Die Schule

Alles über die Schulsysteme, die Hochschulen und Universitäten in der DDR/BRD u.s.w.

Re: Das Schulsystem der DDR

Beitragvon tom-jericho » 8. Januar 2015, 19:29

Ich schrieb es bereits, es gab keinen Religionsunterricht in den DDR-Schulen.

Unseren Kommunionsunterricht führten wir Kinder nach der Schule bei meiner Patentante im Dorf durch.
Unser katholische Pfarrer kam dann mit seinem weißen 353-er Wartburg von 3 Dörfern weiter zu uns.

Diese Seite zur Schule in der DDR kann dir auch noch ein wenig helfen:

-----> http://www.ddr-geschichte.de/Bildung/Schule/schule.html

[hallo]
Zuletzt geändert von tom-jericho am 8. Januar 2015, 19:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Das Schulsystem der DDR

Beitragvon Danny_1000 » 8. Januar 2015, 19:32

Bugsy hat geschrieben:
Beethoven hat geschrieben:Ich habe Dir eine PN gesandt.
Gruß

Habe ich auch erhalten und besten Dank dafür. Ich werde schnellstens Kontakt zur Dame herstellen.
Aber wie war das mit dem Religionsunterricht in der DDR? Ich weiß, dass Religion damals keinen großen Stellenwert hatte und war sicherlich nicht Teil des normalen Unterrichts, aber wurde das Thema überhaupt angeschnitten, so als eine Art Information darüber? Ich meine nicht nur das Christentum, sondern auch Islam, Judentum, Hinduismus, Buddhismus, usw.
MsG

Hallo Gugsy,

Religionsunterricht gab es als Fach an DDR- Schulen nicht. Das Kennenlernen der Weltreligionen im allgemeinen und des Christentums im besonderen spielte nach meiner Erinnerung keine Rolle in den Lehrplänen und war auch von staatswegen nicht gewollt. Die DDR war ein zutiefst atheistischer Staat.

Wer wollte, konnte unter das Dach der Kirche schlupfen und dort – so wie ich in jungen Jahren – an der Christenlehre teilnehmen. Nachteile hatten meine Schulkameraden und ich dadurch nicht. Manche (keineswegs alle) unserer Lehrer nahmen das aber mit Argwohn zur Kenntnis.

Gruß
Danny
Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben
dafür einsetzen, dass du es sagen darfst !
(Evelyn Beatrice Hall 1868; † nach 1939)
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Re: Das Schulsystem der DDR

Beitragvon Nov65 » 8. Januar 2015, 19:37

Janko hat geschrieben:@Nov65.....wie jetzt...bei der Sicht auf die Religionsfreiheit. .......was soll da dem Fach für eine wichtige Aufgabe zukommen ??? Verfassung / Art.4 gilt doch immer noch...oder ?

....und wieso zukommen ?....was hat man denn bisher in diesem Fach gelehrt /gelernt ? Im Nachgang wird man es kaum richten.

Hi @Janko, ich sprach von Aufnahme der brisanten aktuellen Situation auf dem Gebiet der Asylpolitik und der Religionsfreiheit. Mit Letzterem meine ich, sich mit den Religionen in D und auch deren Auswüchsen zu beschäftigen, ihre Berechtigung und Toleranz untereinander anzustreben. Nicht Nachgang, sondern stets auch aktuelle Bezüge in der Gesellschaft zu thematisieren.
Gemeinschaftskunde muss ,und das wird auch so angegangen, die Beziehungen aller Bevölkerungsgruppen in einem friedvollen Miteinander im Lernprozess vermitteln.
Gruß, Andreas
Nov65
 

Re: Das Schulsystem der DDR

Beitragvon tom-jericho » 8. Januar 2015, 19:51

Heute gibt es im Bundesland Brandenburg das Schulfach "Lebensgestaltung - Ethik - Moral" (LER).
Lange Zeit wurde dazu im Landtag in Potsdam gerungen.

Die Schüler werden dort mit allen großen Religionen vertraut gemacht.
Bei uns bespricht man wohl sogar Material der Zeugen Jehovas.
tom-jericho
 

Re: Das Schulsystem der DDR

Beitragvon Nov65 » 8. Januar 2015, 19:53

tom-jericho hat geschrieben:Heute gibt es im Bundesland Brandenburg das Schulfach "Lebensgestaltung - Ethik - Moral" (LER).
Lange Zeit wurde dazu im Landtag in Potsdam gerungen.

