Die Lage in der Ukraine Teil 1

Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon HPA » 1. September 2014, 12:39

Nun scorn,diese zusammenarbeit ost/west gab es bereits. auf dem Balkan.Wird derzeit gern vergessen. Übrigens auf Einladung der bösen NATO.
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Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon pentium » 1. September 2014, 15:58

Ukraine und Zweiter Weltkrieg

Tusk warnt vor Situation wie 1939

Vor genau 75 Jahren überfiel Deutschland Polen und löste den verheerenden Zweiten Weltkrieg aus. Bei einer Gedenkveranstaltung zieht Polens Premier Tusk eine Parallele zur heutigen Situation in der Ukraine. Auch Intellektuelle sehen Gemeinsamkeiten.

Zitat:
Der polnische Regierungschef Donald Tusk hat auf einer Gedenkfeier zum deutschen Überfall auf Polen vor genau 75 Jahren eine Stärkung der Nato gefordert. "Wir Europäer müssen aus dem tragischen polnischen September und den Jahren des Zweiten Weltkriegs eine Lehre ziehen, die kein naiver Optimismus sein darf", sagte Tusk auf der Westerplatte bei Danzig (Gdansk). Dort hatte es im September 1939 die ersten Kämpfe des Zweiten Weltkriegs gegeben, bei denen Deutschland das Nachbarland überfiel.
...
Polnische Intellektuelle und Künstler riefen in einem offenen Brief zu einem Kurswechsel der europäischen Russlandpolitik auf. In dem in der "Gazeta Wyborcza" veröffentlichten Aufruf "Gestern Danzig, heute Donezk" warnten unter anderem der ehemalige Außenminister Wladyslaw Bartoszewski, der Regisseur Andrzej Wajda und die Schriftsteller Andrzej Stasiuk und Olga Tokarczuk vor Zugeständnissen an Russland.
...
Nach dem Versagen der Appeasement-Politik gegen Hitler sollte sich die egoistische Politik der Europäer nie wiederholen, hieß es in dem Schreiben. "Aber die gegenwärtige Lage in der Ukraine erinnert an 1939. Ein aggressives Russland hat die Krim besetzt, die Teil des Staatsgebiets des kleineren Nachbarn Ukraine ist. Militär und Spezialtruppen von Präsident Putin sind im Osten des Landes im Einsatz."

Quelle:
http://www.n-tv.de/politik/Tusk-warnt-v ... 23836.html

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Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon Sirius » 1. September 2014, 16:56

Neue humanitäre Geste Putins: [grins]

Putin schickt Armee in Ostukraine, um nach verirrten russischen Soldaten zu suchen

Moskau, Donezk, Luhansk (dpo) - Nach mehreren Berichten über orientierungslose russische Soldaten, die offenbar versehentlich die Grenze zur Ukraine überschritten haben, greift die russische Regierung jetzt durch. Wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums mitteilte, soll in den nächsten Tagen eine provisorische Sucharmee (maximal 50.000 Mann) in die Ostukraine geschickt werden, um die verirrten Soldaten ausfindig zu machen und wohlbehalten in ihr Heimatland zu bringen.

"Wann immer sich einer unserer Männer verirrt, schmerzt uns das sehr", so ein ranghoher General im russischen Fernsehen. "Aber wir sind mit modernsten Suchgewehren, Suchraketen, Suchgranaten und Suchpanzern ausgestattet und werden alles dafür tun, um unsere Jungs zu finden und da rauszuholen. Zur Not können wir sogar auf Suchkampfjets zurückgreifen."

http://www.der-postillon.com/2014/08/pu ... ne-um.html
Sirius
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon Nov65 » 1. September 2014, 17:12

Sirius hat geschrieben:Neue humanitäre Geste Putins: [grins]

Putin schickt Armee in Ostukraine, um nach verirrten russischen Soldaten zu suchen

Moskau, Donezk, Luhansk (dpo) - Nach mehreren Berichten über orientierungslose russische Soldaten, die offenbar versehentlich die Grenze zur Ukraine überschritten haben, greift die russische Regierung jetzt durch. Wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums mitteilte, soll in den nächsten Tagen eine provisorische Sucharmee (maximal 50.000 Mann) in die Ostukraine geschickt werden, um die verirrten Soldaten ausfindig zu machen und wohlbehalten in ihr Heimatland zu bringen.

"Wann immer sich einer unserer Männer verirrt, schmerzt uns das sehr", so ein ranghoher General im russischen Fernsehen. "Aber wir sind mit modernsten Suchgewehren, Suchraketen, Suchgranaten und Suchpanzern ausgestattet und werden alles dafür tun, um unsere Jungs zu finden und da rauszuholen. Zur Not können wir sogar auf Suchkampfjets zurückgreifen."

http://www.der-postillon.com/2014/08/pu ... ne-um.html

Ooch, da könnten die ja auch die "verirrten" Landsleute in Hamburg, Köln und München suchen, auch mit Suchgewehren und dem ganzen Kram. Alles unter dem hehren Anspruch, alte russische Erde aufzusammeln und Landsleute nicht im Stich zu lassen.
Mir reicht dieser Kerl. Er ist eine ungeahnte Bedrohung für Europa und den Weltfrieden, und er wird sangesichts der laufende Isolation des Landes sein Volk sehr weit im Lebensstandard und in der Versorgung zurückwerfen. Das haut ihm bald um die Ohren.
Andreas
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Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon Nov65 » 1. September 2014, 17:23

Eben aus dem Ticker:
J.M. Barroso berichtet von einem Telefonat mit Putin, in welchem er den russischen Präsidenten wegen der Lage in der Ostukraine zur Rede stellte und dieser wie folgt antwortete:


"Wenn ich will, nehme ich Kiew in zwei Wochen ein." - Diese Warnung soll Wladimir Putin in einem Telefongespräch mit Jose Manuel Barroso geäußert haben. Der EU-Kommissionschef habe ihn zuvor wegen der russischen Soldaten in der Ostukraine zur Rede stellen wollen.

