Die Lage in der Ukraine Teil 1

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Nov65 » 9. November 2014, 11:07

Edelknabe hat geschrieben:Der war noch gut...vom alten Gorbatschow:

"Ohne die Partnerschaft Russlands mit Deutschland könne es aber keine Sicherheit in Europa geben, mahnte Gorbatschow, der mit seiner Politik der Öffnung die Grundlagen für die deutsche Wiedervereinigung gelegt hatte."

Und was macht der Deutsche dieser Dummkopf? Der leckt die Amis seine Bußenfreunde am Hintern wie schon vor 1989.Der ist so blöd der deutsche Politnik, dem steigt diese unsägliche und schädliche (für die eigene Industrie) Embargopolitik irgend wie schon in die schnell wachsenden Knochen, also der müsste eigentlich kniend aus der Dachrinne saufen...aber den schönen Satz kennt Jeder selber.

Rainer-Maria


Nee, Rainer-Maria, der "Dummkopf, der Deutsche" sabbelt sich den Mund mit dem uneinsichtigen Putin dusselig. Der lacht sich mit seinen Piratenstückchen in den geringen Bauchansatz und macht einfach weiter.Das eine Stück russische Erde, dann nach geglücktem Coup der nächste Streich in der Ostukraine usw. Die Sanktionen schmecken bekanntlich nicht mal der deutschen Wirtschaft, aber sie erzeugen in Russland unerhörten Druck. Möglich aber auch, dass Putin seine Einverleibungspolitik weiterbetreibt. Was dann, steht in den Sternen. Dort lese ich den Kalten Krieg.
Deutsche müssen nicht "knieend aus der Dachrinne saufen". Er/wir haben aus den Weltkriegen gelernt, wir sind wirtschaftlich stark, wir sind Mitglied in zwei internationalen Systemen der Verteidigung(Nato) und der engen Zusammenarbeit von Völkern(EU).Die UNO lasse ich mal weg.
Was redest Du nur für einen Unsinn!
Andreas
Nov65
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon HPA » 9. November 2014, 11:14

Vor allem vergessen da so einige,wie genau dieser Gorbatschow einst gegen die Unabhängigkeitsbestrebungen des einst von der damals noch existenten Sowjetunion annektierten Baltikums vorgehen lies.Mit Hunderten von Toten.

Da ist er eben auch nur ein Russe.

Und zu dem Nichterweiterungsmythos bezüglich der NATO hat er auch was gesagt.
HPA
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Edelknabe » 9. November 2014, 11:57

Siehe Andreas mit:

".....wir sind wirtschaftlich stark, wir sind Mitglied in zwei internationalen Systemen der Verteidigung(Nato) und der engen Zusammenarbeit von Völkern(EU).Die UNO lasse ich mal weg.
Was redest Du nur für einen Unsinn!"

Und dann Andreas verkauft der ostdeutsche Plantagenbesitzer(Äpfel) ne kleine Stiege Äpfel bei Netto für sage und schreibe 0,99Cent????? Es bleibt Ihm wohl nix anderes übrig? Bei der diesjährigen recht üppigen Ernte?Weil er doch dummerweise laut Embargo nicht nach Russland liefern durfte????? Und das ist nur ein Beispiel von Vielen.

Rainer-Maria und ich hoffe doch, das es noch Konzerne, auch kleine Firmen in Ost und West gibt die sich nen Teufel drum scheren...um diesen ganzen schädlichen Mist von Embargos. Denn da hängen Arbeitsplätze dran, ne Unmenge deutsche Arbeitsplätze. Ich könnte mich eumeln, nen Lokführerstreik da hängt man sich künstlich auf...es ist eben der deutsche Michel, der ist so blöd, der rafft es einfach nicht....der freut sich bei Netto über ne Stiege von 0,99Cent.
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Hamiota » 9. November 2014, 12:00

HPA hat geschrieben:
Da ist er eben auch nur ein Russe.



Was möchtest du denn damit ausdrücken? [ich auch]
Hamiota
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Nov65 » 9. November 2014, 12:03

Ungehinderter Verkauf von Äpfeln und Sicherung von Arbeitsplätzen einerseits und um jeden Preis - Frieden und Unversehrheit von Ländern gegen jede Aggression andererseits.
Du, Rainer, hast Dich für die Äpfel entschieden?
Andreas
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Hamiota » 9. November 2014, 12:10

Ich frage mich allen Ernstes: Sind denn Schmidt, Genscher, Kohl, Gorbatschow, Bahr, Schröder, Gauweiler, Krone Schmalz, Gert Ruge usw. usw. alles altersdebile Deppen welche keinen Durchblick mehr haben? Diese Einstellung scheint mir arrogant, anmaßend und falsch! Es könnte nämlich durchaus sein daß genau das Gegenteil der Fall ist und die Irrläufer auf der anderen Seite zu finden sind!

