Gesundheitssystem - Ein Paralleluniversum namens DDR

Themen über die Gesundheitssysteme in beiden deutschen Staaten

Re: Gesundheitssystem - Ein Paralleluniversum namens DDR

Beitragvon Jago » 27. April 2015, 18:48

Edelknabe hat geschrieben:Der Rainer EMW ergänzt deinen Text mit ..."und in unserer damaligen Bettritze lag der jeweils diensthabende IM mit sowas von einem Ding in der Schlafanzughose" und ne, ich höre lieber auf.Diese " Verdammte DDR...menschenunwürdig, nahm einfach nur und gab wirklich nie, behandelte Bürger XYZ wie den letzten Dreck"...und ne, ich könnte jedes Mal sinngemäß kotzen als sowas von gestandener damaliger DDR-Bürger, wenn ich heute einige Texte/Aussagen über die damalige DDR lese.

Rainer-Maria

Ein westgeborener Transitfahrer weiß es, er weiß es...besser....über den Alltag in der DDR, er traut es sich zu? Und dann nahm er die Hand der Mutter...Kleintransitfahrer...nein nicht in die Kiga sondern zum Schlecker ging es wohl. Denn dann musste Muttern Heim, für Papa Bruttosozialproduktschaffenden das Abendbrot zubereiten wenn er denn von der Schicht kam.

Leise, demütig fragte dann Abends die Mutter"Das wenige Haushaltgeld Mann, heute beim Schlecker, ich konnte deine Rasiercreme leider nicht.....WASSSSSSSSSSSSSSS????????????????????????" Aber da lag Kleintransitfahrer schon im Bettchen...HAAAAAAAAAAAAAAAAa




Edelknabe . Ab jetzt aber keinen Schluck mehr , du bist schon satt

Jago
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Re: Gesundheitssystem - Ein Paralleluniversum namens DDR

Beitragvon steffen52-1 » 27. April 2015, 18:52

Jago hat geschrieben:
Edelknabe hat geschrieben:Der Rainer EMW ergänzt deinen Text mit ..."und in unserer damaligen Bettritze lag der jeweils diensthabende IM mit sowas von einem Ding in der Schlafanzughose" und ne, ich höre lieber auf.Diese " Verdammte DDR...menschenunwürdig, nahm einfach nur und gab wirklich nie, behandelte Bürger XYZ wie den letzten Dreck"...und ne, ich könnte jedes Mal sinngemäß kotzen als sowas von gestandener damaliger DDR-Bürger, wenn ich heute einige Texte/Aussagen über die damalige DDR lese.

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Ein westgeborener Transitfahrer weiß es, er weiß es...besser....über den Alltag in der DDR, er traut es sich zu? Und dann nahm er die Hand der Mutter...Kleintransitfahrer...nein nicht in die Kiga sondern zum Schlecker ging es wohl. Denn dann musste Muttern Heim, für Papa Bruttosozialproduktschaffenden das Abendbrot zubereiten wenn er denn von der Schicht kam.

Leise, demütig fragte dann Abends die Mutter"Das wenige Haushaltgeld Mann, heute beim Schlecker, ich konnte deine Rasiercreme leider nicht.....WASSSSSSSSSSSSSSS????????????????????????" Aber da lag Kleintransitfahrer schon im Bettchen...HAAAAAAAAAAAAAAAAa




Edelknabe . Ab jetzt aber keinen Schluck mehr , du bist schon satt

Jago

Denkst Du das liegt bei ihm nur am Alk? [laugh]
Grüsse steffen52-1
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Re: Gesundheitssystem - Ein Paralleluniversum namens DDR

Beitragvon Olaf Sch. » 27. April 2015, 18:58

also bei uns im KW L'au bekam jeder Mitarbeiter der in Rente ging ein Buch geschenkt:"Hunde, wollt ihr ewig leben?" [grins]
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Re: Gesundheitssystem - Ein Paralleluniversum namens DDR

Beitragvon bbf » 27. April 2015, 19:00

Na die Diskussion kommt aber hier schnell vom sachlichen ins persönliche.
bbf
 

Re: Gesundheitssystem - Ein Paralleluniversum namens DDR

Beitragvon steffen52-1 » 27. April 2015, 19:03

bbf hat geschrieben:Na die Diskussion kommt aber hier schnell vom sachlichen ins persönliche.

