Die russische Militärmacht heute

Alles was das Militär betrifft, Armeen, Technik u.s.w. und militärgeschichtliche Themen

Die russische Militärmacht heute

Beitragvon Spartacus » 23. März 2014, 15:51

Die russische Militärmacht heute.

Russland vertrat einst die Doktrin, Masse statt Klasse, aber das hat sich deutlich geändert.
Heute besitzt Russland hochspezialisiert Waffensysteme, die den Amerikanern ernsthafte Sorgen bereiten, das es keine geeigneten Abwehrmaßnahmen gegen diese gibt, oder diese noch nicht entwickelt wurden.

Zur See:

Hier wurde von den Russen der Super Torpedo WA-111 Schkwal entwickelt, dem die Amerikaner nichts entgegen zu setzen haben. Ihre U – Boote und Überwasserschiffe sind diesem Super Torpedo praktisch hilflos ausgeliefert. Der Schkval „fliegt“ praktisch unter Wasser mit einer Geschwindigkeit, die vorher für nicht möglich gehalten wurde.
( Unterwasserschranke)

Hier eine Grafik des Schkwal:

Bild

Der Schkwal erreicht eine Geschwindigkeit von über 370 km/h. Er hat eine Länge von 8,2 Meter und ein Gewicht von ca. 2700 kg. Bevor das Haupttriebwerk zündet, wird der Schkwal durch acht ringförmig um das Haupttriebwerk verteilte kleine Starttriebwerke auf die zur Erzeugung der Superkavitation ausreichende Geschwindigkeit beschleunigt. Gasausstoßöffnungen im Bugbereich unterstützen die Bildung der Superkavitation zusätzlich. Am hinteren Teil des Rumpfes werden nach dem Start Kufen ausgeklappt, die bis ins Wasser jenseits der Kaverne reichen. Sie stabilisieren den Torpedo ähnlich einem Leitwerk. Nach dem Start bleibt der Schkwal über einen sich abspulenden Draht mit der Abschussstelle verbunden. Frühe Versionen waren ungelenkt, die neueren Modelle Schkwal-15 und Schkwal-15B besitzen einen Aktuator, der die Front des Kavitators in einer Ebene kippen kann. Mit dem nur um eine Achse beweglichen Kavitator ist eine Lenkung in alle Richtungen möglich, weil der Torpedo durch die Leitkufen in Rotation versetzt wird. Ein ähnliches Steuerungsprinzip kommt auch bei einigen russischen Luft- und Panzerabwehrraketen zum Einsatz, charakteristisch ist der helixförmige Verlauf der Trajektorie.

http://de.wikipedia.org/wiki/Schkwal

Zum Vergleich der amerikanische Torpedo Mark 48 ( vermutete Höchstgeschwindigkeit: 55 kn (102 km/h) :

http://de.wikipedia.org/wiki/Mark-48-Torpedo


Aber die Russen haben keine Flugzeugträger:

Brauchen sie auch nicht, denn auch hier haben sie die SS-N-22 Sunburn entwickelt, die jeden feindlichen Flugzeugträger vernichten kann:

Bild


Die SS-N-22 kann von Schiffen, U-Booten, Flugzeugen und Küstenstellungen aus gestartet werden. Die Reichweite beträgt bis zu 160 Kilometer bei einer hohen Flugbahn (12.000 Meter) und 80–100 km auf einer niedrigen Flugbahn. Die Geschwindigkeit während des Flugs variiert zwischen Mach 1,8 und 3,0. Als Antrieb kommt ein Ramjet zum Einsatz, der Kerosin verbrennt. Bei einem niedrigen Flugprofil fliegt die Rakete in ca. 20 Metern Höhe, während des Endanfluges auf mindestens 5 m. Während des Marschfluges kann das System über das Big-Bulge-Radar (I/J-Band) mit neuen Navigationsdaten versorgt werden. Das bordeigene Radar arbeitet im Frequenzbereich von 8 bis 12 GHz und kann einen Kreuzer auf bis zu 75 km erfassen. Die reale Radarreichweite wird aber durch den Radarhorizont deutlich begrenzt.
Bei der Entwicklung wurde berücksichtigt, dass die meisten modernen Kriegsschiffe über effektive Maßnahmen zur Flugkörperabwehr verfügen. Die Entwickler gingen davon aus, dass der Gegner den Start des Flugkörpers in 300 km Entfernung auffassen und Abfangversuche starten würde. Die SS-N-22 soll gegenüber elektronischen Störmaßnahmen weitgehend unempfindlich sein. Durch seine hohe Geschwindigkeit von über 800 Meter pro Sekunde (m/s), seine Ausweichmanöver im Endanflug und die bordeigenen aktiven Abwehrmaßnahmen (EloKa) erhöht sich die Trefferwahrscheinlichkeit gegenüber konventionellen Anti-Schiffs-Lenkwaffen deutlich.
Einsatzzweck dieser Waffe ist die Bekämpfung von strategischen Seezielen wie Flugzeugträgern, Kreuzern und Amphibischen Angriffsschiffen.

http://de.wikipedia.org/wiki/SS-N-22_Sunburn

Der Angriff russischer SS – N – 22 Sunburn gegen einen englischen Trägerverband wurde auf dem Computer simuliert, mit verheerenden Folgen, da das vollautomatische Abwehrsystem des Trägerverbandes total versagte. Grund, die enorme Geschwindigkeit der Sunburn, gekoppelt mit den Ausweichmanövern, die teilweise mit bis zu Mach 3 erfolgten führten zum Beispiel dazu, dass die computergesteuerten Abwehrgeschütze entweder gar nicht schossen, oder viel zu spät.

