Russland, Putin und die Politik...

Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon Spartacus » 30. Juni 2015, 18:11

Brauchst du dir gar nichts denken Sirius.

Das " uralte " Spiel ist einfach wieder in Gang gekommen.

Aktion = Reaktion

Nun muss nur noch einer so klug sein, und einer Aktion keine Reaktion folgen lassen.

LG

Sparta


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Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon Kumpel » 30. Juni 2015, 18:41

Spartacus hat geschrieben:...................
Nun muss nur noch einer so klug sein, und einer Aktion keine Reaktion folgen lassen.
LG
Sparta


Wäre beruhigend wenn es so wäre. Die innenpolitische Lage in Russland kehrt sich nach aussen und das Resultat können wir gerade in der Ostukraine besichtigen.
Entweder für Putin oder Verräter , das sind die Alternativen , die man zur Zeit in Russland hat. Die Anhänger Putins heizen diese Stimmung an und das führt dann zu Morden , wie gegen Nemzow.
Da kann der Westen noch so locken mit Freihandelszonen von Lissabon bis Wladiwostok , das interessiert im Kreml nicht .
Kumpel
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon Sirius » 30. Juni 2015, 18:51

Spartacus hat geschrieben:Brauchst du dir gar nichts denken Sirius.

Das " uralte " Spiel ist einfach wieder in Gang gekommen.

Aktion = Reaktion

Nun muss nur noch einer so klug sein, und einer Aktion keine Reaktion folgen lassen.

LG

Sparta


Wenn das so einfach wäre. Ich denke, Putin hat von Anfang an, seit dem Jahr 2000, das Ziel gehabt, die Ergebnisse des Endes des kalten Kriegs zu revidieren. Vor ein paar Tagen las ich den Wikipedia-Artikel über den Ossetien-Krieg und dessen Vorgeschichte. Aufgefallen war mir, dass die deutsche und englische Version sich doch z.T. unterscheiden, auch was die Vorgeschichte betrifft. Die deutsche Version ist weniger geeignet, da nicht ausführlich genug. In der englischen Version wurde als Beginn der Verschlechterung des russisch-georgischen Verhältnisses das Jahr 2000 genannt, mit mehreren Beispielen auch die Folgejahre betreffend. Dann die Rede im Jahr 2004, dass der Untergang der Sowjetunion die größte Katastrophe des 20. Jahrhunderts sei. Dann die Aufrüstung seit vielen Jahren. Das völkerrechtswidrige Verteilen von russischen Pässen in anderen Staaten - lange vor den Kriegen 2008 und 2014. Das sind alles Puzzlesteine einer Entwicklung. Das die Ukraine einem EU-Assoziierungsabkommen beitreten wollte, war nicht der eigentliche Kriegsgrund, sondern nur der Auslöser; so wenig wie das Attentat von Sarajewo die Ursache für den ersten Weltkrieg war - es war nur der Auslöser, die Gründe lagen tiefer. Ob nun Napoleon, Hitler oder Putin - solche Charaktere haben ein langfristiges Ziel, von dem sie nicht ablassen bis sie entmachtet oder tot sind. Jedes Mittel ist dabei Recht; Regeln oder Konventionen haben keine Bedeutung solange sie nicht dem übergeordneten Ziel dienen. Die russische Propaganda in Europa ist ziemlich gut und aggressiv; Putin selbst ist raffiniert, wie er z.B. durch sein Netzwerk die Kriegsschuld Georgien und der Ukraine in die Schuhe schob bzw. schiebt und wie er im ukrainischen Krieg verdeckt vorgeht. Das die Ukraine in den letzten 25 Jahren ein Hauptinteresse der USA gewesen wäre, ist Ausfluss dieser Propaganda. Der nahe Osten und hier insbesondere der Irak und Afghanistan waren in den letzten 25 Jahren das Hauptinteresse der USA. Das einzige was die USA in der Ukraine interessiert hat, war die Abrüstung der ukrainischen Atomwaffen 1994. Dafür und für Tschernobyl gab es Geld; ansonsten weitgehend Desinteresse für diesen Staat.
Sirius
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon Nov65 » 30. Juni 2015, 19:47

