72 Jahre

Aufarbeitung und Schlußfolgerungen

Re: 72 Jahre

Beitragvon Olaf Sch. » 20. Oktober 2021, 12:06

Kumpel genauso, ich war ja am 4.11.89 dabei und da war von einem Polizeieinsatz oder schlimmeres keine Rede mehr, da waren alle Messen gesungen und die neue Führung hatte wohl schon den Deal mit dem Mauerfall in Sack und Tüten.

Nach dem Sturz von Mielke war die Luft raus und da hatte keiner mehr Angst von den Demonstranten, da hatten Andere mehr Schiss, deshalb auch der Deal mit Kohl&Co.
Olaf Sch.
 

Re: 72 Jahre

Beitragvon Volker Zottmann » 20. Oktober 2021, 12:31

Sperrbrecher hat geschrieben:
Beethoven hat geschrieben:Die Mitarbeiter des MfS wurden anders entlohnt als die Angehörigen der NVA.
Sie bekamen mehr als vergleichbare NVA-Angehörige.

Bei der MfS-BV Dresden verdiente eine Raumpflegerin schon
mehr als 10.000 Mark im Jahr. Der Leiter der BV Dresden Horst
Boehm (Generalmajor) erhielt über 50.000 M.

Quelle: "MfS Bezirksverwaltung Dresden - eine erste Analyse"
herausgegeben von dem Bürgerkomitee Bautzner Straße e.V.


Diese Entlohnung war oft noch höher als gerade angegeben!
Der mir bekante Oberstleutnant des MfS Michael G., Jahrgang 1957, bekam bereits 30000.-M im Jahr.
2500.-M als Monatssalair war in diesen "niedrigeren" Dienstgraden geradezu üblich.
Dazu gab es auch damals von BILD zuerst veröffentlichte Namenslisten.
Die OibE bekamen oft monatlich sogar regelmäßig 2 volle Gehälter. Das vom MfS und das weitere von ihrem scheinbaren Arbeitgeber.
Bei OiBE Ulrich Kolbe, alias Werner Weber, war es so. Da zahlte das zweite Monatsgehalt das Theater Schwerin bzw das dortige Kulturhaus.
Also, finanziell konnten diese "Größen" schon die Sau raus lassen.

Gruß Volker
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Re: 72 Jahre

Beitragvon andr.k » 20. Oktober 2021, 14:09

Volker Zottmann hat geschrieben:Die OibE bekamen oft monatlich sogar regelmäßig 2 volle Gehälter. Das vom MfS und das weitere von ihrem scheinbaren Arbeitgeber.
Bei OiBE Ulrich Kolbe, alias Werner Weber, war es so. Da zahlte das zweite Monatsgehalt das Theater Schwerin bzw das dortige Kulturhaus.
Also, finanziell konnten diese "Größen" schon die Sau raus lassen.


Deine Behauptungen (OibE, 2. Monatsgehalt und Anstellungsverhältnis) über Ulrich Kolbe kannst Du doch sicherlich einfach untermauern? Oder sind das wieder die üblichen Spekulationen?

[hallo]
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Re: 72 Jahre

Beitragvon augenzeuge » 20. Oktober 2021, 14:31

Wenn du nicht das Gegenteil beweisen kannst, wirds stimmen. Denn du würdest es ganz sicher tun. [flash]

Oder soll er Quellen suchen, welche du eh nicht anerkennst. [grins]
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Re: 72 Jahre

Beitragvon pentium » 20. Oktober 2021, 14:48

augenzeuge hat geschrieben:Wenn du nicht das Gegenteil beweisen kannst, wirds stimmen. Denn du würdest es ganz sicher tun. [flash]

Oder soll er Quellen suchen, welche du eh nicht anerkennst. [grins]
AZ


Ich würde erst mal keine Namen nennen...
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Re: 72 Jahre

Beitragvon Beethoven » 20. Oktober 2021, 15:06

zoll hat geschrieben:Es ist schon bemerkenswert, dass es Beethoven gelungen ist mit dem Eingangartikel über den Geburtstag der DDR so ein Echo auszulösen.
Wirklich bemerkenswert und ein Lehrstück in Psychologie.


[grins] War eigentlich gar nicht meine Absicht.

Aber sieh es mal so. Schreibt ne Type wie ich etwas, stürzen sich alle "Andersgläubigen" sofort drauf, pflücken es auseinander und schimpfen wir die Krähen.
Der Ritter Frundsberg hat dazu gesagt: "Viel Fein, viel Ehr."
Na, ich finde es aber trotzdem toll, wenn im Kanon "gepoltert" wird.


Kumpel hat geschrieben:Korrektheit in den zeitlichen Abläufen scheint dir fremd zu sein Beethoven.
An besagtem 9. Oktober 89 gab es keinen Befehl von Krenz , er war nicht erreichbar. Abgeduckt würde man salopp sagen und ein Herr Gysi , Frau Spira oder Herr Wolf traten am 4. November auf die Rampe.
Da war die Luft für die SED bereits ziemlich dünn und ihre Macht schwer am bröckeln. Im Gegensatz zum 9. Oktober wo es auf Spitz und Knopf stand.
Wovon du offenbar nichts mitbekommen hast.


Das schrieb ich auch nicht, werter Kumpel.

Na gut. Ich wollte Euch das eigentlich nicht antun aber was solls?

Auszug Rede GO Streletz

F. Streletz äußert sich über die Ereignisse 1989.
Die Handlungen der obersten militärischen Führung der DDR im Herbst 1989 zur Gewährleistung der Gewaltlosigkeit

Die Ereignisse der Herbst 1989 jähren sich 2014 zum 25. Mal. Für Politiker der etablierten Parteien vor allem aber die Massenmedien Anlass genug, ihre Version des Verlauf der Ereignisse darzustellen, Hasstriaden über die DDR sowie ihre Schutz –und Sicherheitsorgane auszuschütten und gleichzeitig den sogenannten „Bürgerrechtlern“ Lob und Anerkennung für den Verlauf der „friedlichen Revolution“ zu zollen. Das aber hat mit der Wirklichkeit wenig zu tun.