Irgend etwas läuft gewaltig schief in der EU/NATO Russlandpolitik!Wenn hier der User HPA ein grundsätzliches Problem mit "den Russen" hat so ist das ganz alleine sein Problem sollte aber nicht verallgemeinert werden, denke ich!

Andreas, ich halte Putin nicht für alleinig schuldig an dem ganzen Zustand!

der Peter [hallo]
Hamiota
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Edelknabe » 9. November 2014, 12:20

Falsch Andreas, dein:

"Du, Rainer, hast Dich für die Äpfel entschieden?"

Ich verbessere in: Ich habe mich für die Arbeitsplätze entschieden. Und zwar genau Diese, die sinngemäß an den Äpfelbäumen hängen.

Rainer-Maria Einer der aus eigener Erfahrung weiß, das der gemeine Mensch nur mit seiner Arbeit wächst, mit schaffendem Tun. Nicht vom Müssiggang Andreas, nicht von staatlicher noch so gut gemeinter Stütze.

Aber was erzähle ich das einem Ex-Lehrer? Denn Müllers Rinder und ....war köstlich nich...? Oder gar daneben? Ohne Mist, ich kenne Lehrerkinder.
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon HPA » 9. November 2014, 12:42

Hamiota hat geschrieben:Wenn hier der User HPA ein grundsätzliches Problem mit "den Russen" hat so ist das ganz alleine sein Problem sollte aber nicht verallgemeinert werden, denke ich!

Andreas, ich halte Putin nicht für alleinig schuldig an dem ganzen Zustand!

der Peter [hallo]


Hamiota,ich muss dich enttäuschen.Ich habe kein Problem mit den Russen. Ich habe ein Problem mit dem derzeitigen völlig übersteigerten russischen Nationalismus und dem Anspruchsdenken Putins,russische Erde einsammeln zu wollen,in der völligen Missachtung dessen ,dass sich der Planet weiter gedreht hat und gewisse Dinge nun mal nicht mehr rückgängig zu machen sind,jedenfalls nicht mit friedlichen Mitteln.
Ich glaube auch nicht ,dass man Gorbi so völlig uneigennützig vorgeschickt hat.Das stecken knallharte wirtschaftliche Interessen russischerseits dahinter.
HPA
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Spartacus » 9. November 2014, 13:24

Hamiota hat geschrieben:Ich frage mich allen Ernstes: Sind denn Schmidt, Genscher, Kohl, Gorbatschow, Bahr, Schröder, Gauweiler, Krone Schmalz, Gert Ruge usw. usw. alles altersdebile Deppen welche keinen Durchblick mehr haben? Diese Einstellung scheint mir arrogant, anmaßend und falsch! Es könnte nämlich durchaus sein daß genau das Gegenteil der Fall ist und die Irrläufer auf der anderen Seite zu finden sind!

der Peter [hallo]


Hallo Peter,

da hast du es auf den Punkt gebracht, denn das bereitet mir auch Bauchschmerzen.

Die Leute die ganz dicht dran, oder sogar mitten drinnen waren, in der damaligen Zeit sind heute plötzlich
Putinversteher und die Gestalten, die das alles nur aus Geschichtsbüchern kennen, wollen nun als diese
Leute darüber belehren, das alles falsch ist, was sie damals selbst erlebt, ja teilweise in Verträge gegossen haben?

Daher kommt hier zu dem Thema auch mein großes, sehr großes Misstrauen!

LG

Sparta


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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Danny_1000 » 9. November 2014, 13:40

Ende Oktober redete Putin Klartext vor dem Valdai- Club. Der Valdai- Club ist ein Forum in Rußland, auf dem sich jährlich einmal bedeutende Persönlichkeiten aus den verschiedensten Bereichen des Landes treffen.
Ansehenswert auf jeden Fall, um die "Denke" dieses Mannes besser zu verstehen.