Putin und seine Mannen müssen es sich schon gefallen lassen, dass die baltischen Staaten ihre Stacheln aufstellen. Recherchen Russlands über die Rechtmäßigkeit der Selbständigkeit dieser Staaten passen doch ins Schema der russischen Strategie, alte Karten des Imperiums wiederherzustellen.
Die Annexion der Krim war so eine gerissene Handlung, gleichgültig ob eine Volksabstimmung mit russischem Schutz initiiert wurde. Die Ängste der Balten sind daher berechtigt.
Das Herstellen der Wehrhaftigkeit zur Abschreckung und die enge Einbindung in NATO und EU dürfen aber nicht die einzige Reaktion sein: Es muss wieder miteinander gesprochen werden. Dazu müssen dann aber beide Seiten bereit sein.
Grüße von Andreas
Nov65
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon Olaf Sch. » 30. Juni 2015, 20:09

wenn ich an Putin denke, bekomme ich einen dicken Hals, gefährdet dieser "piep" das Leben Millionen von Menschen, riskiert sogar wieder einen atomaren Weltuntergang. Was reitet diesen Hirni? Zu kleinen Pimmel? Was kompensiert dieser Wicht? Es ist erschreckend, wie immer noch solche "Menschen" so viel Macht konzentrieren können. Lernt die Menschheit aus ihren Fehlern? Ich denke nicht. Habe fertig.
Olaf Sch.
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon bürger der ddr » 30. Juni 2015, 21:15

Sucht doch mal zur Abwechslung die Schuldigen in der NATO und USA, stellt doch da mal die "Pimmelfrage".....

Nur hier geht es nicht um "Pimmel" (auch bei Nichtpimmelträgerinnen), hier geht es um knallharte Machtinteressen und Ausbau der globalen Konzerne.
bürger der ddr
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon HPA » 1. Juli 2015, 08:57

Äh, haben die Ametikaner die Krim annektiert? Führt die NATO einen hybriden Krieg in der Ostukraine?

Interessant auch das:

Aus dem Verfassungsschutzbericht 2014:

»Konflikt Russland-Ukraine und „Montagsdemonstrationen“

Für viele deutsche, aber auch europäische Rechtsextremisten nimmt Russland als strategischer Partner eines angestrebten antiwestlichen Bündnisses und einer Gegenmacht zu den USA eine herausragende Rolle ein. Dies erklärt die mehrheitlich pro-russischen Stellungnahmen in der rechtsextremistischen Szene. Die Staatsführung in der Ukraine wird als Spielball westlicher Regierungen und Institutionen angesehen – zum Teil mit deutlich antisemitischem Anklang. So erklärte der NPD-Parteivorstand,einziger Profiteur der Eskalations- und Sanktionspolitik seien die USA. Deutschland solle sich „nicht als willfähriger Kriegsgehilfe außereuropäischer Mächte“ verstehen.

In den vergangenen Jahren bauten insbesondere die NPD und ihre Jugendorganisation „Junge Nationaldemokraten“ (JN) Kontakte zu rechtsextremistischen Gruppierungen in der Ukraine auf. Im Zuge der Entwicklung pro-russischer Positionen wandelte sich die Wertschätzung der NPD gegenüber der ukrainischen Partei „Swoboda“ („Freiheit“) in eine deutliche Ablehnung. Auch bezeichnete der damalige stellvertretende Parteivorsitzende Karl Richter die ukrainische Staatsführung abwertend als „illegale[s] Putschregime“ und als EU- beziehungsweise NATO-hörig.