Als Zeitzeuge möchte ich mich zu drei Fragen äußern, die für die wahrheitsgetreue Betrachtung der Geschichte der Nationalen Volksarmee und der Grenztruppen der DDR während der Ereignisse im Herbst 1989 von Bedeutung sein könnten.

1. Zur Befehlsgebung durch den Vorsitzenden des Nationalen Verteidigungsrates. ...


Nur diesen Teil kopiere ich ein (Beethoven)

Die Darlegungen zu diesen drei Fragen sollen auch eine Antwort auf das sogenannte „ Wunder der Wende“ geben, das der Ministerpräsident des Landes Brandenburg, Dietmar Woidke, bei der Vorstellung des Programms „25 Jahre friedliche Revolution“ breit popularisierte.

1. Zur Befehlsgebung durch den Vorsitzenden des Nationalen
Verteidigungsrates im Herbst 1989
Auch für die Angehörigen des Nationalen Volksarmee und der Grenztruppen war das Jahr 1989 ein ereignisreiches Jahr.


weiter in Antworten
Die größten Vorteile im Leben überhaupt wie in der Gesellschaft hat ein gebildeter Soldat. J. W. v. Goethe

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Re: 72 Jahre

Beitragvon Beethoven » 20. Oktober 2021, 15:08



Vor allen Dingen mussten im Herbst 1989 Aufgaben gelöst werden, die einen verantwortungsbewussten politisch – moralischen Zustand aller Angehörigen der NVA und der Grenztruppen der DDR erforderten.
Trotz der vielen Massendemonstrationen und der Sprachlosigkeit der Partei – und Staatsführung, aber auch der militärischen Führung zu den anstehenden Problemen, musste die Ordnung und Sicherheit sowie die Grenzsicherung gewährleistet sein.
Wir hatten vielseitige Verpflichtungen im Warschauer Vertag und gegenüber der Westgruppe der sowjetischen Streitkräfte, die eingehalten werden mussten. Für die Erfüllung dieser Aufgaben hatte der Nationale Verteidigungsrat eine besondere Verantwortung. Es kam darauf an, dass in dieser schwierigen Periode durch den Vorsitzenden des Nationalen Verteidigungsrates klare Befehle für die Armee, die Schutz – und Sicherheitsorgane und die Bezirkseinsatzleitungen gegeben wurden.
Als Sekretär des Nationalen Verteidigungsrates hatte ich dabei eine besondere Verantwortung.
Insgesamt wurden im Herbst 1989 vier „Sicherheitsbefehle“ durch den Vorsitzenden des Nationalen Verteidigungsrates unterzeichnet, die ich vorbereitet habe.
Alle vier Befehle waren erforderlich, weil sich im Oktober / November 1989 die entstandene Situation kurzfristig veränderte und jeder einzelne Befehl sich auf die jeweiligen konkreten Ereignisse bezog.
Die Befehle Nr. 8 und 9/89 wurden noch von Erich Honecker und die Befehle Nr. 11 und 12/89 von Egon Krenz als Vorsitzenden des NVR unterzeichnet.
Auch in dieser schwierigen Periode im Herbst 1989 sind wir, die militärische Führung, von dem Grundsatz ausgegangen:

„Politische Probleme müssen mit politischen Mitteln und auf politischem Wege gelöst werden“.

Von diesen Überlegungen aus habe ich die vier Sicherheitsbefehle des Vorsitzenden des Nationalen Verteidigungsrates im Herbst 1989 erarbeitet.
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Re: 72 Jahre

Beitragvon Beethoven » 20. Oktober 2021, 15:09



Zu den einzelnen Befehlen:

(1) Befehl Nr. 8/ 89 über „ Maßnahmen zur Gewährleitung der Sicherheit und Ordnung in der Hauptstadt der DDR, Berlin, anlässlich des 40. Jahrestages der DDR“

Dieser Befehl wurde auf Weisung von Erich Honecker erarbeitet und am 26.09.1989 von ihm unterzeichnet. Er beinhaltete schwerpunktmäßig die Aufgaben und die Verantwortung der Bezirkseinsatzleitung Berlin im Zusammenhang mit der Durchführung der Feierlichkeiten zum 40. Jahrestag der Gründung der DDR in der Hauptstadt Berlin.

Aus diesem Dokument ist ersichtlich, dass der Vorsitzende der Bezirkseinsatzleitung Berlin, Schabowski, die volle Verantwortung für die Ruhe, Sicherheit und Ordnung in Berlin zu tragen hatte.
Diesen Befehl haben außer Schabowski auch

- der Minister für Nationale Verteidigung
- der Minister für Staatssicherheit und
- der Minister des Innern und Chef der Deutschen Volkspolizei

erhalten.

Diese drei Minister haben auf der Grundlage des Befehls des Vorsitzenden des Nationalen Verteidigungsrates ihre eigenen Befehle für ihren Verantwortungsbereich erlassen.

(2) Befehl Nr. 9/89 über Maßnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit und Ordnung in Leipzig

Dieser Befehl wurde am 13.10.1989 unterzeichnet. Die Erarbeitung dieses Dokumentes hat eine Vorgeschichte, auf die ich kurz eingehen möchte.

Bekanntlich hat es am 9. Oktober 1989 in Leipzig eine Demonstration mit 70.000 Menschen gegeben. Man rechnete am 16.Oktober mit einer Demonstration von 120.000 bis 150.000 Teilnehmer.

