Die Arbeit des MfS

Alles zum Thema Geheimdienste und Sicherheit in der DDR und in der BRD

Re: Was haltet Ihr von diesem Vorschlag ?

Beitragvon manudave » 2. September 2011, 19:28

Merkur hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:
Merkur hat geschrieben:Wer das MfS und seine Aufgaben im Detail kennt, der wird viele Bereiche finden, wo die Mitarbeiter in keiner Weise Täter waren.


Ohne Zweifel wird das so sein, Merkur. Übrigens, bitte nicht falsch verstehen- das war auch bei der SS der Fall. Nicht alle waren dort Täter. Aber das weißt du sicher. [wink]
AZ


Was soll ich zu solchen Vergleichen noch sagen ? Der ständige Vergleich mit dem Nationalsozialismus und seinen Gliederungen widert mich an. Stell Dir doch einfach mal die Frage, wieviele SS-Leute zwischen 1933 und 1945 getötet haben ? Es waren sicher nicht alle aber gewiss die Masse. Die SS ist nicht umsonst zur Verbrecherischen Organisation erklärt worden.
Wer einen solchen Vergleich anführt, der sollte sich mal tiefergehend darüber Gedanken machen, wofür die SS stand und wieviele Opfer durch das unmittelbare und mittelbare Wirken der SS zu beklagen waren.
Unmittelbar durch:
- die Konzentrations- und Vernichtungslager und deren Wachmannschaften/den Totenkopfverbänden
- die Einsatzgruppen der SS hinter der Front
- die SS-Verfügungstruppe bzw. der späteren Waffen-SS im Zuge des von Deutschland entfesselten Krieg an den Fronten und
- medizinische Versuche an Menschen durch das SS-Sanitätswesen.
Mittelbar durch:
- den SD, die Gestapo (Judenreferate) und das RSHA insgesamt
- das Rasse und Siedlungshauptamt der SS
- dass SS-Verwaltungs- und Wirtschaftshauptamt (Vernichtung durch Arbeit).

Ich hoffe, dass der Unterschied einleuchtend ist. Mir jedenfalls ist er klar.


Merkur,
der Unterschied ist hier sicher ALLEN klar und wird wohl auch nicht in Frage gestellt. In Vergleichen (und ich betone es immer wieder: die EBEN auch die Unterschiede aufzeigen) wird hier nicht auf die Verbrechen eingegangen, sondern auf das Muster einer Diktatur. Da wir von zwei Diktaturen reden - so unterschiedlich sie auch gewesen sind - kommt man automatisch auch zu gleichartigen Prozessen, wie man in solchen System mit Menschen umging.
Ich mag deine sachliche Art sehr, hoffe aber auch auf ein wenig Nachsicht, dass nicht jeder, der sich mit diesem Thema Geheimdienstarbeit in der DDR beschäftigt, auf die gleiche sachliche Art antworten kann.
Mich würde interessieren, ob du dich persönlich schon mal in ein Opfer hinein versetzt hast? Die Frage meine ich völlig ernsthaft. Wir haben ja auch User, die Überlegungen anstellten, was sie wohl gemacht hätten, wenn sie an eurer Stelle gewesen oder einen Berufsweg über die Stasi gegangen wären - und damit meine ich keine Blasmusikerstellen...
Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein!
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Re: Was haltet Ihr von diesem Vorschlag ?

Beitragvon ex-maja64 » 2. September 2011, 19:30

Kann dich beruhigen, mein Umfeld sitzt neben mir. [grins]
David.... mein Junge, Contenance, bist doch schliesslich Moderator hier [wink] .


Mario


P.S. der Umgangston macht die Musik!!! Gespannt bin ich auch, ob eventuell wieder eine harte Selbstzensur von dir kommt.....

(betrifft "Löschung von eigenen Beiträgen") [laugh]
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Re: Was haltet Ihr von diesem Vorschlag ?

Beitragvon ex-maja64 » 2. September 2011, 19:41

manudave hat geschrieben:
Merkur,
der Unterschied ist hier sicher ALLEN klar und wird wohl auch nicht in Frage gestellt. In Vergleichen (und ich betone es immer wieder: die EBEN auch die Unterschiede aufzeigen) wird hier nicht auf die Verbrechen eingegangen, sondern auf das Muster einer Diktatur. Da wir von zwei Diktaturen reden - so unterschiedlich sie auch gewesen sind - kommt man automatisch auch zu gleichartigen Prozessen, wie man in solchen System mit Menschen umging.
Ich mag deine sachliche Art sehr, hoffe aber auch auf ein wenig Nachsicht, dass nicht jeder, der sich mit diesem Thema Geheimdienstarbeit in der DDR beschäftigt, auf die gleiche sachliche Art antworten kann.
Mich würde interessieren, ob du dich persönlich schon mal in ein Opfer hinein versetzt hast? Die Frage meine ich völlig ernsthaft. Wir haben ja auch User, die Überlegungen anstellten, was sie wohl gemacht hätten, wenn sie an eurer Stelle gewesen oder einen Berufsweg über die Stasi gegangen wären - und damit meine ich keine Blasmusikerstellen...




Und das ist genau der Unterschied, ein Merkur ist kein Feliks. [wink] Na langsam wirds auch bei dir. [super]


Mario
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Re: Was haltet Ihr von diesem Vorschlag ?

