Die Lage in der Ukraine Teil 1

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 12. September 2014, 18:17

Kommentar
Projekt "Mauer"

Zitat:
"Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt", formulierte schon Friedrich Schiller, als hätte er über die russische Aggression auf der Krim und in der Ostukraine geschrieben. Und wenn es nicht böse Nachbarn sind, sind es arme oder verfolgte Nachbarn, die dorthin flüchten wollen, wo das Leben besser und sicherer ist.
...
Die Ukraine hat die Absicht, eine Mauer zu errichten. Zur Sicherung der östlichen Grenze gegen Russland sollen auf 1500 Kilometer Länge Gräben ausgehoben werden, später will man eine 2300 Kilometer lange Befestigung bauen.
...
Damit sich künftig niemand mehr auf fremdes Terrain "verirren" kann. Damit nicht weiter Waffen und Milizionäre unerkannt über die Grenze gelangen.

http://www.welt.de/debatte/kommentare/a ... chern.html

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Hamiota » 12. September 2014, 23:05

Kann denn so etwas wahr sein? Wenn sich solche Hoch Technologie Geräte schon verirren dann braucht sich keiner über ein dutzend verirrter russischer Landser in den Wäldern der Grenzregion zu entrüsten! [shocked]

http://www.spiegel.de/politik/ausland/n ... ref=plista
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Danny_1000 » 13. September 2014, 08:29

Etwas merkwürdig fand ich es schon, als der dicke Schokokönig Anfang der Woche auf Schmusekurs gegenüber Putin umschaltete und verkündete, dass sich die Russen in großen Teilen aus der Ukraine zurück gezogen hätten.

Und dann fand ich heute das hier:

Zitat: „Die Ukraine hat bei ihren Staatsschulden einen Passus übersehen, der es Russland ermöglichen könnte, die Staats-Pleite des Landes auszulösen. Russland ist einer der größten Gläubiger der Ukraine. Doch Präsident Wladimir Putin hat offenbar kein Interesse an einem Crash des Nachbarlandes: Denn durch das Vorpreschen der EU sind die gewaltigen Schulden der Ukraine plötzlich nicht mehr sein Problem, sondern das der europäischen Steuerzahler…..“

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/09/13/klausel-bei-staatsanleihen-putin-kann-staats-pleite-der-ukraine-ausloesen/

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon augenzeuge » 13. September 2014, 08:38

Danny_1000 hat geschrieben:Die Ukraine hat bei ihren Staatsschulden einen Passus übersehen, der es Russland ermöglichen könnte, die Staats-Pleite des Landes auszulösen.
Danny


Übersehen?? [flash] Na wers glaubt....zieht die Hosen sicher mit der Kneifzange an. Man sollte nicht glauben, dass Poroschenko dem kleinen russischen Lügen Pinocchio in wirtschaftlichen Dingen unterlegen ist.
AZ
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Interessierter » 13. September 2014, 09:47

Für solche Behauptungen sind immer " Die Deutschen Wirtschafts Nachrichten " eine " seriöse " Quelle, wie schon die Vergangenheit zeigte. [wink]

" Der Interessierte "
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Sirius » 13. September 2014, 10:16

Interessierter hat geschrieben:Für solche Behauptungen sind immer " Die Deutschen Wirtschafts Nachrichten " eine " seriöse " Quelle, wie schon die Vergangenheit zeigte. [wink]

" Der Interessierte "


Die Deutschen Wirtschafts Nachrichten sind so etwas wie die Bildzeitung der Verschwörungstheoretiker.



Die Deutschen Wirtschafts Nachrichten sind der Kopp-Verlag für “irgendwas mit Wirtschaft”. Das Geschäftsmodell ist einfach erklärt: Möglichst hysterische Untergangsszenarieren an die Wand malen, damit unbedarfte Leserinnen und Leser auf allen Kanälen alle ihre Kontakte darauf hinweisen, die das wiederum anklicken (sollen) und damit wird dann mit wenig Aufwand viel Werbung verkauft. Je reißerischer, je mehr Weltuntergang und Verschwörungstheorie dabei ist, umso besser verkauft sich eine Geschichte.

