Mythos Bergbau

Welche Musik ist gut? Einen guten Film gesehen? Büchervorstellungen oder -diskussionen? Irgend ein anderes Thema welches interessiert? Der Bereich für allgemeine Themen welche nicht das Thema DDR/BRD betreffen. Interessante Artikel, aktuelle Ereignisse und Entwicklungen.

Re: Mythos Bergbau

Beitragvon augenzeuge » 6. Februar 2015, 08:01

Danke, hätt ich nicht gewusst.
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Re: Mythos Bergbau

Beitragvon pentium » 6. Februar 2015, 17:47

Greifenbachstauweiher

Gelegen ist er am Waldrand zwischen Geyer und Ehrenfriedersdorf nahe den Greifensteinen.
Der Greifenbachstauweiher ist einer der größten Dammteiche des Erzgebirges und wurde im Ursprung zur Unterstützung des Bergbaus angelegt. Er zählt zu einer der bundesweit ältesten Talsperren, angelegt wurde er bereits Ende des 14. Jahrhunderts. Jahrelang versorgte er seinerzeit die Zinnbergwerke zu Ehrenfriedersdorf mit Aufschlagwasser bis er schließlich um 1396 erstmals angestaut wurde, es entstand der große „Geyersche Teich“.

Der Jahrhunderte alte Geyerteich enthielt anfangs gerade einmal 60 Kubikmeter Wasser, was damals bereits riesig erschien, wäre heute gerade einmal ein Tümpel. Nach und nach wurde der Greifenbachstauweiher aber erweitert und heute, wo er hauptsächlich der Naherholung dient, präsentiert sich der große Teich mit beeindruckenden 638.000 Kubikmetern Wasser.

Was vor 600 Jahren als Wasserspeicher für den Bergbau entstand, zählt also heute zu den ältesten Badeseen im Erzgebirge und selbstverständlich wird auch auf die Wasserqualität geachtet. Der Stausee unterliegt ständigen Qualitätskontrollen im Sinne der EU-Badegewässerrichtlinie.

http://ins-erzgebirge.de/ausflugsziel.php?id=31

http://www.greifenbachstauweiher.de/

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Re: Mythos Bergbau

Beitragvon Interessierter » 10. Februar 2015, 09:29

Strahlende Wismut-Halde in Dresden wird Stadtwald

Nach 7 Millionen Euro teurer Sanierung soll Radioaktivität der Collmberghalde gebannt sein


Dresden, 9. Februar 2015: Wo jetzt noch radioaktive Uranreste der früheren Wismut AG fröhlich unterirdisch vor sich hinstrahlen, sollen in etwa sieben Jahren Kinder gefahrlos in einem Stadtwald tollen können: Das Dresdner Umweltamt hat jetzt mit der rund sieben Millionen Euro teuren Sanierung der Collmberghalde in Dresden-Coschütz begonnen. „Bis Anfang der 20er Jahre entsteht hier ein Naherholungsgebiet“, kündigte Wirtschafts- und Umweltbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) heute bei einem Vor-Ort-Termin an. Damit gehe dann „von der letzten strahlenden Hinterlassenschaft der Wismut in Dresden endgültig keine Gefahr mehr aus“.

Der vollständige Beitrag und ein Video hier:
http://computer-oiger.de/2015/02/09/str ... more-49609
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Re: Mythos Bergbau

Beitragvon pentium » 21. Februar 2015, 20:41

Gedenken an Opfer des Grubenunglücks vor 55 Jahren in Zwickau

Zwickau - Mit einem stillen Gedenken auf dem Hauptfriedhof ehren Oberbürgermeisterin Pia Findeiß (SPD) und der Steinkohlenbergbauverein am Sonntag die Opfer des Bergwerkunglücks von Zwickau vor 55 Jahren. Bei einer Explosion unter Tage waren am 22. Februar 1960 im damaligen VEB Steinkohlenwerk «Karl Marx» 123 Kumpel ums Leben gekommen. Es war das wohl größte Grubenunglück in der DDR. Lange Zeit war unklar, was die Explosion ausgelöst hat. Eine Arbeitsgruppe von Stadt und Verein kam nach abermaligem Studium der Akten vor zehn Jahren zu dem Ergebnis, dass menschliches Versagen, der Fehler eines Sprengmeisters, die Katastrophe herbeigeführt hat.

