thema gemacht wird!
Es gibt doch schon einiges hier im Forum über das „LA Belle“, warum muss es auch in diesem Thread sein?
Entschuldige, aber es zeigt mir, dass absolut kein Interesse an dem jetzigen Geschehen besteht, oder ist Das was jetzt gerade in Deutschland passiert, auch die Schuld des MfS, dann nehme ich alles zurück?!
Aber macht was ihr wollt, lasst aktuelle Themen weg und kümmert euch ums MfS, dann wird Deutschland schon besser!!

Kerstin
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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Beitragvon Nostalgiker » 18. November 2011, 11:57

Irgendwer schrieb hier Jemand vom mangelnden Realitätsverlust einiger User hier und ich füge noch hinzu das es bei ihnen wahrscheinlich eine mentale Zwangsfixierung auf das Thema MfS gibt. Welches frühkindliches Verlusttrauma ist denn dafür zuständig?

Langsam amüsiert es mich nicht mehr immerfort dieses hätte, was wäre wenn, und hättet ihr!!! mal ......, was soll diese Selbstbeweihräucherung auf der einen Seite, wir sind automatisch die Guten, denn wir lebten auf der "richtigen" Seite der Mauer und auf der anderen Seite der Generalvorwurf in der Form ihr habt auf der falschen Seite gelebt und dafür Rechtfertigt Euch mal schön!

Sag nicht das dies nicht so ist Karl, in fast jedem Deiner Beiträge steckt dieser Vorwurf, diese Unterstellung und dieses Kusch, ihr habt überhaupt nichts zu sagen und wenn das nur das ihr zugebt das ihr schlecht und böse ward oder zumindest zugebt das der Staat schlecht, böse, ungerecht und was ich noch alles war.

Ich habe Dir schonmal gesagt dass das so nichts wird. Du forderst etwas ein und bist selber nicht bereit irgendetwas anzuerkennen?

Es wird hier über, wie öfters erwähnt, geschichtliches, bereits passiertes geschrieben.
Das ist nicht mehr zu ändern, daran ist nichts mehr umzudeuten.

Es ist doch nur Polemik von der etwas billigeren Art irgendwelche Vermutungen über irgendein Verhalten einer Person anzustellen die erstens in dieser Situation nicht dabei war und zweitens nicht davon betroffen war.
Solche Art der Argumentartion kenne ich noch nicht mal von Parteisekretären und da ich Dir schon sagte das Du Dich mit Deiner Art für sowas geeignet hättest, muß ich Dir sagen: ein guter wärst nicht gewesen. Mehr in der Richtung dessen was Dille so "Begeistert" hat.
Sei beruhigt, auch ich kannte solche Typen, sowas stirbt nicht aus, das lebt transformiert einfach weiter.

Gruß
Nostalgiker
Nostalgiker
 

Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Beitragvon augenzeuge » 18. November 2011, 16:52

Nostalgiker hat geschrieben: Es wird hier über, wie öfters erwähnt, geschichtliches, bereits passiertes geschrieben.
Das ist nicht mehr zu ändern, daran ist nichts mehr umzudeuten.
Gruß
Nostalgiker


Oh, das stimmt aber nicht. An den Dingen die passiert sind, wird ne Menge umgedeutet. Das liegt nicht nur an den Gründen, die heute sehr unterschiedlich argumentiert werden. Denk nur an die Mauer. In alle Richtungen geht das. Und solange dazu neue Informationen kommen, geht das nicht nur in Ordnung, nein anders geht es auch nicht.
AZ
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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Beitragvon augenzeuge » 18. November 2011, 16:56

Zum Thema. Weitere Verdächtige landen in Haft. Stündlich verbessern sich die Erkenntnisse. Es scheint, als ob das rechte blinde Auge des VS durch ein frisch Gelasertes ersetzt wird. Und ne zentrale Neonazi-Datei gibts auch bald. Es sieht so aus, als ob man die gemachten Fehler möglichst schnell korrigieren möchte.
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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Beitragvon S51 » 18. November 2011, 17:20

Vielleicht merken sie mit einem Mal, das da noch was war?
Wer den Laden einigermaßen kennt könnte jedoch auf die Idee kommen, dass dies so eine Art Befreiungsschlag ohne vorerst unnötige Rücksicht auf später tatsächliche Ergebnisse wird.
Schade, dass man solche Dinge nicht auf Termin legen kann. Sonst werden wir in einigen Monaten vielleicht feststellen, dass die Verurteilungen, so es überhaupt zu Verfahren kommen wird, eher im Bereich von Bewährung angesiedelt sein werden. Dass Ämtermäßig lediglich eine Art Karrussell gedreht wird und die gleichen Leute nur eben woanders meist etwas mehr Salär erhalten. Man sich am Schluß auf schlimme Einzeltäter geeinigt haben wird. Dass die Karteien lediglich ein neuer Name für schon seit über 20 jahren existente Datenspeicher sind.
Was bleibt, wird lediglich die erweiterte Datenspeicherung sein. Da ist dann sogar ein bischen Grundrechtswidrigkeit kein Problem mehr. Womit diese Mörder sogar ein Ziel erreicht haben dürften.
S51
 

Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Beitragvon augenzeuge » 18. November 2011, 22:37

Die Welt:"Gewalt von Rechten ist auch eine Folge der DDR mit ihren Tabus. Nach der Wende nutzten Neonazis das gesellschaftliche Vakuum — und die dumpfe Zustimmung der Bevölkerung."
http://www.welt.de/politik/deutschland/ ... stems.html
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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Beitragvon karl143 » 18. November 2011, 23:01

Wie die Braunen sich in Zwickau ausgebreitet haben kann man hier nachlesen. Gleicheit zu meiner Überschrift scheint unbeabsichtigt zu sein [flash]

http://www.bild.de/news/inland/nsu/der- ... .bild.html
karl143
 

Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Beitragvon SCORN » 19. November 2011, 09:34

das man über kurz oder lang versucht der entschwundenen DDR den schwarzen peter bezüglich der rechten szene zu zuschieben war eigendlich nur eine frage der zeit. mehr als 20 jahre nach der deutschen einheit ein mehr als jämmerlicher versuch vom eigenen katastrophalen versagen abzulenken.
das eine der ursachen der fundamentale "werteverlust" ist, steht ausser zweifel! bleibt die frage wer denn diesen werteverlust mit zu verantworten hat? es gibt ja sogar eine behörde deren ziel es ist den ostdeutschen klar zu machen dass sie allesamt eine verkorkste vergangenheit haben, wenn sie nicht gerade im direkten widerstand zum system standen. bestenfalls sei man noch oportunistischer mitläufer gewesen, alle anderen sind täter oder opfer!

kurz und knapp: die deindustriealisierung mit all ihren negativen begleiterscheinungen sowie der werteverlust im osten deutschlands sind teil der ursachen für diese entwicklung. hinzu kommt ein versagen sowohl der legislative und executive als auch die judikative im umgang mit rechts in den lezten 20 jahren. es könnte auch gesagt werden: man war auf dem rechten auge blind. anstatt die rechten unter die lupe zu nehmen, behielt man lieber die protestierer gegen rechte aufmärsche unter beobachtung und diskutiert über ein verbot von DDR symbolen oder eine beobachtung der linken durch den verfassungsschutz. böse zungen behaupten dass der thüringer verfassungsschutz durch reichliche alimentierung der v-leute , diese szene erst so aufbaute wie sie nun da steht.

gruss
SCORN
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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Beitragvon augenzeuge » 19. November 2011, 10:50

Heute aus der Westfälischen Zeitung:

Beispiele aus dem Alltag in MecPom:

Ein Wegweiser nach Braunau am Inn wurde erst entfernt als Westdeutsche in ein kleines Dorf zogen.

Weil Mütter sich beschwerten, verschwanden Bilder von dunkelhäutigen Babies aus einer Kinderarztpraxis.

Kinder in einer Kita singen mit Zustimmung ihrer Erzieher Nazi-Lieder.


Das sind keine Extremfälle in ländlichen Regionen des Landes, in dem sich ein Vakuum an politischer Sprachlosigkeit, Frust, fehlender Zivilgesellschaft ausgebreitet hat. Die Armut in den ostdeutschen Dörfern läßt den Kadern der Kameradschaften leichtes Spiel. Fast 25% NPD-Wähler sprechen eine deutliche Sprache in manchen Dörfern, wobei es nicht alles Neonazis sind, die die NPD gewählt haben.

Ausländerfeindlichkeit ist fester Bestandteil der Mehrheitsmeinung. Es ist niemand das, der den jungen Schlägern Grenzen aufzeigt, die ideologische Beeinflussung beginnt schon in der Kita. Junge Eltern, die im Westen Arbeit finden, erziehen ihre Kinder dementsprechend. Viele braune Kader aus dem Westen (wie Holger Apfel) erobern das Land mit Erfolg. Und den polit. Verantwortlichen vor Ort fehlt der Mut ihre ausländischen Mitbürger in die Mitte zu nehmen und zu sagen, dass sie zu uns dazugehören. Vielleicht auch deshalb, weil es wirklich bereits so etwas wie politischer Selbstmord wäre.
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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Beitragvon Merkur » 19. November 2011, 11:06

augenzeuge hat geschrieben: Das sind keine Extremfälle in ländlichen Regionen des Landes, in dem sich nach 1990 ein Vakuum an politischer Sprachlosigkeit, Frust, fehlender Zivilgesellschaft ausgebreitet hat. Die Armut in den ostdeutschen Dörfern läßt den Kadern der Kameradschaften leichtes Spiel. Fast 25% NPD-Wähler sprechen eine deutliche Sprache in manchen Dörfern, wobei es nicht alles Neonazis sind, die die NPD gewählt haben.

