

manudave hat geschrieben:In einem kürzlichen Gespräch mit Jutta Fleck - der Frau vom "Checkpoint Charly" - berichtete sie mir von 3 Mordversuchen.
Zweimal wurde in der BRD auf sie geschossen - einmal sollte sie auf einer fingierten Pressekonferenz an Bord eines Schiffes in Helsinki zusammen mit anderen Regimegegnern exekutiert werden. Die Pressekonferenzen wurden ja bekanntlich von ihr benutzt, um auf das Schicksal ihrer Familie aufmerksam zu machen.
Durch einen Informanten wurden sie davor gewarnt - dieser wurde 3 Wochen später tot aufgefunden...
Das mal als ein kurzes Beispiel.

enrico hat geschrieben:es geht aber hier um die tötungen in der ddr..nich schon wieder ablenken


S51 hat geschrieben: Doch welchen Grund hätte die DDR haben sollen, kritische Personen anzugreifen, wenn es doch ansonsten hunderttausende, vielleicht millionen Personen dort gab, welche die gleiche Meinung hatten und denen nichts passierte? Warum hätte dieser Staat hierfür solch eine negative Publicity riskieren sollen?


augenzeuge hat geschrieben:Auch auf die Gefahr hin, mich unbeliebt zu machen, möchte ich dich auf weiteres hinweisen.
Warum wohl leugnete man den Mordversuch an Welsch bis zuletzt? Obwohl sich einer der Verantwortlichen in diesem Fall das Leben nahm, zweifeln die Zweifler immer noch....weil es etwas nicht geben soll was es nicht darf?
Man sollte nicht immer alles ablehnen, was nicht bis zum letzten Punkt beweisbar ist.
Denke mal an die Homöopathie- sie wirkt- aber man kann es definitiv nicht beweisen. Dies nur mal so.
Gruß, AZ
Knapp 34 Jahre nach dem Mauerfall hat die Berliner Staatsanwaltschaft einen Ex-Stasi-Mitarbeiter wegen heimtückischen Mordes angeklagt. Der inzwischen 79-Jährige aus Leipzig soll am 29. März 1974 einen Polen in Ost-Berlin am früheren Grenzübergang Bahnhof Friedrichstraße erschossen haben, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft mitteilte.
Laut Anklage soll der Mann das 38 Jahre alte Opfer "mit einem gezielten Schuss in den Rücken aus einem Versteck heraus" getötet haben.
Laut Staatsanwaltschaft sind die Ermittlungen über viele Jahre nicht vorangekommen. Erst 2016 habe es einen entscheidenden Hinweis aus dem Stasi-Unterlagen-Archiv gegeben, erklärte der Sprecher. Anders als heute sei man jedoch zunächst von einem Totschlag ausgegangen. In diesem Fall wäre die Tat verjährt gewesen.
Inzwischen sieht die Berliner Staatsanwaltschaft jedoch das Mordmerkmal der Heimtücke erfüllt, wie der Behördensprecher sagte.
Laut Anklage soll der Beschuldigte zur Tatzeit einer Operativgruppe des Ministeriums für Staatssicherheit angehört haben. Er soll mit der "Unschädlichmachung" des Polen beauftragt worden sein. Vorangegangen sein soll, dass der 38-Jährige in der polnischen Botschaft versucht haben soll, seine Ausreise nach West-Berlin zu erzwingen.
Die Stasi soll dann zum Schein entschieden haben, dem 38-Jährigen die Ausreise zu genehmigen. Dafür soll er auch die entsprechenden Ausreisedokumente bekommen haben und Ministeriumsmitarbeiter begleiteten ihn zum damaligen Sektorenübergang am Bahnhof Friedrichstraße. Als er dort jedoch den letzten Kontrollpunkt passiert hatte, fiel der Schuss.
Der Prozess gegen den früheren Stasi-Mitarbeiter soll vor dem Landgericht Berlin erfolgen. Zunächst muss jedoch eine Kammer darüber entscheiden, ob die Anklage zugelassen wird. Ausschlaggebend wird dabei sein, ob das Gericht der Argumentation der Staatsanwaltschaft folgt und ausreichend Hinweise für einen Mordverdacht sieht.

