Die bewaffneten Kraefte der DDR nach der Wende

Alles zum Thema NVA, außer GT

Re: Die bewaffneten Kraefte der DDR nach der Wende

Beitragvon Dr. 213 » 21. August 2014, 13:16

karnak hat geschrieben:Und wenn ich gerade beim "Zweifeln"bin, zu der Fluchtgeschichte von Dr.213. Nach einer vorläufigen Festnahme beim MfS "Zu Gast" und in eine"Sammelzelle" mit Grünpflanzen. Was immer das sein soll, eine"Sammelzelle", ich gehe mal von einem"Aufenthaltsraum" aus in der er sich befand bis zu einer kurz darauf folgenden weiteren Vernehmung. Dort hätte er für die kurze Zeit des Aufenthaltes niemals alleine gesessen, man hätte einen Bewacher dazu gesetzt. Hätte man ihn über Nacht dort behalten wollen, bis zur weiteren Vernehmung am nächsten Tag wäre er in eine Gefängniszelle verbracht worden. Aus dieser wäre eine derartige Flucht mit solch profanen Mitteln niemals möglich gewesen. Und auch dafür hätte ich gerne eine mir einleuchtende Erklärung, am Besten natürlich vom Dr. und nicht vom Wilfried, der mir sicherlich erklären will, wie kann ich da Zweifel haben, der Dr. hat es schließlich erzählt und ich war ja nicht dabei. [grin]


Karnak, wie kommst du zu dieser Ansicht, wo du doch gar nicht dabei warst ?
Gnade dir Gott, dass in meiner Stasiakte nicht die Tatortfotos enthalten sind, die würde ich dir genüßlich vorhalten wollen.
Es wird zweifellos eine Untersuchung gegeben haben. Da sind von den Organen so viele Fehler gemacht worden.
Ob sie dabei den Wasserhahn als Werkzeug ermittelt haben ist für mich immer noch eine spannende und z.Z. ungeklärte Frage.

Du verdrehst da auch schon wieder einiges.
Wenn du aufmerksam gelesen hättest, so wäre dir aufgefallen, dass die BV der Stasi in Rostock 200 Meter weiter weg war.
Diese Sammelzelle, die mit den vergitterten Fenterflügeln und den Grünpflanzen war allenfalls eine K1 Dienststelle.
Die räumliche Nähe zur BV könnte dafür sprechen.

Ich schrieb auch, dass es einen Raum weiter eine etwa gleich große Sammelzelle mit extra Menschen- Vogelkäfig darin gab.
Ich konnte kurz einen Blick in den Raum werfen, die Zelle war gerade unbelegt und die Tür stand weit offen.
Das war also keine Örtlichkeit, wo man gemütlich zu Kaffee und Kuchen dabehalten wurde.

Noch viel ungeheuerlicher war aber, dass ich in meinen Socken einiges an Ostmark, und sogar DM hatte.
Wohlgemerkt nach Schuhe ausziehen, Hosentaschen umdrehen und abtasten von oben bis unten ! Glaubst das auch nicht ?

Die Flucht ist mit so profanen Mitteln gelungen, das ist ja gerade das köstliche daran. [crazy]

auf das herzlichste
der Dr. 213
Dr. 213
 

Re: Die bewaffneten Kraefte der DDR nach der Wende

Beitragvon felixbonobo1 » 21. August 2014, 14:14

karnak hat geschrieben:Ich kann und will hier gar nichts beweisen, wie denn auch. Ich weiß nur was ich weiß und um bei diesen ominösen Barkas zu bleiben, der mit dem Thema hier nichts zu tun hat. Du kannst hier nachlesen warum ich es für Unsinn halte, dass man diese mit den Aufschriften Obst und Gemüse oder Frischfisch ausgestattet hat kannst Du in diesem Forum nachlesen. Diese Behauptung trägt schon einen Widerspruch in sich, dass man mit diesen Aufschriften die Fahrzeuge"tarnen" wollte, keine Aufmerksamkeit bei der Bevölkerung damit erzielen wollte und man hätte gerade mit solchen Aufschriften das Gegenteil erreicht.Jeder DDR-Bürger hätte sich dafür interessiert wo nun dieses Auto hinfährt um seine Ladung ab zuladen. [flash] Man hätte dann vielleicht Dietz-Verlag raufschreiben sollen, dann hätte sich für die Fahrzeuge keine Sau interessiert. [flash] Weiterhin stellt sich mir die Frage, warum man eigentlich diese Fahrzeuge nach der Wende nicht gefunden hat, nur die in trostlos DDR-Grau, so wie ich sie kenne, so das man sich gezwungen sah, diese Aufkleber nachträglich anzubringen und sie dann "ertappt" wieder entfernt hat? Nun sage bloß noch die Stasi hat die schnell noch umgespritzt? Denn mit Aufklebern hat man in der DDR sowieso nicht gearbeitet, die gab es gar nicht, man hätte den Schriftzug aufgemalt.