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Re: Mythos Bergbau

Beitragvon Kumpel » 23. Februar 2015, 12:43

Von dieser Katastrophe wurde uns auch noch in den 80ern von den Alten berichtet. Sie erzählten davon , daß damals in Zwickau Strecken vermauert wurden um den Brand einzudämmen und nach dem Aufbrechen der Mauern tote Bergleute dahinter gelegen haben sollen.
Auch wurde uns berichtet , daß westdeutsche Grubenwehren die zu Hilfe eilen wollten an der Grenze abgewiesen wurden. Ob das alles stimmt weiß ich nicht. Allerdings offiziell war dieses Unglück in der DDR auch
in Bergbaukreisen kein Thema.
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Re: Mythos Bergbau

Beitragvon Spartacus » 23. Februar 2015, 17:42

Kumpel hat geschrieben:Von dieser Katastrophe wurde uns auch noch in den 80ern von den Alten berichtet. Sie erzählten davon , daß damals in Zwickau Strecken vermauert wurden um den Brand einzudämmen und nach dem Aufbrechen der Mauern tote Bergleute dahinter gelegen haben sollen.
Auch wurde uns berichtet , daß westdeutsche Grubenwehren die zu Hilfe eilen wollten an der Grenze abgewiesen wurden. Ob das alles stimmt weiß ich nicht. Allerdings offiziell war dieses Unglück in der DDR auch
in Bergbaukreisen kein Thema.


Kann ich bestätigen, diese Berichte sind mir auch bekannt, vor allem das mit den Helfern aus dem Westen.

LG

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Re: Mythos Bergbau

Beitragvon pentium » 25. Februar 2015, 14:11

In der "Freien Presse" habe ich einen Artikel über den warscheinlich letzten Augenzeugen der Aktivistenschicht von Hennecke gefunden.

Henneckes letzter Mann
Kumpel Günter Löffler aus Gersdorf war 1948 bei der legendären Aktivistenschicht von Adolf Hennecke dabei. Heute ist er 83, und vermutlich gibt es außer ihm keinen weiteren Augenzeugen der Schicht mehr.

Gersdorf. Es gab den Schlitzer und den Warmbierkellner. Den Lackschuh und den Paukenfrosch. Auch Günter Löffler aus Gersdorf hatte seinen Spitznamen weg. Er war der Pionier. Weil er mit seinen 1,62 Meter ziemlich klein war und dazu noch zu jeder Schandtat bereit. Kennen Sie noch den Gruß der DDR-Pionierorganisation? "Seid bereit, immer bereit!"

Arbeiten mit dem Lord

Fast jeder im Bergbau hatte seinen Spitznamen, wegen irgendeiner Eigenart, irgendeinem Erlebnis, irgendeinem Missgeschick. Löffler hieß eben Pionier, was zugegebenermaßen etwas freundlicher klingt als Schlitzer oder Warmbierkellner. Er war von 1946 bis 1968 Bergmann im Karl-Liebknecht-Schacht in Oelsnitz, dem Zentrum des Lugau-Oelsnitzer Steinkohlenreviers, zu dem auch der Nachbarort Gersdorf gehörte. Mit der elektrischen Überlandbahn fuhr der Kumpel nach Oelsnitz, stieg an der Unteren Hauptstraße aus und lief einen schmalen Weg hinauf zu seinem Arbeitsort. So war es wohl auch an jenem 13. Oktober des Jahres 1948. Es war der Tag, an dem Adolf Hennecke in diesem Schacht seine berühmte Aktivisten-Schicht fuhr, die Norm mit 387 Prozent erfüllte. Dieser Tag ging als etwas ganz Heroisches in die Geschichte der DDR ein, die ein Jahr später gegründet wurde.

Löffler ist heute 83 und mit ziemlicher Sicherheit der letzte noch lebende Kumpel, der an der Schicht beteiligt war. Henneckes letzter Mann. "Es war ein ganz normaler Tag", erinnert er sich. Löffler war damals 17, Lehrling, und ob er zu dieser Zeit schon Pionier gerufen wurde, weiß er nicht mehr. Aber Hennecke aus Lugau war der Lord, weil er sich immer so vornehm bewegte. Der Lord stand nach vorn gebeugt mit ein paar anderen Bergleuten am Stoß und jagte den schweren, lauten Bighammer in die Wand aus Gestein und Kohle. Die Kumpel befanden sich 616 Meter unter Tage. Die Steinkohle purzelte in eine Schüttelrutsche und von da aus auf ein Förderband. Jetzt kam Günter Löffler ins Spiel. "Ich musste die Brocken, die von dem lädierten Gummiband auf die Erde fielen, wieder hochschaufeln. Damit so viel wie möglich Kohle in dem Hunt landete."

Normbrecher Hennecke

An jenem Tag förderte Hennecke statt der üblichen 6,3 Kubikmeter fast 25. Erst viele Tage später bekam Berglehrling Löffler mit, was es mit dieser Schicht auf sich hatte. Wie Hennecke als Normbrecher attackiert und bedroht, wie die Schicht von Befürwortern glorifiziert und von Gegnern als Betrug bezeichnet wurde. 1951 trafen sich Löffler und Hennecke wieder, auf der Bergschule in Zwickau, auf der die Steiger ausgebildet wurden. Hennecke hielt einen Vortrag. "Er war ein intelligenter Kerl", erinnert sich Löffler. "Ein guter Bergmann muss besonnen und mit viel Verstand arbeiten. Hennecke war so ein Kumpel." Das Herz von Günter Löffler, der von 1990 bis 1998 Bürgermeister von Gersdorf war, hängt noch immer am Bergbau. Er ist Mitglied im Förderverein Bergbaumuseum. Von den 110 Mitgliedern sind 44 alte Steinkohlenkumpel. Vor ein paar Jahren waren es noch fast doppelt so viel.