Wenn einer Kalauer von sich gibt, dann muss man schon mal nachfragen, wie auch immer,bbf!!! [wink]
Grüsse steffen52-1
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Re: Gesundheitssystem - Ein Paralleluniversum namens DDR

Beitragvon bbf » 27. April 2015, 19:10

Ich meinte das ganz allgemein und nicht auf bestimmte User bezogen.
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Re: Gesundheitssystem - Ein Paralleluniversum namens DDR

Beitragvon Merkur » 27. April 2015, 20:36

pentium hat geschrieben: Was das Video betrifft, wer kennt sich in der Ecke aus? Und kann etwas darüber berichten....

mfg
pentium


Ich kenne mich im Bereich Hobrechtsfelder-Chaussee aus. Meine bessere Hälfte war dort mal tätig. Ist aber lange her. [grins]
Selbstverständlich muss jeder seine individuelle Sicht bzw. Meinung haben und schreiben. Quelle: Augenzeuge.
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Re: Gesundheitssystem - Ein Paralleluniversum namens DDR

Beitragvon pentium » 28. April 2015, 16:41

Merkur hat geschrieben:
pentium hat geschrieben: Was das Video betrifft, wer kennt sich in der Ecke aus? Und kann etwas darüber berichten....

mfg
pentium


Ich kenne mich im Bereich Hobrechtsfelder-Chaussee aus. Meine bessere Hälfte war dort mal tätig. Ist aber lange her. [grins]


Danke @Merkur, mir ging es um die Nutzung des Gebäudes in der Nachwende-Zeit.

mfg
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Re: Gesundheitssystem - Ein Paralleluniversum namens DDR

Beitragvon Interessierter » 29. April 2015, 11:52

Wie bereits in unserem Thread über die Bezirksärzte in der DDR geschrieben wurde, waren die

Missstände in der Versorgung bekannt

Die Stasi-Akten zeigen auch, wie marode das Gesundheitswesen in der untergehenden DDR war. Über das Ausmaß der Probleme wurde öffentlich geschwiegen, sowohl die Staatssicherheit als auch die staatlichen Leitungsstellen wie die Bezirksärzte waren dagegen genau informiert. Das belegen die Protokolle der regelmäßigen Beratungen der Bezirksärzte als auch ihre Korrespondenzen mit dem MfS sowie etliche Inspektionsberichte der Gesundheitsbehörden. Viele Berichte beginnen zwar mit der üblichen Schönfärberei, benennen dann jedoch seitenweise detailliert vorhandene Missstände. Es mangelte an Medikamenten, Technik und Verbrauchsmaterialien. Die Bausubstanz der Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen war vielerorts katastrophal, überall fehlten Ärzte. Ein interner Bericht schätzt ein, dass die DDR in Forschung und Technik gegenüber westlichen Ländern einen Rückstand von zehn Jahren hatte (25). In einer Auswertung der Zustände am größten Krankenhaus von Leipzig im Jahr 1988 kommt die Staatssicherheit zu einem niederschmetternden Ergebnis: Die Arbeits- und Lebensbedingungen seien „extrem unzureichend“. „Nicht selten“ werde dadurch „die Glaubwürdigkeit der Überlegenheit des Sozialismus [. . .] gegenüber dem Kapitalismus angezweifelt“
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Re: Gesundheitssystem - Ein Paralleluniversum namens DDR

Beitragvon Huf » 29. April 2015, 19:34

Ich bin beeindruckt und einfach begeistert, wie hier Sachkundige und Fachkundige dieses Thema zielgerichtet abarbeiten!... [laugh]

VG Huf [hallo]
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Re: Gesundheitssystem - Ein Paralleluniversum namens DDR

Beitragvon SkinnyTrucky » 29. April 2015, 19:48

Huf hat geschrieben:Ich bin beeindruckt und einfach begeistert, wie hier Sachkundige und Fachkundige dieses Thema zielgerichtet abarbeiten!...


