Auf dem Weg zur Taufe seines Sohnes erschossen

Auf dem Weg zur Taufe seines Sohnes erschossen

Beitragvon Interessierter » 22. Juli 2020, 13:18

Dr. phil. Hermann Hille

Auch vor der Gründung beider deutschen Staaten starben an der damaligen Zonengrenze der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) Menschen. Einer davon war Dr. Hermann Hille, der sich auf dem Weg zur Taufe seines vier Wochen alten Sohnes befand.

Bild
Bildquelle: Privatarchiv Dr. Hans Joachim Lorenz

geboren am 20. Oktober 1909 in Dingelstedt
erschossen am 29. Januar 1949
Ort des Zwischenfalls: Zonengrenze bei Wackersleben (Sachsen-Anhalt)

Hermann Hille schloss sein Germanistikstudium 1939 mit einer Doktorarbeit über „Die Mundart des nördlichen Harzvorlandes, insbesondere des Huygebietes“ ab. Im Krieg geriet er in sowjetische Gefangenschaft. Seit 1948 arbeitete er in Braunschweig im Museum für Landeskunde und außerdem als Lehrer (Studienassessor). Jedes zweite Wochenende besuchte er seine Familie, die jenseits der Zonengrenze in Schlanstedt lebte. Wie sein Neffe Dr. Hans Joachim Lorenz berichtet, sprach Dr. Hille fließend Russisch. Er konnte sich mit sowjetischen Grenzstreifen beim Passieren der Demarkationslinie gut verständigen. Doch zunehmend kamen an der Zonengrenze Männer der Deutschen Grenzpolizei zum Einsatz. So auch als Dr. Hille sich am 29. Januar 1949 mit dem Zug von Braunschweig nach Söllingen begab und zu Fuß an den Grenzfluss Aue. Dort diente ein dicker Baumstamm als Fußgängerübergang für Grenzgänger.

Nach der Überquerung des Flusses entdeckten ihn gegen 17.30 Uhr zwei Grenzpolizisten. Einer von ihnen rief: „Kommen Sie bitte her“. Dr. Hille drehte sich daraufhin um und versuchte wieder zurück in die Westzone zu laufen. Der Grenzpolizist Helmut M. verfolgte den Flüchtenden. Darüber, was dann geschah, sind unterschiedliche Aussagen überliefert. M. selbst behauptete bei einer ersten Vernehmung, er sei bei der Verfolgung des Flüchtenden ausgerutscht. Aus dem bereits entsicherten Karabiner habe sich ein Schuss gelöst, der Dr. Hille in den Rücken traf. Der Streifenführer Horst H. sagte aus, sein Kollege M. habe den Karabiner in Höhe der Hüfte gehalten als er einen Schuss abgab. Einen Warnschuss erwähnte H. nicht. Ein Bericht der Polizeiinspektion Erxleben vom 16. Februar 1949 enthält die Version, dass der Grenzpolizist M. den Flüchtenden für ein kriminelles Element hielt und bei seiner Verfolgung gestürzt sei, weswegen sich der Schuss unbeabsichtigt löste. Der Augenzeuge Reinhold E. berichtete am 10. April 1964 der Erfassungsstelle in Salzgitter, er habe mit seinem Onkel den Vorgang aus etwa 30 Meter Entfernung beobachtet. M. habe einen Warnschuss und dann aus acht Meter Entfernung einen Zielschuss abgegeben, der Dr. Hille in den Rücken traf und am Bauch wieder austrat.

Das Polizeikommando Erxleben hielt in seinem damaligen Bericht fest, ein herbeigerufener Arzt aus Hammerstein habe die Überführung des schwer Verletzten in das Krankenhaus Niendorf angeordnet. Dr. Hille sei dann von Bauern auf einen Wagen geladen und abtransportiert worden. Auf dem Weg in das Krankenhaus erlag er seinen Verletzungen.

Die Staatsanwaltschaft Magdeburg stellte das Verfahren gegen Helmut M. am 16. September 1949 ein. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurde erneut wegen Totschlags gegen ihn ermittelt. Er machte bei seiner Vernehmung am 14. Juli 1993 in Magdeburg von seinem Recht auf Aussageverweigerung Gebrauch. Das Ermittlungsverfahren gegen M. wurde am 18. April 1995 von der Staatsanwaltschaft in Berlin endgültig eingestellt, da Verfolgungsverjährung eingetreten war.