Auf Entschluss von Egon Krenz sind am 13. Oktober gemeinsam mit ihm

- Generaloberst Mittig - 1. Stellvertreter des Minister für Staatssicherheit
- Generaloberst Wagner – Chef des Stabes des Ministeriums des Innern
- Wolfgang Herger – Leiter des Abteilung für Sicherheitsfragen und
- ich, Generaloberst Streletz

nach Leipzig geflogen, um mit der Bezirkseinsatzleitung eine ausführliche Beratung durchzuführen. Über drei Stunden haben wir beraten, wie auf die nächste Großdemonstration politisch reagiert werden soll und wie sich die Schutz – und Sicherheitsorgane verhalten sollten.
Die Hauptaufgabe bestand darin

- Keine Provokationen
- Keine Gewalt
- Keine Anwendung der Schusswaffe

zuzulassen.

Zu diesen drei Fragen gab es bei allen Teilnehmern an der Beratung eine einheitliche Auffassung.
Auf dem Rückflug von Leipzig nach Berlin habe ich den Befehl Nr. 9/89 des Vorsitzenden des NVR vorbereitet. Er wurde im Hause des Zentralkomitees nach Rücksprache mit Egon Krenz von seiner Sekretärin geschrieben.

Gegen 17.00 Uhr haben Egon Krenz und ich Erich Honecker

- Über die Ergebnisse der Beratung in Leipzig Bericht erstattet und
- Ihn gebeten, den vorbereiteten Befehl zu unterschreiben.

Diese Beratung bzw. Berichterstattung bei Erich Honecker dauerte etwa eine Stunde. Ich habe ihm alle Punkte des Befehls erläutert bzw. begründet. Dieser Befehl wurde von ihm unterzeichnet.
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Re: 72 Jahre

Beitragvon Beethoven » 20. Oktober 2021, 15:10

Vielleicht darf ich den Punkt 5 dieses Befehls zitieren:

„Der aktive Einsatz polizeilicher Kräfte und Mittel erfolgt nur bei Gewaltanwendung durch Demonstranten gegen eingesetzte Sicherheitskräfte bzw. bei Gewaltanwendung gegen Objekte auf Befehl des Vorsitzenden der Bezirkseinsatzleitung Leipzig. Der Einsatz der Schusswaffe im Zusammenhang mit möglichen Demonstrationen ist grundsätzlich verboten“.

Das war eine klare Aufgabenstellung die auch von den Schutz- und Sicherheitsorganen in Leipzig streng eingehalten wurde. Es sei mir jedoch gestattet, nur ein Beispiel von vielen Lügen und Verleumdungen im Zusammenhang mit den Leipziger Demonstrationen zu schildern.
Ich möchte nur auf die Lügen des damaligen Bundespräsidenten Köhler im Zusammenhang mit der Festveranstaltung im Jahre 2009 in Leipzig eingehen.

Wörtlich formulierte er:

„Vor der Stadt standen Panzer, die Bezirkspolizei hatte Anweisung, auf Befehl ohne Rücksicht zu schießen.
Die Herzchirurgen der Karl – Mar – Universität wurden in der Behandlung von Schusswunden unterwiesen , und in der Leipziger Stadthalle wurden Blutplasma und Leichensäcke bereitgelegt.“

Da ich als Sekretär des Nationalen Verteidigungsrates auch für die Maßnahmen in Leipzig eine bestimmte Verantwortung hatte, möchte ich unterstreichen:

- kein einziger Panzer stand vor oder in Leipzig (die NVA hatte im Standort Leipzig keine Panzer stationiert)
- kein Vorgesetzter hat der Bezirkspolizei einen Befehl oder eine Weisung gegeben, ohne Rücksicht auf Demonstranten zu schießen
- in Leipzig wurden nirgends Blutplasma und Leichensäcke bereitgestellt
- kein einziger Arzt der Klinik für Herz – und Gefäßchirurgie der Leipziger Karl – Marx – Universität wurde in die Behandlung von Schussverletzungen eingewiesen, bestätigte der Direktor der Klinik Professor Karl – Friedrich Lindenau.
Das sind die Tatsachen zu den Leipziger Ereignissen.

Durch solche Lügen und Verleumdungen, selbst durch den damaligen Bundespräsidenten, soll die DDR als „Unrechtsstaat“ abgestempelt werden.

Auch so kann man die deutsche Geschichte aufarbeiten !
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Re: 72 Jahre

Beitragvon pentium » 20. Oktober 2021, 15:11

Mensch @Beethoven...spare dir deine Ausführungen. Hatten wir schon...manchmal ist es hilfreich andere Texte zu lesen.
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
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Re: 72 Jahre

Beitragvon Beethoven » 20. Oktober 2021, 15:12

(3) Befehl Nr. 11/89 über Maßnahmen zur Gewährleistung von Sicherheit und Ordnung in den Bezirken der DDR

Dieser Befehl wurde von mir auf Weisung von Egon Krenz am 3. November erarbeitet und beinhaltet die Sicherheitsvorkehrungen in der Hauptstadt Berlin im Zusammenhang mit der geplanten Großdemonstration auf dem Alexanderplatz, zu der bis zu einer Million Menschen erwartet wurden.

Dieser Befehl 11/89 es war der erste Befehl von Egon Krenz als Vorsitzenden des NVR, wurde allen 15 Vorsitzenden der Bezirkseinsatzleitungen zugestellt, da man auch in den einzelnen Bezirken mit Demonstrationen nach dem Beispiel Berlin rechnen musste. In diesem Befehl wurden auch besondere Anweisungen für die Sicherung der Staatsgrenze festgelegt.

Im Punkt 6 wurde befohlen:

„Durch die Bezirkseinsatzleitungen der Grenzbezirke sind die erforderlichen Maßnahmen vorzusehen, damit Demonstrationen nicht in das Grenzgebiet eindringen. Im Falle eines solchen Eindringens sind die Demonstranten durch Anwendung körperlicher Gewalt und geeigneter Mittel daran zu hindern, dass es zu Grenzdurchbrüchen kommt. In besonders gefährdeten Abschnitten sind, zusätzlich zu den eingesetzten Grenzposten, Diensthundeführer einzusetzen.“

Im Punkt 7 wurde festgelegt:

„Die Anwendung der Schusswaffe im Zusammenhang mit möglichen Demonstrationen ist grundsätzlich verboten.“

Der Befehl Nr.11/89 war auch ein wichtiges, man kann sagen ausschlaggebendes Dokument für die Angehörigen der Grenztruppen in Berlin, dass bei der „Maueröffnung durch Schabowski“ kein einziger Schuss fiel.

