Politische Tötungen

Alles zum Thema Geheimdienste und Sicherheit in der DDR und in der BRD

Politische Tötungen

Beitragvon manudave » 29. April 2010, 11:38

Es gibt einige Untersuchungen über die Anzahl der Opfer die aus direkten politischen Gründen durch die DDR getötet wurden.

Nicht jede Exekution in der DDR kann als Unrecht gelten. Da jedoch viele Urteile seit 1950 durch die SED oder das Politbüro genehmigt oder gar gefällt wurden, kann man davon ausgehen, dass auch diese Rechtspraxis den allgemeinen Auffassungen rechtsstaatlicher Ordnungen massiv widersprach.

Schätzungen gehen von insgesamt 72 politischen Todesurteilen aus, von denen 52 tatsächlich vollstreckt wurden. Diese Personen wurden enthauptet oder erschossen.
Berücksichtigt werden nicht die Militärtribunale zwischen 50-53 der sowj. Besatzungsmacht, da diese politischen Opfer (ca. 300-500) in Moskau erschossen wurden. Hierbei sollte erwähnt werden, dass dies nicht Verurteilte der „Waldheimer Prozesse“ waren – sprich keine Nazis.

Das letzte Todesurteil wurde 81 vollstreckt – die Todesstrafe 87 in aller Eile abgeschafft.

Eng damit verbunden sind auch politische Morde bzw. Tötungen, die ohne richterliches Urteil erfolgten.

Neben dem offiziellen Töten von Staatsfeinden durch z.B. Erschiessen, Erdrosseln, Ertränken etc. sprechen Forscher auch von politisch motivierten „aktiven und passiven Tötungen“ Frühgeborener sowie der Ermordung von Staatsfeinden in Krankenhäusern – hierzu gibt es allerdings nur Zeitzeugenaussagen von Klinikpersonal – nichts schriftliches.

Die BStU geht von ca. 50 Morden aus, die auf Personen „im Öffentlichen Leben“, durch die Stasi verübt wurden.

Die Toten aus dem Jahre 53 (ca. 50-125) können hier nicht gewertet werden, da diese als direkte Reaktion der Besatzungsmacht resultieren bzw. auch 40 befehlsverweigernde Rotarmisten unter diesen waren.
Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein!
Benutzeravatar
manudave
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 4545
Bilder: 49
Registriert: 22. April 2010, 16:29
Wohnort: Hessen

Re: Politische Tötungen

Beitragvon Heldrasteiner » 29. April 2010, 11:43

Kannst Du zu dem Thema ein paar konkrete Fälle nennen?
Heldrasteiner
 

Re: Politische Tötungen

Beitragvon manudave » 29. April 2010, 11:58

In einem kürzlichen Gespräch mit Jutta Fleck - der Frau vom "Checkpoint Charly" - berichtete sie mir von 3 Mordversuchen.
Zweimal wurde in der BRD auf sie geschossen - einmal sollte sie auf einer fingierten Pressekonferenz an Bord eines Schiffes in Helsinki zusammen mit anderen Regimegegnern exekutiert werden. Die Pressekonferenzen wurden ja bekanntlich von ihr benutzt, um auf das Schicksal ihrer Familie aufmerksam zu machen.
Durch einen Informanten wurden sie davor gewarnt - dieser wurde 3 Wochen später tot aufgefunden...

Das mal als ein kurzes Beispiel.
Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein!
Benutzeravatar
manudave
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 4545
Bilder: 49
Registriert: 22. April 2010, 16:29
Wohnort: Hessen

Re: Politische Tötungen

Beitragvon karl143 » 29. April 2010, 14:17

manudave hat geschrieben:In einem kürzlichen Gespräch mit Jutta Fleck - der Frau vom "Checkpoint Charly" - berichtete sie mir von 3 Mordversuchen.
Zweimal wurde in der BRD auf sie geschossen - einmal sollte sie auf einer fingierten Pressekonferenz an Bord eines Schiffes in Helsinki zusammen mit anderen Regimegegnern exekutiert werden. Die Pressekonferenzen wurden ja bekanntlich von ihr benutzt, um auf das Schicksal ihrer Familie aufmerksam zu machen.
Durch einen Informanten wurden sie davor gewarnt - dieser wurde 3 Wochen später tot aufgefunden...

Das mal als ein kurzes Beispiel.


Damit meinst du dann aber, sie sollte in der Bundesrepublik von der Stasi ermordert werden, oder habe ich das jetzt falsch verstanden?
karl143
 

Re: Politische Tötungen

Beitragvon manudave » 29. April 2010, 16:25

Das ist richtig Karl,

bei den politischen Morden/Tötungen reden wir von Taten im Ausland.

