Russland, Putin und die Politik...

Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon Interessierter » 7. Februar 2016, 10:17

Spätaussiedler aus Russland: Putins Propagandist in Deutschland

Heinrich Groth geriert sich als Kämpfer für Russlanddeutsche. Die Bundesregierung hofierte ihn - nun lässt er sich für Putins Propaganda einspannen.

Dass so viele Aussiedler sich nach Westen aufmachten, hatte auch mit Heinrich Groth zu tun, Chef der Gesellschaft "Wiedergeburt", die in Moskau die Interessen der Sowjetdeutschen vertritt. Groth, promovierter Fischwirtschaftler und in Kasachstan geboren, malte die Zukunft der Deutschstämmigen in den schwärzesten Farben. Wer in Russland bleibe, werde gewaltsam assimiliert, die "Kommunistenmannschaft Jelzin/Gorbatschow" plane den "staatlichen Völkermord", hämmerte er den Deutschen ein. "Wer hier bleibt, hat keine nationale Zukunft", sagte er 1992 dem SPIEGEL.

Gut 23 Jahre später, im Januar 2016, steht derselbe Mann vor dem Berliner Bundeskanzleramt. Er firmiert als Chef eines "Internationalen Konvents der Russlanddeutschen" und führt Demonstranten an, die sich über die angebliche Vergewaltigung eines 13-jährigen russlanddeutschen Mädchens durch Flüchtlinge empören. Groth sieht nun auch in Deutschland die nationale Zukunft seiner Landsleute bedroht. Dass sich die Staatsanwaltschaft mit dem Fall befasse, sei "der erste Sieg der russlanddeutschen Gemeinde von Berlin".

Tage vorher ist er in Moskau gewesen. Anders als 23 Jahre zuvor rühmt er sich jetzt seiner Kontakte zur russischen Regierung Wladimir Putins, tritt in Talkshows des Kreml-nahen Fernsehens auf. Russische Familien würden von deutschen Behörden nicht geschützt, sagt er dem Sender Ren-TV. Es gebe "Beweise", dass die "Massenvergewaltigung" tatsächlich stattgefunden und die Polizei Ärzte wie Eltern zu gegenteiligen Aussagen gezwungen habe.

Der vollständige Beitrag hier:
http://www.spiegel.de/panorama/leute/ru ... 75795.html
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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon Spartacus » 7. Februar 2016, 13:47

HPA hat geschrieben:Aber witzig sind die Russen schon: http://www.bloomberg.com/news/articles/ ... bond-sales


Na logisch. Was macht ein Russe wenn er einen alten Panzer findet?

Na er bringt ihn zum laufen und schleppt ihn dann ab. [hallo]



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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon SCORN » 7. Februar 2016, 14:11

Nov65 hat geschrieben:Hallo @SCORN,

Geopolitische Ziele mit aller Gewalt durchzusetzen-wie in diesem Thread gelegentlch als normal hingestellt- macht weder Russen noch Amerikaner zu moralischen Größen.
Gruß, Andreas


Nun, das ändert aber an dem Fakt gar nichts! Es dürfte sowohl den Amerikanern als auch den Russen vollkommen egal sein wie man sie sieht! Ein gewisses Sendungsbewußtsein ist bei beiden Nationen zu erkennen.

Gruß [hallo]
SCORN
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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon Interessierter » 7. Februar 2016, 14:41

Hat man in Workuta nicht erst kürzlich 53 Lehrbücher über Philosophie verbrannt, unter dem Motto sie würden fremde Ansichten und ein falsches Bild der vaterländischen Geschichte verbreiten?

Da gibt es doch bei uns auch Leute, die dafür demonstrieren, dass wir uns an Russland ein Beispiel nehmen sollen.

" Merkel nach Sibirien, Putin nach Berlin " gröhlen sie in Dresden und anderswo!! [bloed]

Gottseidank gibt es in Deutschland eine riesige Mehrheit, die lieber von Angela Merkel, als von Putin regiert werden wollen.

Warum gehen diejenigen, die das gröhlen nicht nach Moskau? Dann wächst endlich zusammen, was zusammengehört und die große Mehrheit der Sachsen müßte sich für solche Pegidaidioten nicht schämen.