In der Luft:

Heute gilt mehr denn je, wer den generischen Luftraum beherrscht, der hat den Krieg schon gewonnen. Aber die 6te Generation der russischen Jäger, steht den amerikanischen Jägern in nichts nach und das muss ich auch nicht erst groß erörtern, da es allgemein bekannt ist.
Hier aber mal ein Beispiel für die neuste „Verrücktheit“ von Sukhoi, die BERKUT:

Bild

Sollte es den Amerikanern doch gelingen in den russischen Luftraum einzudringen, so wartet hier das Flugabwehrraketensystem Tor M1 und M2 auf sie:

Tor M1:

Bild

Das Tor-M1-System arbeitet vollautonom, per Datenfunk können aber auch mehrere Fahrzeuge einer Gruppe koordiniert gesteuert werden. Acht Raketen sind in senkrechter Lage in Transport-/Startcontainern untergebracht. Die Zielerfassung hat eine Reichweite von 24 km, das Ziel wird in bis zu 12 km Entfernung bekämpft, bei einer Minimalentfernung von je nach Modell 1000 bis 2000 m und einer Höhe zwischen 10 und 6000 Metern.
Das sich drehende Suchradar scannt den Luftraum im Radius von 25 km. Wird ein Ziel identifiziert, wird der Turm in dessen Richtung geschwenkt und das Feuerleitradar aufgeschaltet. Es arbeitet mit der Phased-array-Technik, bei der eine Strahlschwenkung und -fokussierung rein elektronisch und damit verzögerungsfrei und hochpräzise erfolgt; der Turm braucht so nur grob auf das Ziel ausgerichtet zu werden. Die hohe Zeit- und Ortsauflösung des Zielradars schafft die Voraussetzung für die hohe Treffergenauigkeit.
Die Systeme können bis zu 48 Ziele parallel verfolgen und davon zwei gleichzeitig bekämpfen. Objekte bis hinunter zu einem Radarquerschnitt von 0,1 m² (35 cm Durchmesser bei Messung von vorne) werden erkannt. Im Umfeld von starken ECM-Störsignalen kann neben der Zielverfolgung via Radar auch eine visuelle Steuerung benutzt werden, über eine Videokamera mit automatischer Nachführung auf bis zu 20 km Entfernung.
Die Reaktionszeit zwischen Zielerkennung und Start der Rakete wird bei stehendem Fahrzeug mit 5 bis 8 Sekunden angegeben, aus der Bewegung beträgt die Reaktionszeit 10 Sekunden.
Das Computersystem markiert einen deutlichen Fortschritt gegenüber der sowjetischen Technologie der Vorgänger. Es erlaubt einen hohen Grad an Automatisierung: Anfliegende Ziele können automatisch nach Gefährdungspotential klassifiziert und ohne Eingriff eines Bedieners bekämpft werden. Die acht Raketen können durch ein spezielles Ladefahrzeug binnen 10 Minuten nachgeladen werden.
Die Kombination aus Autonomie, Automatisierung, kurzer Reaktionszeit, hoher Zielgenauigkeit und der Fähigkeit, auch kleine und hochbewegliche Ziele verfolgen und abfangen zu können, wird momentan von keinem anderen bekannten Luftabwehrsystem erreicht. Vergleichbare Systeme wie das französische Crotale, das deutsche Roland, das britische Rapier oder das US-amerikanische MIM-72 Chaparral sind in jeglicher Hinsicht weniger leistungsfähig.
Durch die Konzentration auf Radartechnik ist Tor M1 auch nicht auf Ziele beschränkt, die anhand ihres heißen Abgasstrahls von einem Infrarot-Sensor wahrnehmbar sind, wie bei Crotale, MIM-72 oder schultergestützten FlaRak-Waffensystemen.

Tor M 2:

Bild

Seit dem Ende der 1990er-Jahre wird an einer Weiterentwicklung gearbeitet: Tor-M2 (9K332 oder Tor-MTA, Tor-MTB, Tor-MTS) erhält nun auch als Suchradar eine Phased-array-Ausführung, die schneller und genauer arbeitet. Durch einen breiten möglichen Frequenzbereich kann das Radar auf Störangriffe reagieren und wiederum selbst passiv Störquellen verfolgen. Die Erfassungsreichweite beträgt nun bis zu 40 km, auch das Feuerleitradar erreicht nun 25 bis 30 km. Weiterhin werden auch Hard- und Software der Feuerleitsysteme leistungsfähiger. Zeitgleich können vier Ziele mit vier Lenkwaffen bekämpft werden. Zum Einsatz kommen die Lenkwaffen vom Typ 9М331 oder 9М334.

