Sperrbrecher hat geschrieben:Beethoven hat geschrieben:Die Mitarbeiter des MfS wurden anders entlohnt als die Angehörigen der NVA.
Sie bekamen mehr als vergleichbare NVA-Angehörige.
Bei der MfS-BV Dresden verdiente eine Raumpflegerin schon
mehr als 10.000 Mark im Jahr. Der Leiter der BV Dresden Horst
Boehm (Generalmajor) erhielt über 50.000 M.
Quelle: "MfS Bezirksverwaltung Dresden - eine erste Analyse"
herausgegeben von dem Bürgerkomitee Bautzner Straße e.V.
Volker Zottmann hat geschrieben:Die OibE bekamen oft monatlich sogar regelmäßig 2 volle Gehälter. Das vom MfS und das weitere von ihrem scheinbaren Arbeitgeber.
Bei OiBE Ulrich Kolbe, alias Werner Weber, war es so. Da zahlte das zweite Monatsgehalt das Theater Schwerin bzw das dortige Kulturhaus.
Also, finanziell konnten diese "Größen" schon die Sau raus lassen.
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augenzeuge hat geschrieben:Wenn du nicht das Gegenteil beweisen kannst, wirds stimmen. Denn du würdest es ganz sicher tun.![]()
Oder soll er Quellen suchen, welche du eh nicht anerkennst.
AZ
zoll hat geschrieben:Es ist schon bemerkenswert, dass es Beethoven gelungen ist mit dem Eingangartikel über den Geburtstag der DDR so ein Echo auszulösen.
Wirklich bemerkenswert und ein Lehrstück in Psychologie.
War eigentlich gar nicht meine Absicht. Kumpel hat geschrieben:Korrektheit in den zeitlichen Abläufen scheint dir fremd zu sein Beethoven.
An besagtem 9. Oktober 89 gab es keinen Befehl von Krenz , er war nicht erreichbar. Abgeduckt würde man salopp sagen und ein Herr Gysi , Frau Spira oder Herr Wolf traten am 4. November auf die Rampe.
Da war die Luft für die SED bereits ziemlich dünn und ihre Macht schwer am bröckeln. Im Gegensatz zum 9. Oktober wo es auf Spitz und Knopf stand.
Wovon du offenbar nichts mitbekommen hast.
pentium hat geschrieben:Ich würde erst mal keine Namen nennen...
Auf Entschluss von Egon Krenz sind am 13. Oktober gemeinsam mit ihm
- Generaloberst Mittig - 1. Stellvertreter des Minister für Staatssicherheit
- Generaloberst Wagner – Chef des Stabes des Ministeriums des Innern
- Wolfgang Herger – Leiter des Abteilung für Sicherheitsfragen und
- ich, Generaloberst Streletz
nach Leipzig geflogen, um mit der Bezirkseinsatzleitung eine ausführliche Beratung durchzuführen.

pentium hat geschrieben:Mensch @Beethoven...spare dir deine Ausführungen. Hatten wir schon...manchmal ist es hilfreich andere Texte zu lesen.


Volker Zottmann hat geschrieben:Sperrbrecher hat geschrieben:Beethoven hat geschrieben:Die Mitarbeiter des MfS wurden anders entlohnt als die Angehörigen der NVA.
Sie bekamen mehr als vergleichbare NVA-Angehörige.
Bei der MfS-BV Dresden verdiente eine Raumpflegerin schon
mehr als 10.000 Mark im Jahr. Der Leiter der BV Dresden Horst
Boehm (Generalmajor) erhielt über 50.000 M.
Quelle: "MfS Bezirksverwaltung Dresden - eine erste Analyse"
herausgegeben von dem Bürgerkomitee Bautzner Straße e.V.
Diese Entlohnung war oft noch höher als gerade angegeben!
Der mir bekante Oberstleutnant des MfS Michael G., Jahrgang 1957, bekam bereits 30000.-M im Jahr.