Rechtsextremisten versuchen, die regelmäßig in verschiedenen deutschen Städten durchgeführten sogenannten Montagsdemonstrationen und Friedensmahnwachen für sich zu nutzen. Diese Veranstaltungen bieten mit ihren antiwestlichen, antisemitischen und verschwörungstheoretischen Elementen Anschlussmöglichkeiten zu offen rechtsextremistischen Positionen.

Das Feindbild ist eindeutig: Die „Schuldigen“ für Gewalt und Krieg seien die westlichen Demokratien, für Hunger und Elend das „internationale Finanzkapital“ unter Führung der zionistischen US-Notenbank. Dies wird von der NPD zustimmend kommentiert:

Zitat: „Die Hauptforderungen zielen auf einen Stopp der NATO-Kriegsvorbereitungen in Osteuropa, auf ein Ende der menschenfeindlichen Finanzpolitik der amerikanischen Großbanken, auf eine faire Medien-Berichterstattung und auf ein freies und souveränes Deutschland ab.“

(Homepage NPD Sachsen-Anhalt, 22. April 2014)

Gefährdungspotenzial

Die russische Regierung erscheint Rechtsextremisten als Garant dafür, den Einfluss von USA, NATO und EU zu schwächen. Dadurch erhoffen sie sich, breitere Gestaltungsmöglichkeiten zu erringen und mittel- und langfristig das vorherrschende Gesellschafts- und Staatsbild infrage stellen zu können. Rechtsextremistische Versuche, mit entsprechenden Kampagnen auf die öffentliche Meinungsbildung Einfluss zu nehmen oder nichtextremistische Initiativen zu instrumentalisieren, bilden einen Beobachtungsgegenstand des Verfassungsschutzes. Zudem arbeitet der Verfassungsschutz intensiv daran, Erkenntnisse zu Rechtsextremisten zu gewinnen, die sich im Ukraine-Konflikt an Kampfhandlungen beteiligen könnten. Dies ist eine Voraussetzung, um das Sicherheitsrisiko zu bewerten, das von solchen Kämpfern ausgeht.«
HPA
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon Interessierter » 1. Juli 2015, 09:08

Mordermittlungen gegen Chodorkowski geplant

Verfahren um Tod von Bürgermeister im Jahr 1998 wieder aufgerollt

Moskau/Bern – Die russische Justiz erwägt Ermittlungen wegen Mordes gegen den früheren Oligarchen und Oppositionellen Michail Chodorkowski. Das einflussreiche russische Ermittlungskomitee erklärte am Dienstag, es lägen neue Beweismittel im Fall des 1998 ermordeten Bürgermeisters im sibirischen Neftejugansk, Wladimir Petuchow, vor.

Es könne sein, dass Chodorkowski "diesen Mord und eine Reihe weiterer schwerer Verbrechen persönlich angeordnet hat", erklärte Komiteesprecher Wladimir Markin. Daher sei der Fall wieder aufgerollt worden.
Exil kein Hindernis

Zu den zusätzlichen Vorwürfen gegen den Kreml-Kritiker machte das Ermittlungskomitee keine Angaben. Die Ermittler wollen nun im Fall Petuchow eine Reihe von Zeugen und Verdächtigen vernehmen. Chodorkowski werde "sehr wahrscheinlich" auch darunter sein, hieß es. Dass er sich im Schweizer Exil aufhalte, sei dabei kein Hindernis.