Auch die Anschläge auf Jutta Fleck fanden in der BRD statt - ich erinnere mich noch gut an das erwähnte Beispiel in Stuttgart.
Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein!
Benutzeravatar
manudave
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 4545
Bilder: 49
Registriert: 22. April 2010, 16:29
Wohnort: Hessen

Re: Politische Tötungen

Beitragvon S51 » 14. Mai 2010, 03:02

Möglich, vielleicht aber auch nur Vermutungen. So richtig bewiesen ist es nicht. Andererseits sind solche Praktiken nicht auf die DDR oder den ehemaligen Ostblock begrenzt. Sie werden auch der BRD (z.B. Fall Braun), den USA, den Briten und anderen Staaten nachgesagt. Einer der Ermittler zum Fall "La Belle" kam samt seiner Frau vor einiger Zeit auf dem afrikanischen Kontinent ums Leben. Selbstmord, heißt es.
Was ich damit schreiben will? So etwas ist international üblich. Die DDR hat sich als souveräner Staat verstanden, also gewisse Probleme offensichtlich genauso gelöst, wie dies andere Staaten tun.
S51
 

Re: Politische Tötungen

Beitragvon enrico » 14. Mai 2010, 09:32

es geht aber hier um die tötungen in der ddr..nich schon wieder ablenken
enrico
 

Re: Politische Tötungen

Beitragvon manudave » 14. Mai 2010, 09:43

enrico hat geschrieben:es geht aber hier um die tötungen in der ddr..nich schon wieder ablenken


Steht vielleicht etwas falsch im Ersten Beitrag von mir:

Nicht nur um Tötungen in der DDR, sondern auch im Namen der DDR auf dem Gebiet des NSA.
Die Anschläge auf Jutta Fleck fanden ja auch im Ausland statt...

@S51

Es wird so sein, dass verschiedene Länder ihre Gegner töten - ganz ohne Prozess. Allerdings muss ich das nicht gutheißen bzw. die Taten durch die DDR damit in "anderem Licht" stehen lassen.
Schließlich wäre z.B. Jutta Fleck aus welchen Grund nochmal ermordet worden? Genau - Kritik am Regime - dafür wird z.B. von der USA niemand getötet.
Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein!
Benutzeravatar
manudave
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 4545
Bilder: 49
Registriert: 22. April 2010, 16:29
Wohnort: Hessen

Re: Politische Tötungen

Beitragvon S51 » 14. Mai 2010, 17:31

Nein, ich wollte auch nicht irgend etwas verharmlosen. Die Dinge die hier der DDR vorgeworfen werden - selten genug bewiesen - kann man aber auch nicht isoliert von der Welt betrachten. Für Anschläge gegen mißliebige Personen gibt es strafrechtlich gesehen immer recht eindeutige Bezeichnungen. Trotzdem tun dies anscheinend viele, viele Staaten. Ob demokratisch, ob Diktaturen, ob Monarchien. Wenn man so will, war die DDR diesbezüglich ein Baum im Obstgarten, der immer noch gut gepflegt wird.
Die hier so einfach vorausgesetzten Antworten auf die Frage nach dem Warum sind es, die Abwehr hervorrufen. Warum hätte die DDR jemanden töten lassen sollen, der bloß halt eine andere Meinung hatte und dies kundtat? Warum wird in solchen Fällen einfach immer die ex-DDR an den Pranger gestellt und nicht einfach mal geprüft, ob es da oder dort ganz andere, private Motive gab?
Es ist denkbar, dass Geheimnisträger in Gefahr gerieten. Ich habe auch nach vielen Jahren noch den Satz "Sie könnten einfach gehen. Aber denken sie daran, wir kriegen sie, immer , überall...!" in den Ohren. Doch welchen Grund hätte die DDR haben sollen, kritische Personen anzugreifen, wenn es doch ansonsten hunderttausende, vielleicht millionen Personen dort gab, welche die gleiche Meinung hatten und denen nichts passierte? Warum hätte dieser Staat hierfür solch eine negative Publicity riskieren sollen?
S51
 

Re: Politische Tötungen

Beitragvon manudave » 14. Mai 2010, 18:40

@S51

Der Grund bei Frau Fleck wäre ganz sicher in der negativen Presse zu suchen gewesen, die ihr Auftritte immer wieder für die DDR zur Folge hatte.
Jeder Auftritt wurde von ihr medienpräsent initiiert - man denke nur an den vor der Rede von Helmut Kohl.
Das war jedesmal ein Nadelstich in das Herz des Politbüros - prangerte sie doch eine der furchtbarsten Praktiken an - die der Zwangsadoption. Da konnten sicher die meisten Eltern mitfühlen und verfluchten die DDR auf´s Tiefste.