Das ist alles recht geschickt gemacht, nur leider ist an den Geschichten meistens nicht viel dran. Es werden Tatsachen verdreht und dass der Weltuntergang dann doch nicht kommt, geht leider in der Regel unter. Vielleicht weil in der Zwischenzeit der nächste bevorstehende Weltuntergang kommuniziert wird. Der Elektrische Reporter erklärt in dieser Woche Medienkompetenz für Einsteiger und hat die Deutschen Wirtschafts Nachrichten besucht. Die verkaufen ihre Medienhysterie als Geschäftsmodell natürlich anders, das sei alles nur leicht zugespitzt und so…
https://netzpolitik.org/2014/medienkomp ... chrichten/
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Hamiota » 13. September 2014, 14:07

Deutsche Wirtschafts Nachrichten hin oder her. Die Frage ist doch: macht es Sinn die Eskalationsspirale durch die EU/NATO zum jetzigen Zeitpunkt weiter zu drehen, obwohl sich doch eine vorsichtige Entspannung der Situation in der Osukraine andeutet! Zweifellos weil der Kreml die Separatisten dazu gedrängt hat! Auch nachdem nun ganz offiziell die Schuld des Kreml am Unglück von MH17 in keinster Weise bewiesen ist!

Wenn die Reaktion auf diese Situation nur der Verschärfung der Sanktionen ist, dann wüsste ich wirklich keinen Grund warum der Kreml überhaupt auf die Sanktionen reagieren sollte! Die Frage ist soch vielmehr: will man das überhaupt?

Meiner Meinung nach betreibt die EU/NATO auch jetzt die falsche Politik, man kann es drehen und wenden wie man will, EU/NATO sind maßgeblich für die Eskalation mit verantwortlich! Wille zur Deeskalation sieht anders aus!

der Peter [hallo]
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon augenzeuge » 13. September 2014, 14:44

Hamiota hat geschrieben: Meiner Meinung nach betreibt die EU/NATO auch jetzt die falsche Politik....


Ja, sie hängen mit ihren Entscheidungen hinterher. Vom Grundsatz her halte ich diese Scheibchen-Sanktionen-Politik für falsch. Man hätte alle heutigen Sanktionen am ersten Tag bringen müssen.
Aber da wollte man deeskalierend wirken.... [denken]
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 13. September 2014, 16:00

Wolhynien-Tschechen in der Ukraine ersuchen tschechischen Staat um Hilfe
Aus Angst vor einer weiteren Eskalation des Konflikts zwischen der Ukraine und Russland wollen etwa 40 Familien in die Heimat ihrer Vorfahren zurückkehren.

Die Wolhynien-Tschechen. So wird eine Minderheit bezeichnet, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts aus den böhmischen Ländern in die Ukraine auswanderte. Nach 1945 siedelten viele Wolhynien-Tschechen in die Tschechoslowakei um, eine zweite Welle folgte Anfang der 1990er Jahre. Aber bis heute leben noch einige tausend Menschen dieser Minderheit in der Ukraine.

http://www.kulturforum.info/de/article/ ... hilfe.html

Und Radio Prag meldet.

Präsident Miloš Zeman unterstützt die Aussiedlung der Wolhynien-Tschechen aus der Ukraine. Er hat am Donnerstag Innenminister Milan Chovanec gebeten, den Wolhynien-Tschechen eine Rückkehr in die Heimat ihrer Ahnen zu ermöglichen. Sie hätten in der Ukraine keine Möglichkeit, ein vollwertiges Leben zu führen, sagte Zeman...

quelle: Radio Prag

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon SCORN » 13. September 2014, 16:11

Hamiota hat geschrieben:Kann denn so etwas wahr sein? Wenn sich solche Hoch Technologie Geräte schon verirren dann braucht sich keiner über ein dutzend verirrter russischer Landser in den Wäldern der Grenzregion zu entrüsten! [shocked]

http://www.spiegel.de/politik/ausland/n ... ref=plista


in den Zeiten von GPS und Computergestützter Navigation finde ich es auch etwas seltsam, vorausgesetzt der Spiegelartikel gibt den tatsächlichen Sachverhalt wieder, was ja leider in der letzten Zeit mehrfach nicht der Fall war!

