Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Welche Musik ist gut? Einen guten Film gesehen? Büchervorstellungen oder -diskussionen? Irgend ein anderes Thema welches interessiert? Der Bereich für allgemeine Themen welche nicht das Thema DDR/BRD betreffen. Interessante Artikel, aktuelle Ereignisse und Entwicklungen.

Re: Der Osten und die Toleranz

Neuer Beitragvon pentium » 5. März 2016, 14:11

augenzeuge hat geschrieben:Schaut euch doch mal eure letzten Beiträge hier an. Persönlich, primitiv, angreifend, dumm. Und nun versetzt euch in die Lage des Mod. Was soll ich tun? Ja, wenn ich nichts tue, melden sich "Figuren" aus dem "Jenseits"...und meckern auch. [mad]
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Richtig! Es ist im Moment scheinbar nicht möglich ein Thema sachlich zu diskutieren! Es geht scheinbar nicht anders, als zur persönlichen Anmache zu greifen, egal ob Höhrgeräte oder Klappfixe in Kantinen. Themen werden ohne Rücksicht auf Verluste zugemüllt oder zertrollt! Und richtig, wenn dann die Moderation handelt wird auch wieder gemeckert!

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*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
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Re: Der Osten und die Toleranz

Neuer Beitragvon Spartacus » 5. März 2016, 14:46

Ist wohl jetzt das Forum der Wutbürger. [flash]

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Re: Der Osten und die Toleranz

Neuer Beitragvon Kumpel » 5. März 2016, 14:49

Wenn hier schon nur von Hörgeräten und Klappfixen die Rede ist ,empfehle ich
der Ausgewogenheit halber vielleicht auch einmal die Beiträge von Thoth in ihrer Gesamtheit betrachten.
Kumpel
 

Re: Der Osten und die Toleranz

Neuer Beitragvon pentium » 5. März 2016, 14:56

Kumpel hat geschrieben:Wenn hier schon nur von Hörgeräten und Klappfixen die Rede ist ,empfehle ich
der Ausgewogenheit halber vielleicht auch einmal die Beiträge von Thoth in ihrer Gesamtheit betrachten.


Ja @Kumpel die Unschuld vom Lande oder? Was deine Klappfixe und Betriebskantinen betrifft, vielleicht mal die Textbausteine austauschen und was den Thoth betrifft mal vor der eigenen Türe...

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Re: Der Osten und die Toleranz

Neuer Beitragvon Olaf Sch. » 5. März 2016, 15:14

als erstes sollten wir aufhören mit ihr Ossis und ihr Wessis. Weder die eine noch die andere Seite hatte sich ihr Schicksal nach 45 ausgesucht. Da kam der Russe zu uns und ab heute seid ihr Teil meines Imperiums. Wir hatten halt Pech. Ihr Glück - so dankt dem Schicksal, das die Russen nicht zu euch gekommen sind.

Und natürlich sind die Ossis intoleranter was ausländische Bürger angeht. Kam doch 40 Jahre eigentlich nur Nachteiliges aus dem Ausland. Den Russen durften wir mit versorgen und einen Großteil des RGW gleich mit. Wir hatten sogar soviel Angst und Scheu vor den Ausländern, das wir eine Mauer errichteten...

Die einzigen Neger die wir kannten, das waren Eddi Murphy und Robert Weiß. Die Fidschies* - ja warum wurden die so genannt kann mir bis heute niemand wirklich verraten - wurden verachtet, weil sie unsere Fahrräder wegkauften - gut für die Jeansproduktion warens dann wieder gut genug... von den Polacken wollen wir ja gar nicht erst anfangen...

