Nur noch vier Tage arbeiten – dieser Vorschlag von mir klingt provokativ, geradezu utopisch. Kein Wunder, dass er überall so kontrovers diskutiert wird. Und natürlich ist es gut, einen Vorschlag, der das Potential hat, das Arbeitsleben tiefgreifend zu verändern, ausführlich zu besprechen. Daher möchte ich gerne auf einiges eingehen, was dazu geäußert worden ist.
Die Vier-Tage-Woche kommt nicht von heute auf morgen. Das von mir vorgeschlagene Modell wäre ein Anreiz für Betriebe, einen ersten Schritt zu gehen. Kein Betrieb würde gezwungen, an der Pilotphase mit der staatlichen Förderung der Arbeitszeitverkürzung teilzunehmen. Die Kosten für die Staatskasse würden daher sicher nicht die astronomischen Höhen erreichen, die von einigen ins Feld geführt werden.
Von Kapitalseite gibt es trotzdem gerne Kritik. Das war aber auch schon so, als die Beschäftigten in den 50er und 60er Jahren für die Fünf-Tage-Woche kämpften. Der prophezeite wirtschaftliche Schaden blieb aus. 1994 rettete VW durch die Vier-Tage-Woche 30 000 Arbeitsplätze. Die Vereinbarung blieb über zehn Jahre in Kraft. Es ist also kein Zufall, dieses Thema in der Corona-Krise anzusprechen. In einer Zeit, in der viele Betriebe in Kurzarbeit sind, von Insolvenz bedroht oder Stellenstreichungen ankündigen.
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https://www.fr.de/meinung/gastbeitraege ... 18175.html
Ich selbst habe als Lehrling noch die Sechs - Tage - Woche erlebt und kann mich noch gut an das Gezeter, die Panikmache der Arbeitgeber erinnern und vermute, dass es heute nicht anders sein würde....
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