Die Lage in der Ukraine Teil 2

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon augenzeuge » 10. Juli 2016, 09:50

HPA hat geschrieben:Aber wer zum Kuckuck ist nun Schnatterinchen??


Die Freundin von dem hier...Bild

AZ
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Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon Spartacus » 20. Juli 2016, 18:04

Ukraine: Journalist bei Bombenanschlag in Kiew getötet


http://www.spiegel.de/politik/ausland/u ... 03827.html


Stellungnahme der Informations- und Pressestelle des Außenministeriums Russlands zum Tod des Journalisten Pawel Scheremet in der Ukraine


Wir sind von dem zynischen Mord am russischen Staatsbürger Pawel Scheremet im Zentrum Kiews erschüttert worden. In Russland war er als Journalist und hervorragender Profi in seinem Fach bekannt.

Pawel Scheremet war eine Person, die viel Wert auf ihre Prinzipien legte und sich oft kritisch über die Behörden äußerte. Seine bürgerliche Position brachte er in seinen Reden und Artikeln zum Ausdruck. Dabei stimmte seine Meinung gar nicht immer mit der offiziellen Position überein. Aber in Russland drohte ihm trotz der Meinungsverschiedenheiten nie eine körperliche Gewalt für seine berufliche Tätigkeit.

Leider wurde sein Umzug in die Ukraine fatal für ihn. Pawel Scheremet ist zu einem weiteren Opfer des Systems geworden, das sich in diesem Land aktuell etabliert hat. Die ukrainischen Behörden, die die Unterstützung ihrer euroatlantischen Protektoren für ihre angeblichen Erfolge bei demokratischen Reformen genießen, haben seine Sicherheit nicht gewährleisten können.

Wie das in der Ukraine derzeit so üblich ist, haben sich sofort Personen gefunden, die vom Russland-Hass besessen sind und die auch in dieser Gewaltaktion „russische Spuren“ sehen.

Das ist bei weitem nicht der erste tragische Tod eines Journalisten in der Ukraine. Es gibt immer noch keine überzeugenden Ergebnisse der Ermittlung des Mordes an Georgi Gongadse, an Olesj Busina und an den im Konfliktraum im Südosten des Landes gestorbenen Journalisten. Hoffentlich wird diese ganze Reihe von unbestraften Morden endlich unterbrochen werden. Wir rechnen mit einer objektiven und gründlichen Ermittlung dieser Verbrechen und an der Bestrafung der Schuldigen.

Die russische Seite machte die Weltgemeinschaft auf die systematische Verletzung der eigenen Verpflichtungen im Bereich der Pressefreiheit und der Menschenrechte durch die Ukraine schon häufiger aufmerksam. Wir rufen die zuständigen internationalen Strukturen und Menschenrechtsorganisationen auf, ihre ganze Einflusskraft zu nutzen, damit die Behörden in Kiew die grundlegenden Völkerrechtsnormen einhalten und die Sicherheit von Journalisten gewährleisten.

Wir äußern den Verwandten Pawel Scheremets sowie der gesamten Journalistengemeinschaft unser Mitleid.


Es sterben zu viele Journalisten weltweit und zu meist sind es die besten. Um Antonia Rados habe ich auch immer Angst, wenn sie unterwegs ist.

Mal sehen, ob und wenn überhaupt, wann da was konkretes ermittelt werden kann.

LG

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon HPA » 20. Juli 2016, 18:24

Die Frage ist, wer dahinter steckt.Der gebürtige Belorusse ist einst vor Verfolgung nach Moskau geflüchtet und hat dort u.a. mit Boris Nemzow zusammen in der russischen Opposition zusammen gearbeitet.

D.h. er ist kein Kremlfreund.