*meine Theorie: die, die den Namen in Umlauf brachten, waren zu dämlich Vietnamese zu sagen, könnte auch eine sächsische Umdeutung sein: Vidschnameeese - ach viel zu gomblizierd: nameeese wech - glingt ja och viel zu seehr nach Dogdor! Vidsch gehd ooch ned, also machen wir needlisch: Fidschi und die Insel muss da ja och irgendwo sei.
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Re: Der Osten und die Toleranz

Neuer Beitragvon Kumpel » 5. März 2016, 15:27

pentium hat geschrieben:
Kumpel hat geschrieben:Wenn hier schon nur von Hörgeräten und Klappfixen die Rede ist ,empfehle ich
der Ausgewogenheit halber vielleicht auch einmal die Beiträge von Thoth in ihrer Gesamtheit betrachten.


Ja @Kumpel die Unschuld vom Lande oder? Was deine Klappfixe und Betriebskantinen betrifft, vielleicht mal die Textbausteine austauschen und was den Thoth betrifft mal vor der eigenen Türe...

pentium



Jedem halbwegs aufmerksamen Leser dürfte auffallen wie sich hier die Diskussionen in bestimmte Richtungen entwickeln.
Jedes Thema bzw. jeder Beitrag der Thoths Empfindungen der DDR gegenüber stört wird von Thoth durch persönliche Beleidigungen torpediert.Er versucht nicht einmal mehr den Schein zu waren etwas zum Thema beitragen zu wollen , sonder verlegt sich ausschließlich auf seine Pöbeleien. Einfach mal im Zusammenhang lesen und sich nicht an einzelnen Beiträgen aufhalten.
Meistens gelingt es ihm auch die Themen zu zerschießen ,möchte in diesem Zusammenhang an den Thread Russenflugplatz erinnern.
Kumpel
 

Re: Der Osten und die Toleranz

Neuer Beitragvon ratata » 5. März 2016, 15:33

Da schreibt man hier stundenlang seine Lebenserfahrung als ehemaliger Stadtverordneter, bis 94 , der CDU , auf . schildert euch was für leute ich damals kennenlernte ,
wie man damals als CDU Mitglied, von einigen Arbeitskollegen ,gemobbt wurde.
Obwohl alles in Vorschau gespeichert wurde , alles weg . Schade das ich mich wieder neu anmelden musste.
Bis 2003 hielt ich es aus in der Partei , aber den Beischlaf mit der SED oder der Linken heute ,den kann ich nicht verzeihen . Die Einladung der Bundeskanzlerin , die Verdummung von uns Wählern , ich habe eine Wut [wut] , So großkotzig wie sich einige Bundestagsabgeordneten hinstellen , es wird Zeit, sie brauchen mal einen Dämpfer . ratata [wink]
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Re: Der Osten und die Toleranz

Neuer Beitragvon Spartacus » 5. März 2016, 15:40

Obwohl alles in Vorschau gespeichert wurde , alles weg .


Kleiner Tipp. Wenn du hier einen größeren Beitrag schreibst, dann schreibe ihn erst in WORD, dann kann auch nix verschwinden. [hallo]

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Re: Der Osten und die Toleranz

Neuer Beitragvon pentium » 5. März 2016, 15:42

In der Vorschau kann man nichts speichern!? Man kann den Entwurf speichern @ratata. Und dann im persönlichen Bereich unter gespeicherte Entwürfe verwalten wieder aufrufen!

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Re: Der Osten und die Toleranz

Neuer Beitragvon augenzeuge » 5. März 2016, 17:05

AkkuGK1 hat geschrieben:Und natürlich sind die Ossis intoleranter was ausländische Bürger angeht. Kam doch 40 Jahre eigentlich nur Nachteiliges aus dem Ausland.

Wir hatten sogar soviel Angst und Scheu vor den Ausländern, das wir eine Mauer errichteten...

Die Fidschies* Vidsch gehd ooch ned, also machen wir needlisch: Fidschi und die Insel muss da ja och irgendwo sei.


[flash] Ach hab ich jetzt gelacht. Ja, so locker geht es auch.

