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karnak hat geschrieben:[grin] Das klingt schon alles gruselig, aber es ist eben nicht zu ändern, Du weißt von den Realitäten in diesem Land in Wahrheit nichts . Kannst schon gar nicht, besser bist nicht Willens, die Veränderungen in dieser Hinsicht die sich in diesem Land über einen Zeitraum von 40 Jahren vollzogen hat werten. Ich, als 59 geborener , habe diese Angst vor Deiner Schreckensherrschaft nie irgendwo gespürt, beobachtet, geschweige denn erfahren und ich war nicht die ganze Zeit bei der Stasi, bevor man mit diesem Quatsch kommt. Und ich wurde auch nie und von irgend jemanden geschnitten oder gemieden, als Offizier der Grenztruppen, was ja mein äußeres Erscheinungsbild war.
Man war zutiefst unzufrieden mit den Lebensumständen, der ständigen Rennerrei nach allen Möglichen, den Beschränkungen in der Freiheit zu reisen, natürlich. Aber das ist etwas Anderes als dieses ständige Schreckensszenario , dass es da gegeben haben soll, dass irgendwelche Knallkörper pausenlos an die Wand malen und das jemand wie Du so gierig aufsaugt. Und so war eben diese Unzufriedenheit mit den Lebensumständen der eigentliche und letztliche Auslöser und die Bereitschaft sich an dem zu beteiligen was man heute friedliche Revolution nennt, dass Erkennen und die Hoffnung auf die einzige Chance sich auf " sicheres Gebiet" zu retten, der Beitritt zur Bundesrepublik mit allen was man sich davon erhoffte und was man davon erwartete. Ohne diese Art von Erkenntnis und Hoffnung hätten die " Initiatoren " dieser friedlichen Revolution keine 100 Leute auf den Ring in Leipzig gebracht.
Ironie der Geschichte, für einen wie mich ist die Rechnung aufgefangen, unteranderem auch deswegen weil mir von Anfang an klar war was ich vom Kapitalismus erwarten kann und was nicht und was ich dafür geben muss. Für Andere war es schwieriger und oder sie hatten weniger Glück, einer der Gründe warum es 30 Jahre danach auf einmal die Klapperköppe von der AfD gibt, es braucht wohl eine Zeit bis so eine Krankheit unbehandelt ausbricht, und es scheint eine Initialzündung zu brauchen, diesmal war es der Bevorstehende Untergang des Abendlandes der zur friedlichen Revolution treibt.
Merkur hat geschrieben:Interessierter hat geschrieben:Angst und Hass waren nicht vorhanden?
In großen Teilen der Bevölkerung ganz sicher nicht. Da ist nach 1990 viel inszeniert worden, vor allem medial, was bis dahin nicht vorhanden war. Und Du bist das beste Beispiel eines dankbaren aber letztlich realitätsfernen Abnehmers.

Bahndamm 68 hat geschrieben:Ja, Kristian wir kennen uns persönlich und aus deiner Sicht kann ich dich verstehen. Ein Mensch, der voll und ganz hinter diesem Staat gestanden hat, dem ging es nicht schlecht. Bist du aber mit allen zufrieden gewesen, vielleicht ja, weil du die Welt nur bis zur grünen Grenze sehen wolltest und auch kanntest.
Vor einigen Tagen wurde der Film von der Bornholmer Brücke wiederholt. Auf der eine Seite, das Volk nach dem Wunsch nach Freiheit, die andere Seite die geschulten Soldaten.
War oder ist der Film realistisch dargestellt oder war es reine Propaganda mit Hetze auf die DDR. Die Grundlage für diesen Film hat der Oberst Jäger geliefert.
Ein friedliebender Arbeiter und Bauern Staat hat seine Menschen festgehalten, gehindert und erschossen.
Wenn du von der Schreckensherrschaft nie etwas gespürt hast, dann entspricht dies auch der Realität – und warum – du bist ein Überzeugter, ein Mitläufer dieses Systems gewesen.
Heute haben wir auch jede Menge Mitläufer und die braucht diese Demokratie auch, nur mit dem großen Unterschied, dass es Parteien vom linken bis zum rechten Spektrum gibt. Das gab es zu DDR-Zeiten nicht, es gab die Einheitspartei. Bitte verschone mich jetzt mit dem Hinweis der kleinen Mitläuferparteien. Gerald Götting, der Generalsekretär der damaligen Ost-CDU, ein typischer Mitläufer dieses Systems.
Vielleicht kannst du mir bitte erläutern den Unterschied der Stasi zum heutigen Verfassungsschutz oder BND.
Zurück zum Persönlichen. Zu DDR-Zeiten hätte ich dich bestimmt nicht angesprochen und einen Dialog mit dir aus freien Stücken geführt, aber heute können wir uns beide die Hand geben und brauchen keine Angst vor einander haben.
UND DAS IST AUCH GUT SO.