Beitragvon Affi976 » 2. September 2011, 21:33

@David,
wie sollte ich auf Deine Beiträge antworten können, sogar noch mit Rezit.funktion, wenn ich sie nicht gelesen hätte???
Und manchmal kommts auch vor, dass man aneinander, zeitlich gesehen, vorbei schreibt, wenn Du mal an Deine letzte Entgleisung im Fall Stolpe zurückdenkst und auf die Zeit geschaut hättest, wäre Dein Post völlig umsonst gewesen.
Keine Frage, es gab keine Möchtegern-MfS-ler, nein, sie hatten sich für diesen Staat verpflichtet. Und dafür haben sie auch mehr Geld bekommen als ein Schichtarbeiter, steht alles außer Frage. Aber kann es sein, dass es auch ein erheblich großer Teil war, der es nur des Geldes wegen gemacht hat???? Für mich sind diese Leute, tja wie soll man sagen, die haben sich teuer verkauft, na und, gibts heute überall und heute gibts miesere Jobs, als die Tuba bei der Stasi für sehr viel Geld zu spielen.
Weißt Du David, ich habe bestimmt länger in diesem "Verbrecherstaat" gelebt, als Du heute Jahre alt bist. Meine Familie ist anerkannt politisch verfolgt, mit länger einsitzen, hatte ich alles schon hundertfach geschrieben, aber zu solchen undiffernzierten und flachen Äußerungen, lässt sich da keiner hinreißen. Und meine Fam. hätte warlich einen Grund dafür, denn sie haben gebüßt und das sogar sehr, sehr bitter. Hohenschönhausen und Schwedt sind nur 2 Stationen. Leider kommt hier immer wieder der Eindruck der Pauschalisierung. Hoffentlich denkt ihr über die Mitarbeiter des BND oder anderer Nachrichten/Millitärdienste nicht änlich, von denen hängt nämlich unsere Sicherheit ab! Die haben auch Orchester [blush] , die armen Jungs. Na was für`n Glück, bin ich doch Zivilist geblieben.
VG Affi
PS.: Der Möchtegern..... ist natürlich eine Erfindung von mir, aber dafür braucht man nur ein paar Schlagwörter aneinander zu reihen und schon bekommt man den richtigen Ausdruck hin.
Da gibts auch die schonimmerallesgewußthabenen, na mal sehen was euch da einfällt. [wink]
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Re: Was haltet Ihr von diesem Vorschlag ?

Beitragvon Nostalgiker » 2. September 2011, 21:37

manudave hat geschrieben:... In Vergleichen (und ich betone es immer wieder: die EBEN auch die Unterschiede aufzeigen) wird hier nicht auf die Verbrechen eingegangen, sondern auf das Muster einer Diktatur. Da wir von zwei Diktaturen reden - so unterschiedlich sie auch gewesen sind - kommt man automatisch auch zu gleichartigen Prozessen, wie man in solchen System mit Menschen umging. ...


@manudave
meiner Meinung nach begibst Du dich mit solchen Aussagen "Muster einer Diktatur", "automatisch auch zu gleichartigen Prozessen" zu emotional gefärbten, sehr gefährlichem, ungesicherten Tanz auf dem Drahtseil.
Warum möchte ich Dir erläutern.
Ich habe diese Woche angefangen das Buch "Bloodlands" von Timothy Snyder zu lesen.
In diversen Kolumnen, Besprechungen und Kritiken sehr kontrovers bewertet machte es mich doch sehr neugierig und ich kaufte mir das Buch.
Obwohl ich erst ein paar dutzend Seiten gelesen habe ist mir genau diese Reduzierung auf "gleichartige" Prozesse und Muster aufgefallen.
Genau das ist auch der Hauptkritikpunkt in allen Besprechungen.

So schrecklich wie dieses Thema (im Buch) auch ist, Diktatur A ist nicht automatisch mit Diktatur B zu vergleichen, schon gar nicht das in beiden Menschen ermordet werden.
Dreh und Angelpunkt ist für mich auf welcher Ideologie baut diese Diktatur auf. Das ist das innere der Diktatur, das treibende Moment und da gleichen sich eben A und B nicht.
Ihre Prämissen sind einfach zu unterschiedlich um sie zu vergleichen, deswegen zieht sich der populistische Bereich sehr gerne auf Äußerlichkeiten zurück und die bereits von mir an anderer Stelle erwähnten Fahne schwenkenden Massen beider Diktaturen sind zwar gleich anzusehen, sie sind aber nicht der innere Motor einer Diktatur, nämlich der einer Ideologie!
Sie schwenken nämlich die Fahnen aus sich diametral gegenüberliegenden Gründen.
Genauso mordeten SS, SD, GESTAPO und Wehrmacht in den Bloodlands aus anderen Gründen wie der NKWD im gleichen Gebiet.
Wenn der Autor aus der Tatsache das im Zeitraum 1933 bis 1939 in Deutschland ein paar Hunderttausend Menschen starben, hingegen in den Bloodlands ungefähr 4 Millionen und daraus die Schlußfolgerung zieht das der NKWD in Sachen Mord sehr effizienter "gearbeitet hat, nun ja......
Die geschichtlichen, gesellschaftlichen Zusammenhänge welche zu solche Exzessen der Gewalt führten werden im Buch zwar marginal angeschnitten aber nicht weiter vertieft.

Da ich dieses Buch noch nicht zu Ende gelesen habe möchte ich jetzt nicht weiter darauf eingehen. Zu gegebener Zeit werde ich mich dazu noch detaillierter Äußern.


In diesem Beitrag Vergleiche, Parallelen, Übereinstimmungen habe ich versucht diese Thematik anzuschneiden. Leider stieß es nicht auf allzu viel Gegenliebe, mein Eindruck.

Ebenfalls finde ich folgendes Buch ziemlich gut und nachfolgende Rezension untermauert, zum lesen hier klicken, auch was ich meine wenn ich sage das eine Gleichsetzung beider Diktaturen auch nicht geht wenn sie nur auf ihre Äußerlichkeiten reduziert werden, da sie wegen ihrer ideologischen Ausgangsbasis nicht vergleichbarer Bedeutungsunterschiede einfach so nicht machbar ist, weil es letztendlich verfälschend ist

Also bitte erst Buch lesen.
Dann, erst dann können wir uns auch mit den Vernehmern vom MfS unterhalten.
Außerdem ist mein persönlicher Eindruck das die Bereiche des MfS welche sich mit "Inlandsaufklärung" beschäftigten nichts mit dem zu tun haben was ich unter Geheimdienst verstehe.
Das "Vorbild" KGB und aller Namensvorläufer hob diese Aufteilung wie wir sie Heute kennen BNB (Ausland), BfV(Inland) auf und vermischte Auslandsaufklärung mit Inland weil jeder der auffiel für einen Saboteur, Spion, Gegner gehalten wurde und demzufolge auch so behandelt wurde.
Damit sind wir wieder bei der Ideologie und deren Umsetzung die diese Ausgangsbasis schuf.

Wer nicht für uns, ist gegen uns.

Kompliziertes Thema.

Gruß
Nostalgiker
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Re: Was haltet Ihr von diesem Vorschlag ?

Beitragvon Rainman2 » 2. September 2011, 22:35

Ich selbst würde jetzt zwei Sachen in Erwägung ziehen. Einmal sehe ich die Möglichkeit zwischen der "Pflicht zum Sendungsbewußtsein" und der "Chance zur Kommunikation auf schwierigem Terrain" noch einmal in Ruhe abzuwägen. Auf der anderen Seite biete ich Affi an, wenn er demnächst eine kreative Wortschöpfung weniger bringt, dann verspreche ich, nie wieder ein Blechblasinstrument anzurühren.