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Re: Der Osten und die Toleranz

Neuer Beitragvon Olaf Sch. » 5. März 2016, 18:02

Ich hier und nicht in Hollywood! Man sollte vielen Sachen mit Humor und witz begegnen.
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Re: Der Osten und die Toleranz

Neuer Beitragvon Interessierter » 6. März 2016, 07:57

Tiemann will keinen Muslim als Feuerwehrchef

Brandenburgs Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann (CDU) will keinen Muslim an der Spitze der Brandenburger Berufsfeuerwehr, selbst wenn er dort seit 20 Jahren untadelige Arbeit leistet. Diesen ungeheuerlichen Vorwurf erhebt der Beigeordnete Michael Brandt (CDU) – und benennt sogar einen Kronzeugen.

Brandenburgs Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann (CDU) möchte keinen Muslim an der Spitze der Brandenburger Feuerwehr haben, selbst wenn er deutscher Beamter und seit zwanzig Jahren untadelig als Berufsfeuerwehrmann in Brandenburg Verantwortung trägt. Diesen ungeheuerlichen Vorwurf erhebt der Beigeordnete Michael Brandt (CDU) gegen seine Dienstvorgesetzte. Er benennt sogar einen Zeugen für seine Behauptung. Tiemann schweigt dazu.

http://www.maz-online.de/Lokales/Brande ... erwehrchef
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Re: Der Osten und die Toleranz

Neuer Beitragvon Spartacus » 6. März 2016, 13:47

Der Lebenslauf besagter Dame sagt einem gelerntem DDR - Bürger alles. CDU - Wendehals mit kleinbürgelichem DDR Mief vorbelastet, da kann man ihre Meinung schon
verstehen. Immer wieder erstaunlich, wie solche Typen in ihre Stellungen kommen.

LG

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Re: Der Osten und die Toleranz

Neuer Beitragvon Interessierter » 8. März 2016, 07:30

Hasskommentar gegen Gabriel: Facebook-Hetzer zu 1200 Euro Strafe verurteilt

Sigmar Gabriel bezeichnete die rassistischen Pöbler von Heidenau als "Pack". Ein Dresdner hetzte daraufhin gegen den Vizekanzler - ausgerechnet auf der Facebook-Seite der Polizei. Jetzt ist der Mann verurteilt worden.

Ein 41 Jahre alter Dresdner ist wegen eines Hasskommentars gegen Vizekanzler Sigmar Gabriel vom Amtsgericht Dresden zu 1200 Euro Strafe verurteilt worden. Das berichten die sächsische "Mopo24" sowie die "Bild"-Zeitung.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpoli ... 81132.html
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Re: Der Osten und die Toleranz

Neuer Beitragvon Spartacus » 8. März 2016, 20:43

Interessierter hat geschrieben: Hasskommentar gegen Gabriel: Facebook-Hetzer zu 1200 Euro Strafe verurteilt

Sigmar Gabriel bezeichnete die rassistischen Pöbler von Heidenau als "Pack". Ein Dresdner hetzte daraufhin gegen den Vizekanzler - ausgerechnet auf der Facebook-Seite der Polizei. Jetzt ist der Mann verurteilt worden.

Ein 41 Jahre alter Dresdner ist wegen eines Hasskommentars gegen Vizekanzler Sigmar Gabriel vom Amtsgericht Dresden zu 1200 Euro Strafe verurteilt worden. Das berichten die sächsische "Mopo24" sowie die "Bild"-Zeitung.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpoli ... 81132.html


Dafür gäbe es in Amerika höchstens ein müdes Lächeln, aber keine Anzeige, eine Strafe schon gleich gar nicht. [hallo]

Fällt ein Hasskommentar ( was für ein Ausdruck) unter die Meinungsfreiheit? In den USA, natürlich, ja.

