Der katastrophale Zustand der DDR - Eisenbahn ab Mitte der 1980ziger Jahre

Re: Der katastrophale Zustand der DDR - Eisenbahn ab Mitte der 1980ziger Jahre

Beitragvon pentium » 4. Februar 2013, 18:30

So einfach ist das mit der Zugheizung nicht Rainer-Maria. In Zeiten, als die meisten Reisezugwagen nur mit Dampf beheizbar waren, gab es auf elektrifizierten Strecken in der kalten Jahreszeit ein Problem: elektrische Lokomotiven haben keine Möglichkeit, den für die Zugheizung benötigten Dampf zu erzeugen. Damit die Fahrgäste nicht frieren müssen wurden sogenannte Heizwagen eingesetzt. Aber auch in langen Dampfgeführten Reisezügen kamen diese Wagen zum Einsatz, um Kessel und Vorräte der Lokomotiven zu schonen. In den späteren Jahren wurden die Reisezugwagen umgerüstet - und konnten sowohl mit Dampf als auch elektrisch beheizt werden. Auch nach dem Ende der Dampflokzeit war das Thema Dampfheizung noch lange nicht erledigt, denn die Diesellokomotiven für den Reisezugdienst bekamen einen Dampferzeuger für die Heizung. (Das ist aber seit einiger Zeit vorbei. Alle im Reisezugdienst befindlichen Dieselloks können mittlerweile elektrisch heizen. Also müsste man wissen, welche Wagen waren im Einsatz und welche Lok? Vielleicht passte da irgendetwas nicht zusammen. Es gibt auch reine Güterzuglokomotiven ohne Zugheizung.

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Re: Der katastrophale Zustand der DDR - Eisenbahn ab Mitte der 1980ziger Jahre

Beitragvon Icke46 » 4. Februar 2013, 18:34

Edelknabe hat geschrieben:Also da kann eigentlich nur noch ein Eisenbahner helfen.Wenn ich also eine Lok egal welcher Bauart vor Reisezugwagen hänge, dann muss diese Lok Wärmespender und Zugmittel zugleich sein...richtig soweit?

Warum soll ausgerechnet von WB bis Hannover die Bude kalt gewesen sein und ab Hannover warm(nur wegen der Westlok und die hatte es wohl dann drauf, brachte also auf einmal die Wärme) Also Leute, ich mag ja bissel blöd sein aber die Logik...ne leuchtet mir nur ein, wenn eben der Osten die Bundis bissel ärgern wollte und dem Ostlokführer klare Weisungen gab, die Waggons eben nicht zu beheizen.

Rainer-Maria anders wird da kein Schuh draus


Ohne dass ich nun damit Erfahrungen habe (mit Transitzügen im Winter, da, wie schon erwähnt, immer im Sommer gefahren): Der Lokomotivwechsel fand jeweils in Helmstedt statt - also, wenn schon, dann von Berlin bis Helmstedt kalt, danach wurde es mit DB-Lok warm. Wenn ich aber @wosch richtig verstanden habe, hat er wohl nicht behauptet, dass die Züge im Winter immer unbeheizt bis Helmstedt fuhren. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass es möglicherweise bei bestimmten Loks Inkompatibilitäten gab - aber das müsste wirlich ein Eisenbahnfachmann beantworten.

Übrigens macht die Deutsche Bahn heute auch noch solche Späße, wenn auch auf einzelne Wagen beschränkt. Als ich vorletzten Freitag von der Arbeit mit dem Zug nach Hause fuhr, waren von 6 Wagen 3 wegen ausgefallener Heizung gesperrt. Das hatte natürlich den Effekt, dass sie bei den anderen 3 Wagen auch die Heizung hätten abstellen können, da sich die gestapelten Fahrgäste recht gut gegenseitig gewärmt haben [grins] .

Gruss

icke
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Re: Der katastrophale Zustand der DDR - Eisenbahn ab Mitte der 1980ziger Jahre

Beitragvon Wosch » 4. Februar 2013, 20:35

Edelknabe hat geschrieben:".................................... Also Leute, ich mag ja bissel blöd sein................"

Rainer-Maria anders wird da kein Schuh draus

Nur der immer eingeforderten Sachlichkeit zuliebe, daß da oben hat der Rainer selbst geschrieben. Auch wenn´s bissel aus dem Zusammenhang gerissen wurde, für diese Selbsteinschätzung hast Du, edler Knabe, meinen Respekt verdient. [wink] Wie @icke schon schrieb hatte ich nicht behauptet daß jeder Zug bis Helmstedt kalt war, sondern daß ich nie einen "warmen" erwischt hatte, es ab Helmstedt aber sofort nach dem Lokwechsel warm wurde.
Ich hoffe daß es nicht gleich wieder aus dem Raum Thüringen ertönt, ich hätte damit nochmals auf die "gute alte DDR" draufgehauen.