Was haltet Ihr von diesem Vorschlag?

ciao Rainman2


PS: Wenn man sich verstehen will, muss man miteinander reden. Sich zu streiten lohnt sich erst, wenn man sich mag. Sonst ist es Kraftverschwendung.
Rainman2
 

Re: Was haltet Ihr von diesem Vorschlag ?

Beitragvon Buscho » 2. September 2011, 23:29

Wenn es ein Opfer gibt , muß es auch einen Täter geben .
gibt es keinen Täter , gibt es folglich auch keine Opfer .

Woher kommt dann der Begriff " Stasiopfer " ?
Ich gewinne mehr und mehr den Eindruck es handelt sich dabei um die Stasileute selbst , die zu Opfern gemacht werden .

Aber warum hatten die " klassischen " Mitarbeiter des MfS schon lange vor der Wende und der Zerschlagung des MfS in der Bevölkerung der DDR einen zweifelhaften Ruf ?

Warum wurden in der gesamten DDR die Einrichtungen des MfS durch die Bürger gestürmt und nicht die des Ministeriums für Nationale Verteidigung oder der POST oder der Reichsbahn ? ?

Hier die Fahrer , Kantinenmitarbeiter und Fensterputzer für das Gute im MfS anzuführen ist doch einfach lächerlich und zugleich für mich der Hinweis auf das Wissen des Bösen im MfS , denn wer diese " Subunternehmer " benennt kennt ja dann genau die Grenze zwischen Gut und Böse .
Auch die Wiener Sängerknaben haben Fahrer und Gardrobieren , die singen aber nicht im Chor .

Was hätte sie heute wohl gesagt , wäre sie Sprecherin der Aktuellen Kamera gewesen .

Es geht doch auch nicht um das gesamte MfS , nicht um die Mitarbeiter an den Güst , nicht um die Leute der Aufklärung die Telefongespräche zwischen Helmut und Hannelore abgehört haben , nicht um die Leute die eine sidewinder geklaut haben oder bei einem hightec Unternehmen Konstruktionpläne kopierten .

Buscho
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Re: Was haltet Ihr von diesem Vorschlag ?

Beitragvon Edelknabe » 3. September 2011, 06:08

Wir brauchen unbedingt den Extrafred MfS sonst ufert das hier noch aus und ich vergaß in einem meiner Vortexte die Toilettenfrau Buscho aber mal im Ernst, der "klassische Mitarbeiter" des MfS und davon kannte ich einige Menschenkinder vom Sehen, den umgab immer so ein gewisses Geheimnis.
Es wusste also fast kein Mensch aus dem Volke DDR, was der nun konkret macht, mit was der sich beschäftigt, der war ein Mensch wie du und ich und trotzdem war da was, man kann das schlecht beschreiben und nein Buscho, ich mache mich hier nicht lustig, ich wollte damit nur andeuten, man ging diesem Menschen damals vor gut 25 Jahren besser aus dem Weg, das war erstmal klüger und wohl auch gesünder und wenn dieser MfS-Mensch erstmal Interesse an dir gezeigt hatte konnte das natürlich auch sehr unangenehm werden.
Also, pfeifen, wegschauen, ja nicht seine Aufmerksamkeit erwecken (das war jetzt Spass Buscho).

Rainer-Maria und mir haben die Jungs und Mädels nichts getan, deswegen sehe ich das Thema auch sehr locker.
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Re: Was haltet Ihr von diesem Vorschlag ?

Beitragvon Merkur » 3. September 2011, 08:16

Edelknabe hat geschrieben:Es wusste also fast kein Mensch aus dem Volke DDR, was der nun konkret macht, mit was der sich beschäftigt, der war ein Mensch wie du und ich und trotzdem war da was, man kann das schlecht beschreiben


Gut das dieses Thema angesprochen wird. Ich betrachte es als ein großes Manko, dass sich das MfS aus Gründen von übertriebener Geheimniskrämerei zu weit in seine eigenen Bereiche zurückgezogen hat. Man gestattete der Bevölkerung zu wenig Einblick in die Tätigkeit des MfS. Dabei gab es nach meiner Ansicht viele Dinge, die bei differenzierter Darstellung innerhalb der Bevölkerung ein Bild über die Arbeit des MfS vermittelt hätten. Damit meine ich nicht die Darstellung operativer Prozesse, sondern beispielsweise die öffentliche Auswertung diverser Untersuchungsvorgänge einschl. der dazu durchgeführten Prozesse vor den Gerichten.
In den 50er und 60er Jahren gab es diverse Publikationen, Filme, Ausstellungen zur Tätigkeit des MfS. Leider sind diese Formen der Außendarstellung in den 70er und 80er Jahren kaum noch praktiziert worden. Damit entfernte man sich unweigerlich zu sehr vom Volk, zumindest was die Außendarstellung betrifft.
Selbstverständlich muss jeder seine individuelle Sicht bzw. Meinung haben und schreiben. Quelle: Augenzeuge.
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Re: Was haltet Ihr von diesem Vorschlag ?

Beitragvon Merkur » 3. September 2011, 08:39

manudave hat geschrieben: Merkur,
der Unterschied ist hier sicher ALLEN klar und wird wohl auch nicht in Frage gestellt. In Vergleichen (und ich betone es immer wieder: die EBEN auch die Unterschiede aufzeigen) wird hier nicht auf die Verbrechen eingegangen, sondern auf das Muster einer Diktatur. Da wir von zwei Diktaturen reden - so unterschiedlich sie auch gewesen sind - kommt man automatisch auch zu gleichartigen Prozessen, wie man in solchen System mit Menschen umging.
Ich mag deine sachliche Art sehr, hoffe aber auch auf ein wenig Nachsicht, dass nicht jeder, der sich mit diesem Thema Geheimdienstarbeit in der DDR beschäftigt, auf die gleiche sachliche Art antworten kann.
Mich würde interessieren, ob du dich persönlich schon mal in ein Opfer hinein versetzt hast? Die Frage meine ich völlig ernsthaft. Wir haben ja auch User, die Überlegungen anstellten, was sie wohl gemacht hätten, wenn sie an eurer Stelle gewesen oder einen Berufsweg über die Stasi gegangen wären - und damit meine ich keine Blasmusikerstellen...