Thema dieses Jahr:
„Neue Spielregeln oder Spiel ohne Regeln“

Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben
dafür einsetzen, dass du es sagen darfst !
(Evelyn Beatrice Hall 1868; † nach 1939)
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Nov65 » 9. November 2014, 19:23

Kann es sein, dass man(Putin, Russland...) aus dem Verlust von Macht und Stärke in der Welt um jeden Preis die Umkehr haben will/muss, um im eigenen Volke zu bestehen?
Kann es denn auch sein, dass eigene, russische Diplomatie versagt hat?
Ich kenne selbst aus eigenem Erleben den Wunsch des Volkes nach Bedeutung des Riesenlandes wie eh und je.Aber auch nach Frieden und Wohlstand.
Wer als denn ein starker Mann könnte wohl diese Umkehr einleiten? Ein Schwimmer in eisiger Flut, ein Bärenbezwinger, ein Eishockeyfreek hat doch wohl dieses Vertrauen verdient. Er wird damit auf die Schnauze fallen, orakele ich mal. Denn er ist kein weiser Staatsmann.Seine wirtschaftlichen Ressourcen taugen nicht zu einem "Langstreckenflug" gegen die USA und Europa.
Was hat er nur aus seinen Gesprächen mit A. Merkel mitgenommen? Doch wohl nicht eine Schwäche Europas, die er nun ausnutzen kann.

Ich gehe auf jede Meinung zu, dass die Zukunft nur in einer Zusammenarbeit zwischen Europa und Russland liegen kann, denn beide "Lager" sind zu mächtig, um getrennt siegreich zu marschieren.
Andreas
Nov65
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Nov65 » 10. November 2014, 20:02

Hamiota hat geschrieben:Ich frage mich allen Ernstes: Sind denn Schmidt, Genscher, Kohl, Gorbatschow, Bahr, Schröder, Gauweiler, Krone Schmalz, Gert Ruge usw. usw. alles altersdebile Deppen welche keinen Durchblick mehr haben? Diese Einstellung scheint mir arrogant, anmaßend und falsch! Es könnte nämlich durchaus sein daß genau das Gegenteil der Fall ist und die Irrläufer auf der anderen Seite zu finden sind!

Irgend etwas läuft gewaltig schief in der EU/NATO Russlandpolitik!Wenn hier der User HPA ein grundsätzliches Problem mit "den Russen" hat so ist das ganz alleine sein Problem sollte aber nicht verallgemeinert werden, denke ich!

Andreas, ich halte Putin nicht für alleinig schuldig an dem ganzen Zustand!

der Peter [hallo]


Hallo Peter,
da gehen die Meinungen genauso auseinander wie bei der Bezeichnung Unrechtsstaat.
Ist bei uns auch nicht weiter schlimm, bei Außenpolitikern aber schon.
Ich würde Russland auch wieder eine Stellung in der Welt gönnen, die in der Bevölkerung Stolz erzeugt, dazu aber auch Zufriedenheit und Wohlstand im eigenen Lande. Großmannssucht eines Herrschers war und ist immer schädlich. Und genau diesen Eindruck habe ich bei Putin.
Warum nur ordne ich ihn mit seinen Selbstdarstellungen im Wasser, auf dem Eis, im Helicopter, mit der Jagdflinte usw. als Angeber und nicht als weisen Staatsmann ein?
Warum nur drängt sich bei mir angesichts seiner Tricks bei militärischen Handlungen auf der Krim und in der Westukraine das Bild eines Piraten und Strolchs auf, dem man kaum vertrauen sollte?
Grüße von Andreas
Nov65
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon HPA » 14. November 2014, 10:09

sehr passender Artikel zur derzeitigen Situation in der Ukraine und den "Befindlichkeiten" Russlands:

Zitat:"Man wüsste gern, warum sich der ukrainische Freiheitswille dem vermeintlichen Sicherheitsinteresse des mächtigeren Nachbarn unterzuordnen hat und die Koalition der Selbstbezichtiger beständig wiederholt, er demütige und bedrohe Russland. Die das erklären, sind vornehmlich alte Männer, auf deren Landkarte die Ukraine nicht auftaucht. Wie auch. Egon Bahr, Helmut Schmidt, Helmut Kohl und Henry Kissinger hatten zu ihrer Zeit mit keinem Staat dieses Namens zu tun. Für Michail Gorbatschow war die Ukraine eine Sowjetrepublik.