erschienen am 21.02.2015 in der Freien Presse (Zwickau)

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Re: Mythos Bergbau

Beitragvon pentium » 6. März 2015, 17:06

Die älteste montanwissenschaftliche Hochschule feiert in diesem Jahr ihr 250-jähriges Bestehen. Die Bergakademie prägte die Stadt Freiberg - und das Wirken ihrer Gelehrten veränderte Forschung, Lehre und Technik weltweit. Die traditionsbewusste Universität erzählt ihre Geschichte nun erstmals in einer Dauerausstellung: Das Historicum, eine in Sachsen einmalige Einrichtung, zeigt die schönsten Stücke aus 40 wissenschaftlichen Sammlungen.

http://www.freiepresse.de/LOKALES/MITTE ... 32712.php#

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Re: Mythos Bergbau

Beitragvon Interessierter » 10. März 2015, 10:23

Roboter macht in Freiberg untertage die Drecksarbeit

Bild

Die Bergakademie Freiberg setzt künftig einen besonders robusten rollenden Roboter untertage ein. Der stählerne Bergmann namens „Innok Heros“ soll in bis zu 150 Metern Tiefe eine 3D-Computerkarte des universitären Forschungs- und Lehrbergwerks erstellen.

Roboter soll beim Untertagewetterbericht helfen


Der Roboter soll nicht nur eine 3D-Karte des Bergwerks erstellen, sondern auch die Umgebungsbedingungen untertage vermessen. Seine Ergebnisse sollen den Forschern letztlich helfen, zum Beispiel gefährliche Untertagewetter vorauszusagen, die für menschliche Bergleute gefährlich werden könnten.

Der vollständige Beitrag hier:
http://computer-oiger.de/2015/03/09/rob ... beit/63728
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Re: Mythos Bergbau

Beitragvon pentium » 10. März 2015, 12:06

Loch von Bad Schlema gibt sein Geheimnis noch nicht preis

Bricht im Erzgebirge die Erde ein, wissen Bergbau-Experten meist binnen Tagen, welcher alte Stollen darunter liegt. Der Tagbruch am Grunertberg ist bis heute rätselhaft.

Bad Schlema. Mit Zahlen rund um das mysteriöse Loch in Bad Schlema tut sich die Wismut nicht schwer. Um den Schlund zu verschließen, der sich Ende Dezember unvermittelt geöffnet hat, wurden 308 Kubikmeter Beton versenkt. Weitere 115 Kubikmeter Sand und Frostschutzmaterial sichern heute die Gas- und Telefonleitungen, die hier zeitweise frei in der Luft hingen.

Markscheider Olaf Wallner kann aus diesen Angaben berechnen, dass der Hohlraum an dieser Stelle etwa 600 Kubikmeter umfasst haben muss. Damit war er ungefähr so groß wie sieben Wohnzimmer. Dass das Loch mehr Volumen hatte als die Beton- und Sandmassen, mit denen es verschlossen wurde, liegt daran, dass das heruntergebrochene Deckgebirge ja ebenfalls als Füllung in der Tiefe liegt. So weit, so interessant. Völlig unklar ist hingegen, wieso der Hohlraum überhaupt da war. Wer hat ihn angelegt? Zu welchem Zweck? "Das wissen wir nicht", sagt Peter Wolff, Projektleiter Verwahrung und technische Dienste der Wismut am Standort Aue-Alberoda.

Fast acht Wochen lang haben Wolffs Männer das Umfeld des rätselhaften Lochs mithilfe von Bohrungen erkundet. 20 Löcher wurden inzwischen in den Untergrund getrieben, jedes 20 bis 30 Meter tief. Dabei stießen sie auf einen weiteren, allerdings sehr kleinen Hohlraum und immer wieder auf lockere Gesteinsmassen, die auf einen zusammengebrochenen Hohlraum hinweisen, vielleicht einen alten Gang. Die Ausmaße des Bauwerks, das da im Untergrund schlummert, sind also um einiges größer als das, was von der Oberfläche aus zu sehen war. "Viel mehr lässt sich bis jetzt aber nicht sagen", erklärt Wolff.

Gerade wurden die Erkundungsarbeiten um weitere vier bis sechs Wochen verlängert. Dann hofft die Wismut ein Ergebnis zu präsentieren. Dieses könnte aber auch lauten: Verursacher unbekannt. Das ist ungewöhnlich. Wann immer im Erzgebirge der Boden nachgibt, sind die Fachleute binnen Tagen im Bilde. Unterm Schneeberger Weg und neben der Gleesbergschule etwa lautete die Einschätzung zuletzt: Altbergbau. Für die Stelle am Grunertberg schließt Peter Wolff diese Diagnose aus. "Es gibt dort nichts, was für die Alten interessant gewesen wäre."

