Die Lage in der Ukraine Teil 1

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon HPA » 6. März 2014, 10:08

pentium ,ich habs oben schon geschrieben. Genau diese üblen Erinnerungen waren es, was die Ostblockstaaten in die NATO trieb. Und gerade die Polen haben allen Grund ,beim derzeitigen Gebaren der Russen sehr genau hinzusehen und entsprechende Schlussfolgerungen zu ziehen.
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 6. März 2014, 11:55

Da hat es jemand verdammt eilig.
Wie die Welt meldet.
Haben sich die Abgeordneten des Parlaments der Krim schon mal für einen Anschluss an Russland entschieden.

Zitat:
Das Parlament der urkainischen Halbinsel Krim hat nach russischen Angaben einstimmig für einen Anschluss an Russland gestimmt. Das meldet die Nachrichtenagentur Ria.

Quelle: Die Welt

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Zicke » 6. März 2014, 12:43

jetzt wird es ganz verwirrend.

Scharfschützen auf dem Maidan: Heikles Telefonat zwischen Ashton und estnischem Minister veröffentlicht

Wer waren die Scharfschützen auf den Dächern um den Maidan in Kiew? In einem abgehörten Gespräch mit der EU-Außenbeauftragten Ashton hat Estlands Außenminister angedeutet, die neue Regierung in Kiew könne mit ihnen zu tun haben. Jetzt dementiert er diese Interpretation energisch.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/k ... 57159.html
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 6. März 2014, 14:03

In einem angeblich abgehörten Telefonat zwischen EU-Außenbeauftragte Catherine Asthon und dem Außenminister von Estland sagt dieser, dass hinter den Scharfschützen vom Maidan „jemand aus der neuen Koalition“ steht.

„Es gibt immer stärkere Erkenntnisse darüber, dass hinter den Scharfschützen nicht Janukowitsch steht, sondern jemand aus der neuen Koalition. Das haben mir die Demonstranten vom Maidan erzählt. Sie vertrauen niemandem. Sie wollen eine völlig neue Regierung“, so Urmas Paet zu Ashton.

Das Gespräch soll nach dem Kiew-Besuch von Paet am 25. Februar stattgefunden haben. An diesem Tag kam es zu den gewaltsamsten Auseinandersetzungen auf dem Maidan.

Paet spricht auch von einem Gespräch mit einer Ärztin Olga, welche die Verletzten vom Maidan behandelte. Sie soll gesagt haben, dass Regierungs-Gegner und Polizisten von den gleichen Leuten erschossen wurden.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten ... koalition/

Paet dementiert Einschätzung über Kiewer Regierung

Die Ärztin Bogomolets dementierte inzwischen, dass sie gesagt hat, Polizisten und Demonstranten seien mit den gleichen Kugeln getötet worden. "Ich selbst habe nur Demonstranten untersucht, die Wunden der Militärs kenne ich nicht", sagte sie dem britischen Telegraph. Sie habe aber um eine ausführliche forensische Untersuchung der Vorfälle gebeten. Sie hoffe, internationale Experten könnten herausfinden, wer wen mit welchen Waffen getötet habe. Sie sagte, sie könne die Einschätzung von Paet, dass die neue Kiewer Regierung hinter den Anschlägen stecke, nicht teilen. Paet sagt wiederum, er habe diese Einschätzung nie abgegeben.

http://www.zeit.de/politik/ausland/2014 ... shton-paet

Sehr verwirrend, dieses Telefonat und wer was nicht oder doch gesagt hat!
Hoffen wir auf die internationalen Experten! Wer auch immer....

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon augenzeuge » 6. März 2014, 14:10

Zicke hat geschrieben:jetzt wird es ganz verwirrend.

Scharfschützen auf dem Maidan: Heikles Telefonat zwischen Ashton und estnischem Minister veröffentlicht

Wer waren die Scharfschützen auf den Dächern um den Maidan in Kiew? In einem abgehörten Gespräch mit der EU-Außenbeauftragten Ashton hat Estlands Außenminister angedeutet, die neue Regierung in Kiew könne mit ihnen zu tun haben. Jetzt dementiert er diese Interpretation energisch.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/k ... 57159.html


Es gab ja Fotos von den Scharfschützen. Und diese sollen in dieser Waffenausrüstung der Opposition angehört haben, welche auf ihre Leute schießt?

Mal ne Frage, wer versteckt eigentlich seine Leute in fremden Uniformen?