Hey Klaus, du kannst wohl noch mit Kritik umgehen, was.... [wink] [flash]

Ich hab in der DDR jedenfalls eine richtig gute medische Versorgung genossen auf dem Dorf wo ich aufgewachsen bin....Zahnarzt top, Allgemeindoktor top....allerdings war die Meinung über unser Kreiskrankenhaus in Salzwedel im allgemeinen sehr schlecht und im Speziellen auch....eine Tante von mir war dort Schwester....zum Glück lag ich da nie....ich war aber öfters in der medizinischen Akademie in Magdeburg und das Teil war top....und man war dort ständig wat Neues am dazu bauen....


groetjes

Mara
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Re: Gesundheitssystem - Ein Paralleluniversum namens DDR

Beitragvon Wosch » 29. April 2015, 19:50

Huf hat geschrieben:Ich bin beeindruckt und einfach begeistert, wie hier Sachkundige und Fachkundige dieses Thema zielgerichtet abarbeiten!... [laugh]

VG Huf [hallo]



Darf man hoffen daß Du lieber Klaus nicht nur von Deiner "Begeisterung" schreibst, sondern aus erster Hand etwas dazu gibst???
Schönen Gruß aus Kassel. Wolfgang. [hallo]
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Re: Gesundheitssystem - Ein Paralleluniversum namens DDR

Beitragvon bbf » 30. April 2015, 13:19

"....Zahnarzt top, "

Aber es gab ausschließlich Amalgamfüllungen, oder?
bbf
 

Re: Gesundheitssystem - Ein Paralleluniversum namens DDR

Beitragvon SkinnyTrucky » 30. April 2015, 13:45

Klar, nur Amalgam....ansonsten, naja is ja auch schon wat her und damals halt der Standard....


groetjes

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Re: Gesundheitssystem - Ein Paralleluniversum namens DDR

Beitragvon Huf » 30. April 2015, 15:56

Also eigentlich habe ich hier in einem anderen Thread ausführlich dazu geschrieben...

VG Huf [hallo]
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Re: Gesundheitssystem - Ein Paralleluniversum namens DDR

Beitragvon karnak » 30. April 2015, 16:17

bbf hat geschrieben:"....Zahnarzt top, "

Aber es gab ausschließlich Amalgamfüllungen, oder?

Warum dann wohl heute Amalgamfüllungen als fast die Einzigen vollständig von der Kasse übernommen werden? [flash]
Was mich angeht, ich bin in der glücklichen Lage über eine sehr gute Zahnsubstanz zu verfügen, habe drei Füllungen, das war es, mein Zahnarzt ist am Verzweifeln weil er seit Jahren nichts bei mir findet. Und immer noch Amalgam, nicht wegen der Kohle, sondern weil ich mir vom Zahnarzt schon anderes habe aufschwatzen lassen und der Mist nicht so hält und so langlebig ist wie eben diese Amalgamfüllungen und ich es hasse wenn man mir an den Zähnen rumschraubt. Kann sein,dass ich es durch das Quecksilber etwas im Kopf bekommen habe, aber das tut nicht weh und so bin ich damit zufrieden, zum Ärger meines Zahnarztes. [grin]
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Re: Gesundheitssystem - Ein Paralleluniversum namens DDR

Beitragvon bbf » 30. April 2015, 18:30

"Klar, nur Amalgam....ansonsten, naja is ja auch schon wat her und damals halt der Standard...."