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon HPA » 13. September 2014, 17:36

Dieser Tage ist eine Warmfront mi eingelagerten Gewittern von Ost nach West durchgezogen. D.h. An der Front kommt es zu massiver Sichtverschlechterung Ich denke ,dass war der Grund für die Sicherheitslandung. Es ist durchaus nicht ungewöhnlich ,dass unter den HS Besatzungen nicht jeder eine Instrumentenflugberechtigung hat. D.h. rein nach Sicht unterwegs sind.

Jeder der fliegt hatte schon mal seinen "loss of orientation" .Definitiv. Und nur Leute ,welche keinen Einblick in diese Materie haben ,können sich darüber amüsieren.
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Sirius » 13. September 2014, 17:53

augenzeuge hat geschrieben:
Hamiota hat geschrieben: Meiner Meinung nach betreibt die EU/NATO auch jetzt die falsche Politik....


Ja, sie hängen mit ihren Entscheidungen hinterher. Vom Grundsatz her halte ich diese Scheibchen-Sanktionen-Politik für falsch. Man hätte alle heutigen Sanktionen am ersten Tag bringen müssen.
Aber da wollte man deeskalierend wirken.... [denken]
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Diese Scheibchen-Sanktionspolitik hat wohl psychologische Gründe. Man will nicht sein ganzes "Pulver auf einmal verschießen", in der Hoffnung, so eine stärkere Wirkung zu erzielen. Die Sanktionspolitik kommt vielleicht auch zu spät. Die jetzt verhängten Sanktionen, hätte man auch schon nach der russischen Besetzung und de-facto Annektion georgischer Gebiete 2008 vornehmen können. Da es keine Reaktionen gab, hat Putin dies als Ermunterung verstanden, so weiter zu machen.
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Spartacus » 13. September 2014, 18:13

HPA hat geschrieben:Dieser Tage ist eine Warmfront mi eingelagerten Gewittern von Ost nach West durchgezogen. D.h. An der Front kommt es zu massiver Sichtverschlechterung Ich denke ,dass war der Grund für die Sicherheitslandung. Es ist durchaus nicht ungewöhnlich ,dass unter den HS Besatzungen nicht jeder eine Instrumentenflugberechtigung hat. D.h. rein nach Sicht unterwegs sind.

Jeder der fliegt hatte schon mal seinen "loss of orientation" .Definitiv. Und nur Leute ,welche keinen Einblick in diese Materie haben ,können sich darüber amüsieren.


Das kann ich bestätigen, so was passiert tatsächlich!

LG

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon SCORN » 13. September 2014, 23:44

HPA hat geschrieben:
Jeder der fliegt hatte schon mal seinen "loss of orientation" .Definitiv. Und nur Leute ,welche keinen Einblick in diese Materie haben ,können sich darüber amüsieren.


zustimmung, und amüsiert hat sich hier noch keiner!
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon tom-jericho » 14. September 2014, 05:06

Oha, und sogar wieder genau 18 Helis.

Aber da steht doch eindeutig "NATO-ÜBUNG" !!!

Wir hatten alle paar Jahre dafür in der DDR SPEZIAL-Übungen, da wurde diese Dinge mit den Kräften des Funkelektronischen Kampfes als Darstellungstruppen simuliert.

DIE ADLER HABEN HEIMWEH!!! [wink]

[hallo]
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 14. September 2014, 14:52

Die Ukraine bekommt angeblich Unterstützung von mehreren Nato-Staaten, die sie mit Waffen beliefern. Der Außenminister sprach von "mehr als fünf Ländern".

Zitat:
Kiew - Mehrere Nato-Staaten haben nach Angaben des ukrainischen Verteidigungsministers Waleri Geletej im Ostukraine-Konflikt begonnen, die Regierungstruppen mit Waffen zu beliefern. "Der Prozess der Übergabe läuft", sagte Geletej dem Fernsehsender 5. Kanal, der dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko gehört. Zur Art der Waffen und zu den Herkunftsländern machte der Minister keine Angaben.
...
Staatschef Poroschenko hatte nach seinem Besuch des Nato-Gipfels in Wales vor mehr als einer Woche überraschend von geplanten Waffenlieferungen berichtet. Präsidentenberater Juri Luzenko nannte die Länder Polen, Frankreich, Norwegen, Italien und die USA. Diese dementierten aber die Pläne...

http://www.spiegel.de/politik/ausland/u ... 91536.html

Werden nun Waffen geliefert oder nicht? Oder ist das alles....