Wie die italienische Zeitung "La Repubblica" berichtet, habe Barroso den versammelten Staats- und Regierungschefs von dem Gespräch mit Putin erzählt. Ein westeuropäischer Diplomat habe dies auch "Spiegel Online" bestätigt. Putin wolle laut "La Repubblica" die EU damit von neuen Sanktionen abschrecken. (com
)
Andreas
Nov65
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon SCORN » 1. September 2014, 17:37

Nov65 hat geschrieben:Eben aus dem Ticker:
J.M. Barroso berichtet von einem Telefonat mit Putin, in welchem er den russischen Präsidenten wegen der Lage in der Ostukraine zur Rede stellte und dieser wie folgt antwortete:


"Wenn ich will, nehme ich Kiew in zwei Wochen ein." - Diese Warnung soll Wladimir Putin in einem Telefongespräch mit Jose Manuel Barroso geäußert haben. Der EU-Kommissionschef habe ihn zuvor wegen der russischen Soldaten in der Ostukraine zur Rede stellen wollen.

Wie die italienische Zeitung "La Repubblica" berichtet, habe Barroso den versammelten Staats- und Regierungschefs von dem Gespräch mit Putin erzählt. Ein westeuropäischer Diplomat habe dies auch "Spiegel Online" bestätigt. Putin wolle laut "La Repubblica" die EU damit von neuen Sanktionen abschrecken. (com
)
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ich halte diese meldung fuer falsch interpretiert, weil erstens die russen niemals 2 wochen brauchen wuerden - eher 2-3 tage- um in kiew zu sein und zweitens dies offenkundig nicht der fakt ist weil sonst laengst geschehen! es wird eher so gemeint sein dass er koennte wenn er wollte, aber es nicht tut! was bleibt Putin anderes uebrig als tacheles zu reden bei soviel stuemper- und luegerei!

ach so @Nov65 , ueber die vielen russisch sprechenden menschen in deutschen landen solltest du dich beim ehemaligen kanzler kohl und dessen zustaendigen staatssekretaer bedanken und nicht die schuld bei Putin suchen. ob er die zurueck haben will ist auch zu bezweifeln!

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Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon augenzeuge » 1. September 2014, 17:49

SCORN hat geschrieben: ich halte diese meldung fuer falsch interpretiert, weil erstens die russen niemals 2 wochen brauchen wuerden - eher 2-3 tage- um in kiew zu sein...
SCORN


Er sprach vom "einnehmen"......da brauch er wohl nicht nur 2 Tage für.
AZ
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Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon pentium » 1. September 2014, 17:55

Gauck bezeichnet Partnerschaft mit Russland als gekündigt

Der Bundespräsident will die Beziehung zu Russland "den neuen Umständen anpassen". Die Kanzlerin kündigt neue EU-Sanktionen an, die Nato die Aufrüstung Osteuropas.

Bundespräsident Joachim Gauck hat eine umfassende Überprüfung der Beziehungen Deutschlands zu Russland angekündigt. "Wir werden Politik, Wirtschaft und Verteidigungsbereitschaft den neuen Umständen anpassen", sagte er bei der zentralen polnischen Gedenkfeier an den deutschen Überfall vor 75 Jahren und den Beginn des Zweiten Weltkriegs.

Gauck wies den Vorwurf zurück, die westlichen Industrienationen hätten sich nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion nicht ausreichend um die politische Integration der Russischen Föderation bemüht. Nach dem Fall der Mauer hätten die Europäische Union, die Nato und die Gruppe der großen Industrienationen Russland auf verschiedene Weise integriert. "Diese Partnerschaft ist von Russland de facto aufgekündigt worden." Grundlage der nach wie vor erhofften guten Nachbarschaft müsse eine Rückkehr Russlands "zur Achtung der Prinzipien des Völkerrechts sein".

Der Westen stelle sich "jenen entgegen, die internationales Recht brechen, fremdes Territorium annektieren und Abspaltung in fremden Ländern militärisch unterstützen", sagte Gauck. Die Geschichte lehre, "dass territoriale Zugeständnisse den Appetit von Aggressoren oft nur vergrößern". Polen und Deutschland sieht Gauck Seite an Seite: "Gemeinsam nehmen wir die besondere Verantwortung an, die uns in den Konflikten in unserer Nachbarschaft zugewachsen ist."

http://www.zeit.de/politik/ausland/2014 ... 9#comments

Der fast neue Ratspräsident Tusk:
"Wir Polen haben daher das Recht, laut zu sagen, dass niemand das Recht hat, unsere Initiativen zu blockieren, deren Ziel ein effektives Handeln der NATO ist", betonte der künftige Präsident des EU-Rates an dem Ort, an dem die ersten Schüsse des Zweiten Weltkriegs gefallen waren. Das Schlagwort "Nie wieder Krieg" dürfe kein Manifest der Schwachen sein.

