"Zum Glück kam dann die Wende"

Alles zum Thema Geheimdienste und Sicherheit in der DDR und in der BRD

"Zum Glück kam dann die Wende"

Beitragvon Interessierter » 28. November 2017, 14:32

Für Zeitzeugen sind es erlebte Erinnerungen, für rund 160 Zehntklässler des Mons-Tabor-Gymnasiums war der Bericht der in der früheren DDR inhaftierten Barbara Große ein Ausflug in eine fremde Welt.

Bild
Vielleicht war dieses zusammengeschrumpfte Papierknäuel einmal die Personalakte eines Stasi-Mitarbeiters, der Barbara Große bespitzelte.

Ziemlich genau 30 Jahre liegt der Tag zurück, an dem das Leben von Barbara Große auseinander gerissen wurde. Doch die Erinnerung an die Ereignisse hat bis heute nichts von ihrer Schärfe verloren: Um sieben Uhr morgens wummerte es an ihrer Wohnungstür in Leipzig, berichtet die heute 65-Jährige.

Ungewöhnlich sei das nicht gewesen. Denn die "Bürger, die die DDR verlassen und in die BRD übersiedeln wollten, bekamen meistens frühmorgens die Reisepapiere und mussten dann innerhalb weniger Stunden ausreisen". So hatte Barbara Große sich das auch für sich, ihren Mann und die beiden Kindern vorgestellt.

"Das ist ja schön, dass Sie kommen, aber wir sind noch gar nicht reisefertig", habe sie zu den Männern, die rasch in den Wohnungsflur drängten, gesagt. Nur waren die Stasi-Mitarbeiter nicht gekommen, um der Familie ihre bevorstehende Ausreise mitzuteilen, sondern um Barbara Große zu verhaften. Die Studioassistentin und Tontechnikerin bei Radio DDR landete im Untersuchungsgefängnis Leipzig. Erst 30 Monate später sollte sie entlassen und ausgebürgert werden.

Einfach war das Leben von Barbara Große in der DDR nie gewesen: Anstatt der Jugendweihe feierte sie Konfirmation. Zum Abitur zugelassen wurde sie nur, weil sie der FDJ beigetreten war. Die im Jahr 1970 geborene Tochter sollte einen holländischen Namen bekommen, was die staatliche Meldebehörde monatelang verbot. Für den Kindergarten meldeten Barbara Große und ihr Mann die Kinder nicht an, weil hier bereits die Kleinsten indoktriniert wurden und verinnerlichen sollten, "dass das Feindesland nicht lernen will, gut zu werden". In der DDR wurden "wir kontrolliert, überwacht, eingeschüchtert und drangsaliert", fasst die Zeitzeugin zusammen. Da sei ihrem Mann und ihr klar gewesen: "Die DDR ist es nicht wert, dass wir in ihr leben und arbeiten wollen."

Das war 1976. Barbara Große stellte den ersten Ausreiseantrag für ihre Familie – und erneuerte das Gesuch jede Woche, reiste regelmäßig zur Ständigen Vertretung der BRD nach Ostberlin, ließ sich in der Deutschen Botschaft in Prag beraten und erreichte schließlich, dass zunächst ihre Mutter in den Westen übersiedeln durfte. "Jetzt war Familienzusammenführung der Grund, weshalb wir ausreisen wollten", erzählt sie. "Da wurde die Stasi hektisch" und handelte. "Landesverräterische Agententätigkeit" zur "Schädigung der Interessen der DDR" wurden ihr vorgeworfen. Barbara Große wurde zum "Staatsfeind Nummer 1" erklärt und inhaftiert, zunächst in Leipzig und später im Frauenzuchthaus Hoheneck. 30 Monate lang. Sie wolle ihre Erlebnisse möglichst "kommentarlos schildern", sagt die Frau, deren Leben für die 15- und 16-jährigen Schüler nur sehr schwer vorstellbar ist.

Doch ihr Leben lässt sich nicht kommentarlos leben, besonders dann nicht, wenn die Bespitzelungen mehr als 3000 "Stasi-Verfolgungsseiten" füllen, wenn es mehr als 400 Telefonprotokolle gibt und wenn Barbara Große sagt, mittlerweile immerhin von 17 Stasi-Mitarbeitern die wahre Identität herausgefunden zu haben. Immer wieder bemüht sich die Referentin um Nüchternheit, etwa als sie einräumt, dass die Personalakten der allermeisten "Bediensteten" vernichtet wurden und nicht rekonstruierbar seien und dabei ein im Wasser zusammengeschrumpftes Papierknäuel zeigt. Bei den weltweit vernetzten Jugendlichen löst das ungläubiges Staunen aus.