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 6. März 2014, 15:50

Noch ein Schnipsel:

Zitat:
[Die Gerüchte, dass es unbekannte Scharfschützen gab, die sowohl auf die Polizei als auch auf Demonstranten geschossen haben, machen in der Ukraine schon lange die Runde. Am Tag nach den Ereignissen, dem 21. Februar, erklärte die Parlamentsabgeordnete Inna Bogoslowskaja, sie habe ein Video gesehen, wie Scharfschützen in Uniform der Sondereinheit Berkut aus Kalaschnikows mal auf Demonstranten, mal auf Polizisten feuerten. Aber sie war sich sicher, dass es keine Berkut-Polizisten waren. "Das muss untersucht werden", sagte sie. Das Video, von dem Bogoslowskaja sprach und das angeblich Berkut-Polizisten zeigten, wurde allerdings noch nicht öffentlich zugänglich gemacht....]

http://www.welt.de/politik/article12550 ... ossen.html

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon augenzeuge » 6. März 2014, 16:40

Die Entlarvung der Lügen Putins

1.Putin sagt: Die zu Tausenden auf der Krim aufmarschierten Uniformierten sind keine russischen Soldaten.

Die USA sagen: Es gibt deutliche Hinweise darauf, dass die Mitglieder der russischen Sicherheitsbehörden das Herzstück der hochorganisierten Kräfte auf der Krim sind. Diese Einheiten tragen Uniformen ohne Abzeichen, fahren aber Fahrzeuge mit russischen Militärkennzeichen. Sie identifizieren sich selbst als russische Sicherheitskräfte, wenn sie von internationalen Journalisten und dem ukrainischen Militär angesprochen werden. Darüber hinaus sind sie mit Waffen ausgestattet, die zivilen Einheiten in der Regel nicht zur Verfügung stehen.


2.Putin sagt: Russlands Vorgehen ist im Rahmen des Freundschaftsvertrages von 1997 zwischen der Ukraine und der Russischen Föderation begründbar.

Die USA sagen: In der Vereinbarung von 1997 hat sich Russland zur Anerkennung der Unabhängigkeit und Souveränität der Ukraine und ihrer bestehenden Grenzen verpflichtet. Putins Militäraktionen sind ein klarer Verstoß gegen die territoriale Integrität und Souverinität.


3.Putin sagt: Die ukrainische Opposition hat gegen das am 21. Februar unter EU-Vermittlung zustande gekommene Abkommen mit dem damaligen ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch verstoßen.

Die USA sagen: In dem Abkommen hatten die Konfliktparteien unter EU-Vermittlung vorgezogene Präsidentenwahlen, eine Übergangsregierung und eine neue Verfassung vereinbart. Die Unterzeichnung sollte innerhalb von 24 Stunden erfolgen. Doch Janukowitsch weigerte sich, seinen Teil der Abmachung zu halten. Stattdessen floh er und hinterließ Hinweise auf eine breit angelegte Korruption.


4.Putin sagt: „In der Ukraine hat es einen verfassungswidrigen Umsturz und eine bewaffnete Machtergreifung gegeben. Janukowitsch bleibt gesetzmäßiger Präsident der Ukraine. Er wurde in einem ungesetzlichen Verfahren seines Amtes enthoben.“

Die USA sagen: Am 4. März hat Putin selbst über Janukowitsch gesagt: „Ich denke, er hat keine politische Zukunft mehr.“ Nachdem Janukowitsch floh, stellte sich sogar seine eigene Partei gegen den Ex-Präsidenten und plädierte dafür, dass er seinen Rückzug bestätigen und die neue Regierung unterstützen soll. Die demokratisch gewählte Übergangsregierung hat mit 371 Stimmen die absolute Mehrheit erhalten – 82 Prozent. Sie ist eine Regierung des Volkes, die das Land zu Wahlen am 25. Mai führen wird. Alle Ukrainer sollen wählen dürfen.

5.Putin sagt: Es herrscht eine humanitäre Katastrophe. Hunderttausende sind auf der Flucht nach Russland und bitten um Asyl. Am 2. März meldete etwa der russische Grenzschutz, dass im Januar und Februar etwa 675.000 Ukrainer über die Grenze nach Russland kamen.

Die USA sagen: Bis heute gibt es keine Hinweise auf eine humanitäre Krise in der Ukraine – auch nicht darauf, dass es eine Flut von Asylsuchenden gibt. Internationale Beobachter, die mit ukrainischen Grenzposten gesprochen haben, können diese Behauptung von Putin nicht bestätigen. Auch unabhängige Journalisten konnten an den Grenzen keine entsprechenden Beobachtungen machen.


6.Putin sagt: Ethnische Russen sind in Gefahr.

Die USA sagen: Außerhalb der russischen Presse und des russischen Staatsfernsehens gibt es keine glaubwürdigen Berichte darüber, dass ethnische Russen bedroht sind. Die Übergangsregierung hat von Anfang an klar gestellt, dass Frieden und Versöhnung in der Ukraine oberste Priorität habe. Der Präsident des ukrainischen Parlamentes, Olexandr Turtschynow, hat sich sogar geweigert, Rechtsvorschriften zur Beschränkung der Verwendung der russischen Sprache auf regionaler Ebene zu unterzeichnen.