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Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon augenzeuge » 1. September 2014, 17:59

Sag mal Scorn, findest du es gut, was Putin macht? Ist nicht allein diese Aussage mit der Überlegung, wie schnell man Kiew sein kann, ein Beispiel von Größenwahn? Was soll konstruktiv daran sein?

Bist du der Meinung, dass man ihm die Ostukraine "schenken" sollte, oder sollte man ihm endlich etwas vorsetzen, dass er akzeptiert, dass die Ukraine nicht Russland ist?
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Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon pentium » 1. September 2014, 18:20

Im russischen Staatsfernsehen fordert Präsident Wladimir Putin Verhandlungen über neue staatliche Strukturen für die Ost- und die Südukraine. Er spricht von «Neurussland». Doch was meint er damit?

Zitat:
SRF: Ein Interview von Russlands Präsident Wladimir Putin sorgt im Westen für Verwirrung. In einem Gespräch im russischen Staatsfernsehen vom Sonntag fordert er Verhandlungen über neue staatliche Strukturen der Ost- und Südukraine. Wiederholt bezeichnete Putin dabei das Gebiet als «Neurussland». Was meint er damit?

Peter Gysling: «Neurussland» ist ein historischer Begriff. Er geht auf die Zeit zurück, als das russische Zarenreich die Gebiete in der Südostukraine von den Osmanen eroberte.

Neu belebt hat den Begriff vor ein paar Monaten die mit Moskaus Hilfe installierte Separatistenregierung in Donezk in Verbindung mit der Erklärung, man kämpfe um einen eigenen Staat.

Was signalisiert Putin, wenn er das Gebiet im Osten und Süden der Ukraine als «Neurussland» bezeichnet?

Ich denke, Putin hat damit den Begriff «Neurussland» aus Sicht des Kremls indirekt in einen offiziösen Status erhoben. Er lässt so anklingen, dass er auch die Ziele, die mit diesem Begriff verbunden werden, als Forderungen letztlich akzeptiert und unterstützt.

Sieht Putin «Neurussland» als zukünftigen Teil Russlands oder gar als neuen Staat?

Es ist nicht ganz einfach zu sagen, was Putin wollen wird und was nicht. Putin geht nicht nach einer erkennbaren Strategie vor. Er handelt vielmehr taktisch aus dem Tag heraus.

Er mag an ein autonomes Gebiet à la Abchasien denken oder an ein zweites von Russland dominiertes Transnistrien, wie wir das seit zwei Jahrzehnten in Moldawien erleben. Vielleicht setzt er auch auf einen Anschluss der Ostukraine an Russland oder auf eine politische Kehrtwende der ganzen Ukraine wieder mehr Richtung Russland.

Mit Blick auf das aktuelle Kriegsgeschehen rund um die ukrainische Hafenstadt Mariupol kann man im Moment davon ausgehen, dass es Putin um eine von Russland nutzbare und praktische Landverbindung gehen könnte:

Um eine Transportverbindung von Russland durch ein militärisch darniederliegendes ukrainisches Territorium auf die Krim-Halbinsel.

Bis jetzt sprach Putin ja immer davon, dass die Ukraine föderalistischer werden sollte, mit mehr Autonomie für den Osten und den Süden. Ist ihm das abzunehmen?

Putin hat vor ein paar Monaten einen künstlich hochstilisierten Sprachenstreit gesprochen. Er forderte, die vor allem Russisch sprechenden Ukrainer sollten in der Verfassung mehr Rechte und Autonomie erhalten. Doch darum geht es ihm längst nicht mehr.

Die von ihm geforderte ukrainische Verfassungsänderung wäre für Putin wohl mehr Mittel zum Zweck. Denn Putin, so sehen das die meisten Beobachter, geht es vor allem um seine Macht. Er will vom Kreml aus mehr Einfluss auf die Politik in Kiew oder zumindest auf das Gebiet in der Ostukraine ausüben können.

Kiew versteht die Aussagen Putins als Kampfansage an die Existenz der Ukraine - welche Option hat die ukrainische Regierung?

Letztlich gar keine. Denn die Ukraine kann alleine kaum etwas gegen Russland ausrichten. Nüchtern betrachtet ist es Russland, das seit Wochen die Weichenstellung der Ukraine-Politik bestimmt.

Die Sanktionsdiskussionen des Westens liefern zwar immer wieder nette Schlagzeilen. Aber Putin geht unbeirrt seinen Weg – weil ihn eben letztlich niemand davon abhält.

Quelle:
http://www.srf.ch/news/international/wa ... d-versteht

Peter Gysling
Der Journalist wirkt seit 1980 in verschiedensten Funktionen beim Schweizer Radio und Fernsehen SRF. Gysling war Deutschland-Korrespondent während des Mauerfalls und ist seit 2008 zum zweiten Mal Korrespondent in Moskau.