(4) Befehl Nr. 12/89 über die Bildung einer operativen Führungsgruppe des Nationalen Verteidigungsrates der DDR

Dieser Befehl wurde von mir in der Nacht vom 9.November auf Weisung von Egon Krenz erarbeitet. Leider erst dann, als das Kind schon in den Brunnen gefallen war. Mit diesem Befehl sollte wieder Ruhe, Ordnung und Sicherheit in der DDR, vor allen Dingen in Berlin, durch die abgestimmten Maßnahmen aller zuständigen Organe hergestellt werden.

Deshalb gehörten zu der Führungsgruppe kompetente Vertreter

- des Ministeriums für Nationale Verteidigung
- der Grenztruppen der DDR
- des Ministeriums für Staatssicherheit
- des Ministeriums des Innern
- des Zentralkomitees der SED und
- des Ministerrates
Hätte man eine solche Arbeitsgruppe bei der Vorbereitung der neuen „Reisegesetzgebungen“ und der Öffnung der Grenzübergangsstellen gebildet und nicht die Vorbereitung

- zwei Obersten des Ministeriums des Innern und
- zwei Obersten des Ministeriums für Staatssicherheit überlassen,

dann wäre es sicher nicht zu einer solchen komplizierten Lage gekommen, wie sie nach der Pressekonferenz von Schabowski am 9.November an der Berliner Grenze eintrat.

Diese vier Befehle des Vorsitzenden des Nationalen Verteidigungsrates waren eine wichtige Grundlage dafür, dass es im Herbst 1989 in der DDR
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Re: 72 Jahre

Beitragvon Beethoven » 20. Oktober 2021, 15:14

- keinen arabischen Frühling oder
- ukrainische Verhältnisse

mit Tausenden Toten in der DDR gegeben hat.

Warum erfolgte während der Wende 1989/90 kein Einsatz der Nationalen Volksarmee zur Verteidigung des Sozialismus in der DDR ?

Der Verfassungsauftrag (Klassenauftrag) für die Nationale Volksarmee beinhaltete, die DDR gegen alle äußeren Feinde , gegen eine Aggression zu schützen. Die Bewaffnung, Ausrüstung, Ausbildung und Erziehung war immer auf der Grundlage des Fahneneides auf die Erfüllung dieser Hauptaufgabe ausgerichtet.
Eine Vorbereitung für den Einsatz im Innern der DDR hat es seit 1962 nicht gegeben.

Entsprechend den Grundsatzdokumenten des Nationalen Verteidigungsrates waren für alle Maßnahmen der Inneren Sicherheit

- das Ministerium des Innern und die Deutsche Volkspolizei
- das Ministerium für Staatssicherheit und
- die Kampfgruppe der Arbeiterklasse

verantwortlich.

Nach den Grenzsicherungsmaßnahmen zu Westberlin am 13. August 1961 gab es keine Pläne für einen möglichen „Inneren Einsatz“

- für die Nationale Volksarmee der DDR bzw.
- für die Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte.

Der Nationale Verteidigungsrat der DDR hat am 6.4.1962 einen dementsprechenden Beschluss gefasst. Ausgehend davon, gab es auch in der Verfassung der DDR bzw. im Verteidigungsgesetz keinen „Ausnahmezustand“. Es fehlte deshalb jede rechtliche Grundlage für den Einsatz der nationalen Volksarmee im Innern der DDR.
Der „Staatsnotstand“ hätte einen Einsatz im Innern kaum gerechtfertigt.

Wenn breite Massen der Bevölkerung mit der Politik der Partei – und Staatsführung nicht mehr einverstanden sind, auf die Straße gehen, friedlich demonstrieren und eine andere, bessere Politik fordern, dann muss die Änderung der Politik erfolgen.
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Re: 72 Jahre

Beitragvon Beethoven » 20. Oktober 2021, 15:16

Die Nationale Volksarmee war, trotz des starken Einflusses durch die SED, eine Armee des Volkes. Er größte Teil der Offiziere, Generale und Admirale kam aus der Arbeiterklasse und Bauernschaft.
Diese Armee gegen das eigene Volk einzusetzen, widersprach allen Werten der Nationalen Volksarmee für die sie in ihrer 40 – jährigen Geschichte stand.

Sicherlich wären die Befehle der Armeeführung im Sommer und im Herbst 1989 durch die Angehörigen der Nationalen Volksarmee erfüllt worden, wer etwas anderes behauptet, der kennt nicht die Lage in der NVA, aber die Auswirkungen auf den politisch – moralischen Zustand wären enorm gewesen und hätten zu erheblichen Konflikten führen können.

Ein militärischer, bewaffneter Einsatz gegen die Demonstranten hätte verhängnisvolle Auswirkungen gehabt.
Nicht nur, dass es Tausende von Toten in diesem Bürgerkrieg gegeben hätte. Die Gefahr der Eskalation der Ereignisse auf Westberlin und die BRD durch die Grenzen und der mögliche Einsatz der Sowjetarmee hätten leicht zu einem 3. Weltkrieg führen können.

Ich weiß, dass es heute noch immer ehemalige DDR – Bürger gibt, die mir und anderen Verantwortungsträgern den Vorwurf machen, leichtfertig den Sozialismus aufgegeben zu haben, anstatt ihn mit allen Mitteln, auch mit dem bewaffneten Einsatz der NVA, zu verteidigen. Ein solcher Einsatz hätte die Lage nicht zu Gunsten des Sozialismus verbessert, im Gegenteil, wie ich bereits betont habe, er hätte uns alle in ein kriegerisches Inferno gestürzt.