Auch Dir möchte ich gern antworten.
Es genügt m. E. nicht, sich beim Vergleich der Diktaturen auf Gemeinsamkeiten wie Marschmusik, Fackelumzüge, Uniformen oder die Bindung der Kinder und Jugendlichen in Organisationen zu beschränken.
Der Kern der Betrachtungsweise werden für mich immer die konkrete Ideologie (und hier glaube ich kaum, dass Du diese im Bezug auf den Nationalsozialismus wirklich beurteilen kannst, weil Dir die detaillierte Auseinandersetzung mit Grundlagen fehlt) und die Verbrechen sein. Und wer die millionenfachen Verbrechen des Nationalsozialismus nicht in seine Betrachtungsweise einbezieht, der macht für mich in seiner historischen Bewertung einen Fehler.
Ich glaube auch im Bezug auf den Punkt, wie die jeweilige Dikatur mit den Menschen umging, gibt es gewaltige Unterschiede. Ich kann mich nicht an Erscheinungsformen des Genozids, welche von der DDR ausgingen, erinnern. Mir fehlt auch die Kenntnis darüber, dass die DDR durch die Entfesselung eines Weltkrieges Millionen Menschenleben auslöschte. Mehr möchte ich zum Umgang mit den Menschen gar nicht sagen.

Natürlich habe ich darüber nachgedacht, wie es Menschen erging, die ungerechtfertigt in die Mühlen der Sicherheitsorgane (übrigens nicht nur des MfS) gerieten. Ich weiß, dass es in Berlin Gesprächskreise und Entschuldigungen dazu gab. Mir ist auch klar, dass die Sichtweisen auf bestimmte Prozesse (PID/PUT beispielsweise), die in den 50er und 60er Jahren durchaus Berechtigung hatten, in den 70er und 80er Jahren aber nicht mehr dem Stand der Dinge entsprachen.
Ich weiß aber auch, dass heute nicht jedes Opfer ein wirkliches Opfer ist, nur weil es sich beim MfS in der Untersuchungshaft befand. Viele saßen dort nicht zu unrecht. Beispiele zeige ich bei Bedarf auf.
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Re: Was haltet Ihr von diesem Vorschlag ?

Beitragvon augenzeuge » 3. September 2011, 09:17

Merkur hat geschrieben:In den 50er und 60er Jahren gab es diverse Publikationen, Filme, Ausstellungen zur Tätigkeit des MfS.


Hallo Merkur, hast du davon eventuell etwas, was man hier einstellen kann?
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Re: Was haltet Ihr von diesem Vorschlag ?

Beitragvon Merkur » 3. September 2011, 09:34

augenzeuge hat geschrieben:
Merkur hat geschrieben:In den 50er und 60er Jahren gab es diverse Publikationen, Filme, Ausstellungen zur Tätigkeit des MfS.


Hallo Merkur, hast du davon eventuell etwas, was man hier einstellen kann?
AZ


Ich habe eine ganze Menge dieser Broschüren wie:

- Kalte Krieger gehen unter
- Agent 2996 enthüllt
- Verratene Verräter
- Unternehmen Hochzeit findet nich statt
- Agentenfunkstelle Görzenberg antworter nicht mehr
- Deckname Walter - Enthüllungen des ehem. Mitarbeiters der KGU Hanfried Hiecke
- Nachts ging das Telefon

Lesenswert sind auch die Bücher von Julius Mader, die in dieser Zeit entstanden sind.
Allerdings sehe ich mich nicht in der Lage, hier hunderte Seiten einzustellen.

Filme wie "Schwarzer Samt", "For eyes only", usw. dürften bekannt sein.
Selbstverständlich muss jeder seine individuelle Sicht bzw. Meinung haben und schreiben. Quelle: Augenzeuge.
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Re: Was haltet Ihr von diesem Vorschlag ?

Beitragvon augenzeuge » 3. September 2011, 09:41

Merkur hat geschrieben:Der Kern der Betrachtungsweise werden für mich immer die konkrete Ideologie (bei Diktaturen...sein...


Das ist richtig, Merkur. Und die Unterschiede sind beträchtlich, keine Frage. Aber man sollte auch betrachten, ob das Volk diese Ideologie und deren praktische Umsetzung überhaupt so wollte und sich damit auseinandersetzen konnte. Eine Ideologie ist mehr oder weniger eine Weltanschauung. Wie kann man aber ein Volk von einer neuen Ideologie überzeugen, wenn man ihm das Recht nimmt, diese neue, bessere Ideologie zu überprüfen? Und was soll ein Volk denken, wenn anfangs nicht nur die gleichen Strafmaßnahmen gegen Zweifler und Andersdenkende wie in der zuvorigen Diktatur angewandt, sondern auch die erst selbst dokumentierten neuen freiheitlichen und demokratischen Regeln (Verfassung) heimlich ad acta gelegt werden? Dann ist der praktische Kern sehr ähnlich.
AZ
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Re: Was haltet Ihr von diesem Vorschlag ?

Beitragvon Merkur » 3. September 2011, 09:43

Buscho hat geschrieben: Warum wurden in der gesamten DDR die Einrichtungen des MfS durch die Bürger gestürmt und nicht die des Ministeriums für Nationale Verteidigung oder der POST oder der Reichsbahn ? ?

Buscho


Ich bin überzeugt davon, dass die Partei ihr "Schild und Schwert" bewusst als Ventil und Prügelknabe geopfert hat.
Selbstverständlich muss jeder seine individuelle Sicht bzw. Meinung haben und schreiben. Quelle: Augenzeuge.
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Re: Was haltet Ihr von diesem Vorschlag ?

Beitragvon SkinnyTrucky » 3. September 2011, 09:43

Merkur hat geschrieben:Ich weiß aber auch, dass heute nicht jedes Opfer ein wirkliches Opfer ist, nur weil es sich beim MfS in der Untersuchungshaft befand. Viele saßen dort nicht zu unrecht. Beispiele zeige ich bei Bedarf auf.


Ja Merkur, gerne...tu das bitte...solang es keine Beispiele sind, wie der eine Journalist, der reihenweise ostberliner Punks interviewt hat um ein Buch drübber zu schreiben um es im Westen zu publizieren...was natürlich nach DDR-Gesetzen eine Straftat war....moralisch aber höchst verwerflich, ihn deshalb zu bestrafen, denn im Osten hätte er nie soein Buch veröffendlichen dürfen, was blieb ihm also über....

groetjes

Mara
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Re: Was haltet Ihr von diesem Vorschlag ?