Die Schüler werden dort mit allen großen Religionen vertraut gemacht.
Bei uns bespricht man wohl sogar Material der Zeugen Jehovas.

Tom, und das ist gut so.
Gruß, Andreas
Nov65
 

Re: Das Schulsystem der DDR

Beitragvon augenzeuge » 8. Januar 2015, 19:57

Danny_1000 hat geschrieben: Für jedes Fach in den DDR- Schulen gab’s ein Schulbuch. Die kosteten so um die 1 …3 Mark. Kinderreiche Familien erhielten die Bücher kostenlos von der jeweiligen Schule.


Hier erhalten alle Kinder nahezu alle Bücher kostenlos. Allerdings als Leihgabe der Schule. Sämtliche Busfahrten zur/von der Schule der Schüler übernimmt ebenfalls das Land. Nur mal als Vergleich.

AZ
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Re: Das Schulsystem der DDR

Beitragvon tom-jericho » 8. Januar 2015, 20:05

@ Nov65

Das mit der Einführung des Faches LER haben meine Frau und ich damals auch begrüßt.

Sonst lernen die Schüler in der heutigen Zeit ja überhaupt kein Geradeauslaufen mehr.
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Re: Das Schulsystem der DDR

Beitragvon tom-jericho » 8. Januar 2015, 20:40

augenzeuge hat geschrieben:
Danny_1000 hat geschrieben: Für jedes Fach in den DDR- Schulen gab’s ein Schulbuch. Die kosteten so um die 1 …3 Mark. Kinderreiche Familien erhielten die Bücher kostenlos von der jeweiligen Schule.


Hier erhalten alle Kinder nahezu alle Bücher kostenlos. Allerdings als Leihgabe der Schule. Sämtliche Busfahrten zur/von der Schule der Schüler übernimmt ebenfalls das Land. Nur mal als Vergleich.

AZ


Ach darum wohnt meine ehemalige Gattin jetzt in NRW. [wink]
Ich wüßte zu gerne mal, ob ich nicht doch schon Opa geworden bin. [frown]
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Re: Das Schulsystem der DDR

Beitragvon tom-jericho » 8. Januar 2015, 20:50

Zuerst in der Unterstufe Jungpionier, dann Thälmannpionier, und ab der 8. Klasse dann in der FDJ.

Hier mein 1. Gelöbnis (10 Gebote) in der DDR, man sagt wohl es ist das größte DDR-Museum, und das auch noch in meiner alten Heimat, dem Bezirk Neubrandenburg.

-----> http://www.ddr-museum-tutow-mv.de/pioniere.html

Die Mädchen dort auf den Fotos rechts, sie sind schon nach der Wende geboren.
Sie laufen da zu besonderen Anlässen wirklich so im Museum rum. [flash]

Heute sagt man dazu wohl "Pionier-Mufti"!

Waren es bei uns Jungpionieren noch die 10 Gebote, so waren es bei uns Thälmannpionieren dann schon die 11 Gesetze.
tom-jericho
 

Re: Das Schulsystem der DDR

Beitragvon Bugsy » 8. Januar 2015, 21:22

tom-jericho hat geschrieben:Ich schrieb es bereits, es gab keinen Religionsunterricht in den DDR-Schulen.
Unseren Kommunionsunterricht führten wir Kinder nach der Schule bei meiner Patentante im Dorf durch.
Unser katholische Pfarrer kam dann mit seinem weißen 353-er Wartburg von 3 Dörfern weiter zu uns.
Diese Seite zur Schule in der DDR kann dir auch noch ein wenig helfen:
-----> http://www.ddr-geschichte.de/Bildung/Schule/schule.html
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Das war sehr informativ. Merci vielmals für die Einstellung. Was ich aber in der Auflistung der Fächer vermisse, ist der Sport. Nun weiß ich, dass Sport als sehr wichtig galt in der DDR, und dass Veranstaltungen regelmäßig stattfanden, aber anscheinend gehörte Sport nicht zum Lehrplan. Oder liege ich da falsch?

