Grenzregiment-3 ( Florian Geyer) Dermbach

Re: Grenzregiment-3 ( Florian Geyer) Dermbach

Beitragvon Olaf Sch. » 26. August 2020, 12:10

Finger verkrampft...
Olaf Sch.
 

Re: Grenzregiment-3 ( Florian Geyer) Dermbach

Beitragvon Dr. 213 » 26. August 2020, 13:53

JÜRGEN Albrecht sagte mal im Zusammenhang mit dem Vorfall Heiko Runge:

Wenn einmal auf Dauerfeuer steht, das ist 1 Sekunde, da ist ein Magazin leer.

Und dann müssen sie auch sehen, die Aufregung. Noch nie gehabt.
Auf Dauerfeuer einmal durchdrücken, ist das Magazin leer. Und davon hat ja bloß ein Schuss getroffen!
********************************************************************************

Scheint also möglich, zeitlich wäre das nur eine halbe Sekunde bei der beschriebenen Selbsttötung.
Dazu müßte man noch wissen, wie und womit der Abzug dabei genau betätigt wurde.

Herzlichst
Dr. 213
Dr. 213
 

Re: Grenzregiment-3 ( Florian Geyer) Dermbach

Beitragvon steffen52 » 26. August 2020, 15:07

Dr. 213 hat geschrieben:JÜRGEN Albrecht sagte mal im Zusammenhang mit dem Vorfall Heiko Runge:

Wenn einmal auf Dauerfeuer steht, das ist 1 Sekunde, da ist ein Magazin leer.

Und dann müssen sie auch sehen, die Aufregung. Noch nie gehabt.
Auf Dauerfeuer einmal durchdrücken, ist das Magazin leer. Und davon hat ja bloß ein Schuss getroffen!
********************************************************************************

Scheint also möglich, zeitlich wäre das nur eine halbe Sekunde bei der beschriebenen Selbsttötung.
Dazu müßte man noch wissen, wie und womit der Abzug dabei genau betätigt wurde.

Herzlichst
Dr. 213

So wie mir noch in der Erinnerung ist, hat er den Lauf in den Mund gesteckt und abgedrückt und das mit dem Finger, bis der abrutscht ist das halbe Magazin leer gewesen. Wer daran zweifelt, Du bist es nicht Doc,der hat noch nie mit einer
MPI( Kaschi) geschossen. [denken]
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Re: Grenzregiment-3 ( Florian Geyer) Dermbach

Beitragvon pentium » 26. August 2020, 17:07

steffen52 hat geschrieben:
Dr. 213 hat geschrieben:JÜRGEN Albrecht sagte mal im Zusammenhang mit dem Vorfall Heiko Runge:

Wenn einmal auf Dauerfeuer steht, das ist 1 Sekunde, da ist ein Magazin leer.

Und dann müssen sie auch sehen, die Aufregung. Noch nie gehabt.
Auf Dauerfeuer einmal durchdrücken, ist das Magazin leer. Und davon hat ja bloß ein Schuss getroffen!
********************************************************************************

Scheint also möglich, zeitlich wäre das nur eine halbe Sekunde bei der beschriebenen Selbsttötung.
Dazu müßte man noch wissen, wie und womit der Abzug dabei genau betätigt wurde.

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So wie mir noch in der Erinnerung ist, hat er den Lauf in den Mund gesteckt und abgedrückt und das mit dem Finger, bis der abrutscht ist das halbe Magazin leer gewesen. Wer daran zweifelt, Du bist es nicht Doc,der hat noch nie mit einer
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Eine AK-74 hat eine Kadenz von 600 Schuss pro Minute....
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
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Re: Grenzregiment-3 ( Florian Geyer) Dermbach

Beitragvon OaZ » 26. August 2020, 17:28

Frage an @pentium (kann danach wieder gelöscht werden).

Warum schreibst du nicht ohne diese ellenlange Zitierfunktion? Deine kurze Antwort bezieht sich doch auf den vorigen Beitrag.
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Re: Grenzregiment-3 ( Florian Geyer) Dermbach

