Russland, Putin und die Politik...

Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon Sirius » 18. Juni 2016, 09:38

steffen52-1 hat geschrieben:
Rei hat geschrieben:Ein Putinversteher,natürlich ein Sachse
https://www.youtube.com/watch?v=fCbJS4E4jhY
Rei

Ob das der Sachsen-Hasser und sein Freund versteht, das glaube ich nicht! [laugh]
Grüsse steffen52-1

Meinst Du dass H-H-Duo? Hannover und Halle.
Sirius
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon Spartacus » 20. Juni 2016, 17:11

Die Lage durch "lautes Säbelrasseln und Kriegsgeheul" nicht weiter anheizen - diese Äußerung von Außenminister Steinmeier werten einige Politiker als Affront gegen die NATO. CDU-Politiker Röttgen kritisiert, Steinmeier äußere sich missverständlich. Der Minister bemühte sich nun um Aufklärung.

Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen hat Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier vorgeworfen, mit dem Thema Russland Parteipolitik zu betreiben und Verwirrung zu stiften. "Ich glaube, es geht um innerparteiliche Profilierung", sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag im "Deutschlandfunk". Das aber sollte ein Außenminister lassen.


https://www.tagesschau.de/inland/steinm ... d-105.html

innerparteiliche Profilierung


Der Röttgen hat sie wohl nicht mehr alle?

Was ist den die Aufgabe eines Außenministers?

Also Steinmeier, den ich sonst nicht besonders mag, hat hier mal den richtigen Ton getroffen. Anstatt Säbelrasseln miteinander in den Dialog treten, was soll daran falsch sein?

LG

Sparta


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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon Kumpel » 20. Juni 2016, 17:19

Nun sollte man auch die Bedenken der osteuropäischen Partner betrachten und nicht nur aus dem entfernten Deutschland. In Polen bilden sich bereits paramilitärische Einheiten um im Ernstfall einsatzbereit zu sein.
Das Manöver ist auch dazu gedacht die Osteuropäer bei der Stange zu halten und kann nicht nur wie von Steinmeier als Kriegsgeheul und Säbelrasseln bezeichntet werden.
Putin und seine Strategen wird es freuen wenn sich diese Uneinigkeit ausbreitet und diese wird ganz sicher vom Kreml als Schwäche ausgelegt werden. Der Aufmarsch ist ohnehin nur symbolisch und keine ernsthafte militärische Bedrohung für Russland.
Kumpel
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon Spartacus » 20. Juni 2016, 17:38

Mag schon sein Kumpel, aber wenn sich der deutsche Außenminister im Interesse Deutschlands für einen Dialog mit Russland ausspricht, so beschimpfe ich ihn nicht
als Putinversteher, sondern lobe ihn dafür, denn so etwas ist seine diplomatische Aufgabe.

Sparta


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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon Sirius » 20. Juni 2016, 17:55

...
Mit seinen Absetzbewegungen von Angela Merkel folgt Steinmeier, wie SPD-Chef Sigmar Gabriel, der Vorgabe von Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder, dem die SPD-Führung neuerdings wieder eine maßgebliche Rolle als politisch-strategischer Einflüsterer einräumt.
...
Fischen bei den Putinophilen

Erneut wartet Schröder dabei mit der Mahnung auf, wegen des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion vor 75 Jahren trügen "wir Deutschen" gegenüber Russland "eine besondere Verantwortung". Dass diese Verantwortung ebenso gegenüber der Ukraine und den anderen von der Wehrmacht überfallenen Völkern der Sowjetunion gilt, lässt er unter den Tisch fallen.

Aus Verzweiflung über den Absturz der Partei in den 20-Prozent-Bereich scheint die SPD-Führung im trüben Gewässer putinophiler Milieus fischen zu wollen, die sich sowohl bei den Anhängern und im Umkreis der Linkspartei als auch der rechtsnationalen AfD finden.

Ein deutlich prorussischer Kurs, so mag das Kalkül der Sozialdemokraten lauten, könnte sie für die Wählerschaft dieser Konkurrenten wieder attraktiver machen. Die Polemik gegen den vermeintlichen Militarismus der Nato ist zudem im Kontext der von Gabriel verfolgten Sondierung der Möglichkeiten eines rot-rot-grünes Bündnisses zu verstehen.

