Das es sich bei den Wahlen in der DDR nicht um freie, schon gar nicht um geheime handelte,wer will das ernsthaft bestreiten, wer hat das eigentlich nicht schon in der DDR nicht gewusst, eigentlich keiner.Der Otto-Normal -DDR-Bürger hat die Wahl auch deswegen auch schon lange nicht mehr ernst genommen,wenn er keinen Stress haben wollte ist er einfach hingegangen und hat seinen Zettel einfach in die Kiste geworfen und gut.
Der Knackpunkt bei der Geschichte aus rein historischen Blickwinkel,war diese Wahlfälschung eigentlich wirklich so geplant,wurde sie konkret vorbereitet, gab es Verantwortliche in der Führung des Landes, die dazu konkrete Anweisungen gegeben haben? Ich glaube eher nicht, es gibt auch keine Hinweise darauf.Und trotzdem gab es diese Fälschungen unbestritten, warum und wie war das nun eigentlich möglich, dass müsste man sich doch eigentlich fragen.Man tut das aber in der Regel nicht.Grund dafür, nur die unbestreitbare Tatsache reicht aus um die feststehende Meinung zur DDR und der "Verkommenheit"seiner Funktionäre weiter zu zementieren.
Ich bin 1957 geboren, frühestens 1970 habe ich mich für politische Themen interessiert.Alles was in dieser Richtung vorher war, was sich wie und warum entwickelt hat, ich kann es nur schwer beurteilen.
In "meiner Zeit" saß die politisch führende Kraft vermeintlich fest im Sattel,die "Machtfrage" war geklärt, kaum einer im Land hat das ernsthaft angezweifelt.In "meiner Zeit" hatte sich etwas entwickelt, dass man durchaus als "vorauseilenden Gehorsam" bezeichnen könnte. Wir haben es natürlich als Parteidisziplin definiert. Wenn man "dazu gehörte" wusste man was man zu tun hatte,was das Richtige ist,was "unserer gerechten Sache dient". Man hat sich dabei noch nicht mal schlecht gefühlt, hatte ja verinnerlicht einer LETZTLICH gerechten Sache zu dienen.EIGENTLICH ein riesen Selbstbetrug.Und so war es eben bei der Weitermeldung der Wahlergebnisse ähnlich wie bei der Weitermeldung vieler anderer Zahlen an die "führenden Genossen".Es passierte unter immer gleichen Tenor,was sollen denn die Genossen von uns denken,vielleicht denken die von uns noch,wir haben schlechte politisch-ideologische Arbeit geleistet,die Menschen nicht von unserer EIGENTLICH doch guten und gerechten Sache überzeugt,WIR haben versagt und das Wahlergebnis ist der Ausdruck dessen.Und so wurde der Wahlbetrug einfach ein Selbstläufer, brauchte gar nicht angeordnet werden, er passierte einfach, war Ergebnis von diktatorischen Strukturen.Natürlich macht das alles den Wahlbetrug nicht besser, man sollte sich diese Zusammenhänge aber zumindest verinnerlichen, man begreift sonst diesen Teil deutscher Geschichte nicht voll umfänglich.Als" Außenstehender" , Nicht-gelernter-DDR-Bürger hat man es sowieso schon schwer genug diesen Irrsinn zu verstehen.
![Gluecklich [grins]](./images/smilies/grins.gif)
Wenn man natürlich in einer vorgefassten Meinung verbleiben will braucht man das alles nicht, es gibt genug Leute die haben die einfachen Erklärungen dafür, ich kann es nicht ändern , auch ein Rainer Eppelmann gehört dazu oder gibt sich dafür her.Er ist mit Sicherheit klug genug es besser zu wissen, aber er war und ist eben ein Feind dieses Systemes was sich Sozialismus nennt, egal ob es demokratisch,diktatorisch, ökonomisch erfolgreich oder nicht erfolgreich wäre.