In Verantwortung - Hans Modrow und der deutsche Umbruch 1989/90

Hier können Bücher vorgestellt und besprochen werden, die in den Bereich politische Systeme gehören.

Re: In Verantwortung - Hans Modrow und der deutsche Umbruch 1989/90

Beitragvon augenzeuge » 20. Juli 2019, 10:42

karnak hat geschrieben:[grin] Verschone mich doch mit diesen SED Milliarden Quark, wenn man sich etwas länger damit befasst stellt man fest , zu 99 % steht längst fest wo das Geld hingegangen ist.


Nein, tue ich nicht. Einfach etwas Lektüre für dich und andere Zweifler: [hallo]
Tatsächlich ist die SED eine der reichsten Parteien Europas: 6,1 Milliarden DDR-Mark an Barvermögen, davon 3,3 Milliarden in Fonds. Hinzu kommt ein umfangreicher Immobilien- und Grundstücksbesitz, Verlage und Betriebe.

https://www.mdr.de/zeitreise/sed-vermoe ... 28d56.html

AZ
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Re: In Verantwortung - Hans Modrow und der deutsche Umbruch 1989/90

Beitragvon Interessierter » 20. Juli 2019, 10:52

kar
nak » 20. Jul 2019, 11:36
einfach nur völlig überzogenes Gelaber.


Bezogen auf das von mir Kritisierte beneiden und im Staub liegen, auf das du " geschickt " nicht eingegangen bist, möchte ich dir auf keinen Fall widersprechen.
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Re: In Verantwortung - Hans Modrow und der deutsche Umbruch 1989/90

Beitragvon karnak » 20. Juli 2019, 10:56

Aus diesen Beitrag kann ich aber nicht erlesen, dass irgendwelchen juristischen Personen, also ehemaligen willfährigen Helfern und heutigen Gaunern irgendwelche Beträge überwiesen oder Immobilien zugeschantzt wurden. Ich erkenne lediglich, dass eine Partei ihr Vermögen sichert. Und bei 2, 5 Millionen Mitgliedern und 40 Jahren Zeit sollte da was zusammengekommen sein. Da nun die SED nicht wie die NSDAP zur kriminellen Organisation benannt wurde verstehe ich nicht so ganz wieso der Staat Bundesrepublik, der den Zuschlag für das Staatsgebiet der DDR bekommen hat meint, auch ein Recht am Vermögen einer Partei zu haben. Das nun diese Partei die diesen Eindruck gewinnen musste den Versuch unternimmt ihr Vermögen in Sicherheit zu bringen ist für mich zumindest nachvollziehbar.
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Re: In Verantwortung - Hans Modrow und der deutsche Umbruch 1989/90

Beitragvon karnak » 20. Juli 2019, 10:58

Interessierter hat geschrieben:kar
nak » 20. Jul 2019, 11:36
einfach nur völlig überzogenes Gelaber.


Bezogen auf das von mir Kritisierte beneiden und im Staub liegen, auf das du " geschickt " nicht eingegangen bist, möchte ich dir auf keinen Fall widersprechen.

[grin] Ich bin darauf nicht eingegangen weil ich es am Ende letztlich nicht beweisen kann, der Verdacht drängt sich bei manchen Äußerungen und aufgesetzter Empörung allerdings auf. [flash]
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Re: In Verantwortung - Hans Modrow und der deutsche Umbruch 1989/90

Beitragvon Nostalgiker » 20. Juli 2019, 11:15

Interessierter hat geschrieben:
Bezogen auf das von mir Kritisierte beneiden und im Staub liegen, auf das du " geschickt " nicht eingegangen bist, möchte ich dir auf keinen Fall widersprechen.


Rechtschreibfehler? Erkenne ich da etwa Rechtschreibfehler?

Wenn das unser unbescholtener und über alles erhabene Deutsch-, Sport-, Geographie- und Mathematiklehrer liest ........
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Re: In Verantwortung - Hans Modrow und der deutsche Umbruch 1989/90

Beitragvon Danny_1000 » 20. Juli 2019, 12:53

augenzeuge hat geschrieben:...... Das Zusammenknüppeln der Demonstranten in Dresden 1989 stoppte er auch nicht.