Den Mord hätte man auch sicherlich entsprechend vertuscht - ob da überhaupt negative Presse für die DDR nachher entstanden wären, ist fraglich.
Der Versuch der Tötung in Helsinki wäre ja auch ein Versenken im Meer geworden - wer will das der DDR nachweisen?
Dafür war die Stasi schon clever genug...

Warum wurden auf Jürgen Fuchs entsprechende Anschläge verübt? Welche Gefahr stellte er im Westen dar? Warum wurde Eiggendorf umgebracht?
Welchen Grund gab es für diese Taten? Welchen Grund gibt es, der erklärt warum diese Menschen sterben mussten?
Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein!
Benutzeravatar
manudave
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 4545
Bilder: 49
Registriert: 22. April 2010, 16:29
Wohnort: Hessen

Re: Politische Tötungen

Beitragvon augenzeuge » 14. Mai 2010, 18:55

S51 hat geschrieben: Doch welchen Grund hätte die DDR haben sollen, kritische Personen anzugreifen, wenn es doch ansonsten hunderttausende, vielleicht millionen Personen dort gab, welche die gleiche Meinung hatten und denen nichts passierte? Warum hätte dieser Staat hierfür solch eine negative Publicity riskieren sollen?


Hallo S51,
das will ich dir gern beantworten.

Die Hundertausenden im Land konnten ihre Stimme nicht so erheben wie sie es sicher gern gewollt hätten. Man hatte diese Menge im Griff. Mit vielen Methoden, die wir beide sicher kennen. Auch die Organisationen in den Betrieben war dementsprechend aufgebaut, dass sofort Gegenmaßnahmen getroffen werden konnten.
Diese Leute konnten nicht so einfach in den Nachrichten erscheinen, sie konnten nicht Organisationen oder Politiker anderer Länder auf sich aufmerksam machen, welche dann natürlich weitaus bessere Druckmittel aufbauen konnten.

Und- das ihnen nichts passierte- ist auch nur die halbe Wahrheit. Klar, um ihr Leben mussten sie sich später nicht fürchten, aber um ihren sozialen Status schon. Zuviele saßen in den Gefängnissen aus politischen Gründen. Noch mehr wurden deshalb beobachtet.

Eine negative publicity hatte man durch die Mauer, die Toten an der Grenze doch schon genug. Ja, sie musste man aus eigenem Überleben riskieren bzw. deren Notwendigkeit aus Bündnispflichten konstruieren. Deshalb, mehr schlechte publicity könnte man sich nicht leisten.

Die publicity wie sie mittlerweile die Frau Fleck erreicht hatte, machte all diese neuen Bemühungen der DDR um ihr Volk, um weitere Anerkennung in der Welt, zunichte. Europäische Organisationen beschäftigten sich damit. Mittlerweile kamen diese Informationen der Frau Fleck auch in der DDR an. Hier stellte das Volk Fragen, sehr unangenehme Fragen- auf die man wahrheitsgemäß nicht antworten konnte- weil sie sonst ein mühsam aufgestelltes Lügengebäude mehr beschädigten, als es vertretbar war.

Und genau hier wird deutlich, wie wichtig es war, dass man diese Störversuche mit allen möglichen Mitteln möglichst für immer beseitigt.
Ein unklarer Mord, z.B. wie Eigendorf, ohne Beweise, den man dann klar dementieren konnte, war immer noch besser, als eine permanente, unnachgiebige Person, die jahrelang den Mächtigen wie eine Fliege vor dem Gesicht rumschwirrt und ihre Eier dort ablegt, wo man sie fürchtete- im eigenen Volk.
AZ
"Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist."
„Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war“.
"Es ist manchmal gefährlich, Recht zu haben, wenn die Regierung Unrecht hat. (Voltaire)"
Benutzeravatar
augenzeuge
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 97646
Bilder: 20
Registriert: 22. April 2010, 07:29
Wohnort: Nordrhein-Westfalen

Re: Politische Tötungen

Beitragvon S51 » 14. Mai 2010, 19:11

Auch auf die Geafhr, mich gründlich unbeliebt zu machen. Wie ist es mit Beweisen?
- Über Jürgen Fuchs heißt es abgesehen von diesem operativen Vorgang eben in vielen Unterlagen doch: "Beweisen konnte er die Vorgänge nicht" (http://www.welt.de/kultur/article369576 ... stand.html).
- Über Lutz Eigendorf sieht das Fazit ganz genauso aus. Hier könnte es eben doch ein ganz schlichter Verkehrsunfall unter Alkoholeinfluss gewesen sein. Die Ermittlungsergebnisse legen diesen Schluß näher als alle Spekulationen.
- Bei Frau Fleck sieht es wohl vergleichbar aus. Es ist eben technisch nicht einfach möglich, jemanden im Wasser auf Nimmerwiedersehen verschwinden zu lassen. Und dann gäbe es Spuren noch und nöcher. Auf solche Ideen kommen nur Private nicht aber fremde Dienste im fremden Land.