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Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon Transitfahrer » 1. September 2014, 18:46

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Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon HPA » 1. September 2014, 22:24

Anton Tumanow, 20 Jahre alt, ging als Zeitsoldat zur Armee, weil es keine andere Arbeit in seiner Stadt Kozmodemjansk in der Rupublik Mari El gibt. Seine Mutter versuchte ihn wegen der Situation mit der Ukraine davon abzuhalten. Er meinte, dass die russischen Armee nicht in die Ukraine geschickt wird, und ging. "Ich gehe nicht in den Krieg. Ich gehe arbeiten." 30 000 Rubel im Monat sollen die sogenannten "Kontraktiniki" - Zeitsoldaten bekommen, versprochen wurden ihnen 50 000. Nach drei Monaten Training in Tschetschenien, für die er nicht bezahlt wurde - seine Mutter, Pflegerin mit dem Monatsgehalt von 5500 Rubel, schickte ihm Geld für den Lebensunterhalt, denn ihr Gehalt sollten die Zeitsoldaten erst nach dem Abschluß des Vertrages bekommen, d.h. nach der Beendigung des 3-monatigen Trainings. Anton hat überhaupt kein Gehalt für seinen kurzen Kriegdienst bekommen. Als die Soldaten gefragt wurden, ob sie in die Ukraine wollen, wollte keiner hin, obwohl die Obrigkeit ihnen 400 000 Rubel versprach, sollten sie einige Tage in der Ukraine durchhalten. Dann wurde Anton mit den anderen nach Rostow versetzt, wo sie nur mit trockener Marschverpflegung ernährt wurden. Am 23. oder 25. Juli sagte er im Telefongespräch seiner Freundin Nastja, dass sie in die Ukraine geschickt werden. "Dort gibt es doch keine russischen Soldaten?" - fragte sie nach. "Wir werden in der Rolle der Aufständischen dorthin geschickt", - erklärte Anton. Das zweite Mal wurde er in die Ukraine am 3. August für 2 Tage geschickt, um die Situation zu checken, meint sie. Er bekam ukrainisches Geld, aber es gab keine Souvernirs in den Geschäften. "Dann bringe ich dir ukrainisches Geld als Souvenir", - machte er Witze am Telefon. Sie sprachen jeden Tag auf Handys. Am 10. August teilte Anton mit, dass sie nach Donezk geschickt werden und es keine Verbindung für die nächsten drei Monate geben wird. Er sagte, erinnert sich Nastja: "Ich will nicht hin, wir dachten mit den Jungs sogar abzuspringen, aber es sind einundhalb Tausen Kilometer bis zur Einheit."
Am 11. August gingen sie in die Ukraine. Wer nicht hinwollte, wurde von den Kommandeuren beschimpft, beleidigt, beschämt, mit den Ermittlungsverfahren bedroht. Sie mussten ihre Papiere und Handys abgeben, sich in die simple Tarnmusterkleidung umziehen, alle Anzeichen auf den technischen Geräten zuschmieren, auf den Händen schmale weiße Bände anbinden (ein Kennzeichen, dessen Lage am Körper jeden Tag geändert wird, und wer es nicht richtig oder gar nicht trägt, wird sofort erschossen). In der Nacht des 12. August überquerrte die Kolonne aus 1200 Mann die ukrainische Grenze und machte Halt in der Stadt Snezhnoe Donezker Region in 15 km Weite von der russischen Grenze, wo sie aus Grad-Systemen attackiert wurden. Jeder russischer Soldat wurde nur mit 2 Granaten bewaffnet. Das Ergebnis: 120 Tote, 450 Verletzte, - diese Einzelheiten erzählten 2 Dienstkollegen von Anton, die seine Mutter nach
seinem Begräbnis besuchten und ihr eine notarial begläubigte Schrift mit der Erzählung über das, was damals passiert ist, überreichten.
Die Kolonne kehrte zurück mit den Leichen der Gefahlenen. "Wer gab diesen Befehl?",- fragt seine Mutter. Aber sie fragt die Journalistin, nicht den Offizier, der ihren Sohn in die Armee eingestellt hat und ihr die Todesnachricht überreichte. "Bis zum Schuß war ich überzeugt, dass es keine Russen in der Ukraine gibt." Elena Petrowna Tumanowa veröffentlichte die Nachricht über den Tod ihres Sohnes in ihrem Account beim russischen Netzwerk Odnoklassniki und bekam Dudzende gehässige Meldungen, dass sie Lügnerin wäre, dass sie das Vaterland diffamieren würde und dass dies ihre eigene PR-Aktion wäre.
Ihr Sohn wurde mit militärischen Ehren beerdigt, es kamen viele Menschen. Die Kriegskapelle, die dabei spielte, sagte ihr, dass es bereits mehrere Begräbnisse dieser Art in der Mari El Republik gäbe. Das Gesicht seines Sohnes hat die Mutter im verschlossenen Sarg durch ein kleines Fenster darin erkannt. "Das ist ein Glücksfall" - sagt sie, "andere Gefallene haben keine Gesichter mehr und werden nach der DNK-Analyse identifiziert. Ihre Eltern haben die Leichnahme noch nicht bekommen. Aber ich weiß, dass sein Körper im Sarg nicht vollständig war, ihm wurden die Beine abgerissen" ... (von Elena Ratschewa, Nowaja Gazeta) - Auf dem Foto links Anton Tumanow, neben ihm Robert Arutunjan, der am selben Tag mit Anton gefallen ist, das Schicksal aller anderen Soldaten auf dem Foto ist unbekannt.

http://www.novayagazeta.ru/society/65075.html
HPA
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon SCORN » 2. September 2014, 02:26

augenzeuge hat geschrieben:Sag mal Scorn, findest du es gut, was Putin macht? Ist nicht allein diese Aussage mit der Überlegung, wie schnell man Kiew sein kann, ein Beispiel von Größenwahn? Was soll konstruktiv daran sein?