Auch die Wismut scheidet als Verursacher des Hohlraums mehr und mehr aus. Schon in den 1970er-Jahren erarbeitete das Bergbauunternehmen ein Kataster mit potenziellen Schadstellen im Raum Schlema. Es wurde seitdem ständig fortgeschrieben. Als letztes Jahr am Silberbach der Boden einbrach, wusste die Wismut genau, welcher Grubenbau darunter liegt. Beim Loch am Grunertberg - nichts dergleichen. Ein vollkommenes Rätsel. "Aber irgendwer muss diesen Hohlraum ja geschaffen haben", sagt Wolff.

Das alles spricht vielleicht für die fantastisch klingende Theorie des Schneeberger Heimatforschers Günter Eckardt, der hier einen Uranstollen aus den 1930er-Jahren vermutet. Suche nach spaltbarem Material bereits in der Nazizeit? Eckardt geht inzwischen dem Hinweis eines früheren Anwohners nach, der als Kind um 1932 ein Mundloch am Feuerdepot in Niederschlema gesehen haben will. Das liegt 200 Meter Luftlinie vom Loch entfernt. Doch hätten derartige Aktivitäten nicht vielen Menschen auffallen müssen?

quelle: Freie Presse

Hoffentlich rücken jetzt keine "Schatzsucher" an? Und die Theorie des Heimatforschers Günter Eckardt ist ja auch nicht ohne, suche nach spaltbarem Material bereits in der Nazizeit?

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Re: Mythos Bergbau

Beitragvon pentium » 23. März 2015, 17:51

Wismut rückt wieder in den Poppenwald ein

Rings um den alten Wasserbehälter werden derzeit Bäume gefällt. Es sind Vorbereitungen für den Abriss des Bauwerks. Löst sich damit bald auch eines der Rätsel des geheimnisvollen Waldes?

Bad Schlema. Eigentlich geht es um eine Routinearbeit. Im Spätsommer will die Wismut GmbH den rund 60 Jahre alten Wasserbehälter im Poppenwald bei Wildbach abreißen. Eine Maßnahme, die im Zuge der Bergbausanierung planmäßig an der Reihe ist. Derzeit werden rings um den Hochbehälter Bäume gefällt, um das künftige Baufeld freizumachen, auf dem sich dann Bagger und Lkws bewegen müssen.

Aber im Poppenwald gibt es so etwas wie Routinearbeiten nicht. Jeder Stein, der hier umgedreht wird, löst Spekulationen aus. Der Wald gilt in der Schatzsucherszene als heiße Zone, und um den alten Wasserbehälter ranken sich seit Jahren viele Theorien. Das weiß auch die Wismut. "Ich bin gespannt, ob wir das Bernsteinzimmer finden", sagt Unternehmenssprecher Frank Wolf. Er sagt es salopp, doch ihm ist klar, dass die alten Geschichten hochkommen werden, wenn erst einmal die Abrissbagger kreisen.

http://www.freiepresse.de/LOKALES/ERZGE ... 115022.php

Die Schatzsuche geht also weiter?

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Re: Mythos Bergbau

Beitragvon pentium » 23. April 2015, 13:42

Rohstoffsuche im Erzgebirge: Sonde stößt in neue Tiefen vor

Bis 500 Meter unter der Erde sollen Bodenschätze aus der Luft erkundet werden. Die Methode ist umweltschonend und wurde weiter verfeinert.

Geyer. Uwe Lehmann vom Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie hat eine vereinfachte Weltkarte an die Wand projiziert. Auf der sind mit Kreisen die weltweit bekannten Rohstoffvorkommen markiert. Auch auf Deutschland liegt ein großer Kreis. "Der liegt nicht irgendwo, sondern auf dem Erzgebirge", erklärt der Geologe. "Wir sind die einzige Region in der Bundesrepublik, in der noch nennenswerte Bodenschätze lagern. Die Gegend heißt ja auch nicht ohne Grund Erzgebirge", sagt der Referatsleiter Rohstoffgeologie.
...
Auch diesmal wird ein Spezialhubschrauber zum Einsatz kommen. An ihm hängt an einem etwa 45 Meter langen Kabel eine zehn Meter lange Spezialsonde. Sie wiegt etwa 300 Kilogramm. Experten der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) Hannover, darunter der Bereichsleiter Aerogeophysik, Bernhard Siemon, führen mit der Sonde elektromagnetische Messungen durch, um die elektrische Leitfähigkeit des Untergrunds - diesmal bis in 500 Meter Tiefe - zu bestimmen. "Sie können uns Anzeichen für im Gestein vorhandene Erzminerale liefern", erläutert Siemon, der den Hubschrauber selbst steuert.

http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/S ... 70171.php#

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Re: Mythos Bergbau

Beitragvon pentium » 26. Mai 2015, 15:44

Beschlossene Sache: Das Sächsische Oberbergamt hat grünes Licht für Erkundungsbohrungen in der Gemeinde Neißeaue gegeben.