Außerdem steht nichts über die Größe der Klassen. Während meines ersten Aufenthaltes in der DDR, hielt ich 5 oder 6 Mal in verschiedenen Schulen kurze Vorträge über die Geschichte der Unruhen in Nordirland. Da ist mir aufgefallen, dass jedes Mal die Klassen (9. bzw. 10. Klassen waren das) höchstens aus ca. 20 Nasen bestanden. War das die übliche Klassengröße damals, oder waren das Ausnahmen? Ich kann das natürlich nicht beurteilen, weil ich nur in den paar Schulen war.

MsG
Bugsy
 

Re: Das Schulsystem der DDR

Beitragvon tom-jericho » 8. Januar 2015, 21:35

Oha, stand da nichts im Link über Sportunterricht?

Mein Gott, auch das noch bei der Sportnation DDR, auch oft ohne Doping.

Also bereits im Kindergarten hatten wir Sport.
Ich trug solche komischen Gymnastikhosen und dazu solche "Prima-Ballerina-Schuhe".
Sah immer mächtig schwul aus. [flash]
Kindergärtnerin klopfte im Takt auf Tamborin und wir immer im Kreis herum.

Das Schulfach Sport gab s natürlich durchweg von der 1. bis zur 12.Klasse.

Nach der 8. Klasse wollte mich mein erster Sportlehrer an die Kinder-und Jugendsportschule (KJS), heutige Sportgymnasien, Neubrandenburg delegieren. Sollte Mittel- und Langstreckenlauf werden. Hätte vielleicht noch Zehnkampf daraus werden können. Meine Eltern hatten wohl aber was damals dagegen.

In besten Zeiten lief ich die 3000 Meter locker unter 9 Minuten.

Fußball spielte ich aktiv seit der 2. Klasse in unserer Betriebssportgemeinschaft (BSG) der LPG "FORTSCHRITT" im Dorf.

Hab damals einen Haufen Medaillen und Urkunden bei Spartakiaden und Meisterschaften gewonnen.

Aber wie sagte mein Freund von der Britischen Rheinarmee Gary immer so schön im NVA-Forum:

"Reserve hat Ruh!"

[hallo]
Zuletzt geändert von tom-jericho am 8. Januar 2015, 21:57, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Das Schulsystem der DDR

Beitragvon tom-jericho » 8. Januar 2015, 21:42

@ Augenzeuge

Kannst Du "Interessierte" nicht mal nach Bochum einladen, die sich zu uns in den Osten bis heute nicht getraut haben?

-----> http://www.ddr-kabinett-bochum.de/grussworte/

[flash]
tom-jericho
 

Re: Das Schulsystem der DDR

Beitragvon Bugsy » 8. Januar 2015, 23:57

Danny_1000 hat geschrieben:P.S. Du wolltest es ja so: [denken] allfällige Antworten klingt ein wenig unüblich !
Auf "eure Antworten".... oder auf "mögliche Antworten"...hört sich besser an !

Tja, das muss ich wohl erklären. Im Vorstellungsfaden, erwähnte ich, dass ich einige Zeit in der Schweiz verbrachte. Dötte han i mer mün nre völlig andere Sproch ahniigne. Isch aber öppis gsi, wo i han welle, weisch? Kosch aber ois lärne, wennsch hesch welle, oder?

Und in der Schweiz hat es andere Sprachgepflogenheiten als in Deutschland – dazu gehört auch “allfällig“. Schriftlich geben sich die beiden Versionen kaum was, aber da gibt es auch Begriffe aus der gesprochenen Sprache, die in die Schriftsprache Eingang gefunden haben. “Parkieren“ anstatt “parken“, „heben“ anstatt “halten“, “lassen“ anstatt “hören“ (weshalb die Schweizer “Uuf Wiäderlasse“ am Telefon sagen). Und dann gibt es Begriffe wie “all bott“ – “andauernd“, “ois vüll mehr“ – “ andauernd“, usw. Gar nicht so einfach am Anfang, kann ich dir sagen. Ein Deutscher fragt: “Wunderst du dich“, ein Schweizer fragt: “Nimmt es dich Wunder?“

Aus der einfachen Frage: “Will jemand etwas?“ wird in der Schweiz: “Hett öppe öppis welle?“ Ich meine, Deutsch ist ohnehin schwierig genug (zumindest für mich), aber als ich erst in die Schweiz kam, habe ich rein gar nichts verstanden und fragte mich ernsthaft, wie es angehen kann, dass ein ganzes Volk einen Sprachfehler hat.