Bist du der Meinung, dass man ihm die Ostukraine "schenken" sollte, oder sollte man ihm endlich etwas vorsetzen, dass er akzeptiert, dass die Ukraine nicht Russland ist?
AZ


AZ, nach ansicht der NATO ist der konflikt fuer die ukraine bereits verloren! mir unverstaendlich warum Poroschenkow nicht wenigstens jetzt das feuer einstellen laesst und zu verhandlungen bereit ist. denn erst beim begin von verhandlungen werden die positionen der parteien klar werden und dann sehen wir wer "was will".

alles andere ist wenig hilfreiche spekulation.

SCORN
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Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon SCORN » 2. September 2014, 04:20

wem kann man eigentlich noch glauben? lt.ukrainischen verteidigungsminister ist "die antiterroroperation" beendet und es beginnt nun ein großer vaterlaendischer krieg gegen russland mit mind.10 tausenden opfern. er spricht von mind. 15.000 tausend russischen soldaten, ganzen panzerbatallionen welche gegen die ukrainschen streitkräfte kaempfen und sie schlagen!

dem gegenueber dementiert die russische regierung das handeln von russischen militaer in der ukraine! seltsamer weise bleiben die OSZE-beobachter in der ukraine bei ihrem statement dass es keinen beweis fuer das eingreifen russischer truppen gebe! wohl gibt es eine logistische und auch personelle unterstuetzung ueber die offene grenze durch freiwillige, aber von einer invasion durch die russische armee koenne nicht gesprochen werden! diese meldung ist in den meisten westlichen medien nicht zu finden? steht die OSZE etwa auf moskaus seite oder passen deren beobachtungen nicht ins konzept?

ich stelle fest, haette der schockokoenig nach seiner wahl mit den separatisten verhandelt und nicht eine "antiterrorperation" ohne ruecksicht auf die zivilbevoelkerung begonnen, welche leider in die hose ging, dann haetten wir nicht die derzeitige brand gefaehrliceh situation mit potential zur weiteren eskalation!

schoenen guten morgen nach Deutschland!

SCORN
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Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon HPA » 2. September 2014, 07:35

Logisch, dass die OSCE "Beobachter "nichts sehen. Sitzen die doch gerade mal an zwei offiziellen Grenzübergängen in der Ostukraine. Und da wird man sicherlich nicht die russischen Truppen über die Grenze karren.
HPA
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon SCORN » 2. September 2014, 08:09

HPA hat geschrieben:Logisch, dass die OSCE "Beobachter "nichts sehen. Sitzen die doch gerade mal an zwei offiziellen Grenzübergängen in der Ostukraine. Und da wird man sicherlich nicht die russischen Truppen über die Grenze karren.


und dann geben die vollmundig solche statements ab? was sind das denn blos fuer dilletanten! also: moskau luegt, die osze hat keine ahnung. folgen wir kiew, alles was von dort kommt ist die absolute wahrheit und richtig! auf in den feldzug der NATO gegen russland, denn dass ist unzweifelhaft was die clique in kiew sehnlichst wuenscht!
aber ich denke das ist dir durchaus klar @HPA! du duerftest dann als reservist auch noch deinen anteil am ostfeldzug leisten koennen. ich bin gott sei dank raus!

SCORN
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Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon HPA » 2. September 2014, 08:14

na dann lies mal die OSCE Bulletins ..gibt jeden Tag ein neues...ich habe nicht gesagt ,dass die keine Ahnung haben aber jeder weiss ,wie das in solchen Gegenden funktioniert.
Dir müsste eigentlich klar sein dass die Ostgrenze der UA offen wie ein riesengroßes Scheunentor ist und von gewisser Seite,welche dieses Gebiet unter Kontrolle hat,schon dafür sorgt das die OSCE eben nichts sieht.

Und die schreiben eben nur das,was sie sehen.

Moskau wird nie und nimmer zugeben dass sie offiziell mit eigenen Truppen in der Ukraine operieren. Deswegen die Verrenkung mit den "freiwilligen" Urlaubskämpfern.
HPA
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon SCORN » 2. September 2014, 08:22

HPA, ich schrieb doch: folgen wir Kiew! .............und alles wird gut.................! das ist es doch was du willst!
SCORN
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon HPA » 2. September 2014, 10:15

scorn ,das ist Unsinn. Kiev steht mit dem Rücken zur Wand und Putin hat sich auch nicht gerade in eine aussichtsvolle Lage manöveriert. Und das hat er doch mit seinem militärischen Eingreifen nur noch verstärkt.Es drohte der Gesichtsverlust als es für die Separatisten bergab ging.
HPA
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon Sirius » 2. September 2014, 11:28

HPA hat geschrieben:Ja klar,Auslandsagenten.So kann man wunderbar diese Organisation diskreditieren Ich möchte nicht wissen, was an so manchen Putinversteherverein im europäischem Raum so an Rubelchen aus dem Kreml fliesst. Das mit den bezahlten Putintrollen ist ja mittlererweile wohlbekannt und bewiesen.
Und wenn man in Pskow einen Journalisten krankenhausreif prügelt weil der sich zu sehr für tote Fallschirmjäger interessiert, weiss man, woher der Wind weht.

scorn du musst nichts beweisen. Schon allein ,weil es irrelevant ist.