Aber wohl nicht im Westen.
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Re: Gesundheitssystem - Ein Paralleluniversum namens DDR

Beitragvon steffen52-1 » 30. April 2015, 20:28

Meine Frau hatte immer starke Kopfschmerzen, zu jeden Doktor gerannt, das und das wurde unternommen, nichts brachte Hilfe! Erst als der Zahnarzt alle Almaganfüllungen entfernt hatte ist sie Schmerz frei!
Wie jetzt, Zufall oder ist es halt doch Gift gewesen? Der Eine verträgt es, der Andere nicht! So ist es halt im Leben, der Eine säuft wie ein Loch und hat nichts mit der Leber, der Andere trinkt keinen Tropfen Alk und die Leber ist im Eimer!! [frown]
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Re: Gesundheitssystem - Ein Paralleluniversum namens DDR

Beitragvon bbf » 1. Mai 2015, 13:49

Zahnamalgam kam in dem 70er Jahres des letzten Jahrhunderts immer mehr in die öffentliche Diskussion; es wurde schließlich durch andere Fülungen, insbesondere Kunstoff ersetzt. Nachdem die Krankenkassen die Kunststoffüllungen in ihren Leistungskatalog mit aufgenommen hatten, verschwanden die Amalgamfüllungen nachzu vollständig vom Markt. Durch die weitergehende Forschung wurden die Kunststofffüllungen auch immer weiterentwickelt, so dass schließlich für sehr unterschiedliche Anwengungen jeweils passende genau dafür entwickelte Kunststofffüllungen bzw die Materialien dazu bereit standen. Zunächst waren Kunststoffüllungen nämlich nur für Schäden außen am Zahn, also ausserhalb der Kauflächen angewendet worden.

Dies alles war den DDR-Funktionären wohl bekannt. Trotzdem belies man es bei der zahnmedizinischen Versorung der Bevölkerung bei den alten Amalgamfüllungen.
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Re: Gesundheitssystem - Ein Paralleluniversum namens DDR

Beitragvon karnak » 1. Mai 2015, 14:23

Und warum gibt es die heute noch? Das Problem beim Kunststoff liegt oder lag nicht am Material sondern am Kleber.Meine Zahnärztin sagt das ist jetzt behoben und sie hat einmal Amalgam ausgetauscht,fällt der Kram nach einem halben Jahr wieder raus war es das für mich. Und sie hat mir bestätigt,dass Theater das um das Material gemacht wird ist wie so vieles übertrieben,mit Ausnahme von überempfindlichen Personen.
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Re: Gesundheitssystem - Ein Paralleluniversum namens DDR

Beitragvon pentium » 1. Mai 2015, 14:30

karnak hat geschrieben:Und warum gibt es die heute noch? Das Problem beim Kunststoff liegt oder lag nicht am Material sondern am Kleber.Meine Zahnärztin sagt das ist jetzt behoben und sie hat einmal Amalgam ausgetauscht,fällt der Kram nach einem halben Jahr wieder raus war es das für mich. Und sie hat mir bestätigt,dass Theater das um das Material gemacht wird ist wie so vieles übertrieben,mit Ausnahme von überempfindlichen Personen.


Nun bin ich zwar nicht der große Zahnfüllungsexperte und mein Zahnstatus ist so, dass ich bei Problemen meine Zähne abgeben kann...
Deshalb kurz zwei Fundstücke aus dem Netz, gefunden bei Focus:

...Am 10. März 2014 gab der wissenschaftliche Beratungsausschuss für Gesundheits- und Umweltrisiken der Europäischen Kommission, das Scientific Committee on Health and Environmental Risks (SCHER), schließlich bekannt: Die Gesundheits- und Umweltgefährdung durch das in zahnärztlichem Amalgam enthaltene Quecksilber sei vergleichsweise gering, das belegten zahlreiche Expertengutachten. Ein Verbot von Amalgam ist seither in weite Ferne gerückt...

...Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen bislang in den meisten Fällen nur die Kosten für eine Füllung mit dem billigen, stabilen Amalgam. Möchte der Patient stattdessen Kunststoff, Keramik oder Gold, muss meist er zuzahlen. Rund 85 Prozent aller erwachsenen Deutschen haben Zahnfüllungen. Zahnmediziner schätzen, dass etwa 40 Prozent davon aus Amalgam bestehen...

mfg
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Re: Gesundheitssystem - Ein Paralleluniversum namens DDR

Beitragvon karnak » 1. Mai 2015, 14:36

pentium hat geschrieben:
karnak hat geschrieben:Und warum gibt es die heute noch? Das Problem beim Kunststoff liegt oder lag nicht am Material sondern am Kleber.Meine Zahnärztin sagt das ist jetzt behoben und sie hat einmal Amalgam ausgetauscht,fällt der Kram nach einem halben Jahr wieder raus war es das für mich. Und sie hat mir bestätigt,dass Theater das um das Material gemacht wird ist wie so vieles übertrieben,mit Ausnahme von überempfindlichen Personen.