AZ

Bevor du hier nun orakelst rate ich, das Buch zu lesen. Da schreibt er etwas zu den Vorgängen in Dresden - durchaus auch selbstkritisch und nachvollziehbar.

Buchzitat "In Verantwortung Hans Modrow und der deutsche Umbruch 1989 1990 "

„Zum Einsatz am 4. Oktober stehe ich. Hätten wir den Bahnhof nicht mit aller Macht geräumt, hätte es bei der Ein- und Durchfahrt der drei Züge eine Katastrophe mit Mord und Totschlag gegeben….Gegen Mittag erhielt ich von Honecker ein verschlüsseltes Telegramm mit der Information, dass die Züge über Dresden fahren werden. Mehr nicht. Dass dafür Abmachungen bestanden zwischen der DDR und der BRD, dass die BRD Honeckers Willen nachgegeben hatte, die Züge unbedingt über die DDR fahren zu lassen, um den Flüchtlingen unterwegs die DDR-Pässe abnehmen zu können, dass in den Zügen hochrangige Beamte des Bonner Auswärtigen Amtes mitfuhren, unter anderem Herr Ischinger, der heute Chef der Münchener Sicherheitskonferenz ist, all das erfuhr ich erst nach 1990. Berlin und Bonn hatten die Fahrt dieser Züge vereinbart. …..

Auf Nachfrage, ob er die Unverhältnismäßigkeit des Gewalteinsatzes nicht hätte verhindern können und er nicht mutig genug gewesen wäre, antwortete Modrow, dass er dies nicht gewesen sei….Zitatende



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Re: In Verantwortung - Hans Modrow und der deutsche Umbruch 1989/90

Beitragvon augenzeuge » 20. Juli 2019, 13:23

Danny, ich habe nicht orakelt, über Modrow gibt es nicht nur dieses Buch. Und ich denke, es ist legitim, mal zu fragen. Ich kann mir nicht jedes Buch kaufen, wenn ich ein paar Informationen haben möchte. Meine Schlüsse ziehe ich aus mehreren Quellen.

Sonst danke für die Antwort.

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Re: In Verantwortung - Hans Modrow und der deutsche Umbruch 1989/90

Beitragvon Interessierter » 20. Juli 2019, 13:56

pentium » 19. Jul 2019, 16:50
Eigentlich sollte man erst mal das Buch lesen...


Aber auch nur eigentlich, denn auch ohne es gelesen zu haben weiß man, dass in seiner Zeit die Aktenvernichtung bei der Auslandsaufklärung stattfand und dass in seiner Amtszeit die Wahlfälschungen in der DDR stattfanden, für die er sich vor Gericht verantworten musste.

Weiter war er Gegner der Wiedervereinigung und wollre bei 2 Deutschen Staaten bleiben, in dem er meinte das menschenverachtende und verbrecherische System, zu dem er ja selbst gehörte, reformieren zu können. Welch irre Vorstellung, einmal davon abgesehen, dass der Wille des Volkes ein ganz anderer war.

Dieser Wille des Volkes gefiel natürlich damals nicht den Dienern und Anhängern dieser Diktatur, genau so wenig wie es dem kleinen Rest der " Ewiggestrigen " auch heute nicht gefällt.

Im Gegensatz zur SED Diktatur ist es im wiedervereinten Deutschland jedem freigestellt sein Buch zu lesen; aber um sich eine Meinung über Modrow bilden zu können sollte oder muss man sein Buch nicht gelesen haben.
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Re: In Verantwortung - Hans Modrow und der deutsche Umbruch 1989/90

Beitragvon Nostalgiker » 20. Juli 2019, 15:31

Interessierter, du bist einfach widerwärtig! Da hilft auch die Begründung nicht mehr das du nur in der Lage bist penetrante, populistische und lügnerische Sprechblasen abzulassen. Zu mehr reicht es bei dir nicht.