Beitragvon steffen52 » 26. August 2020, 17:34

Zu den Thema was gerade im OaZ-Thread geschrieben wurde, in Beziehung nicht grüßen und sprechen mit BGS oder Zoll, habe ich auch so etwas erlebt. Möchte ab es nicht dort schreiben sonst beschwert der OaZ sich
wieder bei den Mods. Zu meiner Zeit wurde der Stacheldrahtzaun entfernt, die Minen geräumt und Streckmetallzaun errichtet. Da mussten die Genossen Offiziere mal Subbotnik machen, natürlich hatten alle keine
Schulterstücke auf ihre Kampfanzüge, doch die Herren des BGS riefen sie mit ihren Dienstgrad an, das ist einfach lustig gewesen für uns Soldaten. Ich musste mit raus um für die Genossen Offiziere um zu grillen.
So nun zurück zum Thema. Da nun nur noch eine Art Kennband den Grenzverlauf zeigte und die Pioniere die Säulen setzten, wurde natürlich auch mal von der anderen Seite provoziert, da durfte aber nur ein bestimmter
Offizier was darauf antworten, der Rest hatte sich still zu verhalten! [frown]
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Re: Grenzregiment-3 ( Florian Geyer) Dermbach

Beitragvon pentium » 26. August 2020, 17:41

OaZ hat geschrieben:Frage an @pentium (kann danach wieder gelöscht werden).

Warum schreibst du nicht ohne diese ellenlange Zitierfunktion? Deine kurze Antwort bezieht sich doch auf den vorigen Beitrag.


Ich wollte auch mal wegen ellenlangen Zitierens angezählt werden...hast ja recht.
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Re: Grenzregiment-3 ( Florian Geyer) Dermbach

Beitragvon OaZ » 26. August 2020, 17:47

steffen52 hat geschrieben:... Zu meiner Zeit wurde der Stacheldrahtzaun entfernt, die Minen geräumt und Streckmetallzaun errichtet. Da mussten die Genossen Offiziere mal Subbotnik machen...
Gruß steffen52


Wieso denn Subbotnik?
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Re: Grenzregiment-3 ( Florian Geyer) Dermbach

Beitragvon Thunderhorse » 26. August 2020, 17:51

Dr. 213 hat geschrieben:JÜRGEN Albrecht sagte mal im Zusammenhang mit dem Vorfall Heiko Runge:

Wenn einmal auf Dauerfeuer steht, das ist 1 Sekunde, da ist ein Magazin leer.

Und dann müssen sie auch sehen, die Aufregung. Noch nie gehabt.
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Mag für Kaschi, 30 Schuss, bei Dauerfeuer ca. 3,5 bis 4 sec., dann ist es leer.
Öfter schon geschossen.
Macht grundsätzlich 10 Schuss in der sec.
Dazu muss der Abzug aber gehalten bleiben und eine sec. kann lang sein
Dazu kommt noch die Bewegung der Waffe durch den Rückstoß.

!!!
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Re: Grenzregiment-3 ( Florian Geyer) Dermbach

Beitragvon zoll » 26. August 2020, 18:15

Thunderhorse hat geschrieben:
Dr. 213 hat geschrieben:JÜRGEN Albrecht sagte mal im Zusammenhang mit dem Vorfall Heiko Runge:

Wenn einmal auf Dauerfeuer steht, das ist 1 Sekunde, da ist ein Magazin leer.

Und dann müssen sie auch sehen, die Aufregung. Noch nie gehabt.
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Mag für Kaschi, 30 Schuss, bei Dauerfeuer ca. 3,5 bis 4 sec., dann ist es leer.
Öfter schon geschossen.
Macht grundsätzlich 10 Schuss in der sec.
Dazu muss der Abzug aber gehalten bleiben und eine sec. kann lang sein
Dazu kommt noch die Bewegung der Waffe durch den Rückstoß.

!!!

Da höre ich aber auch Zweifel. Ein Fachmann?
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Steffen 52 dir dürfte doch bekannt sein, dass die Doppelstreifen im Zollgrenzdienst immer eine MP mitführten. Damit jemand die Berechtigung hatte solch eine Waffe zu führen, musste er damit auch schießen können. Zweifel beseitigt?
zoll
 

Re: Grenzregiment-3 ( Florian Geyer) Dermbach

Beitragvon steffen52 » 26. August 2020, 19:04

OaZ hat geschrieben:
steffen52 hat geschrieben:... Zu meiner Zeit wurde der Stacheldrahtzaun entfernt, die Minen geräumt und Streckmetallzaun errichtet. Da mussten die Genossen Offiziere mal Subbotnik machen...
Gruß steffen52


Wieso denn Subbotnik?