7.Putin sagt: In der Ukraine sind russische Militärbasen in Gefahr.

Die USA sagen: Die russischen Militärbasen waren und sind sicher. Außerdem hat sich die ukrainische Übergangsregierung verpflichtet, alle bestehenden internationalen Abkommen einzuhalten – auch jene russische Militärstützpunkte betreffend. Vielmehr sind jetzt die ukrainischen Militäranlagen in Gefahr, bedroht durch die russische Militäraktion.


8.Putin sagt: Es gab massenhaft Angriffe auf Kirchen und Synagogen im Süden und Osten der Ukraine. Aus dem russischen Außenministerium hieß es dazu: „Der Westen ist nun verbündet mit echten Neonazis, die orthodoxe Kirchen und Synagogen zerstören.“

Die USA sagen: Die religiösen Führer im Land und Befürworter der Religionsfreiheit sagen, dass es bisher keine Angriffe auf Kirchen gab. Alle Kirchenführer, darunter auch Vertreter der Ukrainischen Orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats haben der neuen politischen Führung ihre Unterstützung zugesagt und zur nationalen Einheit aufgerufen. Auch jüdische Gruppen im Süden und Osten berichten, dass es keine Zunahme antisemitischer Vorfälle gibt.

9.Putin sagt: Die Entwicklungen auf der Krim sind extrem besorgniserregend. „Bedeutende politische Kreise“ in Kiew wollen die Halbinsel destabilisieren.

Die USA sagen: Die Ukrainische Übergangsregierung hat mit Zurückhaltung gehandelt und sucht den Dialog. Dagegen sind russische Truppen an den Militärbasen zusammengezogen worden, um politische Interessen zu wahren und wichtige Stützpunkte auf der Krim zu besetzen. Die Regierung in Kiew entsandte sofort den ehemaligen Chef des Verteidigungsministeriums, um die Lage zu entschärfen.


10.Putin sagt: Die Rada, das ukrainische Parlament, steht unter dem Einfluss von Extremisten oder Terroristen.

Die USA sagen: Die Rada ist die repräsentativste Institution der Ukraine. Die aktuelle Regierung wurde mit großer Mehrheit verabschiedet, auch von Vertretern aus dem Osten des Landes. Ultranationalistische Gruppen, die an den Protesten auf dem Maidan beteiligt waren, sind nicht im Parlament vertreten. Es gibt keine Hinweise, dass die ukrainische Regierung eine diskriminierende Politik verfolgt.
(focus.de)

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Nostalgiker » 6. März 2014, 16:53

Ach du meine Güte! Ist dieses billige Stück Propaganda wirklich aus dem Focus? Hat das etwa ein Wiedergänger vom Karl Eduard formuliert indem er in alten Manuskripten aus 'SU' einfach 'USA' machte.

Das Teil ist ja ober, oberpeinliche Propaganda. Da ging es in den aktiven Phasen des Kalten Krieges aber wesentlich geschickter zur Sache.
Ja 'unsere' politisch-ideologischen Einpeitscher sind auch nicht mehr das was sie mal waren.

Da erhält der Begriff 'parteilicher Journalismus' oder 'Parteijournalismus' doch gleich eine ganz neue inhaltliche Bedeutung. Da ist im Vergleich ja Boulevard schon mit investigativen Journalismus gleichzusetzen.

Thoth
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon augenzeuge » 6. März 2014, 16:56

Naja, ist ne einfache Antwort, zugegeben. Aber nun zeig mir den Punkt, wo die USA lügen.... [grins]
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Nostalgiker » 6. März 2014, 17:25

Die USA sagen: ..... Die demokratisch gewählte Übergangsregierung .....

Seit wann ist eine "Abstimmung" von ein paar bestellten Hanseln auf einem Marktplatz eine "demokratische Wahl"?

Thoth

Das wäre vergleichbar so das der zukünftige Präsident der USA mit Hilfe der einarmigen Banditen in Las Vegas "gewählt werden würde. Unwahrscheinlich Demokratisch ....
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon augenzeuge » 6. März 2014, 17:35

Wenn der Präsident flüchtet, muss das Parlament ran. Das wurde getan. Und wenn bei der Wahl der Übergangsregierung auch die Partei des Geflüchteten mitwählt, dann ist es das Maximum, was geht. Letztlich ist eine demokratische Wahl schon für Mai '14 geplant. Für alle Ukrainer, auch die auf der Krim, auch die im Osten. Unter diesen Umständen geht wohl kaum mehr.

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 6. März 2014, 17:44

Natürlich ist in solchen Zeiten viel Propaganda von beiden Seiten zu finden. Nur sollte man nicht vergessen, dass es immer zwei Seiten der Medaille gibt.
Aber Putin sagt: Ethnische Russen sind in Gefahr.