Wer so redet, schreibt und demzufolge auch denkt braucht sich über den noch immer vorhandenen Graben zwischen Ost und West nicht weiter zu wundern.
Besonders wenn du die Ursachen für das Nichtverstehen von Ost und West selbstverständlich nur im Osten suchst. Du meinst ja alles richtig zu wissen und gemacht zu haben.
Falsch!
Du weißt weder was, noch hast du irgendeinen Beitrag dazu geleistet das Ost und West sich annähern können.
Du bist das Klischee des Besserwessis.
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Re: In Verantwortung - Hans Modrow und der deutsche Umbruch 1989/90

Beitragvon Merkur » 20. Juli 2019, 16:28

augenzeuge hat geschrieben:Ich kann mir nicht jedes Buch kaufen
AZ


Ein paar Wesentliche würden schon ausreichen. [hallo]
Selbstverständlich muss jeder seine individuelle Sicht bzw. Meinung haben und schreiben. Quelle: Augenzeuge.
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Re: In Verantwortung - Hans Modrow und der deutsche Umbruch 1989/90

Beitragvon Danny_1000 » 20. Juli 2019, 16:28

In seinem Buch las ich übrigens auch, dass er laut einer Umfrage, die zwischen dem 19. und 21.Dezember 1989 durchgeführt wurde, Zustimmungswerte von knapp 59% unter der DDR- Bevölkerung erzielte. Westmedial wurde damals ein ganz anderer Eindruck vermittelt. Die damals schon abgewirtschaftete SED kam nur auf 34%.
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Re: In Verantwortung - Hans Modrow und der deutsche Umbruch 1989/90

Beitragvon Merkur » 20. Juli 2019, 16:43

Danny_1000 hat geschrieben:Westmedial wurde damals ein ganz anderer Eindruck vermittelt.


Kann man hier und heute übrigens auch gut beobachten. [flash]
Selbstverständlich muss jeder seine individuelle Sicht bzw. Meinung haben und schreiben. Quelle: Augenzeuge.
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Re: In Verantwortung - Hans Modrow und der deutsche Umbruch 1989/90

Beitragvon augenzeuge » 20. Juli 2019, 16:48

Zustimmungswerte von knapp 59% unter der DDR- Bevölkerung erzielt

Sorry, das bezweifle ich zu diesem Zeitpunkt ganz stark. Zu Weihnachten wollte die Masse den Anschluss, die DM, niemals war da eine Mehrheit für Modrow.

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Re: In Verantwortung - Hans Modrow und der deutsche Umbruch 1989/90

Beitragvon augenzeuge » 20. Juli 2019, 16:49

Merkur hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Ich kann mir nicht jedes Buch kaufen
AZ


Ein paar Wesentliche würden schon ausreichen. [hallo]


Bei mir nicht.

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Re: In Verantwortung - Hans Modrow und der deutsche Umbruch 1989/90

Beitragvon pentium » 20. Juli 2019, 17:00

augenzeuge hat geschrieben:
Zustimmungswerte von knapp 59% unter der DDR- Bevölkerung erzielt

Sorry, das bezweifle ich zu diesem Zeitpunkt ganz stark. Zu Weihnachten wollte die Masse den Anschluss, die DM, niemals war da eine Mehrheit für Modrow.

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Weihnachten 1989? Da war nach meiner Erinnerung von einem "Anschluss" (erinnert mich jetzt irgendwie an die Ostmark) noch keine Rede...und warum soll da nicht eine knappe Mehrheit für Modrow gewesen sein...eben jene 59%.
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
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Re: In Verantwortung - Hans Modrow und der deutsche Umbruch 1989/90

Beitragvon Danny_1000 » 20. Juli 2019, 17:47

augenzeuge hat geschrieben:
Zustimmungswerte von knapp 59% unter der DDR- Bevölkerung erzielt

Sorry, das bezweifle ich zu diesem Zeitpunkt ganz stark. Zu Weihnachten wollte die Masse den Anschluss, die DM, niemals war da eine Mehrheit für Modrow.

AZ


Ich, der damals in der DDR lebte bezweifle das nicht. Es gab schon viele Menschen, die grosse Angst vor einem Bürgerkrieg oder kriegsähnlichen Zuständen in der DDR hatte. Modrow wirkte hier, neben seinen vielen Fehlern, die er machte, beruhigend, souverän und ausgleichend.