Obwohl die Akten offen liegen, fehlen die Beweise. Sicher, das kann auch an einer möglichen Vernichtung von Unterlagen liegen. Doch zeigt die Erfahrung, dass es dann Querverweise gäbe. Die fehlen auch. Die Erfahrung hat auch gezeigt, dass politische Morde in gegnerischen Diensten trotz aller Vertuschung bekannt wurden. Das gilt bis in die jüngste Vergangenheit. Hier aber kommen die "Belege" von privat und es gibt nicht einmal den Anschein einer Bestätigung.
Es liegt in der Natur von uns Menschen, zu spekulieren, wenn eindeutige Beweise für unsere Auffassungen fehlen oder wir sie aus irgendwelchen Motiven her nicht wahrhaben wollen. Das ist nun mal so. Mich stört jedoch, dass Spekulationen immer und immer wieder als Beweis gewertet werden.
S51
 

Re: Politische Tötungen

Beitragvon augenzeuge » 14. Mai 2010, 19:24

Auch auf die Gefahr hin, mich unbeliebt zu machen, möchte ich dich auf weiteres hinweisen.

Warum wohl leugnete man den Mordversuch an Welsch bis zuletzt? Obwohl sich einer der Verantwortlichen in diesem Fall das Leben nahm, zweifeln die Zweifler immer noch....weil es etwas nicht geben soll was es nicht darf?

Man sollte nicht immer alles ablehnen, was nicht bis zum letzten Punkt beweisbar ist.

Denke mal an die Homöopathie- sie wirkt- aber man kann es definitiv nicht beweisen. Dies nur mal so.

Gruß, AZ
"Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist."
„Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war“.
"Es ist manchmal gefährlich, Recht zu haben, wenn die Regierung Unrecht hat. (Voltaire)"
Benutzeravatar
augenzeuge
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 97646
Bilder: 20
Registriert: 22. April 2010, 07:29
Wohnort: Nordrhein-Westfalen

Re: Politische Tötungen

Beitragvon S51 » 14. Mai 2010, 19:42

augenzeuge hat geschrieben:Auch auf die Gefahr hin, mich unbeliebt zu machen, möchte ich dich auf weiteres hinweisen.

Warum wohl leugnete man den Mordversuch an Welsch bis zuletzt? Obwohl sich einer der Verantwortlichen in diesem Fall das Leben nahm, zweifeln die Zweifler immer noch....weil es etwas nicht geben soll was es nicht darf?

Man sollte nicht immer alles ablehnen, was nicht bis zum letzten Punkt beweisbar ist.

Denke mal an die Homöopathie- sie wirkt- aber man kann es definitiv nicht beweisen. Dies nur mal so.

Gruß, AZ


Hr. Welsch ist so ein Punkt, der zumindest immer eine dunkle Farbe behalten wird. Ja. Doch auch hier wird merkwürdigerweise nie der private, zwischenmenschliche Aspekt zwischen den Beteiligten beleuchtet. Warum?
Doch bei ihm gibt es wenigstens deutliche Hinweise, dass die Sache so stimmen könnte.
Wenn ein Mensch getötet oder dies versucht wird, ist das ein objektiver Fakt. Es muss objektiv Täter geben mit einer Motivlage. Diese ist nachvollziehbar. Wenn es private Motive sind, gibt es dafür eher selten schriftliche Unterlagen, sprich Beweise. Doch gibt es subjektive Beweisketten, die, wenn sie nicht nachträglich verändert werden können, als objektiver Beweis gelten können ( zum Beispiel ein durch die Tat erreichbares Gut, Eifersucht, ein Geschehen, welches durch die Tat verdeckt werden sollte) Wenn es "staatliche" Motive sind, dann gibt es vorher eine Befehlskette. Diejenigen an der Spitze sichern sich ab, wie auch jene dazwischen. Das bleibt als Spur zurück. Wenn die Akten zugänglich sind, sind jene Spuren zu finden. Hier sind die Akten zugänglich. Aber Beweise? Eher Fehlanzeige. Und das passt einfach nicht zu einer doch durchaus überbürokratisierten DDR.
Der Vergleich mit der Homöopathie hinkt ein bischen. Bei der Wirksamkeit dieser Methode ist der psychologische Fakt nicht zu vernachlässigen. Soll heißen, viele meinen, das wirkt, weil man daran glaubt.
Und da geraten wir in den Bereich der Spekulation und das ist es ja, was mich so stört.
S51
 