Danke für die kurzeinführung, erspart mir das nachlesen.

Ich stand vor wenigen tagen am besagten barkas und muss nun schmunzeln, was du schreibst.

Kristian, ich will dich wirklich nicht ärgern, aber ich denke zum wiederholtem male das du deine geliebte ddr ÜBERHAUPT NICHT kanntest :-)
Meine aller erste association wäre es, guck, so eine dummtarnung haben die penner auch in erwägung gezogen und irgendein zeitzeuge hat dieses experiment sicher beobachtet [laugh]
Zudem ist es soetwas von ZWEITRANGIG ob die das nun so versuchten zu tarnen oder nicht [laugh]

Tatsache bleibt das es eine folter war in diesen minikabinen ohne licht durch die gegend geschaukelt zu werden, ICH SASS da mehrere male drin, webenso wie in dem verbrecherischen eisenbahn-waggon, der auf dem gelände ausgestellt ist !!





karnak hat geschrieben:Und ich möchte von den entsprechenden Zeitzeugen einfach nur wissen warum sie meinen, dass man nun ausgerechnet solch eine dämliche Aufschrift dort angebracht hat. Das ist doch eine ganze normale Frage.Mit einer entsprechenden logischen Antwort könnte man mich sofort zufrieden stellen, aber eben nicht mit irgendwelchen populistischen Mist.
Und was willst Du mir denn mit der Biographie von dem Mann eigentlich beweisen? Mir beweist sie erst mal nur eines, ich weiß von dieser DDR so einiges mehr, ich bin nämlich ein"echter"Zeitzeuge, habe das Land voll umfänglich erlebt und in 12 Jahren auch das MfS und sein Gebaren und habe mir das nicht nur angelesen oder"erzählen" lassen.


Da ich immer abschnitt für abschnitt lese und direkt antworte, sind meine antworten dazu oben schon gegeben und ich muss herzlich über deine ahnung von der zone lachen, Kristian..tunnel..und filterblick-sicht !! [laugh]


karnak hat geschrieben:Und wenn ich gerade beim "Zweifeln"bin, zu der Fluchtgeschichte von Dr.213. Nach einer vorläufigen Festnahme beim MfS "Zu Gast" und in eine"Sammelzelle" mit Grünpflanzen. Was immer das sein soll, eine"Sammelzelle", ich gehe mal von einem"Aufenthaltsraum" aus in der er sich befand bis zu einer kurz darauf folgenden weiteren Vernehmung. Dort hätte er für die kurze Zeit des Aufenthaltes niemals alleine gesessen, man hätte einen Bewacher dazu gesetzt. Hätte man ihn über Nacht dort behalten wollen, bis zur weiteren Vernehmung am nächsten Tag wäre er in eine Gefängniszelle verbracht worden. Aus dieser wäre eine derartige Flucht mit solch profanen Mitteln niemals möglich gewesen. Und auch dafür hätte ich gerne eine mir einleuchtende Erklärung, am Besten natürlich vom Dr. und nicht vom Wilfried, der mir sicherlich erklären will, wie kann ich da Zweifel haben, der Dr. hat es schließlich erzählt und ich war ja nicht dabei. [grin]


Ich habe mich mitten im lesen geweigert es bis zu ende zu lesen, Kristian, weil es eine unfassbare frechheit und dreitigkeit ist ÜBERHAUPT etwas in frage zu stellen, was IHR VERBROCHEN HABT, mit welchen verdammten RECHT BITTE ? War alles gar nicht so schlimm, oder was ??? TZTZTZTZTZ [sick]


der alexander
felixbonobo1
 

Re: Die bewaffneten Kraefte der DDR nach der Wende

Beitragvon felixbonobo1 » 21. August 2014, 14:15

Dr. 213 hat geschrieben:Karnak, wie kommst du zu dieser Ansicht, wo du doch gar nicht dabei warst ?
Gnade dir Gott, dass in meiner Stasiakte nicht die Tatortfotos enthalten sind, die würde ich dir genüßlich vorhalten wollen.
Es wird zweifellos eine Untersuchung gegeben haben. Da sind von den Organen so viele Fehler gemacht worden.
Ob sie dabei den Wasserhahn als Werkzeug ermittelt haben ist für mich immer noch eine spannende und z.Z. ungeklärte Frage.