Chodorkowski, einst Russlands reichster Mann, reagierte mit Sarkasmus auf die neuerlichen Vorwürfe. Markin möge bitte klarstellen, ob es sich dabei um eine "Reaktion auf ein Urteil in Den Haag oder auf eine Reihe von Artikeln zur Zukunft Russlands nach (Präsident Wladimir) Putin" handle, schrieb er im Internetdienst Twitter. Er spielte damit auf ein Urteil des Ständigen Schiedsgerichtshofs in Den Haag an. Dieser hatte Russland 2014 wegen der Zerschlagung von Chodorkowskis Yukos-Konzern zur Zahlung von 50 Milliarden Dollar (45 Mrd. Euro) an die früheren Anteilseigner verurteilt.

http://derstandard.at/2000018337544/Mor ... ki-geplant

In all den Jahren in denen Chodorkowski in Gefangenschaft war, ist den Russen das nicht eingefallen ? [bloed]
Einfach lächerlich, es beweist wieder einmal mehr, wie verlogen Putin und seine Genossen sind.
Interessierter
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon Olaf Sch. » 1. Juli 2015, 09:12

das die USA einen Krieg direkt in einem Nachbarland Russland geführt haben, das hat Jahrelang niemanden in Russland gestört, war es doch ein gemeinsamer Gegner. Da waren sicher mehr US-Soldaten und Waffen in strategischer Reichweite zu Russland als in Europa. Also ist jegliche Behauptung einer Bedrohung durch die NATO gegen Russland HUMBUG.
Olaf Sch.
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon HPA » 1. Juli 2015, 14:24

Litauen antwortet "symmetrisch" - ist der Staat Russland überhaupt legitim? [shocked] [laugh]

http://snob.ru/selected/entry/94730

Mal kurz rekapitulieren: Da gab es 1917 einen linksfaschstischen Putsch einer gewissen Lenin-Junta [grin] ...
HPA
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon HPA » 1. Juli 2015, 15:16

Und siehe da, der Clown wird vorgeschickt, damit das Publikum sich am Lachen verschluckt und die "höflichen grünen Männchen" für Platzanweiser hält.

"Scandalous Russian politician Vladimir Zhirinovsky has announced an outrageous request to hold a referendum in Latvia, Lithuania and Estonia in favour of having these three Baltic States become part of the Russian Federation.

Zhirinovsky has openly said that the goal of this referendum would not be an opportunity for residents to exercise their democratic rights, but rather an opportunity for residents of Baltic States «to agree that they are once again part of Russia»."

http://bnn-news.com/zhirinovsky-request ... sia-130344
HPA
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon Interessierter » 5. Juli 2015, 09:37

Putin bietet Obama gleichberechtigten Dialog an

Anlässlich des Unabhängigkeitstages der USA gratuliert der russische Präsident seinem Amtskollegen in den USA

Moskau/Washington – Der russische Präsident Wladimir Putin hat seinem US-Amtskollegen Barack Obama in einem Glückwunsch zum amerikanischen Unabhängigkeitstag einen Dialog auf Grundlage gegenseitiger Achtung angeboten. Trotz unterschiedlicher Ansichten in Moskau und Washington seien die russisch-amerikanischen Beziehungen immer noch der wichtigste Faktor für Stabilität und Sicherheit in der Welt.

http://derstandard.at/2000018573741/Put ... -Dialog-an
Interessierter
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon HPA » 9. Juli 2015, 14:28

Russlands rechtes Netzwerk

Es geht um die Vernetzung zwischen russischen Ideologen und Vertretern des Machtapparates einerseits und deren Sympathisanten in der EU andererseits. Der Bericht erfasst systematisch Veranstaltungen und Ereignisse, bei denen entweder ein Austausch der Akteure untereinander (Konferenzen, Parteitage) stattfand oder direkter Einfluss auf den Zuschauer (Vorträge, Diskussionsrunden) ausgeübt wurde. Es werden die Verbindungen zwischen den einzelnen Personen und Organisationen dargestellt, ohne den Rahmen der drei Länder Russland, Deutschland und Italien zu verlassen. Aus der Auflistung von Veranstaltungen geht hervor, dass innerhalb des vorgestellten Netzwerkes ein ständiger Austausch stattfindet. Es wird deutlich, dass Deutschland im Vergleich zu Frankreich, Österreich und Italien hinterherhinkt, was die Möglichkeiten der Einflussnahme des Kremls auf die politische Entscheidungsfindung bzw. öffentliche Meinung in Deutschland angeht. Es ist zu erwarten, dass die Bemühungen weiter intensiviert werden.