Schönen Gruß aus Kassel. [hallo]
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Re: Der katastrophale Zustand der DDR - Eisenbahn ab Mitte der 1980ziger Jahre

Beitragvon Edelknabe » 4. Februar 2013, 21:12

Na gut so langsam steige ich dahinter mit den Zugheizungen. Und Ja Wolfgang, das kann der Rainer auch, sich selber auf die Schippe nehmen, da hat er null Problem damit. Aber mal zum Zugfahren selber. Als Kind erinnere ich mich dunkler kalter Bahnsteige irgendwann um Mitternacht mit der Hand am Koffer, den mein Vater schleppte und zwar beim Umsteigen auf dem Weg zur Ostseeküste. "Lokwechsel, Waggonwechsel, Bahnsteigwechsel"...keine Ahnung mehr, mein Vater ist lange tot.

Später dann als Lehrling und auf Montage gings weiter, Bahnsteige vor Mitternacht in Görlitz, Erfurt, Plauen anderswo und mir wars völlig egal, Hauptsache ich war frühmorgens in Leipzig.
Zugfahren zu DDR-Zeiten hatte einfach was, man kann das wirklich schlecht beschreiben, dewegen ist mir das auch schnuppe, ob die Reichsbahn nun besonders bescheiden aufgestellt war, man das halt heute so formuliert.

Ich fahre heute noch gerne Zug.

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Re: Der katastrophale Zustand der DDR - Eisenbahn ab Mitte der 1980ziger Jahre

Beitragvon pentium » 4. Februar 2013, 21:13

Ich stelle mal diesen Link ein. Es sind Bilder von Interzonenzügen in und um Hof aufgenommen. Hat zwar nicht unmittelbar etwas mit dem Thema zu tun. Ist eben für Freunde der Eisenbahn. Warum haben wir eigentlich kein eigenes Thema für die Bahn?

http://www.mec01.muenchberg.de/int.htm

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Re: Der katastrophale Zustand der DDR - Eisenbahn ab Mitte der 1980ziger Jahre

Beitragvon Sirius » 4. Februar 2013, 21:28

pentium hat geschrieben:Ich stelle mal diesen Link ein. Es sind Bilder von Interzonenzügen in und um Hof aufgenommen. Hat zwar nicht unmittelbar etwas mit dem Thema zu tun. Ist eben für Freunde der Eisenbahn. Warum haben wir eigentlich kein eigenes Thema für die Bahn?

http://www.mec01.muenchberg.de/int.htm

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Ein allgemein gehaltenes Thema, wo man über alles schreiben kann, was mit der Bahn zu tun hat, oder was meinst Du genau?
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Re: Der katastrophale Zustand der DDR - Eisenbahn ab Mitte der 1980ziger Jahre

Beitragvon pentium » 4. Februar 2013, 21:37

Eigentlich müsste man drei Themen eröffnen @Sirius. Reichsbahn (DDR) Bundesbahn (BRD) und eben die Bahn AG, eben Jetzt. Erfahrungen, Geschichte und Technik. Oder eben alles in ein Thema packen. Wird aber bestimmt zu unübersichtlich?

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Re: Der katastrophale Zustand der DDR - Eisenbahn ab Mitte der 1980ziger Jahre

Beitragvon SkinnyTrucky » 5. Februar 2013, 00:54

pentium hat geschrieben:Eigentlich müsste man drei Themen eröffnen @Sirius. Reichsbahn (DDR) Bundesbahn (BRD) und eben die Bahn AG, eben Jetzt.


Zum Thema Bundesbahn (BRD) gibbet hier einen *historischen Film* aus 1979.... [wink]

Soein Stelltisch, wie im Film, wurde erst Mitte der 80er auf dem Dorfbahnhof meines Heimatdorfes in der DDR installiert....