Wobei mancher das auch ehrenamtlich machen dürfte, wie z.B. der hier:

02.09.2014, 11:03 Uhr
Registriertes Mitglied

FKpt VM aD

.... Die Osteuropäer sind nichts weiter als Vasallenstaaten und Stationierungsgebiet für das komplexe US-Atomraketen-Erstschlagskonzept, mit dem sie Russland immer weiter aggressiv bedrängen und welches dem dummen Bild lesenden Souverän noch immer als "Raketenschild" verkauft wird.
....
http://www.handelsblatt.com/politik/int ... 41348.html


Der Herr Fregattenkapitän der Volksmarine aD ist immerhin einer der wenigen, der über seine Herkunft Auskunft gibt. Ich denke, dass auch aus dem Umfeld SED - MfS- NVA nicht wenige "ehrenamtliche" Pro-Putin-Kommentatoren stammen.

Bei den bereits bekannten Zeitungsartikeln über die Putin-Trolle findet man unter den Leserkommentaren immerhin einige interessante Hinweise zu den Putin-Trollen. So werden von einem Slavisten typische Schreibfehler, Fehler beim Satzbau u.ä., die für deutsch schreibende Slaven typisch seien erwähnt, die ihm unter den Kommentaren immer wieder auffallen. Oder auch die merkwürdige Begebenheit, dass der erste Kommentar (pro Putin) zu einem Zeitungsartikel, der morgens um 07:00 Uhr eingestellt wurde, bereits nach kurzer Zeit 900 positive Bewertungen erhalten hatte, was bei dieser Zeitung völlig untypisch sei, wie ein Kommentator berichtet.

Es wurde auch diskutiert, mit welchen Methoden das Trollunwesen bei den Zeitungen verringert oder eingestellt werden könnte. Beispielsweise durch Beschränkung der Kommentarfunktion auf eindeutig identifizierbare Abonnenten. Die FAZ hat nun den Weg gewählt, seit einigen Wochen die Kommentarfunktion bei Ukraine/Russland-Artikeln ganz zu sperren. Bei der Süddeutschen findet man zur Zeit auch keinen Kommentarbereich mehr.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/m ... 98800.html
http://www.sueddeutsche.de/politik/prop ... -1.1997470
Sirius
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon HPA » 2. September 2014, 12:00

Man muss das dem VM Käptn a.D. nachsehen...er spricht da aus eigener Lebenserfahrung und Sozialisation. Denn nichts anderes waren die Ostblockstaaten für die damalige Sowjetunion.Von Warschauer Pakt bis RGW
Das sind die alten Reflexe ,verstehst? [flash]
HPA
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon SCORN » 2. September 2014, 12:44

HPA hat geschrieben:scorn ,das ist Unsinn. Kiev steht mit dem Rücken zur Wand und Putin hat sich auch nicht gerade in eine aussichtsvolle Lage manöveriert. Und das hat er doch mit seinem militärischen Eingreifen nur noch verstärkt.Es drohte der Gesichtsverlust als es für die Separatisten bergab ging.


Versuchen wir mal eine emotionslose nüchterne Analyse der Situation- soweit die überhaupt möglich ist! Wo stehen die Beteiligten, was sind die Perspektiven wenn es weiter eskaliert und zu einem totalen Bruch mit Russland kommt! Zu einer militärischen Konfrontation kommt es hoffentlich nicht auch wenn es Leute gibt die dies nur allzu gern hätten!

USA: die Yankees stehen gar nicht so schlecht da bei der ganzen Sache, im Gegenteil sie werden die Gewinner sein! Sie werden mittel und langfristig die weggefallenen Öl und Gaslieferungen aus Russland ersetzen welches einem gigantischen Konjunkturprogramm für die ganzen Nordamerikanische Wirtschaft bedeutet. Eine riesige Gas- und Öltankerflotte wird entstehen, natürlich gebaut auf US und Koreanischen Werften! Da die NATO nun entgültig vor der russischen Haustür steht gilt es die NATO und die Osteuropäer massiv aufzurüsten was dem MIK die Dollarzeichen in die Augen treiben wird. Der Abschwung ist gestoppt, es geht aufwärts!

Russland: der Zerwurf mit dem Westen, vor allem der EU macht eine strategische Neuausrichtung der russischen Politik und Wirtschaft auf die riesigen asiatischen Märkte notwendig, welche aber langfristig die europäische Wirtschaft bei weitem überflügeln werden! Der Baustart des derzeitig Welt größten Pipelinprojekts zwischen Sibirien und China gerade jetzt ist ein deutliches Zeichen. Sicher werden die Russen kurzfristig die Gürtel enger schnallen müssen aber langfristig haben sie sehr gute Aussichten. Wer meint dass der kurzfristig sinkende Lebensstandart Putin aus dem Amt spült verzockt sich grandios und verkennt die russische Volksseele wie die Geschichte nicht nur einmal lehrt!