http://www.politik-in-gesellschaft.de/ru-eu/
HPA
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon Spartacus » 9. Juli 2015, 17:35

Kremlchef Wladimir Putin hat beim Treffen aufstrebender Schwellenstaaten (Brics-Gruppe) in Ufa eine engere Zusammenarbeit seines Landes mit China, Indien und Südafrika vereinbart.


http://www.focus.de/politik/ausland/int ... 02577.html

Das kann für den Westen zu einer bitteren Pille werden, auch wenn China zur Zeit ein Problem
am eigenen Aktienmarkt hat.

LG

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Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon Olaf Sch. » 10. Juli 2015, 07:53

China wird Russlands Ressourcen nutzen und wenn es denen passt wird die jetzt beschworene Freundschaft wieder auf Eis gelegt.
Olaf Sch.
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon Nov65 » 10. Juli 2015, 09:18

Spartacus hat geschrieben:
Kremlchef Wladimir Putin hat beim Treffen aufstrebender Schwellenstaaten (Brics-Gruppe) in Ufa eine engere Zusammenarbeit seines Landes mit China, Indien und Südafrika vereinbart.


http://www.focus.de/politik/ausland/int ... 02577.html

Das kann für den Westen zu einer bitteren Pille werden, auch wenn China zur Zeit ein Problem
am eigenen Aktienmarkt hat.

LG

Sparta

Da wird sich Russland folglich mit den beliebten Pkw Marke Daimler-Benz, Audi und BMW aus China versorgen, aus Indien bezieht es dann hochwertige Produkte des Maschinenbaus und aus Südafrika kommt Elktrotechnik.
War ein Stillhalten nach der Annexion der Krim etwa die Alternative zu den Sanktionen?
Gruß, Andreas
Nov65
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon Spartacus » 10. Juli 2015, 18:00

Wann haben Sanktionen in der Geschichte je etwas gebracht Andreas?

Sieh dir den Iran an. Denen geht es heute nicht gut, aber als Folge der Sanktionen sind sie heute zu
80 Prozent autark. Wahnsinn in der heutigen Zeit und den Iran kann man ja nun nicht mit Russland
vergleichen. Daher macht es Russland anders und baut seine Beziehungen folgerichtig mit China, Brasilien,
Indien aus. Südafrika spielt da eigentlich keine Rolle, aber eben die Märkte der drei Giganten im globalen
Spiel. Jede Partnerschaft die da geschlossen wird, jeder Vertrag geht dem Westen durch die Lappen und
mal schauen, wie lange die Großkonzerne da schweigend zuschauen, wenn es so richtig dicke kommt.

LG

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Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon Nov65 » 10. Juli 2015, 19:03

Spartacus hat geschrieben:Wann haben Sanktionen in der Geschichte je etwas gebracht Andreas?

Sieh dir den Iran an. Denen geht es heute nicht gut, aber als Folge der Sanktionen sind sie heute zu
80 Prozent autark. Wahnsinn in der heutigen Zeit und den Iran kann man ja nun nicht mit Russland
vergleichen. Daher macht es Russland anders und baut seine Beziehungen folgerichtig mit China, Brasilien,
Indien aus. Südafrika spielt da eigentlich keine Rolle, aber eben die Märkte der drei Giganten im globalen
Spiel. Jede Partnerschaft die da geschlossen wird, jeder Vertrag geht dem Westen durch die Lappen und
mal schauen, wie lange die Großkonzerne da schweigend zuschauen, wenn es so richtig dicke kommt.