Es gab in der DDR, wie uns der Wilfried hier ständig erklären will, nicht das Volk, welches die DDR rundherum ablehnte. Solch eine Auffassung zeigt, wie wenig dieser User wirklich vom Thema versteht.

Darüber hinaus rate ich Dir, das Buch zu lesen, trotz des ganz schön hohen Preises. Es ist mal der etwas andere Blick.
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Re: In Verantwortung - Hans Modrow und der deutsche Umbruch 1989/90

Beitragvon augenzeuge » 20. Juli 2019, 18:23

Danny, ich weilte zu dieser Zeit sehr oft in der DDR. Hatte ja viel nachzuholen. Ich diskutierte viel über die Zukunft. Natürlich gab es da ganz unterschiedliche Meinungen, was ich so ab Weihnachten herausfand, das Ziel der meisten war die Einheit. Man wollte keine Versuche mehr. Und Kohl versprach sehr viel.

Noch Anfang Dezember hatte ich mit alten Freunden der Abiklasse einen anderen Eindruck, da waren noch viele von der reformierbaren DDR überzeugt. Modrow erschien damals einigen kurzzeitig als der große Hoffnungsträger. Aber der konnte er kaum sein. Es war alles sehr von der schnelllebigen Zeit abhängig.

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Re: In Verantwortung - Hans Modrow und der deutsche Umbruch 1989/90

Beitragvon Nostalgiker » 20. Juli 2019, 18:42

Der Plan von Kohl, noch einmal nachgeschaut, sah einen Zeitrahmen von ca. 10 Jahren vor und nach diesen 10 Jahren sollte das Thema Wiedervereinigung auf den Tisch .....

Die Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion vom 18.Mai 1990 war letztendlich der letzte Sargnagel für ein schnelles Sterben der DDR ........

Und politisch war bestimmt nicht ein 41er Jahrestag einer DDR gewollt .......
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Re: In Verantwortung - Hans Modrow und der deutsche Umbruch 1989/90

Beitragvon Volker Zottmann » 20. Juli 2019, 23:31

Merkur hat geschrieben:
Volker Zottmann hat geschrieben:Modrow schaffte mit einem Gesetz die Möglichkeit, noch vor dem DDR-Beitritt das Land auf dem ein selbstgebautes Haus, oder wie in meinem Fall, die selbst erbaute Firma stand, preiswert käuflich zu erwerben. Dafür habe ich ihn seinerzeit ebenso wie für seinen unermüdlichen Fleiß in dieser Zeit gelobt. Nicht ahnend, wie vielen Bonzen er mit gerade diesem Gesetz unredlichen Erwerb von Volksvermögen zu Schleuderpreisen ermöglichte. Einige wenige Nutznießer mussten ja, so wie auch Krenz, der verurteilte Totschläger, wieder "seine" Immobilien herausrücken.
Ein Wolf im Schafspelz!

Gruß Volker


Na dann bist Du ja quasi ein Begünstigter vom „Wolf im Schafspelz“ und ein Beispiel dafür, dass nicht nur die „Bonzen“ profitierten.

Sicher, in dem Fall schon.
Nur war der Sinn dieses Gesetzes wohl nur augenscheinlich für die kleinen Häuslebauer auf DDR-Grund gemacht. Dahinter versteckte sich doch in Wirklichkeit der Coup, die hohen Herren wie Krenz und Co "angemessen" zu versorgen.
Ich selbst habe 550 ganze Quadratmeter für je 50 Pfennige gekauft.

Oh, was fühle ich mich schuldig! [flash]

Gruß Volker
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Re: In Verantwortung - Hans Modrow und der deutsche Umbruch 1989/90

Beitragvon Nostalgiker » 21. Juli 2019, 08:36

Ich weiß zwar nicht was du unter "angemessen" verstehst aber das Haus von E. Krenz in das er Anfang 1990 ? gezogen ist war ein DDR Standardbau eines Hauses im Bungalowstil aus Fertigteilen. Nichts sensationelles.Typ "Magdeburg"
Dies Häuser wurden in Varianten gebaut da sie zu DDR Zeiten als Wohnsitze für westliche Diplomaten vorgesehen waren.