Du verdrehst da auch schon wieder einiges.
Wenn du aufmerksam gelesen hättest, so wäre dir aufgefallen, dass die BV der Stasi in Rostock 200 Meter weiter weg war.
Diese Sammelzelle, die mit den vergitterten Fenterflügeln und den Grünpflanzen war allenfalls eine K1 Dienststelle.
Die räumliche Nähe zur BV könnte dafür sprechen.

Ich schrieb auch, dass es einen Raum weiter eine etwa gleich große Sammelzelle mit extra Menschen- Vogelkäfig darin gab.
Ich konnte kurz einen Blick in den Raum werfen, die Zelle war gerade unbelegt und die Tür stand weit offen.
Das war also keine Örtlichkeit, wo man gemütlich zu Kaffee und Kuchen dabehalten wurde.

Noch viel ungeheuerlicher war aber, dass ich in meinen Socken einiges an Ostmark, und sogar DM hatte.
Wohlgemerkt nach Schuhe ausziehen, Hosentaschen umdrehen und abtasten von oben bis unten ! Glaubst das auch nicht ?

Die Flucht ist mit so profanen Mitteln gelungen, das ist ja gerade das köstliche daran. [crazy]

auf das herzlichste
der Dr. 213


[super]
felixbonobo1
 

Re: Die bewaffneten Kraefte der DDR nach der Wende

Beitragvon karnak » 21. August 2014, 14:41

felixbonobo1 hat geschrieben:
Ich habe mich mitten im lesen geweigert es bis zu ende zu lesen, Kristian, weil es eine unfassbare frechheit und dreitigkeit ist ÜBERHAUPT etwas in frage zu stellen, was IHR VERBROCHEN HABT, mit welchen verdammten RECHT BITTE ? War alles gar nicht so schlimm, oder was ??? TZTZTZTZTZ [sick]



Und so kommen wir eben nicht weiter mein Lieber und das ist auch der Grund warum ich mich eine Weile nicht an Diskussionen mit Dir beteiligt habe, auch damit Du erahnst was beim Ignorieren nicht genehmer Meinungen bei Diskussionen raus kommt,nämlich der Auftritt einzelner "Prediger" den die werte Gemeinde andächtig zu lauschen hat, Beifall klatschen oder vor Rührung oder Entsetzen weinen darf und sonst nichts. Alles andere wäre eine "unfassbare Frechheit und Dreistigkeit überhaupt", Ketzerei. Und wenn doch einer sich erdreistet sich von seinem Kirchenstuhl zu erheben und das Wort zu nehmen, soll er mit der Frage"War alles gar nicht so schlimm,oder was" in die Schranken gewiesen werden. Wir sind aber hier nicht in der Kirche und Du bist nicht unser"Prediger". Das hier ist ein Diskussionsforum wo jeder seine Meinung kundtun kann und wenn man sie für noch so dämlich und dreist empfindet. Die Einzige Möglichkeit die man hat sich dagegen "zur Wehr zu setzen" ist es sachlich dagegen zu argumentieren, die eigene Meinung zu begründen und seine eigenen Erfahrungen und Erlebnisse logisch und schlüssig zu erklären. Eben weil das hier ein Geschichtsforum ist und keine Religionsgemeinschaft wo der Glauben im Vordergrund steht den man nicht hinterfragt.
Mit Deiner Frage an mich willst Du mich in eine bestimmte Ecke stellen aus der ich nicht mehr raus komme und in der dann Deine "Glaubensbrüder" gemeinsam über mich herfallen können, Du bist nicht der Erste der das versucht, auch meine alten Genossen sind schon auf dieser Schiene geritten, es wird Dir nicht gelingen, dazu bin ich zu klug. [peinlich]
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Re: Die bewaffneten Kraefte der DDR nach der Wende

Beitragvon Spartacus » 21. August 2014, 17:35

Das hier ist ein Diskussionsforum wo jeder seine Meinung kundtun kann und wenn man sie für noch so dämlich und dreist empfindet.


So ist es!

Und wenn du auch in einem Barkas dringesessen hast, dann hast du sicherlich gesehen, ob er eine Aufschrift trug,
oder nicht, Alexander?

"Meiner" war auch einfach nur grau!