Fazit:
Gegenüber vergleichbaren existierenden NATO-Systemen wie dem Roland gilt das SA-15 als deutlich moderner und leistungsfähiger, und wird vermutlich erst nach 2010 im Rahmen des geplanten Luftverteidigungssystem Medium Extended Air Defense System (MEADS) einen ebenbürtigen westlichen Gegenpart erhalten.

http://de.wikipedia.org/wiki/Flugabwehr ... system_Tor

Zu Land:

Hier möchte ich nur kurz auf den neuen russischen Panzer T -90 eingehen:

Bild

Meiner Meinung nach verfügt der T – 90 über alle Attribute eines hochmodernen Kampfpanzers und steht somit seinen westlichen Konkurrenten in nichts nach.

http://de.wikipedia.org/wiki/T-90

Ich könnte jetzt noch weitermachen, aber ich glaube das reicht schon aus, um zu zeigen, das die Russen heute militärisch wieder ganz oben auf sind.

Den Amerikanern nicht nur ebenbürtig, sondern in vielen Bereichen deutlich überlegen!

Zum Abschluss noch eine kleine Anekdote:

Russische Kriegsmarine blamiert Großbritannien!

Kriegsschiffe dringen überraschend bis dicht vor die Küste Schottlands vor. Ein britischer Zerstörer muss aus Südengland mehr als 1000 Kilometer weit heranlaufen, um sie zu stellen. Schottische Nationalisten sind empört.

http://diepresse.com/home/politik/ausse ... ritannien-

Das war / ist natürlich nur meine ganz persönliche Einschätzung der militärischen Fähigkeiten der Russen heute
und nein, das macht mir keine Angst, aber nachdenklich macht es mich schon. [smile]

LG

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Re: Die russische Militärmacht heute

Beitragvon Rupert Hübelbauer » 23. März 2014, 17:01

Langer Eröffnungsbeitrag Spartacus. Viel Mühe hast Du Dir gemacht. Kann aber, da es nicht so sehr mein Interessensgebiet ist, nicht viel sagen.

Nur so viel: Nach dem Zerfall der SU haben sich viele Amerikaner mit Genugtuung als alleinige Supermacht gesehen. Jetzt haben sie den Scherm auf. Hätten sie nur Russland in die NATO gelassen, als gleichwertigen Partner. Vieles wäre anders gelaufen. Ja, und es macht nachdenklich. Es wird aufgerüstet.....................

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Re: Die russische Militärmacht heute

Beitragvon augenzeuge » 23. März 2014, 17:22

Rupert Hübelbauer hat geschrieben: Nur so viel: Nach dem Zerfall der SU haben sich viele Amerikaner mit Genugtuung als alleinige Supermacht gesehen.
rupert


Die Supermacht China gibts auch noch und sie zeigt (auch ihnen) doch schon lange, wohin es geht.
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Re: Die russische Militärmacht heute

Beitragvon Danny_1000 » 23. März 2014, 17:40

Hallo Sparta,

Vielen Dank, Sparta, hab’s mit großem Interesse und zugleich auch Staunen gelesen. Irgendwie habe ich scheinbar bis heute noch Bilder von der alten Sowjetunion im Hinterkopf, welche ja nun damals nicht gerade auf dem neuesten technischen Stand war. Das von dir gepostete überraschte mich dann aber doch.

Da du offenbar einer der wenigen Militärstrategen hier im Forum bist [denken] , interessiert mich ganz einfach mal folgende Frage:

In den 90-igern kam mal für kurze Zeit die Diskussion auf, Rußland in die NATO. Wäre es so gekommen, gäbe es manche Konflikte vielleicht gar nicht. Nun weiß ich nicht mehr, ob das eine Bitte der Russen oder ein Vorschlag des Westens oder gar beides war. Es gab ja damals wirklich ein hoffnungsvolles Tauwetter zwischen den einstigen Blöcken. Weißt du mehr ?

DANKE schon mal und noch einen schönen Restsonntag !

Gruß
Danny
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Re: Die russische Militärmacht heute

Beitragvon pentium » 23. März 2014, 17:59

Russische Kriegsmarine blamiert Großbritannien!....