EU: der Wegfall der russischen Energielieferungen macht die Europäer volkommen abhängig von USA und Kanada, diese werten natürlich liefern aber es wird wesentlich mehr kosten! Die Energiekosten für das Volk und die Wirtschaft werden explodieren mit dem entsprechenden negativ Einfluss auf die gesamt Wirtschaft. Der Wegbruch des russischen Marktes kostet alle in allem mit direkt betroffenen, Zulieferern und peripherer Wirtschaft hundert tausende Arbeitsplätze , ebenfalls mit direkten negativ Einfluss auf die gesamte Wirtschaft. Eine Rezension ist nicht nur wahrscheinlich sondern sehr sicher da ein alternativer Markt nicht existiert! Als Ausgleich haben wir einen Teil der Ukraine welcher total korrupt und bankrot ist und riesige Geldströme notwendig macht welche ohne erkennbaren Nutzen versickern.
Neben der bisher schon militärischen Bedeutungslosigkeit wird Europa auch wirtschaftlich in der weltweiten Bedeutung sinken! Langfristig ist der schon längst stattfindende schleichende Niedergang des Abendlandes nun beschleunigt. Samuel Huntington hat dies im „Clash of Civilisations“ schon klar analysiert!

Die Europäer sind durch eine totale Fehlleistung des politischen Establishments strategisch gesehen die absoluten Verlierer auf politischem, wirtschaftlichen und auch militärischen Gebiet.
Die Generationen nach uns haben es aus zu baden und letztendlich auch ein Urteil über die Politik von heute zu fällen!


SCORN
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Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon Interessierter » 2. September 2014, 13:17

Putins Lügen

Für Wladimir Putin ist der Fall klar: Die ukrainische Armee kesselt Städte im Osten des Landes ein, tötet gezielt Zivilisten und verwüstet die Infrastruktur. Das Problem: Russlands Präsident verdreht konsequent die Fakten.

Wie so oft in der letzten Zeit hat Putin dabei Behauptungen aufgestellt, die nicht der Wirklichkeit entsprechen, ja, die die Tatsachen mitunter sogar in ihr Gegenteil verdrehen. Seine Aussagen werden auch in Deutschland oft ungeprüft übernommen. Was ist Dichtung und was Wahrheit? SPIEGEL ONLINE überprüft einige der aktuellsten russischen Behauptungen.

Putin und der vermeintliche Beschuss durch die ukrainische Armee: "Reguläre ukrainische Einheiten haben große Städte umzingelt und decken Wohnviertel mit gezieltem Feuer ein", hat Putin am Montag einem BBC-Korrespondenten erklärt. Wenige Tage zuvor hatte er das Vorgehen der Ukrainer bereits mit dem der faschistischen deutschen Truppen vor Leningrad verglichen: "Großstädte wurden eingekesselt und durch gezielten Beschuss zerstört, samt Einwohnern."


Es gibt keinen gezielten Beschuss ostukrainischer Städte und auch nicht den Versuch, die Bevölkerung, wie er sagt, mit "scharfem Feuer" zu töten. Ich habe die letzten Wochen in Donezk verbracht und mir die Schäden in der Stadt genau angesehen.
Putins Vergleich mit der Blockade Leningrads durch die deutsche Wehrmacht ist daher Geschichtsklitterung. Im Übrigen vergaß der Präsident zu erwähnen, dass die Rebellen selbst aus Donezk heraus mit Artillerie und Granatwerfern schießen, was viele Einwohner bezeugen können. Und es gibt schon gar keine "Bombenangriffe gegen die Zivilbevölkerung", von denen Außenminister Sergej Lawrow ständig spricht. Ich habe in den vergangenen Wochen kein einziges Flugzeug am Himmel über Donezk gesehen.

Putin und der vermeintliche gezielte Beschuss der Infrastruktur: Immer wieder wird von russischer Seite behauptet, dass die Ukrainer gezielt auch die Industriebasis und die Infrastruktur des Donezker Beckens zerstören würden und dass für deren Wiederaufbau "mindestens 30 Jahre nötig" seien.


Gezielte Zerstörungen haben die Separatisten vorgenommen - sie haben in den vergangenen Wochen mindestens 40 Eisenbahn- und Straßenbrücken gesprengt. Die Zerstörung der Donbass-Industrie dagegen ist eine Mär. Viele Stahl- und Kohlewerke in den Gebieten von Luhansk und Donezk sind zwar von den Kampfhandlungen stark beeinträchtigt, sie arbeiten aber noch. Die meisten Bergwerke der Gegend zum Beispiel sind weiterhin in Betrieb, 130.000 Menschen arbeiten dort. Seit Jahresbeginn wurden dort 20,3 Millionen Tonnen Kohle gefördert.

