
Harald Hauswald/ Ostkreuz/ Lehmstedt Verlag
Pferdemarkt in Havelberg in den achtziger Jahren. Auf seinen Bildern zeigt der Fotograf Harald Hauswald die vermeintlichen Herrscher der DDR, die Proletarier, in unheroischer Pose.
Nebel liegt über dem Arbeiter- und Bauernstaat: Auf den Aufnahmen des Fotografen Harald Hauswald wirkt die DDR der achtziger Jahre wie ein verwunschenes Reich. Die Proletarier, die das Land beherrschen sollten, sind müde - und manchmal auch einfach nur betrunken.
Um die DDR zu verstehen, bedarf es es nur eines einzigen Fotos von Harald Hauswald: Ein Pferdefuhrwerk fährt in den achtziger Jahren über die Straße der Befreiung in Berlin-Lichtenberg. Direkt am Straßenrand steht eine heruntergekommene Gründerzeitvilla, die Fenster zum Teil mit Brettern vernagelt. Im Fotohintergrund, wie eine Tapete, die Ansicht von einem Plattenbaukomplex. Und ganz klein, fast am Bildrand, versteckt hinter einem Gebüsch, ein Wartburg.
Der flammende und doch hohl tönende Idealismus des Straßennamens, der Anachronismus des Gefährts, das Elend des Altbaus und die platte Brutalität der Betonfassade ergeben eine knappe und treffende Darstellung des Arbeiter- und Bauernstaats in seinen letzten Jahren.
Weiter mit dem Bericht und 9 weiteren Fotos hier:
http://www.spiegel.de/kultur/gesellscha ... 93549.html








![Denken [denken]](./images/smilies/denken.gif)

, dass ich wohl dort Enden werde habe ich auch noch dabei, zum Glück bringe ich dann Kohle mit, damit ist es wohl überall schön auf der Welt. ![Wink [wink]](./images/smilies/wink.gif)

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