Da das Haus, in dem er bis Ende der 90er Jahre wohnte, in der Nähe meiner damaligen Wohnung lag wurde neugieriger Besuch zum schauen hingeführt.

50 Pfennig pro Quadratmeter, na wenn da mal nicht Schummellei und Vetternwirtschaft im spiel war.

ansonsten ist der Beitrag ein beeindruckendes Beispiel für Sozialneid eines angeblich zu kurz gekommenen.
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
Aber damit sind diese Hoffnungen nicht erledigt. Stefan Hermlin

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Re: In Verantwortung - Hans Modrow und der deutsche Umbruch 1989/90

Beitragvon HPA » 21. Juli 2019, 09:20

Merkur hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Ich kann mir nicht jedes Buch kaufen
AZ


Ein paar Wesentliche würden schon ausreichen. [hallo]


Selbstdenkmäler gehören mit Sicherheit nicht dazu.
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Re: In Verantwortung - Hans Modrow und der deutsche Umbruch 1989/90

Beitragvon Interessierter » 21. Juli 2019, 10:15

Zitat Danny_1000:
Es gab in der DDR, wie uns der Wilfried hier ständig erklären will, nicht das Volk, welches die DDR rundherum ablehnte. Solch eine Auffassung zeigt, wie wenig dieser User wirklich vom Thema versteht.

Darüber hinaus rate ich Dir, das Buch zu lesen, trotz des ganz schön hohen Preises. Es ist mal der etwas andere Blick.


Kann es vielleicht sein, dass du einen " anderen Blick " benötigst, um damalige Realitäten wahrheitsgetreu wiederzugeben?

Übrigens bist du ganz sicher nicht die Person, die mir etwas zu raten hat; aber du darfst gerne raten wie ich deine Ausführungen einordne... [wink]
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Re: In Verantwortung - Hans Modrow und der deutsche Umbruch 1989/90

Beitragvon Nostalgiker » 21. Juli 2019, 10:24

Ganz schön überheblich für einen Bildungsverweigerer.
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
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Re: In Verantwortung - Hans Modrow und der deutsche Umbruch 1989/90

Beitragvon Volker Zottmann » 21. Juli 2019, 11:48

Nostalgiker hat geschrieben:Ich weiß zwar nicht was du unter "angemessen" verstehst aber das Haus von E. Krenz in das er Anfang 1990 ? gezogen ist war ein DDR Standardbau eines Hauses im Bungalowstil aus Fertigteilen. Nichts sensationelles.Typ "Magdeburg"
Dies Häuser wurden in Varianten gebaut da sie zu DDR Zeiten als Wohnsitze für westliche Diplomaten vorgesehen waren.

Da das Haus, in dem er bis Ende der 90er Jahre wohnte, in der Nähe meiner damaligen Wohnung lag wurde neugieriger Besuch zum schauen hingeführt.

50 Pfennig pro Quadratmeter, na wenn da mal nicht Schummellei und Vetternwirtschaft im spiel war.

ansonsten ist der Beitrag ein beeindruckendes Beispiel für Sozialneid eines angeblich zu kurz gekommenen.


Angemessen in Gänsefüßchen sind schon für damalige Ex-Würdenträger bezeichnend. Denn viele haben Dank Modrowgesetzen eben die Immobilien sehr stark im Preis herabgesetzt ergaunert.
Es ist schon ein Unterschied, zu niedrigen, aber staatlich festgelegten Bodenpreisen, wie sie in weiten Teilen der DDR nach der Wende zur Anwendung kamen, sein Grundstück zu kaufen oder ohne vorherigen Besitz ein Haus zu ergaunern.
Wo da Sozialneid bei mir sein soll, hab ich immer noch nicht geschnallt. Und zu kurz bin ich im Leben nie gekommen, da ich offenen Auges und mit Fleiß meine heutigen Besitzstände ohne Schummelei selbst schuf.
Was Du armer Nostalgiker da herausliest, ist völlig nebensächlich und falsch ist es allemal.

Fakt ist jedoch, dass Menschen wie Krenz nicht grundlos ihre Immobilien wieder herausrücken mussten. Das hatte auch was mit ihrer Regierungskriminalität zu tun. Einfache und arbeitssame Menschen hat das nicht betroffen.
Deine Neidvorstellung ist schwachsinnig. Schadenfreude samt späterer Genugtuung ist aber schon bei mir und vielen anderen Krenz betreffend aufgekommen.

Gruß Volker
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Re: In Verantwortung - Hans Modrow und der deutsche Umbruch 1989/90

Beitragvon karnak » 21. Juli 2019, 12:19

Welche Immobilie musste Egon Krenz eigentlich wieder rausrücken?
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Re: In Verantwortung - Hans Modrow und der deutsche Umbruch 1989/90

Beitragvon augenzeuge » 21. Juli 2019, 12:24

karnak hat geschrieben:Welche Immobilie musste Egon Krenz eigentlich wieder rausrücken?


Sicher das hier:
https://www.welt.de/print-welt/article6 ... kauft.html

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Re: In Verantwortung - Hans Modrow und der deutsche Umbruch 1989/90

Beitragvon HPA » 21. Juli 2019, 12:25

karnak hat geschrieben:Welche Immobilie musste Egon Krenz eigentlich wieder rausrücken?


Das ehemalige Wohnhaus des früheren DDR-Staats- und Parteichefs Egon Krenz am Majakowskiring (Pankow) wird jetzt verkauft. Die Oberfinanzdirektion Berlin (OFD) bereitet das öffentliche Bieterverfahren vor, sagte der Sprecher der Behörde, Helmut John, der "Berliner Zeitung". Krenz hatte das 250 qm große Haus im Februar 1990 von der "Versorgungseinrichtung des Ministerrates" der DDR erworben. Im April 2003 hatte Krenz, der zurzeit eine Haftstrafe absitzt, das Haus geräumt. Er hatte einen Rechtsstreit mit der Oberfinanzdirektion verloren. Nach Ansicht der OFD war Krenz nicht der rechtmäßige Eigentümer des Flachbaus. OFD-Sprecher John beschrieb die Immobilie als "sehr großzügig und gut gepflegt"; er erwarte rege Nachfrage.


https://www.welt.de/print-welt/article6 ... kauft.html

Dazu auch hier: https://taz.de/!1771176/
HPA
 

Re: In Verantwortung - Hans Modrow und der deutsche Umbruch 1989/90

Beitragvon Volker Zottmann » 21. Juli 2019, 15:14

Ich danke Dir, Steffen HPA.
Komisch ist doch, dass wir uns an diese SED-Mauscheleien immer noch recht genau erinnern können. Dagegen einige "Gegenspieler" hier im Forum dann immer mit chronischer Amnesie zu kämpfen haben.
Warum nur muss man deren Schweinereien heute noch verharmlosen und obendrein wie der User Nostalgiker dann mir gehässig Neid unterstellen?
Da ziehe ich, andere sicher auch, meine ganz persönlichen Schlüsse.
Solche "Helden" brauchen mich nicht mehr anschwafeln. Die habe ich schon dahin verortet, wohin sie auch gehören.

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

Re: In Verantwortung - Hans Modrow und der deutsche Umbruch 1989/90

Beitragvon Merkur » 21. Juli 2019, 15:46

Volker Zottmann hat geschrieben:Komisch ist doch, dass wir uns an diese SED-Mauscheleien immer noch recht genau erinnern können.
Gruß Volker


Nun, als Begünstigter und damit Zeitzeuge wäre es ja auch schlimm, wenn Du dies alles vergessen hättest.
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Re: In Verantwortung - Hans Modrow und der deutsche Umbruch 1989/90

Beitragvon augenzeuge » 21. Juli 2019, 15:51

Merkur hat geschrieben:
Volker Zottmann hat geschrieben:Komisch ist doch, dass wir uns an diese SED-Mauscheleien immer noch recht genau erinnern können.
Gruß Volker


Nun, als Begünstigter und damit Zeitzeuge wäre es ja auch schlimm, wenn Du dies alles vergessen hättest.


Du hast sicher anderweitig diese "Vergesslichkeiten" schon mehrfach schlimm erlebt. Aber gut, dass es Zeitzeugen gibt. [grins]

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