Sie alle beschwören die Gefahr eines neuen Kalten Krieges und weigern sich, den anschwellenden Geschützlärm in der Ostukraine zur Kenntnis zu nehmen. Sie verlangen nach Dialog und Ausgleich mit der russischen Führung, können aber nicht erklären, wie das gelingen soll, wenn der Adressat sich verweigert. Das Verständnis für die Befindlichkeiten eines Wladimir Putin ist so groß, dass über Widersprüche und Vertragsbrüche hinweggelogen wird. Niemand hat der Sowjetunion 1990 zugesichert, die Nato nicht um Länder des damals noch existierenden Warschauer Pakts zu erweitern. Weder stand die Frage zur Debatte, noch hätte ausgerechnet Deutschland die Legitimation dazu besessen. Das Budapester Memorandum dagegen ist eine real existierende Vereinbarung, mit der die USA, Großbritannien und Russland der Ukraine gegen den Verzicht auf Atomwaffen die Unverletzlichkeit ihrer Grenzen garantierte, bis sie mit der Annexion der Krim gebrochen wurde. Ignorieren kann das nur, wer keine politische Verantwortung mehr trägt.

Der unbedingte Wille zur Versöhnung mit einem, der unversöhnlich bleibt, ist sinnlos. Es hilft nichts, die eigenen Werte so lange zu nivellieren, bis sie Putins Machtanspruch nicht mehr entgegenstehen. Der russische Staatschef sucht die Konfrontation, er braucht sie für den Machterhalt. Putin ist von einem anderen Kaliber als seine sowjetischen Vorgänger. Er beugt die Wahrheit mit ebensolcher Leichtigkeit wie das Recht.

Man kann die Situation der Ukraine nur verzweifelt nennen. Von einer Waffenruhe im Osten kann keine Rede sein. Die Wahlen in den selbst ernannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk haben das Minsker Abkommen unterlaufen und die russische Unterstützung für die Separatisten ist unübersehbar. Die Beobachtermission der OSZE hat, so deutlich es ihr möglich ist, erklärt, sie beobachte nicht gekennzeichnete Konvois mit schweren Waffen, Panzern und Truppen, die sich in den von Separatisten gehaltenen Gebieten Richtung Westen bewegen. Die EU-Außenbeauftragte nennt die Entwicklung besorgniserregend. Das ist das Mindeste, was dazu zu sagen ist."

http://www.berliner-zeitung.de/meinung/leitartikel-zur-ukraine-blutige-kapitel-werden-ueberblaettert,10808020,29025810.html
HPA
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon SCORN » 14. November 2014, 12:03

HPA hat geschrieben:sehr passender Artikel zur derzeitigen Situation in der Ukraine und den "Befindlichkeiten" Russlands:



passend? für wen? für die herrschaften in kiew? oder für dich @HPA!? tentenziös und parteiischen, ausserdem arrogant und überheblich gegenüber den aufgezählten Personen, von Kissinger bis Gorbatschow! Alles Alte Männer welche keinen Durchblick mehr haben! Gott sein Dank haben ja unsere EU Bürokraten und Obama Berater den absoluten Durchblick! Von den "Knalltüten" ala Rasmussen will ich mal gar nicht anfangen!

wer sind denn "die Ukrainer" mit dem Freiheitswillen? etwa die in der Ostukraine? [ich auch]

SCORN
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon HPA » 14. November 2014, 14:38

stell dir mal vor dass es mir sch..egal ist,was DU von diesem Artikel hälst.Und ja,ich finde ihn SEHR treffend.

wir wollen doch mal kurz rekapitulieren: Krim,Transnistrien,Abchasien,Tschetschenien (da wo der Putinkumpel sein Unwesen treibt)
wobei ja separatismus in Russland kürzlich per ukas verboten wurde. [flash]
HPA
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Nov65 » 14. November 2014, 15:59

Ich kann der Befürwortung der ganzen Aneignungsstrategie des Putinschen Russland durch User des Forum nicht folgen. Tut mir leid.
Ich kann auch nicht verstehen, dass es Leute mit Rang und Namen in der Welt gibt, die Europa Fehler im Umgang mit Russlands Interessen vorhalten.
Es sei denn, sie meinen Folgendes:

Ja, es war ein Fehler, in Putin und seinen Vasallen gleichartige Staatslenker wie die Regierungen in Schweden, Norwegen, der Schweiz (ich nenne bewusst nicht D, F und gar die USA mit deren Engagement für die UA) zu sehen.
Ja, es war ein Fehler, die Machtinteressen Russlands nicht zu erkennen und zu berücksichtigen, indem man der UA die kalte Schulter hätte zeigen sollen, im Krimkonflikt und aktuell in der Ost-UA.
Aber sind das wirklich Fehler? Die EU und die USA schwiegen doch nicht. Sie verhandelten, erst dann verhängten sie Sanktionen.