Beitragvon Nostalgiker » 3. September 2011, 10:12

Augenzeuge hat geschrieben:Eine Ideologie ist mehr oder weniger eine Weltanschauung.

Eine Ideologie entspringt immer einer Weltanschauung, sie sind untrennbar miteinander verbunden. Es gibt keine Ideologie als solche.

Augenzeuge hat geschrieben:Wie kann man aber ein Volk von einer neuen Ideologie überzeugen, wenn man ihm das Recht nimmt, diese neue, bessere Ideologie zu überprüfen?

auch hier eine Einschränkung, ein Staatsgefüge welches sich auf einer Ideologie aufbaut ist kein Debattierklub indem "Basisdemokratisch" das für und wieder ausdiskutiert wird bis auch der letzte davon überzeugt ist.
Wenn es so wäre würden wir Heute noch über den ersten Entwurf des Grundgesetzes diskutieren.

Augenzeuge hat geschrieben:....die gleichen Strafmaßnahmen gegen Zweifler und Andersdenkende wie in der zuvorigen Diktatur angewandt....

Wie hätte man denn anders vorgehen sollen?
Nach dem heutigem Motto; schön das wir mal darüber geredet haben?

Was "gleichen Strafmaßnahmen" betrifft.
Lies mal das Buch "Jeder stirbt für sich allein" von H. Fallada. Darin verarbeitet er Romanhaft den realen Fall eines Berliner Ehepaares welches mittels selbstgefertigter Flugblättern zum Sturz der NS Diktatur aufrief. Sie wurden zum Tode verurteilt und das Urteil wurde vollstreckt.
Jetzt nenne bitte einen Fall aus der DDR wo an einem Flugblatthersteller und Verteiler für nur diesen Tatbestand die gleiche Strafmaßnahme angewendet wurde.

Für die breite Masse des Volkes gilt, wie Brecht so treffend sagte: erst kommt das Fressen, dann die Moral.

Was den "empörten Bürger" vor die MfS Dienststellen trieb?
Beeinflußte Aktion? Von wem?
Wieso wußten welche genau wo sie suchen mußten was die Agentenkartei betraf welche beim CIA verschwand?

Gruß
Nostalgiker
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Re: Was haltet Ihr von diesem Vorschlag ?

Beitragvon SkinnyTrucky » 3. September 2011, 10:24

Nostalgiker hat geschrieben:Wie hätte man denn anders vorgehen sollen?


Muß man denn unbedingt dagegen vorgehen....????

Was macht man denn heute, wenn ich ein Flugblatt verteile....???? Zum Beispiel gegen die gerade mächtigste Partei im Bundestag....????

Ich habe etliche Flugblätter, die so einiges anprangerten, Anfang der 90er verteilt....nichts, aber auch garnichts ist mir passiert....???? Eine Panne der Sicherheitskräfte....oder lag es nur daran, das ich dann doch das Recht habe, meine Meinung kundzutun....????

groetjes

Mara
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Re: Was haltet Ihr von diesem Vorschlag ?

Beitragvon Nostalgiker » 3. September 2011, 10:51

Ich habe etliche Flugblätter, die so einiges anprangerten, Anfang der 90er verteilt....nichts, aber auch garnichts ist mir passiert....????


siehste Mara das ist das schöne an der Demokratie. Du kannst Deine Meinung kundtun und nichts passiert (solange Du nicht NS-Propaganda betreibst oder zum Dschihad aufrufst), es bleibt alles so wie es ist. Wen interessiert die Meinung des Volkes?
Die Politiker, die Mächtigen in der Wirtschaft, diejenigen in deren Hand die Medien sind?
Glaube kaum, denn sie machen die " Meinung" und lassen sie mit Hilfe der Medien unter's Volk bringen.
So funktioniert das nämlich in einer Demokratie.

Gruß
Nostalgiker
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Re: Was haltet Ihr von diesem Vorschlag ?

Beitragvon SkinnyTrucky » 3. September 2011, 10:59

Nostalgiker hat geschrieben:siehste Mara das ist das schöne an der Demokratie.


Ja seh ich Nostalgiker...ich seh auch, das es in Diktaturen anders ist....in jeder....

....sorry an all diejenigen, die sich daran stören, das ich jetzt schon wieder ein Gleichnis darstelle....

groetjes

Mara
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Re: Was haltet Ihr von diesem Vorschlag ?

Beitragvon augenzeuge » 3. September 2011, 13:44

Nostalgiker hat geschrieben:
Augenzeuge hat geschrieben:Eine Ideologie ist mehr oder weniger eine Weltanschauung.

Eine Ideologie entspringt immer einer Weltanschauung, sie sind untrennbar miteinander verbunden. Es gibt keine Ideologie als solche.


Nein? Im allgemeinen Sprachgebrauch ist Ideologie ein System von Ideen, Vorstellungen, Werturteilen und Begriffen und kann synonym zu „Weltanschauung“ Verwendung finden. (Wiki)
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Re: Was haltet Ihr von diesem Vorschlag ?

Beitragvon augenzeuge » 3. September 2011, 13:52

Nostalgiker hat geschrieben:...ein Staatsgefüge welches sich auf einer Ideologie aufbaut ist kein Debattierklub indem "Basisdemokratisch" das für und wieder ausdiskutiert wird bis auch der letzte davon überzeugt ist.


Der Letzte muss nicht überzeugt werden, lediglich die demokratische Mehrheit.

Es würde reichen, wenn diese Ideologie eine Kritik und Verbesserungsvorschläge zuläßt.
AZ

Nostalgiker hat geschrieben: Was "gleichen Strafmaßnahmen" betrifft.


Ich meinte die Art der Unterbringung für Vergehen, die überhaupt nicht bewiesen waren. Für dich scheint es kein Skandal zu sein, was in Hoheneck noch in den 70-80er Jahren passierte.....
Lies mal "In den Klauen der Stasi".....so als andere Lektüre zu Fallada. Auch eine wahre Geschichte.
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Re: Was haltet Ihr von diesem Vorschlag ?