Re: Politische Tötungen

Beitragvon Rostocker » 14. Mai 2010, 21:41

Aber mal ne Frage.Ziehen der amerikanische und israelische Geheimdienst in der heutigen Zeit oder auch um mal in der Vergangenheit zu Reden,Politische Tötungen in betracht? Nur unter den Namen es im Sinne der Demokratie zu tun. War nur mal ne Frage am rande.Gruß Rostocker
Rostocker
 

Re: Politische Tötungen

Beitragvon augenzeuge » 12. Oktober 2023, 12:06

34 Jahre nach Mauerfall
Ex-Stasi-Mitarbeiter wegen Mordes angeklagt

Knapp 34 Jahre nach dem Mauerfall hat die Berliner Staatsanwaltschaft einen Ex-Stasi-Mitarbeiter wegen heimtückischen Mordes angeklagt. Der inzwischen 79-Jährige aus Leipzig soll am 29. März 1974 einen Polen in Ost-Berlin am früheren Grenzübergang Bahnhof Friedrichstraße erschossen haben, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft mitteilte.

Laut Anklage soll der Mann das 38 Jahre alte Opfer "mit einem gezielten Schuss in den Rücken aus einem Versteck heraus" getötet haben.

Laut Staatsanwaltschaft sind die Ermittlungen über viele Jahre nicht vorangekommen. Erst 2016 habe es einen entscheidenden Hinweis aus dem Stasi-Unterlagen-Archiv gegeben, erklärte der Sprecher. Anders als heute sei man jedoch zunächst von einem Totschlag ausgegangen. In diesem Fall wäre die Tat verjährt gewesen.

Inzwischen sieht die Berliner Staatsanwaltschaft jedoch das Mordmerkmal der Heimtücke erfüllt, wie der Behördensprecher sagte.

Laut Anklage soll der Beschuldigte zur Tatzeit einer Operativgruppe des Ministeriums für Staatssicherheit angehört haben. Er soll mit der "Unschädlichmachung" des Polen beauftragt worden sein. Vorangegangen sein soll, dass der 38-Jährige in der polnischen Botschaft versucht haben soll, seine Ausreise nach West-Berlin zu erzwingen.

Die Stasi soll dann zum Schein entschieden haben, dem 38-Jährigen die Ausreise zu genehmigen. Dafür soll er auch die entsprechenden Ausreisedokumente bekommen haben und Ministeriumsmitarbeiter begleiteten ihn zum damaligen Sektorenübergang am Bahnhof Friedrichstraße. Als er dort jedoch den letzten Kontrollpunkt passiert hatte, fiel der Schuss.

Der Prozess gegen den früheren Stasi-Mitarbeiter soll vor dem Landgericht Berlin erfolgen. Zunächst muss jedoch eine Kammer darüber entscheiden, ob die Anklage zugelassen wird. Ausschlaggebend wird dabei sein, ob das Gericht der Argumentation der Staatsanwaltschaft folgt und ausreichend Hinweise für einen Mordverdacht sieht.



AZ
"Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist."
„Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war“.
"Es ist manchmal gefährlich, Recht zu haben, wenn die Regierung Unrecht hat. (Voltaire)"
Benutzeravatar
augenzeuge
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 97646
Bilder: 20
Registriert: 22. April 2010, 07:29
Wohnort: Nordrhein-Westfalen

Ex-Stasi-Mitarbeiter wegen Mordes angeklagt

Beitragvon Spartacus » 12. Oktober 2023, 16:58

Die Berliner Staatsanwaltschaft hat einen 79-jährigen früheren Mitarbeiter des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit (Stasi) wegen eines Mordes vor knapp 50 Jahren angeklagt. Wie die Behörde mitteilte, soll der Mann am 29. März 1974 einen polnischen Staatsbürger am Ost-Berliner Kontrollpunkt am Bahnhof Friedrichstraße aus einem Versteck heraus heimtückisch erschossen haben.


https://www.tagesschau.de/inland/stasi- ... e-100.html

Nie, etwas davon gehört. Vielleicht kann ja Merkur was dazu sagen?

Sparta


Ich bin stolz darauf, kein Smartdingsbums zu besitzen.
Nicht Deutschland schafft sich ab, sondern Deutschland schaltet sich ab.
Habeck und Baerbock in die Produktion. Die Grünen sind eine fortschrittsfeindliche Sekte.