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Re: Der Osten und die Toleranz

Neuer Beitragvon HPA » 8. März 2016, 21:13

Auch in den USA hat der " freedom of speech" seine Grenzen. Und wenn es vor Gericht geht, stehen da ganz andere Summen im Raum
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Re: Der Osten und die Toleranz

Neuer Beitragvon augenzeuge » 8. März 2016, 22:14

Sparta, schau mal was in den USA nicht mehr unter Meinungsfreiheit fällt:
http://www.welt.de/politik/ausland/arti ... ingen.html

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Re: Der Osten und die Toleranz

Neuer Beitragvon ratata » 9. März 2016, 07:18

http://www.focus.de/finanzen/karriere/d ... 1603071315

Wir im Osten , seht euch mal die Tabelle an . das 25 Jahre nach der Einheit . [frown] ratata
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Re: Der Osten und die Toleranz

Neuer Beitragvon augenzeuge » 9. März 2016, 08:15

ratata hat geschrieben:http://www.focus.de/finanzen/karriere/der-grosse-gehaltstest-die-einkommen-von-150-berufen-im-vergleich_id_4313366.html?utm_campaign=facebook-focus-online&fbc=facebook-focus-online&ts=201603071315

Wir im Osten , seht euch mal die Tabelle an . das 25 Jahre nach der Einheit . [frown] ratata


Nach dem Anschluß, an der Einheit arbeiten wir noch. Siehst du ja hier.
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Re: Der Osten und die Toleranz

Neuer Beitragvon Interessierter » 14. März 2016, 10:14

Staatlicher Rassismus und migrantische Subversion in der DDR

Sechshundert Algerier streiken in der DDR! Diese Schlagzeile wäre 1975 so brisant gewesen, dass sie in der staatlich gelenkten Presse nicht gedruckt wurde. Die LeserInnen von Neuem Deutschland und Junger Welt erfuhren nicht, dass in acht Betrieben algerische VertragsarbeiterInnen für höhere Löhne, die Erhöhung der sogenannten Trennungszulage, bessere Lebensbedingungen in den Heimen sowie für die Absetzung der algerischen BetreuerInnen in den Ausstand traten — dem in der DDR geltenden Streikverbot zum Trotz. Zumindest bezüglich der Trennungszulagen war der Streik erfolgreich. Zwar blieb die DDR bis zu ihrem Ende eher ein Auswanderungs- denn ein Einwanderungsland. Migrantische Kämpfe gab es aber auch hier. Zwischen Anklam und Zeitz wird heute jedoch eher der Mythos von realsozialistischer „Völkerfreundschaft“ und „Internationaler Solidarität“ gepflegt, als an diese Auseinandersetzungen erinnert.

Vertrackte Verträge

Mit einem Prozent Nichtdeutscher am Anteil der Gesamtbevölkerung war die DDR quasi „ausländerfrei“. Fast die Hälfte aller MigrantInnen waren VertragsarbeiterInnen aus Ungarn, Polen, später auch aus Algerien, Vietnam und Mosambik. Sie sollten in den Volkseigenen Betrieben arbeiten, aber gleichzeitig möglichst wenig kosten und vor allem nach spätestens vier Jahren das Land wieder verlassen. Beziehungen zwischen DDR-BürgerInnen und VertragsarbeiterInnen waren nur begrenzt vorgesehen — für Eheschließungen gab es hohe Hürden. Beim MfS wurden in den 1980er Jahren sogar Dissertationen verfasst, die sich der Verhinderung binationaler Ehen widmeten. Eheersuchen von Menschen aus asiatischen oder afrikanischen Ländern wurden häufig abgelehnt. Bis 1989 heirateten lediglich sechs Mosambikaner, zwei Angolaner und 323 VietnamesInnen. Zum Teil hatte die Verweigerung der Ehe und das damit mögliche, aber nicht automatisch daran geknüpfte Aufenthaltsrecht tragische Folgen. Eine junge Frau, deren mosambikanischer Freund sich selbst getötet hatte, nachdem trotz eines gemeinsamen Kindes die Eheschließung verweigert wurde, schrieb in den 1980er Jahren in einem resignierten Brief an den Leiter der mosambikanischen Delegation: „Beide Regierungen, unsere und Ihre Regierung, müssen sich in Zukunft gut überlegen, wenn junge Leute zum Arbeiten zu uns kommen, dass es auch Liebe unter den Menschen gibt. Ob schwarz oder weiß. Warum kann man nicht zusammenleben?“ Die Antwort war auf Seiten der DDR: Kostenkalkül. Die VertragsarbeiterInnen sollten den Arbeitskräftemangel in der DDR beheben, aber nach Möglichkeit keine staatlichen Leistungen wie Kinderbetreuung oder knappen Wohnraum in Anspruch nehmen. Dies war einer der zentralen Gründe, warum z.B. vietnamesische Frauen, die während ihres Aufenthalts in der DDR schwanger wurden, zum Schwangerschaftsabbruch gedrängt oder zurück geschickt wurden. Die Kosten des bisherigen Aufenthalts mussten sie in diesem Fall selbst übernehmen. Noch im Juli 1989 wird in einem Bericht des Rates der Stadt Halle mit Bezug auf die vietnamesischen Angestellten argumentiert, dass eine Versorgung von Kindern die ohnehin schon an der Kapazitätsgrenze arbeitenden Krippen überfordern würde.