Ja, dass es in der DDR Tücher für Geruchsproben gegeben habe, das hat er schon einmal im Fernsehen gesehen, erzählt ein Junge. Aber eine Abkürzung wie etwa "RE" für "rechtwidrig Ersuchende", also Ausreisekandidaten, ist den meisten Schülern unbekannt. Auch dass die Bedrohung des DDR-Regimes über die Ausreise hinaus wirkte, schildert Barbara Große eindringlich. Die Stasi könne überall auf der Welt agieren, sei ihr mitgeteilt worden, was für die in den 1980er Jahren Ausgewiesene bedeutet: "Auch heute stehe ich an Ampeln noch immer weit hinter der Bordsteinkante." Und was der ebenfalls einschüchternde Vermerk "vernichten" auf einer ihrer Akten habe bedeuten sollen, mag sich Barbara Große nicht mehr ausmalen. Denn "zum Glück kam dann die Wende".

http://www.taunus-zeitung.de/lokales/li ... 680,156109
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Re: "Zum Glück kam dann die Wende"

Beitragvon karnak » 28. November 2017, 14:43

Interessierter hat geschrieben:[b]

Bild
Vielleicht war dieses zusammengeschrumpfte Papierknäuel einmal die Personalakte eines Stasi-Mitarbeiters, der Barbara Große bespitzelte.


Vielleicht [flash]
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Re: "Zum Glück kam dann die Wende"

Beitragvon pentium » 28. November 2017, 14:46

karnak hat geschrieben:
Interessierter hat geschrieben:[b]

Vielleicht war dieses zusammengeschrumpfte Papierknäuel einmal die Personalakte eines Stasi-Mitarbeiters, der Barbara Große bespitzelte.


Vielleicht [flash]


Muss aber eine kleine Personalakte gewesen sein. (Gab es überhaupt Personalakten, eher Kaderakten oder?)

....
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Re: "Zum Glück kam dann die Wende"

Beitragvon karnak » 28. November 2017, 14:59

Was egal wäre, ist nur eine Definitionsfrage, das immer theatralischere Getue von einer speziellen Art von Zeitzeugen nimmt aber wirklich langsam manchmal Ausmaße an. Ich nehme mal an, dass ist die Art von Mahnung und Erinnerung die sich der Volker als so bewahrenswert wünscht.
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Re: "Zum Glück kam dann die Wende"

Beitragvon augenzeuge » 28. November 2017, 16:15

Interessierter hat geschrieben: reiste regelmäßig zur Ständigen Vertretung der BRD nach Ostberlin, ließ sich in der Deutschen Botschaft in Prag beraten und erreichte schließlich, dass zunächst ihre Mutter in den Westen übersiedeln durfte. "Jetzt war Familienzusammenführung der Grund, weshalb wir ausreisen wollten", erzählt sie. "Da wurde die Stasi hektisch" und handelte.


Oh, da ist sie aber schlecht beraten worden. Der Weg war ganz sicher gut, aber schlecht am Ende umgesetzt worden. Das hätte man viel besser machen können. Allerdings war es immer ein schwieriger Grat zwischen Knast oder Ausreise.

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Re: "Zum Glück kam dann die Wende"

Beitragvon Volker Zottmann » 28. November 2017, 16:21

Mir genügt schon, wenn die Barbara Große als wirliche Zeitzeugin fungiert.
Kristian, Du und Deine Stasikollegen, besonders die schnüffelnden haben doch mit der Wende einherkommend meist genug Zeit gehabt, Belastendes zu vernichten.
So war es wirklich flächendeckend in der DDR.
Hätten Bürgerrechtler sich sicher auch nicht vorstellen können, wie viel Eure Maschinerie vernichtete, eben alles der sie nur habhaft wurde.

Ich frage mich, was ihr allesamt nur für Dreck am Stecken hattet, um solche panische Angst zu entwickeln die darin gipfelte, dass Dein Apparat Staatssicherheit sogar Krematorien besetzte, nur um zu vernichten.

