Politische Tötungen

Alles zum Thema Geheimdienste und Sicherheit in der DDR und in der BRD

Re: Politische Tötungen

Beitragvon augenzeuge » 14. Oktober 2023, 15:38

Merkur hat geschrieben:Wenn ich mit einer Bombenattrappe in eine Botschaft gehe, von der zum relevanten Zeitpunkt nicht klar ist, dass es sich um eine Attrappe handelt und etwas erpresse, muss ich mit der Konsequenz des Gegenübers rechnen.


Aus dem Netz (http://www.forum-ddr-grenze.de)
Schlussendlich wurde der Pole offenbar direkt am Grenzübergang erschossen.
Westdeutsche Schüler auf dem Weg nach West Berlin befanden sich zu diesem Zeitpunkt in direkter Nähe und bezeugten den Vorfall.
Mit einer Bombe quer durch Berlin zu einem belebten Grenzübergang klingt jetzt nicht nach konsequentem Ausschluss der Schädigung Unbeteiligter.
Dafür hätte der Mann die polnische Botschaft wohl eher erst gar nicht verlassen dürfen.


........"Geiselnehmer und ein aus 2m Entfernung in den Rücken geschossenen zu vergleichen, niveaulos, man könnte auch sagen eine bodenlose Frechheit."



Nachdenkenswert: [denken]
Die Stasiunterlagen haben eine Daseinsberechtigung und das insbesondere weil ja auch noch ehemalige Mitarbeiter die Welt erklären wollen.



Ja, es gibt natürlich auch Unbelehrbare....die gern die Fakten verdrehen, und auf folgenden Sachverhalt eine Antwort geben:
ich finde die Manipulationsabläufe der Stasi mit ihren polnischen Kumpanen einfach unglaublich. Dass so etwas im 20. Jahrhundert in Mitteleuropa stattfinden konnte, ist wirklich " sensationell". Man meint in einem Buch über die Camorra oder N'drangeta zu sein, wenn man das liest. Ja, sie waren Angehörige einer " Internationale " aber einer verbrecherischen.

"Das ist schon eine bodenlose Frechheit dieses Users wenn der Kampf gegen Terrorismus hier als verbrecherisch und mit Mafia-Methoden verglichen werden. Der Kampf gegen nationalen und internationalen Terrorismus betrifft heute fast alle Staaten. Du kannst ja mal die Passagiere der Landshut fragen wie die sich gefühlt haben nach der Befreiung. Die Befreiung war erst durch internationale Zusammenarbeit verschiedener Länder, wie auch der DDR, möglich.
[flash]

Wie oft das MfS Terroristen mit Waffen die "Staatsgrenze" hat passieren lassen, es Anschläge gab, ist bekannt, oder?

Und nicht zuletzt:
Schon das sollte stutzig machen:
"Die Recherchen zogen sich hin, bis schließlich feststand, dass der Vorgang in den Tagesmeldungen 1974 der DDR-Grenztruppen nicht erwähnt wird."


AZ
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Re: Politische Tötungen

Beitragvon andr.k » 14. Oktober 2023, 17:17

augenzeuge hat geschrieben: ...

Aus dem Netz (http://www.forum-ddr-grenze.de)
Schlussendlich wurde der Pole offenbar direkt am Grenzübergang erschossen.
Westdeutsche Schüler auf dem Weg nach West Berlin befanden sich zu diesem Zeitpunkt in direkter Nähe und bezeugten den Vorfall.
Mit einer Bombe quer durch Berlin zu einem belebten Grenzübergang klingt jetzt nicht nach konsequentem Ausschluss der Schädigung Unbeteiligter.
Dafür hätte der Mann die polnische Botschaft wohl eher erst gar nicht verlassen dürfen.


........"Geiselnehmer und ein aus 2m Entfernung in den Rücken geschossenen zu vergleichen, niveaulos, man könnte auch sagen eine bodenlose Frechheit."



Nachdenkenswert: [denken]
Die Stasiunterlagen haben eine Daseinsberechtigung und das insbesondere weil ja auch noch ehemalige Mitarbeiter die Welt erklären wollen.