In diesem Zusammenhang einige Erläuterungen zur Bildung von Hundertschaften der Nationalen Volksarmee und der Grenztruppen:

Die Bildung der Hundertschaften am 4.Oktober 1989 und im weiteren Verlauf der Wende, das heißt im Oktober und November – am 11.November wurde ihre Auflösung befohlen – hatte unter anderem folgende Gründe:
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Re: 72 Jahre

Beitragvon Volker Zottmann » 20. Oktober 2021, 15:16

pentium hat geschrieben:Ich würde erst mal keine Namen nennen...

Mache ich auch nicht weiter Pentium. Ich bin zu alt um mich provozieren zu lassen.

Kolbe war nur einmal bei mir im Haus. Aber familiär war er immer präsent. Nach der Ehe mit meiner Cousine war er nochmals verheiratet, insgesamt also 5 mal. Er ist inzwischen verstorben. Geredet haben wir mehrmals miteinander.
Ob andr.k sich schuffelt oder nicht, ist mir völlig egal.

Ich weiß, wo Kolbe damals über einen gewissen Zeitraum beschäftigt war, wer ihn zu bezahlen hatte. Beim MfS war er auch in Lohn und Brot. Das war nun mal so.
Letztlich habe ich nur Sperrbrecher geantwortet, was die Höhe so mancher Traumgehälter betrifft. Ich hab nicht vor, mich mit dem seltsam verhaltenden norddeutschen Staatsdiener auszutauschen.

Gruß Volker
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Re: 72 Jahre

Beitragvon Beethoven » 20. Oktober 2021, 15:18

a) Im Herbst 1989 nahmen die Demonstrationen und Proteste immer größere Maßstäbe an. Es war zu befürchten, dass die Kräfte der Deutschen Volkspolizei nicht immer allein die öffentliche Ruhe und Ordnung sowie die Sicherheit der staatlichen Einrichtungen durchsetzen können. Davon ausgehend wurde die Forderung nach Unterstützung der Deutschen Volkspolizei durch Kräfte der NVA bei Notwendigkeit immer lauter. Es war deshalb zu entscheiden, in welcher Form diese Unterstützung erfolgen konnte. Die Lösung war die Bildung von Hundertschaften.

b) Mit dieser Form des Einsatzes sollte klar zum Ausdruck gebracht werden, dass die Nationale Volksarmee zur Erfüllung von Aufgaben im Innern der DDR nicht mit ihren militärischen Strukturen, der Kampftechnik und der Bewaffnung eingesetzt wird. „Hundertschaft“ ist ein polizeilicher Begriff. Die militärische Kommandostruktur, die Kampftechnik und Bewaffnung waren für die Erfüllung von Aufgaben im Verteidigungszustand zur Verteidigung der DDR gegen einen Angriff von außen vorgesehen.

c) Die für die Unterstützung der Deutschen Volkspolizei vorgesehenen Kräfte wurden aus den militärischen Strukturen herausgenommen und als Hundertschaften ohne Kampftechnik und Bewaffnung formiert. Dadurch sollte klar zum Ausdruck kommen, dass nicht militärische Einheiten zu Sicherungs- und Absperrmaßnahmen vorgesehen sind, sondern Kräfte, die aus der militärischen Struktur und Organisation zeitweilig herausgelöst wurden.

d) Die Festlegungen für die Hundertschaften beinhalteten, dass diese Kräfte bei Notwendigkeit auf Anforderung der Vorsitzenden der Bezirkseinsatzleitungen zur Hilfe und Unterstützung der Deutschen Volkspolizei eingesetzt werden konnten.

Den Vorsitzenden der Bezirkseinsatzleitungen bzw. dem jeweiligen Chef der Bezirksbehörde der Deutschen Volkspolizei konnten und durften nicht militärische Strukturorgane als polizeiliche Hilfskräfte zur Verfügung gestellt werden. Eine solche Handlungsweise hätte auch den gültigen Führungs- und Einsatzgrundsätzen für die Nationale Volksarmee, die vom Nationalen Verteidigungsrat bestätigt waren, widersprochen.
Das waren die vorrangigen Gründe für die Bildung der Hundertschaften während der Wende.
Hatten die Hundertschaften bei ihrem ersten Einsatz am 4.und 5. Oktober in Dresden noch ihre Handfeuerwaffen dabei, so wurde am 6. Oktober strikt befohlen, die Hundertschaften künftig ohne Bewaffnung einzusetzen.
Schlussfolgernd kann festgestellt werden :
Man kann heute darüber unterschiedlich urteilen, ob wir damals zweckmäßig und richtig gehandelt haben. Im nachhinein ist man immer klüger !
Es gehört mit zu den Verdiensten der militärischen Führung der DDR, dass die Wende

- ohne Einsatz der Armee und
- ohne Blutvergießen

verlief und die Lösung der deutschen Frage auf friedliche Wege erfolgte.
Dies ist aus meiner Sicht die historische Wahrheit.


Nun beschäftigt sich der GO mit der Grenzöffnung, was gegenwärtig hier nicht zur Diskussion steht.

Nun, werter Kumpel, hier hast Du "Deinen" zeitlichen Ablauf aus berufenem Munde.

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Re: 72 Jahre

Beitragvon augenzeuge » 20. Oktober 2021, 15:23

Auf Entschluss von Egon Krenz sind am 13. Oktober gemeinsam mit ihm

- Generaloberst Mittig - 1. Stellvertreter des Minister für Staatssicherheit
- Generaloberst Wagner – Chef des Stabes des Ministeriums des Innern
- Wolfgang Herger – Leiter des Abteilung für Sicherheitsfragen und
- ich, Generaloberst Streletz

nach Leipzig geflogen, um mit der Bezirkseinsatzleitung eine ausführliche Beratung durchzuführen.


Zu diesem Zeitpunkt war doch schon alles entschieden. Sogar Honeckers Absetzung! [denken]

Mussten sich die Herren eigentlich etwas anhören, weil sie am 9.10. geschwiegen hatten??