http://www.linksnet.de/de/artikel/26695
Interessierter
 

Re: Der Osten und die Toleranz

Neuer Beitragvon Interessierter » 25. März 2016, 16:50

Radikal besorgte Bürger

Die NPD war im Sinkflug. Dann stiegen die Flüchtlingszahlen, und die rechtsextremen Funktionäre erinnerten sich einer Strategie, mit der sie vor mehr als zehn Jahren bereits Erfolg hatten: Die Initiierung und Unterwanderung von Bürgerprotesten. Damals ging es gegen Hartz IV, heute gegen Flüchtlinge. Dabei wird der Ton schärfer, die Partei radikalisiert sich.

Die Bürgernähe der rechtsextremen NPD hat im sächsischen Landkreis Meißen zwei Gesichter: die des politisch engagierten Ehepaares Ines und Peter Schreiber. Peter Schreiber, ehemals Mitarbeiter der hessischen Finanzverwaltung, arbeitet als Geschäftsführer des Parteieigenen Verlages "Deutsche Stimme" in Riesa und ist als NPD-Multifunktionär auf sämtlichen politischen Ebenen aktiv. Seine Ehefrau, eine gelernte Krankenschwester aus Mecklenburg-Vorpommern, Hausfrau und Mutter, kümmert sich ehrenamtlich um das Verbreiten der rechtsextremen Ideologie in der ländlich geprägten Gemeinschaft: Deshalb bietet sie sich allen möglichen gesellschaftlichen Einrichtungen an, dem Elternbeirat der Schule ihrer beiden Söhne, dem Schöffenamt des hiesigen Amtsgerichts oder bei der Hausaufgabenhilfe. Ines Schreiber ist überall dort zu finden, wo ehrenamtliches Engagement vor Ort gefragt ist.

Damit folgt sie der erklärten NPD-Strategie, durch Kümmern in die Mitte der Gesellschaft vorzudringen. Wenn in Riesa die Elbe über die Ufer tritt, sind – wie andernorts auch – zahlreiche NPD-Mitglieder in der Fluthilfe aktiv. Die Partei wünscht das so – und das hat einen Grund: "Die NPD versucht systematisch, an zivilgesellschaftliche Institutionen anzudocken, um sich ein scheinbar bürgerliches Image zu verpassen”, erklärt ein sächsischer Verfassungsschützer diese Strategie, die besonders gut auf dem Land funktioniert – und im Osten Deutschlands. Seit das kleine rechtsextreme Verlagshaus "Deutsche Stimme" 2001 nach Sachsen gezogen ist, hat sich die Gegend westlich von Dresden zur bundesweiten Agitationszentrale der NPD entwickelt.