So ein Kunststück können auch andere

Aus dem "Hamburger Abendblatt" vom 08.07.07
Das Zielfoto, das einen US-Admiral wütend machte

Während eines Manövers durchbrach ein deutsches Diesel-U-Boot (U 24) den angeblich undurchdringlichen Abwehrring um den US-Atom-Flugzeugträger "Enterprise", feuerte aus günstigem Schusswinkel einen simulierten Torpedofächer ab, fotografierte den 75 000-Tonner durch das Angriffssehrohr und tauchte dann ohne Vorwarnung unmittelbar neben dem Riesenziel auf. Der US-Admiral soll außer sich gewesen sein...]

mfg
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Re: Die russische Militärmacht heute

Beitragvon vs1400 » 23. März 2014, 19:24

hi Spartacus,
hast geschrieben sie hätten keinen flugzeugträger, was eben nicht ganz stimmt.
... bisschen russisch wirst du ja noch können und für dieses jahr ist noch nen hubschrauberträger geplant. [wink]

gruß vom Torsten [hallo]
vs1400
 

Re: Die russische Militärmacht heute

Beitragvon augenzeuge » 23. März 2014, 20:03

Danny_1000 hat geschrieben: In den 90-igern kam mal für kurze Zeit die Diskussion auf, Rußland in die NATO. Wäre es so gekommen, gäbe es manche Konflikte vielleicht gar nicht. Nun weiß ich nicht mehr, ob das eine Bitte der Russen oder ein Vorschlag des Westens oder gar beides war. Es gab ja damals wirklich ein hoffnungsvolles Tauwetter zwischen den einstigen Blöcken. Weißt du mehr ?
Gruß
Danny


Vorab ein guter Artikel dazu:
http://www.welt.de/debatte/kommentare/a ... -Maer.html

Und noch einer.... [flash]
http://www.sueddeutsche.de/politik/russ ... t-1.975277

AZ
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Re: Die russische Militärmacht heute

Beitragvon pentium » 23. März 2014, 21:10

Ist zwar nicht ganz neu, hilft aber:
Warum hat Russland keine Flugzeugträger?

Zitat:
Trotz allem gibt es in Russland einen Flugzeugträger: Das Schiff „Riga", alias „Leonid Breschnew", alias „Tbilissi" und seit dem Herbst 1990 „Admiral Flota Sowjetskogo Sojusa Kusnezow", das 1982 in der Werft von Nikolajew (Ukraine) auf Kiel gelegt wurde.

Doch kann dieses Schiff als echter moderner Flugzeugträger gelten? Kaum. Erstens hat er Kesselturbinen- statt Atomantrieb, und das beschränkt die Einsatzmöglichkeiten des Schiffs erheblich. Zweitens wird für den Start der Deckflugzeuge statt Dampfschleudern eine „Sprungschanze" am Bug verwendet. Doch nach den Ergebnissen zahlreicher Tests kann nur ein Schleuder einen sicheren Start unter allen Bedingungen garantieren. Auch verringert sie die Abhängigkeit vom Abfluggewicht. Letztlich gibt es nur heute einige Flugzeuge, die zu diesem Schiff passen, und kaum zwei Dutzend entsprechend ausgebildete Piloten.

In diesem Jahr bekommt die US-amerikanische Flotte ihren zehnten Atom-Flugzeugträger vom Typ Nimitz. 2013 soll ein Flugzeugträger der nächsten Generation, die CVN-78, vom Stapel laufen. Dieser ist bereits mit elektromagnetischen Schleudern ausgerüstet und kann circa 100 Flugzeuge, darunter auch Drohnen, tragen.

„Das russische staatliche Rüstungsprogramm bis 2016 enthält keine Flugzeugträger, und kein Geld wird für deren Errichtung zugeteilt", sagte Krawtschenko. Es bleibt nur die Hoffnung, dass das Programm für die Schaffung der russischen Flugzeugträger im Entwicklungskonzept der Marine bis 2050, das 2009 verabschiedet werden soll, einen festen Platz findet.

http://de.ria.ru/comments_interviews/20 ... 18937.html

Hier mal noch was neueres:
Russland, das derzeit nur noch einen Flugzeugträger besitzt, will in den nächsten Jahren eine neue Generation von Flugdeckschiffen entwickeln und diese ab 2021 in Serie bauen. Das teilte Marinechef Viktor Tschirkow am Donnerstag mit.

http://seefahrer.blog.de/2012/12/20/mar ... -15339910/

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Re: Die russische Militärmacht heute

Beitragvon HPA » 24. März 2014, 15:33

ich find das immer wieder belustigend. auf russischen Propagandaseiten wird regelmäßig die eigenen Militärtechnik aus das neueste, beste und dem Westen sowieso überlegen dargestellt...nur wenn man dann in die Tiefe geht...

Die "Berkut" WAR ein Prototyp.

Recherchiere mal ,wieviele von den achso tollen Superduperrussenjets WIRKLICH im Einsatz sind. Das einzigste ,was Russens können ,sind gute Schleudersitze bauen. Das ist auch bitternötig. [laugh]

Und kopieren,siehe T-50

Nebenbei: derzeit fliegt der 400te Eurofighter,ganz unaufgeregt.Der erste deutsche EF hat seine 1000te Flugstunde erreicht. Und die haben neulich bei "Red Flag" sogar die F-22 abgekocht.