Nur kleinste Bruchteile kommen heute ans Licht, welche Verbrechen Eure Organisation verübte. Mord, Folter Menschenhandel sind belegt. Wie hoch aber mag die Dunkelziffer sein?
Schmerzlich, dass nicht die Hauptverantwortlichen sofort verhaftet wurden. Viele hätten ein Tribunal wie zu den Nürnberger Prozessen verdient.
Haltet inne und seid froh, ungeschoren davon gekommen zu sein!

Das Ihr heute aber selbst hier mit saublöden Einwänden Euch imer noch über Opfer lustig macht, ist geschmacklos. Ich meine speziell auch Dich. Selbst wenn auch Du, wie vorgegeben, nur ein kleines Grenzlicht warst.

Gruß Volker
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Re: "Zum Glück kam dann die Wende"

Beitragvon karnak » 28. November 2017, 16:42

[flash] Aber Du musst doch wirklich zugeben, dass dieses Foto mit diesem Stück Schrumpelpapier und diesem erklärenden Text dazu einfach nur blöde ist. Mir ist wirklich schleierhaft wie man mit sowas vor Abiturienten treten kann und entlarvend ist es für mich, wenn sich jemand für derartiges Theater begeistern kann, ich bin wirklich gespannt ob irgendwann mal der Höhepunkt solcher Lächerlichkeiten erreicht wird. Da muss man sich doch nicht wundern, dass man verleitet wird eine solche Nase vorzuführen.
Und ich war nur ein kleines Grenzlicht, ich gebe da nichts vor. Dass heißt aber doch noch lange nicht, dass ich mit dem Klammerbeutel gepudert war und bin.
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Re: "Zum Glück kam dann die Wende"

Beitragvon Interessierter » 28. November 2017, 17:08

Neuer Beitragvon karnak » 28. November 2017, 16:42
[flash] Aber Du musst doch wirklich zugeben, dass dieses Foto mit diesem Stück Schrumpelpapier und diesem erklärenden Text dazu einfach nur blöde ist.


Was ändert eigentlich dieses Foto und seinem Text und an dem Erlebten der Zeitzeugin? GAR NICHTS !!

Ich frage mich allerdings, wenn du wie eigentlich fast immer, dich an Nebensächlichkeiten hochziehst, andere Darstellungen und Meinungen von Usern als Stuß oder Sülz bezeichnest, die Hauptaussage dieses Beitrages nicht widerlegen kannst, ob das nicht total lächerlich, kleingeistig und armselig ist.

Die noch passendere Bezeichnung verbieten mir leider die Forenregeln.
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Re: "Zum Glück kam dann die Wende"

Beitragvon Merkur » 28. November 2017, 18:04

Interessierter hat geschrieben: Immer wieder bemüht sich die Referentin um Nüchternheit, etwa als sie einräumt, dass die Personalakten der allermeisten "Bediensteten" vernichtet wurden und nicht rekonstruierbar seien und dabei ein im Wasser zusammengeschrumpftes Papierknäuel zeigt. Bei den weltweit vernetzten Jugendlichen löst das ungläubiges Staunen aus.


Bei dem Unsinn staunen nicht nur die Jugendlichen denn die Kaderakten der Bediensteten sind im Archivbestand KS archiviert worden.
Selbstverständlich muss jeder seine individuelle Sicht bzw. Meinung haben und schreiben. Quelle: Augenzeuge.
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Re: "Zum Glück kam dann die Wende"

Beitragvon Volker Zottmann » 28. November 2017, 19:43

Dass bei Weitem nicht mehr alle Kaderakten bereitstehen, wirst auch Du wissen Merkur. Ebenso, dass die Zeitzeugin keine Historikerin ist.
Diese Art von kleinen Irrtümern, oder dass der schreibende Autor nun von Personal- statt von Kaderakten spricht ist unerheblich.

Was mir fehlt, sind mal Eure Einlassungen zu all dem Unrecht, das einer unzufriedenen Familie wiederfuhr, nur weil sie ihr verbrieftes Recht (Helsinki) auf freie Wohnortwahl ausleben wollte.
Kein Wort von Karnak oder Dir zu begangener Freiheitsberaubung und Unterstellung mit fadenscheinigen Straftatbeständen....

Mal die einfache Einlassung: "Ja das waren Verbrechen!" würde schon für Euch ein Meilenstein sein. Verklärung scheint Euch aber wichtiger!