In Russland hat das Leben viele Vorteile. Es gibt keine Lügenpresse, das ist schon mal garantiert. Wer als Journalist lügt, findet sich entweder mit gebrochener Kniescheibe im Krankenhaus oder gleich im Leichenschauhaus wieder.
Es gibt in Russland keine frechen Ausländer und auf Muslime sind sie auch nicht gut zu sprechen.

60 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht; aber praktisch niemand will nach Russland!

Das ist natürlich kränkend, aber man will mindestens gefragt werden, bevor man nein sagt. Eine Ansiedlung von " Gefühlsrussen " wäre doch eine Riesensache. Endlich mal jemand der freiwillig kommt.

Da käme auch der Patriarch von München gerne öfter mal vorbei. Für Seehofer ist überall Bayern, wo auch ein Bayer ist. Notfalls nimmt er auch einen Dresdner, für einen Bayern, da denkt er ganz russisch.


So kommentiert es jedenfalls Jan Fleischhauer, den ich auszugsweise hier zitiert habe. Wenn er so weitermacht, wird er noch zum meinem Lieblingsjournalisten. [bravo] [grins]
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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon Spartacus » 7. Februar 2016, 14:45

Gottseidank gibt es in Deutschland eine riesige Mehrheit, die lieber von Angela Merkel, als von Putin regiert werden wollen.


Genau falsch, denn es gibt eine riesige Menge, die weder von Merkel, noch von Putin regiert werden will. [flash]

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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon Kumpel » 7. Februar 2016, 14:46

Allerdings lieber von Merkel als von Putin!
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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon Kumpel » 7. Februar 2016, 14:59

Besonders die Leute die ein besonderes Verständnis für Putin vorgeben,reduzieren die aktuelle Krise mit Russland sehr gerne auf geopolitische Vorgänge zwischen den USA und Russland.
Das ist meiner Meinung nach eine gezielte Ablenkung von den tatsächlichen Vorgängen.
Putins Gegner Nr.1 sind nicht die USA oder die NATO. Putins Gefahr ist ein einiges liberales demokratisches westlich orientiertes Europa,es ist eine Gefahr für Putins Gesellschaftsmodel in Russland zum einen und zum anderen ein Problem bei der Durchsetzung seiner hegemonialen Pläne.
Daher schwächen die Russen das europäische Gesellschaftsmodel wo es nur geht.Sie knüpfen dabei an alte Strategien der Unterwanderung im kalten Krieg an.
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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon Spartacus » 7. Februar 2016, 15:02

Besonders die Leute die ein besonderes Verständnis für Putin vorgeben,reduzieren die aktuelle Krise mit Russland sehr gerne auf geopolitische Vorgänge zwischen den USA und Russland.


Ähhh ja Kumpel, denn die finden überhaupt nicht statt, bilden wir uns nur ein, oder wie?

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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon ratata » 7. Februar 2016, 20:44

Es ist die Taktik PUTINS , immer rein mit den Flüchtlingen nach Europa , leider trifft es erst mal Deutschland , noch ein Jahr und über 2 Millionen Flüchtlinge machen uns kaputt . Dann geht es an die Substanz der anderen wie Frankreich , England . Europa zerbricht , so wie er es will .
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Er zwingt Europa in die Knie , die Macht hat er . [frown]
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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon SCORN » 7. Februar 2016, 23:23

Kumpel hat geschrieben:Besonders die Leute die ein besonderes Verständnis für Putin vorgeben,reduzieren die aktuelle Krise mit Russland sehr gerne auf geopolitische Vorgänge zwischen den USA und Russland.
Das ist meiner Meinung nach eine gezielte Ablenkung von den tatsächlichen Vorgängen.


sowohl die USA als auch Russland definieren klar und offen ihre Interessen, Ziele und Grenzen! du meinst es besser zu wissen?

nun ja, wenn du meinst......................

wer sind denn hier die Leute welche ein "besonderes Verständnis" für Putin vorgeben? Würde gerne mit denen diskutieren!

SCORN [hallo]
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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon Kumpel » 8. Februar 2016, 07:45

Ich will es mal so sagen , das Gesellschaftsmodell der Sowjetunion und nun auch das Russlands verfügt über wenig bis keine Attraktivität und Strahlkraft nach aussen, daher ist es nicht verwunderlich , dass das gesamte Osteuropa nachdem die Klammer der Russen nachgelassen hatte nichts eiligeres zu tun hatte als in die Arme des Westens zu eilen.
Kann man ihnen daraus einen Vorwurf machen?
Heute ist das ähnlich mit der Ukraine , eine Mehrheit der Ukrainer wollen eine souveräne Ukraine ohne Gängelband nach Moskau.
Das Unvermögen der Russen , ihren Staat so aufzubauen , dass er nach außen nicht als Bedrohung sondern als attraktiver Partner erscheint kann man nun nicht den Staaten ankreiden die sich nach anderen Alternativen
orientieren.
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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon Interessierter » 8. Februar 2016, 10:43

Karl Schlögel: "Man muss auf alles gefasst sein"

Bürgerrechtlerin Irina Scherbakowa und Osteuropa-Historiker Karl Schlögel über die russischen Entwicklungen von Glasnost bis zum neuen Nationalismus.

STANDARD: Als der russische Schriftsteller Alexander Ilitschewski Präsident Putin nach dem überwältigenden Wahlsieg im März 2004 öffentlich weinen sah, wusste er, dass es besser sei, das Land zu verlassen. Markiert der Beginn dieser zweiten Amtszeit eine Zäsur?

Irina Scherbakowa: Die eigentliche Zäsur fand bereits statt, als Putin 1999 von Jelzin zu seinem Nachfolger ernannt wurde. Aber das verstanden viele damals nicht. Selbst von demokratisch denkenden Menschen, Künstlern und Schriftstellern bekam Putin großen Zuspruch. Denjenigen, die sich wie ich von Anfang an kritisch zu Putin äußerten, glaubte man nicht. Was aber auch ich nicht für möglich gehalten hatte, das war diese Wende, die 2005 sichtbar wurde und uns in eine Diktatur führt. Da wurde eine Ideologie konstruiert, die der Vergangenheit zugewandt war und den Patriotismus und nationalen Stolz hervorkehrte. Allerdings konnten wir uns nicht vorstellen, dass Krieg zu einer Vision der jetzigen Putin'schen Amtszeit werde.

Karl Schlögel: In den Nullerjahren passierte etwas, das mir nicht erklärlich war. Ich hatte mir bis dahin nicht vorstellen können, dass es historische Konstellationen gibt, in denen sich eine Leerstelle auftut und eine Figur auftaucht, die all die Charaktereigenschaften in sich vereinigt, um diese Leerstelle auszufüllen: Agilität, Virilität und Omnipräsenz – getrieben von einem Minderwertigkeitskomplex. Auf diesem Gefühl der Kränkung, Zurücksetzung und Demütigung spielt Putin.

Weiter geht es hier:
http://derstandard.at/2000030446275/Kar ... fasst-sein
Interessierter
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon HPA » 8. Februar 2016, 11:10

Moskaus hybrider Krieg gegen Deutschland


http://blogs.reuters.com/great-debate/2 ... t-germany/


A legion of useful idiots is ready to do the Kremlin’s bidding.


Äusserst treffend charakterisiert [grin]
HPA
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon HPA » 8. Februar 2016, 19:30

Dort hat Putin seine 40 Milliarden versteckt:

Putin "effectively" controls 37% of the shares of Surgutneftegaz, an oil exploration company and Russia's third biggest oil producer, worth $20bn, he says. He also owns 4.5% of Gazprom, and "at least 75%" of Gunvor, a mysterious Swiss-based oil trader, founded by Gennady Timchenko, a friend of the president's, Belkovsky alleges.


http://www.theguardian.com/world/2007/d ... opstories3

Sprich, 75 % der Raffinerie Ingolstadt gehört Putin. Nachtijall, ick hör Dir trapsen...
HPA
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon HPA » 9. Februar 2016, 11:50

Tja: Neue Strategie: So will die EU Putins Gas-Herrschaft brechen


http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 76282.html
HPA
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon SCORN » 9. Februar 2016, 11:57

HPA hat geschrieben:Tja: Neue Strategie: So will die EU Putins Gas-Herrschaft brechen


http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 76282.html


auch hier sollte man die Leserkommentare beachten! [grin]
SCORN
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon Kumpel » 9. Februar 2016, 13:25