Zum russischen Superkavitationstorpedo. Der ist nicht lenkbar. Was soll der also UW bezwecken ausser sauschnell zu sein? [shocked] Andere haben das erkannt:

http://www.geschichtsseite.ubootgeschichte.de/barracuda.html

Die Amerikaner haben derzeit ein komplettes Uboot in der Mache ,was sich via Superkaviation unter Wasser bewegen soll.Mit 180 km/h
Bild

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Re: Die russische Militärmacht heute

Beitragvon augenzeuge » 24. März 2014, 17:13

Danke für die Aufklärung, HPA! [wink]

AZ
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Re: Die russische Militärmacht heute

Beitragvon Danny_1000 » 24. März 2014, 18:43

augenzeuge hat geschrieben:
Danny_1000 hat geschrieben: In den 90-igern kam mal für kurze Zeit die Diskussion auf, Rußland in die NATO. ......Danny


Vorab ein guter Artikel dazu:
http://www.welt.de/debatte/kommentare/a ... -Maer.html

Und noch einer.... [flash]
http://www.sueddeutsche.de/politik/russ ... 1.975277AZ

Danke für die Links..

Danny
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Re: Die russische Militärmacht heute

Beitragvon Spartacus » 24. März 2014, 18:52

Danny,

für deine Frage hat AZ ja schon zwei Links eingestellt. Das mit dem Flugzeugträger wurde auch schon geklärt und
ich wäre auch enttäuscht gewesen, wenn mir HPA nicht widersprochen hätte. Übrigens stammt die Einschätzung
wirklich von mir, denn mein Russisch ......OMG.

Das die Berkut ein Experimentaljet ist hatte ich ja angedeutet, um mal zu zeigen, was die Russen so für Ideen haben.
Auf die PAKFA bin ich dann mal gespannt. Über ihre Jäger kann man geteilter Meinung sein, denn sie sind nun mal sehr
wartungsintensiv, aber eben auch gut. Meine Meinung.

Und wie kommst Du darauf das der Schkwal nicht lenkbar ist? Er wird per Draht gelenkt. Lies nochmal nach.

Die Amerikaner haben derzeit ein komplettes Uboot in der Mache ,was sich via Superkaviation unter Wasser bewegen soll.Mit 180 km/h


Die Amerikaner forschen noch, die Russen haben es schon.

Übrigens denke ich und nicht nur ich, das der Schkwal was mit dem Untergang der Kursk zu tun hat. Ein trauriges
Thema bei dem sich die russische Flotte und Putin nicht gerade mit Ruhm bekleckert haben.

Gegen die Sunburn und die Tor M1 und M2 kannst Du natürlich nichts sagen, ist derzeit definitiv das beste was es gibt.

Und klar, wir könnten hier trefflich streiten, aber das will ich gar nicht. Ich habe einfach mal meine Einschätzung
aus aktuellen Anlass abgegeben und die sieht so aus, das die Russen heute definitiv besser aufgestellt sind, als noch
vor 20 Jahren.

Und damit Du beruhigt bist HPA, der Leopard II ist für mich immer noch der beste Panzer der Welt, die Panzerabwehrwaffe MILAN ist auch besser als ihr russisches Pendant und, und. und......... [smile]

LG

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Re: Die russische Militärmacht heute

Beitragvon Edelknabe » 24. März 2014, 19:09

Ich muss mal ganz ehrlich sagen..."370 Stundenkilometer" und das unter Wasser,(dieser Supertorpedo) eh Leute und Freunde der ganzen Militärtechnik, das schaffte noch nicht mal der Schuhmacher und zwar über Wasser. Mich würde soetwas erst mit eigenen Augen und Stoppuhr überzeugen, so auf einer Teststrecke bei Abschuss von einem Schiff und eintreffen im Ziel.

Und jegliche supermoderne Technik muss von einem Menschen am Ende gelenkt, programmiert, eingestellt, überwacht usw. werden. Und da liegt der Schwachpunkt weil, der Mensch nicht fehlerlos ist.

Rainer-Maria der als Junge einmal seinen ferngelenkten NVA-Panzer(mit Zwillingsflak) zum Schiff umgebaut hatte. Siehe somit "Schwerter zu Pflugscharen". Ja ja, ich war schon immer für den Frieden. Auch damals an der Grenze.
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Re: Die russische Militärmacht heute

Beitragvon HPA » 24. März 2014, 20:00

Sparta,wo haben die Russen ein SuperkaviatationsUboot?

Und was haben sie? Ein lange Jahre nicht nichtsteuerbarer Kavitationstorpedo der auch noch ne Menge Probleme macht. Angeblich soll ja solch ein Torpedo für den Untergang der "Kursk" verantwortlich sein.
Sie hätten vllt mal in Technologie investieren sollen,die Seeleute aus solchen Situationen zu retten.