So nannte man doch den freiwilligen Arbeitseinsatz oder? Die Genossen Offiziere wollten halt mal den Pionieren unter die Arme greifen!!! [wink]
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Re: Grenzregiment-3 ( Florian Geyer) Dermbach

Beitragvon OaZ » 26. August 2020, 21:01

Ok. Kenne ich aus meiner Dienstzeit nicht. Lieblingsfreizeitbeschäftigung einiger Offiziere bzw. Berufssoldaten war das Jagen im Abschnitt.
Korrekterweise: Wildabschuss, denn mit dem Jagen nach weidmännischer Art hatte es nichts zu tun.
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Re: Grenzregiment-3 ( Florian Geyer) Dermbach

Beitragvon steffen52 » 27. August 2020, 09:10

OaZ hat geschrieben:Ok. Kenne ich aus meiner Dienstzeit nicht. Lieblingsfreizeitbeschäftigung einiger Offiziere bzw. Berufssoldaten war das Jagen im Abschnitt.
Korrekterweise: Wildabschuss, denn mit dem Jagen nach weidmännischer Art hatte es nichts zu tun.

Zu Deiner Zeit stand ja die Grenze so wie gedacht, zu meiner Zeit wurde sie ja umgebaut. Das mit dem Jagen gab es auch. [hallo]
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Re: Grenzregiment-3 ( Florian Geyer) Dermbach

Beitragvon Volker Zottmann » 27. August 2020, 10:04

OaZ hat geschrieben:Ok. Kenne ich aus meiner Dienstzeit nicht. Lieblingsfreizeitbeschäftigung einiger Offiziere bzw. Berufssoldaten war das Jagen im Abschnitt.
Korrekterweise: Wildabschuss, denn mit dem Jagen nach weidmännischer Art hatte es nichts zu tun.


Na dann bestätigt sich ja der Sinnspruch: "Von der Sowjetunion lernen, heißt siegen lernen!"
Hier um Quedlinburgs Süden haben die Russen ja oft mit Kalaschnikow gejagt. Statt Hasen wurden auch manchmal Deserteure erlegt.

Weidmanns Heil, Volker
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Re: Grenzregiment-3 ( Florian Geyer) Dermbach

Beitragvon ratata » 27. August 2020, 11:12

Volker Zottmann hat geschrieben:
OaZ hat geschrieben:Ok. Kenne ich aus meiner Dienstzeit nicht. Lieblingsfreizeitbeschäftigung einiger Offiziere bzw. Berufssoldaten war das Jagen im Abschnitt.
Korrekterweise: Wildabschuss, denn mit dem Jagen nach weidmännischer Art hatte es nichts zu tun.


Das möchte ich mal erklärt haben .

Mein ehemaliger Spieß in Lockstedt hatte sich mal zum Affen gemacht .. Spieß wollte auch immer Im Grenzgebiet jagen , damals galt ja noch die 5 Km Zone . Also machte er den Jagdschein . Der hat doch einen Jagdschein, hatte man früher auch zu Personen gesagt , die geistig nicht auf der Höhe waren . Also hieß es , der Spieß hat einen Jagschein . Das Jagdgewehr bekam er damals vom Jagdverein ausgeliehen . Es stand bei mir in der Waffenkammer für eine gewisse Zeit ,aber wenn Kontrolle vom Regiment nachts da war , die meckerten ,weil es im Bestandsbuch nicht eingetragen war.
Das war nicht so einfach im Grenzgebiet zu Jagen , alleine durfte er sich nicht im Grenzgebiet aufhalten , sein Unterstelter wie ich, fragte er meistens immer Samstags , ob ich nicht mal bei der Jagt unterstützen kann . Denn wenn er mal einen Schuß abgab , durfte ich zum GMN laufen , und den Schuss melden . Das GMN war nicht so sehr vorhanden . Einen Hochsitz gab es im Everinger Wald , der stand 150 m vom GMN Stecker entfernt . Denn jeder Knall wurde von den Posten gemeldet . Ja und wo das Wild sich aufhielt , da war nichts mit ballern .
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Re: Grenzregiment-3 ( Florian Geyer) Dermbach

Beitragvon OaZ » 27. August 2020, 13:15

Die Jäger fuhren mit UAZ oder P3 in den Abschnitt und schossen Wild. Meistens handelte es sich um Wildschweine. Seltener auch um Rotwild oder Hasen. Dabei spielte der Zusatzscheinwerfer am Fahrzeug oft eine große Rolle. Mit diesem wurde das Gelände ausgeleuchtet, denn das Wild flüchtet ja nicht aus dem Lichtkegel.
Und dann schossen sie die Tiere ab. So sehr viel Wild wurde da allerdings auch nicht geschossen. Wahrscheinlich nur, wenn sie Hunger hatten. Diese Wildabschüsse fanden so ungefähr 1x in 3 Monaten statt. Ansonsten verlief es ähnlich wie oben beschrieben. Jagd wurde angemeldet und sobald ein Schuss fiel, meldete sich jemand am GMN.