Mit den Leserkommentaren heut zu tage ist das immer so eine Sache , Fakt ist dass eine Diversifizierung der Energieversorgung in Europa dringend angeraten ist.
Die Balten wissen sicher am besten warum sie sich von russischem Gas unabhängiger machen wollen. Und plötzlich ist Gazprom froh wenn die Balten überhaupt noch Gas
von den Russen kaufen.
Das viel gepriesene Gasgeschäft mit China könnte sich leicht zum finanziellen Fiasko für die Russen entwickeln , denn die Chinesen zahlen bei weitem nicht den Preis den die Russen den Europäern in Rechnung stellen.
Diese Pläne der EU sind sicherlich ein neuerlicher Anlass für Putin seine Bekämpfung der EU zu intensivieren.
Kumpel
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon HPA » 9. Februar 2016, 15:25

China sieht Russland doch gar nicht als Handelspartner auf Augenhöhe. Dieses ach so tolle " Geschäft " ist ja hier schon mal angerissen worden.Die Chinesen haben die Zwangslage der Russen ausgenutzt und gnadenlos die Preise und Bedingungen diktiert!

China sieht die Russen eher so:
HPA
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon Spartacus » 10. Februar 2016, 18:54

Die Chinesen haben die Zwangslage der Russen ausgenutzt und gnadenlos die Preise und Bedingungen diktiert!


Da ist was dran, aber wenn die Ölpreise weiter so fallen, dann sind die Russen wieder gut bedient.

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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon Interessierter » 11. Februar 2016, 10:30

Torten und Morddrohungen: Liebesgrüße aus Grosny

Tschetschenenchef Ramsan Kadyrow ficht einen bizarren Kampf gegen die russische Opposition aus. Zum Einsatz kommen Torten, Beschimpfungen und kaum verhüllte Morddrohungen. Eine Torte für Russlands Ex-Premier Michail Kassjanow rief beim Empfänger wenig Freude hervor. Unbekannte warfen dem Chef der Oppositionspartei Parnas das Cremegebäck am Dienstagabend in einem Moskauer Restaurant ins Gesicht. "Die Angreifer haben auf Tschetschenisch gesprochen", twitterte Kassjanows Parteikollegin Natalja Pelewina. Ihren Angaben nach fuhren die Täter in mehreren Fahrzeugen vor. Ein anderer Augenzeuge berichtet von insgesamt 20 Männern, die ins Restaurant eindrangen. Kassjanow hat Anzeige erstattet, die Polizei wertet die Aufnahmen der Überwachungskameras aus.

http://derstandard.at/2000030792292/Lie ... aus-Grosny
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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon Interessierter » 12. Februar 2016, 10:49

Nawalny verklagt Putin wegen Verstoßes gegen Antikorruptionsgesetz

Kreml-Gegner kritisiert Milliardenzahlung an Petrochemie-Konzern Moskau – Der russische Oppositionspolitiker Alexej Nawalny hat Präsident Wladimir Putin wegen Verstoßes gegen das Antikorruptionsgesetz verklagt. Er habe bei einem Gericht in Moskau eine Klage gegen Putin eingereicht, teilte der prominente Regierungsgegner am Donnerstag mit. Darin beschuldigt er Putin, das Gesetz zur Korruptionsbekämpfung verletzt zu haben – konkret gegen den Artikel zu Interessenskonflikten – indem er im vergangenen Oktober umgerechnet 1,5 Milliarden Euro öffentlicher Mittel an den russischen Petrochemie-Konzern Sibur überweisen ließ. Nach Angaben Nawalnys ist einer der Hauptaktionäre des Unternehmens mit einer Tochter Putins verheiratet. Der Oppositionspolitiker und Antikorruptionskämpfer verlangte in seinem Blog, dass der Staatschef "diesen Interessenkonflikt einräumt und publik macht". Putins Sprecher Dmitri Peskow erklärte, der Kreml wisse nichts von der Klage. Putin, dessen Privatleben für russische Medien tabu ist, hatte bei seiner Jahrespressekonferenz im Dezember erklärt, dass seine beiden Töchter Maria und Katerina weder unternehmerisch noch politisch aktiv seien. Nawalny ist ein prominenter Blogger und Anwalt, der seit Jahren die Korruption in Russland anprangert. Er musste sich bereits mehrfach vor Gericht verantworten und wurde Ende 2014 wegen Betrugs zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Nawalny betrachtet die Prozesse als politisch motiviert.

http://derstandard.at/2000030931470/Naw ... ionsgesetz
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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon Spartacus » 12. Februar 2016, 19:01

Antikorruptionsgesetz


Na das nenne ich mal eine Demokratie, denn die haben wenigstens so ein Gesetz. [flash]

Wenn wir so etwas hätten, na dann wäre vielleicht was los, da würde allerorten die Hütte lichterloh brennen. [grins]

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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon HPA » 12. Februar 2016, 20:06

Russland ist wohl heutzutage meilenweit weg von einer Demokratie. Es ist eine Autokratie reinsten Wassers mit mafiösen Kleptokraten an der Spitze.