Die Amerikaner haben dafür seit Jahren ein luftverlegbares Uboot. DSRV. Hat man denen damals auch angeboten. Aber man hat vor lauter Geheimhaltungsmanie lieber die Seeleute, welche noch am Leben waren,elendlich VERRECKEN lassen,als die Hilfe anzunehmen!

Schon mal mit dem X Programm der Amerikaner beschäftigt? Nichts neues ,was die Russen da in Sachen Experimentaljets veranstalten.Eher wird da rotzfrech kopiert. Aber auch das ist nichts neues. Das erste Strahltriebwerk der Sowjets,das VK-1 war ein kopiertes Rolls Royce Nene.

Das immer noch stärkste Turboproptriebwerk der Welt, das NK-12 ,wurde von Junkers Ingenieuren aus dem Projekt Jumo 022 entwickelt ,das Triebwerk entstand bereits auf den Reisbrettern in Dessau.

Sorry, ich bin da skeptisch.

Und Ramjettechnologie ist auch den Amerikanern nicht unbekannt,auch nicht im Bereich der Flugabwehrraketen.

Rainer-Maria, Diehl Defence hat mit dem Barracuda Torpedo 800 km/h geschafft.
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Re: Die russische Militärmacht heute

Beitragvon Spartacus » 25. März 2014, 18:50

Das weiß ich doch alles HPA und das mit der Kursk war eine Sauerei, Geheimhaltung hin oder her.

Sparta,wo haben die Russen ein SuperkaviatationsUboot?


Sie sollen sogar nicht nur eins haben. Nur beweisen kann ich es natürlich nicht.

Und bei den MiG muss ich Dir widersprechen. Bisserl ärgern muss schon sein.

Das Triebwerk der MiG - 25 / Tumanski R-15BD-300 ist mit eins der stärksten der Welt und eine Eigenentwicklung.
Die Weltrekorde der MiG - 25 sind legendär und haben zum Teil noch heute Bestand. Vielleicht kannst Du Dich daran
erinnern, als eine MiG - 25 der ägyptischen Luftwaffe in aller Seelenruhe über Israel flog und Fotos machte?
Die Israelis verzweifelten bald, da sie die MiG nicht abschiessen konnten.

Die folgenden FAI-Weltrekorde werden von der MiG-25 (Je-266 und Je-266M) in der Klasse Landgestützte Flugzeuge mit Turbojet-Antrieb ohne Gewichtseinschränkung noch gehalten (Stand 6. September 2006):

Gipfelhöhe (absolut): 37.650 m (31. August 1977) (Je-266M)
Gipfelhöhe mit 1.000/2.000 kg Zuladung: 37.080 m (22. Juni 1977) (Je-266M)
Steigzeit auf 25.000 m: 2 min 34,2 s (17. Mai 1975) (Je-266M)
Steigzeit auf 30.000 m: 3 min 10 s (17. Mai 1975) (Je-266M)
Steigzeit auf 30.000 m und 1.000 kg Zuladung: 3 min 10 s (17. Mai 1975) (Je-266M)
Steigzeit auf 35.000 m: 4 min 11,7 s (17. Mai 1975) (Je-266M)
Geschwindigkeit auf geschlossenem 100-km-Kurs: 2.605,10 km/h (8. April 1973) (Je-266)
Geschwindigkeit auf geschlossenem 500-km-Kurs: 2.981,50 km/h (5. September 1967) (Je-266)
Geschwindigkeit auf geschlossenem 1.000-km-Kurs mit 2.000 kg Zuladung: 2.920,67 km/h (27. September 1967) (Je-266)

Die Gipfelhöhen wurden nicht im Horizontalflug, sondern im Parabelflug erreicht.

In der Ausgabe 2007 „Guinness World Records“ wird eine Mikojan MiG-25 (Nato-Codenamen „Foxbat-B“) als schnellstes Kampfflugzeug der Welt geführt. Guinness gibt dazu eine Radarmessung einer MiG-25 mit „etwa Mach 3,2 (3.395 km/h)“ an.

Die MI - 28 ist meiner Meinung nach auch sehr gelungen.

LG

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Re: Die russische Militärmacht heute

Beitragvon HPA » 25. März 2014, 19:33

Die besagte MiG 25 über Israel war danach aber ein bissel kaputt.Die ist nicht mit aller Seelenruhe geflogen sondern mit Schubhebel am Anschlag.

Und ein großes Strahltriebwerk mit fettem Nachbrenner zu bauen, ist nicht wirklich Hexenwerk. Es langlebig,zuverlässig und vor allem verbrauchsarm zu machen ist eine Kunst welche in Russland bis zum heutigen Tag nicht beherrscht wird.

Und was den Rekordflieger betrifft, ja aber komplett ausgeräumt und mit einem noch stärkeren Triebwerk ausgestattet ,hiessen dann (J)E-266. Propaganda halt. Ne SR-71 begleiten ging immer nur für ein paar Minuten. Und die SR-71 ist über der Ostsee wegen des engen Luftraums mit angezogener Handbremse geflogen.
Nenn die MiG 25 bitte nicht KAMPFflugzeug. das ist ein Abfangjäger untauglich für den Dog Fight wegen viel zu hoher Tragflächenbelastung.