2500.-M als Monatssalair war in diesen "niedrigeren" Dienstgraden geradezu üblich.
Dazu gab es auch damals von BILD zuerst veröffentlichte Namenslisten.
Die OibE bekamen oft monatlich sogar regelmäßig 2 volle Gehälter. Das vom MfS und das weitere von ihrem scheinbaren Arbeitgeber.
Bei OiBE Ulrich Kolbe, alias Werner Weber, war es so. Da zahlte das zweite Monatsgehalt das Theater Schwerin bzw das dortige Kulturhaus.
Also, finanziell konnten diese "Größen" schon die Sau raus lassen.
Gruß Volker
Beethoven hat geschrieben:pentium hat geschrieben:Mensch @Beethoven...spare dir deine Ausführungen. Hatten wir schon...manchmal ist es hilfreich andere Texte zu lesen.
Das bezweifle ich.
Lies und Du wirst erkennen oder auch nicht, was ich eher vermute.
Freundlichst
Beethoven hat geschrieben:Ich möchte nur auf die Lügen des damaligen Bundespräsidenten Köhler im Zusammenhang mit der Festveranstaltung im Jahre 2009 in Leipzig eingehen.
Wörtlich formulierte er:
„Vor der Stadt standen Panzer, die Bezirkspolizei hatte Anweisung, auf Befehl ohne Rücksicht zu schießen.
Die Herzchirurgen der Karl – Mar – Universität wurden in der Behandlung von Schusswunden unterwiesen , und in der Leipziger Stadthalle wurden Blutplasma und Leichensäcke bereitgelegt.“
Da ich als Sekretär des Nationalen Verteidigungsrates auch für die Maßnahmen in Leipzig eine bestimmte Verantwortung hatte, möchte ich unterstreichen:
- kein einziger Panzer stand vor oder in Leipzig (die NVA hatte im Standort Leipzig keine Panzer stationiert)
- kein Vorgesetzter hat der Bezirkspolizei einen Befehl oder eine Weisung gegeben, ohne Rücksicht auf Demonstranten zu schießen
- in Leipzig wurden nirgends Blutplasma und Leichensäcke bereitgestellt
- kein einziger Arzt der Klinik für Herz – und Gefäßchirurgie der Leipziger Karl – Marx – Universität wurde in die Behandlung von Schussverletzungen eingewiesen, bestätigte der Direktor der Klinik Professor Karl – Friedrich Lindenau.
Das sind die Tatsachen zu den Leipziger Ereignissen.
Durch solche Lügen und Verleumdungen, selbst durch den damaligen Bundespräsidenten, soll die DDR als „Unrechtsstaat“ abgestempelt werden.
Auch so kann man die deutsche Geschichte aufarbeiten ![/color]
Keine Leichensäcke, keine Panzer? Hat der Bundespräsident am Freitag in Leipzig beim Festakt zum 20. Jahrestag der friedlichen Revolution von 1989 Unsinn geredet?
Köhlers Rede und die historische Realität.
„Vor der Stadt standen Panzer“, sagte er – in Wirklichkeit standen sie in der Stadt. Das Dienstprotokoll der Leipziger Bereitschaftspolizei verzeichnete für den 9./10. Oktober jedenfalls die Handlungsbereitschaft der Schützenpanzer „mit Munition“, wie Martin Jankowski in seiner Darstellung des 9. Oktober vermerkt hat. Mehrere Panzer standen am Nachmittag vor der erwarteten Demonstration in der Innenstadt bereit. Dass Panzer (man dachte damals wohl an die NVA oder gar die russischen Truppen) vor Leipzig standen, ging als Gerücht um. Viele glaubten es. Immerhin gab es Warnungen in Betrieben und Schulen, dass es an dem Tag zu etwas „Schlimmem“ kommen könnte. In der Stadt ging die Angst vor der „chinesischen Lösung“ um. Schließlich hatte Egon Krenz wenige Monate zuvor den Einsatz von Gewalt gegen Demonstranten auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking unterstützt.