LG

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Dennoch lieber Sparta,
dem Treiben von Putinland durfte die westliche Welt nicht ungerührt zuschauen. Schließlich wurde die Gefahr weiterer Aggressionen groß. Alle Verhandlungen blieben ergebnislos. Was war noch anderes möglich als Wirtschaftssanktionen bzw. solche gegen Personen/Amtsinhaber? Militärische Erwiderung wurde von Anfang an ausgeschlossen. Das spricht im Übrigen für die Nato.
Gruß, Andreas
Nov65
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon SCORN » 11. Juli 2015, 11:55

OT, meine Antwort im "Absturz" Thread kann ich leider nicht mehr einstellen! OK, dann ist es halt so!
SCORN
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon pentium » 11. Juli 2015, 11:58

SCORN hat geschrieben:OT, meine Antwort im "Absturz" Thread kann ich leider nicht mehr einstellen! OK, dann ist es halt so!


Du kannst wieder antworten Scorn, ich habe für KAL 007 einen Extrathread eröffnet, Sorry wegen der kurzen Sperre.

mfg
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*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
Anton Günther

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Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon augenzeuge » 12. Juli 2015, 12:56

Der Kreml betont immer wieder nachdrücklich, keine russischen Soldaten in offizieller Mission in die Ukraine zu schicken. Doch aus Angst vor einem Einsatz im Krisengebiet sollen nun Dutzende Armeeangehörige geflohen sein.

http://www.n-tv.de/politik/Russische-So ... 94586.html

Mal ne Frage an die sogenannten Putinversteher. Warum muss Putin schon hier permanent lügen, wo doch die ganze Welt die Wahrheit kennt?
Wenn er hier schon lügen muss, wie groß muss dann erst der Druck sein, der aus dem mutmaßlichen Flugzeugabschuss resultiert?

AZ
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Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon Interessierter » 13. Juli 2015, 08:01

Alexej Nawalny: "Putins Gauner vergöttern den Westen"

Es gibt in Russland nur einen, den der Kreml fürchtet: Alexej Nawalny. Mit der "Presse am Sonntag" spricht der Oppositionelle über den Sinn der Sanktionen, das Heilige im Profanen und die drei russischen Tabus.

http://diepresse.com/home/politik/ausse ... k/index.do

Ein sehr interessantes und aufschlußreiches Interview, wie ich finde.
Interessierter
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon HPA » 13. Juli 2015, 16:01


"Ein aggressiver, wüster und vulgärer Ton"


Die ARD-Korrespondentin Golineh Atai über Beschimpfungen und Morddrohungen aufgrund ihrer Berichte aus der Ukraine. Ein Gespräch INTERVIEW: ALICE BOTA

Die Journalistin Golineh Atai berichtet über Beschimpfungen und Morddrohungen, nach ihren Berichten aus der Ost-Ukraine.
"Ich kann auf 20 Jahre journalistische Arbeit zurückblicken, aber dass ein Thema so viele und heftige Reaktionen auslöst wie der Ukrainekonflikt, das habe ich noch nie erlebt. Jegliche Reflexion über die Ukraine reicht aus, um eine Flut an negativen und herabsetzenden Kommentaren auszulösen."


http://www.zeit.de/2015/26/golineh-atai ... orddrohung
HPA
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon Spartacus » 13. Juli 2015, 18:09

augenzeuge hat geschrieben:Der Kreml betont immer wieder nachdrücklich, keine russischen Soldaten in offizieller Mission in die Ukraine zu schicken. Doch aus Angst vor einem Einsatz im Krisengebiet sollen nun Dutzende Armeeangehörige geflohen sein.

http://www.n-tv.de/politik/Russische-So ... 94586.html

Mal ne Frage an die sogenannten Putinversteher. Warum muss Putin schon hier permanent lügen, wo doch die ganze Welt die Wahrheit kennt?
Wenn er hier schon lügen muss, wie groß muss dann erst der Druck sein, der aus dem mutmaßlichen Flugzeugabschuss resultiert?

