Gestohlene Orden aus Stasi-Museum sind NachbildungenFast alle Orden, die am Wochenende bei einem Einbruch in das Berliner Stasi-Museum gestohlen wurden, sind Nachbildungen. Wie der Leiter des Museums, Jörg Drieselmann, am Montag der Nachrichtenagentur dpa sagte, seien diese gestohlenen Orden nicht viel wert gewesen.
"Gestohlen wurden acht Orden, von denen nur einer echt war. Die anderen waren Faksimiles", so Drieselmann weiter. Und der echte Vaterländische Verdienstorden in Gold sei in Wirklichkeit einer in Bronze gewesen. Bei dem Einbruch war auch Goldschmuck gestohlen worden, den Materialwert bezifferte Drieselmann auf etwa 1.500 Euro.
Schäden teurer als die gestohlenen Gegenstände
Nach seinem Eindruck hätten die Einbrecher gezielt die Orden und den Schmuck im Visier gehabt, sagte Drieselmann. "Aber da hat der
Sachverstand nicht ausgereicht *), den Wert genau zu erfassen."
Allerdings kommt der Schaden, den der oder die Täter bei dem Einbruch angerichtet haben vergleichsweise teuer. Die Reparatur der drei zerstörten Vitrinen und zwei Brandschutztüren koste wohl eine niedrige zweistellige Tausendersumme, sagte der Museumsleiter.
Der Gebäudekomplex des einstigen Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) befindet sich im Bezirk Lichtenberg an der Ruschestraße. Herzstück des Museums sind die historischen Diensträume Erich Mielkes, des letzten Ministers für Staatssicherheit der DDR. Sie sind seit 1990 weitestgehend in ihrem Originalzustand erhalten und zu besichtigen.
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*) Herr Drieselmann drückt es höflich aus; die Einbrecher waren einfach dumm.