Ausgerechnet das russische Aussenamt lehnt sich da angesichts der unzähligen toten Journalisten in Russland sehr weit aus dem Fenster. Vom Zynismus in dieser " Stellungnahme" reden wir da noch gar nicht.
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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon Interessierter » 21. Juli 2016, 10:55

Terror in der Ukraine
Tödlicher Anschlag auf Journalisten


Pawel Scheremet stirbt bei der Explosion einer Autobombe im Zentrum von Kiew. Er war ein erklärter Kritiker der russischen Ukraine-Politik.

http://www.taz.de/Terror-in-der-Ukraine/!5320927/
Interessierter
 

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon Spartacus » 22. Juli 2016, 16:48

Er war ein erklärter Kritiker der russischen Ukraine-Politik


Aber auch ein Vermittler der den Dialog mit Russland suchte, ein Wanderer zwischen den Welten gewissermaßen.

LG

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon pentium » 11. August 2016, 15:16

Ist da was im Busch?
Ukrainische Truppen in Kampfbereitschaft
http://www.tagesschau.de/ausland/krim-u ... d-101.html

Der ukrainische Präsident Poroschenko hat die Soldaten an der faktischen Grenze zu der von Russland annektierten Schwarzmeerhalbinsel Krim und zur Ostukraine in höchste Kampfbereitschaft versetzt. Das gab der Staatschef bekannt.

Nach Angaben des Generalstabes gab es zudem bereits seit Mittwoch Manöver im Süden des Landes. Sie seien aber länger geplant gewesen.

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon Spartacus » 11. August 2016, 17:26

Da ist garantiert was im Busch und das hört sich nicht gut an.

Der FSB hat nach eigenen Angaben eine Terror Attacke auf der Krim vereitelt und mehrere Personen festgenommen.
Unter anderem einen ukrainischen Geheimdienstagenten, namens Yevgeny Panov ( GRU).



Es sollen auch bereits starke russische Kräfte, insbesondere Panzereinheiten an der ukrainischen Grenze zusammen gezogen werden.

Wenn das mit der Krim stimmt, dann provoziert der Schokokönig die Russen massiv.

LG

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon Danny_1000 » 11. August 2016, 17:47

Na ja, er war ja vor etwas mehr als einem Jahr auf grosser Einkaufstour in Afrika und hat mit gepumpten Geld vom IWF für mehr als eine halbe Milliarde Dollar Waffen eingekauft. Ins Museum stellen wird er die wohl nicht.

Ich bin mir nicht sicher, ob der Poroschenko nur falsch beraten wird, grössenwahnsinnig ist sich ernsthaft mit den Russen anzulegen, oder ob nicht doch beides zutrifft.

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon HPA » 11. August 2016, 17:51

Andersherum wird ein Schuh drauss. Das der Festgenommene ein " Agent" sein soll ,ist eine Behauptung des FSB . Und seit Wochen ziehen die Russen militärische Kräfte und Gerät auf der Krim zusammen.

Da fragt man sich, wer hier wen provoziert.

Der Bruder des Festgenommenen sagte aus ,dass er in Saporoshije von Unbekannten entführt wurde!

Wie ich schon schrieb: Gleiwitz lässt grüßen!

Und die OSCE Mission kann dem, was der FSB da so in die Welt setzt, so gar nicht folgen.

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), die die Frontlinie zwischen der Ukraine und der Krim beobachtet, berichtete nicht über den angeblichen Zwischenfall. Sie stellte aber fest, dass der Autoverkehr in dem Gebiet ausgesetzt worden sei und die Grenzschützer in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt worden seien.


http://www.zeit.de/politik/ausland/2016 ... -putin-fsb

Das die Ukrainer ihre Gefechtsbereitschaft erhöhen, ist da nur folgerrichtig

Mittlererweile hat die Ukraine den Weltsicherheitsrat zu einer Dringlichkeitssitzung angerufen.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon Spartacus » 11. August 2016, 18:10

Schöner Witz.

Da ist der nicht vorhandene Agent, wenn man den Medien glauben schenken will.

Sparta

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon HPA » 11. August 2016, 18:13

Lächerlich spartacus. Wer vom FSB bearbeitet wurde, sagt hinterher ALLES aus. Wie gesagt, sein Bruder sagt aus, er wurde in Saporoshije entführt.