AZ


Warum haben Powell, Bush und Konsorten damals gelogen was das Zeug hält, als es um Massenvernichtungswaffen im Irak ging, AZ?

Richtig, sie wollten ihren Krieg auf Biegen und Brechen und interessiert das heute noch irgend jemanden?
Putin befindet sich in einer ähnliche Lage und du wunderst dich über die Lügen?

Sie lügen alle, egal ob nun der Westen, oder die Russen, wenn es in ihr Konzept passt.

So funktioniert nun mal die Welt, AZ [hallo]

LG

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Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon SCORN » 13. Juli 2015, 19:12

augenzeuge hat geschrieben:[ Doch aus Angst vor einem Einsatz im Krisengebiet sollen nun Dutzende Armeeangehörige geflohen sein.[/b]

AZ


"dutzende Armeeangehörige"?! bei der personalstärke der russischen streitkräfte eine zu vernachlässigende größe und eher ein ausdruck der verlässlichkeit! interessant wäre es die zahlen der wehrpflichtigen und armeenagehörigen der ukraine welche fliehen, in relation zu setzen!

SCORN
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Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon augenzeuge » 13. Juli 2015, 21:07

SCORN hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:[ Doch aus Angst vor einem Einsatz im Krisengebiet sollen nun Dutzende Armeeangehörige geflohen sein.[/b]

AZ


"dutzende Armeeangehörige"?! bei der personalstärke der russischen streitkräfte eine zu vernachlässigende größe und eher ein ausdruck der verlässlichkeit! interessant wäre es die zahlen der wehrpflichtigen und armeenagehörigen der ukraine welche fliehen, in relation zu setzen!

SCORN



Dutzende Menschen sind viel, wenn laut ihrem Chef eigentlich keiner vor Ort sein kann, keiner hingeschickt wird.
Ich würde gern wissen, wieviel russ. Soldaten vor Ort sind. Und was die desertierten Soldaten darüber wissen.

Ausdruck für Verlässlichkeit muss das nicht sein, theoretisch auch Ausdruck von Angst oder Resignation.

Und was die ukrainische Armee betrifft, so staune ich darüber, dass sie in ihrer besonders schwachen Lage immer noch loyal zu ihrem Kommando stehen.

Ich würde es begrüßen, wenn sich hier überhaupt kein Soldat mehr dafür hergeben würde, in diesen sinnlosen Krieg zu ziehen.
Jeder der hier desertiert hat für mich mehr Mut als die, die bleiben.

Sie sollen Mut zeigen für einen Krieg, den es nach ihrem Boss ja gar nicht mit ihrer Beteiligung offiziell gibt, für einen Krieg, der nie ihr Land berührt hat? [bloed]
Die armen Kerle, die hier verheizt werden....
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Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon SCORN » 14. Juli 2015, 05:06

augenzeuge hat geschrieben:
Ausdruck für Verlässlichkeit muss das nicht sein, theoretisch auch Ausdruck von Angst oder Resignation.

AZ


Kann man so sehen, ist aber keine Gradmesser für die Verlässlichket von Truppen. So vermeldet das US-Marine Corps, welches zurecht als Elite gilt, für das Jahr 2001 eine Desertionsrate von 1603 Marines! (US Army, Air Force und Navy zusammen :7978)! wohlgemerkt für das jahr 2001!

also sollte man diese "mehrere dutzend" nicht überbewerten!