Diese Infos habe ich nicht aus erster Hand. Sie stammen von Soldaten, die teilweise als Kraftfahrer mit dabei waren.

Immer wieder für Erheiterung sorgte dabei die Führung des Tätigkeitsbuches auf der Führungsstelle durch den Kommandeur des Sicherungsabschnittes.
Legendär die Eintragungen des Ofw. F. (längst schon tot) aus der 7. Kompanie. Er litt unter einer extremen Lese-/Rechtschreibschwäche und alle folgenden Kommandeure in den Nachfolgeschichten erheiterten sich an seinen Eintragungen und Formulierungen im TKB (Man muss dazu sagen, dass diese LRS in den 1980er Jahren noch nicht als Behinderung bzw. Einschränkung anerkannt war. Man unterstellte den Betroffenen entweder Faulheit oder Dummheit).

Eintragung von Ofw. F. im TKB: "Mj. Enke verlest den abschnit die sau ligt vor dem tor."

Im Zusammenhang mit einer beendeten Jagd ist es hier und heute sicher etwas einfacher zu verstehen. Seinerzeit vergaß Ofw. F. zu notieren, dass Major Enke (der Stabschef des 2. Bataillons) zur Jagd in den Abschnitt gekommen war. Und so las sich seine Eintragung hierzu völlig anders.
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Re: Grenzregiment-3 ( Florian Geyer) Dermbach

Beitragvon Olaf Sch. » 27. August 2020, 15:32

Das mit der „Jagd“ kann ich aus erster Hand bestätigen. Unser KC war auch so ein Abknaller, niemals gab er was für die GK ab...
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Re: Grenzregiment-3 ( Florian Geyer) Dermbach

Beitragvon OaZ » 27. August 2020, 16:40

Als ich an die Grenze kam, bot man auch mir an, mitzujagen. Meine Schießergebnisse waren sehr passabel (bis 1989 war ich erfolgreicher Sportschütze) und ein bisschen fühlte ich mich schon gebauchmiezelt, denn normalerweise war dies ein Privileg von Berufssoldaten.
Ich habe allerdings dankend abgelehnt. Bin zwar als Jugendlicher ab und an als Begleiter mit einem Arbeitskollegen meines Vaters und später auch als Treiber (gemeinsam mit meinem Vater) bei der Jagd im Erzgebirge in Stülpners Wäldern gewesen, aber irgendwie interessierte es mich dann doch nicht so brennend.

Man war an der Grenze für jede Mütze Schlaf dankbar, da wollte ich mir die Abende oder Nächte nicht noch damit vertreiben.
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Re: Grenzregiment-3 ( Florian Geyer) Dermbach

Beitragvon steffen52 » 27. August 2020, 16:59

Am Wochenende sind die Genossen Offiziere ja gern zur Jagd gegangen und sie suchten immer Treiber. Habe ab und an mal mit gemacht, okay so lustig ist es nicht gewesen, lustig wurde es immer am Ende der Jagd nach dem
die Genossen ihren Jagderfolg begossen hatten und wir sie nach Hause bringen mussten. Die Ansage von den älteren Kameraden ist gewesen, immer nach dem klingeln hinter den Offizier, den man nach Hause begleiten musste,
stellen könnte sonst passieren man bekommt selbst von der Ehefrau eine Backpfeife bekommt oder wird angebrüllt. Aber manche Offiziere hatten auch nette Ehefrauen, nachdem sie ihren besoffenen Ehemann zur Nachtruhe
gelegt hatten, durfte man noch zu einen Plausch, Getränk oder so in die Wohnung. Das ist immer ein schöner Abschluss von dieser Treibjagd gewesen!!!!! [wink]
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Re: Grenzregiment-3 ( Florian Geyer) Dermbach

Beitragvon OaZ » 27. August 2020, 17:06

Es gab für die Berufssoldaten auch die Möglichkeit zu angeln bzw. zu fischen. Dies wurde allerdings deutlich seltener gemacht. In den SiA 5-8 des 2. Bat. gab es als "ernstzunehmende" Gewässer eigentlich nur den (eher doch beschaulichen) Kohlbach im SiA 8, der allerdings sehr schöne Forellen im glasklaren Wasser beherbergte und die Ulster (kleiner Fluss) im SiA 7. Dort gabs paar mehr Fische.
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Re: Grenzregiment-3 ( Florian Geyer) Dermbach

Beitragvon augenzeuge » 29. August 2020, 08:35

Wenn ich lese, was Steffen52 so alles gemacht hat, erinnert mich das an meine Zeit im Ferienlager. [grins]