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon SCORN » 14. September 2014, 20:21

Nicht nur die Knalltuete Rasmussen laesst den Eindruck entstehen dass die NATO ein eskalierende Rolle bei der ganzen Geschichte spielt. Ganz offensichtlich ist der Westen, ganz in uebereinstimmung mit dem Oligarchen Clan in Kiew, nicht an einer Deeskalation interessiert! Man zuendelt kraeftig und gibt Brandbeschleuniger dazu!

verlogene Heuchelei, nichts anderes!

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 14. September 2014, 21:56

Ein kleiner Buchtipp für Zwischendurch.

Krimkrieg Gebundene Ausgabe
von Orlando Figes

»Es gibt viele Parallelen zwischen dem Krimkrieg von 1853 bis 1856 und dem heutigen Konflikt. Die Schikane des russischen Präsidenten Wladimir Putin gegenüber der Ukraine und seine Forderungen nach einer neuen Regierung erinnern sehr stark an die Politik des russischen Zaren Nikolaus I. (1796-1855) gegenüber dem Osmanischen Reich am Vorabend des Krimkriegs. Zar Nikolaus I. war eine finstere Gestalt mit übertriebenem Stolz und Arroganz, was gewiss Ausdruck seiner 27 Jahre andauernden Herrschaft war. Er glaubte zu wissen, wie sich eine Großmacht gegenüber schwächeren Nachbarn zu verhalten hätte.

http://www.amazon.de/Krimkrieg-Orlando- ... 706&sr=1-1

Die Geschichte der Ukraine, der Krim, Polens, des Baltikums und Russlands beginnt nicht erst mit der deutschen Kapitulation im Mai 1945.

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Sirius » 15. September 2014, 17:51

Will Russland jetzt auch Estland destabilisieren ?

Die EU fordert die Freilassung eines von Russland entführten estnischen Polizisten. Der Vorfall könnte einen Konflikt zwischen Esten und der russischen Minderheit in dem Land anheizen.


Ist das nur ein Geheimdienst-Krimi? Oder will Russland jetzt auch Estland destabilisieren und schickt unbemerkt Unruhestifter in den Nachbarstaat, um kleine Brandherde zu legen? In Brüssel und in Estland, wo jeder vierte Einwohner ein Russe ist, gibt es diese Sorge. Anlass ist die Entführung eines estnischen Polizisten durch Angehörige russischer Einheiten vor zehn Tagen. Mittlerweile haben sich auch die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton und die Bundesregierung in den Fall eingeschaltet.

Freitag, 5. September, gegen sieben Uhr morgens. Der hoch dekorierte estnische Polizist Eston Kohver macht im Waldgebiet am Checkpoint Luhamaa, direkt an der russischen Grenze, einen Kontrollgang. Er soll Kriminelle aufspüren, die illegal über die Grenze kommen. Dem Mann mit der Boxernase fallen verdächtige Gestalten auf, er hält sie zunächst für Waffenschmuggler.

Offenbar handelt es sich aber um eine russische Geheimdienstoperation – auf dem Staatsgebiet Estlands. Die Eindringlinge flüchten nicht. Sie zünden eine Rauchbombe, überwältigen Kohver, nehmen ihn mit vorgehaltener Waffe fest und verschleppen ihn nach Russland.

So jedenfalls die offizielle Darstellung in Estland. "Es ist unklar, wer diese Entführung angeordnet hat. Kohver hat etwas entdeckt, was er nicht entdecken sollte. Er muss unverzüglich freigelassen werden. Es gibt Grund, besorgt zu sein", sagte der EU-Parlamentarier Michael Gahler (CDU) der "Welt". Der Sicherheitspolitiker hielt sich Ende vergangener Woche in Kiew auf, führte dort auch Gespräche mit Estlands Staatspräsident Toomas Ilves.


hier weiterlesen:
http://www.welt.de/politik/ausland/arti ... ieren.html
Sirius
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon augenzeuge » 15. September 2014, 21:12