Na gut ,ne Aktie an den A-12 und SR-71 haben die Russen ja nun wirklich.

Die haben das Titan für die Flieger geliefert.

Stell mal die Mi-28 neben einen AH-64
Zuletzt geändert von HPA am 25. März 2014, 19:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die russische Militärmacht heute

Beitragvon Spartacus » 25. März 2014, 19:35

Ach das wollte ich Euch noch zeigen. So ziemlich das verrückteste was die Russen je gebaut haben.

Der Ekranoplan.

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Erklärung hier: http://de.wikipedia.org/wiki/KM_%28Ekranoplan%29

Und hier gibt es das Teil in Aktion: http://www.youtube.com/watch?v=WlEt0bCeTy8

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Re: Die russische Militärmacht heute

Beitragvon Spartacus » 25. März 2014, 19:39

HPA hat geschrieben:
Und was den Rekrodflieger betrifft, ja aber komplett ausgeräumt. Propaganda halt. Ne SR-71 begleiten ging immer nur für ein paar Minuten. Und die SR-71 ist über der Ostsee wegen des engen Luftraums mit angezogener Handbremse geflogen.



Na komm HPA, du kannst doch nicht ein speziell für hohe Geschwindigkeiten gebautes Flugzeug, wie die SR - 71 mit
der Mig - 25 vergleichen, auch wenn die ein bisserl abgespeckt war. Eine Leistung von der MiG war das allemal.

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Re: Die russische Militärmacht heute

Beitragvon Spartacus » 25. März 2014, 19:43

HPA hat geschrieben:
Stell mal die Mi-28 neben einen AH-64


Ich sagte ja, die Mi - 28 gefällt mir gut, auch was die Bewaffnung angeht. Wie gut sie wirklich ist, wenn sie
gegen einen Apache antreten müsste, werden wir wohl so schnell nicht erfahren.

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Re: Die russische Militärmacht heute

Beitragvon HPA » 25. März 2014, 20:22

Spartacus hat geschrieben:
HPA hat geschrieben:
Und was den Rekrodflieger betrifft, ja aber komplett ausgeräumt. Propaganda halt. Ne SR-71 begleiten ging immer nur für ein paar Minuten. Und die SR-71 ist über der Ostsee wegen des engen Luftraums mit angezogener Handbremse geflogen.



Na komm HPA, du kannst doch nicht ein speziell für hohe Geschwindigkeiten gebautes Flugzeug, wie die SR - 71 mit
der Mig - 25 vergleichen, auch wenn die ein bisserl abgespeckt war. Eine Leistung von der MiG war das allemal.

LG

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Doch tu ich.Weil die MiG auch nur für hohe Geschwindigkeiten gebaut wurde. Mit einem zulässigem Lastvielfachen von +4.4 g kann man im Luftkampf nicht viel ausrichten.

Beeindruckend an der MiG ist allenfalls die primitive Fertigung. Von "mnale it simply" könnten sich andere wirklich manchmal ne Scheibe abschneiden.Und diese MiGs wurden sowohl von israelischen F-15 als auch von hawk Raketen vom Himmel geholt.Auch wenn die Russen das nicht gern zugeben.
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Re: Die russische Militärmacht heute

Beitragvon Spartacus » 9. Mai 2015, 15:17

Altes Thema wieder belebt, denn natürlich war ich heute als alter Panzermann gespannt, ob er denn
wirklich auf der heutigen Militärparade - wie versprochen - fährt, der neue schwere Kampfpanzer
Armata T - 14, der den T - 90 ablösen soll.

http://de.wikipedia.org/wiki/Armata

Und tatsächlich, er war da, sah aber - wie zu erwarten war - etwas anders aus, als auf den diversen
Internetbildern.

Hier eins dieser Bilder.

Bild

Von dem eleganten flachen Turm ist beim Original nicht so viel übrig geblieben. Auch die Kanone sieht
anders aus. Von der Zusatzturmbewaffnung scheint auch nur ein 7,62 übrig zu sein. Hat aber alles nichts
zu sagen, da ja wohl erst 20 Einheiten gebaut wurden.

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Re: Die russische Militärmacht heute

Beitragvon Spartacus » 9. Mai 2015, 16:02

Gerade noch dazu gefunden.

Angeblich ist er ein Panzer der Superlative: der T-14 Armata. Zumindest feiern ihn die russische Führung und Armee als solchen - und präsentierten ihn bei der Militärparade in Moskau. Doch neu konstruierte Details könnten sich als Nachteil erweisen, sagen Experten.


http://www.tagesschau.de/ausland/russla ... r-101.html
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Re: Die russische Militärmacht heute

Beitragvon pentium » 9. Mai 2015, 16:09

Spartacus hat geschrieben:Gerade noch dazu gefunden.