MsG
Bugsy
 

Re: Das Schulsystem der DDR

Beitragvon tom-jericho » 9. Januar 2015, 00:10

@ Bugsy

Oh nein.

Ist ja wie mit Hape Kerkeling, wenn er dänisch oder finnisch spricht.

Bleibe lieber beim Hochdeutsch. [hallo]
tom-jericho
 

Re: Das Schulsystem der DDR

Beitragvon Beethoven » 9. Januar 2015, 09:14

augenzeuge hat geschrieben:
Danny_1000 hat geschrieben: Für jedes Fach in den DDR- Schulen gab’s ein Schulbuch. Die kosteten so um die 1 …3 Mark. Kinderreiche Familien erhielten die Bücher kostenlos von der jeweiligen Schule.


Hier erhalten alle Kinder nahezu alle Bücher kostenlos. Allerdings als Leihgabe der Schule. Sämtliche Busfahrten zur/von der Schule der Schüler übernimmt ebenfalls das Land. Nur mal als Vergleich.

AZ


Das stimmt aber nur teilweise. Ich sehe es bei meinen Enkeln, wenn meine Schwiegertochter auf die "Schulbuchhatz" geht und dafür ordentlich ablöhnen muss. Es gibt auch bestimmte Bücher von der Schule, das ist wahr. Das sind dann aber solche Bücher, um die Einheitlichkeit in bestimmten Schulfächern wenigstens in einer Klasse herzustellen, weil es durchaus passieren kann, dass es unterschiedliche Schulbücher für ein Fach, im jeweiligen Bundesland zu kaufen gibt.
Die Kinder müssen dann besonders sorgfältig damit umgehen und wenn Sie was reingeschrieben haben, was nicht weg zu radieren ist (Füller, Kuli), müssen die Eltern das Buch am Ende des Schuljahres doch bezahlen.

Trennung

Man sprach in der DDR von "Religionsfreiheit". In wie weit die wirklich durchgesetzt war, kann ich nicht einschätzen. Ein/e Lehrer/in der/die sich zu einer Religion bekannte und diese in den Lehrstoff einfließen lassen wollte, hätte bestimmt Probleme bekommen.
Gläubige Kinder besuchten in ihren Gemeinden, neben der normalen Schule, den Religionsunterricht.

Gruß
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Das Gesetz ändert sich, die Gesinnung nicht.
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Re: Das Schulsystem der DDR

Beitragvon tom-jericho » 9. Januar 2015, 09:23

Mein Musiklehrer an der EOS "HEINRICH HEINE" war sogar Mitglied der CDU und sogar ein sehr guter Pädagoge.

Nur eine Parteigruppe konnte er an unserer EOS nicht gründen.

[hallo] .
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Re: Das Schulsystem der DDR

Beitragvon augenzeuge » 9. Januar 2015, 09:30

Beethoven hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:
Danny_1000 hat geschrieben: Für jedes Fach in den DDR- Schulen gab’s ein Schulbuch. Die kosteten so um die 1 …3 Mark. Kinderreiche Familien erhielten die Bücher kostenlos von der jeweiligen Schule.


Hier erhalten alle Kinder nahezu alle Bücher kostenlos. Allerdings als Leihgabe der Schule. Sämtliche Busfahrten zur/von der Schule der Schüler übernimmt ebenfalls das Land. Nur mal als Vergleich.

AZ


Das stimmt aber nur teilweise. Ich sehe es bei meinen Enkeln, wenn meine Schwiegertochter auf die "Schulbuchhatz" geht und dafür ordentlich ablöhnen muss. Es gibt auch bestimmte Bücher von der Schule, das ist wahr.