Vor allem der Typ ausschaut wie ein aktiver SBU Agent. Ne richtige Sportskanone mit Bierbauch welcher als abgesetzter Agent Sabotageakte verübt. [flash]

Das Du solche Propaganda wiederkäust enttäuscht mich.Welche Medien: RT, Sputnik und Co? [grins]
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon Spartacus » 11. August 2016, 18:17



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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon HPA » 11. August 2016, 18:26

Und was soll uns jetzt diese Karte sagen?
HPA
 

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon Spartacus » 11. August 2016, 18:29

HPA hat geschrieben:Und was soll uns jetzt diese Karte sagen?


Rechts wird alles mögliche geschrieben und auch Fotos gepostet. In der Regel wohl von Ukrainern. Scroll mal ein bisschen runter, da kommen dann die Infos.

LG

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon HPA » 11. August 2016, 18:37

Hast Du eigentlich eine Ahnung, wieviele Ukrainer immer noch auf die Krim fahren um zum Beispiel Verwandte zu besuchen?
Was braucht der FSB also um ein bisschen Gleiwitz zu kopieren? Einen Ukrainer mit einem ukrainischen Pass.

Ich glaube dem FSB kein Wort und damit stehe ich nicht allein.

Der " Guardian" dazu : https://www.theguardian.com/world/2016/ ... are_btn_fb
HPA
 

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon augenzeuge » 11. August 2016, 18:55

Russland lügt! Die OSZE gab bekannt, dass an den Grenzpunkten – wo die Angriffe laut Medienberichten angeblich stattgefunden hätten – keinerlei Zwischenfälle verzeichnet wurden.

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon HPA » 11. August 2016, 19:04

augenzeuge hat geschrieben:Russland lügt!

AZ


Das ist ja nun nichts Neues.

http://www.welt.de/politik/ausland/arti ... ieges.html
HPA
 

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon Spartacus » 14. August 2016, 12:08

Was ist mit dem Video?



Alles gelogen?

Gut kann sein, nur was hätten die Russen davon? Bekanntlich kommt jede Lüge eines Tages mal an`s Licht und dann
würden sie wieder dumm da stehen.

LG

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon Sirius » 14. August 2016, 15:44

Krieg im Donbass

Politiker fordern Waffen für die Ukraine

Als Reaktion auf Verstöße gegen den Waffenstillstand in der Ostukraine fordern Politiker der Union, Waffen an Kiew zu liefern. SPD und Grüne lehnen das ab, plädieren aber für eine harte Haltung gegenüber Russland.


Die von Russland unterstützten Separatisten in der Ostukraine brechen öfter den Waffenstillstand als Soldaten der Ukraine. Das hat eine Auswertung der Tagesberichte der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) zwischen dem 16. April und dem 31. Juli durch FAZ.NET ergeben. Sie zeigen drei Kernbefunde. Erstens behinderten Separatisten wesentlich häufiger die Beobachter der OSZE als die Regierungstruppen. Trotz dieser Einschränkungen haben die Beobachter in den Gebieten der Separatisten zweitens viel mehr verbotene Waffensysteme beobachtet als im Machtbereich der ukrainischen Streitkräfte. Bei schwerer Artillerie und schwerem Kriegsgerät wie Schützenpanzern und Flugabwehrwaffen registrierten sie 1100 Verstöße seitens der Separatisten und 340 seitens der Ukraine. Drittens geht aus den Berichten hervor, dass die Kämpfer der „Volksrepubliken“ öfter Artillerie abfeuerten (850 Fälle) als die Ukrainer (520 Fälle). Dabei nicht eingerechnet sind Aufzeichnungen von Überwachungskameras, weil die Separatisten sie auf ihrem Gebiet sabotieren.

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausl ... rmeinungen
Zuletzt geändert von Sirius am 14. August 2016, 16:18, insgesamt 1-mal geändert.
Sirius
 

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon Sirius » 14. August 2016, 16:11

Wer bricht den Waffenstillstand?

Artilleriegefechte, verbotene Waffen, nahezu täglich Tote und Verletzte. FAZ.NET hat die Protokolle der OSZE-Beobachter im Donbass über 100 Tage ausgewertet. Sie zeigen: Die Waffenruhe in der Ostukraine ist eine Farce.