Könnte man sagen, dass wir als Schutzmacht z.B. der Deutschen in Südtirol, Dänemark und in Ostbelgien auftreten können und dort eingreifen dürfen um diese zu "schützen" wenn sie in Gefahr sind?

Doch zurück auf die Krim.
Nur mal zur Erinnerung.

Die Schwarzmeerflotte hat ca. 16.000 Soldaten auf der Krim und ca. 40 Schiffe ( Tante Wiki) was brauchst man da noch 6000 Soldaten mehr, wenn man schon genug Soldaten vor Ort hat. Da geht es nicht um die Sicherheit meiner Bürger, hier geht es eigentlich nur darum die Halbinsel und den Flottenstützpunkt nach Russland zurück zu holen.

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon augenzeuge » 6. März 2014, 17:56

Genau, pentium.

Ich hoffe, dass es zur Wahl kommen kann. Und dann wird man sehen, was die Bevölkerung in den Regionen der Ukraine denkt, was sie wirklich will. Das ist die einzige Waffe gegen alle Hardliner.....
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Spartacus » 6. März 2014, 18:13

Sirius hat geschrieben:Tagelang hieß es von US-Seite, nur nicht-militärische Reaktionen kommen in Frage. Nun haben die USA einen Zerstörer ins Schwarze Meer und sechs F-15 Kampfflugzeuge ins Baltikum verlegt. Das ist vielleicht der heftigen Kritik an Obama in den letzten Tag geschuldet.


Hier der Text dazu:

US-Zerstörer auf Weg ins Schwarze Meer

Die US-Kriegsmarine hat ihren Zerstörer USS Truxtun vom griechischen Stützpunkt Souda Bay auf den Weg ins Schwarze Meer beordert. Die Verlegung des Schiffes für ein Manöver mit der rumänischen und bulgarischen Marine sei schon vor Beginn der Krim-Krise beschlossen worden, teilte die 6. Flotte mit.

Dennoch dürfte der Aufbruch der Truxtun ein klares Signal an Russland senden, das auf der Krim seine Schwarzmeerflotte stationiert hat. Bislang ist nur ein US-Kriegsschiff, die Fregatte USS Taylor, im Schwarzen Meer. Sie liegt allerdings im türkischen Hafen Samsun vor Anker. Die Truxtun ist mit modernsten Marschflugkörpern ausgestattet und hat eine 300 Mann starke Besetzung.

Für das Binnenmeer gelten laut Wolff Heintschel von Heinegg, Professor für Völkerrecht an der Europa-Universität Viadrina, das Seerechtsübereinkommen der UNO: Es hält fest, dass jeder Staat das Recht auf Schifffahrtsfreiheit hat, auch mit Kriegsschiffen. (AFP)


Was der Hentschel sagt ist Quatsch, denn für den Bosporus gilt der Vertrag von Montreux und hier steht:

Weiterhin dürfen Überwasser-Kriegsschiffe mit mehr als 10.000 ts Verdrängung und U-Boote von Staaten, die nicht zu den Anrainern des Schwarzen Meeres gehören, sowie Flugzeugträger generell die Meerenge nicht passieren.


Demzufolge hat die USS Truxtun auch nur 9.200 Tonnen Verdrängung und die Durchfahrt muss außerdem angemeldet und
dann auch genehmigt werden.

LG

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Nicht Deutschland schafft sich ab, sondern Deutschland schaltet sich ab.
Habeck und Baerbock in die Produktion. Die Grünen sind eine fortschrittsfeindliche Sekte.



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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon HPA » 6. März 2014, 18:18

06.03.2014, 17:50 Uhr

Von GMX Redaktionsmitglied Andreas Biller

Krim-Krise: Die zehn größten Lügen Wladimir Putins

Der russische Präsident rechtfertigte sich am Dienstag in einer Pressekonferenz für sein Eingreifen in der Ukraine mit diversen Argumenten. Diesen will sich das US-Außenministerium nicht so recht anschließen und veröffentlicht offiziell seine Antwort: die "Zehn Erfindungen von Präsident Putin".


Wladimir Putins Argumente werden vom US-Außenministerium zerlegt. In dem Dokument mit dem Namen "President Putin's Fiction: 10 False Claims about Ukraine", was übersetzt so viel wie "Präsident Putins Fiktion: zehn falsche Behauptungen über die Ukraine" heißt, werden Aussagen des russischen Präsidenten, die sein Eingreifen in der Ukraine rechtfertigen sollen, als Halbwahrheiten enttarnt. Putin wird dabei sogar mit dem Autoren Fjodor Dostojewski verglichen, der mit der Annahme, dass zwei plus zwei auch mal fünf ergeben könne, berühmt wurde.