Ein Blick zurück: Schuld haben die Staaten Europas und der Welt im Umgang mit Hitlerdeutschland auf sich geladen, indem sie halbherzig bis kriecherisch dessen Aggressionspolitik hinnahmen.
Sollte sich Europa noch einmal so verhalten? Ich denke, nein.
Gruß, Andreas
Nov65
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Sirius » 15. November 2014, 17:31

Nov65 hat geschrieben:Ich kann der Befürwortung der ganzen Aneignungsstrategie des Putinschen Russland durch User des Forum nicht folgen. Tut mir leid.
Ich kann auch nicht verstehen, dass es Leute mit Rang und Namen in der Welt gibt, die Europa Fehler im Umgang mit Russlands Interessen vorhalten.
Es sei denn, sie meinen Folgendes:

Ja, es war ein Fehler, in Putin und seinen Vasallen gleichartige Staatslenker wie die Regierungen in Schweden, Norwegen, der Schweiz (ich nenne bewusst nicht D, F und gar die USA mit deren Engagement für die UA) zu sehen.
Ja, es war ein Fehler, die Machtinteressen Russlands nicht zu erkennen und zu berücksichtigen, indem man der UA die kalte Schulter hätte zeigen sollen, im Krimkonflikt und aktuell in der Ost-UA.
Aber sind das wirklich Fehler? Die EU und die USA schwiegen doch nicht. Sie verhandelten, erst dann verhängten sie Sanktionen.

Ein Blick zurück: Schuld haben die Staaten Europas und der Welt im Umgang mit Hitlerdeutschland auf sich geladen, indem sie halbherzig bis kriecherisch dessen Aggressionspolitik hinnahmen.
Sollte sich Europa noch einmal so verhalten? Ich denke, nein.

Gruß, Andreas


Hallo Andreas,
genau das ist der entscheidende Punkt! Schmidt, Kohl und Kissinger meinen, mit Appeasement diesen Konflikt lösen zu können. Das kann wieder ein Trugschluss sein. Für solche Charaktere wie Putin sind Abrüstung, Dialog, Verhandlungen, Diplomatie und Nachgeben alles Zeichen von Schwäche. Er versteht das als ein Signal, dass sich Gewalt lohnt. Er wird durch Appeasemant zu mehr Aggression animiert. Das in der Weltgeschichte Typen wie Putin schon immer ihre Fans hatten, ist auch nichts Neues. Das kennt man auch aus den Dreißiger Jahren.

Das die OSZE-Überwachungsdrohnen von den "Separaisten" - genauer: den Russen - gestört und beschossen werden, ist doch bezeichnend. Wer das tut, hat keine friedlichen Absichten, sondern will seine Gewalt und Aggression vor der Weltöffentlichkeit verheimlichen.
Sirius
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Sirius » 15. November 2014, 17:33

Cameron zieht Nazi-Vergleich zu Russland

Kurz vor dem G-20-Gipfel holt Großbritanniens Premier David Cameron aus: Er vergleicht das Vorgehen Russlands in der Ukraine mit Nazideutschland. Gegenüber Wladimir Putin will er hart auftreten.

Am Vorabend des G-20-Gipfels im australischen Brisbane hat Großbritanniens Premierminister David Cameron einen Vergleich zwischen Nazideutschland und dem russischem Vorgehen in der Ukraine gezogen, wie ein Korrespondent des "Daily Telegraph", der zum Pulk der mitreisenden britischen Presse gehört, aus der australischen Hauptstadt Canberra berichtet. Mit deutlicher Anspielung auf den Zweiten Weltkrieg meinte Cameron, die Weltgemeinschaft müsse "aus den Lektionen der Geschichte lernen" und eingreifen, "um einen größeren Staat daran zu hindern, einen kleineren zu tyrannisieren".
...
"Russlands Vorgehen in der Ukraine ist unakzeptabel", meinte Cameron. "Da tyrannisiert ein großer Staat einen kleineren in Europa. Welche Folgen so etwas hat, haben wir in der Vergangenheit gesehen. Wir müssen aber aus der Geschichte lernen und sicherstellen, es nicht wieder passieren zu lassen."
...
http://www.welt.de/politik/ausland/arti ... sland.html


Genau so ist es. Ein großer Staat tyrannisiert einen kleineren. Der Vollständigkeit halber hätte Cameron noch erwähnen können, dass Großbritannien dies in seiner Kolonialgeschichte im achtzehnten, neunzehnten und der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts auch getan hat, also kleine Völker tyrannisiert hat.
Sirius
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 15. November 2014, 17:39

Kliniken, Schulen, Notdienste: Kiew stoppt alle staatlichen Leistungen in der Ostukraine

Zitat:
Kiew - Um den Druck auf die Separatisten in der Ostukraine zu erhöhen, sollen die Menschen vor Ort keine Sozialleistungen mehr von ihrer Regierung aus Kiew erhalten. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko ordnete am Samstag die Einstellung sämtlicher staatlicher Leistungen in den von Rebellen kontrollierten Gebieten im Osten des Landes an.