LG

Sparta


Ich bin stolz darauf, kein Smartdingsbums zu besitzen.
Nicht Deutschland schafft sich ab, sondern Deutschland schaltet sich ab.
Habeck und Baerbock in die Produktion. Die Grünen sind eine fortschrittsfeindliche Sekte.



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Re: Die bewaffneten Kraefte der DDR nach der Wende

Beitragvon Dr. 213 » 21. August 2014, 18:05

Beim Ein- und Aussteigen könten Gefangene solche Aufschriften gesehen haben.
Aber mal die Fisch/Obst/Gemüse/Centrum Warenhaus Tarnung aussen vor.

Ich selbst war nie in so einem B1000 als Fahrgast und habe bis heute auch keine Gedenkstätte besucht.
Aber alles an Bildern was ich davon gesehen habe läßt mich erahnen,
dass es alles andere als eine Spazierfahrt in diesen Boxen gewesen sein muss.
Ein Karnickelstall für Menschen. Ungepolsterte Metallwände. Gezwungene Körperhaltung,
sich nicht abstützen zu können weil die Hände gefesselt sind. Beim Bremsen an den Wänden "anzuditschen".
Damit auch nur länger als eine halbe Stunde über typische DDR- Straßen zu holpern. Einfach Gruselig.

herzlichst
Dr. 213
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Re: Die bewaffneten Kraefte der DDR nach der Wende

Beitragvon pentium » 21. August 2014, 18:15

Um mal wieder zum eigentlichen Thema zu kommen:

Der ehemalige NVA-Major Günter Jehmlich, jetzt S3-Stabsoffizier der Bundeswehr, erzählt, wie er die Übernahme seiner Einheit im sächsischen Marienberg durch die Bundeswehr 1990 erlebte. Anfang Oktober 1990 erhielt er in seinem Standort Marienberg den Befehl, im übergeordneten Stab in Dresden 19 Westoffiziere abzuholen, die vom 3. Oktober an die Führung übernehmen würden. Als er mit seinem NVA-Bus am Treffpunkt in Dresden eintraf, stellte er fest, daß die neuen Vorgesetzten alle mit eigenen Autos gekommen waren.

So fuhr die Fahrzeugkolonne, er im leeren Bus vorneweg und immer in der Angst, zu langsam für die großzylindrigen Westautos zu sein, die 100 Kilometer von Dresden nach Marienberg.

Dort warteten bereits der alte Stabschef, der alte Regimentskommandeur und die anderen NVA-Offiziere, alle noch in ihrer alten Uniform. Zögernd stellte man sich einander vor, die Ordonnanz brachte Sekt, die Offiziere der beiden Armeen prosteten sich zu, und "wie das so ist, wenn 25 Leute sich vorstellen", wurde es Mitternacht. Die Westoffiziere stimmten ihre Nationalhymne an, einige NVA-Offiziere summten Bruchstücke des fremden Liedes mit, meist mußte ein Lalala den Text ersetzen, andere blieben still.

Punkt 24.00 Uhr nahmen die Wachen in der neuen Uniform am Kasernentor Aufstellung. Am nächsten Tag ließ der Kommandeur aus dem Westen die 1400 Soldaten in der neuen Uniform zum Appell antreten und stellte sich als neuer Kommandeur vor. So ähnlich hat es sich am 3. und 4. Oktober in Dutzenden von Standorten abgespielt. "Wegtreten zum Umziehen - in neuer Uniform melden in 20 Minuten", hieß der Tagesbefehl.

Das Zeremoniell bot wenig Raum für die Seelenschmerzen der neu eingekleideten Offiziere. Die Soldaten hatten ein oder zwei Tage zuvor mitansehen müssen, wie das alte Regime unter dem Appell "Fahne einholen, Fahne verpacken" begraben wurde. Gerade die jüngeren Offiziere wollten sich mit diesem Ende nicht abfinden. Viele hatten im Anschluß an den Appell im Zorn ihre Mützen und Uniformjacken in den Müll geworfen, sie in den Gängen der Kasernen liegengelassen, den Standort verlassen, um nicht zum "Maskenball" antreten zu müssen.

Aber auch die Umkleidewilligen hatten ihre Schwierigkeiten. Zwar war die "Trageweise" der neuen Nato-Uniform in Vorführungen, teilweise in Kinosälen, demonstriert worden. Trotzdem wußten viele nicht, ob man die Nato-Hosen in oder über den Schaftstiefeln trägt.