Das Dokument zitiert erst Wladimir Putin und folgt dann mit einer Aufzählung von Fakten, die Putins Aussagen widerlegen.
Der Text aus Washington:

1. Mr. Putin sagt: Russische Kräfte auf der Krim sind zum Schutz russischer Militäreinrichtungen dort. Nicht russische Kräfte, sondern "bürgerliche Verteidigungsgruppen" haben die Infrastruktur und Militäreinrichtungen der Krim besetzt.

Die Fakten: Es gibt deutliche Hinweise darauf, dass die Mitglieder der russischen Sicherheitsbehörden das Herzstück der hochorganisierten Kräfte auf der Krim sind. Sie tragen Uniformen ohne Abzeichen, fahren aber Fahrzeuge mit russischen Militärkennzeichen. Sie identifizieren sich selbst als russische Sicherheitskräfte, wenn sie von Journalisten und dem ukrainischen Militär angesprochen werden. Außerdem sind sie mit Waffen ausgestattet, die zivilen Einheiten in der Regel nicht zur Verfügung stehen.



2. Mr. Putin sagt: Das russische Vorgehen ist im Rahmen des Freundschaftsvertrages von 1997 zwischen der Ukraine und der Russischen Föderation begründbar und somit legitim.

Die Fakten: Mit dem Vertrag von 1997 verpflichtet sich Russland zur Anerkennung der Unabhängigkeit der Ukraine und zur Einhaltung der bestehenden Grenzen. Putins Eingreifen ist ein klarer Verstoß dagegen.

3. Mr. Putin sagt: Die Opposition der Ukraine setzte das Abkommen mit dem ehemaligen ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch vom 21. Februar nicht um.

Die Fakten: Mit dem Abkommen sollte das Parlament die Ukraine zur Verfassung von 2004 zurücksetzen und wieder ein demokratisches System mit dem Parlament bilden. Janukowitsch sollte es binnen 24 Stunden unterzeichnen, packte jedoch seine Sachen und floh. Zurück blieb nur breit angelegte Korruption.




4. Mr. Putin sagt: Die ukrainische Regierung ist nicht legitimiert entstanden, Janukowitsch bleibt gesetzmäßiger Präsident der Ukraine.

Die Fakten: Putin sagte am 4. März selbst über den ehemaligen ukrainischen Präsidenten: "Ich denke, er hat keine politische Zukunft mehr." Nachdem Janukowitsch floh, stellte sich seine eigene Partei gegen ihn, wählte ihn ab und forderte ihn auf, die neue Regierung zu unterstützen. Die neue Regierung der Ukraine wurde vom demokratisch gewählten ukrainischen Parlament bestimmt, mit 371 Stimmen - mehr als 82 Prozent. Sie ist eine Regierung des Volkes, die das Land zu demokratischen Wahlen am 25. Mai führen wird. Jeder Ukrainer soll eine Stimme für die Zukunft seines Landes haben

5. Mr. Putin sagt: Es gibt eine humanitäre Krise und Hunderttausende fliehen von der Ukraine nach Russland und bitten um Asyl.

Die Fakten: Es gibt weder einen Beweis für eine humanitäre Krise, noch für ukrainische Asylbewerber in Russland. Internationale Organisationen befragten ukrainische Grenzposten, die Putins Aussage nicht zustimmen. Unabhängige Journalisten haben an den Grenzen ebenfalls keine derartigen Beobachtungen gemacht.

6. Mr. Putin sagt: Ethnische Russen sind in Gefahr.

Die Fakten: Außerhalb der russischen Presse und des russischen Fernsehens gibt es keine glaubwürdigen Berichte, dass ethnische Russen in Gefahr sind. Die Übergangsregierung setzt ihre Prioritäten auf Frieden und Versöhnung. Präsident Olexandr Turtschynow hat sich geweigert, ein Gesetz zu unterzeichnen, das den Gebrauch der russischen Sprache limitiert. Es gibt Petitionen von ethnischen Russen, die klarstellen, dass ihre Kommunen nicht bedroht sind. Seitdem die Übergangsregierung steht, ist es ruhig in Kiew und Verbrechen wie Plünderungen oder Angriffe auf politische Gegner sind nicht gestiegen.
Parlament der Krim stimmt für Anschluss an Russland


7. Mr. Putin sagt: Russische Militärbasen in der Ukraine sind in Gefahr.

Die Fakten: Russische Militärbasen waren und sind in Sicherheit. Die ukrainische Übergangsregierung hat sich verpflichtet, internationale Abkommen einzuhalten. Dagegen sind jetzt ukrainische Militäranlagen durch russische Militäraktionen in Gefahr.

8. Mr. Putin sagt: Im Süden und Osten der Ukraine gibt es massenhaft Angriffe auf Kirchen und Synagogen.

Die Fakten: Religiöse Anführer der Ukraine und internationale Befürworter der Religionsfreiheit im Land sagen, dass es keine Attacken auf Kirchen gibt. Alle ukrainischen Kirchenführer, also auch Vertreter der Ukrainischen Orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats haben ihre Unterstützung für die neue Regierung bekundet. Jüdische Gruppen im Süden und Osten der Ukraine gaben an, keinen Anstieg von antisemitischen Vorfällen bemerkt zu haben.