Auch darüber, dass in einem Krankenhaus eine Station geräumt worden sei, und über zusätzliche Blutkonserven wurde in der Stadt an jenem Montag vor 20 Jahren geredet. Dieses Gerücht hatte durchaus eine Ursache: Am Morgen hatte der Leiter der Universitätsklinik angeordnet, sich auf die „Niederschlagung der Konterrevolution“ vorzubereiten. Vorsichtshalber wurde mit Schlag- und auch mit Schussverletzungen gerechnet. Es ging ja das Gerücht um, die Polizei habe Schießbefehl. Die Polizeioffiziere jedenfalls wurden für den Einsatz mit scharfer Munition ausgerüstet, die Wachposten in der Vopo-Bezirksdirektion bekamen Maschinenpistolen.
Köhlers Redenschreiber mag in der Tat Gerüchte für Fakten genommen haben, aber in einer Situation wie der am 9. Oktober waren Gerüchte Fakten. Viele Leipziger glaubten eben, Panzer stünden vor der Stadt bereit. Und dass Leichensäcke bestellt waren. Sie trauten den SED- Oberen vieles zu, auch den Einsatz von Waffen. Drei Tage vor der Demonstration hatte ein Kampfgruppenkommandeur in der „Leipziger Volkszeitung“ darüber räsoniert, dass die „konterrevolutionären Aktionen“ unterbunden werden müssten – „wenn es sein muss, mit der Waffe in der Hand“.

pentium hat geschrieben:
Problem ist, ich kenne die Ausführungen des Herren Strehlitz, alldieweil ich die Ausführungen über die Befehle zitiert habe. Ich weiß jetzt nicht in welche Richtung man etwas erkennen soll...
Beethoven hat geschrieben:Volker, schau doch noch mal in Deinen persönlichen Unterlagen nach.
Ein Oberstleutnant des Jahrganges 1957 kann ich kaum glauben. Das geht nur dann, wenn er mindestens 2 x vorfristig befördert worden wäre.
Solche hohen Dienstgrade an so junge Männer (er war ja gerade mal 32 Jahre alt) gab es zu jener Zeit beim MfS nicht mehr. Das ging nur in den Anfangsjahren des MfS also um Ende 50-er, Anfang 60-er Jahre. In dem Alter hätte er beim MfS, vermutlich erst Hauptmann sein können. Allerdings, als Oberstleutnant beim MfS einen monatlichen Verdienst von 2.500 Mark, erscheint schon glaubhaft ohne das ich es genau weiß.
Freundlichst
Beethoven hat geschrieben:[color=#0000FF]Die Nationale Volksarmee war, trotz des starken Einflusses durch die SED, eine Armee des Volkes. Er größte Teil der Offiziere, Generale und Admirale kam aus der Arbeiterklasse und Bauernschaft.
Diese Armee gegen das eigene Volk einzusetzen, widersprach allen Werten der Nationalen Volksarmee für die sie in ihrer 40 – jährigen Geschichte stand.
augenzeuge hat geschrieben:Wenn du nicht das Gegenteil beweisen kannst, wirds stimmen. Denn du würdest es ganz sicher tun.
Oder soll er Quellen suchen, welche du eh nicht anerkennst.
AZ
![Hallo [hallo]](./images/smilies/hallo.gif)
In Dresden und Pirna hatte die 7. Panzerdivision 14 Einsatzkommandos mit jeweils 100 Soldaten gebildet, von denen elf Hundertschaften tatsächlich in Dresden, Karl-Marx-Stadt und Plauen eingesetzt wurden.
„Ich bleibe dabei, dass sie nicht eingesetzt wurden, um etwa vorsätzlich friedliche Demonstranten zu bedrohen, sondern um Menschenleben zu schützen."

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