Dann mal ganz korrekt. Zunächst, das ist in jedem Bundesland anders. Und auch jede Schule kocht noch ihr Süppchen. Das finde ich auch nicht gut. Aber hier musste niemand ablöhnen. Max. 12 EUR mussten als Eigenanteil gezahlt werden. Es ist keinesfalls so, dass hier Schüler armer Eltern (sind eh der Ausnahmefall) irgendwie in der Schule benachteiligt sind. Auch Klassenfahrten nach Paris und London wurden schon mal übernommen, wenn die 100-200 EUR nicht da waren.
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Re: Das Schulsystem der DDR

Beitragvon Nostalgiker » 9. Januar 2015, 10:19

Ca. 20% arme Eltern sind also der "Ausnahmefall"?
Komische Ansicht ......
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
Aber damit sind diese Hoffnungen nicht erledigt. Stefan Hermlin

Freiheit ist nur ein anderes Wort dafür, dass man nichts zu verlieren hat. Janis Joplin

Psychologen haben herausgefunden, dass Menschen, die immer bei anderen auf die Rechtschreibfehler hinweisen, eine Persönlichkeitsstörung haben und unzufrieden mit ihrem Leben sind. Netzfund
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Re: Das Schulsystem der DDR

Beitragvon augenzeuge » 9. Januar 2015, 10:26

Thoth hat geschrieben:Ca. 20% arme Eltern sind also der "Ausnahmefall"?
Komische Ansicht ......


Hier gibts bei weitem keine 20 %, nicht mal 10%.
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Re: Das Schulsystem der DDR

Beitragvon tom-jericho » 9. Januar 2015, 10:54

Zirka 20% arme Eltern, das sind dann zirka 20 % arme Mütter und 20 % arme Väter.

Ich werde es dem Johannes schon nicht erzählen.
tom-jericho
 

Re: Das Schulsystem der DDR

Beitragvon augenzeuge » 9. Januar 2015, 11:46

tom-jericho hat geschrieben:Zirka 20% arme Eltern, das sind dann zirka 20 % arme Mütter und 20 % arme Väter.


Irrtum. In der Regel eher Alleinerziehende. Und keine 20%.
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Re: Das Schulsystem der DDR

Beitragvon tom-jericho » 9. Januar 2015, 14:52

Habe mir mal wieder einen Scherz erlaubt:

Ich gab in das grosze Orakel G00GLE mal mit Absicht den Begriff "Politechnische Oberschule" ein.

Das ergab doch glatt: Ungefähr 3.710 Ergebnisse (0,12 Sekunden)

-----> https://www.google.de/search?q=politech ... ule&nfpr=1

Diesen Spaß erlaube ich mir des öfteren mal, denn man gelangt so auf die "allerschönsten" Seiten. [hallo]
tom-jericho
 

Re: Das Schulsystem der DDR

Beitragvon Spartacus » 9. Januar 2015, 21:47

augenzeuge hat geschrieben:
Danny_1000 hat geschrieben: Für jedes Fach in den DDR- Schulen gab’s ein Schulbuch. Die kosteten so um die 1 …3 Mark. Kinderreiche Familien erhielten die Bücher kostenlos von der jeweiligen Schule.


Hier erhalten alle Kinder nahezu alle Bücher kostenlos. Allerdings als Leihgabe der Schule. Sämtliche Busfahrten zur/von der Schule der Schüler übernimmt ebenfalls das Land. Nur mal als Vergleich.

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Ja ist in Bayern auch so, nur das die Kosten für die Fahrt von der Gemeinde übernommen werden.
Zahlen müssen wir nur das sogenannte Kopiergeld, aber das sind nur ein paar Euro im Monat.

Nun zur DDR.

Ich kann mich noch gut erinnern, dass es damals ein regelrechtes Drama gab, als wir einen Rechenschieber
brauchten, denn das Ding gab es da gerade nicht. [flash]

Ansonsten schau mal unter POS, da steht auch viel drin.

http://de.wikipedia.org/wiki/Polytechnische_Oberschule

LG

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Nachtrag: Mensch, da hat doch der Tom schon den Link eingestellt.


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Re: Das Schulsystem der DDR

Beitragvon pentium » 9. Januar 2015, 21:53

Sparta, wieso gab es keine Rechenschieber, ich hatte einen aus Metall und da gab es auch noch welche aus Plaste. Bin von 61 bis 73 in die Schule...

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Re: Das Schulsystem der DDR

Beitragvon Spartacus » 9. Januar 2015, 22:12

pentium hat geschrieben:Sparta, wieso gab es keine Rechenschieber, ich hatte einen aus Metall und da gab es auch noch welche aus Plaste. Bin von 61 bis 73 in die Schule...

mfg
pentium


Keine Ahnung mehr, ich kann mich nur daran erinnern, dass es halt da gerade keine gab. Ich war bis 77
in der POS, kann mich aber auch nicht erinnern, wann wir die brauchten. In der 8ten Klasse vielleicht?