Poroschenko beauftragte die Regierung, innerhalb einer Woche alle "Aktivitäten staatlicher Unternehmen, Institutionen und Organisationen" in den Gebieten zu stoppen, in denen "Anti-Terror-Operationen laufen", berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Das Dekret Poroschenkos beziehe sich demnach auch auf Schulen, Krankenhäuser und Notfalldienste, sagte ein hochrangiger Sicherheitsbeamter, der nicht namentlich genannt werden wollte.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/k ... 03148.html

Könnte es sein dass sich Kiew von der Ostukraine trennen will?

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*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon SCORN » 15. November 2014, 19:11

pentium hat geschrieben:Kliniken, Schulen, Notdienste: Kiew stoppt alle staatlichen Leistungen in der Ostukraine

Poroschenko beauftragte die Regierung, innerhalb einer Woche alle "Aktivitäten staatlicher Unternehmen, Institutionen und Organisationen" in den Gebieten zu stoppen, in denen "Anti-Terror-Operationen laufen", berichtet die Nachrichtenagentur AFP.

Könnte es sein dass sich Kiew von der Ostukraine trennen will?

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schöne selbstentlarvung! es laufen also "Anti-Terror-Operationen"? waffenstillstand? fehlanzeige! ich denke poroschenkow will keinesfalls die ostukraine aufgeben sondern er provoziert damit die rebellen und auch russland! Ziel: neue kamphandlungen welche er natürlich den "terroristen" oder putin direkt in die schuhe schiebt! selbst wenn nun hilfkonvois aus russland kommen, welche ja kommen müssen wenn man die bevölkerung nicht verhungern lassen will, so wird nur wieder von russischer einmischung schadroniert.

diese politgangster in kiew boykotieren ihre eigenen landsleute in der ostukraine um druck aufzubauen und die russen vozuführen, nichts anderes passiert hier!
durchsichtig und moralisch verwerflich.

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 15. November 2014, 19:30

Wo die grösseren Politgangster sitzen müsste noch geklärt werden, Scorn.
Ob diese Entscheidung in der derzeitigen Situation nun richtig ist, blenden wir mal aus. Im Moment machen ja die Seperatisten was sie wollen und bestimmen in der Ostukraine den Alltag, warum soll man also die Ostukraine von Kiew aus weiter unterstützen, als sei sie noch ein Teil des Landes? Ist es nicht der Wunsch der Seperatisten sich von der westlichen Ukraine zu lösen?
Die wichtigere Frage ist für mich, ist es der Wunsch der Bevölkerung der Ostukraine, sich wirklich abzuspalten und wenn ja, wie dann weiter, heim zu Mütterchen Russland?

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Nov65 » 16. November 2014, 16:54

Zu @SCORNs "Poilitgangster in Kiew".
Da hat jeder eben so seine Ansichten.
Mir fällt beim Wort Politgangster ein Gesicht ein: Derjenige Staatslenker, der mutterseelenallein am Gala-Tisch der G20 sitzen musste. Gemieden wie ein Aussätziger. Auch eine Form von Sanktion. Nicht nur durch Europa und die USA.
Gruß, Andreas
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon HPA » 16. November 2014, 18:40

Da unterschlägt er doch glatt die echten Gangster ,welche zu Putins Politgangstern mutierten.
HPA
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 17. November 2014, 19:35

Waffenstillstand gebrochen
Wieder Gefechte am Flughafen von Donezk in der Ukraine

Zitat:
In der Ostukraine sind erneut schwere Kämpfe aufgeflammt. So gab es etwa am umkämpften Flughafen von Donezk erneut Gefechte zwischen Soldaten und Separatisten. Explosionen und Artilleriefeuer waren zu hören. Eine Offensive prorussischer Aufständischer auf den von Regierungstruppen gehaltenen Flughafen sei zurückgeschlagen worden, hieß es von der Armeeführung in Kiew. Dabei habe die Armee 23 Rebellen getötet und 27 verletzt. Eine unabhängige Bestätigung gab es zunächst nicht...]

http://www.t-online.de/nachrichten/spec ... onezk.html

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Spartacus » 18. November 2014, 18:14

Nov65 hat geschrieben:Zu @SCORNs "Poilitgangster in Kiew".
Da hat jeder eben so seine Ansichten.
Mir fällt beim Wort Politgangster ein Gesicht ein: Derjenige Staatslenker, der mutterseelenallein am Gala-Tisch der G20 sitzen musste. Gemieden wie ein Aussätziger. Auch eine Form von Sanktion. Nicht nur durch Europa und die USA.
Gruß, Andreas


Tut mir leid Andreas, aber gerade heute soll man den Bildern noch weniger trauen, als damals.