An Gradlinigkeit gewöhnt, setzten sie das Barett sturzgerade auf den Kopf, statt es schräg in die Stirn zu ziehen. Auch war ihnen der leichte, knittrige Stoff verdächtig; viele hatten die neue Uniform extra stark gewaschen, sie hingebungsvoll gebügelt und wurden dann an ihrer Tadellosigkeit als Ossis erkannt. Sie wußten nicht, daß ein Kampfanzug im Westen gebraucht, gleichsam wie in der Schlacht vernutzt, aussehen muß, um modisch zu überzeugen.

Hinzu kam eine moralische Anforderung, die dem zivilen Teil der DDR-Bevölkerung erspart blieb. Für die NVA-Offiziere war es nicht damit getan, die dritte Strophe des Deutschlandliedes zu singen. Wer in die Bundeswehr übernommen wurde, mußte den Eid auf den neuen Staat schwören:
" Ich schwöre, der Bundesrepublik Deutschland treu zu "
" dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen "
" Volkes tapfer zu verteidigen. "

Nur den Nachsatz "So wahr mir Gott helfe" durfte man weglassen. Es war, wenn man die Geschichte deutscher Eide berücksichtigt, ein vergleichsweise harmloser und ziviler Eid, ein Minimaleid sozusagen...]

Zitat aus SPON 24/1994

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13685964.html

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*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
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Re: Die bewaffneten Kraefte der DDR nach der Wende

Beitragvon pentium » 14. November 2014, 18:05

Eine interessante Arbeit und passend zum Thema.

Die Auflösung der NVA und ihre Teilintegration in die Bundeswehr

Zitat:
Der in der vorliegenden Arbeit zu beschreibende Prozess sucht wohl seinesgleichen in der Militärgeschichte. Eine schwerbewaffnete Armee, ideologisch indoktriniert und mit einem deutlichen Feindbild ausgestattet, wurde auf friedliche Art und Weise aufgelöst und (wenn auch nur zu einem geringen Teil) in die ehemals verhasste Feindarmee integriert. All dies spielte sich in einem Zeitraum von weniger als einem Jahr ab.

Zu Beginn soll kurz auf die Gründe für die friedliche Auflösung der NVA und ihren Ablauf eingegangen werden. Die Erschütterung der inneren Struktur der Armee noch vor dem 9. November 1989 und der gescheiterte Versuch einer Militärreform sollen kurz erläutert werden. Es sollen die unterschiedlichen Positionen zum Schicksal der NVA angesprochen werden, ebenso wie die Entscheidungen, die schließlich zu einer sofortigen Auflösung und nicht etwa zu einem zeitlich befristeten Fortbestand geführt haben. Dabei wird in einem Exkurs auf die Besonderheiten der NVA, gerade im Vergleich zur Bundeswehr, eingegangen.

In welchem organisatorischen Rahmen wurde dann der Übergang geleistet von einer autoritären Parteiarmee zur Armee eines Rechtsstaats, die den Grundsätzen der „Inneren Führung“ gehorchte? Ausführlich soll erläutert werden, nach welchen Gesichtspunkten aus den Reihen der NVA Personal für eine Integration in die neuen gesamtdeutschen Streitkräfte ausgewählt wurde. Welchen Problemen sah man sich in diesem Zusammenhang gegenüber, und wie wurde die Integration von westlicher Seite, gerade in Bezug auf die notwendige „Umerziehung“ der übernommenen Soldaten, durchgeführt? Was geschah mit den gewaltigen Mengen an Kriegsmaterial aus den Beständen der NVA, aber auch anderer bewaffneter Organe? Auch soll, soweit dies zum jetzigen Zeitpunkt möglich ist, die Frage beantwortet werden, ob die Integration ein Erfolg war, und dies sowohl in struktureller Hinsicht wie auch im Hinblick auf die persönliche Integration der ehemaligen NVA-Soldaten. Kann man feststellen, dass die Bundeswehr einen überzeugenden Beitrag zur inneren Einheit Deutschlands geleistet hat, oder verbietet der Charakter des Prozesses eine solche Behauptung?

Es ist darauf hinzuweisen, dass sich diese Arbeit hauptsächlich auf Literatur aus West-Perspektive stützt, die oft die Linie der alten Bundeswehr widerspiegelt (z.B. Schönbohms Werk). Nach Möglichkeit wird aber auch auf abweichende Einschätzungen hingewiesen.

Hier die ganze Arbeit:
http://www.matthias-fuchs.de/docs/NVA.htm

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