Damit ist der Weg frei für die KGHM Kupfer AG. Das Tochterunternehmen des polnischen Bergbaukonzerns KGHM erkundet seit 2008 die Erzvorkommen mit geophysikalischen Messungen und Bohrungen in der Lausitz.

Am 9. März diesen Jahres kam das OK der Unteren Wasserbehörde.

Mit den Bohrungen sollen Kupfergehalt und Tiefenlage der kupferführenden Schichten im Boden untersucht werden. Diese werden anschließend wieder verfüllt.
Mit einem Bohrer wie diesem sollen nun die Arbeiten in der Gemeinde Neißaue beginnen.

Die Bedenken einer Bürgerinitiative hinsichtlich der Grund- und Trinkwassergefährdung wurden als unbegründet vom Sächsischen Oberbergamt abgewiesen.

quelle: Mopo24

Fracking-Alarm in der Lausitz!

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Re: Mythos Bergbau

Beitragvon pentium » 10. Juli 2015, 10:07

Wismut noch längst nicht am Ziel
25 Jahre nach Ende des Uranerzbergbaus sind noch nicht alle Folgen beseitigt. Aktuell wird der Bedarf bis 2045 geprüft.


Zitat:
Die bundeseigene Wismut hat 2014 weitere 131 Millionen Euro für die Sanierung von Hinterlassenschaften des Uranerzbergbaus in Sachsen und Thüringen ausgegeeben. Damit stellte der Bund seit 1991 rund 5,9 Milliarden Euro zur Verfügung, wie aus dem gestern vorgelegten Umweltbericht des Unternehmens für 2014 hervorgeht.

http://www.freiepresse.de/WIRTSCHAFT/WI ... 244427.php

2014 wurden im Unternehmen die letzten klassischen Bergbauprojekte abgeschlossen: die Auffahrung des sogenannten Südumbruchs unter Bad Schlema zum störungsfreien Ablaufen des Grubenwassers aus dem Schneeberger Revier sowie des Wismut-Stollns in Dresden-Gittersee. Auch dieser dient dazu, Grubenwasser dauerhaft im natürlichen Gefälle bis in die Elbe abzuleiten. "Mit dem Ende dieser Projekte geht quasi die Ära unserer Hauer zu Ende", sagte Wolf. Weniger als ein Dutzend Bergleute gebe es jetzt noch für verbleibende Restarbeiten.

Deutlich in Verzug geraten ist die Wismut in Königstein. Seit zwei Jahren wird dort die finale Flutung durch die Behörden untersagt. Stattdessen muss der Flutungspegel durch Abpumpen auf dem Niveau von 140 Metern über NN gehalten werden. Der Grund: Darüber befindet sich ein Grundwasserleiter. Die Wasserbehörde befürchtet, dass beim weiteren Anstieg des verunreinigten Flutungswassers sich dieses mit dem Grundwasser vermischt. Obwohl es sich um Grundwasser handelt, das nicht genutzt wird, soll das verhindert werden.

"Dadurch werden wir mit dieser Grube einfach nicht fertig", räumte Wolf ein. "Der Standort Königstein wird uns in Sachsen noch am längsten beschäftigen." Auch aus diesem Grund plant die Wismut dort jetzt den Umbau ihrer alten unwirtschaftlichen Wasseraufbereitungsanlage, in der abgepumptes Grubenwasser gereinigt wird.

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Re: Mythos Bergbau

Beitragvon pentium » 16. Juli 2015, 11:40

Man glaubt es kaum!

Wismut verkauft 25 Jahre nach Förderstopp immer noch Uran
3200 Tonnen Uran sind in Königstein bei der Flutung der Gruben bisher angefallen. Der Verkaufserlös fließt in die Sanierung.

Zitat:
Die bundeseigene Wismut hat in den knapp 25 Jahren seit Einstellung der Uranerzproduktion in Sachsen und Thüringen weitere knapp 3200 Tonnen Uran verkauft und damit Erlöse von rund 70 Millionen Euro erzielt. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage von mehreren Abgeordneten der Fraktion Die Linke hervor. Zum Vergleich: Bis 1990 wurden in Königstein insgesamt 18.000 Tonnen Uran gewonnen. Nach der Wende sanken die Mengen von knapp 274.000 Kilogramm im Jahr 1991, als auch noch Lagerbestände veräußert wurden, auf 37.600 Kilo im Jahr 2014...]

