SkinnyTrucky hat geschrieben:vs1400 hat geschrieben:ich kann da nur von mir berichten Mara,
so richtig gedanken hab ich mir erst an der grenze also nach der ausbildung gemacht.
im busch oder in der kaserne hab ich derartige gespräche nicht geführt. man wusste ja immer "feind" hört mit und ein solches vertrauen, dass ich mich gegenüber anderen zu 100% geöffnet hätte, baute man nicht auf.
klar gab es nach lagen öfters mal sprüche, was man wenn gemacht hätte oder machen würde. die entstanden aber eben auf der bude, in der praxis hätte es anders ausgesehen.
Tja Torsten....ich war ja auch mit so'n scharfen Schiessprügel auf Wacht....Objektwache halt....nich oft aber dafür reichte mir das Geschlotter meiner Knie um mit dem Ding durch die Dunkelheit zu lafen....ich war mir bewusst, wie tötlich die Knarre ist....
....zum Einen denkst dir, da kommt eh keiner....zum Zweiten krichste den Gedanken nich raus, wenn aber doch....
....nun ist das ein lächerliches Beispiel gegenüber der richtigen Grenzwacht und soll halt nur verdeutlichen, das ich es nicht glauben kann, das man sich keine Gedanken gemacht hat oder halt nur im eigenen Kopp damit sass....
....und Torsten, wieso *Feind Hört Mit*....???? Warum sollte es denn so schwierig gewesen sein, seine Ängste deutlich zu machen....ich glaube auch in der DDR wurde man nicht gevierteilt, wenn man seine Skrupel kennbar gemacht hat....auch wenn alle mal Cowboy und Indianer gespielt haben als Knilche, so liegt es doch nich jedem an der Grenze dann den Rambo zu spielen....wie eingeschüchtert vom Staate DDR war man nicht wohl, wenn man sich damit nicht auseinander setzte....
groetjes
Mara
für mich war diese zeit, bis zu meiner krankheit, die härteste meines lebens, psychisch eben
Mara.
die objektwachen, bei mir an der knollenburg, waren aufregend und ich hatte angst vor der waffe und mir.
an der grenze und nach der ersten schicht als postenführer, abhängig von den informationen des postens und bewusst der möglichkeiten, begann es zu arbeiten.
die waffe wurde teil der ausrüstung und war es wohl für viele.
ich war auch verantwortlich für meinen posten und dieser hatte ne frau + kind.
da erst wurde mir bewusst, was ich dort tat und viele, nie an dieser grenze gediente, können es nicht verstehen, belächeln meine naivität.
egal, so war es bei mir und ja, ich war zu naiv und hab mich fangen lassen, von fängern des wkk mit großen versprechen, bezüglich meiner zukunft.
ok, ich war halt leichtgläubig.
vergesse jedoch nie meine erste schicht als postenführer und die gedanken danach und für länger als nen paar tage, hatte ja zeit.
einen vorwurf würde ich gwd'lern der grenze jedoch nie machen, egal ob sie geschossen oder nicht geschossen haben.
sie wurden benutzt und wollten nur ihre pflicht
erledigt haben, sie wollten nicht, sie mussten.
doch war man auch glücklich über höheren sold und bessere verpflegung, so nebenher und damals eben.
"feind hört mit" war für mich immer relevant.
was wusste man denn von seinem posten oder neuem soldaten in der gruppe?
100% hab ich nie von mir gegeben, damals.
an der grenze war es schwierig sich zu öffnen
Mara.
es war schon an der knolle für kritische sed kandidaten bedenklich und endete im sprechverbot, für den kandidaten der sed.
auf der kompanie hat sich politisch niemand geöffnet, die wollten nach hause und dass ohne probleme.
derartige konnten nie ausgeschlossen werden und bestanden, so meine sicht, in der masse aus partnerschaftlichen problemen und man wurde staubig.
staubig war, nicht tauglich für den grenzdienst und schon bist du nicht mehr teil deiner truppe, schiebst wochenlang innendienst und hast probleme mit der partnerin.
bekommst du das nicht auf die reihe, wirst du versetzt nach ... und all das spielte eine rolle, damals eben.
gruß vom Torsten
![Hallo [hallo]](./images/smilies/hallo.gif)