9. Mr. Putin sagt: Kiew versucht, die Krim zu destabilisieren.

Die Fakten: Die ukrainische Übergangsregierung ist mit Zurückhaltung vorgegangen und sucht den Dialog. Russische Truppen, auf der anderen Seite, sind ausgerückt, um politische Interessen zu wahren und Stützpunkte auf der Krim zu besetzen. Die Regierung in Kiew entsandte sofort den ehemaligen Verteidigungsminister, um die Lage zu entschärfen. Petro Poroschenko, der letzte Gesandte der Regierung, der die Gespräche auf der Krim voranbringen sollte, wurde kein Einlass zum Parlament auf der Krim gewährt.



10. Mr. Putin sagt: Die Rada, das ukrainische Parlament, steht unter dem Einfluss von Extremisten oder Terroristen.

Die Fakten: Die Rada ist die repräsentativste Institution der Ukraine. Die letzten Beschlüsse wurde mit großer Mehrheit getroffen, auch von Vertretern aus dem Osten der Ukraine. Ultranationalistische Gruppierungen, von denen manche sich an offenen Kämpfen mit Sicherheitskräften auf dem Maidan beteiligten, sitzen nicht im Parlament. Es gibt keine Anzeichen, dass das ukrainische Parlament diskriminierende Politik befürwortet oder verfolgt. Sie hat sich öffentlich zu einer gegenteiligen Politik bekannt.

weiter lesen: http://www.gmx.net/themen/nachrichten/a ... #.A1000146
HPA
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Zicke » 6. März 2014, 18:37

HPA hat geschrieben:Krim-Krise: Die zehn größten Lügen Wladimir Putins

das hatten wir schon
augenzeuge hat geschrieben: von augenzeuge » Donnerstag 6. März 2014, 16:40
Zicke
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 6. März 2014, 18:40

Zitat:
Der russisch-amerikanische Konflikt in der Krim-Krise verschärft sich weiter. Nachdem Russland derzeit Kriegsschiffe über das Schwarze Meer schickt, reagiert die USA mit der Entsendung eines Flugzeugträgers.
Sie positionierten den Flugzeugträger USS George H. W. Bush in Griechenland vor dem Hafen von Piräus. Militärexperten werteten die Präsenz des Flugzeugträgers als Versuch der USA, in der Region Flagge zu zeigen. Es ist eine Drohkuisse, die stark an den Kalten Krieg erinnert.

http://www.mopo.de/politik---wirtschaft ... 60770.html

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Edelknabe » 6. März 2014, 18:42

Der war gut Pentium, dieser dein:

"1772 kam Kamjanez zum Russischen Reich."

Von 1772 bis 2014 sind es gute 242 Jährchen ne vergiss es, vergiss es ganz schnell mit den Polen....und ihrem (irgendwie und warum) Interesse siehe die Ukraine.

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 6. März 2014, 18:59

Ach Edelknabe. Picke dir doch nicht einfach einen Ort herraus!
Schon mal was von Podolien gehört mein historisch interresierter Freund? 1920 bis 1939 gehörte der westliche Gebietsteil zu Polen, der östliche zur Sowjetunion. Kamjanez liegt in Podolien!
Und was ist mit dem Königreich Galizien und Lodomerien? Auch zu lange her oder?
Dann ziehe dir mal etwas über den Polnisch-Sowjetischer Krieg rein!
1920-21 zwischen Polen, das mit der »Ukrainischen Volksrepublik« unter dem Ataman S. Petljura verbündet war, und Russland geführter Krieg um die Grenzziehung zwischen beiden Staaten. Nachdem polnische Truppen bereits im April 1919 in die kurz zuvor proklamierte Litauisch-Weißrussische Sowjetrepublik einmarschiert waren (Eroberung Wilnas) und im Juni 1919 das ukrainische Ostgalizien besetzt hatten, kam es im Januar 1920 zu Verhandlungen Polens mit Sowjetrussland; Polen schloss aber im April 1920 einen Offensivpakt mit dem ukrainischen Direktorium. Am 26. 4. 1920 begann ein polnisch-ukrainischer Vorstoß gegen Kiew (Einnahme am 7. 5. 1920). Als bolschewistische Gegenoffensiven besonders unter dem General M. N. Tuchatschewskij die polnischen Truppen bis vor Warschau zurückdrängten, wandte sich die polnische Regierung an die Ententemächte um Hilfe, die im Juli 1920 die Curzon-Linie als Waffenstillstandslinie vorschlugen. Mit ihrem Sieg bei Warschau (»Wunder an der Weichsel«, 16. 8. 1920) konnten polnische Truppen unter Marschall J. Piłsudski die bolschewistischen Kräfte zum Rückzug zwingen. Im Frieden von Riga (18. 3. 1921 setzte die polnische Regierung eine Grenzlinie durch, die rd. 150 km östlich der Curzon-Linie lag.