Nun bin ich zwar nicht der große Zahnfüllungsexperte und mein Zahnstatus ist so, dass ich bei Problemen meine Zähne abgeben kann...
Deshalb kurz zwei Fundstücke aus dem Netz, gefunden bei Focus:

...Am 10. März 2014 gab der wissenschaftliche Beratungsausschuss für Gesundheits- und Umweltrisiken der Europäischen Kommission, das Scientific Committee on Health and Environmental Risks (SCHER), schließlich bekannt: Die Gesundheits- und Umweltgefährdung durch das in zahnärztlichem Amalgam enthaltene Quecksilber sei vergleichsweise gering, das belegten zahlreiche Expertengutachten. Ein Verbot von Amalgam ist seither in weite Ferne gerückt...

...Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen bislang in den meisten Fällen nur die Kosten für eine Füllung mit dem billigen, stabilen Amalgam. Möchte der Patient stattdessen Kunststoff, Keramik oder Gold, muss meist er zuzahlen. Rund 85 Prozent aller erwachsenen Deutschen haben Zahnfüllungen. Zahnmediziner schätzen, dass etwa 40 Prozent davon aus Amalgam bestehen...

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[grin] Ich weiß das und die "DDR-Funktionäre" vermutlich auch und so wollten sie wohl die Bevölkerung doch nicht über die Zahnbehandlung dezimieren.
Es gibt überhaupt keine medizinische Studie die den Nachweiß einer Quecksilbervergiftung über Amalgam nachweisen konnte.
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Re: Gesundheitssystem - Ein Paralleluniversum namens DDR

Beitragvon bbf » 1. Mai 2015, 14:43

Um die Frage der tatsächlich vom Amalgam ausgehenden Gefahren geht es doch gar nicht. Interessant finde ich eher die Tatsache, dass die öffentliche Skandierung und Distanzierung vom Amlagam den Behörden in der DDR durchaus bekannt war, man klärte aber weder die Bevölkerung auf noch rückte man ebenfalls vom Amalgam ab.
bbf
 

Re: Gesundheitssystem - Ein Paralleluniversum namens DDR

Beitragvon Interessierter » 1. Mai 2015, 14:52

Hier etwas ganz ohne Amalgam:

Bild

[hallo]
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Re: Gesundheitssystem - Ein Paralleluniversum namens DDR

Beitragvon karnak » 1. Mai 2015, 14:59

bbf hat geschrieben: Interessant finde ich eher die Tatsache, dass die öffentliche Skandierung und Distanzierung vom Amlagam den Behörden in der DDR durchaus bekannt war, man klärte aber weder die Bevölkerung auf noch rückte man ebenfalls vom Amalgam ab.

Und ich finde es eher interessant, dass man selbst die Zahnbehandlung in der DDR als Beweis für die Bösartigkeit der DDR-Funktionäre benutzen will. Wie alle Studien zu dieser Problematik zeigen gab es zumindest in diesem Fall nichts aufzuklären, es wurde und wird dazu nur ziemliches Theater gemacht, was offensichtlich überzogen ist und das KÖNNTE NATÜRLICH auch etwas mit den Produzenten von anderem, teuerem Material zu tun haben.
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Re: Gesundheitssystem - Ein Paralleluniversum namens DDR

Beitragvon SkinnyTrucky » 1. Mai 2015, 15:13

In Holland is Amalgam auch Standard und für lau....alles andere kostet extra....ich lass mir weiße Füllungen setzen und ich bin wahrscheinlich hier die Einzige, die keine Angst vorm Bohren hat....ich hab 'ne belgische Zahnärztin und die is echt superklasse....so gefühlvoll wie sie zu Werke geht, hab ich bislang noch niemand erlebt....auch bin ich immer hin und weg von ihrem flämischen Dialekt.....