Von hier aus ging die Partei also ihren "sächsischen Weg". Getragen durch die Anti-Hartz-IV-Proteste zog sie 2004 erstmals in den sächsischen Landtag ein, konnte nach und nach in sämtlichen Landkreisen in Sachsen Mandate in Kommunalparlamenten erringen und verankerte sich tief in Sachsen. Erst 2014 war dann Schluss mit dem Aufwind, nach acht Jahren scheiterte die NPD bei den Landtagswahlen knapp an der Fünfprozenthürde. Seither kämpft die NPD um ihre politische Bedeutung als parlamentarischer Arm der rechtsextremen Bewegung. Immer noch aber versucht sie, sich über die Sorgen und Ängste der Menschen an potentielle Wähler heranzuarbeiten.

Unterwanderung der "Nein zum Heim"-Initiativen


So wie auf einer Anti-Asyl-Demonstration gegen geplante Flüchtlingsunterkünfte in Riesa, die von der NPD organisiert wurde. Mit dabei: Die Schreibers. Ines marschiert vorneweg, neben ihr Ehemann Peter: "Deutschland den Deutschen – Asylbetrüger raus", brüllt sie angestrengt in ein Megafon, und die wütende Menge aus rund 400 Demonstranten stimmt ein. "Die machen wenigstens den Mund auf, die anderen kuschen ja nur", sagt eine alte Frau. "Wir haben alle Angst hier, aber die Leute von der NPD sind die einzigen, die das auch so sehen."

Viele Menschen in Sachsen machen keinen Unterschied zwischen der NPD und den demokratischen Parteien. Der Bielefelder Gewalt- und Konfliktforscher Wilhelm Heitmeyer spricht in diesem Zusammenhang von einem Gewöhnungseffekt: "Überall dort, wo die NPD schon mal in ein Parlament eingezogen ist, normalisiert sich das Verhältnis der Bevölkerung zu dieser Partei." Und mit der NPD normalisiere sich auch der Rechtsextremismus insgesamt. Auch wenn die NPD in Sachsen vorerst nicht mehr im Landtag vertreten ist – kommunal verankert ist sie weiterhin. Drei Viertel ihrer Mandate auf lokaler Ebene hält sie im Osten, rund ein Drittel in Sachsen. Diese Mandate bringen Sitzungsgeld, ein Kreistagsmandat rund 2.500 Euro im Jahr. Nach Auskunft der Partei ist dieser Betrag an den Kreisverband abzugeben. Sechs Kreistagsmandate können einen lokalen Wahlkampf finanzieren.

Ein geradezu klassisches NPD-Thema ist dabei die Angst vor Überfremdung, bei dem die Partei versucht anzudocken. Hier treffen Kümmerer-Strategie und Kernthema der Partei zusammen, sagt Rechtsextremismusforscher Hajo Funke: "Nämlich der Rückführung nicht nur von Asylflüchtlingen, sondern von Menschen, die nicht als ethnisch rein gelten."

AfD und Pegida laufen der NPD den Rang ab

Doch seit Pegida sich breit gemacht hat, ist die NPD bei diesem Thema nicht mehr allein. So stehen sie auch heute da, ein halbes Dutzend Spitzenfunktionäre der rechtsextremen NPD aus ganz Deutschland, und stecken vor der barocken Kulisse der Semperoper in Dresden die Köpfe zusammen.

Der vollständige Beitrag hier:
http://www.bpb.de/politik/extremismus/r ... te-buerger
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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon Interessierter » 9. Mai 2016, 09:42

Jamel – Ein Abstecher ins Dorf der Glatzen

Nichts Neues in Meck-Pom: Ungeniert stellen Rechtsradikale ihre Gesinnung zur Schau.