Ja, es gibt natürlich auch Unbelehrbare....die gern die Fakten verdrehen, und auf folgenden Sachverhalt eine Antwort geben:
ich finde die Manipulationsabläufe der Stasi mit ihren polnischen Kumpanen einfach unglaublich. Dass so etwas im 20. Jahrhundert in Mitteleuropa stattfinden konnte, ist wirklich " sensationell". Man meint in einem Buch über die Camorra oder N'drangeta zu sein, wenn man das liest. Ja, sie waren Angehörige einer " Internationale " aber einer verbrecherischen.

"Das ist schon eine bodenlose Frechheit dieses Users wenn der Kampf gegen Terrorismus hier als verbrecherisch und mit Mafia-Methoden verglichen werden. Der Kampf gegen nationalen und internationalen Terrorismus betrifft heute fast alle Staaten. Du kannst ja mal die Passagiere der Landshut fragen wie die sich gefühlt haben nach der Befreiung. Die Befreiung war erst durch internationale Zusammenarbeit verschiedener Länder, wie auch der DDR, möglich.
[flash]

Wie oft das MfS Terroristen mit Waffen die "Staatsgrenze" hat passieren lassen, es Anschläge gab, ist bekannt, oder?

Und nicht zuletzt:
Schon das sollte stutzig machen:
"Die Recherchen zogen sich hin, bis schließlich feststand, dass der Vorgang in den Tagesmeldungen 1974 der DDR-Grenztruppen nicht erwähnt wird."


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Die Zitate sind von Experten geschrieben, oder? [flash]
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Re: Politische Tötungen

Beitragvon augenzeuge » 14. Oktober 2023, 17:39

Vielleicht ist da der ein oder andere Experte dabei.

Nachdenkenswert sind sie.

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Re: Politische Tötungen

Beitragvon Ari@D187 » 14. Oktober 2023, 20:05

augenzeuge hat geschrieben:
Ari@D187 hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:
Sofern, wovon auszugehen sei –, der Vorgang von der Stasi legendiert wurde, sei auszuschließen, „dass es Dokumente über den tatsächlichen Hergang gibt“.


Tja, da hat man sich wohl geirrt. Denn diese Dokumente wurden 2016 gefunden.

AZ

Was hat man denn gefunden und inwiefern ist das beweiskräftig gegen einen Herrn N.?

Ari


Steht alles oben in der "Wandzeitung". Polnische Ermittler vom Institut der nationalen Erinnerung haben den Mann erst entdeckt.[...]

Du hast recht. Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.

Ari
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Re: Politische Tötungen

Beitragvon augenzeuge » 15. Oktober 2023, 17:01

Ari@D187 hat geschrieben:Was hat man denn gefunden und inwiefern ist das beweiskräftig gegen einen Herrn N.?

Ari


Es gibt von einigen (bekannten) Seiten erstaunliche Meinungen zu diesem Fall.

Der eine meint, das wäre alles unzulässig, weil damals Mord in der DDR verjährte. Andere sagen, wie hätte man den Mann sonst sicher stoppen sollen?

Wer hat darauf Antworten?

Alles Experten....oder Ari? [flash]

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Re: Politische Tötungen

Beitragvon augenzeuge » 16. Oktober 2023, 07:21

Sie wettet auf Freispruch. Sekt mag sie.

AZ
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Re: Politische Tötungen

Beitragvon augenzeuge » 14. März 2024, 17:25

Prozess gegen Ex-Stasi-Mitarbeiter 50 Jahre nach tödlichem Schuss

Knapp 50 Jahre nach einem tödlichen Schuss auf einen Polen am DDR-Grenzübergang Bahnhof Friedrichstrasse in Ost-Berlin hat am Donnerstag der Prozess gegen einen Ex-Stasi-Mitarbeiter begonnen. Die Staatsanwaltschaft Berlin hat den inzwischen 80 Jahre alten Leipziger wegen heimtückischen Mordes angeklagt. Der Angeklagte schweigt im Prozess vor dem Landgericht Berlin. Seiner Verteidigerin erklärte zum Prozessauftakt, ihr Mandant bestreite den Tatvorwurf.


Kinder des getöteten Polen – ein Sohn und eine Tochter – treten im Verfahren als Nebenkläger auf. Am ersten Prozesstag ist nach Gerichtsangaben unter anderem ein Kriminalhauptkommissar geladen. Der Angeklagte hat sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäussert. Das Landgericht Berlin hat zunächst sieben Prozesstage geplant. Ein Urteil könnte demnach am 23. Mai gesprochen werden.

nzz

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