Bei den Grünen wird dieses neuerdings offen von Fraktionschef Anton Hofreiter propagiert. Für Stimmungsmache gegen die Nato sorgt im grünen Lager schon seit geraumer Zeit Jürgen Trittin. Sozialdemokraten und Grüne üben sich darin, die prinzipielle Trennlinie zwischen Demokraten und antiwestlichen Postkommunisten zu verwischen.

SPD könnte ins politische Nirvana treiben

Doch es wird die Sozialdemokratie teuer zu stehen kommen, wenn sie ihre Freiheitswerte und ihre Tradition als tragende Säule der deutschen Westbindung verrät, um sich mit dem aggressiven und kleptokratischen russischen Autoritarismus und seinen deutschen Apologeten gut zu stellen.
....

http://www.welt.de/debatte/kommentare/a ... itaet.html


Die Rechnung der SPD, um auf diese Weise aus dem 20-Prozent-Loch zu kommen wird nicht aufgehen. Die Anhänger der umbenannten SED werden diese auch weiterhin wählen, genauso wie die Anhänger der NPD und AfD - die wählen lieber das Original! So werden Schröder und Steinmeier keine neuen Wähler gewinnen und gleichzeitig weitere Stammwähler der Nicht-Fisch-noch-Fleisch-SPD vergraulen; insbesondere wenn sie sich an antieuropäische und antidemokratische Diktatorentypen wie Putin (oder auch Erdogan) heran werfen.

Gasgerd hatte ja einst dem Putin die Schleimspur ausgeleckt, um mit 30 Gasprom-Silberlingen entlohnt zu werden. Vielleicht will es ihm der Steimeier gleichtun, um nach 2017 einen eventuellen Ersatzposten bei Gasprom & Co. zu bekommen.

Zum Schluss noch: Wer hat uns verraten...
Sirius
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon Spartacus » 20. Juni 2016, 18:15

Hier kommen wir nicht zusammen Sirius, auch wenn wir wir uns woanders durchaus einig sind.

Ich mags mir einfach nicht vorstellen, denke mit Grausen daran, dass Russland wieder unser Feind sein soll. [shocked]

LG

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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon Sirius » 20. Juni 2016, 18:57

Spartacus hat geschrieben:Hier kommen wir nicht zusammen Sirius, auch wenn wir wir uns woanders durchaus einig sind.

Ich mags mir einfach nicht vorstellen, denke mit Grausen daran, dass Russland wieder unser Feind sein soll. [shocked]

LG

Sparta

Geht schon in Ordnung, Sparta, man muss sich ja nicht bei jedem Thema einig sein.

Nun hat Putin selbst durch sein Verhalten Russland und Rest-Europa in den Feindstatus versetzt. Die gewaltsamen und nach wie vor weltweit nicht anerkannten Grenzverschiebungen in Georgien hat man ihm 2008 noch durchgehen lassen. Dadurch hat er Blut geleckt und weitergemacht. Europa und Amerika mussten nun im Wiederholungsfall 2014 handeln - da gab und gibt es keine Alternativen.

Hannibal, Hitler und Putin - es gibt in der Geschichte sicher noch viele weitere Beispiele, ich habe einfach ein paar prominente Beispiele genannt - waren und sind Typen, die Macht- und Gebietsverluste ihrer Länder nicht einfach so wegstecken konnten und auf Revanche-Politik setzten und dadurch brandgefährlich waren bzw. sind. Dabei sind es nicht nur die Personen, sondern auch die Elite dieser Länder oder das ganze Land, was dieser Denkweise anhängt. Beim Stichwort Revanchepolitik fällt mir jetzt noch Frankreich ein, was nach dem Kriegs- und Gebiets-Verlust 1871 ebenfalls auf Revanchepolitik gesetzt hatte - das Ergebnis ist bekannt. Diese Beispiele zeigen, dass man sich keine Feinde herbeiwünscht. Die entwickeln sich manchmal selbst dazu, weil sie einen verlorenen Krieg nicht akzeptieren wollen; bei Putin ist es der verlorene kalte Krieg und dessen Ergebnis, das er nicht akzeptieren will: eine Rückverlagerung der Westgrenze Russlands auf die Zeit Peter des Großen. In solchen Situationen gibt es nur eines: Abschreckung! Nun hat man Putin´s wahre Absichten erst spät erkannt, eigentlich erst 2014 als er zum Wiederholungstäter wurde und seine Neurussland- und Eurasien-Großmachtfantasien offenbarte. Bei Hitler meinte man auch, man könnte mit einem Dialog oder Nachgiebigkeit etwas erreichen. Und was hat es gebracht?
Sirius
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon HPA » 21. Juni 2016, 07:03