Angeblich ist er ein Panzer der Superlative: der T-14 Armata. Zumindest feiern ihn die russische Führung und Armee als solchen - und präsentierten ihn bei der Militärparade in Moskau. Doch neu konstruierte Details könnten sich als Nachteil erweisen, sagen Experten.


http://www.tagesschau.de/ausland/russla ... r-101.html


Jedenfalls ist dieser Panzer der Superlative bei der Generalprobe für die große Militärparade liegen geblieben.

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Re: Die russische Militärmacht heute

Beitragvon Spartacus » 9. Mai 2015, 16:44

So was soll passieren, Pentium.

Sagen kann man über diesen neuen Panzer noch gar nichts, dafür müsste man ihn in Aktion sehen.
Bei der angeführten Computertechnik, die zur Bedienung notwendig ist, habe ich eher ein ungutes Gefühl.

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Re: Die russische Militärmacht heute

Beitragvon pentium » 9. Mai 2015, 16:49

Spartacus hat geschrieben:So was soll passieren, Pentium.

Sagen kann man über diesen neuen Panzer noch gar nichts, dafür müsste man ihn in Aktion sehen.
Bei der angeführten Computertechnik, die zur Bedienung notwendig ist, habe ich eher ein ungutes Gefühl.

LG

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Gibt es da nicht einen Spielfilm, über so einen Superpanzer mit Computertechnik...?

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Re: Die russische Militärmacht heute

Beitragvon Spartacus » 9. Mai 2015, 16:58

Wüsste ich jetzt nicht.

Das Problem mit so einer ausufernden Computertechnik, wie sie für den T - 14 angedacht ist, ist
das solch eine Technik sehr schnell den Geist aufgibt. Da reicht schon eine feindliche Sprenggrante,
die dem Panzer gar nichts anhaben kann, aber eben die ganze Elektronik zusammen brechen lässt.

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Re: Die russische Militärmacht heute

Beitragvon pentium » 9. Mai 2015, 17:01

Spartacus hat geschrieben:Wüsste ich jetzt nicht.

Das Problem mit so einer ausufernden Computertechnik, wie sie für den T - 14 angedacht ist, ist
das solch eine Technik sehr schnell den Geist aufgibt. Da reicht schon eine feindliche Sprenggrante,
die dem Panzer gar nichts anhaben kann, aber eben die ganze Elektronik zusammen brechen lässt.

LG

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Ich stelle mir da eher einen gezielten Hackerangriff vor, ein Hacker übernimmt die Steuerung des Panzers!

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Re: Die russische Militärmacht heute

Beitragvon Spartacus » 9. Mai 2015, 17:05

pentium hat geschrieben:
Spartacus hat geschrieben:Wüsste ich jetzt nicht.

Das Problem mit so einer ausufernden Computertechnik, wie sie für den T - 14 angedacht ist, ist
das solch eine Technik sehr schnell den Geist aufgibt. Da reicht schon eine feindliche Sprenggrante,
die dem Panzer gar nichts anhaben kann, aber eben die ganze Elektronik zusammen brechen lässt.

LG

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Ich stelle mir da eher einen gezielten Hackerangriff vor, ein Hacker übernimmt die Steuerung des Panzers!

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Das wird man wohl bedacht und eine entsprechende Abschirmung mit eingebaut haben.
Weniger das Problem. Ein weiteres Problem sehe ich in den Ladeautomaten, für die Waffen des Panzers.

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Re: Die russische Militärmacht heute

Beitragvon SCORN » 9. Mai 2015, 22:12

Abwarten sollte die Devise beim T-14 sein! Während westliche Medien eher dazu neigen den "Armada" zu relativieren und zu bemängeln, ist bei Militärs ein offensichtliches Unbehagen kaum zu übersehen.

Alle westliche Panzer sind ebenfalls mit Elektronik vollgestopft.

Der springende Punkt ist das neue Konzept in der Panzertechnik welcher mit dem T-14 durch die Russen bestritten wurde. Man kann ihnen ja viel vorwerfen, aber dass sie schlechte Waffen im allgmeinen und Panzer im speziellen bauen, wohl nicht. Das Gegenteil ist der Fall, wie auch die Wehrmacht schockiert feststellen musste!

Aber wie gesagt abwarten bis er im Truppendienst ist!

SCORN
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Re: Die russische Militärmacht heute

Beitragvon Spartacus » 10. Mai 2015, 12:40

Natürlich weißt der T - 14 ein ganz neues Konzept auf, wobei mir besonders gut gefällt, dass versucht wird
die Besatzung so gut wie möglich zu schützen. Einen Aspekt, den die Israelis mit ihrem Merkava, ja schon
vor gedacht haben. Ein Panzer ist schnell ersetzt, eine gute, eingespielte Panzerbesatzung jedoch nicht.

Alte Weisheit, die endlich mal anscheinend konsequent zu Ende gedacht wurde. [hallo]

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