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausl ... ageIndex_2


Am interessantesten ist folgende Aussage unter historischem Aspekt:

Die Kämpfer der „DPR“ und der „LPR“ haben im Beobachtungszeitraum öfter als die ukrainischen Streitkräfte territoriale Vorstöße unternommen. Die Fälle waren im Untersuchungszeitraum zwar selten, aber sie passen in ein Muster des permanenten Landgewinns in kleinen Schritten, durch den die prorussische Seite ihr Territorium seit dem ersten Waffenstillstand vom September 2014 um etwa 5000 Quadratkilometer ausgeweitet hat. Das entspricht etwa der Fläche des Saarlandes und Luxemburgs.


Exakt die gleiche Strategie des permanenten Landgewinns in kleinen Schritten wendete der französische König Ludwig XIV. mit seiner sog. Reunionspolitik zur "friedlichen" Eroberung der Rheingrenze im Elsass an. Nicht mehr als 6 Dörfer wöchentlich zu erobern, zu annektieren war die Devise. Mit "friedlich" ist lediglich gemeint, dass andere Großmächte aufgrund des Landraubs in kleinen Schritten nicht einschreiten sollten, so dass es keinen Anlass für einen großen Krieg gab. Das HRRDN war ja im Osten durch den Türkenvorstoß gebunden (1683 Wien). 1681 annektierte Ludwig der XIV. Straßburg und 1684 Luxemburg. Gebunden durch den Türkenvorstoß erkannten Kaiser und Reich diese Eroberungen ("Reunionen") 1684 im "Regensburger Stillstand" an. Allerdings gab Ludwig der XIV. danach keine Ruhe, wollte auch die Pfalz (Pfälzischer Krieg). Aufgrund dieser fortgesetzten Landraub-Politik gab es dann die "große Allianz" (Wilhelm von Oranien) um Frankreich zu stoppen und zur Erhaltung des europ. Gleichgewichts. Es folgte eine franz. Niederlage bei La Hogue. 1697 im Frieden von Rijswijk verlor Ludwig der XIX. dann zwar wieder die Pfalz, behielt dennoch seine Eroberungen im Elsass.

Dieser kleiner historische Exkurs soll nur verdeutlichen, dass auch Putin heute nach dem Muster Ludwigs XIV. agiert. Der permanente Landgewinn in kleinen Schritten soll den Westen von größeren Maßnahmen abhalten. Waffenlieferungen an die Ukraine und harte Sanktionen gab es ja bis jetzt nicht; die jetzigen Sanktionen sind ja lächerlich, verdienen nicht ihren Namen. Auch hat der Westen noch nicht zu Maßnahmen wie im kalten Krieg in den Jahrzehnte nach dem zweiten Weltkrieg gegriffen.

Hier noch eine interaktive Karte, die diese Eroberungen zeigt:
Vormarsch in kleinen Schritten
Krieg in der Ostukraine

Stück um Stück bemächtigen sich die prorussischen Rebellen seit dem ersten Waffenstillstand 2014 weiterer Gebiete der Ukraine. Der Vormarsch im Zeitraffer.
http://www.faz.net/aktuell/politik/vorm ... 84551.html


Diese Landgier der Russen ist für mich unbegreiflich. Russland hat doch schon genug Landfläche, lässt aber nicht davon ab, kleineren Nachbarstaaten noch weiteres Land abzunehmen und größere Konflikte mit dem Westen zu riskieren. Denn wie schon das Beispiel mit Ludwig dem XIV. und der großen Allianz zeigt, besteht immer das Risiko, dass größere Mächte dann irgendwann doch einschreiten.
Sirius
 

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon HPA » 14. August 2016, 16:26

Genau das Gleiche ist doch auch in Georgien zu beobachten:

http://www.welt.de/politik/ausland/arti ... n-vor.html


http://www.dw.com/de/südossetien-leben-hinterm-zaun/av-18798636
HPA
 

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon Spartacus » 14. August 2016, 17:02

Die Ukraine ist die Waffenschmiede Russlands und dabei geht es weniger um Panzer, als um die Raketen- und Raumfahrttechnologie die in Juschmasch ( Oblast Dnipropetrowsk)
von den Russen früher selber und bis, ich glaube 2014, für die Russen produziert wurde. Zwar wollten sich die Russen von der Ukraine in dieser Beziehung unabhängig machen,
aber das ist leichter gesagt als getan und ist somit ein nicht zu unterschätzender Faktor, beim Thema Ukraine.