....so, und hier wäre nun ein Film, so wie es im vereinten Deutschland abgeht.... [grins]

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Re: Der katastrophale Zustand der DDR - Eisenbahn ab Mitte der 1980ziger Jahre

Beitragvon SkinnyTrucky » 5. Februar 2013, 01:41

Also, ich hab noch was schönes gefunden:

Der TEE des Ostens aus dem VEB Waggonbau Görlitz und die 219 (wird auch drauf eingegangen, wie störanfällig sie war) auf ihrer letzten Tour und die berliner S-Bahn und die sogenannten Ferkeltaxen....



groetjes

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Re: Der katastrophale Zustand der DDR - Eisenbahn ab Mitte der 1980ziger Jahre

Beitragvon Habicht-3 » 5. Februar 2013, 07:16

Warum die DR Baureihe 119 bzw. die DBAG Baureihe 219 anfällig waren, sollte bekannt sein. Allerdings wurde schon zu DDR-zeiten angefangen, wieder DDR-Komponeneten ainzubauen. Bei mehreren Loks sogar sofort nach Überführung von Rumänien in die DDR. (Dabei verstehe ich nun, warum man von dem Flugzeugtyp BAC-1-11 One-Eleven statt 21 nur 6 Flugzeuge in Lizenz baute und das rumänische Regierungsflugzeug(e) eine originle BAC-1-11 war...)

Die 219 und eine 229 (Remotorieiserte 219) fährt immer noch, natürlich sehr wenig Exemplare. Von Berlin nach Thüringen fährt mindestens einmal im Jahr ein Sonderzug. Und in Thüringen (DB-Regio Thüringen) ist noch eine Lok als Reservemschine.
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Re: Der katastrophale Zustand der DDR - Eisenbahn ab Mitte der 1980ziger Jahre

Beitragvon pentium » 12. Februar 2013, 20:53

Das hat zwar nur indirekt etwas mit den Zuständen der DR zu tun, ist aber meiner Meinung nach Erwähnens wert.

Die Stilllegung der Schmalspurbahnstrecke von Wolkenstein nach Jöhstadt am 13. Januar 1984

Zitat:
„Trotz heftigen Widerstandes der Bevölkerung wurde an diesem Tag die Schmalspurbahnstrecke zwischen Wolkenstein und Jöhstadt - der Preßnitztalbahn - für den Personenverkehr teilweise stillgelegt.“

Quelle
http://www.gerdboehmer-berlinereisenbah ... 11984.html

Ein Teil der Strecke wurde nach der Wende als Museumsbahn wieder aufgebaut.

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Re: Der katastrophale Zustand der DDR - Eisenbahn ab Mitte der 1980ziger Jahre

Beitragvon Bergmensch » 12. Februar 2013, 21:10

Ich merke schon alles volle Fachleute hier. [blush]
Bin schon Schreiblos und nun noch Sprachlos. [mundzu]
Na dann mal voll weiter so mit der Fachsimpelei. [flash]
Bergmensch
 

Re: Der katastrophale Zustand der DDR - Eisenbahn ab Mitte der 1980ziger Jahre

Beitragvon vs1400 » 12. Februar 2013, 23:17

Bergmensch hat geschrieben:Ich merke schon alles volle Fachleute hier. [blush]
Bin schon Schreiblos und nun noch Sprachlos. [mundzu]
Na dann mal voll weiter so mit der Fachsimpelei. [flash]


hi Reiner,
mich würde schon die meinung eines mannes vom fach interessieren.
gib dir mal nen ruck!

gruß vom Torsten [hallo]
vs1400
 

Re: Der katastrophale Zustand der DDR - Eisenbahn ab Mitte der 1980ziger Jahre

Beitragvon Interessierter » 13. Februar 2013, 07:59

Pentium, vielen Dank für die interessanten und schönen Bilder.

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Re: Der katastrophale Zustand der DDR - Eisenbahn ab Mitte der 1980ziger Jahre

Beitragvon Edelknabe » 13. Februar 2013, 08:25

Reiner Bergmensch, warst du nicht bloß auf der Brockenbahn, also so ner Art Einbahnstrecke mit Prellbock? Guter Humor was Mann vom Berg aber nu los, wie vs schon richtig schrieb...."Hände aus die Taschen und losgetextet, oder hast du nur Lokheizer gelernt?"

Rainer-Maria wusst ichs doch, du warst bestimmt in den großen Schulferien Schaffner auf der Pioniereisenbahn in Leipzig am Auensee?
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Re: Der katastrophale Zustand der DDR - Eisenbahn ab Mitte der 1980ziger Jahre