HPA
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon augenzeuge » 21. Juni 2016, 08:30

Spartacus hat geschrieben:
Die Lage durch "lautes Säbelrasseln und Kriegsgeheul" nicht weiter anheizen - diese Äußerung von Außenminister Steinmeier werten einige Politiker als Affront gegen die NATO. CDU-Politiker Röttgen kritisiert...
Sparta


Ganz überraschend, die Grünen im Europaparlament kritisieren Steinmeier dafür. Gerade diese Partei.....unglaublich. [shocked]

Grünen-Europapolitikerin Rebecca Harms nannte Steinmeiers Kritik an der Nato „ein unverantwortliches Signal angesichts der konsequenten Weigerung des Kreml, Waffen und Soldaten aus dem Donbas zurückzuziehen“.
http://www.derwesten.de/politik/cdu-und ... 1014502315

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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon HPA » 21. Juni 2016, 12:53

Raketenunglück auf dem Schiessplatz Aschuluk gestern:

https://informnapalm.org/de/brand-und-e ... -aschuluk/

video: https://m.youtube.com/watch?time_contin ... DwWS0NZtPk

Dazu interessant auch dieser Vorfall vom letzten Jahr: https://informnapalm.org/de/ein-echo-de ... en-boeing/
HPA
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon Zicke » 23. Juni 2016, 10:09

Der Russlandbeauftragte der Bundesregierung, Gernot Erler, verteidigt Steinmeiers Kritik an der Russland-Politik der Nato. "Wir brauchen ein Stoppsignal, bevor es zu spät ist."

"Stationierungsentscheidungen und Militäroperationen schaukeln sich wechselseitig hoch. Das ist gefährlich", sagte er. "Genau aus solchen Entwicklungen heraus entstehen unkontrollierte Situationen bis hin zum Krieg", warnte der SPD-Politiker. Es sei gut, dass Außenminister Steinmeier darauf hinweise. "Der Aufschrei zeigt, dass er da einen Punkt getroffen hat."

Zwar rechtfertige das Vorgehen Moskaus in der Ukraine eine Reaktion der Nato. "Aber wir befinden uns in einer Spirale. So kann es nicht weitergehen. Wir brauchen ein Stoppsignal, bevor es zu spät ist."


http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 99270.html
Zicke
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon Danny_1000 » 23. Juni 2016, 12:51

Zicke hat geschrieben:Der Russlandbeauftragte der Bundesregierung, Gernot Erler, verteidigt Steinmeiers Kritik an der Russland-Politik der Nato. "Wir brauchen ein Stoppsignal, bevor es zu spät ist."

"Stationierungsentscheidungen und Militäroperationen schaukeln sich wechselseitig hoch. Das ist gefährlich", sagte er. "Genau aus solchen Entwicklungen heraus entstehen unkontrollierte Situationen bis hin zum Krieg", warnte der SPD-Politiker. Es sei gut, dass Außenminister Steinmeier darauf hinweise. "Der Aufschrei zeigt, dass er da einen Punkt getroffen hat."

Zwar rechtfertige das Vorgehen Moskaus in der Ukraine eine Reaktion der Nato. "Aber wir befinden uns in einer Spirale. So kann es nicht weitergehen. Wir brauchen ein Stoppsignal, bevor es zu spät ist."


http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 99270.html

Man kann nur hoffen, dass sich die Vernunft durchsetzt. Bei der weiter unten im SPIEGEL- Artikel aufgeführten Umfrage sehen mehr als 70% der bis jetzt ca. 62.000 Befragten in Steinmeiers Vorstoss eine weitere Annäherung an Russland.