Die Berliner Staatsanwaltschaft hat einen 79-jährigen früheren Mitarbeiter des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit (Stasi) wegen eines Mordes vor knapp 50 Jahren angeklagt. Wie die Behörde mitteilte, soll der Mann am 29. März 1974 einen polnischen Staatsbürger am Ost-Berliner Kontrollpunkt am Bahnhof Friedrichstraße aus einem Versteck heraus heimtückisch erschossen haben.
Alles spricht dafür, dass Czesław Kukuczka der Besitz einer Waffe von der Stasi nachträglich angedichtet wurde, um seine Tötung zu rechtfertigen.

Sofern, wovon auszugehen sei –, der Vorgang von der Stasi legendiert wurde, sei auszuschließen, „dass es Dokumente über den tatsächlichen Hergang gibt“.


augenzeuge hat geschrieben:Der Fall scheint unsere Experten sprachlos zu machen.


augenzeuge hat geschrieben:Merkur, ich denke, du siehst es nicht korrekt.
AZ
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Merkur hat geschrieben:augenzeuge hat geschrieben:Merkur, ich denke, du siehst es nicht korrekt.
AZ
Dafür habe ich Dich ja.
Wir werden sehen, wie es die Justiz sieht. Wobei ich da vermute, man wird schon Gründe fürs Zweifeln finden.....
Oktober 2019: Der Anrufer stellte sich als ehemaliger Stasioffizier und Vernehmer im Gefängnis Hohenschönhausen vor. Er sei 85 Jahre alt, leide schwer an Krebs und habe nicht mehr lange zu leben. Nun wolle er sich entschuldigen für das, was die Staatssicherheit getan habe.
„Ungefähr sieben Gespräche haben wir mit dem Mann geführt“, schreibt Freya Klier in ihrem neuen Buch „Unter mysteriösen Umständen – Die politischen Morde der Staatssicherheit“, das Mitte September erschienen ist: „Er stellte sich tatsächlich als unser Vernehmer heraus. Er wusste Sachen von meiner Vernehmung, die nur er wissen konnte.“
Beim dritten dieser Telefonate fragte Krawczyk, ob das Auto am 8. November 1987 auf der Fahrt nach Stendal manipuliert war – eine solche Auskunft würde helfen, denn „Freya leidet noch immer unter den Folgen“. Zuerst gab sich der 85-jährige ehemalige MfS-Vernehmer naiv, sagte aber zu, seinen ehemaligen Vorgesetzten darüber zu befragen. Beim nächsten Anruf gab er „von Thüringer zu Thüringer“ preis, was er wohl längst wusste: „Es stimmt, das Auto war manipuliert.“ Krawczyk nahm die Aussage auf.
Ab Dezember 2019 meldete sich der alte Stasi-Mann nicht mehr,

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Merkur hat geschrieben:Ich habe die Vermutung, dass es um den Genossen Niemand handelt.

augenzeuge hat geschrieben:Sofern, wovon auszugehen sei –, der Vorgang von der Stasi legendiert wurde, sei auszuschließen, „dass es Dokumente über den tatsächlichen Hergang gibt“.
Tja, da hat man sich wohl geirrt. Denn diese Dokumente wurden 2016 gefunden.
AZ

Ari@D187 hat geschrieben:augenzeuge hat geschrieben:Sofern, wovon auszugehen sei –, der Vorgang von der Stasi legendiert wurde, sei auszuschließen, „dass es Dokumente über den tatsächlichen Hergang gibt“.
Tja, da hat man sich wohl geirrt. Denn diese Dokumente wurden 2016 gefunden.
AZ
Was hat man denn gefunden und inwiefern ist das beweiskräftig gegen einen Herrn N.?
Ari
In den Unterlagen (siehe #1)wird die neuerliche Fallaufnahme mit der neuen Bewertung als Mord ,der nicht verjährt,begründet.Als vormals Totschlag bewertet wäre der Fall bereits verjährt gewesen.
Der Schütze ist der Berliner Staatsanwaltschaft bereits seit 2016 aus Archivunterlagen der Stasi bekannt.

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