Bild

Mit der Dilma am Tisch.

Bild

Und hier sind die BRIC`s - Chefs alle beieinander. Sieht nicht so aus, als wäre Putin isoliert.

LG

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Edelknabe » 18. November 2014, 18:34

Köstlich Spartacus, köstlich, ich freu mich für den Putin ...äh nur noch schnell, wer sind die Anderen neben dem Chinesen...denn mit Flaggen bin ich nicht so sattel...oder besser nähfest?

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Sirius » 18. November 2014, 19:38

Spartacus hat geschrieben:
Bild

Und hier sind die BRIC`s - Chefs alle beieinander. Sieht nicht so aus, als wäre Putin isoliert.

LG

Sparta


Was soll denn ein Foto beweisen, wenn sich ein paar Leute die Hände geben?

Oder sind auf dem folgenden Foto die beiden, die sich die Hand geben, Verbündete?

Bild
http://cdn.thewire.com/media/img/upload ... _large.jpg
Zuletzt geändert von Sirius am 18. November 2014, 20:07, insgesamt 2-mal geändert.
Sirius
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Sirius » 18. November 2014, 20:01

...

Die Krim war nur der Anfang

Die Annexion der Krim war der erste Schritt. Die Aufspaltung der Ukraine und der Anschluss mindestens des Ostteils an Russland wird der zweite sein. Der dritte Schritt mag in der Eingliederung des russisch dominierten Teils von Kasachstan bestehen, in der Annexion Transnistriens oder des westlichen Georgiens. Ein vierter Schritt könnte die Landverbindung zum Oblast Königsberg sein. Dafür müsste Putin Weißrussland aufspalten und dann den Nato-Staat Litauen.

Das wird nicht durch einen Überfall geschehen. Stattdessen werden patriotische Russen in Weißrussland und Litauen einen "gerechten Kampf" für die Rückkehr zu Mütterchen Russland führen und zu dem Zweck plötzlich viele Waffen finden. Es wird einen Bürgerkrieg in einem Nato-Land geben, und Putin wird bedauernd die Schultern zucken. Er hat es dem Westen ja immer gesagt: Es ist problematisch, die Nato zu weit nach Osten auszudehnen.

Putin wird den Vermittler spielen, aber leider werden die litauischen Russen nicht immer auf ihn hören, so wenig wie in der Ostukraine. Wie sagte er am Sonntag der ARD: In der Ostukraine verweigern die Milizen den Abzug aus einigen Dörfern, aber es sind ja ihre Heimatdörfer, und wenn die Milizen abziehen, kommt es womöglich zu ethnischen Säuberungen.

Putin mimt den Vermittler

"Natürlich versuchen wir, zu überzeugen, wir führen Gespräche, aber wenn so etwas gesagt wird, bleiben nicht viele Argumente." Vor allem wird er sehr bald Abstimmungen über die Souveränität der russischsprachigen Gebiete fordern und den 2008 erfolgten Austritt des Kosovo aus Serbien zum Vorbild erklären.

Diesen Austritt gegen den Willen der serbischen Zentralregierung hatte der Internationale Gerichtshof in Den Haag als rechtens eingestuft. Es spielt für Putin keine Rolle, dass das Urteil ein langes Uno-Verfahren abschloss – ganz anders als bei der Krim, wo die Uno vor der Tür blieb. Es spielt für ihn auch keine Rolle, dass er den Status der russischen Minderheitsgebiete der Ukraine durchaus friedlich aufs Tapet hätte bringen können.

Das Vorbild wäre Deutschland 1989/1990 gewesen oder der Friedensschluss von Dayton zu Bosnien fünf Jahre später. Beide Male war Russland eine unverzichtbare Friedensmacht. Deshalb hätte Putin mit Blick auf die Ostukraine gleiches Recht für alle einfordern können – aber mit einem friedlichen Uno-Verfahren statt durch die Entsendung von Kommandosoldaten und Panzern. Der Westen hätte es schwer gehabt, sich einer friedlichen Lösung so zu verweigern wie einer Annexion, die gegen die Uno durchgepeitscht wurde.