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dafür einsetzen, dass du es sagen darfst !
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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon Kumpel » 23. Juni 2016, 13:05

Ich frage mich bloß wie eine Annäherung aussehen soll , wenn die Gegenseite tarnt, trickst , täuscht und lügt und so gestrickt ist das sie jedes Einlenken des Gegenüber im eigenen Sinn als Schwäche auslegt.
Kumpel
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon HPA » 23. Juni 2016, 13:45

Danny_1000 hat geschrieben:
Zicke hat geschrieben:Der Russlandbeauftragte der Bundesregierung, Gernot Erler, verteidigt Steinmeiers Kritik an der Russland-Politik der Nato. "Wir brauchen ein Stoppsignal, bevor es zu spät ist."

"Stationierungsentscheidungen und Militäroperationen schaukeln sich wechselseitig hoch. Das ist gefährlich", sagte er. "Genau aus solchen Entwicklungen heraus entstehen unkontrollierte Situationen bis hin zum Krieg", warnte der SPD-Politiker. Es sei gut, dass Außenminister Steinmeier darauf hinweise. "Der Aufschrei zeigt, dass er da einen Punkt getroffen hat."

Zwar rechtfertige das Vorgehen Moskaus in der Ukraine eine Reaktion der Nato. "Aber wir befinden uns in einer Spirale. So kann es nicht weitergehen. Wir brauchen ein Stoppsignal, bevor es zu spät ist."


http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 99270.html

Man kann nur hoffen, dass sich die Vernunft durchsetzt. Bei der weiter unten im SPIEGEL- Artikel aufgeführten Umfrage sehen mehr als 70% der bis jetzt ca. 62.000 Befragten in Steinmeiers Vorstoss eine weitere Annäherung an Russland.

Danny


Nichts ist einfacher, als solche Onlineumfragen zu manipulieren. Vor allem wenn einem bewusst ist, wie die Kommentarspalten mt Trollen bevölkert werden.
HPA
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon Olaf Sch. » 23. Juni 2016, 14:19

Putin ist in Bringeschuld. Russland muss einen Kurswechsel vornehmen. Ohne die Falken und ohne Putin. Leider Wunschtraum.
Olaf Sch.
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon SCORN » 23. Juni 2016, 16:58

HPA hat geschrieben:
Nichts ist einfacher, als solche Onlineumfragen zu manipulieren. Vor allem wenn einem bewusst ist, wie die Kommentarspalten mt Trollen bevölkert werden.


gilt dass nur für die welche gemeinhin als Putinversteher der Russentrolle verunglimpft werden oder auch für die welche über Putin herziehen und dem Mainstream folgen? [ich auch]
SCORN
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon pentium » 23. Juni 2016, 17:10

SCORN hat geschrieben:
HPA hat geschrieben:
Nichts ist einfacher, als solche Onlineumfragen zu manipulieren. Vor allem wenn einem bewusst ist, wie die Kommentarspalten mt Trollen bevölkert werden.


gilt dass nur für die welche gemeinhin als Putinversteher der Russentrolle verunglimpft werden oder auch für die welche über Putin herziehen und dem Mainstream folgen? [ich auch]


Das eine schließt das andere nicht aus.

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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon SCORN » 23. Juni 2016, 17:11

Danny_1000 hat geschrieben:Man kann nur hoffen, dass sich die Vernunft durchsetzt. Bei der weiter unten im SPIEGEL- Artikel aufgeführten Umfrage sehen mehr als 70% der bis jetzt ca. 62.000 Befragten in Steinmeiers Vorstoss eine weitere Annäherung an Russland.

Danny


tja, alles manipuliert Danny_1000! Jedenfalls wenn es nach der Logikeines Users hier geht. Ursache ist das Unvermögen realistisch zu denken!

Aber Steinmeier bekommt auch von journalistischer Seite Unterstützung. Theo Sommer von der "Zeit" hat eine Kolumne geschrieben die es in sich hat, und auch gleich klar gestellt dass er nicht auf der Payroll des Kremls steht.

"Steinmeier hat starke Worte gebraucht, aber er hat recht. "

------> http://www.zeit.de/politik/2016-06/fran ... 6#comments

Es lohnt sich den Artikel ganz durchzulesen und mal darüber nachzudenken. Für HPA/Kumpel empfehle ich das ausdrücklich nicht!

Auch die Lesermeinungen sind lesenswert obwohl von HPA ja grundsätzlich diskreditiert und verleumdet!