Aber! Und das ist der Punkt, nur aufgrund der Menschenmassen. Honecker hätte bei einer Demo bei ca. 10.000 Menschen ganz anderes reagiert.
Und die NVA wäre gefolgt.

Man muss bei dieser Betrachtung sehr genau das Datum beachten. Man denke nur an die Demo in Dresden oder die Abriegelung der Grenze zur CSSR Anfang Oktober.
Warum hatte Modrow in Dresden eigentlich Vopo und Co nicht zum Gewaltverzicht aufgerufen?
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Re: 72 Jahre

Beitragvon Beethoven » 20. Oktober 2021, 15:23

pentium hat geschrieben:Mensch @Beethoven...spare dir deine Ausführungen. Hatten wir schon...manchmal ist es hilfreich andere Texte zu lesen.


Das bezweifle ich.
Lies und Du wirst erkennen oder auch nicht, was ich eher vermute.

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Re: 72 Jahre

Beitragvon augenzeuge » 20. Oktober 2021, 15:31

Noch am 6.1089 schürte der Staat die Konfrontation:

Bild

Am 8. Oktober hatte der genesene Honecker die Bezirkssekretäre der SED telegraphisch angewiesen, weitere Krawalle "von vornherein zu unterbinden".
Wie sollte das gehen, wenn der Befehl Waffengewalt ausschloss?

Der 9.10.89 wurde nur angesichts der großen Zahl der Demonstranten und eines fehlenden Einsatzbefehls aus Berlin so friedlich beendet.
8000 Sicherheitskräfte hatten keine Chance.

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Re: 72 Jahre

Beitragvon Beethoven » 20. Oktober 2021, 15:32

Volker Zottmann hat geschrieben:
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Diese Entlohnung war oft noch höher als gerade angegeben!
Der mir bekante Oberstleutnant des MfS Michael G., Jahrgang 1957, bekam bereits 30000.-M im Jahr.
2500.-M als Monatssalair war in diesen "niedrigeren" Dienstgraden geradezu üblich.
Dazu gab es auch damals von BILD zuerst veröffentlichte Namenslisten.
Die OibE bekamen oft monatlich sogar regelmäßig 2 volle Gehälter. Das vom MfS und das weitere von ihrem scheinbaren Arbeitgeber.
Bei OiBE Ulrich Kolbe, alias Werner Weber, war es so. Da zahlte das zweite Monatsgehalt das Theater Schwerin bzw das dortige Kulturhaus.
Also, finanziell konnten diese "Größen" schon die Sau raus lassen.

Gruß Volker


Volker, schau doch noch mal in Deinen persönlichen Unterlagen nach.
Ein Oberstleutnant des Jahrganges 1957 kann ich kaum glauben. Das geht nur dann, wenn er mindestens 2 x vorfristig befördert worden wäre.
Solche hohen Dienstgrade an so junge Männer (er war ja gerade mal 32 Jahre alt) gab es zu jener Zeit beim MfS nicht mehr. Das ging nur in den Anfangsjahren des MfS also um Ende 50-er, Anfang 60-er Jahre. In dem Alter hätte er beim MfS, vermutlich erst Hauptmann sein können. Allerdings, als Oberstleutnant beim MfS einen monatlichen Verdienst von 2.500 Mark, erscheint schon glaubhaft ohne das ich es genau weiß.

Freundlichst
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Re: 72 Jahre

Beitragvon pentium » 20. Oktober 2021, 15:36

Beethoven hat geschrieben:
pentium hat geschrieben:Mensch @Beethoven...spare dir deine Ausführungen. Hatten wir schon...manchmal ist es hilfreich andere Texte zu lesen.


Das bezweifle ich.
Lies und Du wirst erkennen oder auch nicht, was ich eher vermute.

Freundlichst


Problem ist, ich kenne die Ausführungen des Herren Strehlitz, alldieweil ich die Ausführungen über die Befehle zitiert habe. Ich weiß jetzt nicht in welche Richtung man etwas erkennen soll...
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Re: 72 Jahre

Beitragvon Kumpel » 20. Oktober 2021, 15:37

Was soll dieser ganze Klamauk Beethoven.
Zum letzten mal. Der Dreh- und Angelpunkt war der 9. Oktober 1989 in Leipzig. Keinen Tag davor und keinen danach.
Es war d i e Zäsur und Nagelprobe.
Nach diesem Tag war die DDR nicht mehr wie vorher.
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Re: 72 Jahre

Beitragvon augenzeuge » 20. Oktober 2021, 15:37

Beethoven hat geschrieben:Ich möchte nur auf die Lügen des damaligen Bundespräsidenten Köhler im Zusammenhang mit der Festveranstaltung im Jahre 2009 in Leipzig eingehen.

Wörtlich formulierte er:

„Vor der Stadt standen Panzer, die Bezirkspolizei hatte Anweisung, auf Befehl ohne Rücksicht zu schießen.
Die Herzchirurgen der Karl – Mar – Universität wurden in der Behandlung von Schusswunden unterwiesen , und in der Leipziger Stadthalle wurden Blutplasma und Leichensäcke bereitgelegt.“

Da ich als Sekretär des Nationalen Verteidigungsrates auch für die Maßnahmen in Leipzig eine bestimmte Verantwortung hatte, möchte ich unterstreichen:

- kein einziger Panzer stand vor oder in Leipzig (die NVA hatte im Standort Leipzig keine Panzer stationiert)
- kein Vorgesetzter hat der Bezirkspolizei einen Befehl oder eine Weisung gegeben, ohne Rücksicht auf Demonstranten zu schießen
- in Leipzig wurden nirgends Blutplasma und Leichensäcke bereitgestellt
- kein einziger Arzt der Klinik für Herz – und Gefäßchirurgie der Leipziger Karl – Marx – Universität wurde in die Behandlung von Schussverletzungen eingewiesen, bestätigte der Direktor der Klinik Professor Karl – Friedrich Lindenau.
Das sind die Tatsachen zu den Leipziger Ereignissen.