Das mit dem " Überzeugten " dem man hinten und vorne alles eingesteckt hat und er deswegen verteidigt, dass kommt natürlich immer gut als Totschlagargument. NUR , ich war das nie in dem Sinne, einer von den ganz Verbiesterten.
Das hat unter Anderem dazu geführt, dass ich mit kaum jemanden Berührungsängste hatte, bis hin zum Pfarrer meiner Schwiegermutter der mit dem Offizier gerne zum Pazifismus diskutiert hat. Für mich war aber die DDR das Vaterland, vielleicht sogar ein bisschen aus Trotz weil es für viele Andere das nicht war. Für mich war das ökonomische System des Sozialismus das Bessere was seine Theorie angeht, nicht vordergründig der Staatssozialismus mit seiner daraus erwachsenen politischen Diktatur. Ich wollte und hoffte, dass dieses ökonomische System irgendwann gelingt und damit die Diktatur überflüssig wird, dafür wollte ich einen Beitrag leisten. Dass ist der Unterschied zum Überzeugten und wie hinlänglich bekannt ist das auch noch heute meine Überzeugung. Das mit dem Ende der Welt an der Grenze zum Westen war für mich so ein Fakt wie die Tatsache das ich mir heute nie einen Maserati werden leisten können, obwohl ich ihn mir wünschen würde , verschwende aber keinen Gedanken in Richtung dieses Wunsches weil fernab jeglicher Realität. Ähnlich war es für mich mit dieser Grenze. Aus heutiger Sicht natürlich unmöglich, aber damals war es eben so und ich hatte nur diese Alternative wenn ich nicht das verraten wollte was mein Vaterland war.
. Ich müsste dafür heute nun wirklich mit dem Klammerbeutel gepudert sein. Gleichzeitig heißt das aber nicht, dass ich keine Vorstellung von Zukunft habe, auch wenn sie meine Generation nicht mehr betrifft.augenzeuge hat geschrieben:
Das MfS hatte dagegen immer Angst. Am Ende sogar vor ihren eigenen Akten....![]()
AZ
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karnak hat geschrieben:Das mit dem " Überzeugten " dem man hinten und vorne alles eingesteckt hat und er deswegen verteidigt, dass kommt natürlich immer gut als Totschlagargument. NUR , ich war das nie in dem Sinne, einer von den ganz Verbiesterten. Das hat unter Anderem dazu geführt, dass ich mit kaum jemanden Berührungsängste hatte, bis hin zum Pfarrer meiner Schwiegermutter der mit dem Offizier gerne zum Pazifismus diskutiert hat. Für mich war aber die DDR das Vaterland, vielleicht sogar ein bisschen aus Trotz weil es für viele Andere das nicht war. Für mich war das ökonomische System des Sozialismus das Bessere was seine Theorie angeht, nicht vordergründig der Staatssozialismus mit seiner daraus erwachsenen politischen Diktatur. Ich wollte und hoffte, dass dieses ökonomische System irgendwann gelingt und damit die Diktatur überflüssig wird, dafür wollte ich einen Beitrag leisten. Dass ist der Unterschied zum Überzeugten und wie hinlänglich bekannt ist das auch noch heute meine Überzeugung. Das mit dem Ende der Welt an der Grenze zum Westen war für mich so ein Fakt wie die Tatsache das ich mir heute nie einen Maserati werden leisten können, obwohl ich ihn mir wünschen würde , verschwende aber keinen Gedanken in Richtung dieses Wunsches weil fernab jeglicher Realität. Ähnlich war es für mich mit dieser Grenze. Aus heutiger Sicht natürlich unmöglich, aber damals war es eben so und ich hatte nur diese Alternative wenn ich nicht das verraten wollte was mein Vaterland war.
Nun heißt das natürlich nicht, in der Situation in der ich mich heute befinde, dass ich dieses Vaterland zurücksehne. Ich habe manchmal eher das Gefühl die die es damals verteufelt haben haben eine heimliche Sehnsucht nach sowas in der Art, Zucht und Ordnung halt. Ich müsste dafür heute nun wirklich mit dem Klammerbeutel gepudert sein. Gleichzeitig heißt das aber nicht, dass ich keine Vorstellung von Zukunft habe, auch wenn sie meine Generation nicht mehr betrifft.
Was nun diesen Film angeht, für mich ist es einfach nur ein peinliches Machwerk, als Jäger hätte ich es mir verbeten mich dort darzustellen. Weiß gar nicht was das eigentlich sein soll, eine Komödie oder eine ernsthafte Darstellung von Geschichte, wohl eher eine Gehässigkeit.
Interessierter hat geschrieben:Meine " realitätsfernen " Ansichten und Kenntnisse sind beispielsweise die Ergebnisse von namhaften Wissenschaftlern, Historikern und Berichten von Zeitzeugen, die ich mir nach der Wende in unzähligen Stunden erarbeiten konnte.