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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon pentium » 23. Juni 2016, 17:26

Wenn wir schon einmal bei Bundesaußenminister sind:

Beitrag Steinmeiers erscheint in Russland ohne Ukraine-Bezug

Zum 75. Jahrestag des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion schreibt Bundesaußenminister Steinmeier einen Gastbeitrag, in dem er auch die Ukraine-Politik Putins kritisiert. In der russischen Variante des Textes fehlt der Passus auf einmal.
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausl ... 02806.html

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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon Spartacus » 23. Juni 2016, 17:28

Sirius hat geschrieben: In solchen Situationen gibt es nur eines: Abschreckung! Nun hat man Putin´s wahre Absichten erst spät erkannt, eigentlich erst 2014 als er zum Wiederholungstäter wurde und seine Neurussland- und Eurasien-Großmachtfantasien offenbarte. Bei Hitler meinte man auch, man könnte mit einem Dialog oder Nachgiebigkeit etwas erreichen. Und was hat es gebracht?


War ich dir noch eine Antwort schuldig Sirius.

Der Vergleich mit Hitler, oder besser der damaligen Zeit erscheint mir als unangebracht, eben da ich zumindest glauben möchte, dass wir uns als Zivilisation weiter entwickelt haben.
Da mag vielleicht auch ein bisschen Wunschdenken von meiner Seite aus dabei sein, aber ein Dialog muss wieder her und Dialog hat nichts mit Nachgiebigkeit zu tun.

Russland wird nun wieder als Bedrohung dargestellt, dass aber andererseits Russland die NATO als Bedrohung sieht, erscheint vielen unverständlich?

Russland gehört auf der einen Seite zu Europa, auf der anderen aber auch wieder nicht, denn Russland ist halt Russland. Wie erklärt man das, halt gewissermaßen ein Sonderfall und
eben immer noch eine souveräne Großmacht. Da mag man denken was man will, es ist einfach so und dementsprechend sollte man mit Russland umgehen, sich versuchen in die Lage
Russlands zu versetzen. Und Putin hin, Putin her, wer weiß schon was nach ihm kommt? Putin mag alles mögliche sein, aber dumm ist er nicht und natürlich kann man mit ihm verhandeln,
wenn man weiß, wo ihm der Schuh drückt, dann klappt das auch.

LG

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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon pentium » 23. Juni 2016, 17:44

Spartacus hat geschrieben:

Russland gehört auf der einen Seite zu Europa, auf der anderen aber auch wieder nicht, denn Russland ist halt Russland. Wie erklärt man das, halt gewissermaßen ein Sonderfall und eben immer noch eine souveräne Großmacht.
LG

Sparta


Das mit der Großmacht sieht aber Putin der Große etwas anders Sparta. Vielleicht sprecht Ihr euch da mal besser ab!
Präsident Putin „Amerika ist die letzte verbliebene Supermacht“

Russlands Präsident geht auf Schmusekurs mit Amerika und der Europäischen Union. In St. Petersburg sind ungewohnt konziliante Töne von Wladimir Putin zu hören.
Nach zuletzt harschen Tönen gegenüber den Vereinigten Staaten und der EU zeigt sich der russische Präsident Wladimir Putin versöhnlich. Die Vereinigten Staaten seien vermutlich die letzte verbliebene Supermacht, sagte er am Freitag beim Wirtschaftsforum in St. Petersburg. „Wir akzeptieren das. Wir sind bereit, mit den Vereinigten Staaten zusammenzuarbeiten.“

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausl ... 94073.html

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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon SCORN » 23. Juni 2016, 17:46

Gehört zwar nicht direkt hierher aber sollte doch erwähnt werden da auch in diesem Fall Russland als "der Schuldige" herum gereicht wurde.
In Schweden wurde nun puplik dass die U-Boot Sichtungen und die ansschliesende U-Jagd und Hystrie vor 2 Jahren, ihre Ursache nicht in russischen U-Booten hatte welche in schwedischen Hoheitsgewässern operierten, sondern ein schwedisches und mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eine U-Boot der Deutschen Marine!

https://www.gp.se/nyheter/debatt/hemlig ... -1.2764861

Ich frage mich warum von deutscher Seite nicht klargestellt wurde dass ein eigenes Boot die Hysterie ausgelöst haben könnte? Oder hat das alles so schön ins Bild des bösen aggresiven Russen gepasst?
SCORN
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon Spartacus » 23. Juni 2016, 17:51

Das mit der Großmacht sieht aber Putin der Große etwas anders Sparta. Vielleicht sprecht Ihr euch da mal besser ab!