Beitragvon Merkur » 3. September 2011, 16:42

Buscho hat geschrieben: Hier die Fahrer , Kantinenmitarbeiter und Fensterputzer für das Gute im MfS anzuführen ist doch einfach lächerlich und zugleich für mich der Hinweis auf das Wissen des Bösen im MfS , denn wer diese " Subunternehmer " benennt kennt ja dann genau die Grenze zwischen Gut und Böse .
Buscho


Auch ich denke, dass der Kern der Diskussion nicht auf die technischen und administrativen Mitarbeiter gelegt werden sollte. Fakt aber ist, dass die Wach- und Sicherungseinheiten (Wachregiment, WSE der HA und BV), die operativ-technischen Diensteinheiten (Funkabwehr- und Aufklärung, Operative Technik usw), die Passkontrolleinheiten, die Rückwärtigen Dienste (Bauwesen, Versorgung, Kfz-Dienst usw.) sowie administrative Diensteinheiten wie Kader und Schulung, Internationale Zusammenarbeit, Zebrale Auswertungs- und Informationsgruppe, Auswertungs- und Informationsgruppen der BV u.dgl. einen erheblichen Teil des Personalbestands ausmachten und deshalb auch zu betrachten sind. Wer sich mal ernsthaft mit der Struktur des MfS beschäftigt hat, wird dies bestätigen können.
Allerdings fällt mir auf, dass es hinsichtlich der operativen Diensteinheiten und insbesondere der Arbeit der IM-führenden Mitarbeiter eine einseitige Auslegung auf die Prozesse der "flächendeckenden Überwchung der Bevölkerung" gibt. Insgesamt ist es unseriös, die Entwicklung des MfS und dessen Aufgaben losgelöst von nationalen und internationalen Prozessen zu betrachten. Ich möchte dies nur ansprechen aber jetzt nicht darauf eingehen. Ich betrachte es als falsch, dass MfS insgesamt als Repressivorgan der Partei zu sehen, dessen Wirken darauf ausgerichtet war, dass Volk zu unterdrücken zu verfolgen und im Schach zu halten. Dieser medialen Darstellung der letzten 20 Jahre ist ein nicht unerheblicher Teil der Bevölkerung erlegen.

Das MfS existierte nicht außerhalb des Gesetzes, es galten Gesetze, Vorschriften usw. An dieser Gesetzgebung nahm während ihrer Existenz niemand Anstoß. Die DDR wurde von keinem internationalen Gremium, auch nicht der UNO, kritisiert oder gerügt, dass sie internationales Recht gebrochen hätte oder sich gegen Gesetze der Menschlichkeit vergangen hätte. Diese Vorwürfe entstanden erst nach 1990.
Nun aber zur operativen Tätigkeit.
Wer die Struktur des MfS vom Ministerium bis in die Kreisdienststellen betrachtet, dem müsste aufgefallen sein, dass sich erhebliche Teile der operativen Mitarbeiter nicht mit der Bevölkerung an sich beschäftigt hatten, sondern umfangreiche Aufgaben der Spionageabwehr (in den Kreisen vor allen an militärischen Objekten) sowie der Sicherung der Volkswirtschaft und des Verkehrswesens zu realisieren hatten.
Ich will mal beim Beispiel Volkswirtschaft bleiben. Das MfS war in diesem Zusammenhang neben dem Geheimnisschutz und der Spionageabwehr in der Volkswirtschaft auch im erheblichem Maß daran beteiligt, Ursachen von Missständen zu ergründen, Störungen, Havarien und Brände zu verhindern/zu untersuchen sowie Sabotage, Korruption und andere schädigende und strafrechtlich relevanten Dinge aufzudecken und zu bearbeiten. Dazu arbeitete es natürlich mit einer Reihe von IM in der Volkswirtschaft zusammen. Diese Zusammenarbeit war ganz einfach notwendig, da verschiedene, für die operative Bearbeitung und später für die Untersuchungstätigkeit im Ermittlungsverfahren relevante technisch Abläufe, nur über Experten-IM nachzuvollziehen oder zu klären waren. Ist die Arbeit des MfS in der Volkswirtschaft verwerflich ? Ich meine nein.

Betrachtet man die heute oftmals in der Kritik stehende Linie IX (Untersuchungsorgan des MfS) so wird man auch hier feststellen, dass sich mit Ermittlungsverfahren bei PUT in der HA IX lediglich eine Abteilung mit ca. 30 Mitarbeitern beschäftigte, in den Bezirksverwaltungen des MfS waren es ca. jeweils fünf Mitarbeiter. Allein schon aus diese Zahl mach deutlich, dass PUT nicht der Schwerpunkt war. Die Darstellung der anderen Bereiche der Linie IX, wie die Untersuchung von Spionageverbrechen, Verbrechen in der Volkswirtschaft, Untersuchung von Militärstraftaten, Ermittlungsverfahren gegen MfS-Angehörige, Aufklärung von Nazi- und Kriegsverbrechen oder Untersuchung von bedeutsamen Vorkommnissen (Mord, Brände usw.) sucht man in der medialen Darstellung vergeblich, da sie nicht ins Konzept passen und mit der vorgegaukelten „flächendeckenden Überwachung der Bevölkerung“ nicht in Einklang zu bringen sind.
Zur besseren Vorstellung ein Zahlenbeispiel. Ich habe mal die Einsätze der Spezialkommission (SK) der Linie IX einer Bezirksverwaltung über den Zeitraum von zwei Jahren betrachtet. Die SK(en) war dafür zuständig, bei für das MfS relevaten Vorkommnissen den Ersten Angriff zu realisieren und danach zu ermitteln. In einem Zeitraum von zwei Jahren wurden durch die SK einer BV insgesamt 102 Einsätze realisiert, die sich wie folgt aufteilten:
35 Brände
8 Havarien/Störungen
8 Suizide
5 Morde
2 fahrlässige Tötungen
4 natürliche Todesfälle
2 Körperverletzungen
8 Einsätze wegen schriftlicher staatsfeindlicher Hetze
6 Einsätze wegen Diebstahls
7 Einsätze wegen öffentlicher Herabwürdigung
4 Einsätze wegen unbefugten Waffen- und Sprengmittelbesitzes
3 Einsätze wegen Sachbeschädigung
2 Einsätze wegen der Androhung von Gewaltakten
2 Einsätze wegen Hausfriedensbruchs
1 Einsatz wegen unbefugter Benutzung von Kfz
1 Einsatz wegen der gewaltsamen Öffnung eines Panzerschranks
1 Einsatz Verdacht Fahnenflucht
1 Einsatz Untersuchung eines unbekannten Objekts
1 Einsatz Untersuchung Sprengstoffverdächtiger Gegenstand
1 Einsatz Untersuchung des Angriffs auf ein Militärfahrzeug.