LG

Sparta


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Re: Das Schulsystem der DDR

Beitragvon augenzeuge » 9. Januar 2015, 22:37

Ich hatte nen Rechenschieber vom Opa, aus Holz. Am Anfang haben wir immer mit dem West-Taschenrechner nachgerechnet.... [flash]

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Re: Das Schulsystem der DDR

Beitragvon pentium » 9. Januar 2015, 22:41

8.Klasse? Mir wird gerade zugerufen, sechste Klasse...
dass es bei uns keinen Mangel gab, lag vielleicht daran, dass diese Rechenschieber in Karl-Marx-Stadt produziert wurden...?

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Re: Das Schulsystem der DDR

Beitragvon Sirius » 10. Januar 2015, 06:20

Beethoven hat geschrieben:
Das stimmt aber nur teilweise. Ich sehe es bei meinen Enkeln, wenn meine Schwiegertochter auf die "Schulbuchhatz" geht und dafür ordentlich ablöhnen muss. Es gibt auch bestimmte Bücher von der Schule, das ist wahr. Das sind dann aber solche Bücher, um die Einheitlichkeit in bestimmten Schulfächern wenigstens in einer Klasse herzustellen, weil es durchaus passieren kann, dass es unterschiedliche Schulbücher für ein Fach, im jeweiligen Bundesland zu kaufen gibt.
Die Kinder müssen dann besonders sorgfältig damit umgehen und wenn Sie was reingeschrieben haben, was nicht weg zu radieren ist (Füller, Kuli), müssen die Eltern das Buch am Ende des Schuljahres doch bezahlen.


Das hängt wohl auch vom Bundesland ab. Und das manche Bücher selbst in Bundesländern mit großzügigem Leihgaben-Angebot gekauft werden müssen, hat teilweise auch einen nachvollziehbaren Grund. Etwa ab der achten oder neunten Klasse werden im Fach Deutsch komplette Romane gelesen. Eine Schule kann unmöglich alle Romane von allen Schriftstellern auf Vorrat haben, und dann noch 30 Exemplare pro Roman. Jetzt wird mancher einwenden, dass man sich auf wenige Romane beschränken könnte. Ja, man könnte es so organisieren. Andererseits stürzen die Ausgaben für ein paar gelbe Reclam-Büchlein verteilt über mehrere Jahre niemanden in Armut.

Und was den sorgsamen Umgang mit Staatseigentum betrifft, das ist doch selbstverständlich. Da können die Kinder auch gleich ein paar Tugenden lernen. Wobei die meisten Kinder selten die Erstbesitzer der "Leihgabe" sind. Die meisten bekommen gebrauchte Exemplare. Vorne oder hinten befindet sich ein Stempel, in den sich alle Vorbesitzer eintragen mussten. Daran kann man die Zahl der Vorbesitzer erkennen.
Sirius
 

Re: Das Schulsystem der DDR

Beitragvon Danny_1000 » 10. Januar 2015, 09:33

Sirius hat geschrieben:.... Eine Schule kann unmöglich alle Romane von allen Schriftstellern auf Vorrat haben, und dann noch 30 Exemplare pro Roman. Jetzt wird mancher einwenden, dass man sich auf wenige Romane beschränken könnte. Ja, man könnte es so organisieren. Andererseits stürzen die Ausgaben für ein paar gelbe Reclam-Büchlein verteilt über mehrere Jahre niemanden in Armut........


Zu meiner DDR- Schulzeit sah der Lehrplan nicht vor, alle Romane der gängigen Schriftsteller zu bevorraten. Wir lasen z.B. in Klasse 9 und 10 Werke der deutschen Klassiker (Goethes „Faust“ und Schillers „Kabale und Liebe“, Storms „Schimmelreiter“ oder Anna Seghers‘ „Das siebte Kreuz“, um nur einige zu nennen. Und diese Werke stellte die Schule allen Schülern kostenlos zur Verfügung.

Danny
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Re: Das Schulsystem der DDR

Beitragvon Beethoven » 10. Januar 2015, 10:08

Wer sich den "Schimmelreiter" ausgedacht hat, wird mir wohl keiner sagen können. Aber erschlagen könnte man den schon. [mad] Ein langweiligeres Buch habe ich nie gelesen.

Gruß
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