Gruß Volker
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Re: "Zum Glück kam dann die Wende"

Beitragvon karnak » 28. November 2017, 20:38

Das ist aber in dem Fall nicht der Punkt, dieser Vorwurf soll in Wahrheit nur ruhig stellen. In diesem Land gab es ohne Frage sehr viel Unrecht, Unrecht das zum Recht erhoben wurde.Und es gab Opfer dieses Unrechts, die haben durchaus ein Recht darauf, dass man ihnen zuhört und sie haben eine Entschuldigung verdient. Sie haben aber mit dem Erleiden von Unrecht nicht das Recht auf Immunität erworben was ihre Aussagen , Schilderungen und Auffassungen angeht, man hat und muss ihnen nicht bedingungslos Beifall klatschen, völlig unabhängig davon wie blödsinnig manche Geschichten sind. Dann erwartet man nun jetzt das Gleiche was sie selbst aus diesem Land getrieben hat, die fehlenden Fleischtöpfe sollen es doch nicht gewesen sein.
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Re: "Zum Glück kam dann die Wende"

Beitragvon Interessierter » 29. November 2017, 08:22

Diese Art von kleinen Irrtümern, oder dass der schreibende Autor nun von Personal- statt von Kaderakten spricht ist unerheblich.


Moin Volker, das wissen diese User ganz genau. Der tiefere Sinn ist es doch, den Zeitzeugen insgesamt als unglaubwürdig erscheinen zu lassen. Diese Vorgehensweise wird doch schon lange praktiziert.

Ganz nebenbei bemerkt gab es aber, laut Handbuch des MfS, auch Personalakten.
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Re: "Zum Glück kam dann die Wende"

Beitragvon karnak » 29. November 2017, 08:31

karnak hat geschrieben:Was egal wäre, ist nur eine Definitionsfrage,

Nur damit da nichts durcheinander kommt, dass kam von der Stasi zum Thema Kader- oder Personalakte.
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Re: "Zum Glück kam dann die Wende"

Beitragvon karnak » 29. November 2017, 08:32

pentium hat geschrieben:
Muss aber eine kleine Personalakte gewesen sein. (Gab es überhaupt Personalakten, eher Kaderakten oder?)

....

Und das von einem User der der Stasi unverdächtig ist.
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Re: "Zum Glück kam dann die Wende"

Beitragvon augenzeuge » 29. November 2017, 08:42

karnak hat geschrieben:
pentium hat geschrieben:
Muss aber eine kleine Personalakte gewesen sein. (Gab es überhaupt Personalakten, eher Kaderakten oder?)

....

Und das von einem User der der Stasi unverdächtig ist.


Jetzt nicht mehr. [shocked]

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Re: "Zum Glück kam dann die Wende"

Beitragvon Interessierter » 29. November 2017, 10:35

Zitat karnak:
dass kam von der Stasi zum Thema Kader- oder Personalakte.


Na Kristian, 2 User haben zum Begriff Personalakte etwas geschrieben. Das eine kam von der Stasi und der andere User sei stasiunverdächtigt, so schreibst du.

Wie ist das zu verstehen?
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Re: "Zum Glück kam dann die Wende"

Beitragvon karnak » 29. November 2017, 11:34

Das ist so zu verstehen als das sich die Stasi, in dem Fall durch meine Person, an solchen Kleinigkeiten wie die Definition Kaderakte/Personalakte überhaupt nicht hochzieht. An solchen lächerlichen Fotos mit einem blödsinnigen Text darunter und der Vorstellung, dass man mit so was Abiturienten und nicht etwa Vorschulkindern kommt allerdings schon. Wenn es Dir aber ein Trost ist, hast schon größere Dummschwätzer aufgetrieben als die Frau.
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Re: "Zum Glück kam dann die Wende"

Beitragvon Interessierter » 29. November 2017, 12:36

Mit deinen Vokabeln Stuss, Sülz, Dummschwätzer und ähnlichem, konntest du vielleicht in Drewitz beeindrucken. Hier in diesem und anderen Threads entlarvt es dich nur selber als dreisten, unverschämten Dummschwätzer, der die völlig nebensächliche Bildunterschrift der Zeitzeugin zuordnet, obwohl sie ja auch vom Journalisten sein kann.

Aber wenn es dem Zweck deiner Einlassung, die Zeitzeugin als unglaubwürdig erscheinen zu lassen, dienen soll, dann musst du sie eben als Dummschwätzerin betiteln.