Auch hiebei ist erkennbar, dass der Schwerpunkt der Arbeit nicht bei „politischen“ Delikten lag.
Selbstverständlich muss jeder seine individuelle Sicht bzw. Meinung haben und schreiben. Quelle: Augenzeuge.
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Re: Was haltet Ihr von diesem Vorschlag ?

Beitragvon Edelknabe » 3. September 2011, 17:10

Es wäre an der Zeit, den Fred hier ab einer bestimmten Seite abzutrennen und ihn in den offiziellen Teil (auch für Gäste zugänglichen Teil) unterzubringen. Das Ganze sollte also bitte nicht nur hier "unter uns hartgesottenen Ideologen"betrachtet und behandelt werden, weil so meine ich wirklich sehr sachkundige Aussagen(siehe Merkur) mittlerweile auflaufen die es Wert sind für Alle zugänglich zu sein.
Nur wie nennen wir ihn? "Eventuell "Das Ministerium für Staatssicherheit der DDR?" Oder...Vorschläge sind erwünscht.

Rainer-Maria und alle politischen Häftlinge der DDR waren völlig unschuldig. "Waren sie das wirklich, wirklich Alle?"
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Re: Was haltet Ihr von diesem Vorschlag ?

Beitragvon augenzeuge » 3. September 2011, 18:59

Edelknabe hat geschrieben:Es wäre an der Zeit, den Fred hier ab einer bestimmten Seite abzutrennen und ihn in den offiziellen Teil (auch für Gäste zugänglichen Teil) unterzubringen.


Ja, sehe ich auch so....erledigt! [wink]

Edelknabe hat geschrieben:Rainer-Maria und alle politischen Häftlinge der DDR waren völlig unschuldig. "Waren sie das wirklich, wirklich Alle?"


Politische Häftlinge in der DDR? Gab es offiziell gar nicht. Zitat: Wiki:" Die DDR-Behörden selbst haben den Begriff Politische Haft nicht gebraucht, sondern die Existenz politischer Häftlinge geleugnet." Allerdings gab 1981 Honecker zu, das man welche bis 1979 gehabt hatte...... [shocked]

Aber:
Politische Haft wurde in der DDR in der Regel durch das Ministerium für Staatssicherheit eingeleitet. Insgesamt 17 Untersuchungshaftanstalten in Ost-Berlin sowie den Bezirkshauptstädten wurden von der Abteilung XIV des Ministeriums für Staatssicherheit unterhalten.

Die Bundeszentrale für politische Bildung stellt dazu fest: „Das MfS unterhielt eigene Untersuchungshaftanstalten, in denen physische und psychische Misshandlungen politischer Gefangener keine Ausnahme bildeten. Auch nach der Entlassung mussten politische Gefangene mit Restriktionen rechnen, z. B. Berufsverboten.“
(wiki)
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Re: Was haltet Ihr von diesem Vorschlag ?

Beitragvon augenzeuge » 3. September 2011, 19:16

Merkur hat geschrieben:Die DDR wurde von keinem internationalem Gremium, auch nicht der UNO, kritisiert oder gerügt, dass sie internationales Recht gebrochen hätte oder sich gegen Gesetze der Menschlichkeit vergangen hätte. Diese Vorwürfe entstanden erst nach 1990.


Naja, Merkur. Was ist denn die UNO? Diese vetoabhängige Institution, die heute noch nicht schnell reagieren kann? [flash]
Amnesty International als internationale Institution hat sehr wohl die DDR mehrfach offen kritisiert. Amnesty betreute zwischen 1961 und 1989 insgesamt 2.100 politische Gefangene in der DDR. Ständig prangerte sie massive Menschenrechtsverletzungen in der DDR an.

Und nicht zuletzt: Wie hat das MfS denn verhindert, dass kritikfähige Aspekte außer Landes gelangen konnten? Erst nach 1990 war das anders. Ab dann hat man erst erfahren, was alles so gern verschwiegen werden sollte.
http://www.jugendopposition.de/index.php?id=191
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Re: Die Arbeit des MfS

Beitragvon Interessierter » 3. September 2011, 20:40

Merkur schrieb:
Was "gleichen Strafmaßnahmen" betrifft.
Lies mal das Buch "Jeder stirbt für sich allein" von H. Fallada. Darin verarbeitet er Romanhaft den realen Fall eines Berliner Ehepaares welches mittels selbstgefertigter Flugblättern zum Sturz der NS Diktatur aufrief. Sie wurden zum Tode verurteilt und das Urteil wurde vollstreckt.
Jetzt nenne bitte einen Fall aus der DDR wo an einem Flugblatthersteller und Verteiler für nur diesen Tatbestand die gleiche Strafmaßnahme angewendet wurde.
@ Merkur
Also den letzten Satz finde ich nun wirklich nicht nur beschämend und peinlich, sondern er zeigt auch die totale Hilflosigkeit in der Argumentation auf.
Merkur, wenn Dir nichts anderes einfällt, als lobend hervorzuheben, daß in der DDR niemand wegen des Verteilens von Flugbättern zum Tode verurteilt wurde, mit Verlaub -dann tust du mir nur unendlich leid.

Ganz persönlich frage ich mich auch warum zur Rechtfertigung des vom MfS begangenen Unrechts hier diverse Nebenschauplätze aufgebaut werden?
Es geht hier um begangenes Unrecht an Menschen, wie beispielsweise politischen Gefangene und andere. Es interessiert doch keinen einzigen Menschen, der beispielsweise zu Unrecht in Stasigefängnissen eingesessen hat, welcher Kern der politischen Ideologie oder welche politischen Zusammenhänge bei der Beurteilung von " Stasiunrecht " zu berücksichtigen sind.
Da muß man auch nicht diese und jene Bücher lesen um das geschehene Unrecht zu verstehen und rechtfertigen zu können.

Warum versuchen es gewisse Personen eigentlich immer wieder?

Warum eigentlich immer in der Anonymität des Internets?

Warum eigentlich nicht öffentlich ?


Die Antwort mag sich jeder selber geben.

Und letztendlich warum liest man eigentlich nie von ehemaligen Mitarbeitern, daß Ihnen viele Dinge, die das MfS zu verantworten hatte, aus heutiger Sicht leid tun?

Ich persönliche meine, daß man endlich aufeinanderzugehen sollte und auch mit Vorhaltungen in Bezug auf Stasimitarbeiter aufhören sollte.
Wenn aber immer wieder diese Rechtfertigungsversuche gemacht werden, wird es leider nicht dazu kommen. Da helfen auch die Versuche nicht sich eine " Opferlegende " als unschuldig angegriffene, ehemalige Mitarbeiter aufzubauen.

