von Beethoven » 17. August 2014, 10:00
Der junge Mann im Video war wohl Angehöriger der Panzerjägerabteilung - 1 (AA-1) der 1. MSD (die zur besonderen Gruppierung - Berliner Gruppierung) gehörte. In Beelitz lagen zu jener Zeit noch das Panzerregiment - 1 und das Aufklärungsbataillon- 1. Es war somit schon ein recht wichtiger und großer NVA-Standort.
Trennung:
Ich setze hier mal (mehr versteckt) den Beitrag ein, über den hier schon kurz durch mich gesprochen wurde und es gab die Bitte, die Beiträge hier einzusetzen.
Deutschunterricht im Kabinett des Kalten Krieges
Lehrsammlung „ Nationale Volksarmee“ dokumentiert bis ins Detail den Militäralltag und Strukturen in der ehemaligen DDR nach
NVA OffiziersuniformGrößere Abbildung anzeigen
In der DDR waren alle gleich. Aber ein Teil war gleicher. Alltag hinter Kasernenmauern der Nationalen Volksarmee (NVA) – Offiziere ruhten wohlig in Mumienschlafsäcken, der Rest in mausgrauen Decken. Strenge Hierarchie, Orden aus Kaisers Zeiten, Wehrmachtsuniformen: Die hohe Kampfbereitschaft einer von Kindesbeinen an beeinflussten Generation erschreckt noch heute. Die NVA Sammlung in der Logistschule legt Zeugnis davon ab.
Kriegsorden lagen bereits fix und fertig geprägt in den Schubladen, sogar die Schulterklappen eines Marschalls warteten darauf, dass aus dem Kalten Krieg ein heißer wird. „Offiziere vom Park“ hüteten bis zur letzten Minute sorgsam jedwedes fahrbares Kriegsgerät. Dann kam der Zusammenbruch des „Arbeiter- und Bauernstaates“ und Oberstleutnant Wolfgang Friedrich Vogel löste von 1991-1993 im Auftrag der Bundeswehr militärische Liegenschaften der NVA auf. Was ihm dabei über den Verkauf von 250 000 Tonnen Munition, 70 000 Fahrzeugen und 7000 Panzern an Türken, Finnen oder Koreanern hinaus an Literatur, Ausrüstung, Ton- und Schriftdokumente in die Hände fiel, lagerte Vogel ein und er schuf damit die Grundlage für die jetzt fast komplette Lehrsammlung „NVA“ in Garlstedt. Dass er während dieser Zeit den späteren Vize-Kommandeur der Lucius D. Clay-Kaserne, Oberst Michael Kampf, in Ostdeutschland kennen lernte, erwies sich in zweierlei Hinsicht als glücklicher Umstand: Kampf sammelte vorwiegend Orden, Dienstgradabzeichen und ähnliche Dinge der NVA. Beide Offiziere brachten ihre Sammlerstücke zueinander und Kampf ebnete später als stellvertretender Kommandeur in Garlstedt den Weg für die heutige Ausstellung.
NVA Uniform für FrauenGrößere Abbildung anzeigen
Ein Spaziergang durch die 200 Quadratmeter große Ausstellung kann selbst Ostalgigern einen Schauer über den Rücken jagen. Etwa vor dem Schaukasten, in dem einer von vielen gefundenen Flammenwerfern gezeigt wird. Ein furchtbare Waffe, die es offiziell nicht geben durfte, weil beide deutsche Staaten eigentlich per Vertrag die Ächtung solcher Waffen vereinbart hatten. Oder Uniformen, Waffen und sonstige Militaria der NVA-Fallschirmjäger, den Speznars. Wörtlich ist in deren Dienstvorschrift nachzulesen, welche Aufgaben dieser Truppe wahrzunehmen hatte. Dazu zählte auch die „Entführung und Ermordung von wichtigem Personal.“ Zu den Speznars gehörten auch sämtliche Spitzensportler der damaligen DDR. Aber das alles sind nur Facetten aus einer Vielzahl von Devotionalien, die lückenlos das Gegen- teil dessen belegen, was es in der ehemaligen DDR nicht geben durfte: Parallelen zum Nazi-Regime und Klassenunter- schiede. Und letztere brachten in Kasernen gar sieben verschiedene Küchen für sieben verschiedene gesellschaftliche Schichten in der NVA hervor.
WiedervereinigungssektGrößere Abbildung anzeigen
Einer, der als „Kellerkind“ in diesem Kastensystem seinen Dienst verrichtete, war übrigens der Theologe und spätere Bundestagsabgeordnete Rainer Eppelmann. Der hatte 1966 nicht nur den Wehrdienst verweigert, sondern auch das Gelöbnis auf die DDR abgelehnt. Dafür arbeitete er als „Bausoldat“ und wanderte acht Monate in das Gefängnis.
“Horch und Guck“ war immer dabei
Doch in Honeckers Kombinat „Plan & Pleite“, wie die DDR im Volksmund bezeichnet wurde, gab es noch viel mehr uniformierte Kuriositäten. Etwa den Stahlhelm der NVA, eigentlich eine Erfindung der Nazis, wie Wolfgang Vogel schildert. Eine Entwicklung, die von Hitler 1943 persönlich verboten wurde, weil „der Führer“ zuviele Kopfschüsse befürchtete. Der DDR-Führung war das egal, sie übernahm die Nazi- Erfindung für die NVA, ließ die Helmesinnigerweise auch noch braun färben und machte Glauben, es handle sich um eine eigene Entwicklung.
Ein Beschiss von unzähligen, der in dem damals 17-Millionen-Einwohner-Staat gar nicht ans Tageslicht kam, weil eine perfekte Propaganda von Kindesbeinen an den „wahren Sozialismus“ mit seinen Idealen predigte. Und weil eine perfektes System von der Kinderkrippe über die Jungen Pioniere, dem Armee-Sportverein (ASV) bis hin zur NVA und den Betriebsgruppen für einheitliches Denken sorgte, über das Mielkes „Horch und Guck“, die Stasi, und alle anderen Überwachungsdienste alles im Auge behielten. Eine Flut von Orden und Auszeichnungen separierte Gut und Böse. Die Geschichte der NVA-Uniform, dargestellt an 75 Puppen, zeigt die direkte Verbindung zur Reichswehr und der Wehrmacht.
Den Dienstsäbel übernahmen die Machthaber von der SS; sie wechselten lediglich Runen gegen Hammer und Zirkel. Ob Uniformröcke aller Waffengattungen, Fahnen und Wimpel: Die Nazis ließen an jeder NVA-Front grüßen – am meisten bei den Frauen in der Ost-Armee. Die Uniformen, Orden und Bänder stammten allesamt aus Hitlers Ideenschmiede, die „Blitzmädels“ von einst hatten sich bis in die NVA fortgepflanzt. 17 Millionen DDR-Bürger, von denen 540 000 unter Waffen standen: Für Militärhistoriker ist das ein Verhältnis, das zwangsläufig in die Pleite steuern musste.
Orden und Ehrenspangen der NVAGrößere Abbildung anzeigen
Aber daran wollte bis zum Ende niemand glauben. Die Traditionsvereinigung der NVA tut es heute noch nicht und versteht sich laut Internetseite als Interessenvertretung „in der derzeitigen Republik.“ Es gab seidene Landkarten mit verzerrten Grenzen für Piloten, um deren Flucht vorzubeugen, Orden für Soldaten der Grenzgruppen, die auf Flüchtlinge geschossen hatten, Mini- Strahlenmessgeräte, die in verstrahltem Gelände permanent getestet wurden. Die NVA-Sammlung in Garlstedt dokumentiert lückenlos die Armee einer Diktatur, die eine eigene Sprache entwickeln ließ, um sich vom immer wieder beschworenen „Klassenfeind“ abzuheben. Innerhalb der NVA gab es 250 verschiedene Orden. Sie liegen ordentlich aufgereiht in zwei großen Schaukästen. Es gab auch Auszeichnungen, die das Volksvermögen schonten: Etwa die pappene Urkunde „Vor Soldatenfront und Staatsflagge fotografiert.“
Ein eigens Studium sind die rund 5000 Buchbände wert, die das NVA-Museum beheimatet. Dazu zählen unzählige Dias und Tonkassatten, Truppenzeitschriften, die auf billigem Papier darüber informierten, was gesagt, getan und gedacht werden durfte. In einem dicken Ordner liegen sämtliche Befehle zur Auflösung der Nationalen Volksarmee. Auch die Festlegung zur Umkleidung „des Personalbestandes der unterstellten Einheiten“ vom 17. September 1990: „Tragebeginn für den Felddienstanzug ist der 3. 10. 1990, 00.00 Uhr. Bis dahin sind die Uniformarten der NVA zu tragen."
Tausende von Exponaten als zeitgeschichtliches Gesamtwerk – das NVA-Museum in Garlstedt erzählt heute ein Stück Geschichte, das morgen erst in den Schulen aufgearbeitet wird. Wolfgang Vogel gewährt jedoch Schulklassen nach Absprache heute bereits einen Blick in das Museum. Informationen gibt es unter der Telefonnummer 0 47 95 / 94-10 26.
Quelle: Osterholzer Kreisblatt
von Redakteur Robert Schuhmann
--------------------------------- Antwort / Entgegnung ----------------------------------------------
(Briefkopf ....................
Logistikschule der Bundeswehr
Lucius D. Clay – Kaserne
Postfach. 1558
Herr Brigadegeneral ...............
27701 Osterholz – Scharmbeck OT Garlstedt
Betrifft: Internetauftritt der Logistikschule der Bundeswehr
Datum: 22. Februar 2008
Sehr geehrter Herr Brigadegeneral .....,
Bezug nehmend auf einen Artikel auf der Internetseite der Bundeswehr Logistikschule
„Deutschunterricht im Kabinett des Kalten Krieges“
möchte ich Ihnen folgende Fakten mitteilen, bzw. richtig stellen.
Es befremdet, dass ein Reporter einer Kreiszeitung („Osterholzer Kreisblatt“ -
Herr Robert Schuhmann) in einem Artikel über seinen Besuch der „NVA Lehrsammlung“ in der Logistikschule der Bundeswehr, verfälschte und der Wahrheit nicht entsprechende Angaben verbreitet.
Das kann nicht im Interesse der Wahrheit und Klarheit eines Offiziers der Bundeswehr, in der „Armee der Einheit“ sein.
Aufgrund seiner vielen Falschaussagen und auch offenen Lügen kann dieser Artikel nicht unwidersprochen bleiben. Eine Einrichtung der Bundeswehr ist nicht Ort von Lügen und Verleumdungen.
Das ein solcher Artikel ungeprüft, denn das muss er sein, auf einer offiziellen Internetseite der Bundeswehr eingestellt wird, muss schon sehr verwundern. Diese Beurteilung soll aber hinten anstehen. Dessen ungeachtet, sollte eine NVA Sammlung in einer Logistikschule der Bundeswehr der Wahrheit entsprechen und darf nicht Gefahr laufen sich durch Unwahrheiten öffentlich lächerlich zu machen. Insbesondere wenn diese Ausstellung auch für Schulklassen und die Öffentlichkeit gedacht ist. Das betrifft die ausgestellten Exponate ebenso wie die vermittelten Tatsachen und Fakten. Darüber hinaus sollte der ethische Anspruch an die Militärs unseres Landes entsprechend ausgerichtet sein.
Grundsätzlich begrüße ich eine solche Ausstellung, da sie unmittelbar zur militärischen Geschichte Deutschlands gehört, zu der zweifellos auch die Geschichte der NVA gehört. Allerdings muss dies Faktenwissen beinhalten. Nur so, kann „zusammen wachsen, was zusammen gehört“, um mit den Worten von Altbundeskanzler Willi Brandt zu sprechen.
Zu den Fakten.
Vorbemerkung:
Das es in jeder Armee einen gewisse Hierarchie gibt und geben muss ist unbestritten. Begründet durch die unterschiedlichen Aufgabenstellungen der einzelnen Dienstgruppen, gab es in der NVA in der Tat verschiedene Speisesäle oder Veranstaltungen für die Berufskader mit deren Ehefrauen, so wie es das im größeren Maße auch in der Bundeswehr gibt.
„ …Offiziere ruhen in Mumienschlafsäcken der Rest in Mausgrauen Decken …“
Es ist richtig, dass zur Gefechtsausrüstung der Berufskader der NVA ein Schlafsack gehörte und Unteroffiziere und Soldaten, die keine Berufskader waren, mit normalen Felddecken auskommen mussten. Und ja, diese waren mausgrau. Buntfarbige Felddecken wären nicht angebracht gewesen. Allerdings ist hier zu berücksichtigen, dass Berufskader eine Dienstzeit von 10 bis 25 Jahren und mehr, zu absolvieren hatte, wobei Soldaten 1,5 bzw. 3 Jahre ihren Ehrendienst versahen. Da bei mehrtägigen Ausbildungen, Gefechtsübungen und Manövern teils in unbeheizten Zelten bzw. unter freien Himmel übernachtet worden ist, ist es auch nachvollziehbar, dass diese Umstände auf Dauer (10 bis 25 Jahre) einer gewissen gesundheitlichen Entschärfung bedürfen. Auch mit Blick auf die Zeit der Offiziers- und Fähnrichschule, wo Offiziersschüler drei bis fünf Jahre und Fähnrichschüler zwei Jahre lang nicht anders ausgerüstet waren als normale Soldaten, das heisst ohne Schlafsack. Darüber hinaus, hatte jeder Berufsoldat vom Feldwebel aufwärts einen Schlafsack.
Hier eine Hierarchie abzuleiten oder eine direkte Herleitung zur Deutschen Wehrmacht, so werden sie mir sicher zustimmen, ist mehr als grotesk. Sie ist schlicht falsch.
Quelle: Bekleidung und Ausrüstungslisten der NVA, DV 10/0/005 der NVA
„ … Innerhalb der NVA gab es 250 verschiedene Orden … “
Orden aus „Kaisers Zeiten“ hat es in der NVA nicht gegeben.
In der NVA gab es folgende, drei, rein militärische Orden:
- den Kampforden für Verdienste um Volk und Vaterland in drei Stufen;
- den Scharnhorstorden und
- den Blücherorden.
Letzterer wurde nie verliehen und wäre nur im Verteidigungsfall zur Verleihung gekommen.
Diese Orden, sind Männern der preussischen Militärgeschichte gewidmet.
Scharnhorst-Orden:
Insbesondere Gerhard von Scharnhorst der sich bekanntermassen um die Reformierung der preussischen Armee verdient gemacht hat, unter anderem wandelte er das Heer von einem Söldnerheer in eine Volksarmee um. Er hob damit den Soldatenstand geistig und sittlich an. Aber noch entscheidender für diese Wahl war, dass er richtungsweisend auf die Abschaffung der Prügelstrafe in der preussischen Armee hingearbeitet hat. Eine Anmerkung, Scharnhorst wurde nicht nur in der NVA und der DDR gewürdigt, sondern auch die Bundeswehr und die Bundesrepublik Deutschland würdigen diesen Mann mit seinen Verdiensten in Form von Namensgebungen wie z.B. das Scharnhorsthaus der Bundeswehr in Münster oder das Scharnhorstgymnasium in Hildesheim.
Quelle: Der Scharnhorst – Orden war Thema in der 24. Sitzung des Nationalen Verteidigungsrates (NVR) der DDR am 13.10.1965 im TOP 3
„ Vorschläge über die Einführung neuer Militärorden und Medaillen“.
Berichterstatter: Armeegeneral Heinz Hoffmann
Blücherorden:
Die irrige Annahme, dass der Blücherorden für NVA Soldaten gedacht war, die als erstes den Rhein überschreiten, muss von jedem Kenner belächelt werden.
Der wirkliche Grund für seine Würdigung liegt in einigen Parallelen zu Scharnhorst. Wie Sie wissen, war Scharnhorst Blüchers Stabschef, und trug die damals revolutionären Reformen von Scharnhorst mit. Der Name Blücher wird jedem deutschen Soldaten ein Begriff für Tapferkeit und Vaterlandsliebe sein. Sein Name ist untrennbar mit der Völkerschlacht bei Leipzig verbunden, wo er in den Napoleonischen Befreiungskriegen der Französischen Armee eine herbe Niederlage bereitete.
Quelle: Auf der 69. Sitzung des NVR wurde unter dem TOP 9 behandelt:
Stiftung des Blücher Ordens für Tapferkeit und der Blücher Medaille für Tapferkeit.
1. Der Nationale Verteidigungsrat der Deutschen Demokratischen Republik beschliesst auf der Grundlage des Gesetzes über die Stiftung und Verleihung staatlicher Auszeichnungen vom 07.04.1977 die Stiftung
- des Blücher Ordens für Tapferkeit
- der Blücher Medaille für Tapferkeit
als staatliche Auszeichnung der DDR im Verteidigungszustand.
Quelle: Protokoll der 69. Sitzung des NVR der DDR
Ausserdem wurden in der NVA Medaillen, Ehrenzeichen sowie Abzeichen verliehen, die aber keine Orden waren.
In der NVA gab es folgende Medaillen:
- die Medaille für treue Dienste für 5-, 10-, 15- und 20 Jahre treue Dienste in der NVA;
- die Verdienstmedaille der NVA in drei Stufen;
- die Waffenbrüderschaftsmedaille in drei Stufen;
- die Medaille Verdienter Angehöriger der NVA.
Es gab fünf Soldatenauszeichnungen:
- das Bestenabzeichen was bis zu sieben mal verliehen werden konnte;
- die Qualifizierungsspange für spezielles, militärisches Wissen und Können in drei Stufen;
- die Schützenschnur für die persönliche Waffe oder die Hauptbewaffnung des zu bedienenden Waffensystems in drei Stufen (Stufe zwei und drei hier als Anhänger zur Schützenschnur in Form einer Eichel);
- das Militärsportabzeichen der NVA welches wirklich hohe militärsportliche Leistungen erforderte und
- das Abzeichen für Gutes Wissen in drei Stufen.
Angehörige der NVA konnten mit weiteren, rein militärischen Abzeichen, Medaillen, Preisen oder Ehrentitel ausgezeichnet werden oder die Trageerlaubnis erhalten.
So z.B. mit:
- dem Leistungsabzeichen der NVA. Dies wurde Soldaten, Unteroffizieren und jungen Offizieren verliehen, welche das Bestenabzeichen bereits sieben mal errungen haben oder aber welche sich durch hervorragende Leistungen ausgezeichnet haben;
- dem Fallschirmsprungabzeichen der NVA welches nach Absolvierung von mindestens fünf militärischen Fallschirmsprüngen ohne Anhänger verliehen wurde. Ab dem 10. militärischen Fallschirmsprung gab es entsprechende Anhänger für dieses Abzeichen;
- dem Ehrentitel Verdienter Militärflieger oder Verdienter Militärkraftfahrer der DDR;
- dem Friedrich – Engels - Preis in drei Klassen und dem Theodor – Körner – Preis;
- dem Absolventenabzeichen für unterschiedliche Militärakademien oder aber auch für zivile Diplomabschlüsse, die im Auftrage der NVA durchgeführt wurden. Ab Mitte der 80-er Jahre, mit Einführung des Diplomabschlusses an den Offiziershochschulen der NVA, wurde auch für diese Absolventen ein entsprechendes Abzeichen gestiftet;
- dem Abzeichen für große Fahrt, für Angehörige der Volksmarine der NVA.
Alle anderen Abzeichen, Medaillen, Ehrentitel, Preise und Orden der DDR, waren nicht nur auf die Angehörigen der NVA beschränkt und somit keine NVA - Auszeichnungen.
Die Richtigkeitsquote der Aussage des Internetauftritts der Logistikschule der Bundeswehr liegt bei dieser Aussage, bei 3 zu 250.
Quelle: DV 010/0/005; DV 010/9/005 und DV 090/9/006
[i]„ …70.000 Fahrzeuge und 7000 Panzer an Türken … “[/i]
Die NVA hatte bei der Übernahme durch die Bundeswehr folgenden Bestand an Kampftechnik in der Friedensstruktur:
Landstreitkräfte
Panzer 2.370
Aufklärungsfahrzeuge 1.950
Schützenpanzer 1.100
Gefechts - SPW 3.300
Artillerie gezogen 1.115
Artillerie auf SFL 470
Mehrfachraketenwerfer 325
Granatwerfer 280
Boden-Boden-Raketen (Startvorrichtungen) 30
PALR (Gefechtsfahrzeug u. tragbar) 700
Panzerabwehrkanonen 330
Flak 670
Fla-Raketen-Startrampen 225
Hubschrauber 94
Luftstreitkräfte
Fliegerkräfte
- Kampfflugzeuge 252
- Hubschrauber 30
Jagdfliegerkräfte
- MiG 21 50
- MiG 23 39
- MiG 29 20
Jagdbombenfliegerkräfte
- MiG 23 BN 18
- SU 22 M 4 23
Aufklärungsfliegerkräfte
- MiG 21 22
Transport- und Verbindungsfliegerstaffeln
sowie Übungs- und Schulflugzeuge und
Hubschrauber
- Flugzeuge unterschiedliche Typen 20
- Hubschrauber unterschiedlicher Typen 30
Fla-Raketentruppen
- Startrampen 234
Volksmarine
Überwasserkräfte
- Küstenschutzschiffe Projekt 1159 3
Projekt 133 16
- Raketenschiffe / Raketenschnellboote
Projekt 1241 5
Projekt 205 12
- Minenabwehrschiffe
Projekt 89.2 20
- Sicherstellungsschiffe untersch. Typen
(Transporter, Bergungs-, Vermessungs-
u. Begleitschiffe und 1 Schulschiff ) 30
Marinefliegerkräfte
- Kampfflugzeuge 23
- Hubschrauber 27
Jagdbombenfliegerkräfte
- SU-22 M4 23
- Hubschrauberkräfte
Mi 14 8 UAW
6 MAW
Mi 8 TB (Transport / Bewaffnet) 10
Mi 8 3
Küstenraketentruppen
- Startrampen 8
Küstenverteidigungstruppen
- Panzer 31
- Aufklärungsfahrzeuge 24
- Schützenpanzer 30
- Gefechts – SPW 100
- Granatwerfer 8
- PALR – Gefechtsfahrzeuge 16
Die oben benannte Aussage ist ganz einfach falsch und irreführend.
Quelle: Information des Minister für Abrüstung und Verteidigung Herr Eppelmann; 1990
[i]„… „Offiziere vom Park“ hüteten bis zur letzten Minute sorgsam jedwedes fahrbare Kriegsgerät …“[/i]
Es dürfte jedem Soldaten und Offizier zur Ehre gereichen, der seinen Auftrag bis zur letzten Minute so gewissenhaft erfüllte, trotz des Wissens, dass Sein Vaterland aufhört zu existieren, somit auch die Armee deren Eid er geschworen hat und er, als auch seine Familie, in eine ungewisse Zukunft schauen. Wir können froh und stolz sein, auf solche Angehörigen der NVA die eben nicht dieses Material sich selbst überliessen, sondern insbesondere deren sichere Verwahrung garantierten und somit vollzählig und gefechtsbereit in die Bundeswehr überführen konnten.
So äußerte General Schönbohm im Spiegel Nr. 41 / 90 Seite 36 auf eine entsprechende Frage:
"Hier muss ich zunächst einmal der bisherigen Führung Anerkennung zollen. Sowohl Minister Eppelmann als auch die Soldaten haben vorgesorgt, dass keine sicherheitsrelevanten Vorkommnisse eintreten".
Quelle: Befehle, tägliche Vergatterung, Dienstpläne
„ …Flammenwerfern … . Ein furchtbare Waffe, die es offiziell nicht geben durfte, weil beide deutsche Staaten eigentlich per Vertrag die Ächtung solcher Waffen vereinbart hatten. „
Nach gründlicher Recherche komme ich zu dem Schluss, dass es eine solche Vereinbarung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR nicht gab.
Mir ist trotz intensiver Recherchen und Rücksprachen nicht bekannt, dass Flammenwerfer gegen bestehendes Recht verstoßen. Flammenwerfer sind definitiv nicht verboten. Allerdings ethisch sehr umstritten. Die US-Luftstreitkräfte verfügen über Brandwaffen - Napalm, Thermit u. ä. Ladungen. Es gibt in vielen NATO – Armeen die Brandhandgranaten (Phosphor) und auch bei der Bundeswehr gab es die Handflammpatrone, welche eine Phosphorladung besitzt. Die Diskussion um Flammenwerfer hat ethische Hintergründe, da gerade Verbrennungen sehr gefürchtet werden. Das Flammenwerfer durchaus gefährliche und auch gefürchtete Waffen sind, ist unbestritten. Welche Waffe ist das nicht? Aber direkt völkerrechtlich geächtet oder verboten sind Flammenwerfer nicht. Der entsprechende Absatz in der HLKO bzw. der Genfer Konvention ist da eher allgemein gehalten und Flammenwerfer sind darin definitiv nicht erwähnt.
Quelle: HLKO;
[i]„ … sonstige Militaria der NVA-Fallschirmjäger, den Speznars …“[/i]
Der Begriff „SpezNas“, ich nehme an, das es um diesen geht, (cпецназ, Akronym für подразделения специального назначения - Einheiten zur speziellen Verwendung) war belegt durch die Sowjetische Armee und wurde in der NVA oder für vergleichbare Einheiten anderer Schutz- und Sicherheitsorgane der DDR, nicht verwendet.
„ …Wörtlich ist in deren Dienstvorschriften nachzulesen, welche Aufgaben diese Truppe wahrzunehmen hatte. Dazu zählen auch die „Entführung und Ermordung“ von wichtigem Personal. …“
Wir, die Fallschirmjäger der NVA und somit auch ich, sind keine Meuchelmörder sondern genauso Soldaten, wie Sie das für sich und für Ihre Kameraden in Anspruch nehmen und möchten uns verwahren gegen solche Behauptungen.
Ich bitte Sie, sich den entsprechenden Wortlaut besagter Dienstvorschrift vorlegen zu lassen und wenn er sich bestätigen sollte, mir diese Dienstvorschrift nebst Kapitel und Ziffer, benennen zu wollen.
[i]„ … Zu den SpezNars gehörten auch sämtliche Spitzensportler der DDR. …“[/i]
Es gab in der NVA die Armeesportvereinigung „Vorwärts“ (ASV) als Sportorganisation unter Schirmherrschaft der NVA. Dieses betraf sowohl den Breitensport als auch den Leistungssport.
Zusammen mit den Sportclubs und der Sportvereinigung Dynamo bildete die ASV eine wichtige Stütze des Leistungssportsystems in der DDR. Aus ihr gingen eine Reihe von Spitzensportlern hervor, die auf internationaler Ebene, bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften hervorragende Ergebnisse für Deutschland erzielten. Viele von diesen Sportlern wurden nach der Wiedervereinigung in die Sportförderkompanien der Bundeswehr übernommen.
Zu keiner Zeit, wurden Spitzensportler der DDR in Spezialeinheiten der NVA ausgebildet außer, sie, diese Sportler, verrichteten dort ihren normalen Ehrendienst an der Waffe, wie es das Wehrdienstgesetz der DDR von allen männlichen Bürgern der DDR, ab dem
18. Lebensjahr, verlangte.
Auch hier bitte ich sie um Ihre exakte Quellenangabe zur Einsicht.
[i]„ … Parallelen zum Naziregime … “[/i]
In den Augen der Staatsführung und der Bürger der DDR und somit auch in den Augen der NVA-Angehörigen war die Zeit von 1933 bis 1945 des vorigen Jahrhunderts, die schlimmste Zeit Deutschlands. So etwas durfte in unseren Augen nie wieder geschehen, darum sind wir Soldaten gewesen.
Darüber hinaus befanden sich unter den Gründern der DDR, Verfolgte der nationalsozialistischen Diktatur, Emigranten und zu langen Haftstrafen verurteilte Deutsche.
Öffentliche Einrichtungen, Kasernen und Einheiten der NVA trugen Ehrennamen von Widerstandskämpfern und Gegnern des NS-Regimes wie z.B. Willi Sänger, Ernst Thälmann, oder auch der Geschwister Scholl. Eine Anlehnung vom Nationalsozialismus und NVA erscheint mir mehr als falsch.
Quelle: Wehrpropaganda der NVA Armeerundschau u. ä.
[i]„ … NVA Stahlhelm … „[/i]
Es gab bis 1990 den in der NVA verwendeten Stahlhelm M56,
Das ursprüngliche Ausgangsmodell für den NVA-Stahlhelm wurde noch von der Wehrmacht entwickelt. Ursache für die Entwicklung dieses neuartigen Stahlhelms war die Schwachstelle des alten Wehrmachtsstahlhelms im Bereich des Knicks von der Glocke zur Krempe (Schwachstelle durch Gefügeänderung im Stahl). Eine weitere Schwäche war der relativ hohe Anstellwinkel der Vorderfront über dem vorgezogenen Schirm, wie auch an den Seiten der Helmglocke oberhalb der heruntergezogenen Krempe. An beiden Stellen wurde er sehr häufig durchschlagen, was logischerweise zum Tode oder schwersten Verletzungen führte.
Nicht der NVA-Stahlhelm, wie von einigen Hobbyhistorikern suggeriert, sondern der Wehrmachtsstahlhelm galt als "Kopfschussintensiv".
Zur Legende warum der neu entwickelte Stahlhelm nicht mehr bei der Wehrmacht eingeführt wurde, welche gemeinhin verzerrt als "Der Führer fand ihn hässlich" dargestellt wird, gibt es zwei logische Erklärungen. Die eine liegt im Symbolgehalt der Form des seit dem I. WK getragenen Helms, markantes Erkennungssymbol des deutschen Soldaten begründet, welche Adolf Hitler sehr wohl bekannt war. Und die andere Erklärung ist, dass ganz einfach Panzer, Sturmgeschütze, Sturmgewehre und anderes Kriegsmaterial wesentlich höher auf der Prioritätenliste standen als die Umrüstung auf ein neues Stahlhelmmodell.
Beschussversuche im Rahmen eines Waffenwirkungsschießens vor Angehörigen aller Offiziershochschulen der NVA und Hörern der Militärakademie der NVA, Ende der 70-er Jahre auf dem Infanterieschießplatz der Offiziershochschule der Landstreitkräfte erbrachten, dass dieser Stahlhelm zwar schwer ist, jedoch hervorragende Schutzeigenschaften besitzt, hingegen der Stahlhelm zum Beispiel der Bundeswehr in den 70-er Jahren nicht diese Schutzeigenschaften besaß.
Im übrigen war der Stahlhelm der NVA nie "braun". Ein wirklich guter, durch kluge, deutsche Ingenieure entwickelter Stahlhelm, dessen Herkunft offiziell bekannt war.
Quelle: Zeitschrift „Visier“ und Protokoll des Wirkungsschießen
[i]„...Sozialistische Propaganda...“[/i]
In der Tat, die sozialistische Argumentation insbesondere mit Blick auf die Wehrbereitschaft der NVA hatte immer und eindeutig einen kriegsverhindernden, völkerfreundlichen Charakter. Die Aufgabe der NVA war der Schutz der DDR und mit Blick auf die Bündnisverpflichtungen im Rahmen des Warschauer Vertrages, der Schutz dieser im Vertrag genannten Völker vor Aggression und Besetzung. Erste Aufgabe der NVA war es, einen Krieg zu verhindern. Worte wie Enthauptungsschlag, Erstschlag, Präventivschlag sind nicht Bestandteil der NVA Wehrpropaganda.
Dieses ist durch unzählige Publikationen, Befehlen, Reden belegt. Die Erziehung eines modernen, friedliebenden gerechten Menschen bedarf einer frühzeitigen Einflussnahme in diesem Sinn.
Quellen: authentisches Agitationsmaterial; monatliche Zeitschrift „Armeerundschau“, wöchentliche Zeitschrift „Volksarmee“, Material zur politischen Schulung der Soldaten und Unteroffiziere sowie zur Gesellschaftlichen Weiterbildung der Offiziere;
[i]„ … Orden für Soldaten der Grenztruppen, die auf Flüchtlinge geschossen hatten …“[/i]
Angehörige der Grenztruppen der DDR wurden dann ausgezeichnet, wenn sie einen Grenzdurchbruch verhindert haben. Es war kein Auszeichnungsgrund, wenn bedauerlicher Weise dabei Menschen verletzt oder gar getötet wurden.
Es gibt, meinen Recherchen zur Folge, keinen Soldaten der Grenztruppen der DDR, in deren Grenzdienstausübung eine Person verletzt oder getötet wurde, die aufgrund dieses Sachverhaltes, mit einen Orden ausgezeichnet wurden. Ich bin aber bereit mich eines besseren belehren zu lassen.
Es sei mir erlaubt zu bemerken, dass die Grenztruppen der DDR, kein Teil der NVA waren,
wie schon deren Name erkennen lässt.
[i]„ …„Horch und Guck“ war immer dabei …“[/i]
Bezeichnungen wie „Horch und Guck“ sollten nicht Sprachgebrauch einer seriösen Ausstellung sein, dessen Anspruch Lehrgehalt ist. Natürlich gab es wie in jedem Land auch in der DDR ein Abwehrorgan, welches für die Armee, hier für die NVA hauptverantwortlich war. In der DDR war dies die Hauptabteilung I des MfS (Ministerium für Staatssicherheit).
Zu deren Aufgaben gehörten unter anderem:
die Sicherung der Führungsorgane des Ministeriums für Nationale Verteidigung,
deren Lehr- und anderen Einrichtungen, Institute und aller anderen militärischen Dienststellen der NVA sowie aller Teilstreitkräfte gegen Spionage, Sabotage, Diversion und terroristische Anschläge gegen deren Personalbestand, Technik und Ausrüstung.
Vorbeugende Verhinderungen von Fahnenfluchten von Armeeangehörigen oder ungesetzlichem Verlassen der DDR durch Zivilangestellte der NVA.
Übergabe von Informationen über erkannte Mängel auf den Gebieten der Sicherheit, Disziplin und Ordnung an die Kommandeure.
Quelle : „Die Sicherheit – Zur Abwehrarbeit des MfS“ ISBN 3-360-01030-2 Teil 1 Seite 414 - 415
[i]„ … Die Geschichte der NVA-Uniformen, … , zeigt die direkte Verbindung zur Reichswehr und der Wehrmacht … "[/i]
Die Uniformen der NVA sollten auf Drängen der Führung der Sowjetarmee einen typischen deutschen Charakter bekommen. Daraufhin wurden die Uniformen und die Dienstgrade der Reichswehr, der ersten deutschen Armee die eine Republik verteidigen sollte, überarbeitet und von der Volkskammer letztlich beschlossen.
Quelle: Beschluss über die Einführung der Uniformen, der Dienstgradbezeichnungen und der Dienstgradabzeichen für die Nationale Volksarmee (18.01.1956) „
„ … Den Dienstsäbel übernahmen die Machthaber (hier der DDR) von der SS; sie wechselten lediglich Runen gegen Hammer und Zirkel … „
Grundsätzlich gab es in der NVA keine Dienstsäbel. Es gab einen Säbel zu repräsentativen Zwecken.
Der Säbel, als ursprüngliche Kavalleriewaffe, hatte zumindest als Waffe spätestens mit Ende des II. WK ausgedient. Der Ursprung des Säbels der NVA liegt eindeutig im Bereich der Säbel, des ehemaligen deutschen Kaiserreiches, von welchem sie alle Nachfolger übernahmen. Der eher schlichte Säbel der NVA geht auf die Mannschaftssäbel der preussischen Linie zurück. Zur Geschichte - die ersten Paradesäbel der NVA organisierte ein Offizier der NVA aus dem Fundus der DEFA (Deutsche Film AG), aus Museen und Theatern, welche diese Waffen, nach dem Krieg vor der Vernichtung bewahrt hatten.
Quelle: Wilfried Kopenhagen "Die Mot. Sch. der NVA“ sowie
Beschluss über die Einführung der Uniformen, der Dienstgradbezeichnungen und der Dienstgradabzeichen für die Nationale Volksarmee (18.01.1956)
„ … 17 Millionen DDR Bürger, von denen 540.000 unter Waffen standen … „
Die NVA, wohl unbestritten, der zahlenmäßig grösste Waffenträger in der DDR, hatte bei ihrer Auflösung folgenden Personalbestand:
- Landstreitkräfte 99.300 Mann
- Luftstreitkräfte / Luftverteidigung 34.200 Mann
- Volksmarine 14.100 Mann und
- zentrale Truppen 20.400 Mann
insgesamt also ca. 168.000 Mann
Die angegebene Zahl der „unter Waffen stehenden in der DDR“, kann sich irrtümlicher Weise nur auf den Gesamtpersonalbestand des vereinigten Deutschlands beziehen. Diese Zahl wird auf der offiziellen Internetseite der Bundeswehr genannt. Ich bitte auch hier um eine Richtigstellung.
Quelle: Information des Ministers für Abrüstung und Verteidigung Eppelmann 1990
„ … Es gab seidene Landkarten mit verzerrten Grenzen für Piloten, um deren Flucht vorzubeugen … „
Die seidene Landkarte war eine reine Straßenlandkarte für höhere Offiziere, die diese als Geschenk bekamen.
Ein Pilot wäre mit seinem Flugzeug oder seinem Hubschrauber doch nicht unmittelbar hinter der Grenze gelandet. Darüber hinaus ist die Wahrscheinlichkeit eine Flucht mittels „verzerrten“, seidenen Karten verhindern zu wollen, wie sie mir sicher beipflichten werden, mehr als zweifelhaft. Die Hauptflugrichtung wäre doch klar, und die Entfernungen zum Zielpunkt, auf jeder käuflich erworbenen Landkarte nachzurechnen gewesen. Das Kartenmaterial welches in der NVA benutzt wurde, entsprach höchstem Standart. Eine Flucht wäre durch solch eine seidene Straßenkarte wohl nicht verhindert worden.
Quellen: logische Überlegungen sowie „Militärisches Geowesen der DDR von den Anfängen bis zur Wiedervereinigung“. Der Medieninhaber dieses Buches ist das Bundesministerium für Landesverteidigung der Republik Österreich.
„ … Mini-Strahlenmeßgeräte, die in verstrahltem Gelände permanent getestet wurden … „…Eine Ausbildung von Soldaten in radioaktiv kontaminiertem Gelände fand in der NVA nicht statt. Cu 64 wurde zur Ausbildung auf dem Lehrplatz Vollständige Spezialbehandlung an Gefechtstechnik, in geringsten Dosen verwendet, um den Personalbestand zu schulen und prüfen zu können, ob die Arbeiten zur Wiederherstellung der Gefechtsbereitschaft so durchgeführt wurden, dass die Truppe nach Verlassen des Platzes der Spezialbehandlung auch wirklich wieder voll einsatzfähig ist. Dabei handelte der Personalbestand unter voll angelegter Schutzbekleidung und wurde ebenfalls, was mit zur Ausbildung gehörte, dekontaminiert.
Ich nehme an, dass sich der Artikel auf die so genannten Dosimeter (Gamma-Neutronendosimeter RDC III D) bezieht. Diese dienten dazu, in einem Kernwaffenkrieg die Strahlungsbelastung aus einem gesonderten, durch den Hauptfeldwebel der Kompanie mitgeführten Gerät (Dosimeter Auswertegerät RDC III A), abzulesen um feststellen zu können, welche prophylaktischen und nachfolgenden Massnahmen durchzuführen waren, um den Soldaten vor Kernstrahlungsschäden zu schützen. Ähnliches befindet sich auch in der Ausrüstung der Bundeswehr.
Quelle: A 053/1/001
„...es gab auch Auszeichnungen die das Volksvermögen schonten: etwa die pappene Urkunde vor Soldatenfront und Staatsflagge fotografiert … “Diese Auszeichnung hieß wörtlich „Belobigung mit einer Fotographie vor der entfalteten Truppenfahne und Aushändigen einer Urkunde mit Foto“, keinesfalls Staatsflagge. Ein Foto vor „Soldatenfront“ oder ähnliches gab es in der NVA nicht als Belobigungs- oder Auszeichnungsform.
Die Auszeichnung mit einer „Belobigung mit einer Fotographie vor der entfalteten Truppenfahne und Aushändigen einer Urkunde mit Foto “ war eine ehrenvolle Auszeichnung und bei den Soldaten und Unteroffizieren sehr beliebt, war es doch eine sichtbare, bleibende Erinnerung für sehr gut geleisteten Ehrendienst in „seinem“ Truppenteil der NVA.
Quelle: Handbuch für Militärisches Grundwissen ( Teil D Kapitel 11 Absatz 11.1)
Schlusswort:
Grundsätzlich gibt es eine ganze Reihe von ehemaligen NVA Soldaten, die an einer objektiven Darstellung der Militärgeschichte Deutschlands, zu der die NVA zweifellos gehört, interessiert sind. Um hier ein möglichst authentisches Bild zu zeichnen, bedarf es einer wahrheitsgemäßen fachlich- und inhaltlichen Herangehensweise. Dieses kann auch unter Einbindung von Zeitzeugen die es noch gibt, unterstützt werden. Ich bin gerne bereit Sie dabei mit Rat zu unterstützen oder Sie an wissenden Zeitzeugen zu vermitteln.
Ich bitte Sie hiermit, den Artikel auf der Internetplattform der Logistikschule der Bundeswehr zu überarbeiten und richtig zu stellen, bzw. mir eine entsprechende Person zu benennen die mir bei meinem Anliegen weiter helfen kann.
Mit vorzüglicher Hochachtung
Major der NVA
Die größten Vorteile im Leben überhaupt wie in der Gesellschaft hat ein gebildeter Soldat. J. W. v. Goethe
Das Gesetz ändert sich, die Gesinnung nicht.