330px-Karte_Polen_(1945).png


Verlauf der Curzon-Linie (grün) im Vergleich zu den polnischen Grenzen vom 1. September 1939 (blau), zur deutsch-sowjetischen Demarkationslinie vom 28. September 1939 (braun) und zu heute (rot). Türkisfarbene Fläche: Gebietserweiterungen Polens unter General Piłsudski nach dem Ersten Weltkrieg bis 1923 östlich der Curzon-Linie. Gelbe Fläche: von Polen als Kompensation für den Verlust der Gebiete östlich der Curzon-Linie geltend gemachten Territorialgebiete des Deutschen Reichs in den Grenzen von 1937 („Westverschiebung“).

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Spartacus » 6. März 2014, 19:03

pentium hat geschrieben:Zitat:
Der russisch-amerikanische Konflikt in der Krim-Krise verschärft sich weiter. Nachdem Russland derzeit Kriegsschiffe über das Schwarze Meer schickt, reagiert die USA mit der Entsendung eines Flugzeugträgers.
Sie positionierten den Flugzeugträger USS George H. W. Bush in Griechenland vor dem Hafen von Piräus. Militärexperten werteten die Präsenz des Flugzeugträgers als Versuch der USA, in der Region Flagge zu zeigen. Es ist eine Drohkuisse, die stark an den Kalten Krieg erinnert.

http://www.mopo.de/politik---wirtschaft ... 60770.html

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Die können ihren Flugzeugträger entsenden wie sie wollen, denn er darf nun mal nicht ins schwarze Meer rein. [smile]

LG

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 6. März 2014, 19:15

Die "USS George H. W. Bush" will auch nicht in das Schwarze Meer.

"Eine Einfahrt des mehr als 300 Meter langen Schiffes ins Schwarze Meer galt als unwahrscheinlich. Geschlossene Meere seien nicht für Flugzeugträgeroperationen geeignet, hieß es."

quelle:NTV

Die Anwesenheit ist entscheident.

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Spartacus » 6. März 2014, 19:20

pentium hat geschrieben:Noch ein Schnipsel:

Zitat:
[Die Gerüchte, dass es unbekannte Scharfschützen gab, die sowohl auf die Polizei als auch auf Demonstranten geschossen haben, machen in der Ukraine schon lange die Runde. Am Tag nach den Ereignissen, dem 21. Februar, erklärte die Parlamentsabgeordnete Inna Bogoslowskaja, sie habe ein Video gesehen, wie Scharfschützen in Uniform der Sondereinheit Berkut aus Kalaschnikows mal auf Demonstranten, mal auf Polizisten feuerten. Aber sie war sich sicher, dass es keine Berkut-Polizisten waren. "Das muss untersucht werden", sagte sie. Das Video, von dem Bogoslowskaja sprach und das angeblich Berkut-Polizisten zeigten, wurde allerdings noch nicht öffentlich zugänglich gemacht....]

http://www.welt.de/politik/article12550 ... ossen.html

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"Die Scharfschützen waren ausländische Söldner, Amerikaner, Deutsche", sagte ein ehemaliger Berkut-Polizist im Gespräch auf der Krim, noch bevor das Telefonat von Ashton veröffentlicht wurde. Die Frage nach den mysteriösen Scharfschützen ist explosiv, denn sie hat das Potenzial die Ukraine noch tiefer zu spalten.


Das mit den Söldnern könnte hinkommen, Amerikaner auch, aber Deutsche kann ich mir gerade gar nicht vorstellen.
Höchst brisante Sache, nur wird die Wahrheit dazu jemals ans Licht gelangen? Wer waren die Auftragsgeber, wer hat
gezahlt?

LG

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 6. März 2014, 19:24

Zitat:
Die neue ukrainische Staatsführung ergreift Maßnahmen zur Auflösung des regionalen Parlaments auf der Krim. Ein entsprechendes Verfahren werde vom Parlament in Kiew eingeleitet, sagte Übergangspräsident Alexander Turtschinow in einer Fernsehansprache. Das Krim-Parlament hatte am Mittag ein Referendum über den künftigen Status des Gebiets für den 16. März angesetzt und Russlands Staatschef Wladimir Putin gebeten, eine Aufnahme der Krim in die Russische Föderation zu prüfen.

http://www.stern.de/politik/ausland/-uk ... 94663.html

Wer soll dieses Parlament auflösen? Volkssturm?