Am 29. Januar 1949 wartete die Familie von Dr. Hille in Schlanstedt vergebens auf seine Heimkehr. Im Ort sprach man über das Geschehene später nur hinter vorgehaltener Hand. Frau Hille zog mit ihren beiden Kindern nach Hamburg. Erst nach dem Ende der DDR erhielt Dr. Hermann Hille auf dem Friedhof seines Heimatortes einen Gedenkstein, auf dem die wahren Umstände seines Todes geschrieben stehen.


https://www.fu-berlin.de/sites/fsed/Das ... index.html

Und wieder wurde ein unbewaffneter Mensch durch einen Schuss in den Rücken feige ermordet. Ein vierwochenalter Säugling verlor seinen Vater und wurde von diesem Schergen zum Halbwaisen gemacht. Einfach widerlich!
Interessierter
 

Re: Auf dem Weg zur Taufe seines Sohnes erschossen

Beitragvon Edelknabe » 22. Juli 2020, 16:26

Wurde zu der Zeit nicht auch geschmuggelt? Nahrungsmittel, Bekleidung, Gold in Form von Ringen,Uhren etc? Einfach mal in der Zeit zurückgehen Interessierter, dann klappt das schon mit dem Verstehen um die Umstände solcher tragischen Fälle.

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Re: Auf dem Weg zur Taufe seines Sohnes erschossen

Beitragvon Kumpel » 22. Juli 2020, 16:54

Alles klar Edelknabe , aus 8 meter Entfernung , in Worten a c h t , in den Rücken.
Ich fürchte du hast ein erhebliches Problem mit dem Verstehen der Umstände.
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Re: Auf dem Weg zur Taufe seines Sohnes erschossen

Beitragvon Edelknabe » 22. Juli 2020, 16:59

Wir waren Beide nicht dabei Kumpel, siehe die acht Meter?

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Re: Auf dem Weg zur Taufe seines Sohnes erschossen

Beitragvon Kumpel » 22. Juli 2020, 17:14

Nee , wir waren nicht dabei , aber dein Held hat offensichtlich damals schon nach Aussage seines Postenführers gelogen als er angab ausgerutscht zu sein.
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Re: Auf dem Weg zur Taufe seines Sohnes erschossen

Beitragvon Edelknabe » 22. Juli 2020, 17:20

Der Mann ist bestimmt nicht "mein Held" und hatte wohl auch den Warnschuss verschwiegen. Wie geschrieben, besser mal in der Zeit zurück gehen. Und dann urteilen, betrachten. Nicht mit dem Wissen und den Erkenntnissen von heute da heran gehen.

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Re: Auf dem Weg zur Taufe seines Sohnes erschossen

Beitragvon Interessierter » 22. Juli 2020, 17:32

Edelknabe unterlasse es doch endlich und bitte solche tragischen Vorgänge mit deinen dämlichen, bar jeglichen Mitgefühls Einlassungen zu versehen. Die acht Meter Entfernung ist die Aussage eines Zeugen, wie jeder nachlesen kann!

Wenn du nicht einmal den Beitrag ganz und fehlerfrei lesen kannst, unterlasse einfach deine widerlichen Kommentare. Diese machen nur noch mehr deutlich, was für ein eiskalter und gefühlloser Installateur von Todesautomaten an der Grenze du warst und heute gedanklich noch bist.

Deiner menschenverachtenden Logik folgend, wäre es rechtens gewesen einen kleinen, unbewaffneten Schmuggler durch ein Schuss in den Rücken zu ermorden. Dann wäre es aber, der Logik folgend, auch rechtens gewesen, dich als permanenten Dieb von Volkseigentum, durch einen Schuss in den Rücken zu ermorden, falls du hättest fliehen wollen. Nur war der junge Vater, der nur zur Taufe seines Sohnes wollte, eben kein Schmuggler.

Dachte ich zunächst die Ursache deiner ekelhaften Absonderungen wäre einfach Dummheit, so empfinde ich inzwischen dafür nur abgrundtiefe Verachtung.
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Re: Auf dem Weg zur Taufe seines Sohnes erschossen

Beitragvon Edelknabe » 22. Juli 2020, 17:50

Wenn bitte mal ein Admin uns Interessierten drauf hinweisen könnte, das seine Wortwahl so "widerlich, dämlich,eiskalt und ekelhaft" sehr gewöhnungsbedürftig ist. Er möge das also in Zukunft verbessern.Danke.

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Re: Auf dem Weg zur Taufe seines Sohnes erschossen

Beitragvon Interessierter » 22. Juli 2020, 18:22

Ich schreibe hier lediglich meine Meinung und daran verbessere ich überhaupt nichts. Du bewegst dich auf einem sehr schmalen Grad in Richtung Verhöhnung von Opfern und Schönreden von DDR - Unrecht und bist daher wirklich nicht der Richtige, der mir Ratschläge zu erteilen hat.