Beitragvon pentium » 14. Februar 2013, 18:33

Weil es auch um die Elektrifizierung bei der DR geht.
Die Reichsbahn hat sehr wohl viel elektrifiziert, allerdings das, was aus damaliger politischer Sichtweise auch Sinn gemacht hat. So wurde rund um Falkenberg, Leipzig und Halle sehr viel elektrifiziert, allerdings ging das Elektrifizierungsprojekt erst in den 80er Jahren los. Davor musste man wie schon erwähnt die Kriegsschäden aufarbeiten, das zweite Gleis wieder aufbauen und die Oberleitung auf den wichtigsten Linien wieder herstellen. In der ganzen DDR gab es meines Wissens nach 1945 keine zweigleisig oder elektrifizierte Strecke.
Man kann froh sein, dass sich die Reichsbahnoberen zur Wiederelektrifizerung in 15 kV 16,7 Hz entschieden haben und nicht wie auch diskutiert in 25 kV, 50 Hz.
Die DDR-Regierung wird auch keine Notwendigkeit gesehen, Strecken wie Reichenbach-Plauen-Hof, Magdeburg - Marienborn oder Neudietendorf - Gerstungen zu elektrifizieren, in den Gegenden hatte der DDR-Bürger ohnehin nicht viel zu suchen. Stattdessen hing der Fahrdraht bis Arnstadt, Camburg(Saale) oder zwischen Riesa und Elsterwerda, was aus heutiger Sicht absolut keinen Sinn mehr machen mag.

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Re: Der katastrophale Zustand der DDR - Eisenbahn ab Mitte der 1980ziger Jahre

Beitragvon Edelknabe » 14. Februar 2013, 18:53

Ich habe einmal mit einem ehemaligen Heizer (auf ner Lokomotive) zusammengearbeitet und er meinte so am Frühstückstisch"...damals gab es wohl sehr viele Arbeitsunfälle, weil die Heizer auf dem Kohletender im Winter die Spitzhacke einfach zu hoch geschwungen haben, einfach zu hoch an der elektrifizierten Oberleitung".

Ist uns Reiner abgetaucht am Brocken, drei Sätze und dann wart er nicht mehr gesehen? Wäre echt schade.

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Re: Der katastrophale Zustand der DDR - Eisenbahn ab Mitte der 1980ziger Jahre

Beitragvon pentium » 14. Februar 2013, 18:59

Satiremodus!!!!
Bei solchen fundiert vorgetragenen und begründeten Meinungen wie in diesem Thread, entsteht eben Unsicherheit bei einem Experten! Rainer-Maria.

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Re: Der katastrophale Zustand der DDR - Eisenbahn ab Mitte der 1980ziger Jahre

Beitragvon augenzeuge » 14. Februar 2013, 19:29

Edelknabe hat geschrieben:...damals gab es wohl sehr viele Arbeitsunfälle, weil die Heizer auf dem Kohletender im Winter die Spitzhacke einfach zu hoch geschwungen haben, einfach zu hoch an der elektrifizierten Oberleitung".
Rainer-Maria


Stimmt! Selbst noch heute erkennen manche nicht die Gefährdung......

AZ

http://www.myvideo.de/watch/6512912/Unf ... berleitung
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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Re: Der katastrophale Zustand der DDR - Eisenbahn ab Mitte der 1980ziger Jahre

Beitragvon Edelknabe » 14. Februar 2013, 19:47

Ich glaube fast, wir hatten das schonmal hier siehe "Pinkeln auf die Oberleitung der Reichsbahn". Eine erzählte(mir zu DDR-Zeiten erzählte) Geschichte. In Leipzig gibt es eine Brücke in der so glaube ich heutigen Torgauer Strasse. Heute ist da alles abgesichert...pinkeln runter aufs Gleis einfach nicht mehr machbar.Überall Bleche, alles verkleidet. Zu tiefsten DDR-Zeiten muss da Einer mal von der Brücke aus....mit der tödlichen Endkonsequenz die ich hier bestimmt nicht näher beschreiben muss.

Rainer-Maria einfach zuviel geballte Energie, wohl sein Pullermann das erste Opfer.
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Re: Der katastrophale Zustand der DDR - Eisenbahn ab Mitte der 1980ziger Jahre

Beitragvon pentium » 14. Februar 2013, 19:58

Entschuldige Rainer-Maria. Bist du irgendwie mit dem Baron von M. verwandt?
Oder gibt es für diese Geschichte eine nachprüfbare Quelle!

fragt sich pentium
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Re: Der katastrophale Zustand der DDR - Eisenbahn ab Mitte der 1980ziger Jahre

Beitragvon Edelknabe » 15. Februar 2013, 07:45

Ja Pentium, diese Quelle gibt es und soweit ich mich erinnere war es ein älterer Feuerwehrmann(er wohnte nebenan), der das einmal auf einer Hausfete erzählte. Die Sache soll damals tötlich ausgegangen sein. Also das Brückengeländer sieht heute aus wie ne Panzerlokomotive von der Seite,soviel Stahlblech ist da montiert, da pinkelt keiner mehr runter außer er hat soviel Druck drauf wie ein C-Rohr der Feuerwehr.