Der Weg ins Dörfchen Jamel ist eine Sackgasse am Ende eines asphaltierten Feldwegs. Und es ist eine Sackgasse der Demokratie. Seit über 20 Jahren wird das Dorf stets in einem Atemzug mit Neonazis genannt, die politisch Andersdenkende hier rausmobben. Es gibt Berichte über Kriegsspiele im Wald, ekstatische Sonnenwendfeiern, einen Grill auf dem Gelände des NPD-Kreisverbands mit der Inschrift „Happy Holocaust“. Höhepunkt der medialen Aufmerksamkeit war im vergangenen Sommer, als die Scheune eines Ehepaars brannte, dem im Dorf die Rolle der unbeugsamen Gallier zugeschrieben wird.

Ohne dieses Wissen würde Jamel an diesem Frühlingssonntag auf den ersten Blick idyllisch wirken: Ein halbes Dutzend Kinder spielen bei einer Schaukel, das einzige Geräusch weit und breit ist das Zwitschern der Vögel. Von nahem sehe ich: Zwei der Kinder tragen Flecktarn-Kampfanzüge. Von einem Auto-Aufkleber weiß ich, dass es Kinder in Jamel gibt, die den Vornamen „Odin“ haben. Wenige Meter weiter hebt sich gegen den blauen Himmel eine große, in frischen Farben leuchtende Reichskriegsflagge ab. Wenn Jamel eine ländliche Idylle ist, dann nur für Nazis.

https://correctiv.org/recherchen/deutsc ... orf-jamel/
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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon Spartacus » 9. Mai 2016, 16:45

Seit über 20 Jahren wird das Dorf stets in einem Atemzug mit Neonazis genannt, die politisch Andersdenkende hier rausmobben.


Und warum wird das dann immer wieder aufgewärmt?

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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon Interessierter » 10. Mai 2016, 06:18

Weil hier Meinungs- und Pressefreiheit herrscht.
Interessierter
 

Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon Zicke » 10. Mai 2016, 09:49

@Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Laut Karte liegt Jamel in Norddeutschland [denken]
Zicke
 

Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon augenzeuge » 10. Mai 2016, 16:00

Zicke hat geschrieben:@Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Laut Karte liegt Jamel in Norddeutschland [denken]


Nord-Ost-Deutschland [hallo]

Möchtest du das jetzt genauer differenzieren? Dresden wäre dann Süd-Ostdeutschland? [flash]
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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon Zicke » 10. Mai 2016, 16:23

augenzeuge hat geschrieben: Dresden wäre dann Süd-Ostdeutschland?


München liegt auch östlicher wie Jamel
Zicke
 

Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon augenzeuge » 10. Mai 2016, 16:41

Es geht wohl ausschließlich um das Gebiet der Ex-DDR....was hier so bezeichnet wird. Können wir uns vielleicht darauf einigen?

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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon Spartacus » 10. Mai 2016, 18:06

Interessierter hat geschrieben:Weil hier Meinungs- und Pressefreiheit herrscht.


Na dann.... Warum schreibst du nicht mal was über Dortmund, der Nazihochburg im Westen?

Gegen Dortmund ist Jamel doch nur ein schlechter Witz. [flash]

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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon steffen52-1 » 10. Mai 2016, 18:43

Spartacus hat geschrieben:
Interessierter hat geschrieben:Weil hier Meinungs- und Pressefreiheit herrscht.


Na dann.... Warum schreibst du nicht mal was über Dortmund, der Nazihochburg im Westen?

Gegen Dortmund ist Jamel doch nur ein schlechter Witz. [flash]

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Sparta, das er sich nur auf die neue Bundesländer eingeschossen hat, das ist ja nun mehr als bekannt! Er wird im Leben nichts über Nazis in den alten Bundesländern schreiben! [wut]
Er ist nun mal einseitig gepolt, brauch er! Warum? Das wird er selbst nicht wissen! Wenn er damit glücklich ist! Bitte!!! [grins]
Grüsse steffen52-1
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