Nur an dem Erlebten der Frau ändert das GAR NICHTS!! Daher meine Empfehlung an dich:

Bild

[grins]
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Re: "Zum Glück kam dann die Wende"

Beitragvon karnak » 29. November 2017, 14:17

[grin] Gegenüber Kunden und dazu zählte ich auch die in Drewitz verwende ich solche Worte nicht, auch hier habe ich sie lange ausgespart, aber irgendwann ist der Zeitpunkt gekommen ,zumindest in so einer familären Runde wie hier, etwas mehr Klartext zu sprechen und da halte ich mich oftmals schon sehr zurück. [flash] Einfach nicht zu offensichtlich Dummschwatzen dann klappt es auch mit der Aufarbeitung. [hallo]
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Re: "Zum Glück kam dann die Wende"

Beitragvon Interessierter » 29. November 2017, 14:36

Richtig ist: " Deiner Meinung nach etwas aussagen, was dir nicht gefällt ", bezeichnest du herabwürdigend als dummschwätzen. Kristian, ich bin wirklich nicht empfindlich, was deine Ausdrucksweise angeht; aber wenn du Zeitzeugen, die Opfer der SED - Diktatur wurden, deren Geheimdienst du gedient hast und in gewissem Sinne auch Täter warst, der die Bürger daran hinderte das Land zu verlassen, als Dummschwätzer bezeichnest, dann wirst du auf meinen entschiedenen Widerspruch stoßen!!

aber irgendwann ist der Zeitpunkt gekommen ,zumindest in so einer familären Runde wie hier, etwas mehr Klartext zu sprechen


Deine DDR/Stasi-Gesinnungsreste habe nicht nur ich schon viel länger erkannt...

Anstand, Schamgefühl und Menschlichkeit wurden wohl in der SED oder Stasipropaganda nicht gelehrt. Den angefügten Spruch kann ich mir gut an deinem Spiegel vorstellen.

Bild
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Re: "Zum Glück kam dann die Wende"

Beitragvon Merkur » 29. November 2017, 16:59

Volker Zottmann hat geschrieben:Dass bei Weitem nicht mehr alle Kaderakten bereitstehen, wirst auch Du wissen Merkur.
Gruß Volker


Nein Volker, dass ist mir nicht bekannt. Ich gehe davon aus und habe mir bestätigen lassen, dass die Kaderakten der Mitarbeiter vorhanden sind.
Selbstverständlich muss jeder seine individuelle Sicht bzw. Meinung haben und schreiben. Quelle: Augenzeuge.
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Re: "Zum Glück kam dann die Wende"

Beitragvon Volker Zottmann » 29. November 2017, 17:35

Merkur hat geschrieben:
Volker Zottmann hat geschrieben:Dass bei Weitem nicht mehr alle Kaderakten bereitstehen, wirst auch Du wissen Merkur.
Gruß Volker


Nein Volker, dass ist mir nicht bekannt. Ich gehe davon aus und habe mir bestätigen lassen, dass die Kaderakten der Mitarbeiter vorhanden sind.


Interessant!
Von 2 Personen hätte ich gern gewusst, ob sie Hauptamtlich dabei waren. Eine war meiner Recherche nach OibE. (Ich meine keine Verwandten oder Angeheiratete)
Hat man da eine Chance, dass auf legalem Weg zu ergründen?

Gruß Volker
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Re: "Zum Glück kam dann die Wende"

Beitragvon Merkur » 29. November 2017, 19:35

Volker Zottmann hat geschrieben:Hat man da eine Chance, dass auf legalem Weg zu ergründen?
Gruß Volker


Du musst ein wisschaftlich begründetes Interesse nachweisen. Einfach aus Neugierde nachsehen ist nicht.
Selbstverständlich muss jeder seine individuelle Sicht bzw. Meinung haben und schreiben. Quelle: Augenzeuge.
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Re: "Zum Glück kam dann die Wende"

Beitragvon Volker Zottmann » 29. November 2017, 22:24

Merkur hat geschrieben:
Volker Zottmann hat geschrieben:Hat man da eine Chance, dass auf legalem Weg zu ergründen?
Gruß Volker


Du musst ein wisschaftlich begründetes Interesse nachweisen. Einfach aus Neugierde nachsehen ist nicht.



Danke Merkur, dachte ich mir.
Ich würde bei Bestätigung meiner Vermutungen Zusammenhänge besser deuten können. Neugierde bliebe es trotzdem. Na egal, 2 Einsichten bekomme ich trotzdem, aber eben nicht diese.