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon Sirius » 14. August 2016, 17:06

HPA hat geschrieben:Genau das Gleiche ist doch auch in Georgien zu beobachten:

http://www.welt.de/politik/ausland/arti ... n-vor.html


http://www.dw.com/de/südossetien-leben-hinterm-zaun/av-18798636


Tja, da ist guter Rat für Georgien teuer. Wie sollen sie solche schleichende Landnahme verhindern? Man kann ihnen nur raten, sich nicht zu einem erneuten Krieg provozieren zu lassen. Georgien könnte einen Zaun an der Grenze bauen, der Tag und Nacht bewacht und/oder beleuchtet wird, wie die ehem. Innerdeutsche Grenze; am besten unter Anwesenheit von OSZE-Beobachtern. Dann müssten die Russen diesen Zaun zerstören, wenn sie erneut Land rauben wollten. Das könnten dann die Georgier und die OSZE filmen, als Beweis für die Weltöffentlichkeit. Allerdings wäre so ein Zaunbau und die Bewachung ziemlich kostspielig für ein armes Land wie Georgien.

Bush hatte sich 2008 bereit erklärt, Georgien und die Ukraine in die NATO aufzunehmen. Hätten Merkel und Hollande dies nicht blockiert, wäre Georgien heute vielleicht in der NATO und die Russen würden diese Grenze respektieren. Jetzt sind sie der Willkür Moskaus ausgeliefert.
Sirius
 

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon pentium » 14. August 2016, 17:16

Spartacus hat geschrieben:Die Ukraine ist die Waffenschmiede Russlands und dabei geht es weniger um Panzer, als um die Raketen- und Raumfahrttechnologie die in Juschmasch ( Oblast Dnipropetrowsk)
von den Russen früher selber und bis, ich glaube 2014, für die Russen produziert wurde. Zwar wollten sich die Russen von der Ukraine in dieser Beziehung unabhängig machen,
aber das ist leichter gesagt als getan und ist somit ein nicht zu unterschätzender Faktor, beim Thema Ukraine.

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Das ist natürlich ein Grund die Separatisten zu unterstützen, was interessiert da der Umstand, das die Ukraine ein souveräner Staat ist? Wenn es um die Waffenschmieden für Russland geht muss natürlich gehandelt werden...

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon Spartacus » 14. August 2016, 17:27

pentium hat geschrieben:
Spartacus hat geschrieben:Die Ukraine ist die Waffenschmiede Russlands und dabei geht es weniger um Panzer, als um die Raketen- und Raumfahrttechnologie die in Juschmasch ( Oblast Dnipropetrowsk)
von den Russen früher selber und bis, ich glaube 2014, für die Russen produziert wurde. Zwar wollten sich die Russen von der Ukraine in dieser Beziehung unabhängig machen,
aber das ist leichter gesagt als getan und ist somit ein nicht zu unterschätzender Faktor, beim Thema Ukraine.

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Das ist natürlich ein Grund die Separatisten zu unterstützen, was interessiert da der Umstand, das die Ukraine ein souveräner Staat ist? Wenn es um die Waffenschmieden für Russland geht muss natürlich gehandelt werden...