Weiter hier:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/w ... 89247.html
Interessierter
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon SCORN » 2. September 2014, 13:20

Ich frage mich ernsthaft warum nicht berichtet wird was die Vertreter der Separatisten gestern in Minsk von sich gaben:

sie fordernden Kiew auf ihre Autonomie innerhalb der Ukraine anzuerkennen. Und sie sagten, sie wollen integraler Bestandteil des Landes bleiben.

wird komplett ignoriert und statt dessen Kriegspropaganda nach allen Regeln der Kunst gegen Russland gemacht! Wäre diese Meldung nicht wert verbreitet zu werden und ein guter Anlass zur Feuereinstelung der ukrainsichen Truppen, sie verlieren ja eh schon! Statt dessen plant man den großen Krieg gegen Russland und hofft die NATO mit rein zu ziehen!

Schaut man in die deutsche Medienlandschaft kscheint es dass Putin eine Intervention zur eroberung " Neu-Russlands" gestartet hat! Das passt natuerlich nicht zu den tatsächlichen Äusserungen der Separatisten!


SCORN
SCORN
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon HPA » 2. September 2014, 13:55

scorn ,das stimmt nicht,das wird die ganze Zeit in den Medien kommuniziert. Inklusive der "gleichgeschalteten Systemmedien"

Aber das wär natürlich ne elegante Lösung. Hätte Putin doch gleich mal seine Marionetten in der Ukraine installiert,so wie einst in Tschetschenien (Kadyrow)
HPA
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon SCORN » 2. September 2014, 14:03

HPA hat geschrieben:
Moskau wird nie und nimmer zugeben dass sie offiziell mit eigenen Truppen in der Ukraine operieren. Deswegen die Verrenkung mit den "freiwilligen" Urlaubskämpfern.


kurzer Einwurf HPA, nicht nur die OSZE hat bezüglich der russischen Intervention in der Ukraine andere Erkenntnisse als in deutschen Medien unkritisch verbreitet! Ist dir, oder irgend jemand anderem hier eigentlich das gestrige Memorandum an Angela Merkel von den "Veteran Intelligence Professionals for Sanity (VIPS)" betreffs der Ukraine bekannt?

"Wir, die Unterzeichnenden, sind langjährigen Mitarbeiter der US-Geheimdienste. Wir unternehmen diesen ungewöhnlichen Schritt, Ihnen diesen offenen Brief zu schreiben, um Sie vor dem NATO-Gipfel am 4. und 5. September über unsere Sichtweise zu unterrichten.

Sie sollten beispielsweise wissen, dass die Anschuldigungen einer großen russischen "Invasion" der Ukraine offensichtlich nicht durch zuverlässige Quellen bestätigt werden können..................."


weiter hier----> http://www.offener-brief-merkel.blogspot.de/

und hier das englische Original-----------> http://www.zerohedge.com/news/2014-09-0 ... l-out-ukra

unterzeichnet von:
William Binney, former Technical Director, World Geopolitical & Military Analysis, NSA; co-founder, SIGINT Automation Research Center (ret.)
David MacMichael, National Intelligence Council (ret.)
Ray McGovern, former US Army infantry/intelligence officer & CIA analyst (ret.)
Elizabeth Murray, Deputy National Intelligence Officer for Middle East (ret.)
Todd E. Pierce, MAJ, US Army Judge Advocate (Ret.)
Coleen Rowley, Division Counsel & Special Agent, FBI (ret.)
Ann Wright, Col., US Army (ret.); Foreign Service Officer (resigned)

sind das alles Leute welche keine Ahnung haben und der Putin Propagande aufgesessen sind?

SCORN
SCORN
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon HPA » 2. September 2014, 14:16

Sind das die gleichen Rentner ,welche bereits den Brief betreffs MH 17 unterzeichnet haben? Die OSCE hat keine anderen Erkenntnisse sie hat schlich gar keine.

und sie schreiben es ja selber :"And we believe that Russian support probably has been pouring across the border and includes, significantly, excellent battlefield intelligence. But it is far from clear that this support includes tanks and artillery at this point – mostly because the federalists have been better led and surprisingly successful in pinning down government forces.
Zuletzt geändert von HPA am 2. September 2014, 14:25, insgesamt 2-mal geändert.
HPA
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon SCORN » 2. September 2014, 14:21

HPA hat geschrieben:Sind das die gleichen Rentner ,welche bereits den Brief betreffs MH 17 unterzeichnet haben? Die OSCE hat keine anderen Erkenntnisse sie hat schlich gar keine.


und da sie Rentner sind und bereits einen Brief betreffs MH17 geschrieben haben sind sie per se unglaubwürdig und nicht ernst zu nehmen? seltsame logik!
sei es drum, tut mir leid euch mit so einen Brief gestört zu haben, ich wollte auf gar keinen Fall dass euer Glauben an die russische Invasion irgend einen Kratzer bekommt!

hat doch im Irak damals auch geklappt und heute ist alles bestens im Irak...................

SCORN
SCORN
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon HPA » 2. September 2014, 14:25

Eine verdeckte Invasion ist auch eine Invasion. de jure sind "natürlich keine offziellen "russischen Truppen in der Ostukraine,bis auf die ,welche sich "verlaufen" haben !

Man ,scorn,das mit den "Freiwilligen" ist doch ein uralter russisch-sowjetischer Hut!!! Das wurde schon in Korea so praktiziert!
HPA
 

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