....meine DDR-Ärztin war aber auch okay und gut ausgerüstet in ihrer Praxis....


groetjes

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Re: Gesundheitssystem - Ein Paralleluniversum namens DDR

Beitragvon karnak » 1. Mai 2015, 15:22

[flash] Meine Ärztin kommt mir auch ständig mit dem Argument der weißen Füllungen,wegen der Ästhetik sagt sie, da es nur sehr wenige Menschen gibt die mir so tief in den Mund schauen greift dieses Argument bei mir nicht. Für mich zählt nur,dass der Mist möglichst lange hält,weil ich Angst vor dem Zahnarzt habe. [grin]
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Re: Gesundheitssystem - Ein Paralleluniversum namens DDR

Beitragvon bbf » 1. Mai 2015, 16:24

Von "Bösartigkeit" hat ja nun niemand gesprochen. Ich jedenfalls habe diesen Begriff nicht gebraucht.

Allerdings finde ich es besonders bemerkenswert, wenn sich ein Staat das besondere Wohl um die sogenannten kleinen Leute, nämlich die Arbeiter und Bauern auf die Fahnen schreibt, dann aber andererseits man Hinweise findet, die eher das Gegenteil vermuten lassen: Menschen die für einen Einsatz für das MfS im Westen vorgesehen waren (als Kundschafter oder in sonstigen Funktionen) wurden z.B. einer eingehenden zahnmedizinischen Behandlung unterzogen. Dabei wurden ihnen sämtliche zahnmedizinischen Versorgungen, die sie in der DDR erhalten hatten entnommen (also z.B. Amalgamfüllungen entfernt) und diese wurden dann durch solche Versorgungen ersetzt, die "Weststandart" entsprachen. Man machte das natürlich mit der Maßgabe, dass diese Leute nicht durch solche Nebensächlichkeiten einmal auffallen um dann so u.U. als Kundschafter enttarnt zu werden. Es görte insoweit zur Verschaffung ihrer Legende für die Arbeit und den Aufenthalt im Westen.

Durchgeführt wurden diese Arbeiten von Fachleuten (Zahnärzten pp) im Auftrage und in Diensten des MfS. Auch die eigenen Mitarbeiter des Mfs konten sich so behandeln lassen, allerdings ist mir sowas nur aus Berlin bekannt. Auf dem platten Land, also ausserhalb Berlins gab es wohl solche (Vorzugs-) Behandlungen nicht.
bbf
 

Re: Gesundheitssystem - Ein Paralleluniversum namens DDR

Beitragvon Volker Zottmann » 1. Mai 2015, 16:40

Amalgam raus, und Deckelplombe auf den Zahn. So wurden dann die Mikrofilme von den Kundschaftern des Friedens transportiert. Die sollten beim Kauen nur nie so stark zubeißen... Bei manchen Archivfilmen sieht man heute noch die Löcher am Rand... [laugh]
Volker Zottmann
 

Re: Gesundheitssystem - Ein Paralleluniversum namens DDR

Beitragvon Dille » 1. Mai 2015, 16:43

Also @bbf, ich habe sowohl Ost- wie auch West- Amalgam im Mund, ich hatte hier im Westen garantiert 1972 auch keine Wahl mir lieber Kunststoff- Füllungen machen zu lassen, und meine Ersatzkasse (BBK eines großen Unternehmens) zahlt die auch heute nicht.
Ein bißchen tüdelig (und sensibel'chen) bin ich zwar, aber das kann auch andere Gründe haben...., und genau wie Karnak reiße ich auch 's Maul nicht so weit auf, daß meine Füllungen andere belästigen.

Ansonsten halte ich es locker so wie mit anderen, periodisch wiederkehrenden Schreckensnachrichten (Butter und Eier und Cholesterin, flouriertes Wasser, Blutdruck etc.) --- ich sitze das 5 Jahre aus, und dann kommt ein Gutachten, das genau das Gegenteil behauptet. Und wäre doch schade um die schönen Kunststoff- Füllungen, wenn ich die wieder alle rausreißen lassen müßte...

Gruß, Dille
Dille
 

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