AZ


Ich habe den Satz mal um einen entscheidenden Fakt ergänzt.
Selbstverständlich muss jeder seine individuelle Sicht bzw. Meinung haben und schreiben. Quelle: Augenzeuge.
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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Beitragvon augenzeuge » 19. November 2011, 11:26

Merkur hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben: Das sind keine Extremfälle in ländlichen Regionen des Landes, in dem sich nach 1990 ein Vakuum an politischer Sprachlosigkeit, Frust, fehlender Zivilgesellschaft ausgebreitet hat. Die Armut in den ostdeutschen Dörfern läßt den Kadern der Kameradschaften leichtes Spiel. Fast 25% NPD-Wähler sprechen eine deutliche Sprache in manchen Dörfern, wobei es nicht alles Neonazis sind, die die NPD gewählt haben.

AZ


Ich habe den Satz mal um einen entscheidenden Fakt ergänzt.


War das nicht so klar? Das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern gab es doch früher auch nicht. Und das ist gemeint. [wink]
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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Beitragvon manudave » 19. November 2011, 14:09

Den aktuellen größten Zuwachs in der rechten Szene hat übrigens eine Kameradschaft in Dortmund mit knapp 1.000 Neumitgliedern.
Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein!
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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Beitragvon SkinnyTrucky » 19. November 2011, 14:18

Jau David, im Pott sind die Kameraden auch stark vertreten....aber das war auch schon immer so....in Duisburg zB, wo Teile auch vermehrt von ihnen beherrscht wurden....aber auch Wuppertal und so....

....ich bin früher von Lüdenscheid nach Bochum auch nie gerne Bahn gefahren zB, da man sich auf dieser Relation oft konfrontiert sah mit ihrem Fussvolk....man musste an Hagen und Witten vorbei, auch so ausgewisene Gegenden....

groetjes uit Heelsum...ich glaub so ziemlich frei von Nazis, hoff ich zumindestens....

Mara
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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Beitragvon Icke46 » 19. November 2011, 15:16

Mal ne Frage an die, die näher am Pott sind:

Gibt es eigentlich diesen Fussball"fan"club Borussenfront in Dortmund noch? Die waren Ende der 70er ziemlich bekannt - vor allem durch die Schreibweise der beiden s im Namen.

Gruss

icke
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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Beitragvon Edelknabe » 19. November 2011, 18:15

Dein neues Avatar icke, einfach Spitze. Du lachst über diese ganzen Dussel hier, die sich in Fraktionen spalten und aufeinander einschlagen. Ich wusste es, du bist der Fairste von uns Allen...siehe auch die Sache mit dem Fussballclub, du nimmst den Spiegel und drehst ihn auch mal herum auf den eigenen Westen.

Rainer-Maria und Scorn, meine Zustimmung zu deinem Text.Der Teufel, das Böse sitzt wohl jetzt im Osten und wir können ihn, es einfach nicht loswerden.
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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Beitragvon Icke46 » 19. November 2011, 20:08

Hallo, Rainer,

so wie Du das sagst, habe ich das neue Bild noch gar nicht betrachtet. Könnte aber was dran sein [grins] .

Das Bild ist am selben Ort (mein Büro), vom selben Fotografen (Kollege) mit derselben Kamera (meiner) aufgenommen - nur seh ich auf dem Bild nicht ganz so mitgenommen aus wie auf dem alten Bild [wink] .

Die Frage nach der Borussenfront habe ich mir mittlerweile selbst beantworten lassen - wikipedia sei Dank:

http://de.wikipedia.org/wiki/Borussenfront

Gruss

icke
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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Beitragvon vs1400 » 19. November 2011, 23:25

ich bin öfters mal als gast in jena und kann nicht bestätigen, was allgemein so behauptet wird.
für mich ist es ne stadt mit vielen studenten und demnach auch ne bunte stadt.

gruß vs
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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Beitragvon nightfire64 » 20. November 2011, 21:39

Der MAD forschte auch...

Zudem ermittelte nach ARD-Informationen auch der Militärische Abschirmdienst (MAD) der Bundeswehr im Umfeld der drei Neonazis. Eine Verbindung könnte der Sprengstoff sein, den das Trio zum Bau von Rohrbomben eingesetzt hatte. Die Explosivstoffe könnten aus Bundeswehr-Beständen stammen. Laut "Focus" wurde der MAD kurz nach dem Untertauchen des Trios 1998 über dessen Aufenthaltsort informiert. Ein V-Mann des MAD habe diese Information damals an eine Außenstelle der Behörde in Leipzig weitergegeben - die Information sei aber in der MAD-Zentrale in Köln liegengeblieben.

http://www.tagesschau.de/inland/rechtst ... us110.html


Waren die Alle blind, oder unfähig, keine Lust..., oder doch nur auf dem rechten Auge blind??
Der eine Teil gab die Informationen weiter und der andere Teil lässt sie einfach unbeachtet liegen, da kann man ja nur Absicht dahinter vermuten!!