Ich habe und werde weder dich noch andere User mit irgendwelchen Kraftausdrücken belegt/ belegen. Verlege die Zecken meinetwegen auf karnaks Unterleib; aber unterlasse einfach deine realitätsfernen und gefühlsarmen Absonderungen bezüglich der an der Grenze getöteten Menschen und vor allem auch zu denen, die man, wie in diesem Fall, hinterrücks erschoss.

Ich werde dem auch weiterhin entschieden widersprechen.
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Re: Auf dem Weg zur Taufe seines Sohnes erschossen

Beitragvon augenzeuge » 22. Juli 2020, 18:26

Edelknabe hat geschrieben:Wir waren Beide nicht dabei Kumpel, siehe die acht Meter?

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Mal ganz ohne Rumeierei. Wie betrachtest du den Vorgang, wenn du die 8m als gegeben hinnimmst?
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Re: Auf dem Weg zur Taufe seines Sohnes erschossen

Beitragvon Merkur » 22. Juli 2020, 18:50

Interessierter hat geschrieben:Ich schreibe hier lediglich meine Meinung und daran verbessere ich überhaupt nichts.


Sei bitte so nett und gestehe dies auch anderen Usern zu, die themenunabhängig eine andere Sichtweise auf die Dinge haben.
Selbstverständlich muss jeder seine individuelle Sicht bzw. Meinung haben und schreiben. Quelle: Augenzeuge.
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Re: Auf dem Weg zur Taufe seines Sohnes erschossen

Beitragvon Interessierter » 23. Juli 2020, 06:28

Nur weil ich einer anderen Meinung entschieden widerspreche, gestehe ich nicht zu diese darzulegen? Was ist das denn für eine Logik? Aber schön, dass du auch schon erkannt hast, dass " andere Meinungen " ein wichtiger und interessanter Teil eines jeden Forums sind.
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Re: Auf dem Weg zur Taufe seines Sohnes erschossen

Beitragvon Kumpel » 23. Juli 2020, 06:46

Edelknabe hat geschrieben:Der Mann ist bestimmt nicht "mein Held" und hatte wohl auch den Warnschuss verschwiegen. Wie geschrieben, besser mal in der Zeit zurück gehen. Und dann urteilen, betrachten. Nicht mit dem Wissen und den Erkenntnissen von heute da heran gehen.

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Das Einzige was dir einfällt , ist Hille zu kriminalisieren. In dieser Zeit sind noch tausende Menschen über die Grenze hin und her gependelt und mit den Russen konnte Hille offenbar besser kommunizieren wie mit den ostdeutschen Grenzpolizisten, ohne in den Rücken geschossen zu werden.
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Re: Auf dem Weg zur Taufe seines Sohnes erschossen

Beitragvon ratata » 23. Juli 2020, 10:18

Edelknabe hat geschrieben:Wurde zu der Zeit nicht auch geschmuggelt? Nahrungsmittel, Bekleidung, Gold in Form von Ringen,Uhren etc? Einfach mal in der Zeit zurückgehen Interessierter, dann klappt das schon mit dem Verstehen um die Umstände solcher tragischen Fälle.

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Da gab es die so genannte Heringsbahn , im Raum Hötensleben . Wo ich war , hier wurde es , das Gebiet der Hauptanstrengung ,genannt . Zwischen Weferlingen und Oebisfelde . Hier gab es damals nur den über Kreuz gezogenen Stacheldraht Zaun . Für Großwild kein Problem zwischen den beiden Zäunen sich zu bewegen . In der Zeit wo ich da war , sind nur Minen explodiert in der nähe des Allerdurchlasses Seggerde.
Aber wenn ich heute an diese Zeit nachts am Kanten zurück denke . was wäre damals wenn, wenn jemand sich dort herumgetrieben hätte. Jemand der solche Situationen nicht im geringsten kennengelernt .erlebt hat . Der kann darüber wohl nicht urteilen . Auch glaube ich die erfassten Ursachen durch die Stasi keinen falls . Mfg ratata
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Re: Auf dem Weg zur Taufe seines Sohnes erschossen

Beitragvon Edelknabe » 23. Juli 2020, 10:26

Falsch Kumpel, ich habe den Mann nicht kriminalisiert. Ich habe nur drauf hingewiesen, das zu damaliger Zeit auch Schmuggler im Grenzgebiet unterwegs waren und Grenzpolizist somit annehmen musste, konnte, das dieser Flüchtende eben ein Schmuggler sein könnte? Diese Zeugen sprachen von einem Warnschuss. Und das der Grenzpolizist danach gezielt geschossen hatte ist wohl Vorschrift zu damaliger Zeit gewesen, so nehme ich einmal an?

