Beethoven hat geschrieben:Ich kann den derzeitigen Gesundheitsminister nicht besonders gut leiden.
Freundlichst


Vielleicht beginnt man am besten mit dem Begriff: Spende. Eine Spende ist, per Definition, freiwillig. Sonst wäre sie eine Zwangsabgabe. Genau diesen Umstand aber, die Freiwilligkeit, möchte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nun ausgerechnet beim menschlichen Körper ändern. Der Grund ist, dass zu wenige Spenderorgane zur Verfügung stehen: Im vergangenen Jahr transplantierten Ärzte in Deutschland gerade mal 797 Organe und damit fast halb so viele wie noch im Jahr 2010.
Etwa 10.000 Menschen im Land warten aber auf ein Spenderherz, eine Niere oder ein anderes Organ. Spahn schlägt deshalb vor, ungefragt solle jeder Bundesbürger als Organspender gelten. Nur wer ausdrücklich widerspricht, solle künftig von der Organabgabepflicht ausgenommen sein.
Die Idee des Bundesgesundheitsministers erscheint wie die Kopfgeburt eines glücklichen Mitglieds des Bildungsbürgertums, das sich eines nicht vorstellen kann: dass längst nicht jeder so differenziert über sein Leben nachdenkt wie man selbst. Viele Menschen haben weder Muße noch den Verständnishorizont, sich in Ruhe damit auseinanderzusetzen, welche ihrer Organe ihnen wohl im Falle eines schweren Unfalls entnommen werden könnten, sofern sie keinen Widerspruch erheben.
Würde Spahns Vorschlag Realität, gäbe es viel zu viele, die überhaupt nicht verstehen würden, was ihren Angehörigen plötzlich widerfährt und warum der Staat das Recht dazu hat. Eine solche Pflicht würde die Vertrauenskrise in die Organspende und die Verfügungsgewalt des Staates verstärken. Der Körper eines Menschen darf niemals als Ersatzteillager zugunsten der Gesamtbevölkerung interpretiert werden. Aus juristischer Sicht gilt ein Schweigen erst einmal als Nein. Und das ist auch gut so.
Spahns Vorschlag geht zudem am Problem vorbei. Dass zuletzt so wenige Organe transplantiert wurden, liegt nämlich überhaupt nicht an fehlender Spendenbereitschaft. Eine aktuelle Veröffentlichung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zeigt, dass die Zahl der Deutschen mit Organspendeausweis stetig steigt. Das Problem liegt vielmehr darin, dass Krankenhäuser potenzielle Spender – Schwerstverletzte kurz vor dem Ableben auf ihren Intensivstationen – zu selten erkennen und melden. Das ergab eine jüngst veröffentlichte Untersuchung der Uniklinik Kiel.
Deshalb erscheint ein zweiter Vorschlag Spahns, der allerdings im Getöse über seine „Widerspruchslösung“ unterzugehen droht, deutlich sinnvoller: die Kliniken künftig besser für ihre Mitwirkung an Transplantationen zu bezahlen.

HPA hat geschrieben:AZ, nochmal: in den meisten europäischen Ländern gilt die Widerspruchslösung.
HPA hat geschrieben:AZ, nochmal: in den meisten europäischen Ländern gilt die Widerspruchslösung.

Menschen, die sich dagegen aussprechen, denken meist erst um, wenn sie selbst oder Angehörige betroffen sind.
Spartacus hat geschrieben:Wie ich gerade feststelle, hat keiner eine Ahnung von dem Thema.
Sparta

Beides gemeinsam, eine bessere Ausstattung/Finanzierung und eine neue Organtransplantationsgesetzgebung als Widerspruchslösung brächte eine spürbare Verbesserung.
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Das war ein grober Fehler der behandelnden Ärzte. Ein Trost ist es vielleicht, daran zu denken, dass vielen kranken Menschen geholfen werden konnte.Spartacus hat geschrieben:Nun es wurde gesagt, es werden lebensnotwendige Organe entnommen. Tatsächlich wurde mein Neffe regelrecht ausgeschlachtet, oder gehören die Augen,
der Darm, die Kopfhaut samt Haaren und noch anderes, was ich hier gar nicht schreiben will, zu den lebensnotwendigen Organen?
Sparta, dass keiner eine Ahnung oder Vorstellung hat, ist falsch und anmaßend!
Hoffentlich wird die Wissenschaft recht bald soweit sein, um Moleküle und ganze Zellen gezielt wie Lego
zusammen bauen zu können. Bis dahin ist die Organtransplantation wohl eine notwendige Übergangslösung.
Der festgestellte Hirntot ist nur eine Krücke, damit die von der Organentnahme Profitierenden
sich eine davon abgeleitete Rechtmäßigkeit für ihr Handeln zuschreiben können.
HPA hat geschrieben:Wenn Du einen nächsten Angehörigen hättest, welcher seit jahren auf ein Spenderorgan wartet, würdest Du nichts solchen Stuss verlinken!
Was passiert wohl mit einem Hirntoten, wenn man die Maschinen ,welche Atmung und Kreislauf aufrecht erhalten, abschaltet?
Aber meinetwegen kannst Du dir ja MMS (Chlorbleiche) und Kolloidiales Silber in sämtliche Körperöffungen stopfen, es wäre kein Verlust!!
Und wnen man dann liest was solche Spinner verbreiten: https://www.psiram.com/de/index.php/Hans_Tolzin
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