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Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon HPA » 14. Juli 2015, 08:11

Wohl eher ein Gradmesser für die Indoktrination der russischen Gesellschaft.
Eingeübt in 70 Jahren kommunistischer Gewaltherrschaft.
HPA
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon Sirius » 14. Juli 2015, 15:02

HPA hat geschrieben:
"Ein aggressiver, wüster und vulgärer Ton"


Die ARD-Korrespondentin Golineh Atai über Beschimpfungen und Morddrohungen aufgrund ihrer Berichte aus der Ukraine. Ein Gespräch INTERVIEW: ALICE BOTA

Die Journalistin Golineh Atai berichtet über Beschimpfungen und Morddrohungen, nach ihren Berichten aus der Ost-Ukraine.
"Ich kann auf 20 Jahre journalistische Arbeit zurückblicken, aber dass ein Thema so viele und heftige Reaktionen auslöst wie der Ukrainekonflikt, das habe ich noch nie erlebt. Jegliche Reflexion über die Ukraine reicht aus, um eine Flut an negativen und herabsetzenden Kommentaren auszulösen."


http://www.zeit.de/2015/26/golineh-atai ... orddrohung


Bisher konnte man ja nirgendwo Näheres zu der genauen Zusammensetzung/Aufteilung dieses Personenkreises lesen. Es gibt zwar einige Artikel über die immer wieder erwähnten Kremltrolle aus St. Petersburg, die bezahlt werden. Aber können die alle so gut Deutsch, dass man es nicht bemerkt, oder schreiben die nicht eher in englischsprachigen Medien? Wie viele dieser Pöbler sind Deutsche oder Aussiedler? Wie viele stammen aus dem SED-, Stasi-Dunstkreis? Wie viele aus dem rechtsextremen Spektrum (NPD) oder dem Verschwörungstheoretiker/"Reichsbürger"- Umfeld? Oder Mitarbeiter der russischen Botschaft bzw. in Deutschland lebende Russen? Von der Initiatorin dieser "Ständigen Publikumskonferenz" ist zum Beispiel bekannt, dass sie aus dem SED/Linkspartei-Umfeld entstammt.

Was ist Deine Einschätzung/Vermutung, wie sich dieser Personenkreis, der Journalisten beschimpft und mit Mord droht, zusammensetzt?
Sirius
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon Rei » 15. Juli 2015, 18:31

Unglücksserie: Putins Kampfbomber stürzen reihenweise ab
The Huffington Post | von Benjamin Reuter

Der Russische Präsident Wladimir Putin zeigt sich gerne als starker Mann. Bei der Jagd mit nacktem Oberkörper oder gegenüber anderen Ländern, indem er seine Armee bei großen Paraden in Moskau präsentiert.
So schlagkräftig wie Putin tut, ist seine Armee aber lange nicht. Das legt eine mysteriöse Absturzserie bei der russischen Luftwaffe nahe. Nach einem kompletten Triebwerksversagen ist ein russischer Langstreckenbomber vom Typ Tupolew Tu-95MS bei Chabarowsk am Dienstag nahe der chinesischen Grenze abgestürzt. Es gab zwei Tote und fünf Verletzte. Die russische Luftwaffe verfügt über etwa 60 dieser Bomber.
Es war aber nicht der erste Absturz seiner Art, sondern schon der sechste Absturz einer Militärmaschine seit Anfang Juni. Russische Experten fordern seit langem, ältere Technik in der Armee auszumustern. Doch für neue Anschaffungen fehlt schlicht das Geld. Beim aktuellen Absturz sorgte ein Defekt in der Treibstoffleitung für das Aussetzen der Triebwerke.
Die Unglücksserie verweist laut Experten auf gravierende Probleme bei der russischen Luftwaffe. Wie die "Welt" schreibt, sind die Gründe für die Abstürze "überaltertes oder schlecht gewartete Modelle und ein Mangel an erfahrenen Piloten".
Und noch ein Grund kommt laut der "Welt" hinzu: Russland fliegt derzeit verstärkt Übungsflüge an allen Grenzen des Landes - unter anderem, um die Stärke des Militärs zu zeigen. Das überfordere aber die alten Maschinen. Kommt unzureichende Wartung hinzu, führt das zu Abstürzen.
Putin will Stärke zeigen - und entblößt damit seine Schwächen.
Mit Material der "dpa"
Was nun,können wir nicht ein paar Helfer schicken?
Rei
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