AZ
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Re: Grenzregiment-3 ( Florian Geyer) Dermbach

Beitragvon zoll » 29. August 2020, 10:58

augenzeuge hat geschrieben:Wenn ich lese, was Steffen52 so alles gemacht hat, erinnert mich das an meine Zeit im Ferienlager. [grins]

AZ

Und mich an den Witz mit dem langen Bart. Wenn du den Willi nach Hause bringst lege in vor der Tür ab, klingele und lauf so schnell du kannst. Wenn dich die Alte erwischt bist du reif!
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Re: Grenzregiment-3 ( Florian Geyer) Dermbach

Beitragvon Thunderhorse » 30. August 2020, 08:56

steffen52 hat geschrieben:Habe bis jetzt eigentlich über relativ harmlose Dinge geschrieben. Aber es gab auch Dinge welche man eigentlich nie vergisst.
Ein Kamerad, war im gleichen Diensthalbjahr wie ich, Als er am Montag nach dem tragischen Wochenende zur Nachtwache
in den Munibunker aufziehen musste, hat er sich so um Mitternacht das halbe Magazin der Kaschi durch den Kopf gejagt! Es wurde Alarm ausgelöst und wir mussten alle Mann raus um da die Sicherung zu übernehmen.
Der Posten wurde erst einmal nicht aufgefunden, nach längerer Suche fand man ihm in einen abgestellten P3. So einen Anblick vergisst man das ganze Leben nicht, Details erspare ich mir. [frown]
Gruß steffen52


Wann ungefähr war dieser Vorfall?
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Re: Grenzregiment-3 ( Florian Geyer) Dermbach

Beitragvon OaZ » 30. August 2020, 10:20

Bin zwar nicht Steffen52 aber ich schätze so Anfang der 1970er. Das müsste in seine Dienstzeit gefallen sein, wenn ich seine hiesigen Beiträge richtig verstehe.
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Re: Grenzregiment-3 ( Florian Geyer) Dermbach

Beitragvon Thunderhorse » 30. August 2020, 10:39

Dann müßte der Vorfall im Stab des GR3 gewesen sein.
Gefreiter.
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Re: Grenzregiment-3 ( Florian Geyer) Dermbach

Beitragvon OaZ » 30. August 2020, 10:53

Der interessanteste Vorfall im GR-3 dürfte wohl ohne Frage die Fahnenflucht des Regimentskommandeurs (!) Klaus-Dieter Rauschenbach am 2. Juni 1981 gewesen sein.
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Re: Grenzregiment-3 ( Florian Geyer) Dermbach

Beitragvon steffen52 » 30. August 2020, 13:19

Thunderhorse hat geschrieben:Dann müßte der Vorfall im Stab des GR3 gewesen sein.
Gefreiter.

Genau so ist es gewesen, hatte ich ja schon geschrieben, im Munitionsbunker des Regimentes in Dermbach. Da wo ich 1970 gedient habe( musste)!!! [denken]
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Re: Grenzregiment-3 ( Florian Geyer) Dermbach

Beitragvon Thunderhorse » 30. August 2020, 13:45

Thunderhorse hat geschrieben:Dann müßte der Vorfall im Stab des GR3 gewesen sein.
Gefreiter.


Oktober 1972
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Re: Grenzregiment-3 ( Florian Geyer) Dermbach

Beitragvon augenzeuge » 30. August 2020, 16:26

Thunderhorse hat geschrieben:
Thunderhorse hat geschrieben:Dann müßte der Vorfall im Stab des GR3 gewesen sein.
Gefreiter.


Oktober 1972


Aber da war er doch gar nicht mehr da.... [denken]
Kam das öfters vor, oder erzählt er Geschichten, die ihm auch nur erzählt worden sind?
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Re: Grenzregiment-3 ( Florian Geyer) Dermbach

Beitragvon steffen52 » 30. August 2020, 17:50

augenzeuge hat geschrieben:
Thunderhorse hat geschrieben:
Thunderhorse hat geschrieben:Dann müßte der Vorfall im Stab des GR3 gewesen sein.
Gefreiter.


Oktober 1972


Aber da war er doch gar nicht mehr da.... [denken]
Kam das öfters vor, oder erzählt er Geschichten, die ihm auch nur erzählt worden sind?
AZ

Da hast Du recht, Jörg(AZ), das ich da nicht mehr bei diesem Verein gewesen bin. Mir hat keiner Geschichten erzählt, habe es so erlebt. Ob das nun auch später noch einmal passiert ist oder der User Thunderhorse es
nur gehört hat das Datum. Da frage ihn und nicht mich! [hallo]
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