Russlands Präsident besucht Kuba, Argentinien und Brasilien
Havanna/Puebla - Wenn ab Freitag Russlands Staatschef Wladimir Putin Lateinamerika besucht, dann geht es um mehr als um antiimperialistische Rhetorik. Sein Besuch ist Teil einer geopolitischen Offensive. Und dabei wird geklotzt - und nicht gekleckert.
Im Vorfeld von Putins Reise erließ die Duma Kuba 90 Prozent seiner 35 Milliarden Dollar (25,7 Milliarden Euro) Schulden, die noch aus der Zeit der Sowjetunion stammen. Nicht, dass Kuba in der Lage gewesen wäre, sie zu bezahlen; die Geste bedeutet aber eine enorme Erleichterung im Hinblick auf die angestrebte Rückkehr des Landes auf die internationalen Finanzmärkte.
Flottenstützpunkt gesucht
Interessant für Moskau ist dort die neue Freihandelszone im Hafen von Mariel, denn man sucht nach "logistischen Stützpunkten" zur Versorgung der eigenen Flotte. Ein derartiges Vorhaben, 145 Kilometer vom US-Bundesstaat Florida entfernt, dürfte in Washington Erinnerungen an die Kubakrise 1962 wecken und alle Alarmglocken schrillen lassen. General James Kelly vom US Southern Command: "Seit drei Jahrzehnten haben wir keine so starke russische Militärpräsenz in Lateinamerika mehr gesehen."
Weiter hier:
http://derstandard.at/2000002924104/Put ... -im-Sueden










![Wink [wink]](./images/smilies/wink.gif)