Quelle:
http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/T ... 249565.php

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Re: Mythos Bergbau

Beitragvon pentium » 20. August 2015, 21:00

Kapelle erinnert an Uranbergbau in Ostthüringen

Ronneburg. Das Dach der Kapelle ragt steil gen Himmel, unter der Spitze soll irgendwann eine Glocke läuten. Die Tür ist als Glaskreuz gedacht, an die weiß getünchten Wände reihen sich zwölf kleine, quadratische Fenster. „Die Zahl erinnert an die Apostel, steht aber auch für die zwölf Ortschaften, die hier vom Uranbergbau betroffen waren“, erklärt Frank Lange vom Kirchlichen Umweltkreis Ronneburg. Seit Jahren wurde um einen Erinnerungsort für Dörfer wie Schmirchau, Gessen, Culmitzsch und Lichtenberg gerungen, die zu DDR-Zeiten für den Uranbergbau abgerissen wurden. Nun sind Lange und seine Mitstreiter am Ziel: Am Donnerstag wird eine Gedächtniskapelle in der Neuen Landschaft Ronneburg geweiht.

http://www.tlz.de/web/zgt/leben/detail/ ... 2098845932

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Re: Mythos Bergbau

Beitragvon Interessierter » 10. September 2015, 07:26

Wismut-Uranbergbau: Bund zahlte bisher 6 Milliarden Euro für Sanierung

Letzte radioaktive Hinterlassenschaften in Sachsen sind voraussichtlich nach dem Jahr 2025 beseitigt

Bad Schlema/Dresden, 2. September 2015. Der Bund hat seit der Wende rund sechs Milliarden Euro für die Sanierung der radioaktiv verseuchten Uranbergbau-Standorte der früheren Wismut SDAG zur Verfügung gestellt. Bei diesem Umweltgroßprojekt seien inzwischen große Fortschritte erzielt worden, hat Staatssekretär Uwe Beckmeyer vom Bundeswirtschaftsministerium während der Wismut-Konferenz „WISSYM 2015“ im erzgebirgischen Bad Schlema eingeschätzt.
„Kurort Bad Schlema wiederbelebt“

„Ergebnisse und Erfolge sind an allen Standorten in Sachsen und Thüringen deutlich sichtbar“, betonte der Staatssekretär. Gerade der Konferenzort Bad Schlema sei ein solches Beispiel – das Kurbad sei durch die Sanierungen wiederbelebt worden.

http://oiger.de/2015/09/02/wismut-uranb ... ung/155302
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Re: Mythos Bergbau

Beitragvon pentium » 19. November 2015, 22:34

250 Jahre Bergakademie Freiberg

Glückauf Freiberg! Über Erze, Koks und große Geister

Die älteste Montan-Universität der Welt hat jede Menge Techniker, Erfinder und Geistesgrößen wie den Schriftsteller und Philosophen Novalis und Naturforscher Alexander von Humboldt hervorgebracht.

http://www.mdr.de/mdr-figaro/bergakadem ... c1f38.html

Als die Bergakademie 1765 gegründet wurde, steckte Sachsen in einer tiefen Krise – die Bergakademie sollte Bergbau und Metallverarbeitung befördern und so wieder Geld in die leeren Staatskassen spülen. Als die DDR gegründet wurde, fehlte ihr der Steinkohlenkoks für die Metallverarbeitung. Freiberger Forscher entwickelten den Braunkohlen-Hochtemperaturkoks und retteten so die DDR vor einem ökonomischen Kollaps schon in den 60er-Jahren.

Als das 21. Jahrhundert kam, die Rohstoffe knapp und die Umweltschäden durch den Bergbau unübersehbar wurden, setzte die Politik wieder auf Freiberg: Als Ressourcenuniversität sollen hier nun neue Techniken für einen nachhaltigen und ökologisch verträglichen Bergbau entwickelt werden.

Die Bergakademie Freiberg wird 250 Jahre alt

Zum Jubiläum stellt die Bergakademie Freiberg alles auf die Beine. 1600 Leute formieren sich zu einer Bergparade. Als Festredner ist der Bundespräsident geladen. 250 Jahre wollen ausgiebig gefeiert sein.

http://www.dnn.de/Mitteldeutschland/New ... -Jahre-alt

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Re: Mythos Bergbau

Beitragvon Spartacus » 20. November 2015, 18:37

250 Jahre wollen ausgiebig gefeiert sein.


Zu Recht. [hallo]

Und wer mal in der Nähe ist, unbedingt die Mineralienausstellung ansehen.

http://www.terra-mineralia.de/deutsch/a ... usstellung

LG

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Re: Mythos Bergbau

Beitragvon pentium » 11. Dezember 2015, 12:08

Neun Namen erinnern an Bergwerksunglück in Wolfsberg
Eine Gedenktafel ist jenen Bergleuten gewidmet, die am 20. Februar 1950 im Wismut-Schacht 85 den Tod fanden. Am Samstag wurde diese in Wolfsberg enthüllt.

Wolfsberg. Nun stehen die neun Opfer auf der Tafel, haben sie ein Gesicht, wie Hans-Peter Thieme von der Bergknappschaft Marienberg am Samstag sagte. Wolfgang Weber sieht diese neun Gesichter noch vor sich. Er war ihr Kumpel. "Ich hatte Glück, der Unfall ereignete sich während der Schicht, die meiner vorausgegangen war", so der Wolkensteiner.