Durch solche Lügen und Verleumdungen, selbst durch den damaligen Bundespräsidenten, soll die DDR als „Unrechtsstaat“ abgestempelt werden.

Auch so kann man die deutsche Geschichte aufarbeiten ![/color]


Die Wahrheit ist das jedoch auch nicht!
Zu Köhlers Aussagen haben sich namhafte Journalisten mal schlau gemacht:
Keine Leichensäcke, keine Panzer? Hat der Bundespräsident am Freitag in Leipzig beim Festakt zum 20. Jahrestag der friedlichen Revolution von 1989 Unsinn geredet?
Köhlers Rede und die historische Realität.


„Vor der Stadt standen Panzer“, sagte er – in Wirklichkeit standen sie in der Stadt. Das Dienstprotokoll der Leipziger Bereitschaftspolizei verzeichnete für den 9./10. Oktober jedenfalls die Handlungsbereitschaft der Schützenpanzer „mit Munition“, wie Martin Jankowski in seiner Darstellung des 9. Oktober vermerkt hat. Mehrere Panzer standen am Nachmittag vor der erwarteten Demonstration in der Innenstadt bereit. Dass Panzer (man dachte damals wohl an die NVA oder gar die russischen Truppen) vor Leipzig standen, ging als Gerücht um. Viele glaubten es. Immerhin gab es Warnungen in Betrieben und Schulen, dass es an dem Tag zu etwas „Schlimmem“ kommen könnte. In der Stadt ging die Angst vor der „chinesischen Lösung“ um. Schließlich hatte Egon Krenz wenige Monate zuvor den Einsatz von Gewalt gegen Demonstranten auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking unterstützt.

Auch darüber, dass in einem Krankenhaus eine Station geräumt worden sei, und über zusätzliche Blutkonserven wurde in der Stadt an jenem Montag vor 20 Jahren geredet. Dieses Gerücht hatte durchaus eine Ursache: Am Morgen hatte der Leiter der Universitätsklinik angeordnet, sich auf die „Niederschlagung der Konterrevolution“ vorzubereiten. Vorsichtshalber wurde mit Schlag- und auch mit Schussverletzungen gerechnet. Es ging ja das Gerücht um, die Polizei habe Schießbefehl. Die Polizeioffiziere jedenfalls wurden für den Einsatz mit scharfer Munition ausgerüstet, die Wachposten in der Vopo-Bezirksdirektion bekamen Maschinenpistolen.

Köhlers Redenschreiber mag in der Tat Gerüchte für Fakten genommen haben, aber in einer Situation wie der am 9. Oktober waren Gerüchte Fakten. Viele Leipziger glaubten eben, Panzer stünden vor der Stadt bereit. Und dass Leichensäcke bestellt waren. Sie trauten den SED- Oberen vieles zu, auch den Einsatz von Waffen. Drei Tage vor der Demonstration hatte ein Kampfgruppenkommandeur in der „Leipziger Volkszeitung“ darüber räsoniert, dass die „konterrevolutionären Aktionen“ unterbunden werden müssten – „wenn es sein muss, mit der Waffe in der Hand“.


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Re: 72 Jahre

Beitragvon Volker Zottmann » 20. Oktober 2021, 15:38

Beethoven, Dein geschätzter verurteilter Totschläger Strelitz hatte ja nun Zeit genug, sich alles passend "aufzuarbeiten"!
Schönrednerei ist das!
Dir ist immer noch nicht klar, dass der 13. Oktober 1989 NACH dem 9.Oktober war.
Befehl 8/89 ist also offenbar der, nach welchem in Berlin die Demonstranten zu tausenden zusammengeknüppelt wurde, stundenlang mit gegrätschten Beinen und ausgestreckten Armen in Schach gehalten wurden. Wohlgemerkt allesamt friedliche, willkürlich aufgesammelte Passanten.

Das ist schon mal das erste Verbrechen!

Alles andere kam später.
Genau mit dem Wissen, dass es gewaltig krachen kann, begann am 9. Oktober die Demo in Leipzig. Ohne einen deeskalierenden Befehl von Krenz!

Dass es friedlich blieb, ist nur der vernünftigen Masse Demonstranten, dem Verlesen der friedlichen Verhaltensregeln und dem Wirken der 6 von Leipzig unter Masur unter Masur zu danken.

Alles Andere ist Lug und Betrug. Du bist nicht willig, die zeitlicher Reihenfolge zu berücksichtigen. Dich kann man nicht ernst nehmen.

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Re: 72 Jahre

Beitragvon Beethoven » 20. Oktober 2021, 15:38

pentium hat geschrieben:
Problem ist, ich kenne die Ausführungen des Herren Strehlitz, alldieweil ich die Ausführungen über die Befehle zitiert habe. Ich weiß jetzt nicht in welche Richtung man etwas erkennen soll...


Na dann [frown]

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Re: 72 Jahre

Beitragvon Volker Zottmann » 20. Oktober 2021, 15:42

Beethoven hat geschrieben:Volker, schau doch noch mal in Deinen persönlichen Unterlagen nach.
Ein Oberstleutnant des Jahrganges 1957 kann ich kaum glauben. Das geht nur dann, wenn er mindestens 2 x vorfristig befördert worden wäre.
Solche hohen Dienstgrade an so junge Männer (er war ja gerade mal 32 Jahre alt) gab es zu jener Zeit beim MfS nicht mehr. Das ging nur in den Anfangsjahren des MfS also um Ende 50-er, Anfang 60-er Jahre. In dem Alter hätte er beim MfS, vermutlich erst Hauptmann sein können. Allerdings, als Oberstleutnant beim MfS einen monatlichen Verdienst von 2.500 Mark, erscheint schon glaubhaft ohne das ich es genau weiß.

Freundlichst


War logisch, dass Du wieder faselst!
Ich hielt ihn damals für älter als ich. War er aber nicht. War ganze 6 Jahre jünger! Kannst mir mal glauben, dass ich einen Oberstleutant mit geflochtenem Schulterstück und 2 Sternen von einem Hauptmann unterscheiden kann.
Der war auch nie in Neiden, wo ja nach Deiner Lesart alles anders war.