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Spartacus » 6. März 2014, 19:34

Spartacus hat geschrieben:Ich sag nur "Selbstbestimmungsrecht der Völker", also eine Volksabstimmung auf der Krim und schon ist der Spuk zu Ende,
denn man kann den Russen dort nicht verwehren, was man zum Beispiel dem Kosovo gestattet hat.



Schrieb ich vor zwei Tagen und schon geht es los. Wetten, dass das Selbstbestimmungsrecht der Völker demnächst
auftaucht.

LG

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 6. März 2014, 19:43

Und morgen entscheidet sich der Freistaat Sachsen, ich meine seine Bewöhner, wir gehören jetzt zu Österreich!

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Sirius » 6. März 2014, 19:51

Spartacus hat geschrieben:
Spartacus hat geschrieben:Ich sag nur "Selbstbestimmungsrecht der Völker", also eine Volksabstimmung auf der Krim und schon ist der Spuk zu Ende,
denn man kann den Russen dort nicht verwehren, was man zum Beispiel dem Kosovo gestattet hat.



Schrieb ich vor zwei Tagen und schon geht es los. Wetten, dass das Selbstbestimmungsrecht der Völker demnächst
auftaucht.

LG

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Dann soll Russland auch den Völkern, die in seinem Machtbereich leben, das Selbstbestimmungsrecht gewähren. Das tut es aber nicht und unterdrückt dies, wie in Tschetschenien, Dagestan und anderswo seit Ewigkeiten gewaltsam mit äußerster Brutalität. Darum ist der Verweis auf das Selbstbestimmungsrecht auf der Krim abwegig. Das dient doch der russischen Seite nur dazu, den Überfall auf einen völkerrechtlich anerkannten, souveränen Staat mit allerlei vorgeschobenen Gründen zu rechtfertigen.
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Sirius » 6. März 2014, 19:59

Knapp ein Drittel der Deutschen rechnet einer Umfrage zufolge damit, dass es in der Krim-Krise zu einer bewaffneten Auseinandersetzung zwischen der Ukraine und Russland kommen wird. Dies ergab der am Donnerstag veröffentlichte ARD-Deutschlandtrend. Zugleich sinkt das Vertrauen zu Russland: Nur noch 15 Prozent der Befragten halten die Großmacht für einen vertrauenswürdigen Partner, drei Prozentpunkte weniger als noch vor einem Monat. Es ist der tiefste Wert, der je in einem ARD-Deutschlandtrend gemessen wurde.

http://www.rp-online.de/politik/eu/krim ... -1.4086951


Jetzt hat sich die fünfte Kolonne Moskaus, die so viele Kommentarseiten von Zeitungen im Netz unterwandert und dominiert hat, in den letzten Tagen und Wochen so viel Mühe gegeben, und dann das. [laugh] Zeigt doch dieses Ergebnis, wie wenig Einfluß diese Kommentare auf die öffentliche Meinung haben. Vermutlich liegt die Zahl der Leser solcher Kommentare im unteren einstelligen Prozentbereich.
Zuletzt geändert von Sirius am 6. März 2014, 20:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon HPA » 6. März 2014, 20:00

Da vergisst du ein paar Staaten,oder meinst Du, solche Länder wie Tadshikistan ,Kasachstan ,Usbekistan,Weissrussland,diverse Kaukasusklein"staaten" und so weiter würden heute irgendetwas ohne den Segen Moskaus tun?
Dort regieren Marionetten. Punkt

Umfrage? die ist doch eh nur gefälscht ,westliche Mainstreampresse,was sonst? [grins]

Diese Scharfschützengeschichte ist in der Tat bedenklich. Sowas in der Art kenne ich aus dem Kosovo. Da wurde mit einem initialem Ereignis und dem bewussten Streuen von Gerüchten ganz gezielt Unruhen angezettelt mit dem Ergebnis von ein paar Dutzend Toten innerhalb von 2 Tagen .Da wurden ganz gezielt zwei Ethnien gegeneinander aufgehetzt.
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon augenzeuge » 6. März 2014, 22:13

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 6. März 2014, 22:20

Der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat erneut eine Vermittlung im Krim-Konflikt abgelehnt, obwohl er eine freundschaftliche Beziehung zum russischen Präsidenten Wladimir Putin pflegt.

Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" zitierte Schröder mit der Aussage, er habe nicht mit Putin über die Ukraine gesprochen. "Warum auch, ich will mich da nicht einmischen", habe der 69-Jährige bei einem Empfang der deutschen Botschafterin in Paris gesagt. Als Einzelperson könne er nichts ausrichten; außerdem werde man bei solchen Telefonaten "nur abgehört". Schröder habe das russische Vorgehen auch nicht verurteilen wollen: "Bringen Sie mich nicht in eine Situation, in der ich etwas sage, was ich nicht sagen will."

http://www.rp-online.de/politik/eu/gerh ... -1.4083719

Was soll er auch richten?
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