Die Hoffnung stirbt zuletzt.

[rose]
Interessierter
 

Re: Die Arbeit des MfS

Beitragvon Nostalgiker » 3. September 2011, 20:55

Augenzeuge hat geschrieben:Was ist denn die UNO?


Du scheinst es Dir auch so zu drehen wie es Dir in den Kram passt.

Genau diese UNO ist dieses Gremium auf dessen "Allgemeine Erklärung der Menschenrechte", UNO-Resolution 217 A (III) vom 10. Dezember 1948, sich die Ausreisewilligen und da besonders auf den
Artikel 13

1. Jede Person hat das Recht, sich innerhalb eines Staates frei zu bewegen und ihren Aufenthaltsort frei zu wählen.
2. Jede Person hat das Recht, jedes Land, inklusive ihres eigenen, zu verlassen und in ihr Land zurückzukehren.

berufen haben weil die DDR Mitglied der UNO war.
Die UNO ein Schnarchnasenverein? Wo es das Papier nicht wert ist auf dem sie ihre Deklarationen, Resolutionen drucken wenn es Dir nicht in den Kram passt?

Amnesty protestiert gegen alles und jeden, auch gegen die Bundesrepublik und fand übrigens die Unterbringung der RAF Häftlinge auch nicht so toll.

Also mal alles ein wenig in den Relationen sehen.

Auch empfinde ich es als sehr schmalen Grad wo "freie" Meinungsäußerung aufhört und "bewußte" Provokation anfängt.
Entschuldige Augenzeuge aber ich sehe vieles was gerade die Bürgerbewegten machten als offene Provokation und ein austesten "wie weit kann ich gehen" an.
Es macht für mich schon einen Unterschied ob ich mich kritisch mit dem System auseinandersetze (Harich, Bahro, Henrich, Janka) oder ob ich bewußt provoziere(Jahn, Fuchs, Lengsfeld, Klier, Krawczyk) und dadurch in den Fokus des MfS gerate.
Die erstgenannten gingen für ihre Ansichten in den Knast, die zweitgenannten bekamen unter anderem Studienaufenthalte in England spendiert und wurden ohne großes Bimborium in den Westen verfrachtet.

Gruß
Nostalgiker
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Re: Die Arbeit des MfS

Beitragvon augenzeuge » 3. September 2011, 20:57

Interessierter hat geschrieben:Merkur schrieb:
Was "gleichen Strafmaßnahmen" betrifft.
Lies mal das Buch "Jeder stirbt für sich allein" von H. Fallada. Darin verarbeitet er Romanhaft den realen Fall eines Berliner Ehepaares welches mittels selbstgefertigter Flugblättern zum Sturz der NS Diktatur aufrief. Sie wurden zum Tode verurteilt und das Urteil wurde vollstreckt.
Jetzt nenne bitte einen Fall aus der DDR wo an einem Flugblatthersteller und Verteiler für nur diesen Tatbestand die gleiche Strafmaßnahme angewendet wurde.
@ Merkur
Also den letzten Satz finde ich nun wirklich nicht nur beschämend und peinlich, sondern er zeigt auch die totale Hilflosigkeit in der Argumentation auf.
Merkur, wenn Dir nichts anderes einfällt, als lobend hervorzuheben, daß in der DDR niemand wegen des Verteilens von Flugbättern zum Tode verurteilt wurde, mit Verlaub -dann tust du mir nur unendlich leid.

Ganz persönlich frage ich mich auch warum zur Rechtfertigung des vom MfS begangenen Unrechts hier diverse Nebenschauplätze aufgebaut werden?
Es geht hier um begangenes Unrecht an Menschen, wie beispielsweise politischen Gefangene und andere. Es interessiert doch keinen einzigen Menschen, der beispielsweise zu Unrecht in Stasigefängnissen eingesessen hat, welcher Kern der politischen Ideologie oder welche politischen Zusammenhänge bei der Beurteilung von " Stasiunrecht " zu berücksichtigen sind.
Da muß man auch nicht diese und jene Bücher lesen um das geschehene Unrecht zu verstehen und rechtfertigen zu können.

Warum versuchen es gewisse Personen eigentlich immer wieder?

Warum eigentlich immer in der Anonymität des Internets?

Warum eigentlich nicht öffentlich ?


Die Antwort mag sich jeder selber geben.

Und letztendlich warum liest man eigentlich nie von ehemaligen Mitarbeitern, daß Ihnen viele Dinge, die das MfS zu verantworten hatte, aus heutiger Sicht leid tun?

Ich persönliche meine, daß man endlich aufeinanderzugehen sollte und auch mit Vorhaltungen in Bezug auf Stasimitarbeiter aufhören sollte.
Wenn aber immer wieder diese Rechtfertigungsversuche gemacht werden, wird es leider nicht dazu kommen. Da helfen auch die Versuche nicht sich eine " Opferlegende " als unschuldig angegriffene, ehemalige Mitarbeiter aufzubauen.

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Sorry, Interessierter, hier musst du Nostalgiker beschuldigen, merkur hat das nicht geschrieben. Besser die Zitierfunktion nutzen!!
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Re: Die Arbeit des MfS

Beitragvon Edelknabe » 3. September 2011, 20:58

Interessierter und die Anonymität der Anderen. Es wäre an der Zeit, mal langsam die eigenen Hosen herunter zu lassen um dich besser zu verstehen, auch hier im Forum einigermaßen einzuordnen.
Solltest du das schon irgendwie hier in den Freds getan haben...entschuldige doch meine Neugierde, dann geht das in Ordnung.
Was bist du für Einer, ich tippe einmal auf Antikommunist...oder wirst du mich eines Anderen...nein, nein, nicht belehren, aber vielleicht besser erklären?
Und bleib ganz locker, denn ich bleibe es auch.

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Re: Die Arbeit des MfS

Beitragvon augenzeuge » 3. September 2011, 21:00

Nostalgiker hat geschrieben:
Amnesty protestiert gegen alles und jeden, auch gegen die Bundesrepublik und fand übrigens die Unterbringung der RAF Häftlinge auch nicht so toll.

Also mal alles ein wenig in den Relationen sehen.


Immer wieder die Vergleiche von RAF und polit. Häftlingen der DDR. Wach auf, Nostalgiker, du scheinst die Relationen verloren zu haben. [sick]
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