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Re: Der katastrophale Zustand der DDR - Eisenbahn ab Mitte der 1980ziger Jahre

Beitragvon augenzeuge » 15. Februar 2013, 08:56

In diesem Fall kann ich Rainer nur zustimmen. Auch mir ist ein Fall bekannt, der sich so zugetragen hatte. Ort: Dessauer Brücke, Halle, direkt neben der früheren Gaststätte "Thomas"....
Ánschließend kamen große Abschirmgitter an das Brückengeländer.
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Re: Der katastrophale Zustand der DDR - Eisenbahn ab Mitte der 1980ziger Jahre

Beitragvon pentium » 15. Februar 2013, 10:05

Gut ,ich zweifele nicht mehr an diesen Strom-Unfällen.
Also seid lieb und vergesst meine Zweifel.
Wie lautete der Filmtitel: "Die Untersuchung ist abgeschlossen. Vergessen Sie alles !"
Hauptrolle er innerlich Franco Nero.

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Re: Der katastrophale Zustand der DDR - Eisenbahn ab Mitte der 1980ziger Jahre

Beitragvon Edelknabe » 15. Februar 2013, 10:55

Das war ein guter Film Pentium. Ich erinnere mich der Szene, wo sie Franco Nero eine Frau(ich glaube eine ebenfalls Strafgefangene) zukommen lassen und die Beiden Valentinamuschebubu machen. Das habe ich mir gemerkt aus dem Film...war ja damals noch jünger. Aber wir sind schon wieder OT. Halle ist auch so ne wilde Ecke gewesen, hatte mal ne Freundin dort. Ihr Vater war ein ganz strenger...wir mussten immer mit Abstand sitzen...auch in ihrem Zimmer. War trotzdem ne schöne Zeit.

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Re: Der katastrophale Zustand der DDR - Eisenbahn ab Mitte der 1980ziger Jahre

Beitragvon augenzeuge » 15. Februar 2013, 12:07

Edelknabe hat geschrieben:... wo sie Franco Nero eine Frau zukommen lassen und die Beiden Valentinamuschebubu machen. Das habe ich mir gemerkt aus dem Film...war ja damals noch jünger.


Wat machen die? [flash]

Naja, Rainer, heute im letzten Jahrzehnt vor der Rente merkst du dir sicher andere Dinge..... Da erinnert man sich vermutlich eher an das gute Essen von vorgestern..... [laugh]

Folgendes Buch wäre vielleicht was für dich.....Bild
Ok, ein OT-Witz...
[blush]

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Re: Der katastrophale Zustand der DDR - Eisenbahn ab Mitte der 1980ziger Jahre

Beitragvon Interessierter » 15. Februar 2013, 15:41

Nichts gegen das " Erinnern " vom Rainer, schreibt er doch häufig in seinen Beiträgen: " Wie ich schon öfter schrieb " . [flash]

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Re: Der katastrophale Zustand der DDR - Eisenbahn ab Mitte der 1980ziger Jahre

Beitragvon pentium » 15. Februar 2013, 15:51

Mal wieder was zum Thema. Oder vielleicht ein neues?
In den letzten zehn Jahren der DDR wurden ja viele Strecken elektrifiziert, wäre der Staat nicht verschwunden, dann hätte man fleißig weiter Strecken elektrifiziert.
Dass es dabei keine Pläne zu einer grenzübergreifenden Elektrifizierung in die BRD gab ist nachzuvollziehen.

Aber warum hat man sich damals nicht näher, als geschätzte 50km an die Grenze herangetraut. Grenznahe Städte wie Plauen, Saalfeld, Eisenach waren m.W. nicht ins Elektrifizierungsprogramm einbezogen, obwohl der Verkehr das sicherlich gerechtfertigt hätte.
Wozu also dieser "Sicherheitsabstand"?

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Re: Der katastrophale Zustand der DDR - Eisenbahn ab Mitte der 1980ziger Jahre

Beitragvon Interessierter » 23. Februar 2013, 12:08

Auch diese Erinnerung an Züge und Loks der DR gibt es:
viewtopic.php?f=5&t=4774&start=40#p86891

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Re: Der katastrophale Zustand der DDR - Eisenbahn ab Mitte der 1980ziger Jahre

Beitragvon SkinnyTrucky » 23. Februar 2013, 22:00

Blätter mal zwei Seiten zurück, wenn's dich interessiert.... [wink]
viewtopic.php?f=5&t=4774&start=40#p86891
Mara.... [hallo]
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