Ich meinte natürlich militärisch, habe ihn gerade angerufen und er hat das so autorisiert. [hallo] [grins]

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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon Kumpel » 23. Juni 2016, 18:03

Hier wird ein Popans aufgebaut.
Die Russen werden weder das Baltikum noch Polen angreifen.
Der Preis den sie dafür zahlen müssten wäre ihnen viel zu hoch.
Das weiß die NATO und darum geht es auch nicht.
Sondern es geht darum dafür Sorge zu tragen, dass auch auf eventuelle Aktionen von grünen Männchen oder russisch sprechenden „Bürgerwehren“ die sich ihrer Rechte beraubt sehen in den betreffenden Ländern schnell reagiert werden kann und der Kreml erkennt , dass die Strategie wie auf der Krim oder in der Ostukraine angewendet kein zweites mal aufgehen wird.
Zuletzt geändert von Kumpel am 23. Juni 2016, 18:04, insgesamt 1-mal geändert.
Kumpel
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon Sirius » 23. Juni 2016, 18:03

Spartacus hat geschrieben:War ich dir noch eine Antwort schuldig Sirius.

eben da ich zumindest glauben möchte, dass wir uns als Zivilisation weiter entwickelt haben.
Da mag vielleicht auch ein bisschen Wunschdenken von meiner Seite aus dabei sein, aber ein Dialog muss wieder her und Dialog hat nichts mit Nachgiebigkeit zu tun.


Erst einmal Danke für Deine Antwort! Ich antworte jetzt explizit nur auf den zitierten (neuen) Gedankengang. Ich bin, was die menschliche Zivilisation betrifft, äußerst pessimistisch. Wenn man sich überlegt, dass der moderne Mensch seit ca. 2 Millionen Jahren (Schätzungen, Funde) existiert, hatte er eigentlich genug Zeit sich weiterzuentwickeln. Aber man hat nicht den Eindruck, dass es da eine Weiterentwicklung gegeben hat, was das Anwenden von Gewalt betrifft. Aber Du schreibst es ja selbst - Wunschdenken. Ja, wünschen tun wir es uns alle, nur ob wir es glauben? Ich bin mir zu 99 % sicher, dass es noch in 1.000 Jahren Völkermorde und besonders brutal geführte Kriege gibt - sofern es den Menschen noch gibt.

Scorn,
würde ich auf der "Payroll" stehen, würde ich schreiben, dass ich nicht darauf stehe - das hat also wenig Aussagekraft. Das es diese Beeinflussung im Rahmen des hybriden Krieges gibt, ist ja kein Geheimnis mehr. Es stellt sich eben die Frage, wie hoch der Anteil dieser Schreiber unter den Leserkommentaren ist. Die Geheimdienste werden es sicher schon wissen, schweigen aber beharrlich. Es wurden sicher schon bei diversen Medien die IP-Adressen stichprobenmäßig oder sogar komplett lokalisiert, das ist ja alles keine technische Herausforderung. Und sollten da massenweise Proxys verwendet werden, ist das auch ein Indiz. Und der Teil der einheimischen Adressen wurde sicher auch schon näher analysiert.
Zuletzt geändert von Sirius am 23. Juni 2016, 18:32, insgesamt 1-mal geändert.
Sirius
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon Kumpel » 23. Juni 2016, 18:13

SCORN hat geschrieben:..................
Theo Sommer von der "Zeit" hat eine Kolumne geschrieben die es in sich hat, und auch gleich klar gestellt dass er nicht auf der Payroll des Kremls steht.
........................

SCORN


Man muss nicht auf der Payroll des Kreml stehen um ein nützlicher Idiot zu sein!
Wie sagte schon Lenin sinngemäß : Wir werden sie mit den Stricken erhängen die sie uns verkauft haben.
Kumpel
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon Spartacus » 23. Juni 2016, 18:21

Hier wird ein Popans aufgebaut.
Die Russen werden weder das Baltikum noch Polen angreifen.
Der Preis den sie dafür zahlen müssten wäre ihnen viel zu hoch.