Verträge sind dem Kreml gleichgültig

Wladimir Putin hat das nicht gewollt, weil sein Endziel und sein Zeitplan dies nicht gestattet hätten. Er bricht lieber die Uno-Charta oder das Budapester Abkommen von 1994 über die atomare Abrüstung und Grenzsicherheit der Ukraine, und nimmt Sanktionen in Kauf. Sie werden Russland, die Ukraine und auch Deutschland hart treffen, sobald die komplette Abriegelung Russlands vom Energie- und Weltfinanzmarkt beschlossen wird.

Putin glaubt, Europa habe nicht die Kraft dazu. Er wird sich irren. Putin glaubt zudem, er habe für den wegbrechenden EU-Markt mehr als genug Ersatz in China. Auch da wird er sich irren.

Zum einen werden die EU und die USA China vor die Wahl stellen: Unser Markt oder Russland – und wenn ihr in Europa ethnischen Separatismus ohne Uno-Plazet akzeptiert, wird das auch für Tibet gelten. Zum anderen würde China, sollte es sich für Putin entscheiden, Russland in ein Land verwandeln, das von der Pekinger Zentralbank regiert wird. Der Yuan-Kurs würde zu Russlands Richtschnur, und russische Schüler lernten sinnvollerweise als erste Fremdsprache Chinesisch.

Russland wird zu einem Moskowiter-Fürstentum herabsinken, atomar bewaffnet zwar und bis zum Pazifik reichend, aber ohne Aussicht, Pekings Klammergriff wieder zu entkommen. Will Putin das – nur weil er einmal im Leben eine echte Siegesparade erleben möchte, die dann auch Russlands letzte gewesen sein wird?

http://www.welt.de/debatte/kommentare/a ... reich.html


Was dieses beschriebene Szenario betrifft - es muss nicht unbedingt so kommen, da der Versuch, gewaltsam eine Landverbindung über Litauen zu schaffen, nahe am Dritten Weltkrieg wäre oder sogar dessen Beginn. Was China betrifft, beachte man den fett markierten Absatz. Ich halte die Chinesen für rational denkend, weshalb sie sich bei einer solchen Wahl vermutlich eher für ihre Exportindustrie entscheiden würden, also für einen weiteren ungehinderten Export nach Nordamerika, Europa und Teile des asiatisch-pazifischen Raums. In einem Fall des Importstopps für chinesische Waren nach Nordamerika, Europa und Teile des asiatisch-pazifischen Raums gibt es nur einen Verlierer, nämlich China, da es im Handel mit diesen Regionen Exportüberschüsse hat.
Sirius
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon HPA » 18. November 2014, 20:05

Diesem Irren im Kreml wird man wohl nur noch mit einer Neuauflage der "Flexible Response" seitens der NATO begegnen können.
HPA
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Sirius » 18. November 2014, 20:38

HPA hat geschrieben:Diesem Irren im Kreml wird man wohl nur noch mit einer Neuauflage der "Flexible Response" seitens der NATO begegnen können.


Nicht nur das. Wenn die Entwicklung so weiter geht, wird es vielleicht eine Neuauflage der Containment-Politik geben, so wie es ab den vierziger Jahren der Fall war. Es wird dann nicht nur Putin unter Druck gesetzt werden, sondern auch seine Freunde im Ausland und wichtige Handelspartner. Sollte es tatsächlich so kommen, dass Putin auch in anderen osteuropäischen Staaten gewaltsam vorgeht, gibt es die Möglichkeit, China vor die Wahl stellen, wie in dem gerade eingestellten Artikel erwähnt. Wenn Du, China, weiterhin Gas von Russland abkaufst, musst Du auf Deine Exporte in die EU, Nordamerika und einige andere Staaten verzichten. Was das bedeuten könnte, dazu folgende Statistik:

China 2011, Mrd. $, Exporte, Importe, Gesamt, Außenhandelsüberschuß

European Union....356.0 211.2 567.2 +144.8
United States.......324.5 122.2 446.7 +202.3
Hong Kong..........268.0 15.5 283.5 +252.5
ASEAN...............170.1 192.8 362.9 -22.7
Japan................148.3 194.6 342.9 -46.3
South Korea.........82.9 162.7 245.6 -79.8
Brazil................31.8 52.4 84.2 -20.6
India ................50.5 23.4 73.9 +27.1
Russia...............38.9 40.3 79.2 -1.4

Zumindest ist es ein denkbares Szenario. Es muss nicht so kommen, ist aber möglich. Viele Politiker sagen zur Zeit, ein neuer kalter Krieg muss vermieden werden. Aber vielleicht sind wir schon in einem neuen kalten Krieg.
Sirius
 

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