Kerstin [denken]
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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Beitragvon augenzeuge » 20. November 2011, 21:58

Wenn so offensichtliche Fehler gemacht worden, dann sag ich mal, hier ist etwas faul. Aber nicht das was wir denken sollen.

Ich werde den Verdacht nicht los, das wir alle an der Nase herumgeführt werden.
AZ
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„Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war“.
"Es ist manchmal gefährlich, Recht zu haben, wenn die Regierung Unrecht hat. (Voltaire)"
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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Beitragvon Edelknabe » 21. November 2011, 07:09

Leserbrief aus der LVZ (Leipziger Volkszeitung) vom heutigen Tag.

Kein anderer Sicherheitsdienst der Welt braucht wohl 13 Jahre und Kommissar Zufall, um eine radikale Gruppe auffliegen zu lassen. Die drei Täter konnten in Deutschland Morde am laufenden Band begehen, konnten Banken überfallen, hatten Geld und Ausweise und waren doch rechte Mörder. Kein Verfassungsschutz, kein Nachrichtendienst, keine Kripo war in der Lage oder willens, diese Bande auszuhebeln. Wenn ich Bundespräsident wäre, würde ich den Verantwortlichen die Rente so kürzen, wie es mit den Angehörigen der Sicherheitsdienste der DDR noch immer geschieht. Die heutigen Spitzel- Pardon: Informanten-haben versagt. Kurzum: Die Geheimdienste sind unfähig, die Sicherheit der Bürger zu garantieren. Stattdessen stehen Parteien wie die Linke unter Beobachtung.
Günther Heinitz, 04758 Oschatz

Und weil es so schön war, gleich noch einen Text hinterher.(Quelle wieder LVZ von heute)

Feuerwehr sieht Ungereimtheiten nach Zwickauer Brand
Zwickau (dapd). Ein an dem Löscheinsatz in Zwickau beteiligter Feuerwehrmann sieht Ungereimtheiten nach dem Brand des Hauses. "Nachdem, was ich während dieses Einsatz gesehen habe, muss ich mich sehr wundern, was dort zwei Tage danach noch alles in der Brandruine gefunden wurde" sagte er der Bild am Sonntag. Gemeint sind: Die Tatwaffe der Mordserie an neun ausländischen Kleinunternehmern, ein USB-Stick mit den Namen politischer Gegner und mehrere Bekenner-Videos auf DVD.
Am 4. November hatte die mutmaßliche Neonazi-Terroristin Beate Z. in dem Haus großflächig Benzin vergossen, anschließend mit benzingetränkten Lappen und eine Lunte bis zur Haustür gelegt und angezündet. Die Brandentwicklung war so heftig, das es schon wenige Minuten später zu einer heftigen Explosion kam.
16 Feuerwehrleute und vier Löschzüge brauchten mehr als zehn Stunden, um den Brand zu löschen.

Rainer-Maria der meint, das ist doch bestimmt die volle Volksverklapse oder könnte es noch werden.
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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Beitragvon Danny_1000 » 21. November 2011, 21:00

Brauner Sumpf in Dortmund – und die Polizei schaut weg. Viele Bürger haben Angst.

Demgegenüber eine Sondereinheit der Polizei in Zossen, die präventiv mit einem klaren Konzept gegen die braunen Rattenfänger vorgeht und die Bürger schützt.

Ganz nebenbei: Zossen liegt in Brandenburg, was bekanntlich von Rot- Rot regiert wird.

Daniel
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(Evelyn Beatrice Hall 1868; † nach 1939)
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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Beitragvon manudave » 21. November 2011, 21:04

Eigentlich sind doch die ausl. Mitbürger in der Überzahl - müssten nicht eigentlich die Rechten Angst haben?
Das soll aber kein Aufruf zum Bürgerkrieg sein...
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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Beitragvon Affi976 » 21. November 2011, 21:25

Brauner Sumpf in Dortmund – und die Polizei schaut weg. Viele Bürger haben Angst.

soviel dazu!
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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Beitragvon Affi976 » 21. November 2011, 21:26

Zitat:...Brauner Sumpf in Dortmund – und die Polizei schaut weg. Viele Bürger haben Angst.

soviel dazu!
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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Beitragvon manudave » 21. November 2011, 21:32

Warum schaut die Polizei wohl weg - ich tippe auf den selbigen Grund wie bei den Bürgern.
Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein!
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manudave
Flucht und Ausreise
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