Benutzeravatar
Spartacus
 
Beiträge: 28853
Bilder: 0
Registriert: 28. März 2013, 19:01
Wohnort: Bayern

Re: Politische Tötungen

Beitragvon augenzeuge » 12. Oktober 2023, 17:04

Am helllichten Tag wird am 29. März 1974 der polnische Staatsbürger Czesław Kukuczka, der in die freie Welt gelangen wollte, auf dem Grenzübergang Bahnhof Friedrichstraße („Tränenpalast“) in Ost-Berlin erschossen.

„Rätsel um ein Attentat an der Mauer in Berlin“, schlagzeilte die „Bild“-Zeitung am 2. April 1974. Schülerinnen aus Bad Hersfeld waren vier Tage zuvor, am 29. März 1974, auf dem Weg von Ost-Berlin zurück nach West-Berlin auf dem Grenzübergang Bahnhof Friedrichstraße Augenzeuginnen einer Bluttat geworden: „Es war am Freitag zwischen 15.10 und 15.20 Uhr“, zitierte „Bild“ die 15- bis 17-Jährigen.

„Ein 40 bis 45 Jahre alter Mann passierte vor uns den Kontrollpunkt. Zwei Frauen wurden kurz vorher von einem Offizier zurückgeschickt. Als der Mann arglos vorbeigegangen war, wurde er von einem Zivilisten im dunklen Mantel und mit getönter Brille aus zwei Meter Entfernung in den Rücken geschossen.“....

Weiter:
Alles spricht dafür, dass Czesław Kukuczka der Besitz einer Waffe von der Stasi nachträglich angedichtet wurde, um seine Tötung zu rechtfertigen.

https://www.chronik-der-mauer.de/todeso ... czesaw-jan

AZ
"Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist."
„Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war“.
"Es ist manchmal gefährlich, Recht zu haben, wenn die Regierung Unrecht hat. (Voltaire)"
Benutzeravatar
augenzeuge
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 97646
Bilder: 20
Registriert: 22. April 2010, 07:29
Wohnort: Nordrhein-Westfalen

Re: Politische Tötungen

Beitragvon augenzeuge » 12. Oktober 2023, 17:54

Sofern, wovon auszugehen sei –, der Vorgang von der Stasi legendiert wurde, sei auszuschließen, „dass es Dokumente über den tatsächlichen Hergang gibt“.


Tja, da hat man sich wohl geirrt. Denn diese Dokumente wurden 2016 gefunden.

AZ
"Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist."
„Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war“.
"Es ist manchmal gefährlich, Recht zu haben, wenn die Regierung Unrecht hat. (Voltaire)"
Benutzeravatar
augenzeuge
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 97646
Bilder: 20
Registriert: 22. April 2010, 07:29
Wohnort: Nordrhein-Westfalen

Re: Politische Tötungen

Beitragvon augenzeuge » 13. Oktober 2023, 16:19

Der Fall scheint unsere Experten sprachlos zu machen. [denken]

Ok, mach ich weiter.

AZ
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
"Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist."
„Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war“.
"Es ist manchmal gefährlich, Recht zu haben, wenn die Regierung Unrecht hat. (Voltaire)"
Benutzeravatar
augenzeuge
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 97646
Bilder: 20
Registriert: 22. April 2010, 07:29
Wohnort: Nordrhein-Westfalen

Re: Politische Tötungen

Beitragvon andr.k » 13. Oktober 2023, 19:50

augenzeuge hat geschrieben:Der Fall scheint unsere Experten sprachlos zu machen.


Nö. Warten wir erst mal ab. Spekulationen sind nicht mein Ding.
Man lebt ruhiger, wenn man nicht alles sagt, was man weiß, nicht alles glaubt, was man hört und über den Rest einfach nur lächelt.
andr.k
 
Beiträge: 4423
Bilder: 0
Registriert: 31. Oktober 2011, 21:56

Re: Politische Tötungen

Beitragvon augenzeuge » 13. Oktober 2023, 20:57

Was ist denn für dich die Spekulation?