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

Re: "Zum Glück kam dann die Wende"

Beitragvon Merkur » 30. November 2017, 04:51

Volker Zottmann hat geschrieben:Na egal, 2 Einsichten bekomme ich trotzdem, aber eben nicht diese.
Gruß Volker


Na dann kennst Du doch die Regularien.
Selbstverständlich muss jeder seine individuelle Sicht bzw. Meinung haben und schreiben. Quelle: Augenzeuge.
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Re: "Zum Glück kam dann die Wende"

Beitragvon Kumpel » 30. November 2017, 08:14

Wie man sich an so einem symbolhaften Bild darmaßen hoch ziehen kann zeigt doch nur einmal mehr die Denke von Leuten die dieses System
nicht nur mit getragen haben , sondern ihm vorbehaltlos dienten und noch heute nicht davon los kommen.
Selbst wenn sie heute stets beteuern ihnen wäre das egal und sie hätten damit abgeschlossen.
Diese Maschinerie Stasi zerstörte und beeinflusste während ihrer Existenz nachweisbar unzählige Biografien vermeintlicher Feinde und
am Ende rauchten die Schornsteine der Heizhäuser der Stasi und die Reißwölfe liefen heiß um genau das zu vertuschen.
Dafür steht dieses Bild und auch ein Abiturient wird erkennen was mit dem Bild eines Papierknäuel aus ehemaligen Stasiakten zum Ausdruck gebracht werden soll.
Ein ehemaliger Stasihauptmann ist offensichtlich noch nicht einmal nach Jahrzehnten in der Lage das zu erkennen.
Kumpel
 

Re: "Zum Glück kam dann die Wende"

Beitragvon zoll » 30. November 2017, 12:28

Hallo Volker, es ist beschämend lesen zu müssen, dass die alten Stasibonzen immer noch nicht bereit sind das Unrecht der DDR anzuerkennen.
Da werden wir auch leider nicht daran ändern können.
Aber wir werden ihnen weiterhin den Spiegel vor ihr Stasiantlitz halten.
zoll
zoll
 

Re: "Zum Glück kam dann die Wende"

Beitragvon Volker Zottmann » 30. November 2017, 12:46

Merkur hat geschrieben:
Volker Zottmann hat geschrieben:Na egal, 2 Einsichten bekomme ich trotzdem, aber eben nicht diese.
Gruß Volker


Na dann kennst Du doch die Regularien.


Nein die kenne ich nicht genau. Die von mir genannten Einsichten bekomme ich indirekt, nicht von der Behörde. Rein privat, mit Zustimmung der Betroffenen.

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

Re: "Zum Glück kam dann die Wende"

Beitragvon Volker Zottmann » 30. November 2017, 12:59

zoll hat geschrieben:Hallo Volker, es ist beschämend lesen zu müssen, dass die alten Stasibonzen immer noch nicht bereit sind das Unrecht der DDR anzuerkennen.
Da werden wir auch leider nicht daran ändern können.
Aber wir werden ihnen weiterhin den Spiegel vor ihr Stasiantlitz halten.
zoll

Das sehe ich auch so Zoll!
Selbst spüre ich, wegen meines Einstehens für immer mehr Aufklärung, auch Ablehnung in meiner weitläufigen Verwandtschaft. Es sind aber nur wenige, die offen ihre Ablehnung zeigen. Das Meiste geschieht hinter meinem/unserem Rücken. Es sind aber doch insgesamt gesehen die wenigsten Verwandten. Es zieht sich bei denen auch durch Familien.
Es ist erschreckend, dass fast 30 Jahre nach dem Zusammenbruch noch immer solche bornierten Menschen ihre abhanden gekommenen "Ideale" suchen.... und die Schuld bei uns suchen, weil wir das Übel benennen.
Die Naziaufarbeitung ging in der DDR reibungsloser als heute die der SED-Diktatur. Es fehlen klare Gesetze.
Als die abgehackten SED-Hände vom ZK-Gebäude entfernt wurden, glaubte auch ich noch, dass es nun Tätern an den Kragen geht. Da hat das geeinte Deutschland zu meinem Bedauern leider voll versagt.

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

Re: "Zum Glück kam dann die Wende"

Beitragvon karnak » 30. November 2017, 13:48

Merkur hat geschrieben:
Du musst ein wisschaftlich begründetes Interesse nachweisen. Einfach aus Neugierde nachsehen ist nicht.

Und wenn ich jetzt Akteneinsicht beantragen würde, darf ich meine Kaderakte sehen?
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