Als der Bergschlosser am 20. Februar 1950 zum ehemaligen Schacht Junge Drei Brüder kam, wusste er noch nichts. So wenig wie möglich sollte damals nach außen dringen. Der Weg sei wie immer hell erleuchtet gewesen, erzählte Wolfgang Weber am Samstag. Allerdings sei die Grubenwehr schon da gewesen. "Die Russen rannten wild durcheinander." Schnell einfahren, lautete die Devise für den damals 18-Jährigen. Retten, was noch zu retten ist. Es gab aber nichts zu retten. Das Wasser stand hüfthoch, als er die Strecke betrat. Das meiste davon war schon zum Schacht Himmelreich abgelaufen.

Nach einer Sprengung war Wasser in die vierte und fünfte Sohle geschossen. "Wer sich auf der vierten befand, konnte sich noch in Sicherheit bringen. Auf der fünften Sohle hatte keiner eine Chance", erzählt Wolfgang Weber. Alle Ausbauten habe das Wasser herausgerissen. Sogar Schienen seien nach oben gedrückt worden. "Es sah schrecklich aus", so der Bergmann.

Unter den Toten befand sich Johannes Stephan aus Marienberg. "Ich sollte eigentlich seine Schicht übernehmen", sagte er. Unsägliches Leid habe der Unfall über die Familien gebracht. Daran kann sich auch Christine Kunz aus Zöblitz noch erinnern. Sie war damals sieben Jahre alt, als die Familie die Nachricht vom Tod ihres Onkels Siegfried Biermann bekam. Ihn fanden die Bergleute erst drei Tage nach der Katastrophe als letzten der neun. Regelmäßig kommt sie an den Ort des Geschehens. Dass dort nun eine Tafel an die bei ihrer Arbeit verstorbenen Bergleute erinnert, freut sie ungemein. Wolfgang Weber geht es genauso. Er ist einer der letzten, der bei diesem Unglück vor Ort war. Unter den Teilnehmern der Veranstaltung am Samstag war er der einzige.

Etwa 50 Vertreter der Bergknappschaft Marienberg, der Bergbrüderschaft Pobershau, der Knappschaft Lengefeld-Kalkwerk, der Hüttenknappschaft Blaufarbenwerk Zschopenthal und der Wismut GmbH sowie etwa 50 Besucher erwiesen den Toten die Ehre.

Die Initiative für die Gedenktafel lag bei den Marienberger Knappen. Klaus Wenzel und Günter Martin haben Kirchenbücher gewälzt und Menschen angeschrieben, die darüber noch etwas wissen konnten. So brachten sie die Namen, das Alter und den Herkunftsort der Opfer ans Licht. Etwa 5000 Euro hat der Verein für die Herstellung der Tafel gesammelt.

http://www.freiepresse.de/LOKALES/ERZGE ... 364266.php

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Re: Mythos Bergbau

Beitragvon Volker Zottmann » 11. Dezember 2015, 12:42

Meine Tochter wohnt im Wolfsberg, aber dem im Harz.
Auch hier wurde Bergbau betrieben und nach Antimon gegraben.

Gruß Volker
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Re: Mythos Bergbau

Beitragvon pentium » 19. Dezember 2015, 13:57

Aus nach 116 Jahren: Letzte Schicht auf Auguste Victoria

http://www.derwesten.de/region/rhein_ru ... x458558886

Abschied von Auguste Victoria

Im Zuge der Beendigung des deutschen Steinkohlenbergbaus stellt Auguste Victoria die Förderung ein.
Damit schließt das vorletzte Bergwerk im Ruhrgebiet.

http://www.rag-deutsche-steinkohle.de/r ... -victoria/

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Re: Mythos Bergbau

Beitragvon Bahndamm 68 » 20. Dezember 2015, 10:07

Erlebnis Bergwerk Merkers das muss man gesehen haben.
http://www.erlebnisbergwerk.de/de/fotoalbum/
Hier mein Gästebucheintrag:
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Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Wer die Vergangenheit nicht kennt,
kann die Gegenwart nicht begreifen
und die Zukunft nicht gestalten.
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Re: Mythos Bergbau

Beitragvon Spartacus » 20. Dezember 2015, 16:10

pentium hat geschrieben:Aus nach 116 Jahren: Letzte Schicht auf Auguste Victoria

http://www.derwesten.de/region/rhein_ru ... x458558886

Abschied von Auguste Victoria

Im Zuge der Beendigung des deutschen Steinkohlenbergbaus stellt Auguste Victoria die Förderung ein.
Damit schließt das vorletzte Bergwerk im Ruhrgebiet.

http://www.rag-deutsche-steinkohle.de/r ... -victoria/

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Wenn man bedenkt, was da an Know-how für immer verloren geht, so sollte man vielleicht wenigstens
das in irgend einer Form für die Zukunft bewahren.

LG

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Re: Mythos Bergbau

Beitragvon pentium » 20. Dezember 2015, 19:04

Annaberg-Buchholz
Bislang größte Bergparade

Mehrere Zehntausend Menschen haben am Sonntag im sächsischen Annaberg-Buchholz die traditionelle Bergparade verfolgt. Ein Stadtsprecher sagte: "So viele waren es noch nie, die Innenstadt war komplett dicht." Wie ein Reporter von MDR 1 RADIO SACHSEN berichtete, musste zum ersten Mal aufgrund des großen Besucherandrangs die Innenstadt gesperrt werden.
Nicht nur sächsische Habite

Mit rund 1.500 Trachtenträgern von Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereinen aus Sachsen sowie anderen Bergbauregionen ist es die größte Bergparade in der Adventszeit. Die Bergleute marschierten in historischen Habiten durch die Stadt zur Sankt Annenkirche. Dort setzten 375 Bergmusiker mit einem Konzert den Schusspunkt.

http://www.mdr.de/sachsen/bergparade-an ... fcd56.html

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Re: Mythos Bergbau

Beitragvon pentium » 22. Januar 2016, 11:31

Akte zur Gründungsgeschichte der TU Bergakademie Freiberg wieder aufgetaucht

Das Universitätsarchiv der TU Bergakademie Freiberg hat eine mehr als 200 Jahre alte und lange verschollene Akte zur Gründungsphase der Bergakademie Freiberg zurück erhalten. Sie dokumentiert die Entwicklung der metallurgischen Chemie als Wissenschaftsdisziplin in Deutschland.

Die Akte wurde in einem Nachlass entdeckt, berichtet Dr. Heinrich Douffet, Geologe und Denkmalpfleger aus Freiberg: „Mir wurde als erfahrener Denkmalpfleger ein alter Buchband mit gesammelten Schriften zugetragen. Ich sollte nachsehen, worum es sich handelt und wurde gebeten, darüber sinnvoll zu verfügen. Ich habe den Band durchgeblättert und erkannt, dass es sich um ein wichtiges historisches Zeugnis der Geschichte der Bergakademie handelt. Der Erbe des Nachlasses möchte anonym bleiben.“

http://tu-freiberg.de/presse/akte-zur-g ... ufgetaucht

Das Universitätsarchiv besitzt zu den wichtigsten Lehrgebieten Gründungsakten, so unter anderem zur Mathematik, Physik oder auch Bergbaukunst. Für die metallurgische Chemie weisen die Bestandsverzeichnisse des Archivs insgesamt vier solcher Akten auf, doch bereits 1962 wurde der Verlust dreier Akten gemeldet, so Archivleiter Kaden: „Darüber, wann diese der Bergakademie verloren gegangen sind, ließe sich nur spekulieren.“

Glück Auf!
pentium
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
Anton Günther

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https://www.schloesserland-sachsen.de/de/startseite/
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Re: Armut in der DDR -Abgeschrieben im sozialen Märchenland

Beitragvon Sirius » 4. April 2016, 17:33

Spartacus hat geschrieben:
Thoth hat geschrieben:Kumpel, du verbindest meine Feststellung dass damals das Essen in einer bewußten Kantine besser war als das was ich bisher kennengelernt habe mit deiner kruden Phantasie und heraus kommt dann; dort hätte es "opulente Speisen" gegeben .....

Vielleicht kannst du mal dem lesenden Volke erläutern was du dir, auf Bezug DDR natürlich, unter opulenten Speisen alles vorstellst.


Also ich hatte mal die Ehre bei einem Fress - und Saufgelage der Wismut mitzumachen und da bogen sich schon die Tische. Die Kumpel waren schon sehr verwöhnt, kann vielleicht
ein alter Wismuter bestätigen? War ne Weihnachtsfeier und da gab es alles, was es sonst nicht gab. An den Hauptgang kann ich mich noch erinnern, war Schweinslendchen in Rahmsoße
mit Champignons und das im Winter.

LG

Sparta

War denen eigentlich bewusst, dass viele von ihnen die bessere Versorgung mit ihrer Gesundheit bezahlten?
Sirius
 

Re: Armut in der DDR -Abgeschrieben im sozialen Märchenland

Beitragvon Kumpel » 4. April 2016, 17:45

Viele habe diese Sonderversorgung der Wismut mit ihrem Leben bezahlt , die Genossen haben ja rechtzeitig diesen maroden Laden DDR an den Klassenfeind übergeben.
Damit konnte der anschließend mit Milliardensummen den ganzen Müllhaufen sanieren und die Kranken besser versorgen. Die Toten kommen nicht zurück.
Die Genossen mit ihrer stets großen Fresse hätten das nie in den Griff bekommen.
Kumpel
 

Re: Armut in der DDR -Abgeschrieben im sozialen Märchenland

Beitragvon Olaf Sch. » 4. April 2016, 18:00

Es gibt keine alten Wismuter...
Olaf Sch.
 

Re: Armut in der DDR -Abgeschrieben im sozialen Märchenland

Beitragvon Kumpel » 4. April 2016, 18:02

Es gibt keine alten Wismuter...


Ich Hirni wollte da auch mal hin. Hat gottlob nicht geklappt.Ein ehemaliger Kollege war beim der Wismut Hauer , seit vielen Jahren BU .
Zuletzt geändert von Kumpel am 4. April 2016, 18:05, insgesamt 1-mal geändert.
Kumpel
 

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