Die Zukunft des Ostteils der Ukraine nimmt Formen an. Präsident Poroschenko will dem Landesteil erlauben, sich für drei Jahre selbst zu verwalten. In dieser Zeit soll sich die Ukraine dezentralisieren. Poroschenko versicherte, seine Pläne garantierten die "Souveränität, territoriale Integrität und Unabhängigkeit" des ukrainischen Staates.
http://www.n-tv.de/politik/Poroschenko- ... 11276.html

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 16. September 2014, 11:04

Im Ringen um Frieden in der Ostukraine hat das Parlament in Kiew ein Gesetz über den Sonderstatus der Konfliktregion im Donbass sowie eine Amnestie für die Separatisten beschlossen.

http://www.dw.de/autonomiegesetz-im-ukr ... a-17923943

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Nov65 » 16. September 2014, 15:18

pentium hat geschrieben:Im Ringen um Frieden in der Ostukraine hat das Parlament in Kiew ein Gesetz über den Sonderstatus der Konfliktregion im Donbass sowie eine Amnestie für die Separatisten beschlossen.

http://www.dw.de/autonomiegesetz-im-ukr ... a-17923943

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Richtige Schritte, nun ist die andere Seite dran.
Andreas
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Volker Zottmann » 16. September 2014, 15:51

Die Ziele, die sich die Maidan-Demonstranten steckten, sind dennoch nicht erreicht.
Es mag vordergründig Ruhe einkehren und das (vorläufige) Blutvergießen beendet sein, der Konflikt wird aber weiter schwelen.
Ich sehe in der Ukraine für Jahre noch keinen Frieden, geschweige denn eine Aussöhnung der Volksgruppen.

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 16. September 2014, 16:09

Volker Zottmann hat geschrieben:Die Ziele, die sich die Maidan-Demonstranten steckten, sind dennoch nicht erreicht.
Es mag vordergründig Ruhe einkehren und das (vorläufige) Blutvergießen beendet sein, der Konflikt wird aber weiter schwelen.
Ich sehe in der Ukraine für Jahre noch keinen Frieden, geschweige denn eine Aussöhnung der Volksgruppen.

Gruß Volker


Richtig, das Land ist noch mehr zerrissen und damit eine nationale Einheit noch mehr von Gräben des Hasses und der Feindschaft durchzogen. Der Osten wird sich von der Westukraine abspalten.

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 16. September 2014, 18:21

Die alte Grenze prägt bis heute

Der Westen der Ukraine gehörte bis zum Ersten Weltkrieg den Habsburgern. Von deren Toleranz profitierten die Kultur – und der Nationalismus.


Zitat:
Die alte Grenze liegt kurz hinter Brody, etwa 100 Kilometer nordöstlich von Lemberg an der Straße nach Kiew. Der genaue Ort ist schwer zu finden. Ein Tankwart kann schließlich Auskunft geben. Er verweist auf einen alten Schuppen, an dessen Mauer noch der Name einer längst geschlossenen Schenke steht: „An der Grenze“. Bis zu diesem Ort in der heutigen Westukraine reichte einst das Gebiet der k. u. k. Monarchie Österreich-Ungarn. Dahinter begann dass Russische Reich.

1772, bei der ersten Teilung Polens, war Galizien an Österreich gefallen. Das zum Grenzort gewordene Brody profitierte zunächst, es lag in einer Freihandelszone und florierte als Handelsstadt. Aber nicht lange. Schon hundert Jahre später war es nur noch ein Provinzkaff mit Garnison, die letzte Stadt vor der russischen Grenze.
...
Von der toleranten Habsburger Monarchie profitierte auch die ukrainische Literatursprache. Zwar entstand sie auf Basis der Dialekte aus der Zentralukraine. Doch die lag im Russischen Reich. Und Zar Alexander II. hatte alle Publikationen und Theateraufführungen auf Ukrainisch verboten. Die Ukrainer galten hier nicht als eigene Nation, sondern als Kleinrussen, ihre Sprache wurde lediglich als minderwertiger Dialekt des Russischen betrachtet.

So wurde Lemberg zum Zufluchtsort für Schriftsteller, Wissenschaftler und Kulturschaffende aus der Zentralukraine. Auch politische Beteiligung war hier für nationale Minderheiten möglich – etwas, was im Russischen Reich absolut unvorstellbar wäre.