AZ
"Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist."
„Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war“.
"Es ist manchmal gefährlich, Recht zu haben, wenn die Regierung Unrecht hat. (Voltaire)"
Benutzeravatar
augenzeuge
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 97646
Bilder: 20
Registriert: 22. April 2010, 07:29
Wohnort: Nordrhein-Westfalen

Re: Politische Tötungen

Beitragvon Merkur » 13. Oktober 2023, 21:09

So tragisch dieses Ereignis endete und so bedauerlich der Tod des Polen ist, hält sich meine Sympathie für (versuchte) Terror- und Gewaltakte in Grenzen und es stellt sich mir die Frage, welches Land auf dieser Welt einen solchen Akt geduldet hätte. Wenn ich mit einer Bombenattrappe in eine Botschaft gehe, von der zum relevanten Zeitpunkt nicht klar ist, dass es sich um eine Attrappe handelt und etwas erpresse, muss ich mit der Konsequenz des Gegenübers rechnen.
Letztlich bleibt abzuwarten, was die weiteren Ermittlungen ergeben. Gab es unter Berücksichtigung der konkreten Situation andere Mittel und Methoden, die Person zu stoppen? Führte er die Attrappe, von der man zu diesem Zeitpunkt nicht wusste, dass es sich um eine Attrappe handelt, beim Einsatz der Schusswaffe bei sich?
Aus meiner Sicht sind die damaligen konkreten Umstände und Gegebenheiten der Lage vor Ort sowie die Handlungsmöglichkeiten unter Ausschluss der Schädigung Unbeteiligter entscheidend.
Ich halte es da mit gestanden Politikern die ganz klar zum Ausdruck gebracht haben, dass sich ein Staat nicht erpressen lassen darf.
Selbstverständlich muss jeder seine individuelle Sicht bzw. Meinung haben und schreiben. Quelle: Augenzeuge.
Merkur
 
Beiträge: 4652
Registriert: 15. Juni 2010, 17:21

Re: Politische Tötungen

Beitragvon augenzeuge » 14. Oktober 2023, 07:43

Merkur, ich denke, du siehst es nicht korrekt.

Es geht nicht um angemessene Gefahrenabwehr sondern um klaren Mord aus 2-3 m Distanz ohne Rücksicht auf Menschen im Umfeld.( Schüler aus der BRD).

Dazu kommt, dass das MfS seiner Schuld bewusst war, warum sonst wurde die Bedrohung durch eine Waffe im Nachhinein erfunden

All das zeigt, dass das MfS vor einem Mord überhaupt nicht zurückschreckte, er wurde hier ebenso ohne unbedingt erforderliche Gefahrenabwehr umgesetzt, wie an anderer Stelle, z. B..Gartenschläger.

Und dies ist rechtsstaatlich zu verfolgen.

AZ
"Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist."
„Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war“.
"Es ist manchmal gefährlich, Recht zu haben, wenn die Regierung Unrecht hat. (Voltaire)"
Benutzeravatar
augenzeuge
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 97646
Bilder: 20
Registriert: 22. April 2010, 07:29
Wohnort: Nordrhein-Westfalen

Re: Politische Tötungen

Beitragvon Merkur » 14. Oktober 2023, 08:01

augenzeuge hat geschrieben:Merkur, ich denke, du siehst es nicht korrekt.
AZ


Dafür habe ich Dich ja. [wink]
Selbstverständlich muss jeder seine individuelle Sicht bzw. Meinung haben und schreiben. Quelle: Augenzeuge.
Merkur
 
Beiträge: 4652
Registriert: 15. Juni 2010, 17:21

Re: Politische Tötungen

Beitragvon augenzeuge » 14. Oktober 2023, 09:03

Merkur hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Merkur, ich denke, du siehst es nicht korrekt.
AZ


Dafür habe ich Dich ja. [wink]


Wo du recht hast, hast du recht. Wobei ich das nur "denke"! [super] Wir werden sehen, wie es die Justiz sieht. Wobei ich da vermute, man wird schon Gründe fürs Zweifeln finden..... [denken]
.................

Aber, hier habe ich noch etwas zum Thema. Hast du eine Vermutung, wer das war?

Oktober 2019: Der Anrufer stellte sich als ehemaliger Stasioffizier und Vernehmer im Gefängnis Hohenschönhausen vor. Er sei 85 Jahre alt, leide schwer an Krebs und habe nicht mehr lange zu leben. Nun wolle er sich entschuldigen für das, was die Staatssicherheit getan habe.


„Ungefähr sieben Gespräche haben wir mit dem Mann geführt“, schreibt Freya Klier in ihrem neuen Buch „Unter mysteriösen Umständen – Die politischen Morde der Staatssicherheit“, das Mitte September erschienen ist: „Er stellte sich tatsächlich als unser Vernehmer heraus. Er wusste Sachen von meiner Vernehmung, die nur er wissen konnte.“