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Interessierter hat geschrieben:wie du nach der Wende den Buchlesungen rechtskräftig als Totschläger verurteilter ehemaliger " DDR - Größen " lauscht.
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Grenzwolf62 hat geschrieben:Wenn mir das hier in dem Kasperle-Land zu bunt wird, flüchte ich nach Kroatien.
Gestern hat ein Hauptkasperle dazu wieder einen Anschubstein zugefügt.
Merkur hat geschrieben:Einigen. Ein verurteilter Totschläger war allerdings nicht darunter.
Merkur hat geschrieben:Interessierter hat geschrieben:wie du nach der Wende den Buchlesungen rechtskräftig als Totschläger verurteilter ehemaliger " DDR - Größen " lauscht.
Ich verrate Dir mal was: Ich war noch nie auf einer Buchlesung „rechtskräftig als Totschläger verurteilter ehemaliger " DDR - Größen "
Ich bitte Dich, dass perspektivisch bei Deinen Ausführungen zu beachten.
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HPA hat geschrieben:Grenzwolf62 hat geschrieben:Wenn mir das hier in dem Kasperle-Land zu bunt wird, flüchte ich nach Kroatien.
Gestern hat ein Hauptkasperle dazu wieder einen Anschubstein zugefügt.
Viel Spaß mit der kroatischen Bürokratie. Wenn Du Tips brauchst....![]()
Zwischen dort leben und arbeiten oder dort einfach mal Urlaub machen liegen Welten.
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karnak hat geschrieben:Wegrennen ist purer Egoismus, gerne legitim aber kein Beitrag zur Lösung des Problems

Nun willste aber nicht noch erzählen, dass war das strategisch langfristig angelegte Ziel der Weggeher.Zitat HPA:
Es waren ja auch nicht unbedingt Buchlesungen.
Re: Streletz, Kessler, Krenz und die Schüsse a. d. Grenze
von Interessierter » 9. Mai 2017, 09:46
Vom politischen System des Staates DDR und ihrem Unterdrückungsapparat hat sich Heinz Keßler nie distanziert.[/size] Noch 2009 im Alter von 89 Jahren trat er der von Wählerschwund befallenen „Deutschen Kommunistischen Partei“ bei, für die er 2011 kandidierte. Ein ominöser „Freundeskreis Heinz Keßler“ gab zum 90. Geburtstag 2010 unter dem Titel „Die Sache aufgeben, heißt sich selbst aufgeben“ eine Festschrift (222 Seiten) heraus.
Zum 50. Jahrestag des Mauerbaus 2011 erschien ein anfechtbares und leicht zu widerlegendes Buch unter dem Titel „Ohne die Mauer hätte es Krieg gegeben“, [size=150]worin man solche unsinnigen Sätze finden konnte: „Die Arbeiter und alle Werktätigen der Deutschen Demokratischen Republik atmeten nach dem 13. August 1961 erleichtert auf, weil dem Treiben der Bonner Menschenhändler und Revanchepolitiker ein schnelles Ende bereitet wurde.“
http://f3.webmart.de/f.cfm?id=2165073&r ... 93089&pg=1
Wie muss es eigentlich um den geistigen Zustand eines Menschen wie Keßler bestellt sein, der behauptet. dass die Menschen erleichert aufatmeten, dass sie nun eingemauert waren....
Und das nach mehr als 20 Jahren und der Wendezeit, in der das Volk auch ihm gezeigt hat, was sie von dieser Mauer hielten. Das hat nichts mehr mit gescheiterter Gesinnung zu tun, da fehlen ( evtl. altersbedingt ) schon reichlich " Nadeln an der Tanne..
In wie weit die Nadeln bei den Zuhörern und Veteranen solcher Lesungen schon rieseln, entzieht sich meiner Kenntnis.
Ich verrate Dir mal was: Ich war noch nie auf einer Buchlesung „rechtskräftig als Totschläger verurteilter ehemaliger " DDR - Größen "
Ich bitte Dich, dass perspektivisch bei Deinen Ausführungen zu beachten.
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karnak hat geschrieben:[grin] Nun willste aber nicht noch erzählen, dass war das strategisch langfristig angelegte Ziel der Weggeher.

Interessierter hat geschrieben:Na Merkur, möchtest du weiterhin behaupten, dass du von diesen drei Typen noch keinem zugehört hast? Warum hast du bei deren Schwachfug nicht einfach einmal widersprochen?
Interessierter hat geschrieben:Jetzt verrate ich dir mal etwas:Wenn einer wie du wahrheitswidrig über mich behauptet, dass ich der Beste bei der Prüfung zum Gabelstaplerschein und beim Hubwagenziehen gewesen wäre ( Im Forum nachzulesen ), dann solltest du auch nicht gleich, als bornierter Einsteller von Spielwieseneinzeilern, mich bitten bzw. auffordern was ich bei meinen Ausführungen zu beachten hätte.
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