Das Buch: 10 Tage im 'Islamischen Staat'

Bücher, die nicht in den Bereich politische Systeme oder Grenze gehören.

Das Buch: 10 Tage im 'Islamischen Staat'

Neuer Beitragvon augenzeuge » 2. Januar 2016, 15:18

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Das Buch wurde für mich zu einem Weihnachtsgeschenk. Ich finde es sehr gut geschrieben, bin aber erst am Anfang.
Themen wie die angebliche Gefährlichkeit des Islam und deren Ursachen kommen auch vor und werden beleuchtet.

Ich werde demnächst ein paar Leseproben dazu hier einstellen.

(Beim amazon gibts auch ne Leseprobe über die ersten Seiten.)

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Re: Das Buch: 10 Tage im 'Islamischen Staat'

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 2. Januar 2016, 16:39

augenzeuge hat geschrieben:
Das Buch wurde für mich zu einem Weihnachtsgeschenk. Ich finde es sehr gut geschrieben, bin aber erst am Anfang.
Themen wie die angebliche Gefährlichkeit des Islam und deren Ursachen kommen auch vor und werden beleuchtet.
Ich werde demnächst ein paar Leseproben dazu hier einstellen.
(Beim amazon gibts auch ne Leseprobe über die ersten Seiten.)
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An den Leseproben bin interessiert - sehe erst jetzt beim Schreiben die Leseprobe bei Amazon. Ich wollte mir das Buch auch schon kaufen, nur um zu lesen, wie der Islam, die ISIS tickt.
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Re: Das Buch: 10 Tage im 'Islamischen Staat'

Neuer Beitragvon Zicke » 2. Januar 2016, 16:53

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Re: Das Buch: 10 Tage im 'Islamischen Staat'

Neuer Beitragvon augenzeuge » 3. Januar 2016, 16:06

Bahndamm 68 hat geschrieben:An den Leseproben bin interessiert ....
VG Bahndamm 68



Bitte....das Buch kann ich nur empfehlen! ein Drittel ist geschafft.... [hallo]

Auszüge des Interviews mit Abu Qatadah/Christian E. folgen.

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Re: Das Buch: 10 Tage im 'Islamischen Staat'

Neuer Beitragvon augenzeuge » 4. Januar 2016, 22:29

Sparta, lies die zuletzt eingestellte Seite (S.18) ab Mitte links.... [angst]

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Re: Das Buch: 10 Tage im 'Islamischen Staat'

Neuer Beitragvon Spartacus » 6. Januar 2016, 18:56

augenzeuge hat geschrieben:Sparta, lies die zuletzt eingestellte Seite (S.18) ab Mitte links.... [angst]

AZ


Gerade gelesen, aber diese Vorfälle beziehen sich auf die Jahre 1831 bis ungefähr 1872. Also was will
der Todenhöfer uns damit sagen?

LG

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Re: Das Buch: 10 Tage im 'Islamischen Staat'

Neuer Beitragvon augenzeuge » 6. Januar 2016, 19:38

Spartacus hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Sparta, lies die zuletzt eingestellte Seite (S.18) ab Mitte links.... [angst]

AZ


Gerade gelesen, aber diese Vorfälle beziehen sich auf die Jahre 1831 bis ungefähr 1872. Also was will
der Todenhöfer uns damit sagen?

LG

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Wo hast du die Jahreszahlen her. Dort steht was von 1962...
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Re: Das Buch: 10 Tage im 'Islamischen Staat'

Neuer Beitragvon Spartacus » 6. Januar 2016, 19:48

augenzeuge hat geschrieben:
Spartacus hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Sparta, lies die zuletzt eingestellte Seite (S.18) ab Mitte links.... [angst]

AZ


Gerade gelesen, aber diese Vorfälle beziehen sich auf die Jahre 1831 bis ungefähr 1872. Also was will
der Todenhöfer uns damit sagen?

LG

Sparta


Wo hast du die Jahreszahlen her. Dort steht was von 1962...
AZ


Da kannst du mal sehen, was der Typ für einen Mist schreibt, denn:

1) schau mal nach, wann Victor Hugo gelebt hat und
2) beziehen sich die genannten Vorgänge im Zusammenhang mit VH auf die von mir benannte Zeit.

Durant la période allant de 1830 à 1871, la France se lança dans une politique génocidaire émaillée de crimes de guerre et de
crimes contre l’humanité plus horribles les uns que les autres.


http://www.ism-france.org/analyses/Le-p ... icle-16433

Noch ein Zitat in dem Zusammenhang:

Défenseur du droit et des humbles, Victor Hugo n’en exprimait pas moins une ferveur coloniale débordante. Dans son journal, Choses vues, Hugo rapportait un débat qu’il avait eu avec le général Bugeaud en janvier 1841. Face au manque d’enthousiasme colonial de Bugeaud, Hugo expliquait : « Je crois que notre nouvelle conquête est chose heureuse et grande. C’est la civilisation qui marche sur la barbarie. C’est un peuple éclairé qui va trouver un peuple dans la nuit. Nous sommes les Grecs du monde, c’est à nous d’illuminer le monde. Notre mission s’accomplit, je ne chante qu’Hosanna. Vous pensez autrement que moi c’est tout simple. Vous parlez en soldat, en homme d’action. Moi je parle en philosophe et en penseur. » (12).


Januar 1841, regt sich Hugo über die Verbrechen auf. Alles klar?
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Re: Das Buch: 10 Tage im 'Islamischen Staat'

Neuer Beitragvon augenzeuge » 6. Januar 2016, 19:56

Das ist nicht ganz richtig, Sparta. Er spricht von der Zeit des Hugo bis 1962 (Algerienkrieg). Du verurteilst mir zu schnell Leute mit Grips, Sparta.

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Re: Das Buch: 10 Tage im 'Islamischen Staat'

Neuer Beitragvon Spartacus » 7. Januar 2016, 18:06

augenzeuge hat geschrieben:Das ist nicht ganz richtig, Sparta. Er spricht von der Zeit des Hugo bis 1962 (Algerienkrieg). Du verurteilst mir zu schnell Leute mit Grips, Sparta.

AZ



Na dann soll er es auch so hinschreiben und nicht mal einfach einen Zeitraum von 130 Jahren in so einem Absatz abdecken. Zur Not tut es auch eine Fußnote
und ich finde es schon ziemlich frech, die unzweifelhaft damals stattgefunden Taten, als Rechtfertigung für den IS zu gebrauchen.

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Re: Das Buch: 10 Tage im 'Islamischen Staat'

Neuer Beitragvon augenzeuge » 7. Januar 2016, 19:04

Spartacus hat geschrieben: ich finde es schon ziemlich frech, die unzweifelhaft damals stattgefunden Taten, als Rechtfertigung für den IS zu gebrauchen.

Sparta


Oh, da verstehst du aber nicht wenig falsch. Vielleicht musst du dir doch das Buch kaufen, ich kann ja hier nicht alles reinstellen. [blush]
Natürlich soll und kann dies keine Rechtfertigung für den IS sein. Aber man darf darauf hinweisen, dass man auch unser Verhalten in der Vergangenheit nicht außer acht lässt.

Die Entstehung des IS ist wunderbar geschildert, ich finds sehr gut beschrieben.

Nun weiß ich nicht, ob das weitere Einstellen von Leseproben aus seinem Interview mit dem deutschen IS Vertreter noch gewünscht ist. [denken]
AZ
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Re: Das Buch: 10 Tage im 'Islamischen Staat'

Neuer Beitragvon Sirius » 7. Januar 2016, 19:37

Spartacus hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Das ist nicht ganz richtig, Sparta. Er spricht von der Zeit des Hugo bis 1962 (Algerienkrieg). Du verurteilst mir zu schnell Leute mit Grips, Sparta.

AZ



Na dann soll er es auch so hinschreiben und nicht mal einfach einen Zeitraum von 130 Jahren in so einem Absatz abdecken. Zur Not tut es auch eine Fußnote
und ich finde es schon ziemlich frech, die unzweifelhaft damals stattgefunden Taten, als Rechtfertigung für den IS zu gebrauchen.

Sparta


Das die Franzosen in den fünfziger und sechziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts in Algerien brutal gefoltert und gemordet haben, ist zumindest in historisch interessierten Kreisen allgemein bekannt. Es gibt genügend Quellen dazu.
https://youtu.be/_Vi9Qjp6gvo?t=33m21s

Allerdings sieht das schon danach aus, dass hier die IS-Mörderbanden gerechtfertigt werden sollen, da stimme ich Dir zu.
Zuletzt geändert von Sirius am 7. Januar 2016, 19:56, insgesamt 1-mal geändert.
Sirius
 

Re: Das Buch: 10 Tage im 'Islamischen Staat'

Neuer Beitragvon Sirius » 7. Januar 2016, 19:55

augenzeuge hat geschrieben:Aber man darf darauf hinweisen, dass man auch unser Verhalten in der Vergangenheit nicht außer acht lässt.


Was heißt "unser" Verhalten? "Wir" haben dort nichts gemacht. Arabien oder Nordafrika waren nie deutsche Kolonien. Das waren die Briten und Franzosen. Und hat T. auch geschrieben was früher in Europa passiert ist?

Diese Delis leisteten ganze Arbeit. Innerhalb weniger Tage wurden mehr als 5000 Zivilisten gefangen oder ermordet. Ein türkischer Chronist berichtet: "Dieses schöne Land ward von den Reitern zerwühlt und mit Rauch gefüllt. Aschenhügel waren die Reste der Häuser und Paläste. In den Zelten und auf den Lagermärkten wurden schöne Gesichter verkauft, und der Beute war kein Ende. Die Familien der Ungläubigen waren verbrannt und verheert ihr ganzes Land."

Es handelte sich also keineswegs um die Exzesse einzelner Truppenteile, sondern bildete ein Kalkül der türkischen Strategie, durch Mord und Terror gegen die Zivilbevölkerung den militärischen Widerstand des Gegners zu brechen.
http://www.welt.de/geschichte/article14 ... llten.html


Oder beim nächsten Eroberungsversuch 150 Jahre später:

Die Bevölkerung Niederösterreichs wurde von den Türken auf ihrem Vormarsch wieder aufs Schlimmste malträtiert. Ihre "Renner und Brenner" genannten Horden plünderten, mordeten, ließen Häuser, Gehöfte und Kirchen in Flammen aufgehen, verschleppten Tausende als Sklaven ins Osmanische Reich. Alle Orte rings um Wien wie Hainburg, Schwechat, Pellendorf und Laa wurden niedergebrannt.

Dieses Treiben, gelegentlich als christliche Propaganda abgetan, bestätigt ein unverdächtiger Zeuge. Der türkische Hofbeamte und Geschichtsschreiber Mehmed Aga befand sich 1683 in der unmittelbaren Gefolgschaft Kara Mustafas und berichtet über die türkische Soldateska:

"Da dehnten sie ihre Raubzüge aus und zerstörten unterwegs die Dörfer, Städte und Burgen, machten die Männer nieder, führten die Frauen und Kinder in die Gefangenschaft ab, verbrannten die Wohnstätten und Saatfelder zur Gänze und verwüsteten und verheerten die Länder der Ungläubigen derartig, das sie auch nach hundert Jahren ihren früheren Zustand der Blüte nicht wieder erreicht haben dürften."

Und weiter heißt es bei Mehmed Aga: "Es verfielen auch die Enthaltsamen unter ihnen dem Trunke und begannen die mannigfaltigsten Übeltaten und unbegreifliche Schändlichkeiten zu verüben."

http://www.welt.de/geschichte/article14 ... erken.html


Ich könnte das jetzt noch fortsetzen wie die Anhänger dieser Religion in Griechenland, in Ungarn oder Bosnien gemacht haben, von der "Knabenlese" und Weiterem, was hier den Umfang sprengen würde. Wenn T. hier schon mit der Geschichte kommt, dann bitte mit der Ganzen.

Im Übrigen ist der Konflikt mit dem IS vorrangig ein Konflikt zwischen Sunniten, Alawiten und Schiiten. Also was sollen diese Schuldzuweisungen gegen den Westen und damit versuchten Relativierungen bezüglich der Verbrechen des IS?
Zuletzt geändert von Sirius am 7. Januar 2016, 20:21, insgesamt 2-mal geändert.
Sirius
 

Re: Das Buch: 10 Tage im 'Islamischen Staat'

Neuer Beitragvon augenzeuge » 7. Januar 2016, 19:59

Sirius hat geschrieben:Und hat der IS-Relativierer T. auch geschrieben was seine "Freunde" in Europa angerichtet haben?


Schade, das du das so siehst. Entspricht nicht der Wahrheit. Und so sieht man ihn dort auch nicht. Zeigt mir, das du das Buch nicht kennst. [blush]

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Re: Das Buch: 10 Tage im 'Islamischen Staat'

Neuer Beitragvon Sirius » 7. Januar 2016, 20:18

augenzeuge hat geschrieben:
Schade, das du das so siehst. Entspricht nicht der Wahrheit. Und so sieht man ihn dort auch nicht. Zeigt mir, das du das Buch nicht kennst. [blush]

AZ


Warum führt er dann die Geschehnisse in Algerien unter französischer Herrschaft an? Was hat das mit dem IS zu tun? Der Verdacht der Relativierung entsteht dabei. Den Konflikt zwischen Schiiten und Sunniten gab es auch 700 Jahre vor der US-Invasion 2003. 1991 hat Saddam Hussein je nach Schätzung Tausende bis 150.000 Schiiten getötet. Das die alawitische Minderheit in Syrien die Mehrheit beherrscht hat, ist auch bekannt. Das sind alles uralte Konflikte zwischen den Parteien dort. Der Westen wird mit seinen militärischen Eingriffen die jeweiligen Seiten stärken oder schwächen; lösen wird er die jahrhundertealten Konflikte nicht.
Sirius
 

Re: Das Buch: 10 Tage im 'Islamischen Staat'

Neuer Beitragvon augenzeuge » 7. Januar 2016, 22:27

Sirius hat geschrieben:Warum führt er dann die Geschehnisse in Algerien unter französischer Herrschaft an? Was hat das mit dem IS zu tun?


Ich habe gedacht, du könntest es begreifen, wenn du die Textauszüge oben gelesen hättest. Du ziehst dich hier an wenigen Sätzen hoch, was ist mit den anderen?

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Re: Das Buch: 10 Tage im 'Islamischen Staat'

Neuer Beitragvon augenzeuge » 7. Januar 2016, 22:51

Damit nicht nur Sirius oder Sparta etwas besser das Buch begreifen können....Seite 29(unten links) machts deutlich!
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Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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Re: Das Buch: 10 Tage im 'Islamischen Staat'

Neuer Beitragvon Sirius » 7. Januar 2016, 23:44

augenzeuge hat geschrieben:
Sirius hat geschrieben:Warum führt er dann die Geschehnisse in Algerien unter französischer Herrschaft an? Was hat das mit dem IS zu tun?


Ich habe gedacht, du könntest es begreifen, wenn du die Textauszüge oben gelesen hättest. Du ziehst dich hier an wenigen Sätzen hoch, was ist mit den anderen?

AZ


Ich habe die Textauszüge gelesen. Meine Frage, was Algerien in den sechziger Jahren - welches Du heute in die Diskussion gebracht hast - mit dem IS zu tun hat, ist aber noch immer nicht beantwortet. Ebenso, was die Briten 1920 im Irak mit dem IS zu tun haben sollen? Ansonsten sind die von Dir eingestellten Seiten eine Abrechnung Todenhöfers mit dem Westen, insbesondere den USA.

Todenhöfer behauptet:

Terrorismus ist nie religiös


Will Todenhöfer also damit sagen, der Hass des IS auf Schiiten und Alawiten sei nicht religiös bedingt? Sicher geht es auch immer um die Macht, aber das Ganze ist nun mal auch mit der Religionszugehörigkeit, also der Religion, verknüpft. Die implizite Behauptung, der IS-Terrorismus sei atheistisch, ist Unsinn.

Todenhöfers Behauptung, eine Versöhnung zwischen den Schiiten und Sunniten im Irak wäre einfach gewesen - nun wer daran glauben will, soll daran glauben. Die Erfahrungswerte mit dem Jahrhunderte alten Konflikt sprechen dagegen.
Sirius
 

Re: Das Buch: 10 Tage im 'Islamischen Staat'

Neuer Beitragvon augenzeuge » 8. Januar 2016, 08:31

Sirius, ich habe schon gemerkt, dass du kein Freund Todenhöfers bist. Nach dem Buch beurteile ich ihn jedenfalls anders als vorher, ich habe Verständnis und Achtung ihm gegenüber gewonnen. Auch wenn ich seine Auffassungen gegenüber den USA nicht vollständig teile.

Deine Frage mit Algerien kann ich nicht beantworten, ich denke aber, er hat es gebracht um den Hass auf die Franzosen ein wenig zu erklären. Das was passierte haben gewisse Prediger als Anlass genommen um ihre Jünger zu schulen.

Warum es dort eher knallt als woanders muss ja Gründe haben. Ob diese genannten nun zutreffen oder nicht, kann ich nicht sagen. Fakt ist eins, Todenhöfers Auffassungen weichen von denen eines Scholl Latour kaum ab. Ich sage, so falsch liegen sie im Konsens ihrer Beurteilung nicht, es sind viele Wahrheiten dabei, die man hier im Westen gern verschweigt. Und wenn man diese Wahrheiten in der Stimmungsmache gegen den Islam berücksichtigt, muss man eigentlich erkennen, wie falsch das ist, was hier von Pegida und Co getan wird.

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Re: Das Buch: 10 Tage im 'Islamischen Staat'

Neuer Beitragvon Spartacus » 8. Januar 2016, 18:09

Fakt ist eins, Todenhöfers Auffassungen weichen von denen eines Scholl Latour kaum ab.


Ach du lieber Gott AZ, Scholl - Latour hätte diesen Todenhöfer zerissen, schon eben wegen der Sache mit Algerien, denn die Gräueltaten wurden
ja von beiden Seiten verübt. Wie gesagt habe ich mit Algerien Veteranen gesprochen und das was sie mir erzählt haben, kann ich ja gar nicht
hier einstellen. Nur soviel, sie haben immer gekämpft wie die Löwen, da sie den Fellachen nicht in die Hände fallen wollten. Auf gar keinen Fall.

Die Hauptlast der franz. Gräueltaten in Algerien geht übrigens auf die Kappe des franz. Geheimdienstes und nicht der Soldaten.

Im übrigen gibt es viele Bilder vom Algerien - Krieg, da ähnlich wie später in Vietnam, vieles gut dokumentiert war.

Und da gibt es auch genug Bilder von Massakern der FLN.

http://france.libre1.overblog.com/c-eta ... -d-algerie ( Achtung nur anschauen, wenn man glaubt so etwas auszuhalten. )

Zurück zu diesem Todenhöfer.

Sirius hat den Braten auch gleich gerochen, den ich so eigenartig fand. Dieser Todenhöfer versucht zu relativieren, was nicht zu relativieren ist
und auch wenn er mit den verbrechen der Amerikaner in der Neuzeit Recht hat, so kann das keine Rechtfertigung für die Taten des IS sein.

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Re: Das Buch: 10 Tage im 'Islamischen Staat'

Neuer Beitragvon augenzeuge » 8. Januar 2016, 19:43

Spartacus hat geschrieben:
Fakt ist eins, Todenhöfers Auffassungen weichen von denen eines Scholl Latour kaum ab.


Ach du lieber Gott AZ, Scholl - Latour hätte diesen Todenhöfer zerissen, schon eben wegen der Sache mit Algerien, denn die Gräueltaten wurden
ja von beiden Seiten verübt.

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Sparta, du irrst dich gewaltig. Wie es aussieht, musst du etwas dazu lernen. Bezüglich Syrien um Umgang mit Assads und Einschätzung des Islam haben Scholl Latour und Todenhöfer oft ähnliche Einschätzungen. Beide schätzten einander sehr. Mich wundert, dass du das abstreitest. Auch Todenhöfer hat 50 Jahre Erfahrungen mit dem Islam, er gilt als intimer Kenner diverser islam. Staaten und Vermittler in der Politik.

Du ziehst dich hier an der Algeriensache hoch und stellst ein Urteil aus. Hier geht es um wenige Sätze in einem 280 Seiten Buch! Kann es sein, dass du Todenhöfer nicht magst, weil er ein absolut anderes Islambild hat als du?

Ich will dich hier nicht von dem Buch überzeugen, mir ist das egal. Ich habe auch das Gefühl, dass die eingestellten Seiten kaum gelesen wurden, sonst wäre die ständige "Relativierung" nicht gekommen. Weitere Seiten stell ich nicht mehr rein, wenn sie nicht interessieren. Es besteht ja immer die Gefahr, dass man eigene Fehler erkennt. Und das gefällt nicht jedem. [grins]

Hier ein Artikel, der ein klares Bild vermittelt:

Jürgen Todenhöfer – Ein Journalist kämpft gegen Hass und falsche Feindbilder
http://moveonfreedom.de/jurgen-todenhof ... indbilder/

In einem weiteren Thread werde ich das Video "Feindbild Islam" einstellen. Freu dich drauf!
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Re: Das Buch: 10 Tage im 'Islamischen Staat'

Neuer Beitragvon Spartacus » 8. Januar 2016, 19:59

Sparta, du irrst dich gewaltig. Wie es aussieht, musst du etwas dazu lernen. Bezüglich Syrien um Umgang mit Assads und Einschätzung des Islam haben Scholl Latour und Todenhöfer oft ähnliche Einschätzungen. Beide schätzten einander sehr.


Das weiß ich, aber eben gerade bei Algerien ( als vergleich) wäre Scholl Latour sich mit Todenhöfer in die Harre geraten. Darum ging es mir. [hallo]

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Re: Das Buch: 10 Tage im 'Islamischen Staat'

Neuer Beitragvon augenzeuge » 8. Januar 2016, 23:28

Spartacus hat geschrieben:
Sparta, du irrst dich gewaltig. Wie es aussieht, musst du etwas dazu lernen. Bezüglich Syrien um Umgang mit Assads und Einschätzung des Islam haben Scholl Latour und Todenhöfer oft ähnliche Einschätzungen. Beide schätzten einander sehr.


Das weiß ich, aber eben gerade bei Algerien ( als vergleich) wäre Scholl Latour sich mit Todenhöfer in die Harre geraten. Darum ging es mir. [hallo]

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Re: Das Buch: 10 Tage im 'Islamischen Staat'

Neuer Beitragvon Sirius » 9. Januar 2016, 08:03

Spartacus hat geschrieben:Ach du lieber Gott AZ, Scholl - Latour hätte diesen Todenhöfer zerissen, schon eben wegen der Sache mit Algerien, denn die Gräueltaten wurden
ja von beiden Seiten verübt.


Ja, was die Grausamkeiten betrifft, haben sich in Algerien beide Seiten nichts geschenkt. Das war auch in Tschetschenien so, oder im zweiten Weltkrieg. Auch aus der britischen Kolonialzeit ist bekannt - und es gibt sogar Bilder davon - dass die Briten aufständische Inder vor Kanonen gespannt und die Kanonen abgefeuert haben. Nur, das ist nun das Entscheidende, die Besatzer befinden sich nicht nur in der völkerrechtlichen, sondern auch in der moralischen Bewertung immer in einer schlechteren Position. Die Besetzten können die Grausamkeiten noch als Teil des notwendigen Befreiungskampfes hinstellen, aber die Besatzer können ihre Grausamkeiten vor der Weltöffentlichkeit viel schwerer rechtfertigen; die haben immer die schlechteren Karten; man denke z.B. an Abu Ghuraib.
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