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Re: 72 Jahre

Beitragvon Volker Zottmann » 20. Oktober 2021, 15:45

Beethoven hat geschrieben:[color=#0000FF]Die Nationale Volksarmee war, trotz des starken Einflusses durch die SED, eine Armee des Volkes. Er größte Teil der Offiziere, Generale und Admirale kam aus der Arbeiterklasse und Bauernschaft.
Diese Armee gegen das eigene Volk einzusetzen, widersprach allen Werten der Nationalen Volksarmee für die sie in ihrer 40 – jährigen Geschichte stand.


Und deshalb hat man Fallschirmjäger nach Leipzig geschickt. Mit Schild und Knüppel.
Die sollten sich sicher den Zoo ansehen....

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Re: 72 Jahre

Beitragvon karnak » 20. Oktober 2021, 15:50

Ich muß da allerdings dem Beethoven recht geben, Baujahr 57, also wie ich,mit 32 Jahren nicht vorstellbar. Vorzeitige Beförderungen, dazu hätte man ein Überstasi mit irgendwelchen spektakulären Erfolgen sein müssen um das zu erreichen. Und dann frage ich mich zu welcher Gelegenheit Du den überhaupt in Uniform gesehen haben willst, wenn er nicht gerade bei der VI gewesen war. Dort hätte er dann mit dem Dienstgrad PKE Leiter oder einer seiner Stellvertreter sein müssen.
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Re: 72 Jahre

Beitragvon andr.k » 20. Oktober 2021, 15:52

augenzeuge hat geschrieben:Wenn du nicht das Gegenteil beweisen kannst, wirds stimmen. Denn du würdest es ganz sicher tun.

Oder soll er Quellen suchen, welche du eh nicht anerkennst. [grins]
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AZ, rede doch kein Blödsinn. Ihr beide könnt zu Ulrich Kolbe nur spekulieren. Es ist allgemein bekannt, dass du gerne mal im Nebel stocherst und im gleichen Atemzug versuchst, dein Gegenüber lächerlich zu machen. Mich kratzt das nicht.
Versuche doch einfach dein Glück bei der BStU. Da wird dir mit Sicherheit geholfen. Im Jahre 2011 hat die BStU bereits über Ulrich Kolbe ausführlich berichtet. Einfach mal lesen. Anschließend kommst du vielleicht auch zu der Erkenntnis, dass der @VZ völlig daneben liegt.

[grins]


Wenn hier mal ein Schüler diese Zeilen liest und die Akten/Bücher der BStU auch gelesen hat, wird dieser Schüler schnell feststellen, dass ein Herr Zottmann aus dem Harz doch lieber Märchenbücher schreiben sollte.

[hallo]
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Re: 72 Jahre

Beitragvon andr.k » 20. Oktober 2021, 15:56

Mal zurück nach Leipzig.

Das zeigte sich vor allem in der spannungsgeladenen Situation bei der Montagsdemostration in Leipzig am 9. Oktober, bei der schon der kleinste Funke eine Explosion hätte auslösen können. Nach dem Aufruf der »Leipziger Sechs« mit Gewandhauskapellmeister Kurt Masur, in der zur Gewaltlosigkeit auf beiden Seiten aufgefordert worden war, gab der amtierende Vorsitzende der Leipziger Bezirkseinsatzleitung (BEL), Hackenberg, den Befehl zum Rückzug der Polizeikräfte. Egon Krenz und Wolfgang Herger, Leiter der Abteilung Sicherheit im ZK der SED, verlangten nach dieser schicksalhaften Nacht ein Umdenken. Die Probleme sollten ausschließlich politisch gelöst werden.

Dazu wurde am 12. Oktober eine Erklärung des Politbüros veröffentlicht, die eine neue Haltung im Lande signalisierte und ein Angebot an jeden Bürger zum Dialog über alle politischen Fragen enthielt.
….

Die Gefahr von gewaltsamen Zusammenstößen war bis zum 13. Oktober keineswegs gebannt, bürgerkriegsähnliche Zustände schienen möglich. Erst nach einer persönlichen Lageeinschätzung vor Ort von Beauftragten der Regierung unter Leitung von Egon Krenz hatte Erich Honecker als Vorsitzender des Nationalen Verteidigungsrates der DDR am 13. Oktober 1989 den Befehl Nr. 9/89 an die Bezirkseinsatzleitung Leipzig erlassen. Darin wurde die Anwendung der Schusswaffe grundsätzlich verboten und festgelegt, dass der Einsatz polizeilicher Kräfte und Mittel »nur bei Gewaltanwendung der Demonstranten gegenüber eingesetzten Sicherheitskräften bzw. bei Gewaltanwendung gegenüber Objekten« erfolgen darf.

Das hatte die Lage entschärft.
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Re: 72 Jahre

Beitragvon augenzeuge » 20. Oktober 2021, 16:00

Wenn man sieht, wie die NVA bereits in Dresden eingebunden wurde, so fällt es sehr schwer zu glauben, dass die NVA in Leipzig nichts tun wollte.
In Dresden und Pirna hatte die 7. Panzerdivision 14 Einsatzkommandos mit jeweils 100 Soldaten gebildet, von denen elf Hundertschaften tatsächlich in Dresden, Karl-Marx-Stadt und Plauen eingesetzt wurden.


„Ich bleibe dabei, dass sie nicht eingesetzt wurden, um etwa vorsätzlich friedliche Demonstranten zu bedrohen, sondern um Menschenleben zu schützen."

Das klingt so ähnlich doof wie, die Mauer hat doch einen Krieg verhindert. Deshalb haben wir sie gebaut. [laugh]

Wie viele Demonstranten wurde in Dresden durch Knüppel etc. der Vopos verletzt? Wie viele Vopos mussten sich dafür später verantworten? Aber Modrow blendet das natürlich aus. [muede]

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