In den Tod gesprungen

In den Tod gesprungen

Beitragvon Interessierter » 26. Dezember 2019, 11:21

Wolfgang Hoffmann
geboren am 1. September 1942
in den Tod gesprungen am 15. Juli 1971

in Berlin-Treptow aus dem Gebäude der Volkspolizei-Inspektion
nach Festnahme am Grenzübergang Bahnhof Friedrichstraße


Bild
Wolfgang Hoffmann; Aufnahmedatum unbekannt (Foto: BStU, MfS, AS 754/70, Bd. 15, Nr. 2, Bl. 6)

Am Morgen des 15. Juli 1971 führen ihn Volkspolizisten kurz nach 8.00 Uhr in den kriminaltechnischen Raum im zweiten Stockwerk des Polizeigebäudes. Dort werden zunächst seine Personalien festgestellt. Bevor ihm die Fingerabdrücke abgenommen werden, soll er seine Hände waschen. Er wird gebeten aufzustehen. Wolfgang Hoffmann schnellt sprungartig auf einen Tisch und springt kopfüber durch das geschlossene Erkerfenster. Aus zehn Metern Höhe stürzt er ab.

Die ganze Geschichte hier:
http://www.chronik-der-mauer.de/todesop ... n-wolfgang
Interessierter
 

Re: In den Tod gesprungen

Beitragvon Volker Zottmann » 26. Dezember 2019, 11:42

Und wie immer:
Die Stasi hat eine passende Legende geschrieben und alle Todesumstände verschleiert.

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

Re: In den Tod gesprungen

Beitragvon Olaf Sch. » 26. Dezember 2019, 11:58

das kann gar nicht sein, frag den Andern Merkur!
Olaf Sch.
 

Re: In den Tod gesprungen

Beitragvon zonenhasser » 26. Dezember 2019, 12:32

Volker Zottmann hat geschrieben:Und wie immer:
Die Stasi hat eine passende Legende geschrieben und alle Todesumstände verschleiert.
Es war von der Stasi unprofessionell, gegenüber dem Bruder zu behaupten, sein Bruder sei im Grenzgebiet aufgefunden worden:

Auch Peter Hoffmann erfährt in deren Gebäude in der Littenstraße in einem im fünften Stock gelegenen Büro von den angeblichen Schulden, doch hat sich die Stasi für ihn eine zusätzliche Lüge ausgedacht: Sein Bruder sei im Grenzgebiet tot aufgefunden worden, teilt ihm ein Mitarbeiter, der sich namentlich vorstellt, ohne weitere Erklärung mit. Schockiert und wie in Trance verlässt Peter Hoffmann das Gebäude. „Sie haben meinen Bruder erschossen", schießt es ihm durch den Kopf. Als er wieder klare Gedanken fassen kann und zwei Tage später Nachfragen stellen möchte, erhält er die Auskunft, dass es bei der Generalstaatsanwaltschaft einen Mitarbeiter des Namens, den er angeblich getroffen habe und den er jetzt zu sprechen wünscht, nicht gebe.
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