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Re: Auf dem Weg zur Taufe seines Sohnes erschossen

Beitragvon steffen52 » 23. Juli 2020, 10:51

Edelknabe hat geschrieben: Und das der Grenzpolizist danach gezielt geschossen hatte ist wohl Vorschrift zu damaliger Zeit gewesen, so nehme ich einmal an?

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Nun aber mal Butter bei die Fische, Rainer! Gezielt geschossen war Vorschrift zur damaligen Zeit, also lasse mal die Kirche im Dorf! So lange diese Grenze da gewesen ist, wurde gezielt geschossen. Nun mache bitte nicht
so als wäre es nur zu der damaligen Zeit gewesen. [frown] Musst schon bei der bitteren Wahrheit bleiben.
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Re: Auf dem Weg zur Taufe seines Sohnes erschossen

Beitragvon Kumpel » 23. Juli 2020, 11:28

Edelknabe hat geschrieben:Falsch Kumpel, ich habe den Mann nicht kriminalisiert. Ich habe nur drauf hingewiesen, das zu damaliger Zeit auch Schmuggler im Grenzgebiet unterwegs waren und Grenzpolizist somit annehmen musste, konnte, das dieser Flüchtende eben ein Schmuggler sein könnte? Diese Zeugen sprachen von einem Warnschuss. Und das der Grenzpolizist danach gezielt geschossen hatte ist wohl Vorschrift zu damaliger Zeit gewesen, so nehme ich einmal an?

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Na sicher versuchst du eine kriminelle Komponente einzubringen um das Handeln des Grenzers zu legitimieren.
Aber selbst wenn , aus 8 Metern Entfernung oder lass es 16 Meter gewesen sein jemanden in den Rücken zu schießen hat schon was.
Der hätte den Hille ganz bequem in die Beine schießen können oder vielleicht sogar müssen.
Kumpel
 

Re: Auf dem Weg zur Taufe seines Sohnes erschossen

Beitragvon augenzeuge » 23. Juli 2020, 15:51

ratata hat geschrieben:Da gab es die so genannte Heringsbahn , im Raum Hötensleben . Wo ich war , hier wurde es , das Gebiet der Hauptanstrengung ,genannt . Mfg ratata


Diese Vokabel ist mir ein Begriff, man findet sie in diversen Akten bzw. Büchern.

Ist es richtig, dass diese Ecke immer den vermutlichen, häufigen Weg der Flüchtenden annahm? Und nichts mit westlichen Provokationen zu tun hatte?
Dabei hab ich in der Schule etwas von einer anderen Hauptanstrengung gelernt. [flash]
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Re: Auf dem Weg zur Taufe seines Sohnes erschossen

Beitragvon augenzeuge » 23. Juli 2020, 15:52

steffen52 hat geschrieben:Gezielt geschossen war Vorschrift zur damaligen Zeit, also lasse mal die Kirche im Dorf! So lange diese Grenze da gewesen ist, wurde gezielt geschossen. Nun mache bitte nicht
so als wäre es nur zu der damaligen Zeit gewesen. Musst schon bei der bitteren Wahrheit bleiben.
Gruß steffen52


Danke für diese Ehrlichkeit!! [super]

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Re: Auf dem Weg zur Taufe seines Sohnes erschossen

Beitragvon Volker Zottmann » 23. Juli 2020, 18:09

augenzeuge hat geschrieben:
ratata hat geschrieben:Da gab es die so genannte Heringsbahn , im Raum Hötensleben . Wo ich war , hier wurde es , das Gebiet der Hauptanstrengung ,genannt . Mfg ratata


Diese Vokabel ist mir ein Begriff, man findet sie in diversen Akten bzw. Büchern.

Ist es richtig, dass diese Ecke immer den vermutlichen, häufigen Weg der Flüchtenden annahm? Und nichts mit westlichen Provokationen zu tun hatte?
Dabei hab ich in der Schule etwas von einer anderen Hauptanstrengung gelernt. [flash]
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Wer im heutigen Harzkreis damals nach dem Krieg Lebensmittel schmuggelte hat fast immer diesen Weg, wie von Ratata beschrieben, benutzt. Unzählige Anekdoten und Husarenstücke wurden von den Alten uns Kindern in den 1960 Jahren dazu erzählt.
Selbst "Umzüge" gingen nachts meist in diesem Gebiet über die Bühne. Die Familien meines Onkels (Vaters Bruder) und seines Schwagers Richtung Düsseldorf gingen motorisiert auch dort über die Bühne.

Gruß Volker
Volker Zottmann
 


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