Dort galten die Ukrainer und deren nationale Idee lange Zeit als die „österreichische Erfindung“, die nur ein Ziel hatte: die Schwächung des Zaren. So war das tiefe Misstrauen im russischen Teil der Ukraine gegenüber Galizien vorprogrammiert.
...
In der kommunistischen Zeit wurden diese Gräben zunächst noch tiefer. Der massive Widerstand gegen die Sowjets und die Zusammenarbeit von einem Teil der ukrainischen Nationalisten mit den Deutschen im Zweiten Weltkrieg wurden als Hochverrat der ganzen Region verteufelt.

http://www.taz.de/!135748/

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon tom-jericho » 16. September 2014, 23:38

800 Jahre Königreich Polen bzw. Königreich Polen-Litauen.

Da war an Deutschland noch gar nicht zu denken.

Alles nur Splitterstaaten.
tom-jericho
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon augenzeuge » 18. September 2014, 07:30

Ist die Angst der Polen und Balten vor Putin begründet?

Der russische Präsident Wladimir Putin soll seinem ukrainischen Amtskollegen Petro Poroschenko vor wenigen Wochen gedroht haben, er könne Kiew binnen zwei Wochen einnehmen. Nun berichtet die "Süddeutsche Zeitung", dass Putins Säbelrasseln noch viel weiter gegangen sein soll als bisher bekannt.

Demnach soll er sich ähnlich über Riga, Vilnius, Tallinn, Warschau und Bukarest geäußert haben. Diese Städte könne er nicht nur binnen zwei Wochen, sondern gar binnen zwei Tagen besetzen. Das gehe aus einer Gesprächszusammenfassung des Auswärtigen Dienstes der EU, die der Zeitung vorliegt. Poroschenko habe EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso von den Drohungen berichtet.


http://www.n-tv.de/politik/Putins-Drohu ... 29486.html

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Spartacus » 18. September 2014, 17:01

Wenn Putin das gesagt haben sollte, dann würde er die eigene Stärke seiner Streitkräfte nicht kennen, denn die sind
keineswegs in der Lage dazu, innerhalb von zwei Tagen, was und wo auch immer einzunehmen.

Eine einzelne Aktion ja, dafür reicht es, aber mehr eben auch nicht.

Also entweder ist Putin ein Dummkopf, oder hat schlechte Berater, oder er hat das schlicht weg nicht gesagt, was
ich eher glaube, da er eben kein Dummkopf ist.

Wenn er das aber tatsächlich so gesagt hat, dann wird sich der Wind schnell drehen, von Pro Putin ins
genaue Gegenteil, denn dann kommt die Angst ins Spiel.

LG

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon SCORN » 18. September 2014, 19:33

Spartacus hat geschrieben:Wenn Putin das gesagt haben sollte, dann würde er die eigene Stärke seiner Streitkräfte nicht kennen, denn die sind
keineswegs in der Lage dazu, innerhalb von zwei Tagen, was und wo auch immer einzunehmen.

Sparta


Sparta, man sollte vorsichtig sein mit dem was seine Gegner kolportieren! Die Meute klaefft, traut sich aber nicht zu beissen.......es besteht die Gefahr des Genickbruchs fuer die Koeter welcher als erste beissen!
SCORN
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 18. September 2014, 19:38

Auftritt von Poroschenko in den USA

Zitat:
Eine Rede vor dem versammelten Kongress, ein Termin im Weißen Haus - solch einen Empfang bekommen in Washington nur enge Verbündete. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko zählt dazu, am Donnerstag bat er die USA erneut eindringlich um Waffen und andere Militärhilfe für den Kampf gegen die prorussischen Separatisten.
...
Der Schutz der ukrainischen Demokratie vor der russischen Aggression erfordere eine starke Armee, erklärte Poroschenko in seiner Rede vor beiden Kongresskammern. Sein Land brauche nicht nur Nachtsichtgeräte und Decken, die ukrainischen Streitkräfte benötigten auch Waffen. „Man kann den Krieg nicht mit Decken gewinnen“, sagte Poroschenko...]

http://orf.at/stories/2246222/2246223/

Poroschenko will übrigens sein Schokoladen-Imperium verkaufen.

http://derstandard.at/2000005645119/Ver ... -schwierig

mfg
pentium
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
Anton Günther

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