augenzeuge hat geschrieben:Keiner möchte dem Anderen wehtun,
Du hast doch gesehen, wie die kurz vorm Wehtun standen....
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AZ
Das ist doch nicht das erste mal, das man kurz vor dem "Wehtun" gestanden hat. Griechen und Türken sind in einer sogenannten „Erbfeindschaft“ miteinander verbunden. Der Grund liegt, wie so oft, in der Geschichte: Das heutige Griechenland war 400 Jahre Teil des Osmanischen Reiches. Nach Befreiungskrieg und Gründung der ersten Hellenistischen Republik im Jahr 1827 gingen die Konflikte weiter. Nach dem endgültigen Zusammenbruch des Osmanischen Reiches nach Ende des Ersten Weltkrieges marschierten griechische Truppen in Anatolien ein. Der griechische Nationalismus sah die Chance, seinen alten Traum von der Wiedererrichtung des Byzantinischen Reiches zu verwirklichen. Die Griechen wurden aber von den Truppen Kemal Atatürks zurückgeschlagen....
Der Friedensvertrag von Lausanne legt die bis heute gültigen Grenzen fest: Griechenland durfte fast alle Inseln in der Ägäis behalten – manche, wie die Insel Lesbos, in Sichtweite der türkischen Küste. Besonders schwerwiegend für das Verhältnis beider Länder war aber der vertraglich vereinbarte Bevölkerungsaustausch: Über eine Million Griechen wurden aus der Türkei nach Griechenland vertrieben, und rund 400.000 Muslime aus Griechenland in Richtung Türkei. Ausgenommen von dieser vertraglich sanktionierten ethnischen Säuberung war allein die griechische Minderheit in Istanbul.
Heute leben nur noch etwa 2.000 Griechen im ehemaligen Konstantinopel. Sie besonders hatten unter den immer wieder aufflammenden Spannungen zwischen beiden Staaten zu leiden. Etwa in Folge der gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Türken und Griechen auf Zypern, die schließlich zur türkischen Besetzung des Inselnordens 1974 führten.
Obwohl beide Länder 1952 der Nato beitraten, schwelten die Animositäten zwischen ihnen weiter. Wiederholt musste das Bündnis die beiden Kontrahenten von einer direkten militärischen Konfrontation abhalten. So 1996, als im Streit um die Besetzung einer unbewohnten, winzigen Felsinsel in der Ägäis durch türkische Soldaten, die griechische Armeeführung ihre Truppen bereits in den Gefechtszustand versetzt hatte.
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