Genau so ist es Kumpel,

die Krim war ein Spezialfall, ist jetzt wieder russisch und wird immer russisch bleiben. Der Donbass ist ein Spezialfall und wenn das geregelt ist, dann ist auch Ruhe.
Wirtschaftlich haben die Russen schwer zu kämpfen, wenn man hier die helfende Hand ausstreckt, wird sich der Russe nicht verweigern und Zugeständnisse machen.
Diplomatie ist hier angesagt, so kann man viel regeln und noch mehr erreichen.

Sirius, du hast schon recht, aber wer will denn wirklich wieder die alten Zeiten zurück haben? Wir nicht und die Russen auch nicht. Die Russen wurden durch die Krim
in Zugzwang gebracht, anders kann man das wirklich nicht sagen, mußten also reagieren, aber - siehe oben - deswegen werden sie doch nicht das Baltikum oder Polen
angreifen.

LG

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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon Sirius » 23. Juni 2016, 18:30

Kumpel hat geschrieben:Hier wird ein Popans aufgebaut.
Die Russen werden weder das Baltikum noch Polen angreifen.
Der Preis den sie dafür zahlen müssten wäre ihnen viel zu hoch.
Das weiß die NATO und darum geht es auch nicht.
Sondern es geht darum dafür Sorge zu tragen, dass auch auf eventuelle Aktionen von grünen Männchen oder russisch sprechenden „Bürgerwehren“ die sich ihrer Rechte beraubt sehen in den betreffenden Ländern schnell reagiert werden kann und der Kreml erkennt , dass die Strategie wie auf der Krim oder in der Ostukraine angewendet kein zweites mal aufgehen wird.


Da gab´s vor ein paar Monaten den Film "World War Three Inside The War Room" im britischen Fernsehen. In diesem fiktiven Szenario geht es genau um ein solches fiktives Ereignis - "grüne Männchen" reißen in Letgallen, einer besonders "kritischen" Region im Südosten Lettlands, die Macht an sich; im Zentrum dieser Ereignisse steht die Stadt Daugavpils.

In einem britischen Gremium/Sicherheitskabinett wird nun diskutiert wie auf dieses Ereignis reagiert werden soll. Dabei werden die möglichen Handlungsalternativen, deren Folgen und Risiken besprochen und am Ende abgestimmt, für welche Handlung man sich entscheidet. Dann wird im Film der weitere Verlauf der Ereignisse aufgrund der gewählten Handlung gezeigt, die zu einer neuen Situation führen. Dies erfordert eine neue Bewertung der Lage, Diskussion über die nun möglichen Handlungsalternativen, deren Folgen und Risiken und schließlich eine erneute Abstimmung, u.s.w.. Die Entwicklung des Konflikts wird so in diesem Film dargestellt.

In den Film sind real geschehene Ereignisse in der Ukraine auf diesen fiktiven Lettland-Konflikt übertragen und von Schauspielern nachgestellt worden. So hatte ich hier z.B. vor ein bis zwei Jahren ein Video eingestellt, in dem eine Gruppe ukrainischer Kriegsgefangener auf dem Boden knien mussten, geschlagen und gedemütigt wurden, und u.a. eine vom Ärmel abgetrennte Flagge essen mussten. Diese Szene wurde im Film nachgestellt und auf Letgallen übertragen, diesmal mit lettischen und britischen Soldaten als Kriegsgefangene.

Einigermaßen gute Englisch-Kenntnisse sind erforderlich.

http://www.dailymotion.com/video/x3q8go9
Sirius
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon pentium » 23. Juni 2016, 18:52

Spartacus hat geschrieben:
die Krim war ein Spezialfall, ist jetzt wieder russisch und wird immer russisch bleiben. Der Donbass ist ein Spezialfall und wenn das geregelt ist, dann ist auch Ruhe.

LG

Sparta


Spezialfall, eine schöne Begründung! Gehen wir doch mal etwas zurück in die Geschichte:

Rheinlandbesetzung 1936 Spezialfall
Der Anschluß der Sudetenlande 1938, sicher auch ein Spezialfall, war dann wieder deutsch, ist nur nicht deutsch geblieben.

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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon pentium » 23. Juni 2016, 20:58

Passend zum Thema gerade bei panorama in der ARD
Säbelrasseln: NATO rückt an russische Grenze vor
http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/ ... to222.html

pentium
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pentium
 
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