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Nein, es zeigt die Zerfahrenheit der Situation Pentium, um es mal so zu nennen. Wie kommen denn die Russen nun aus dem Dilemma raus, dass sie die dringend benötigten Triebwerke
( zum Beispiel RD-180 ) für ihre Raketen nicht mehr bekommen? Wäre der Trubel in der Ukraine nicht los gegangen, wäre doch alles bestens. Die Russen würden ihre Triebwerke für
ihre Raketen und Ersatzteile für ihre Panzer bekommen und auch bezahlen. Die Krim wäre auch kein Thema, aber so wie es nun ist, haben die Russen da wirklich ein echtes Problem
und das resultiert nun mal daraus, dass zu Sowjetzeiten da unten vor allem im militärischem Sektor alles eng verbandelt war.

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon pentium » 14. August 2016, 17:43

Spartacus hat geschrieben:
Nein, es zeigt die Zerfahrenheit der Situation Pentium, um es mal so zu nennen. Wie kommen denn die Russen nun aus dem Dilemma raus, dass sie die dringend benötigten Triebwerke
( zum Beispiel RD-180 ) für ihre Raketen nicht mehr bekommen? Wäre der Trubel in der Ukraine nicht los gegangen, wäre doch alles bestens. Die Russen würden ihre Triebwerke für
ihre Raketen und Ersatzteile für ihre Panzer bekommen und auch bezahlen. Die Krim wäre auch kein Thema, aber so wie es nun ist, haben die Russen da wirklich ein echtes Problem
und das resultiert nun mal daraus, dass zu Sowjetzeiten da unten vor allem im militärischem Sektor alles eng verbandelt war.

LG

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Was interessiert mich als Ukraine (blöde Formulierung) denn wie die Russen an irgendwelche Triebwerke kommen, damals im WK II. hat Väterchen Stalin doch auch irgendwo hinter dem Ural große Rüstungsschmieden aus dem Boden gestampft. Da wird das wohl Zar Putin auch schaffen.
Wobei, wer hindert eigentlich die Russen daran ihre benötigten Triebwerke und was man noch so in der Ukraine für Russland gebastelt hat, auch weiter dort basteln zu lassen?
Krim, also bitte, das war zur Zeit einer Katharina und danach vielleicht von Bedeutung, als man noch mit Holzschiffen kämpfte. Gut leichte Übertreibung meiner Seite.
@Sparta überlege doch mal, welche strategische Rolle die Schwarzmeerflotte in den beiden WK gespielt hat? Außerdem gab es ja eine Art von Vertrag für die Flotte.
Es bestand also eigentlich kein Grund die Krim heim ins Reich zu holen.

pentium

PS. Die Polen hat damals bei der Aufteilung unter die Nachbarn auch keiner gefragt?
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon Sirius » 14. August 2016, 17:59

Welche für Russland wichtigen Raketentriebwerke baut denn Georgien? Also wegen dem hier:

http://www.welt.de/politik/ausland/arti ... n-vor.html

Oder ist es der für Russland überlebenswichtige georgische Wein?
Sirius
 

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon pentium » 14. August 2016, 18:07

Sirius hat geschrieben:Welche für Russland wichtigen Raketentriebwerke baut denn Georgien? Also wegen dem hier:

Oder ist es der für Russland überlebenswichtige georgische Wein?


Vielleicht will man auch das Geburtshaus von Väterchen Stalin in Gori befreien...?

...
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon Spartacus » 15. August 2016, 12:42

Wobei, wer hindert eigentlich die Russen daran ihre benötigten Triebwerke und was man noch so in der Ukraine für Russland gebastelt hat, auch weiter dort basteln zu lassen?


Na wer wohl?

Poroschenko hat per Ukas 2014 die Ausfuhr verboten. Genaues Datum weiß ich nicht mehr. [hallo]

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon pentium » 15. August 2016, 12:49

Spartacus hat geschrieben:
Wobei, wer hindert eigentlich die Russen daran ihre benötigten Triebwerke und was man noch so in der Ukraine für Russland gebastelt hat, auch weiter dort basteln zu lassen?


Na wer wohl?

Poroschenko hat per Ukas 2014 die Ausfuhr verboten. Genaues Datum weiß ich nicht mehr. [hallo]

Sparta


Eben Pech, dann müssen sich die Russen ihre Triebwerke eben selber bauen oder von einer anderen Quelle besorgen....

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