Und was nützt ein Antikorruptionsgesetz wenn es nicht umgesetzt wird. Ein Blick in den Korruptionsindex von Russland und Deutschland öffnet da vllt die Augen.

https://www.transparency.org/cpi2014/results

Abgesehen davon verfügt Deutschland über eine Antikorruptionsgesetzgebung.
HPA
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon augenzeuge » 12. Februar 2016, 22:52

Spartacus hat geschrieben:
Antikorruptionsgesetz


Wenn wir so etwas hätten, na dann wäre vielleicht was los, da würde allerorten die Hütte lichterloh brennen. [grins]

Sparta



NRW hat es seit 2005. Und für den Bund gilt: Antikorruptionsgesetz soll März 2016 in Kraft treten
http://www.etl-advision.de/meldungen/an ... ionsgesetz

AZ
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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon HPA » 12. Februar 2016, 22:53

Das ist das fürs Gesundheitswesen.
HPA
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon augenzeuge » 12. Februar 2016, 23:01

HPA hat geschrieben:Das ist das fürs Gesundheitswesen.


Oh, wenn das greifen würde, wärs ein Anfang. Diese Bestecherei der Ärzte durch die Pharmalobby muss einfach ein Ende haben.
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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon Interessierter » 13. Februar 2016, 09:06

Kreml-Gegner Nawalny scheitert mit Klage gegen Putin

Gericht verweist auf Immunität des russischen Staatschefs Moskau – Die Klage des russischen Oppositionspolitikers Alexej Nawalny gegen Staatschef Wladimir Putin wegen Verstoßes gegen das Antikorruptionsgesetz ist abgewiesen worden. Das zuständige Gericht in Moskau verwies am Freitag auf die Immunität des Präsidenten, wie die Nachrichtenagentur RIA Nowosti meldete. -

http://derstandard.at/2000031015654/Kre ... egen-Putin
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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon Olaf Sch. » 13. Februar 2016, 09:43

Spartacus hat geschrieben:
Antikorruptionsgesetz


Na das nenne ich mal eine Demokratie, denn die haben wenigstens so ein Gesetz. [flash]

Wenn wir so etwas hätten, na dann wäre vielleicht was los, da würde allerorten die Hütte lichterloh brennen. [grins]

Sparta


das Gesetz im Zarenreich ist doch nur geschaffen worden, um unliebsame Personen loszuwerden. Sparta wach auf.
Olaf Sch.
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon Spartacus » 13. Februar 2016, 14:31

Ich bin ganz wach. [hallo]

Ich wollte doch nur in meiner satirischen Art aufzeigen, was man in Deutschland eben nicht hat.

LG

Sparta


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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon Interessierter » 14. Februar 2016, 15:31

25 Jahre Ende der Sowjetunion: "Wir hätten Russland auf Augenhöhe behandeln sollen"

Vor 25 Jahren zerbrach die Sowjetunion. Ostexperte Thomas Kunze erklärt, warum in der Ex-UdSSR die Demokratie scheiterte, die Fehler des Westens - und wie der islamistische Terror die Annäherung bringen könnte.


Fast 70 Jahre war die Sowjetunion nach dem Sieg der Oktoberrevolution eine Supermacht. Doch das Ende des kommunistischen Imperiums begann, als Michail Gorbatschow Mitte der Achtzigerjahre die Macht im Kreml übernahm und den Kalten Krieg stoppen wollte.

1991 erklärten die ersten der 15 Teilrepubliken ihre Unabhängigkeit, das Ende des Eisernen Vorhangs. Im Westen hofften die Menschen auf eine lange Phase des Friedens, in der einstigen Sowjetunion auf Demokratie und Wohlstand.

Ostexperte Thomas Kunze (Autor des neuen Buchs "Das Ende des Imperiums") schildert, was aus den Staaten der Ex-UdSSR wurde und erklärt, warum es mit der Demokratie bis heute bei den wenigsten geklappt hat.

Das Interview mit einigen für mich nachvollziehbaren Aussagen über gemachte Fehler hier:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/2 ... 76424.html
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