Beim dritten dieser Telefonate fragte Krawczyk, ob das Auto am 8. November 1987 auf der Fahrt nach Stendal manipuliert war – eine solche Auskunft würde helfen, denn „Freya leidet noch immer unter den Folgen“. Zuerst gab sich der 85-jährige ehemalige MfS-Vernehmer naiv, sagte aber zu, seinen ehemaligen Vorgesetzten darüber zu befragen. Beim nächsten Anruf gab er „von Thüringer zu Thüringer“ preis, was er wohl längst wusste: „Es stimmt, das Auto war manipuliert.“ Krawczyk nahm die Aussage auf.
Ab Dezember 2019 meldete sich der alte Stasi-Mann nicht mehr,


Aus:
Freya Klier: „Unter mysteriösen Umständen – Die politischen Morde der Staatssicherheit“ (Herder Verlag Freiburg. 304 S., 26 Euro).
https://www.welt.de/geschichte/article2 ... enten.html

AZ
"Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist."
„Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war“.
"Es ist manchmal gefährlich, Recht zu haben, wenn die Regierung Unrecht hat. (Voltaire)"
Benutzeravatar
augenzeuge
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 97646
Bilder: 20
Registriert: 22. April 2010, 07:29
Wohnort: Nordrhein-Westfalen

Re: Politische Tötungen

Beitragvon Merkur » 14. Oktober 2023, 09:40

Ich habe die Vermutung, dass es um den Genossen Niemand handelt. [wink]
Selbstverständlich muss jeder seine individuelle Sicht bzw. Meinung haben und schreiben. Quelle: Augenzeuge.
Merkur
 
Beiträge: 4652
Registriert: 15. Juni 2010, 17:21

Re: Politische Tötungen

Beitragvon augenzeuge » 14. Oktober 2023, 10:33

Merkur hat geschrieben:Ich habe die Vermutung, dass es um den Genossen Niemand handelt. [wink]


Das ist mir zu einfach. Es sei denn, du bestätigst, dass es keinen Vernehmer mit Einblick gab, der das Alter hat.

AZ
"Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist."
„Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war“.
"Es ist manchmal gefährlich, Recht zu haben, wenn die Regierung Unrecht hat. (Voltaire)"
Benutzeravatar
augenzeuge
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 97646
Bilder: 20
Registriert: 22. April 2010, 07:29
Wohnort: Nordrhein-Westfalen

Re: Politische Tötungen

Beitragvon Ari@D187 » 14. Oktober 2023, 11:56

augenzeuge hat geschrieben:
Sofern, wovon auszugehen sei –, der Vorgang von der Stasi legendiert wurde, sei auszuschließen, „dass es Dokumente über den tatsächlichen Hergang gibt“.


Tja, da hat man sich wohl geirrt. Denn diese Dokumente wurden 2016 gefunden.

AZ

Was hat man denn gefunden und inwiefern ist das beweiskräftig gegen einen Herrn N.?

Ari
Si vis pacem, para bellum.
Alles wird gut!
Benutzeravatar
Ari@D187
Deutsche Marine
Deutsche Marine
 
Beiträge: 15029
Registriert: 26. April 2010, 19:58

Re: Politische Tötungen

Beitragvon augenzeuge » 14. Oktober 2023, 15:30

Ari@D187 hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:
Sofern, wovon auszugehen sei –, der Vorgang von der Stasi legendiert wurde, sei auszuschließen, „dass es Dokumente über den tatsächlichen Hergang gibt“.


Tja, da hat man sich wohl geirrt. Denn diese Dokumente wurden 2016 gefunden.

AZ

Was hat man denn gefunden und inwiefern ist das beweiskräftig gegen einen Herrn N.?

Ari


Steht alles oben in der "Wandzeitung". Polnische Ermittler vom Institut der nationalen Erinnerung haben den Mann erst entdeckt. D wusste dies allerdings schon länger, sagte aber nichts.
Nun wird das von den Polen als Mord betrachtet.
In den Unterlagen (siehe #1)wird die neuerliche Fallaufnahme mit der neuen Bewertung als Mord ,der nicht verjährt,begründet.Als vormals Totschlag bewertet wäre der Fall bereits verjährt gewesen.
Der Schütze ist der Berliner Staatsanwaltschaft bereits seit 2016 aus Archivunterlagen der Stasi bekannt.


Danach kam es zu einen Haftbefehl in Polen.
Vorher lief dort alles auf Unbekannt. Nun liefert D nicht aus, ermittelt jedoch selbst. Mal sehen, ob man nicht einen Grund findet, der die Anklage verhindert.

AZ
"Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist."
„Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war“.
"Es ist manchmal gefährlich, Recht zu haben, wenn die Regierung Unrecht hat. (Voltaire)"
Benutzeravatar
augenzeuge
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 97646
Bilder: 20
Registriert: 22. April 2010, 07:29
Wohnort: Nordrhein-Westfalen

Nächste

Zurück zu Geheimdienste und Sicherheit

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast