Er geht immer davon aus, dass der Grenzverletzer ein wirklicher Feind des Staates ist, dessen Fahneneid er geschworen hat.
Tja mein lieber Beethoven, das ist auch heute noch der Kardinalfehler im Denken ehem. NVA Soldaten, wenn ich das mal
so sagen darf. Der Satz würde nämlich nur so stimmen, wenn der Grenzverletzer aus dem Westen gekommen und
noch dazu bewaffnet gewesen wäre.
So, aber kamen keine "Einzelkämpfer" aus dem Westen, sondern Menschen aus dem eigenen Land, die hätten
Bruder, Schwester, Vater, Mutter, Onkel oder Tante sein können. Diese Menschen waren auch niemals
Grenzverletzer, denn auch die hätten bei einer "echten" Grenze aus dem Westen kommen müssen. Es war mal
wieder der perverse Sprachgebrauch der oberen Genossen, der aus Bürgern Grenzverletzer machte. In Wirklichkeit
wurden ja ihre Rechte als Bürger verletzt, das Recht also verdreht und missbraucht, so wie in der DDR üblich.
Siehe hier zu die Gummiparagraphen des STGB der DDR, oder die an Scheinheiligkeit nicht mehr zu überbietende
Dreistigkeit Honeckers, als er die Schlussakte von Helsinki unterzeichnete. Spätestens mit dieser Unterzeichnung
hätte die DDR - Grenze nur noch Makulatur sein dürfen.
Tut mir leid, aber so ist es nun einmal.
Eine Staatsgrenze schützt gegen von außen kommende Gefahr, aber niemals anders herum!
Wenn ich ein Muni - Lager bewache, schaue ich nach außen, also stehe mit dem Rücken nach innen!
Wenn eure Auffassung von einer Grenze bestand hätte, dann stelle ich mir gerade die Bewachung eines
Muni - Lagers in der DDR vor.
Also mit Blick nach innen und dem Rücken nach außen? Klar doch, das macht Sinn.
LG
Sparta